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Wmme Report vom 17.05.2025

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Die WESER REPORT-Ausgabe für Lilienthal, Worpswede und Grasberg

SAMSTAG, 17. MAI 2025

NR. 3756/21. JAHRGANG

Tag der offenen Kaserne

Aus grau mach bunt

Das aktuelle Familienstück

Bundeswehr öffnet in der Kreisstadt ihre Tore

Schalthäuser der EVB werden verschönert

Freilichtbühne will mit dem „Zauberer von Oz“ erneut begeistern Seite 2

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Vortrag über Skelettfunde LILIENTHAL - Am Montag, 19. Mai, 19 Uhr, präsentiert die Stiftung Klosterkirche Lilienthal eine Veranstaltung zum Fund zahlreicher Skelettreste, die archäologisch geborgen wurden. Die Anthropologin Birgit Großkopf trägt zu den Untersuchungen vor. rom

Mitglieder der Stolperstein-Initiative Landkreis Osterholz legten Rosen am Gedenkstein mit Messingplakette ab. Der Stolperstein zum Gedenken an Heinrich Kück befindet sich an der Karlstraße 31. Foto: Fricke

Zeichen gegen Rechts

Wiesenflohmarkt in Otterstein GR ASBERG - Die Initiative „Heute für die Zukunft“ veranstaltet einen Flohmarkt in Otterstein am 21. Juni zwischen 10 und 14 Uhr in der Ottersteiner Straße 104. Standanmeldungen werden unter Telefon 04792 / 75 00 entgegengenommen. hwr

Führung „Leben ohne Wohnung“ BREMEN - Die VHS Lilienthal bietet am 24. Mai eine Stadtführung in Bremen zum Thema „Leben ohne Wohnung“ an. Zusammen mit der Zeitschrift der Straße lernt man das Bahnhofsviertel von einer anderen Seite kennen. Die Teilnahme kostet 8 Euro, Anmeldung per 04298 / 92 92 40. hwr

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Initiative des Landkreises Osterholz ließ Stolperstein an der Karlstraße 31 setzen MON I K A F R ICK E

OSTERHOLZ-SCHARMBECK Im Landkreis Osterholz wurden inzwischen 61 Stolpersteine verlegt, die an die Ereignisse im Dritten Reich erinnern. „Wir wollen ein Zeichen gegen Rechts setzen“, betonten Manfred Bannow und Nina Schmidt von der Stolperstein-Initiative Osterholz. Vor dem Haus Karlstraße 31 in OsterholzScharmbeck versammelten sich zahlreiche Menschen, Mitglieder der Stolperstein-Initiative, Frauen der Gruppe „Omas gegen Rechts“, Nachbarn und der stellvertretende Bürgermeister Klaus Sass, um dort die Verlegung eines Stolpersteins zur Erinnerung an die Ermordung des ehemaligen Bewohners Heinrich Kück zu begleiten. Dort setzten zwei Mitarbeiter des städti-

schen Bauhofes unmittelbar vor dem letzten Wohnort des Opfers an der Karlstraße den gold-glänzenden Stolperstein aus Messing mit Inschrift „Hier wohnte Heinrich Kück, Jg. 1916 „Schutzhaft 1939 – Sonderaktion Wehrmacht – KZ Sachsenhausen – 1940 KZ Dachau – Ermordet 3. 5. 1940“. Kück, der den Leidensweg durch die Jahre des NS-Regimes ging, kam 1916 in Hambergen-Heißenbüttel zur Welt. Er besuchte die Volksschule und absolvierte eine Maurerlehrer bei der Firma Stehnke. Ende 1935 zog er an der Karlstraße ein. Zwischen 1936 und 1938 wurde er zum Arbeitsdienst und anschließend zum Artillerieregiment 58 in Bremen-Huckelriede eingezogen. Im Rahmen der „Sonderaktion Wehrmacht“ kam er 1939 in eine Strafabteilung der

Wehrmacht in Munsterlager in der Lüneburger Heide. Von dort wurde er ins KZ Sachsenhausen überführt. Nächste Station war am 5. März 1940 das KZ in Dachau und am 3. Mai 1940 wurde Heinrich Kück im Alter von 24 Jahren ermordet. Die Mutter vermutete damals, dass ihr Sohn aufgrund seiner sozialdemokratischen Gesinnung inhaftiert wurde. Sie erfuhr später, dass es sich bei seiner Inhaftierung um eine Disziplinarmaßnahme der Wehrmacht gehandelt hatte. Den 80. Jahrestag nach Ende des Zweiten Weltkrieges hatte die Stolperstein-Initiative bewusst für diese Aktion gewählt, bemerkte Bannow. „Es ist ein Tag des Nachdenkens und der Mahnung“. Das bestätigte auch der stellvertretende Bürgermeister Sass, der den

Frauen und Männern der Initiative, der Gruppe „Omas gegen Rechts“, den Mitarbeitern des Bauhofes und der Musikerin Andrea Türk dankte für ihre Teilnahme an der Aktion. Heinrich Kück habe viel Leid und Elend ertragen, deshalb sei das Erinnern an diese Zeit sehr wichtig und ein Meilenstein „ein Zeichen gegen Rechts, das passt hier nun“, so Sass. Türk begleitete die Aktion Stolperstein mit passenden Songs: „Es ist an der Zeit“ von Hannes Wader und das vertonte Tucholski-Gedicht „Der Graben“, die von der Sinnlosigkeit der Kriege mit Tod und Verderben erzählten. Sichtlich bewegt hörten die Anwesenden die traurigen Strophen der Sängerin. Mitglieder der StolpersteinInitiative legten gelbe Rosen rund um den Erinnerungsstein.

Ermittlungserfolg zu Diebstahlserie in Krankenhaus LILIENTHAL – Seit Mitte Oktober kam es laut Polizei in einer Klinik in Lilienthal zu einer Vielzahl von Diebstählen von Wertgegenständen aus Patientenzimmern. Der Kriminalermittlungsdienst der Polizei Osterholz konnte als Beschul-

digten nun einen Angestellten der Klinik ermitteln. Am 13. Mai wurde der 27-Jährige bei einem weiteren Diebstahl direkt gestellt und vorläufig festgenommen. Dem Mann wird vorgeworfen, knapp 30 Diebstähle von Bargeld, EC-Karten und

Schmuck, sowie diverse Verwertungstaten mit den EC-Karten begangen zu haben. Der entstandene Sachschaden befindet sich derzeit im fünfstelligen Bereich. Im Anschluss an die vorläufige Festnahme erließ das Amtsgericht Oster-

holz auf Antrag der Staatsanwaltschaft Verden noch einen Durchsuchungsbeschluss für seine Wohnung und seinen Spind. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurde der 27-Jährige wieder entlassen. ots

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Wmme Report vom 17.05.2025 by Weser Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH - Issuu