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Wmme Report vom 19.07.2025

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Die WESER REPORT-Ausgabe für Lilienthal, Worpswede und Grasberg

SAMSTAG, 19. JULI 2025

NR. 3765/21. JAHRGANG

65 Jahre Sudmann

Lilienthaler Schützen

Metal auf dem Acker

Die Fleischerei Horst Sudmann feiert Jubiläum Seite 2

Das 162. Schützenfest steht kurz bevor

Das 13. Burning-Q-Festival lockt Metal-Fans nach Freissenbüttel Seite 6

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Das große Glück LILIENTHAL – Der Kurator der Kunststiftung Lilienthal führt an drei Terminen durch die aktuelle Ausstellung. Am 27. Juli sowie am 17. und 24. August können Gäste jeweils ab 15 Uhr die Ausstellung „Das große Glück“ an der Trupe 6 besichtigen. Der Eintritt kostet 5 Euro. aeu

Rekordzahlen in Tarmstedt TARMSTEDT – Die diesjährige Tarmstedter Ausstellung – das 75. Jubiläum des Großevents – stellte einen neuen Besucherrekord auf. Im Laufe der insgesamt vier Ausstellungstage verzeichneten die Veranstalter rund 118.800 Gäste. aeu

Offenes Atelier in Lübberstedt LÜBBERSTEDT – Auch in diesem Sommer öffnet das Atelier D7 an der Denkmalstraße 7 wieder seine Türen. Vom 20. Juli bis zum 24. August gibt es dort jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr Fotografien von Holger Dammann und Bilder und Collagen von Susanne Siegmund zu sehen. aeu

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Der Künstler Gunter Demnig, verantwortlich für das Stolperstein-Projekt, war extra angereist und verlegte die ersten Steine der Samtgemeinde Hambergen eigenhändig. Foto: Roskamp

Die Verantwortung der Zweitzeugen Nach Ratsbeschluss: Erste Stolpersteine in der Gesamtgemeinde Hambergen verlegt M A R I US ROSK A MP

HAMBERGEN – Zur Verlegung der ersten Stolpersteine in Hambergen versammelte sich eine doch beträchtliche Menge an Menschen. Nicht zuletzt lag das daran, dass der erste Stein Anni KnippGustavsson gilt. Verwandtschaft aus Schweden und den USA war hierfür extra angereist. HansGunnar Gustavsson, der Sohn, bedankte sich in einer Rede im Namen der gesamten Familie und betonte, dass ihnen die Verlegung viel bedeute. An insgesamt fünf Orten verlegte die Stolperstein Initiative Landkreis Osterholz am 11. Juli Gedenksteine. Dabei legte der deutschlandweit aktive Künstler Gunter Demnig selbst Hand an. Zur ersten Verlegung in einem Ort sei der Künstler gern selbst anwesend, so Mitglieder der

Stolpersteininitiative. Samtgemeindebürgermeister Gerd Brauns empfand es als schwer zu beschreiben, nun die ersten Stolpersteine in der Samtgemeinde zu verlegen. Er erkannte aber auch an, dass es wichtig sei, sich als Land und Bevölkerung mit der Nazivergangenheit auseinanderzusetzen. „Wir stehen hier nicht als Unbeteiligte“, sagte er. Schließlich sei man Angehöriger eines Tätervolkes. Frauke Schünemann, Bürgermeisterin der Gemeinde Hambergen, sagte, dass Menschlichkeit oberste Priorität habe. Die Stolpersteine seien gleichzeitig Gedenken wie Mahnung. Knipp-Gustavsson hatte eine wahrlich ungewöhnliche Lebensgeschichte. Darauf wiesen sowohl eigens aufgestellte Tafeln mit Zeitzeugnissen als auch die Recherche der Stolpersteininitiative hin. Aus

christlicher Überzeugung habe sie Widerstand gegen das NS-Regime ausgeübt, so die Initiative. So war sie etwa an Flugblattaktionen beteiligt, welche die Machenschaften der NS-Diktatur bloßstellten. Außerdem lehnte sie den Hitlergruß kategorisch ab. Unter anderem für diese „Vergehen“ wurde sie verurteilt und kam schon 1937 in „Schutzhaft“. 1939 kam sie in das KZ Ravensbrück. Als Häftling arbeitete sie für Felix Kersten, den persönlichen Masseur Heinrich Himmlers. Kersten war es, der Knipp-Gustavsson die Flucht nach Schweden ermöglichte. Hierfür wurde ihr ein von Himmler unterzeichneter Pass ausgestellt. KnippGustavsson hat zuvor an der Hauptstraße 42 in Hambergen gewohnt, dem Standort des neu verlegten Stolpersteins. Dieser kurze Abriss über Knipp-Gustavsson

lässt freilich bedeutende Einzelheiten aus ihrem Leben aus, wie sollte es bei menschlichen Schicksalen auch anders sein. Auch die weiteren Opfer der Nazidiktatur, die nun Stolpersteine in der Samtgemeinde Hambergen bekamen, haben bewegte Lebensgeschichten. Stolpersteine wurden verlegt für Albert Waschwill am Butterberg 9, Willy Rehder an der Bremer Straße 78, Johann Hans Georg Mahnken an der Bremer Straße 92 sowie für Zwangsarbeiter, Zwangsarbeiterinnen und Kriegsgefangene aus ganz Europa am Eingangstor zur Muna Lübberstedt. „Unsere Verantwortung als sogenannte Zweitzeugen ist es auch, unseren jüngeren diese und andere Geschichten mitzuteilen und diese Geschichten lebendig, ja begreifbar zu machen“, so die Initiative.

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WORPSW EDE – Nicht nur in der Kreisstadt, auch in Worpswede erhielten die Mitglieder der Ortsfeuerwehren für ihren Einsatz während des Hochwassers um den Jahreswechsel 2023/2024 die Eh-

rennadel der niedersächsischen Landesregierung. „Jede einzelne Kameradin und jeder einzelne Kamerad hat dazu beigetragen, Menschen und Infrastrukturen in Lilienthal zu schüt-

zen – mit Sand, Schweiß und Kameradschaft. Sie haben pausenlos und zu einer Zeit, in der die meisten Menschen mit ihren Familien beisammen waren, um das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel

zu feiern, Menschen, Tiere und Gebäude vor den großen Wassermassen beschützt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde. 94 Worpsweder Feuerwehrleute hatten damals unterstützt. aeu

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