Die Lokalausgabe für den Landkreis
SAMSTAG, 4. JULI 2026
NR. 3815 / 56. JAHRGANG
Neuerungen zur Halbzeit
Preis für Zivilcourage
So schmeckt uns der Sommer
Welche Regelungen sich zum 1. Juli geändert haben
Landrat Volker Meyer ehrt mutigen Bürger aus Weyhe
Start der WESER REPORT Sommerserie: Die besten Eisdielen in Bremen und umzu
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Nach Unfall geflüchtet BASSUM – Auf dem Parkplatz des Krankenhauses Bassum wurde der Pkw eines 56-jährigen Mannes vermutlich beim Ein- oder Ausparken April 2022 beschädigt. Der bislang unbekannte UnfallverAnzeige: WR ursacher entfernte sich anschließend unerlaubt von der Unfallstelle, ohne Titelkopf sich um den entstandenen Schaden zu kümmern. Zeugen werden 67bei x 67 gebeten, sich dermm Polizeistation Bassum unter 04241 / 97 16 80 zu melden. WR
Betrunken an der Tankstelle SULINGEN – Einen Schaden von rund 5.300 Euro hat ein 63-jähriger Autofahrer auf dem Gelände einer Tankstelle in der Friedrich-TietjenStraße angerichtet. Dort stieß er zunächst mit einem geparkten Pkw zusammen. Anschließend setzte er seine Fahrt fort und kollidierte kurz darauf mit einem Metallpfeiler der Tankstellenüberdachung. Die Polizei stellte fest, dass der 63-Jährige alkoholisiert war. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,21 Promille. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet. WR
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Wilken Hartje (3. v. l.) und Joachim Reinecke (r.) sprachen mit der Delegation aus Litauen über Themen wie Ausfall der Stromversorgung, Zerstörung und Cyber-Sicherheit. Foto: Backhaus
Zusammenarbeit im Ernstfall
Soldaten aus Litauen informierten sich beim Landvolk Mittelweser in Syke / Zwei Rollenspiele T HOR ST EN RU NGE
SY KE – Wie kann die zivil-militärische Zusammenarbeit im Ernstfall funktionieren? Auf diese Frage suchten kürzlich rund 250 Soldatinnen und Soldaten aus der Bundeswehr und von NATO-Partnern der CIMIC (Civil Military Cooperation) Quadriga rund um Nienburg, Neustadt am Rübenberge und Hannover nach Antworten. Unter anderem auch beim Landvolk Mittelweser. Dort sprachen zwei litauische Soldaten und eine litauische Soldatin – allesamt Reservisten – mit Kreislandwirt Wilken Hartje und Landwirt Joachim Reinecke, um die Rolle und die Herausforderungen der Landwirtschaft in der Region genauso
auszuloten wie die Bereiche, in denen die Landwirtschaft selbst anfällig für mögliche Zwischenfälle ist. Begleitet wurde das Trio von einem Beobachter, einer Dolmetscherin vom Bundessprachenamt und einem sogenannten Host Nation Support, einem Reservisten aus dem Raum Verden, der die Kollegen aus dem Ausland vor Ort betreut. Was würde seine Arbeit am meisten beeinträchtigen, wollte einer der litauischen Soldaten von Wilken Hartje wissen. Die Landwirtschaft sei auf 80 Prozent der Fläche vertreten, erklärte er. „Wenn hier etwas zerstört werden würde, kämen wir aus dem Rhythmus. Das wäre schon eine Herausforderung.“ Ein weiteres Risiko sei die Unterbrechung der
Stromversorgung. Denn ohne diese laufe weder ein Melkroboter noch die Fütterung im Schweinestall; ganz zu schweigen von der lebenswichtigen Belüftung in Schweineund Geflügelställen. Notstromaggregate allein könnten das Risiko eines Stromausfalls nicht immer auffangen, weil sie aufgrund unterschiedlicher Stall-Standorte oder Stromkreise nicht immer dort verfügbar seien, wo sie benötigt werden würden. „Beim Strom geht es wirklich um Stunden“, unterstrich Wilken Hartje einmal mehr. Wie verletzlich die Landwirtschaft sei, wenn es um Cyber-Sicherheit gehe, wollte einer der Soldaten aus Litauen wissen. Hier nannten Joachim Reinecke und Wilken Hartje
den Zugriff per Fernwartung der Melkroboter-Hersteller oder der Netzbetreiber auf Biogasanlagen als vulnerable Punkte. „Wenn in deren Zentralen ein Cyber-Angriff passieren würde, hätten wir alle ein Problem“, sagte Joachim Reinecke. Mit der Übung beim Landvolk Mittelweser endete die zweiwöchige CIMIC Quadriga-Übung, bei der die Soldatinnen und Soldaten pro Tag jeweils zwei Mal 19 Rollenspiele bei unterschiedlichen Institutionen absolvierten. In der zweiten Woche kamen besonders Verbände wie das Landvolk Mittelweser ins Spiel, da Niedersachsen im Verteidigungsfall in Osteuropa als Transitregion für internationale Militärkolonnen dienen würde.
Unbekannter lieferte sich Verfolgungsjagd mit der Polizei BASSUM – Ein bislang unbekannter Fahrer eines Mercedes entzog sich in der Nacht zu Dienstag, gegen 1.25 Uhr, einer Verkehrskontrolle im Ortsgebiet Bassum. Obwohl die Streifenwagenbesatzung das Blaulicht und Anhaltesignal eingeschaltet hatte, setzte der Fahrer seine Fahrt mit hoher Geschwindigkeit fort. Die Flucht führte unter ande-
rem über die Bremer Straße, Syker Straße, Lange Wand, Bahnhofstraße, Kirchstraße, Querstraße, Bürgermeister-Bernhard-Straße, Mittelstraße und Alte Poststraße, bevor der Pkw über die L776 in Richtung Harpstedt flüchtete. Dabei erreichte der Fahrer Geschwindigkeiten von schätzungsweise 200 km/h. Während der Verfolgungsfahrt wurden
mehrere Verkehrsteilnehmer durch den flüchtenden Fahrer gefährdet. Im Einmündungsbereich Kirchstraße / Sulinger Straße kam es fast zu einem Zusammenstoß mit einem weißen VW ID.4. Ein weiterer Beinaheunfall ereignete sich auf der Harpstedter Straße, als der flüchtende Pkw in den Seitenstreifen geriet und stark ins Schlingern kam. Der
Polizei gelang es nicht das Fahrzeug zu stoppen. Die Polizei bittet insbesondere den Fahrer des weißen VW ID.4, sowie weitere Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des flüchtenden Pkw gefährdet wurden oder Hinweise zum Fahrzeugführer geben können, sich bei der Polizei Syke unter 04242 / 96 90 zu melden. WR