Die Lokalausgabe für den Landkreis
SAMSTAG, 29. MÄRZ 2025
NR. 3749/55. JAHRGANG
Kriminelle und Hacktivisten
Petition gegen Windräder
Bremer Übersee-Museum
So gefährlich ist russische Sabotage für Bremen
Bürgerinitiative wehrt sich gegen geplanten Windpark
Neue Dauerausstellung über Ozeanien wird heute eröffnet
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WE YHE/SYK E/BA SSUM
Audi A6 von Parkplatz gestohlen STUHR – In dieser Woche haben Unbekannte einen Pkw Audi in der Bahnhofstraße in Brinkum entwendet. Der Audi A6 stand verschlossen auf einem Parkplatz. Der Diebstahl fiel erst auf, als der Besitzer den Pkw benutzen wollte. Der Schaden beträgt rund 35.000 Euro. Hinweise nimmt die Polizei Weyhe unter der Telefonnummer 0421 / 80660, entgegen. WR
Tödlicher Arbeitsunfall WAGENFELD – Ein tödlicher Arbeitsunfall hat sich auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Wagenfeld ereignet. Beim Abmontieren einer Maschine vom Zugfahrzeug kippte das versehentlich nicht vollständig abmontierte Gerät um. Ein 61-jähriger Mann wurde unter der Maschine eingeklemmt. Er konnte durch Ersthelfer und Rettungskräfte schnell befreit und in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Dort erlag er seinen Verletzungen. WR
Fahrerin hatte 2,6 Promille SY KE – Der Polizei wurde ein Pkw gemeldet, der auf der Hannoverschen Straße in Heiligenfelde durch unsichere Fahrweise auffallen soll. Da Zeugen das Kennzeichen notiert hatten, konnte die Polizeibeamten gleich zur Halteranschrift fahren.Hier trafen sie die 39-jährige Fahrzeugführerin an. Sie war stark alkoholisiert. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergibt einen Wert von 2,6 Promille. Ein Verfahren wurde eingeleitet. WR
Raser in der Innenstadt DIEPHOLZ – In den vergangenen Wochen führte die Polizeiinspektionen rund um Diepholz mehrfach Geschwindigkeitskontrollen durch. Spitzenreiter im Stadtgebiet war hier ein Pkw mit gemessenen 110km/h, gefolgt von 95 und 89 km/h bei erlaubten 50 km/h! Alle drei Fahrer erwartet nun ein Verfahren. WR
Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im Landkreis Diepholz rückläufig. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Kriminalpolizei 190 Fälle. Auch die Einbrüche in Firmen und Bürogebäude sind weniger geworden. Foto: Bilderbox
Häusliche Gewalt nimmt weiter zu Polizei registriert im Landkreis 692 Fälle mit 704 Betroffenen / Opfer meist weiblich T HOR ST EN RU NGE
LANDKREIS – Die gute Nachricht gleich am Anfang. Die Zahl der Straftaten im Landkreis Diepholz ist im Vergleich zu 2024 um rund 3,5 Prozent auf 11.225 Fälle gesunken. Das sind 413 Fälle weniger als im Vorjahr. In der Langzeitbetrachtung ist seit dem Jahr 2018 erstmals wieder ein Rückgang der registrierten Straftaten zu verzeichnen. Das meldet die Polizeiinspektion Diepholz. Für das Jahr 2024 stieg die Aufklärungsquote noch einmal um 2,62 Prozent auf 67,24 Prozent (Vergleich Niedersachsen: 62,77 Prozent). Im Jahr 2024 haben sich im Landkreis acht vorsätzliche Tötungsdelikte ereignet, wobei alle dieser Taten im Versuchsstadium blieben. Den Ermittlern gelang es, sechs der acht Fälle aufzuklären. Auch wenn derartige Taten einen minimalen Anteil am Gesamtaufkommen der registrierten Fälle ausmachen, ziehen diese eine intensive und akribische Ermittlungsarbeit nach sich. „Dafür setzen wir erhebliche personelle und technische Ressourcen frei. Unsere Anstrengungen spiegeln sich auch in der Aufklärungsquote wider. In den beiden nicht aufgeklärten Fällen besteht der Verdacht, dass
Unbekannte Radmuttern von einem Fahrzeug gelöst haben. Körperlich zu Schaden gekommen, ist in diesen beiden Fällen glücklicherweise niemand“, so Thorsten Strier, der den Zentralen Kriminaldienst leitet und für die inspektionsweite Ermittlungsarbeit verantwortlich ist. Unter Rohheitsdelikten werden Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit, Straftaten gegen die persönliche Freiheit und Raubdelikte zusammengefasst. Die Fallzahlen von Rohheitsdelikten erfuhren auch in 2024 einen erneuten Anstieg und befindet sich im 10-Jahres-Langzeitvergleich auf Rekordniveau. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um 6,4 Prozent auf 2.063 Fälle angewachsen. Dabei handelt es sich um 124 mehr registrierte Straftaten als im Vorjahr. Den größten Anteil im Bereich Rohheitsdelikte machen hierbei die Körperverletzungsdelikte aus. Fast 93 Prozent der 1.331 registrierten Fälle konnten aufgeklärt werden. In 281 Fällen von Körperverletzungen waren die Täter alkoholisiert und standen in 17 Fällen unter Einfluss von Betäubungsmitteln. Die Fälle Häuslicher Gewalt befinden sich im Landkreis weiterhin auf einem hohen Niveau und bilden
auch zukünftig einen elementaren Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit in der Polizeiinspektion Diepholz. Im Jahr 2024 wurden 692 Fälle (Vorjahr: 612) angezeigt. Insgesamt wurden 704 Menschen als Betroffene Häuslicher Gewalt registriert, 482 von ihnen waren weiblich. 248 Fälle ereigneten sich innerhalb der Familie, in 416 Fällen waren Betroffene und Täter Partner oder Ex-Partner. Die Fallzahlen aller Diebstahlsdelikte zeigen eine positive Entwicklung. Die PKS verzeichnet für 2024 insgesamt 3.832 Fälle. Das sind 397 Taten weniger als im Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2016 (bisheriger Höchstwert mit 5.100 Taten) entspricht dies sogar einem Rückgang von 1.268 Diebstahlsdelikten. Die Aufklärungsquote stieg von rund 39 Prozent (2023) auf über 44 Prozent. Die registrierten Fälle von Einbrüchen in Firmen, Bürogebäuden, Gaststätten oder Hotels sind auf 209 Straftaten gesunken (Vorjahr: 249). Über 31,10 Prozent der Firmeneinbrüche konnten aufgeklärt werden. Besonders erfreulich ist der Rückgang der Wohnungseinbrüche um rund 22 Prozent auf 190 Taten – das sind 54 Taten weniger als im Vorjahr. Mit Ausnahme des Corona-Jahres 2021 handelt es sich um den nied-
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rigsten Wert seit 2014. 72 Taten blieben im Versuchsstadium. Eine zunehmende Rolle spielen Internetbetrügereien. Im Bereich des Kriminalitätsphänomen Cybertrading wurden im vergangenen Jahr 52 Fälle mit einem Gesamtschaden von 1.570.000 Euro angezeigt. Bei Straftaten zum Nachteil älterer Menschen handelt es sich im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Diepholz nach wie vor um ein aktuelles Phänomen, wenngleich die Fallzahlen rückläufig sind. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Fallzahlen bei den Betrugsdelikten von 362 Taten auf 156 Taten. In 129 Fällen blieb es bei einem Versuch. Bei diesem Kriminalitätsphänomen muss allerdings von einem hohen Dunkelfeld ausgegangen werden. Zuletzt gelang es der Polizeiinspektion Diepholz eine Tatserie von falschen Wasserwerkern aufklären. Die Täter waren über überregional aktiv und spiegelten Betroffenen vor, als Wasserwerker ins Haus zu müssen und stahlen Schmuck und Bargeld. Den Ermittler*innen gelang es gemeinsam mit der Polizei Berlin die aus dem Landkreis Diepholz stammende Tätergruppierung festzunehmen.