Die WESER REPORT-Ausgabe für Lilienthal, Worpswede und Grasberg
SAMSTAG, 23. MÄRZ 2024
NR. 3696/20. JAHRGANG
Viel schon ausverkauft
Vogel des Jahres
Immer wieder Schockanrufe
Was in der Music Hall auf dem Programm steht Seite 4
Der Bestand des Kiebitz macht vielen Sorge Seite 5
Die Polizei gibt erneut Hinweise zu der telefonischen Betrugsmasche Seite 3
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Batterie verursacht Brand PENNIGBÜT TEL Am vergangenen Donnerstag wurden die Ortsfeuerwehren Pennigbüttel und Osterholz-Scharmbeck zur ASO Pennigbüttel alarmiert. Dort wurde der Brand eines Lkws in einer Halle gemeldet. Als Zündquelle vermuten die Verantwortlichen vor Ort eine nicht korrekt entsorgte Batterie. (hwr)
Einbrüche in Kleingärten RIT TERHUDE Zwischen vergangenem Dienstagmittag und Mittwoch betraten unbekannte Täter zwei Kleingärten und entwendeten Lebensmittel. Hinweise zu der Tat oder den Tätern können der Polizei Ritterhude unter Telefon 04292 /81 17 40 mitgeteilt werden. (ots)
Abgeordneter aus Ukraine LANDKREIS Vergangene Woche besuchte der ukrainische Abgeordnete Maksym Dyrdin eine Dienstbesprechung der Hauptverwaltungsbeamten im Landkreis. Landrat Bernd Lütjen und die Schwaneweder Bürgermeisterin Christina Jantz-Herrmann als Gastgeberin begrüßten ihn im Schwaneweder Rathaus. (rom) Anzeige
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Die Kuratoren sehen in der Auseinandersetzung mit Bernhard Hoetger durchaus aktuelle Brisanz. Der Künstler sympathisierte mit den Nationalsozialisten. Foto: Fricke
Prägende Gestalt im Ortsbild Jubiläumsausstellungen zum 150. Geburtstag Bernhard Hoetgers / Kritische Auseinandersetzung MON I K A F R ICK E WORPSWEDE Seine exzentrischen architektonischen Schöpfungen prägen den Künstlerort Worpswede sowie die Böttcherstraße in Bremen. Der bis heute stark umstrittene Bildhauer, Kunsthandwerker, Maler und Architekt Bernhard Hoetger wäre in diesem Jahr 150 Jahre alt geworden. Die Worpsweder Museen nehmen dies zum Anlass, sich dem zu Lebzeiten gefeierten und durch spätere Sympathien zu den Nationalsozialisten umstrittenen Künstler kritisch zu widmen. Am 18. März eröffnete die Jubiläumsausstellungen mit Werken der „ortsprägenden Gestalt“. Im Mai wird ein Film mit dem Titel „Bernhard Hoetger: Vom Aufstieg und Fall eines
Künstlers“ der Bremer Produktionsfirma Kinescope in die Kinos kommen, der ab Juli auch in der Ausstellung zu sehen sein wird. „In den unsicheren 1920er Jahren suchte Hoetger nach Orientierung“, angesichts der heutigen gesellschaftspolitischen Lage, in der ebenfalls nach Orientierung gesucht werde, sei Hoetger aktueller denn je, sagte Beate Arnold, künstlerische Leiterin des Barkenhoffs und der Großen Kunstschau. Der Barkenhoff präsentiert erstaunliche Parallelen zwischen Heinrich Vogeler und Bernhard Hoetger, zum Beispiel stilistische Ähnlichkeiten. Hier werden Übereinstimmungen und Gegensätze im Werk beider Künstler während ihrer Zeit in Worpswede (1914 sowie 1918 bis 1923) dargestellt, „das ist Anlie-
gen dieser Ausstellung“, erklärte die Kuratorin Dagmar Kronenberger-Hüffer. In der Großen Kunstschau lautet das Motto der Jubiläumsausstellung „Licht und Schatten“. Darin wird die Persönlichkeit Hoetgers durch Licht- und Schattenseiten seines Lebens und Wirkens vielfältig beleuchtet. Aktuelle Brisanz sah Kurator Stefan Borchert im Lebensweg und den Werken des Künstlers, „gerade wieder heute, wo wir wieder mit autoritären Regimen zu tun haben“, so Borchert. In der Worpsweder Kunsthalle lautet der Titel der Ausstellung „Impulsgeber Hoetger?“ Sie widmet sich dem malerischen Schaffen Hoetgers und untersucht im Vergleich zu seinen Zeitgenossen und Freunden, wie
Willy Dammasch, Albert Schiestl-Arding, Bram van Velde und Alfred Kollmar, die Entwicklung der expressionistischen Malerei in den 1920er Jahren in Worpswede, erklärte die Kuratorin Cornelia Hagenah. Zum Film über den Aufstieg und Fall des Künstlers erklärte die Regisseurin Gabriele Rose, dass Hoetger bis 1935 keine klare Struktur für sein Schaffen hatte. Der Film zeige ihn aus künstlerischer und politischer Sicht, wo es hinführte, welche Ideen entstanden: Hoetger begeisterte sich für die Ideologien der Nationalsozialisten. Der Film beleuchte alle Seiten des Künstlers, so die Regisseurin, „nur so ist sein Handeln heute zu verstehen, es gibt nicht nur das eine Bild.“
Rabatt für Frühbucher beim Musikfest Bremen LANDKREIS Das 35. Musikfest Bremen findet vom 17. August bis zum 7. September statt und will mit über 45 Konzerten in Klang-
welten entführen. Im Rahmen seiner Konzerte außerhalb der eigenen Landesgrenzen macht das Festival im Landkreis Osterholz
mit vier Konzerten Station: in Worpswede, Lilienthal, Grasberg und Osterholz-Scharmbeck. Bis 14. April gilt ein Frühbucher-Ra-
batt von 15 Prozent auf alle Tickets in den regulären Preiskategorien. Weitere Infos unter musikfest-bremen.de (rom)
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