Die Lokalausgabe für den Landkreis
SAMSTAG, 30. AUGUST 2025
NR. 3771/55. JAHRGANG
Große Herausforderungen
Syker Dorfmarkt
Seit 25 Jahren am Puls der Zeit
Sascha Karolin Aulepp über Bremens Bildungspolitik
Waren örtlicher Höfe und mehr in der Innenstadt
Das Universum Bremen feiert Geburtstag und blickt auf ein Vierteljahrhundert zurück
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WE YHE/SYK E/BA SSUM
Weyher Freibad: Saison endet W EY HE – Das Weyher Freibad beendet seine Saison voraussichtlich am Sonntag, 7. September – einen Tag früher als im vergangenen Jahr. Für den Fall freundlichen spätsommerlichen Wetters behält es sich die Gemeindeverwaltung vor, kurzfristig um eine Woche zu verlängern – wovon man aber derzeit nicht ausgeht. Das Planschbecken steht bereits jetzt nicht mehr zur Verfügung – reparaturbedingt. Am Donnerstag, 4. September, schließt das Freibad zudem bereits um 16 Uhr wegen einer internen Veranstaltung. WR
Das Niedersächsische Landesamt für Statistik veröffentlichte teils sehr gute Zahlen zur vorläufigen Bilanz der Getreideernte, kann aber zur Qualität noch keine eindeutigen Aussagen treffen. Foto: Pixabay
Getreidemengen über Vorjahresniveau Ernte erreicht laut LSN eine teils deutlich höhere Quantität, aber Anbaubedingungen waren schwierig
Flohmarkt von Kindernothilfe
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W EY HE – Der Arbeitskreis Weyhe der Kindernothilfe veranstaltet am Samstag, 6. September, seinen nächsten Bücher- und Medienflohmarkt von 8 bis 12 Uhr – bei gutem Wetter auf dem Marktplatz in Kirchweyhe, bei Regen im Richtweg 39 in Kirchweyhe. Angeboten werden gut erhaltene Bücher, Schallplatten und digitale Medien zum Preis von 1 oder 2 Euro. Bücherund Medienspenden werden an jedem Donnerstag von 16 bis 17 Uhr, ebenfalls im Richtweg 39, entgegengenommen. WR
Voraussichtlich gut 5,8 Millionen Tonnen Getreide, den Körnermais nicht mitgezählt, sollen in diesem Jahr niedersachsenweit geerntet werden. Dieses Ergebnis hat das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) berechnet. Die bloße Zahl beeindruckt, liegt die Getreideernte damit doch gar 34,4 Prozent über dem Vorjahreswert und um 8,4 Prozent über dem Durchschnitt des Sechs-JahresZeitraums 2019 bis 2024. Trotz dreiwöchiger Verzögerung durch viel Regen ist die Ernte von Getreide und Raps jetzt im Bundesland so gut wie abgeschlossen. Geschuldet ist das quantitativ zunächst einmal gute Ergebnis jedoch weniger günstigen Umwelteinflüssen. „Der Hauptgrund für die überdurchschnittliche Ernteprognose ist die gestiegene Anbaufläche für Wintergetreide auf rund 759.000 Hektar in Niedersachsen – ein Plus von 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (674.400 Hektar)“, konstatiert das LSN. Ähnlich stellten es diesen Monat auch Christoph Klomburg und Jürgen Meyer, die beiden Vorsitzenden des Landvolks Mittelweser, bei einem Termin in Syke-Barrien fest. Beson-
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ders die Erträge der Wintergerste seien durchschnittlich bis gut gewesen. „Die Gerste hat uns alle überrascht“, meinte Klomburg. „Auch Kartoffeln, Rüben, Mais und das Grünland machen sich gut. Sie setzen den Regen in Ertrag um“, führte er weiter aus. Die Kartoffeln seien beregnet worden, als es trocken war, erläuterte Meyer. „Wenn sie die Knollen ansetzen, brauchen sie Wasser. Sie sind gut durchs Loch gekommen“, urteilte er. Das zum Besuchstermin noch nicht geerntete Getreide auf den Feldern – Weizen, Triticale, Roggen und Raps – hinterließ bei den Experten aber einen anderen Eindruck. „Beim Raps werden die Schoten immer
krosser und durch den Regen mürbe gemacht. Wegen der fehlenden Sonne reift der Raps nicht richtig ab“, erklärte Klomburg angesichts unbeständigen Wetters. Generell sei dadurch die Gefahr einer Qualitätsminderung durch eine Auswuchsgefahr – das heißt, Korn beginnt in der Ähre mit der Keimung – groß, meinte auch Heiner Nolte, Prokurist und Leiter des Marktbereichs Getreide bei der Raiffeisen-Warengenossenschaft Niedersachsen-Mitte. Und so kommt ebenfalls das LSN zu dem Schluss: „Der Einfluss der anhaltenden Trockenheit in der Hauptvegetationsphase und der langen Regenphase zur Ernte wirkte sich
Maisernte in Niedersachsen: in diesem Jahr deutlich früher.
Foto: Bruns
regional sehr unterschiedlich auf den Ertrag aus, aber weniger negativ als anfangs angenommen.“ Die Anbaufläche für den Sommerweizen wiederum ging um 61,5 Prozent zurück, und für die Erntemenge wird gar mit einem 65-prozentigen Rückgang gerechnet. Bei der Sommergerste könnte aus gleichem Grund ein Minus von knapp 35 Prozent zu Buche schlagen. Hafer dagegen wurde in Niedersachsen auf 16.500 Hektar angebaut – so viel wie seit 16 Jahren nicht mehr. Die Erntemenge soll hier knapp fünf Prozent über der des Vorjahrs und knapp 28 Prozent über dem Schnitt der vorangegangenen sechs Jahre liegen. Aber: „Zur Qualität können zurzeit keine eindeutigen Aussagen getroffen werden“, so das LSN. Derweil haben auch auf hiesigen Äckern viele Landwirte bereits mit der Maisernte begonnen – zu einem sehr frühen Zeitpunkt also. Das Deutsche Maiskomitee (DMK) sieht die Ursache dafür in geringen Niederschlagsmengen und hohen Temperaturen. Beim Mais sieht das LSN einen Rückgang der Anbauflächen in Niedersachsen für das laufende Jahr – beim Silomais um gut fünf, beim Körnermais um mehr als zehn Prozent.