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Weser Report - Weyhe, Syke, Bassum vom 06.08.2023

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Die Lokalausgabe für den Landkreis

SONNTAG, 6. AUGUST 2023

NR. 3663/53. JAHRGANG

Wechselzone Hafenkante

Nützliche Wildbienen

Unterschiedliche Auswirkungen

Was Zuschauer beim Bremer City-Triathlon erleben können

Kenner klärt über gängige Missverständnisse auf

Wo das schlechte Wetter Spuren hinterlassen hat und wo nicht

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Reparaturcafé in der Posthalterei Das Reparaturcafé in der Alten PosthalSY K E terei öffnet wieder am Samstag, 12. August, von 9.30 bis 12 Uhr. Annahmeschluss für Reparaturen ist um 11.30 Uhr, bei starkem Andrang auch früher. Spenden für die Bürgerstiftung Syke werden gerne angenommen. Infos unter 04242 / 504 15. (WR)

Wandern mit Kneippverein Syke SY K E Der Kneippverein Syke lädt für Sonntag, 13. August, zur Wanderung auf dem Wiesentalweg in Bassum ein. Treffpunkt ist um 9 Uhr der Parkplatz am Mühlendamm, von wo aus es in Fahrgemeinschaften nach Nordwohlde geht. Anmeldung: 04241 / 46 29. (WR)

Kreismuseum verschiebt Konzert SY K E Das Kreismuseum hat das für den heutigen Sonntag geplante Konzert von Sax & Friends im Rahmen des Gartenkultur-Musikfestivals wetterbedingt abgesagt. Als neuer Termin für einen Auftritt der Gruppe ist der Sonntag, 12. November, 16 Uhr angesetzt. Dann findet das Konzert auf der Bauerndiele des Museums statt. (hb) Anzeige

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Auf den hiesigen Getreidefeldern hat der Starkregen der vergangenen Wochen deutliche Spuren hinterlassen. Hatte es im Juni viel zu wenig Niederschlag gegeben, warten Landwirte zwecks Ernte inzwischen händeringend auf ein paar trockene Tage am Stück. Foto: Bruns

Warten auf trockene Tage Getreideschäden auf heimischen Feldern: Erst brannte die Sonne, dann kam der Dauerregen H E N R I K BRU NS Der Deutsche Bauernverband (DBV) will seine nächste Erntebilanz am 22. August vorstellen. Sie dürfte nach den Wetterkapriolen der vergangenen Monate nicht das beste Ergebnis ausweisen. Schon als es bis Ende Juni noch wochenlang kaum geregnet hatte, hatten sich auch viele heimische Bauern um Feldfrüchte und Getreide gesorgt. Während auf den Äckern Trockenschäden bereits sichtbar wurden, war seitens der Landwirtschaftskammer Niedersachsen erklärt worden: Der Ertrag der Ernte könne in diesem Jahr regional stark schwanken, weil teilweise die Möglichkeiten der Bewässerung nicht ausreichten. Inzwischen aber sieht es noch schlechter aus. „Nun machen Starkregen und Hagel sowie Stürme unseren Ackerbauern zu schaffen und bringen die Ernte in Gefahr“, erklärte Karl-Friedrich Meyer, Vorsitzender des Ausschusses Pflanze beim Landvolk Niedersachsen, inmitten der erst jetzt allmählich ausklingenden Phase des Dauerregens, der insbe-

sondere das Getreide geschädigt zwar durch Rücklagen vorbeugen hat. Während die Gerste zumeist und ihre Ernte gegen Schäden noch rechtzeitig eingefahren wer- versichern. Doch auch das koste, den konnte, sieht es inzwischen und Versicherungsbeiträge dürffür die später abreifenden Sorten ten dann im Folgejahr weiter steiWeizen und Roggen sowie für de- gen, weiß man beim Landvolk. Im vergangenen Jahr verzeichren Kreuzung Triticale nicht mehr gut aus. Auch im Landkreis nut- nete das Landesamt für Statistik zen die Landwirte für gewöhnlich Niedersachsen am Ende des Somkurze Trockenphasen, in denen mers knapp sechs Millionen Tonnen geerntetes Gedas Getreide dann treide. Die Erträge rasch vom Feld geZunächst am Rande von Weizen, Gerste holt werden kann. einer Dürre, dann und Raps hatten Das aber war seit Wochen schon folgte extreme Nässe 2022 zwar überraschenderweise 9,3 nicht mehr mögProzent über dem lich. Denn ist Getreide reif, darf es beim Mähen Mittelwert der sechs vorausgegannicht zu feucht sein, damit es genen Jahre gelegen. Dennoch seien die hohen Erträge allein, nicht schimmelt und verdirbt. Der extreme Starkregen, aber insbesondere beim Winterweizen, teilweise auch Hagel, habe zudem nicht nur Grund zur Freude geweauch dem Raps zu schaffen ge- sen. „Von vielen Seiten wurde macht und Teile der Ernte be- über geringe Proteingehalte beschädigt, berichtet das Landvolk, richtet, sodass der Weizen nicht bei dem man sich umgehört hat. immer die Vorgaben für die inSo warten heimische Landwirte dustrielle Lebensmittelerzeugung gerade dringend auf einige trocke- erreicht hat“, konstatierte das ne, sonnige Tage in Folge, um Landesamt. Weizen, der nicht dann das Getreide einfahren zu mehr für die Lebensmittelprodukkönnen – um dann das zu retten, tion zu gebrauchen sein dürfte, was noch zu retten ist. Viele Land- sieht man gegenwärtig auf den wirte würden solchen Situationen heimischen Äckern mit großflä-

chig umgeknickten, weil viel zu nassen und damit zu schweren Pflanzen, erst recht. Und doch gibt es offenbar noch ein anderes Segment, in dem Anbauer zufrieden sind: „Der Regen hat den letzten Kick gegeben“, sagte Fred Eickhorst kürzlich dem Landvolk. Er ist Geschäftsführer des Verbands der Spargel- und Beerenanbauern. Gemünzt waren seine Worte insbesondere auf die Heidelbeere. Immerhin: Laut Landwirtschaftskammer sind es im Heidelbeerland-Niedersachsen mehr als 150 Betriebe, die die blauen Beeren auf rund 2.000 Hektar Fläche anbauen – was fast 70 Prozent der gesamtdeutschen Anbaufläche entspricht. Knapp 10.000 Tonnen der Frucht werden jährlich in Niedersachsen geerntet. Aber: Einen Haken ganz anderer Art gibt es auch wieder bei diesem „Superfood“. Heidelbeeren aus Polen, Rumänien und Serbien überschwemmten den deutschen Lebensmitteleinzelhandel derzeit geradezu, wie Verbandschef Eickhorst feststellt. „Das sind nennenswerte Mengen, die uns große Probleme bereiten“ meint er.

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Weser Report - Weyhe, Syke, Bassum vom 06.08.2023 by Weser Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH - Issuu