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Weser Report - West vom 25.04.2026

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KI erkennt falschen Müll

Gelbe Karte, wenn man Plastik und Kippen in die Biotonne wirft

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Steffen Speichert

Ihr Beamtenrechtler in Bremen

SAMSTAG, 25. APRIL 2026

Csilla Kudor

Bremer Künstlerin gestaltet

Wohnblock-Wände in Berlin

NR. 3805/56. JAHRGANG

Friedl nach Sperre zurück

Gegen den VfB Stuttgart hat Daniel Thioune die Qual der Wahl in der Innenverteidigung

• Disziplinarverfahren

• Versetzung in den Ruhestand

• Dienstliche Beurteilungen etc.

• Konkurrentenstreitigkeiten um Beförderungsposten

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WEST

Beweisaufnahme eingeschränkt

Der Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Staatsratsaffäre darf auch Politiker der CDU vorladen. Das entschied der Staatsgerichtshof, nachdem CDU und FDP dagegen geklagt hatten. Fraktionsinterna dürfen jedoch kein Inhalt der Vernehmung sein. pb

Warnung vor Bedrohungen

Ab sofort nutzt der Verfassungsschutz Bremen die Info-Screens des Medienhauses Ströer, um vor Desinformation, Bedrohungen und aktuellen Entwicklungen im Extremismus zu warnen. Die Meldungen werden mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz sowie der Polizei abgestimmt. lcs

Zeuginnen und Zeugen gesucht

Am späten Mittwochnachmittag kollidierte ein 85-jähriger Mann auf einem E-Scooter mit einem 37-jährigen Fahrradfahrer, als beide die Weserpromenade in Richtung Weserstadion befuhren. Die Polizei Bremen bittet Zeuginnen und Zeugen, sich unter 0421 / 36 21 48 50 zu melden. lcs

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In Wartehäuschen sorgt normalerweise auch

Wer macht das Licht wieder an?

Fahrgast bemüht sich regelmäßig um die Reparatur von Beleuchtung an Haltestellen

LAURA STACHE

Öffentliche Verkehrsmittel gehören für viele Bremerinnen und Bremer zum Alltag – so auch für Uwe Köster. Doch wenn er zu Randzeiten unterwegs ist, steht er oft im Dunkeln. Wiederkehrende Probleme mit der Beleuchtung der Haltestellen sowie unklare Zuständigkeiten sorgen bei dem Fahrgast für anhaltenden Frust.

„Weil ich schichtarbeitsbedingt frühmorgens und spätabends den Bus nutze, ärgere ich mich oft über unbeleuchtete Haltestellen“, sagt er. Dunkle Wartebereiche seien nicht nur unangenehm, sondern könnten auch ein Sicherheitsrisiko darstellen.

In der Vergangenheit habe die Kommunikation noch funktioniert: Meldungen an die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) seien aufgenommen und Defekte innerhalb einer Woche behoben worden, schildert Köster. Doch zuletzt wurde er aufgrund häufiger Meldungen direkt an die Firma Wall und an die Stadt verwiesen. An den gemeldeten Haltestellen hätte sich dann aber wochenlang nichts getan. „Mir geht es auch generell darum, dass es nicht sein kann, dass

sich der Fahrgast um technische Defekte wie kaputte Haltestellenbeleuchtung selber kümmern muss“, ärgert sich Köster, nachdem er sich bei drei verschiedenen Anlaufstellen um eine Reparatur bemühte.

Die BSAG betreibt die Fahrgastunterstände nicht selbst

Es stellt sich die Frage: Wer ist denn tatsächlich zuständig für die Beleuchtung? Zumal es unterschiedliche Lichtquellen in und um die Haltestellen gibt: Leuchten im Dach der Unterstände, integrierte Werbetafeln und benachbarte Straßenlampen. Obwohl die BSAG wie die offensichtliche Wahl erscheint, betreibt sie die Fahrgastunterstände nicht selbst und ist somit auch nicht für die Beleuchtung zuständig: „Die Grundbeleuchtung unserer Haltestellen –quasi außerhalb der Fahrgastunterstände – ist üblicherweise Sache der Stadt Bremen. Die Beleuchtung in den Fahrgastunterständen hingegen wird durch die Eigentümer betrieben, die Firma Wall“, sagt

Andreas Holling, Pressesprecher der BSAG.

Das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) zählt eine gezielte Grundbeleuchtung der Wartehäuschen erstmal nicht zu ihren Aufgaben. Die bestehende Beleuchtung werde nicht angepasst, sollte beispielsweise ein neues Wartehäuschen aufgestellt werden, so Andrea Voth vom ASV. Vielmehr sorge das Amt allgemein für die Beleuchtung öffentlicher Verkehrsflächen mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit für sämtliche Verkehrsteilnehmende sicherzustellen. Schadensmeldungen an das ASV werden an die SWB Beleuchtung weitergeleitet, sodass defekte Lampen in der Regel binnen fünf Tagen von deren Fachkräften ausgetauscht werden, sagt Voth. Seit dem 1. April ist die SWB Beleuchtung für Betrieb, Wartung und Erneuerung der öffentlichen Beleuchtung in Bremen zuständig. Um jegliche integrierte Beleuchtung der Fahrgastunterstände kümmert sich letztlich die Firma Wall. In Bremen betreut sie rund 1000 Standorte. Ziel ist es, Reparaturen innerhalb von 24 Stunden vorzunehmen, heißt es von dem Betreiber. „In Fällen, wo die Ursa-

che der Störung im Stromnetz liegt, müssen wir den lokalen Energieversorger hinzuziehen. Dies kann eine längere Bearbeitungszeit zur Folge haben“, sagt Christian Knappe, Pressesprecher von Wall. Darüber hinaus überprüfe man die Unterstände aber regelmäßig und sei im Austausch mit der Stadt, der BSAG und der Öffentlichkeit, sodass Schadensmeldungen üblicherweise auf verschiedenen Wegen bei der Firma eingehen – so auch auf direktem Wege von Privatpersonen. Darauf folgt immer eine technische Überprüfung, so Knappe. An einer der von Uwe Köster genannten Haltestellen im Bremer Osten konnten die Mitarbeitenden von Wall beispielsweise eine defekte Zeitschaltung feststellen, die nun erneuert wurde. Somit muss Köster vorerst nicht mehr im Dunkeln warten.

 Für defekte Beleuchtung im öffentlichen Verkehrsraum können Bürgerinnen und Bürger sich rund um die Uhr unter 0800 / 887 60 60 melden (Beleuchtungsstörfälle SWB Netze), bei Defekten innerhalb von Fahrgastunterständen hingegen ist die Firma Wall unter der Service-Hotline 0800 / 092 55 24 erreichbar.

FRISCH. BUNT. FRÜHLING.

eine Deckenleuchte für Licht –laut einem Fahrgast kommt es auf seinem Arbeitsweg dabei häufiger zu Ausfällen. Foto: Stache

Wegen mangelnden Kerosins auf Flugreisen in 2026 verzichten?

Pro Emanuel Herold Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Wirtschaft der Grünen-Bürgerschaftsfraktion Contra ACHIM WEHRMANN Hauptgeschäftsführer des Deutschen Reiseverbands, DRV

Der Iran-Krieg hat starke Auswirkungen auf die Luftfahrt. Eine kurzfristige Reduktion des Flugverkehrs könnte durch Treibstoffknappheit schon bald erzwungen werden. Freiwilliger Verzicht aufs Fliegen spart Treibstoff und Emissionen.

E ine dauerhafte Reduktion des Flugverkehrs ist ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz – auch weil emissionsarme Flugzeugmodelle leider auf sich warten lassen.

Der Umstieg auf die Schiene sollte durch Investitionen i n die Bahn, ein günstigeres Deutschlandticket und eine Stärkung von Interrail befördert werden. Das hat aber Rückwirkungen auf die Einnahmen von Flughäfen: Für s ie stellt sich die Frage nach einem langfristig tragfähigen Geschäftsmodell. Bremen ist auf seinen Flughafen als Wirtschaftsinfrastruktur angewiesen, weshalb wir den S anierungspfad konsequent weitergehen. Im Falle einer akuten Treibstoffkrise sollten staatliche Hilfen für den Standort kein Tabu sein.

BREMEN KOMPAKT

Ein Verzicht auf Flugreisen wegen eines befürchteten Kerosinmangels wäre das falsche Signal. Trotz der geopolitischen Spannungen ist die Versorgungslage stabil. Weniger Reiseverkehr hätte gravierende Folgen für die Zielgebiete. In zahlreichen Urlaubsregionen sichert der Tourismus Einkommen, Beschäftigung und soziale Stabilität. Tourismus ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Bleiben Reisende aus, verlieren ganze Regionen in vielen Ländern Perspektiven. Die Folge wären wirtschaftliche Not, Instabilität und Abwanderung. Auch i n Deutschland steht viel auf dem Spiel: Reiseveranstalter, Reisebüros, Flughäfen und die vielen anderen Unternehmen der Reisewirtschaft sichern tausende Arbeitsplätze. Reisen ist weit mehr als nur Erholung, Reisen ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, stärkt i nternationale Beziehungen und sichert wirtschaftliche Resilienz. Wer jetzt auf Flugreisen verzichtet, schwächt n icht nur die Branche, sondern auch die Menschen in den Zielgebieten spürbar.

 Im Rahmen der europaweiten Speedweek hat die Polizei vom 13. bis 19. April in Bremen umfangreiche Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Dabei wurden insgesamt 3.578 Tempoverstöße registriert, zudem verhängten die Einsatzkräfte rund 50 Fahrverbote. Ein Schwerpunkt war der „Blitzermarathon“ am 15. April, bei dem allein über 800 Verstöße festgestellt wurden. pb

 Zwei Sportprojekte aus Bremen erhalten Bundesförderung: In Horn-Lehe wird der Kunstrasenplatz an der Sportanlage Curiestraße saniert und die Anlage erweitert. Dafür stehen rund 1,2 Millionen Euro bereit. In Blumenthal wird der Rotgrandplatz der Sportanlage Burgwall mit einer Fördersumme von über 1,2 Millionen Euro saniert. lcs

 Die Bremische Bürgerschaft hat die Einführung der 41-StundenWoche für Beamtinnen und Beamte beschlossen. Der Senat sieht den Schritt als notwendig für die Haushaltskonsolidierung an. Ab dem 1. Juli erhöht sich die Wochenarbeitszeit um eine Stunde. CDU, FDP, sowie die Gewerkschaft Verdi kritisieren den Beschluss. pb

600 Gelbe Karten gegen falschen Müll

So erwischt einen die Stadtreinigung, wenn man Plastik oder Windeln in die Biotonne wirft

MARCUS SCHMIDT

Peter Müller von der Stadtreinigung Bremen hebt eine Biotonne in „seinen“ Müllwagen. Sie kippt nach vorn. Zwei Kameras und eine künstliche Intelligenz ermitteln den Inhalt. Zwei rote Lichter blitzen auf: „Falscher Müll, der nicht in die Biotonne gehört“, stellt der Lader fest. Hier hatten Kolleginnen absichtlich Plastiktüten für einen Test reingepackt. Jetzt greift Müller nach einer Gelben Karte mit Informationen für den Tonneneigner –und hängt sie an den Deckel. Auf ihr steht, was man bei Fremdstoffen machen muss. Heute nimmt Müller den Behälter noch mit, teilt nur Infos über Plastik, Metalle und Restmüll mit. Ab dem zweiten Halbjahr bleiben dann falsch befüllte Tonnen stehen, bis sie vom Besitzer aufgeräumt sind.

„Seit dem 2. März werden die Biotonnen im Rahmen der regulären Leerung stichprobenartig überprüft“, erklärt Pressesprecherin Lena Hartman. Während des – professionell „Schüttvorgang“ genannten –Entleerens, sieht auch der Fahrer auf einem Monitor, ob etwas nicht stimmt.

Projektleiter Jens Gatena freut sich: „Es funktioniert–

Der Augenblick der Wahrheit: Ist zu viel Müll drin, der nicht in die Biotonne

Müller hat bei der Probeschüttung ein Rotlicht (o. r.). Die Testtonne

und die Kundinnen und Kunden zeigen meist Verständnis.“

Die Gelbe-Karten-Phase sei auf etwa sechs Monate angelegt. Gatena nennt als Ziel, den Bürgerinnen und Bürgern ausreichend Zeit zu geben, „ihr Trennverhalten zu überprüfen“.

Ab dem zweiten Halbjahr schließe sich die Rote-KartenPhase an. Wer dann Biotonnen mit einem zu hohen Anteil an Fremdstoffen befüllt, bekommt sie voll zurück. Als Bioabfälle gelten zum Beispiel Balkonpflanzen, Essensreste wie Brot, Fleisch oder Gemüse. In kleinen Mengen seien auch Gras, Laub, Strauchschnitt und Papier erlaubt. Die Bioabfallverordnung vom Mai 2025 macht es amtlich. Verpackte Lebensmittel, Windeln, Zigarettenkippen, alles Plastik, Glas, Holz oder Staubsaugerbeutel gehören dort nicht rein. Gatena weiß: „Derzeit werden etwa 600 Gelbe Karten pro Tag verteilt.“

Grundstein für Big Player

Bremen gewinnt

Förderung für Wasserstoff

Als erste Region Deutschlands wird in Bremen ein „Hydrogen Valley“ errichtet. Dabei handelt es sich um Modellregionen, in denen Wasserstoff nicht nur produziert, sondern auch vermarktet, verschifft und verbraucht werden soll. So soll verhindert werden, dass einzelne Teilbereiche der Wertschöpfungskette durch einen Flaschenhalseffekt abgehängt und vernachlässigt werden. Die Förderung durch die EU beträgt 9 Millionen Euro, zudem sind private Investitionen von den 27 beteiligten Partnerunternehmen geplant. Eine Kofinanzierung des Landes ist nicht erforderlich.

Dass dieses Projekt tatsächlich bei der Ausschreibung der EU Priorität bekommen hat, sei laut Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation keine Selbstverständlichkeit. Es hätten

g rößere Projekte mit mehr Teilnehmern zur Auswahl gestanden.

Durch die vielfältigen Partnerunternehmen sei jedoch eine Ganzheitlichkeit in der Umsetzung gegeben, die Bremen in die Karte spielte. Außerdem ist eine grüne Wasserstoffwirtschaft explizit ein Ziel der Bremer Klimaschutzstrategie 2038, die nun geplanten Projekte seien ein Grundstein für die Big Player, so Kevin Schalk, Projektleiter des Hydrogen Lab Bremerhaven.

Bereits 18 Hydrogen Valleys in ganz Europa wurden durch die Förderung der EU errichtet, trotzdem soll Bremen in Zukunft als Blaupause dienen, und das habe wohl Erfolg. „Es waren bereits Besuchergruppen aus Kenia und Singapur vor Ort“, berichtet Andreas Wellbrock, Geschäftsführer der Firma Green Fuels. f ls

Stadt Bremen von Eins auf Drei

Die Stadt Bremen galt bisher als „Kriminalitätshochburg“ Nummer eins in Deutschland. „Diesen Platz sind wir nun los“, freut sich unter anderem René Möller, der Pressesprecher von Innensenatorin Eva Högl. Er fügt auch zu: „Ja, Statistiken sind immer Auslegungssache.“ Aber nach der neuesten Polizeilichen Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes liegt Frankfurt am Main mit amtlichen 15.026 Fällen pro 100.000 Einwohner auf Platz eins. Es folgt die Hauptstadt Berlin mit 13.642. Die Hansestadt Bremen hat sich mit 13.559 Fällen nach unten auf den dritten Platz verbessert. Die Nachbarstadt Hannover kommt mit 12.849 Fällen auf den fünften Rang. Hamburg glänzt mit 11.196 Fällen je 100.000 Bürgerinnen und Bürgern auf dem zwölften Platz. Im Ranking betrachtet wurden Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. mas

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Herausgeber: Weser Wochenblatt

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Leserzuschriften: leserbriefe@weserreport.de Chefredaktion Robert Lürssen, robert.luerssen@weserreport.de Lokales: Philipp Behrbom, Martin Bollmann, Bettina Meister, Thorsten Runge, Marcus Schmidt, Laura Carina Stache Reise, Motor und Sonderthemen: Marinos Kaloglou Kultur: Bettina Meister Das BLV Regina Drieling, Nikolas Janßen, Antje Spitzner Büro Osterholz-Scharmbeck : Marius Roskamp, Annemarie Utke Fotos: Klaus Werner Schlie

Anzeigenleiter: Johannes Knees Kleinanzeigen: Tel. 690 55 400 Gestaltete Anzeigen: Tel. 690 55 102 info@weserreport.de

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gehört? Lader Peter
enthielt Plastik. Foto: Schlie

Nach Maria und Jesus kommt Josef

Bremer Künstlerin Csilla Kudor bereitet drittes großes Fassadenbild für Berliner Wohnblock vor

ROBERT LÜRSSEN

Eigentlich malt Csilla Kudor lieber auf Leinwand in ihrem Schwachhauser Atelier als an einer Hauswand. „Man sieht nicht, was man malt“, erklärt sie. Doch demnächst wird sie wohl wieder auf ein Gerüst im Berliner Stadtteil Spandau klettern, um ihren Entwurf mittels Raster an die Wand zu bringen. Bereits zum dritten Mal hat die Künstlerin den Auftrag für ein riesiges Fassadengemälde an dem 360 Wohnungen umfassenden Häuserkomplex in der Hauptstadt angenommen. Der Auftraggeber mag es offenbar religiös. Die erste Stirnwand des Wohnkomplexes ziert seit 2024 eine sechs Stockwerke hohe Darstellung der Jungfrau Maria. Im vergangenen Jahr kam dann ein zweites Gemälde dazu, dass Jesus zeigt, wie er von einem Boot aus vor Personen am Ufer eine Predigt hält. Die Personen stammen dabei aus unterschiedlichen Epochen. Ein römischer Soldat ist dort ebenso zu entdecken wie Schulkinder und der Auftraggeber des Bildes mit Aktentasche unter dem Arm.

Csilla Kudor studierte in Rumänien Informatik, bevor sie ihrer Leidenschaft nachgehen konnte und in Budapest und später an der Kunstakademie Düsseldorf bei Markus Lüpertz Kunst studierte. Foto: Schlie

Flut-Bühne 2026 wieder am Osterdeich

PHILIPP BEHRBOM

Den See, der die landschaftliche Grundlage für das Motiv bildet, gibt es in der Nähe des Wohnkomplexes tatsächlich. Und so tauchen die Gebäude dann auch im Hintergrund des Bildes selber auf. „Inklusive Maria“, macht Kudor mit einem verschmitzten Lächeln auf das Detail aufmerksam. Etwa zwei Monate hat sie vor Ort an dem mehrere Meter großen Motiv gearbeitet. „Der Auftraggeber hat es sich zwischendurch anders überlegt und ich musste von vorn anfangen“, berichtet die Künstlerin schulterzuckend. Ursprünglich habe eine

Josef-Darstellung auf die Wand gesollt. „Der kommt jetzt auf diese Wand“, sagt Kudor und deutet auf eine Seite an ihrem Modell der Siedlung. Auch die anderen Wände wurden nach ihren Entwürfen gestaltet. Ein Raum weiter überrascht das Modell einer lebensgroßen Figur das Auge des Besuchers. Der Kopf fehlt noch, doch ein Mikrofon in der Hand deutet daraufhin, dass es wohl eine Musikerin werden wird. Ebenfalls eine Auftragsarbeit. Wessen Kopf die Statue einmal tragen wird, will Kudor nicht verraten. „Erst wenn sie in Bronze gegossen ist“, erklärt sie. Immerhin so viel lässt sie durchblicken: Der Auftrag kommt aus dem Ausland und es geht um einen international bekannten Popstar.

auf alle Terrassendächer und Sommergärten!

Zurück zu den Fassadenbildern. Einen echten Kudor kann man auch an der Thedinghauser Straße in der Bremer Neustadt bewundern. Ebenfalls ein christliches Motiv und sozusagen der Ausgangspunkt für den mehrteiligen Auftrag in Berlin. „Eigentlich ist das gar nicht mein Ding“, meint die gebürtige Rumänin, die mal wegen der Liebe nach Bremen kam und hier Wurzeln schlug. „Ich konzentriere mich lieber auf meine Kunst und auf Ausstellungen.“

„Ihre Kunst“ das sind in erster Linie zeitgenössische Gemälde, die sich thematisch mit sozialen Missständen beschäftigen und durch ihren Stilmix überraschen. Einen Eindruck bekommt man auf csillakudor. de

In der vergangenen Woche haben die Veranstalterinnen und Veranstalter der Breminale eine der größten Neuerungen ihrer Geschichte bekannt gegeben: den Breminale-Fanclub. Unter der Woche gab es zudem einen ersten kleinen Happen Informationen zum Bühnenkonzept. Nachdem das Kulturzentrum Lagerhaus 30 Jahre lang auf der Flutbühne ausgewählte Newcomer-Acts aus dem Rock- und Pop-Underground an den Osterdeich gespült hat, war das Lagerhaus zwei Jahre ohne eigene Bühne auf der Breminale vertreten. Dort, wo die Flutbühne in den Jahren zuvor den Deich zierte, stand das Riesenrad. Auf der anderen Weserseite im Licht-Luft-Bad auf dem Stadtwerder veranstaltete das Lagerhaus ein kostenpflichtiges Musikangebot mit bekannten Künstlerinnen und Künstlern wie King Hannah und Lovehead

im vergangenen Jahr oder der Band Alltag im Jahr 2024. Ein Gegensatz zur sonst kostenlosen Breminale. Jetzt kommt die Flut zurück.

David Weingärtner, Geschäftsführer der Breminale, bestätigte am Dienstag im Beirat Mitte, dass das Lagerhaus zur kommenden Breminale vom 1. bis zum 5. Juli auf dem größten kostenlosen Festival der Stadt eine Bühne stellen wird. Also zehn statt neun Bühnen. „Da sind wir wirklich extrem froh darüber, dass die Kolleginnen und Kollegen das in diesem Jahr wieder realisieren können“, so Weingärtner. Wie es mit der Nutzung des Licht-LuftBads aussieht, ist indes noch offen – Musik soll es dort wohl keine geben. Weitere Informationen dazu wollen die Veranstalter im Mai bekanntgeben. Insgesamt rechnen die Veranstalter auch in diesem Jahr wieder mit rund 160.000 Besucherinnen und Besuchern.

Fassadenbild in Berlin Foto: pv
Die Flut Bühne des Lagerhauses war in den vergangenen Jahren nicht auf der Breminale. 2026 feiert sie Comeback. Foto: Archiv

Nerven behalten beim Sparplan lohnt sich

SASCHA OTTO

Senior Manager Treasury bei der Sparkasse Bremen

Die Märkte schwanken, die Schlagzeilen überschlagen sich – und selbst erfahrene Anlegerinnen und Anleger zweifeln: Sparplan pausieren oder weiterlaufen lassen? In ruhigen Zeiten ist die Antwort einfach: regelmäßig investieren, langfristig denken. Doch in turbulenten Phasen wird diese Disziplin auf die Probe gestellt. Dabei zeigt die Erfahrung: Wer konsequent investiert, profitiert vom Durchschnittskosteneffekt – und kauft in schwachen Marktphasen automatisch günstiger nach. Wer hingegen aussetzt, riskiert, den Wendepunkt zu verpassen. Denn wann der Tiefpunkt erreicht ist, lässt sich erst im Rückblick erkennen. Es gilt: Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden und können zu einem Kapitalverlust führen. Für die Märkte sind Rücksetzer Teil des Systems – für Anlegerinnen und Anleger aber auch eine Chance. Wer in solchen Phasen am Ball bleibt, nutzt die Schwankungen zu seinem Vorteil und legt die Basis für den langfristigen Vermögensaufbau.

KLIMATIPP

Natürlich sauber mit Hausmitteln

SVENJA KOLLENDA

Klimaschutzagentur Energiekonsens

Die Tage werden heller, Staub wieder sichtbarer – höchste Zeit für den Frühjahrsputz! Wer dabei umweltschonend vorgehen möchte, sollte auf herkömmliche Putzmittel verzichten: Sie enthalten oft unnötige Chemikalien und kommen in Plastikflaschen daher. Mit bewährten Hausmitteln lassen sich wirksame Reiniger einfach selbst herstellen. Ein echter Allrounder ist dabei Essig. Gemischt mit Wasser entfernt er Kalk in Küche und Bad und sorgt für streifenfreie Fenster. Natron neutralisiert zuverlässig Gerüche – einfach auf Teppich oder Sofa streuen, einwirken lassen und absaugen. Mit Wasser zu einer Paste vermischt, löst es zudem Fett und hartnäckigen Schmutz, etwa im Backofen oder auf Fliesen. Zitronensaft wirkt antibakteriell, duftet frisch und eignet sich ideal zum Reinigen von Kühlschränken oder Holzschneidebrettern.

Aromatische Gerichte mit Reis

SCHMECKT’S?

Der Restaurant-Test im Weser Report

Zafar

Hemmstraße 246

Montag bis Sonntag von 11.30 bis 15 Uhr und von 17.30 bis 22 Uhr geöffnet 04 21 / 20 09 86 40 zafar-bremen.de

AMBIENTE

Gemütlich und schön hell ist es in dem kleinen Findorffer Restaurant mit der umlaufenden Terrasse. Die Fenster lassen viel Sonnenlicht in den dezent orientalisch geschmückten Raum. Warme Farben, viel Holz, ein großer Barbereich und rankende Grünpflanzen geben den Ton an. Dass hier liebevoll Hand angelegt wird, lässt sich an den frischen Blumen auf den Tischen erkennen. Trotzdem hat der Zahn der Zeit offensichtlich schon am Inventar genagt – das wird erkennbar vor allem an den zerkratzten Tischplatten.

ESSEN

Die gebackene Aubergine mit Hackfleisch in Tomatensoße mit Reis kostet 12,90 Euro. Dafür bekommen wir einen großen Teller mit vor Hitze zischendem und blubbernden Essen. Ein vorsichtiger erster Happen offenbart: Das Fleisch ist fast kalt.

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Wie kann das sein? Egal. Wir mischen den würzigen HackTomaten-Mix einfach mit der darunter liegenden, halbierten Aubergine, mit ihrer samtigweichen Konsistenz und schon hat alles die perfekte Temperatur. Geschmacklich ist das Zusammenspiel ein Genuss, auch der aromatische (in Brühe gegarte?) Reis mit einigen Kichererbsen passt sehr gut dazu. Einziges kleines Manko: Der Reis ist recht ölig. Für den gleichen Preis bekommen wir die Gemüsepfanne mit Hähnchen – ein riesiger Teller in Muschelform, mit einem großen Schlag Eintopf auf dem leckeren Reis, der hier Standard zu sein scheint. Die herzhafte Mischung besteht aus

sehr weich gekochtem Gemüse: Aubergine, Zucchini, Paprika, Brokkoli, Blumenkohl und zartem Hähnchenfleisch. Von der Konsistenz erinnert uns das Gericht an ein Curry, auch wenn die Würzung eine andere ist. Dazu gibt es noch ein paar Scheiben arabisches Brot.

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Wir fühlen uns willkommen und werden gut umsorgt. Und dass die nette Dame offensichtlich auch selber in der Küche steht und mit Leidenschaft kocht, lässt sich sogar an ihrem T-Shirt ablesen. Die diversen Flecken finden wir zwar nicht schlimm, sehr professionell (für

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12,90 Euro jeweils für die Gerichte sind ein gutes Angebot: die Portionen sind groß und von guter Qualität. Dass eine kleines Flasche Wasser (0,25l) allerdings 3,40 Euro kostet, ist uns zu teuer. Alkoholika liegen dagegen wieder im grünen Bereich: Ein Bier (0,33l) kostet 3,60 Euro und der günstigtse Wein 5,40 Euro. Das Findorffer Restaurant Zafar bietet

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BIRTHDAY

I LOVE MY RADIO

„Alles

Am 30. April 2001 um 13 Uhr ging’s los: Zum ersten Mal war Bremen Eins in Bremen, Bremerhaven und umzu zu hören. Das Programm sollte die Zielgruppe 40+ erreichen und versprach damals „Die größten Hits – die schönsten Oldies“.

Der neue Sender war aus der Not geboren: Radio Bremen musste sparen und fusionierte deshalb die beiden Programme „Hansawelle“ und „Radio Melodie“. Hinzu kam, dass die Hörerschaft beider Wellen zuletzt deutlich geschrumpft war – unter neuem Namen sollte sich das ändern.

Erfolgreich in die Köpfe und Herzen

„Wir wollen wieder in die Köpfe und Herzen der Bremer und Bremerhavener“ – mit diesem Ziel des damaligen Programmchefs Peter Welfers ging vor 25 Jahren Bremen Eins an den Start. Mit dabei: informative Sendungen wie die „Rundschau“, die KultFormate „Beat-Club“ und „Pops tönende Wunderwelt“ oder die Nachrichten auf Plattdeutsch.

Das Konzept führte schnell zum Erfolg: Schon nach fünf Jahren hatte Bremen Eins deutlich mehr Hörerinnen und

Gute, Bremen Eins!“

Bremens meistgehörtes Radioprogramm wird 25

Hörer als die beiden vorigen Sender. Bis heute sind es laut der repräsentativen Befragung der Media-Analyse täglich rund 350.000 in Bremen, Bremerhaven und umzu.

25 spannende Jahre

Bremen Eins und die Hörerinnen und Hörer haben inzwischen viel miteinander erlebt: Nach Ausbruch des UkraineKrieges versammelten sich auf

nach Bremerhaven“ im vergangenen Jahr in aller Munde – und Ohren – war. Beim „Weihnachtswunder“ mit Live-Sendungen vom Weihnachtsmarkt zugunsten des Kinderhilfswerks, zeigte sich die Bremen Eins-Hörerschaft besonders spendabel, knapp 250.000 Euro kamen 2025 zusammen. Als legendär gilt auch heute noch die Party zum Zehnjährigen von Bremen Eins, die mit Auftritten u.a. von Wolfgang

Bremen Eins-Initiative Hunderte Menschen entlang des Weserufers und setzten bei der Aktion „Ein Licht für die Zuversicht“ ein Zeichen der Hoffnung. Die Bremen Eins-Radtour brachte drei Mal hunderte Menschen im Sendegebiet zusammen, genauso wie die Bremen Eins-Hymne „Zur Sail

viel Erfolg!

„Nach müde kommt doof“

Warum JUK und Katharina es trotzdem lieben, den Morgen zu moderieren

WESER REPORT: Moin Ihr beiden, Ihr kommt gerade aus der Frühsendung. Wie fühlt Ihr Euch?

JENS-UWE KRAUSE (JUK): Das alte Sprichwort trifft zu: „Nach müde kommt doof“, aber wir sind auch in einem seltsamen Hoch nach so einer Sendung, alles ist lustig.

Wie würdet Ihr Eure Hörerinnen und Hörer beschreiben?

JUK: Die Menschen, die wir treffen, sind zu 99 Prozent familiär freundlich. Sie hören uns oft so regelmäßig zu, dass wir für sie richtig zu ihrem Leben dazugehören –und so behandeln sie uns auch.

Niedecken, Inga Rumpf und Klaus Lage deutlich länger ging als geplant. Auch andere namhafte Stars waren bei Bremen Eins schon zu Gast: Rocker Bryan Adams ließ sich von Anja Kwijas im Liegen auf dem Sofa interviewen, Kabarettist Wolfgang Trepper schlug JensUwe Krause vernichtend in

einem Spaß-Schlager-Quiz und Musiklegende Sting trug die gleichen Schuhe wie Musikredakteur Christian Höltge.

Ein Geburtstag der offenen Tür mit Dialog und Austausch

Zum diesjährigen Jubiläum setzt Bremen Eins ganz auf Austausch: Interessierte konnten sich für Führungen durch Redaktion und Studio melden – Kaffee, Kuchen und Gespräche mit dem Team inklusive. Das Team feiert also eher klein, dafür mit denen, die für das Programm am wichtigsten sind – nämlich den Hörerinnen und Hörern. Programmchef Martin Haferkorn sieht die Welle auf dem richtigen Weg: „In einer Zeit, in der Vieles aus dem Ruder läuft, wollen wir verlässlicher, unaufgeregter Begleiter der Menschen hier sein und Infos liefern, auf die man sich verlassen kann. Wir wollen die Interaktion mit dem Publikum weiter ausbauen und setzen noch mehr darauf, auch Themen ins Programm zu holen, die das Publikum unmittelbar bewegen“, so Haferkorn. Bremen Eins hat also einiges vor in den nächsten Monaten. Am kommenden Mittwoch heißt es aber erst einmal „Prost und herzlichen Glückwunsch!“

KATHARINA GULEIKOFF: Wir hatten heute eine sehr schöne Sendung. Gute Themenauswahl, sehr nette Leute, die viel geschrieben haben, viel Interaktion mit dem Publikum. Und ich glaube, wir waren ganz gut heute.

Was bedeutet es Euch, dass Ihr schon seit bald sechs Jahren bei Bremen Eins gemeinsam den Morgen moderiert?

KATHARINA: Es ist ein unfassbares Glück, dass wir das zusammen machen dürfen, weil es kaum wie Arbeit ist. Da ist eine große Leichtigkeit in unserer Zusammenarbeit. Sonst würde ich nicht schon seit so langer Zeit freiwillig so früh aufstehen. JUK: Ja, würden wir uns nicht gut verstehen und einen ähnlichen moralischen Kompass haben, wäre der Job nicht auszuhalten. Das würden die Hörer auch merken.

KATHARINA: Wir haben eine tolle Hörerschaft! Immer wenn wir auf Leute treffen, zum Beispiel bei einer Studioführung oder der Bremen Eins-Radtour, bekommen wir so unfassbar viel Wertschätzung und Liebe. Wir freuen uns schon, dass zum Jubiläum so viele Menschen ins Studio kommen werden. Diese Begegnungen sind immer wunderbar.

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Anja Kwijas und Bryan Adams. Fotos: Radio
starten Bremen Eins.

SPORT KOMPAKT

 In der Regionalliga-Nord kommt es am morgigen Sonntag zum kleinen Nordderby. Die Zweitvertretungen des SV Werder Bremen und des Hamburger SV treffen um 15 Uhr auf Platz 11 aufeinander. Zeitgleich bestreitet der Bremer SV sein Ligaspiel gegen die abstiegsbedrohte Eintracht Norderstedt auf dem Panzenberg.

 Das Tischtennisteam des SV Werder Bremen hat mit einem 3:0 Sieg gegen den TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell die Ligaphase der Bundesliga auf dem zweiten Platz beendet. Damit stehen nun die Halbfinals in den Play-Offs um die Meisterschaft fest. Im kommenden Monat treffen die Grün-Weißen auf den 1. FC Saarbrücken.

 Die Bunte Liga, Inklusionsliga des Bremer Fußballverbandes, startet am heutigen Samstag in ihre fünfte Saison. Gespielt wird ab 12 Uhr auf der Sportanlage am Hohweg. Menschen mit und ohne Behinderung, Kinder, Jugendliche und Erwachsene spielen hier gemeinsam Fußball – unabhängig vom Leistungsniveau.

Erst Wölfe, dann Bullen

Englische Woche für die Werder Frauen

Nach über drei Wochen Pause im Ligabetrieb hat das Frauenteam des SV Werder Bremen unter der Woche das erste seiner zwei Nachholspiele bestritten. Auf dem heimischen Platz 11 holte das Team von Trainerin Fritzy Kromp einen verdienten Punkt (0:0) gegen den VfL Wolfsburg.

„Die Mannschaft hat einen tollen Charakter gezeigt. Das war nicht leicht nach so vielen Wochen ohne Pflichtspiel“, blickt Kromp auf die Partie. Nach einer eher chancenarmen Begegnung wurde es in den Schlussminuten zunehmend wild. Binnen drei Minuten handelten sich erst Werders Verteidigerin Sarah Gutmann (86.) und im Anschluss die Wolfsburgerin Janou Levels (88.) rote Karten ein. Mit dem Punktgewinn bleiben die Bremerinnen auf heimischem Boden weiter ungeschlagen.

Um die Mini-Chance auf die Teilnahme am europäischen Wettbewerb zu wahren, muss am heutigen Samstag (14 Uhr)

ein Sieg im Auswärtsspiel gegen RB Leipzig her. Währenddessen brodelt es in der Gerüchteküche. Top-Stürmerin Larissa Mühlhaus, deren Vertrag am Saisonende ausläuft, könnte den Verein verlassen. Mögliches Ziel: Eintracht Frankfurt. pb

Larissa Mühlhaus wurde kürzlich erneut für den DFB berufen. Foto: nordphoto / Trienitz

Plötzlich Luxusprobleme?

Werder trifft mit Rückkehrer Marco Friedl auf Stuttgart und will die nächsten Big Points

PHILIPP BEHRBOM UND ROBERT LÜRSSEN

Ein gewaltiger Stein dürfte Daniel Thioune, seiner Mannschaft und jedem, der es mit Werder hält, am vergangenen Wochenende vom Herzen gefallen sein. Nicht nur ist der Sieg im Nordderby wichtig für die grün-weiße Seele, sondern auch im engen Abstiegskampf. Im Nachgang der Partie sprach der Chefcoach von der wichtigsten Runde eines Boxkampfes, die man gewonnen habe. Am Sonntag trifft der SV Werder Bremen mit dem VfB Stuttgart auf ein Team, das genau wie Werder auf jeden Punkt angewiesen ist, allerdings im Kampf um die Champions League.

Denn im Tabellenkeller bleibt die Situation weiterhin eng. Zum Glück für die Bremer teilten sich der FC St. Pauli und der 1. FC Köln sowie Borussia Mönchengladbach und der FSV Mainz 05 am vergangenen Spieltag die Punkte. Zwar rangiert der SVW mit 31 Punkten noch immer auf Platz 15, kann mit 5 Punkten vor dem Relegationsplatz aber bereits ein kleines Polster aufweisen. Zudem sind der HSV, die Kölner und die Gladbacher punktgleich mit dem SVW und stehen lediglich wegen der besseren Tordifferenz vor den GrünWeißen. Da sich einige Teams in direkten Duellen die Punkte am 31. Spieltag gegenseitig wegnehmen, stehen für Werder wieder mögliche Big Points auf der Speisekarte. Um sie auch verspeisen zu können, ist es die erste Aufgabe, in der Defensive wieder sicher zu stehen und den Stuttgarter Kurzpass-Kombinati-

onsfußball zu stoppen. Immerhin: Seit Daniel Thioune bei Werder sportlich die Richtung bestimmt, hat keine Mannschaft weniger Torschüsse zugelassen als Werder. Und das trotz häufig wechselnder Besetzung in der Innenverteidigung. Allerdings waren die wenigen Abschlüsse, die man nicht verhindern konnte unter dem Strich zu häufig mit einem Gegentor verbunden.

Stichwort Innenverteidigung: Man darf gespannt sein, wie Thioune sein neues „Luxusproblem“ löst. Marco Friedl steht nach abgesessener RotSperre wieder zur Verfügung

und dürfte in die Startelf zurückkehren. Sollte der Trainer wieder auf eine Viererkette in der letzten Reihe setzen, müsste folglich entweder Amos Pieper oder Karim Coulibaly das Feld räumen. Wahrscheinlich würde es in diesem Fall Coulibaly treffen, weil er die Linksfuß-Position in der Innenverteidigung besetzt. Außerdem präsentierte sich Pieper über mehrere Wochen stabil, während Coulibaly wegen seiner vorherigen Verletzung gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, den HSV erstmals wieder in der Startelf stand. Ganz egal, wer letztlich das Vertrauen Geschenkt bekommt. Gegen die Stuttgarter Torjäger Ermedin Demirovic (neun Saisontore) und Deniz Undav (18) ist in jedem Fall Schwerstarbeit angesagt. Etwas knapper ist dagegen die Auswahl im Mittelfeld. Marco Grüll und Leonardo Bittencourt kassierten gegen den HSV nach ihrer Einwechselung jeweils die fünfte Gelbe Karte und müssen deshalb aussetzen. Zumindest Jens Stage trainierte zu Beginn der Woche weiterhin mit der Mannschaft, der nächste Startelf am Wochenende erscheint somit möglich.

Thommes Krüger übernimmt

ATSV Habenhausen klärt Trainerfrage für die kommende Saison

Für den Neuaufbau der 1. Herrenmannschaft in der kommenden Saison in der Regionalliga setzen die Handballer des ATSV Habenhausen nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch auf der Trainerbank auf Eigengewächse. Thomas „Thommes“ Krüger übernimmt die Aufgabe des Cheftrainers. Björn Wähmann und Sascha Kunze unterstützen ihn als Co-Trainer.

„Mit Thommes Krüger gewinnen wir einen Trainer, der

den Verein wie kein zweiter kennt und über umfassendes Know-how in der Ausbildung junger Spieler verfügt. Seine Arbeit steht für eine klare Entwicklungslinie und passt ideal zur sportlichen Ausrichtung des ATSV Habenhausen. Gemeinsam mit Björn Wähmann und Sascha Kunze sehen wir ein gut aufgestelltes Trainerteam für die kommenden Aufgaben“, erklärt Oliver Behn, Leiter der Handballabteilung des ATSV Habenhausen.

A-Lizenz-Inhaber Krüger ist seit vielen Jahren eng mit dem ATSV verbunden. Aktuell ist er gemeinsam mit Irek Faciejew für die männliche B-Jugend des Vereins verantwortlich. Björn Wähmann prägte als Spieler und Kapitän über 17 Jahre die 1. Herren. In der laufenden Saison rückte er in den Trainerstab der Mannschaft auf.

Sascha Kunze war bislang für die 2. Herren des ATSV zuständig. rl

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Information über Preisänderungen für Netzanschlüsse im Versorgungsgebiet von wesernetz Bremen GmbH und im Bremer Umland

Mit Wirkung zum 1. Mai 2026 ändert wesernetz Bremen GmbH die pauschalierten Preise für Netzanschlüsse in den Sparten Strom und Erdgas. Dazu werden die ergänzenden Bedingungen und Kosten geändert.

Die ergänzenden Bedingungen und weitere Informationen erhalten Sie auch unter wesernetz.de.

Bremen, 26. April 2026

wesernetz Bremen GmbH

Theodor-Heuss-Allee 20, 28215 Bremen wesernetz.de

Feierten nach dem Derbysieg gemeinsam vor der Kurve: Niklas Stark, Marco Friedl und Karim Coulibaly (v. l. n. r.). Wer morgen in der Innenverteidigung zum Zug kommt, ist unklar. Foto: nordphoto / Tauchnitz

Wenn Kultur knapp kalkulieren muss

Bremens Kulturszene kämpft mit steigenden Kosten und begrenzten Fördermitteln

PHILIPP BEHRBOM

Die Bremer Kulturlandschaft ist vielfältig. Im Sommer ziehen die Breminale, das Hoeg-Sommerfest oder die Summersounds Zehntausende Besucherinnen und Besucher in die City. Doch auch kleine freie Kunstschaffende bereichern über das Jahr die Szene. Fakt ist: Die Lage für Bremer Kultur war schon besser. Steigende Kosten stehen nahezu gleichbleibenden Fördermitteln gegenüber.

„Das System steht kurz vor der Explosion“, blickt Thomas Hartmann, Geschäftsführer bei Stadtkultur, dem Netzwerk der freien Kulturszene, auf die Situation. Institutionen wie das Lagerhaus in der Östlichen Vorstadt oder der Güterbahnhof hätten seit der Corona-Pandemie mit gestiegenen Kosten in Höhe von bis zu 20 Prozent zu kämpfen. Die Gründe: Inflation, höhere Mindestlöhne und höhere Sicherheitskosten. Die Fördergelder seien aber kaum angestiegen. „Wir wissen auch, dass die Stadt nicht alles auffangen kann, aber trotzdem fahren viele Projekte nur noch auf Sicht“, so Hartmann.

Zwei Institutionen sind mit der Kulturförderung in Bremen betraut. Zum einen verteilt der Senator für Kultur (SfK) Mittel. Neben großen Trägern wie dem Theater Bremen, der Volkshochschule und den großen Orchestern fließt mit rund 1 Million Euro ein erheblicher Teil in die freie Szene. „Kultur dient nicht einem Zweck. Manchen mag der Sinn einzelner

BUCHTIPP

ARBEITSMARKT

Schon jetzt an die Zeit nach dem Abi denken

JOACHIM OSSMANN

Vorsitzender der Geschäftsführung

Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven

n diesen Tagen brüten unzählige Schülerinnen und Schüler über ihren Abiturarbeiten. Jetzt auf das Abitur konzentriert zu sein ist wichtig, hängt doch von einer guten Note in vielen Studienfächern die Entscheidung ab, ob man einen Studienplatz bekommt oder nicht. Wichtig ist aber auch die Frage, was nach dem Abitur kommt. Manche Absolventen planen Auslandsaufenthalte. Das sollte aber nicht dazu führen, die Auseinandersetzung mit der eigenen beruflichen Zukunft auf die lange Bank zu schieben. Beispielsweise haben attraktive duale Studiengänge lange Bewerbungsvorlaufzeiten. Wer da nicht rechtzeitig dran ist, verliert viele Monate und kann erst später in den Beruf einsteigen. Auf gutes Zeit- und Selbstmanagement kommt es daher an. Wer nach dem Abitur eine Auszeit plant, ist in jedem Fall gut beraten, sich vorher mit einem Berufsberater oder einer Berufsberaterin zusammenzusetzen und wichtige nächste Schritte in Richtung Berufs- oder Studienwahl zu besprechen. Dann fällt die Pause nach dem Abitur viel entspannter aus. Termine unter Telefon 0800 / 455 55 00 (gebührenfrei).

Projekte vielleicht verborgen bleiben, aber wir stellen sicher, dass Bremen eine breite kulturelle Landschaft hat“, erklärt Andreas Mackeben, Abteilungsleiter beim SfK. Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation (SWHT) sowie die Wirtschaftsförderung Bremen fördern hingegen nach anderen Kriterien. „Wir haben auch im Blick: Was ist für den Wirtschaftsstandort relevant, was steigert die Lebensqualität und wie verbessert Bremen sein Image nach außen“, sagt Dirk Kühling, Abteilungsleiter bei der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation. Dass die Giacometti-Ausstellung der Kunst-

Mit „Klimastarke Stauden“ ist im Haupt Verlag ein Gartenbuch erschienen, in dem nicht nur die Folgen des Klimawandels erläutert werden: Zugleich hat Autor Joachim Kugler eingehend untersucht, welche Pflanzen mit Trockenheit und Hitze besser klarkommen und so vielleicht eine Alternative für trockenfallende Gärten sein können.

Einen besonderen Fokus hat er dabei noch einmal auf Pflanzenarten gelegt, die auch eine besondere Bedeutung für Insekten haben. Das richtige Buch also für alle Hobbygärtner, die ihren Garten auch in Zeiten des Klimawandels möglichst artenreich gestalten wollen.

Joachim Kugler ist im österreichischem Burgenland aufgewachsen und hat den dortigen Trockenrasen bereits mit Kindesjahren kennengelernt. Als Erwachsener hat es ihn dann immer wieder verwundert, dass ihm das vermeintliche Unkraut seiner Heimat immer wieder in botanischen Gärten begegnete.

Seine Liebe zur Besonderheit der trockenen Landschaft wuchs, er absolvierte eine Ausbildung zum Kräuterpädagogen und beschäftigte sich immer mehr mit der Verträglichkeit der

Das Hoeg-Sommerfest in der Bremer Innenstadt wird von der Stadt mit Fördergeldern unterstützt. Anderen Veranstaltungen brachen in diesem Jahr die Gelder weg.

halle Relevanz in der Tagesschau hatte, sei ein großer Fördererfolg gewesen, so Kühling. In beiden Behörden merkt man die prekäre Lage der Kulturszene. 22 Projekte hat die SWHT im Jahr 2026 unterstützt, darunter die Breminale oder La Strada. Anfragen gab es für 45 – „so viele Anträge wie noch nie“, so Kühling. Einem Antragsvolumen von 2,8 Millionen Euro stehen Mittel von 1,16 Millionen Euro gegenüber. Zum Vergleich: 2024 betrug das Antragsvolumen noch 1,8 Millionen Euro. Projekte wie die Lichter der City, der SambaKarneval und andere fielen nun aus der Förderung – trotz leicht gestiegener Mittel. „Da sind wir

Klimastarke Stauden und die trockenen Gärten

Pflanzen auf Trockenheit. Dazu kam während des Studiums die Welt der Bestäuber und welche Rolle die Pflanzen bei der Entwicklung von Bienen, Faltern und anderen Insekten. In seinen folgenden Jahren als Gartenplaner legte er bei der Pflanzenauswahl immer mehr wert darauf, dass sie sowohl Trockenheitsverträglich sind aber genauso einen Gartenwert haben, zum Strategietyp des Gartens passen aber auch eine ausreichende Bedeutung für Bestäuber haben. Seine gesammelten Erfahrungen hat er schließlich in das Buch Klimastarke Stauden einfließen lassen. Das so zugleich zu einem Nachschlagewerk über die besten hitzetoleranten und insektenfreundlichen Pflanzen wurde. Über 70 Arten porträtiert Kugler in seinem Werk, jeweils ergänzt um Angaben dazu inwieweit sie zusammen harmonieren aber auch, ob sie als Lebensraum für Bestäuber dienen. Nicht erst im Klimawandel ein wichtiges Nachschlagewerk für alle Gartenfreunde und -gestalter. WR

Klimastarke Stauden, Autor: Joachim Kugler, Haupt Verlag, Hardcover, 26 Euro, ISBN 978-3-258-08456-5

WEST KOMPAKT

 Der Beirat Walle kommt am kommenden Mittwoch um 18 Uhr zur Sitzung im Ortsamt zusammen. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Oberschule Überseestadt.

Foto: Schlie

sehr froh, dass wir die Citytax haben, die fließt direkt in die Veranstaltungsförderung“, sagt Kühling. Nur so konnten die Mittel in den vergangenen Jahren überhaupt steigen. Er betont, dass sich eine Unterstützung nach dem Gießkannenprinzip aus Sicht des Wirtschaftsressorts nicht lohne, sondern in der Spitze gefördert werden müsse. Hartmann blickt mit Sorge in die kulturelle Zukunft. Er betont, dass man in einem guten Austausch mit den Behörden sei, eine Lösung für die Situation aber kaum in Sicht ist. „Nur eine Stadt, in der auch etwas los ist, ist eine lebenswerte Stadt“, mahnt Hartmann.

 Wie steht es um die Inklusion in der Musikszene? Dieser Frage widmet sich eine Veranstaltung in der Kneipe Tante Martin, am 29. April, Vegesacker Straße 84a. Einlass ist ab 18 Uhr. pb

4,75 Millionen für Sport-Area

Erweiterung der Sportanlage Sperberstraße

Der Bremer Senat hat am Dienstag die Erweiterung der Sportanlage Sperberstraße in Oslebshausen um eine öffentlich zugängliche MultisportArea beschlossen. Auf einer rund 14.800 Quadratmeter großen, bislang brachliegenden Fläche an der Maria-KrügerStraße, entstehen ein Kunstrasen-Kleinspielfeld, ein Basketballplatz, ein Beachvolleyballfeld, ein Boulder-Block, ein Hindernisparcours und ein Pumptrack – ergänzt um Aufenthaltsflächen, ein Funktionsgebäude und rund 25 neue Bäume. Die Investitionskosten in Höhe von rund 4,75 Millionen Euro werden zu je einem Drittel aus Bundes-, Landes- und Gemeindemitteln des Städtebauförderungsprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ finanziert. Die Oslebshauser Multisport-

Area (OMA) ist Teil des Integrierten Entwicklungskonzepts (IEK) Gröpelingen. Sie richtet sich vorrangig an Jugendliche, ist aber für alle frei zugänglich. Die Umsetzung erfolgt bis 2028. Özlem Ünsal, Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung: „Gröpelingen ist ein Stadtteil mit vielen Kindern und Jugendlichen – und mit zu wenigen Orten, an denen sie sich bewegen und treffen können. Genau das werden wir jetzt ändern. Aus einer brachliegenden Fläche hinter der JVA wird ein attraktiver Ort für Sport, Begegnung und Teilhabe.“ Die Multisport-Area sei ein Paradebeispiel für das, was soziale Stadtentwicklung leisten könne, so Ünsal. Sie nehme eine konkrete Lücke im Quartier ernst und schließe sie mit einem Angebot, das die Jugendlichen selbst mitgeplant haben. WR

Muttertag und Miteinander

Aktionen für Groß und klein im Walle Center

Im Walle-Center stehen Anfang Mai gleich zwei Aktionen im Zeichen von Gemeinschaft und Wertschätzung auf dem Programm.

Am Samstag, 9. Mai, lädt der Lions-Club Auguste Kirchhoff Bremen zur Spendenaktion „Ein Teil extra“ ein. Zwischen 10 und 15 Uhr können Besucher und Besucherinnen beim Einkaufen zusätzlich haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel oder andere Waren erwerben und direkt vor Ort spenden. Die gesammelten Beiträge gehen an den Tagestreff „Frauenzimmer“ der Innere Mission Bremen, der wohnungslose und bedürftige Frauen mit Mahlzeiten, Beratung und geschützten Aufenthaltsmöglichkeiten unterstützt. Das Prinzip ist bewusst nied-

rigschwellig gehalten: Ein zusätzlicher Artikel im Einkaufskorb wird zu direkter Hilfe für Frauen in schwierigen Lebenslagen.

Bereits am Vortag und ebenfalls am 9. Mai findet parallel eine kreative Mitmachaktion für Kinder statt. Unter dem Motto „Für Mama – mit Liebe gemacht“ können junge Besucherinnen und Besucher jeweils von 14 bis 18 Uhr kleine Muttertagsgeschenke basteln. Die Teilnahme ist kostenlos und richtet sich an Familien, die gemeinsam kreativ werden möchten.

Beide Aktionen verbinden Engagement mit Alltagsnähe und setzen im Center ein Zeichen für Solidarität und familiäre Wertschätzung. WR

Im Walle Center können Kinder für ihre Mütter selbst Jutebeutel oder anderes gestalten. Foto: Walle Center

IN KOOPERATION MIT DER STIFTUNG WARENTEST

WWW.STIFTUNG-WARENTEST.DE

Keiner ist rundum gut

Fahrradhelme für Kinder im Test der Stiftung Warentest

Kinder sollten nie ohne Fahrradhelm radeln. Doch welcher schützt zuverlässig? Die Stiftung Warentest hat 18 Kinderfahrradhelme geprüft – und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: Keiner ist rundum gut. Immerhin ist der beste Helm im Test preiswert.

Die Stiftung Warentest hat 18 Fahrradhelme für Kinder zwischen etwa zwei und zwölf Jahren getestet. Die Preise reichen von rund 15 bis 100 Euro. Im Testfeld sind bekannte Marken wie Giro, Specialized, Uvex, Abus und Poc – aber auch günstigere Modelle aus dem Discounter.

„Alle Helme im Test puffern Stöße deutlich ab und beugen so schweren Kopfverletzungen vor – deshalb sollten Kinder unbedingt mit Helm radeln“, sagt Anne Mandt, Expertin der Stiftung Warentest. „Aber manche Helme schützen bei einem Unfall besser vor Kopfverletzungen als andere und ausgerechnet der teuerste Helm im Test zählt zu den schwächeren.“

Zwei Testkandidaten erreichen im Prüfpunkt Unfallschutz sogar nur ein Ausreichend: Bei

diesen beiden Helmen können sich die Riemen lockern – im schlimmsten Fall verrutscht der Helm beim Sturz und schützt dann nicht optimal.

Doch kein einziger Helm überzeugt in allen Bereichen. Modelle, die gut schützen, schwächeln beim Tragekomfort. Die Helme, die bequem sitzen, fallen im Dunkeln kaum auf. Dabei bräuchte es oft nur kleine Änderungen, um die Helme sicherer und komfortabler zu machen.

„Ein Fahrradhelm schützt nur, wenn er richtig sitzt“, betont Anne Mandt. „Eltern sollten sich beim Kauf die Zeit nehmen, den Helm gemeinsam mit ihrem Kind anzuprobieren und einzustellen: waagerecht auf dem Kopf, zwei Fingerbreit über den Augenbrauen, der Kinnriemen mit zwei Fingern Abstand zum Hals. Kinder, die ihren Helm selbst aussuchen dürfen, tragen ihn lieber. Und wenn die ganze Familie mit Helm fährt, wird das Helmtragen für Kinder ganz selbstverständlich.“

Testsieger ist der befriedi-

gende Lidl Crivit Prima Kinderfahrradhelm mit Rücklicht (15 Euro). Der Günstigste im Test bot den besten Unfallschutz. Auch gut im Unfallschutz: Specialized Shuffle 2 LED (55 Euro). Beide schwächeln in puncto Tragekomfort. Guten Tragekomfort und beste Handhabung bietet Giro Scamp II (55 Euro).

 Der vollständige Test ist in der April-Ausgabe der Zeitschrift „Stiftung Warentest“ nachzulesen. Alle Ergebnisse sind auch online abrufbar unter test.de/kinderfahrradhelme. td

Ein wichtiges Kriterium für die Tester: Die Sichtbarkeit der Helme im Dunkeln. Der von der Marke Giro (links) ist nachts kaum sichtbar, der von Prophete dagegen deutlich besser. Foto: Stiftung Warentest

Liebe Bremer,

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es sind erschreckende Zahlen, die nun veröffentlicht wurden: Auf

Bremer,

erschreckende Zahlen, die nun veröffentlicht wurden: Auf

außer Spesen nichts gewesen – so lässt sich vorerst das Ergebnis der ersten Zeugenvernehmungen im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) „Staatsräte“ zusammenfassen. Der von der Bremischen Bürgerschaft eingesetzte Ausschuss soll Aufschluss und Klarheit darüber bringen, ob alles mit rechtmäßigen Dingen zugegangen ist, dass in nur zwei Legislaturperioden insgesamt sechs Staatsräte als hochbezahlte Spitzenbeamte in den einstweiligen Ruhestand versetzt wurden.

Nun mag es sein, dass beim Farbwechsel der Regierung nach einer Bürgerschaftswahl auch der bisherige Staatsrat ausgetauscht wird, sofern er einer anderen Partei angehört. Aber dass ein Staatsrat, der sich in seiner gesamten Amtszeit als kompetent, pflichtbewusst und ausgesprochen motiviert bewiesen hat und der nach eigenen Aussagen gern weiter Staatsrat geblieben wäre, einfach in den einstweiligen Ruhestand ersetzt wird, ohne dass geprüft wurde, genau diesen motivierten Spitzenbeamten in einem anderen Bereich einzusetzen: genau über diese wichtige Frage geben die Akten rein keine Auskunft. Und alle dazu befragten Zeugen und der betroffene Staatsrat wussten darauf keine Antwort. Heißt also: die vorgelegten Akten geben über eine notwendige Prüfung der Frage einer eventuell weiteren Verwendung des Staatsrates nichts her und die befragten Zeugen– bis hin zu Senatoren - hatten allesamt nach ihren Erklärungen „nichts mit Personalangelegenheiten zu tun“. Ja, aber wer denn dann? Es kann wohl kaum sein, dass eine Versetzung in den einstweiligen Ruhestand eines politischen Spitzenbeamten ganz automatisch vollzogen wird, ohne mit dem Betroffenen darüber zu kommunizieren und ohne dass überhaupt alternative Möglichkeiten einer Prüfung unterzogen werden. Somit sind weitergehende Fragen unbeantwortet geblieben. Der Aufklärungsbedarf in diesem Fall ist noch nicht abgeschlossen. Es kann wohl kaum einem geordneten Verwaltungshandeln entsprechen, dass die Verwaltung das Verfahren für die Versetzung eines Staatsrates in den einstweiligen Ruhestand initiiert, ohne dass hierzu überhaupt ein Auftrag gegeben wurde. Einer muss es gewesen sein – aber wer?

Wir bleiben dran, versichert Ihr

Stellv. Fraktionsvorsitzender

Sie haben Fragen zu BÜRGER IN WUT? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf: Bürgertelefon: 0421 - 51 23 98 96, Internet: www.biw-bremen.de, E-Mail: info@buerger-in-wut.de

E-Mail: kontakt@bd-fraktion-bremen.de

Politische Anzeige:

- Der Auftraggeber der Anzeige ist die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND in der Bremischen Bürgerschaft

- Die Anzeige steht im Zusammenhang mit der ersten Zeugenvernehmung im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) “Staatsräte“ der Bremischen Bürgerschaft.

- Weitere Informationen in der Transparenzbekanntmachung unter https://weserreport.de/transparenzbekanntmachung_2026_april_03/

Den Darstellern nahe sein

Theaterproduktion sucht Komparsen für die Jedermann-Aufführung

Wenn am 4. August auf der Seebühne erstmals in Bremen die Jedermann-Inszenierung von Nicolai Tegeler mit Julian Weigend („In aller Freundschaft“) in der Titelrolle gezeigt wird, werden neben weiteren bekannten Fernseh-Gesichtern wie Ralph Morgenstern, Tine Wittler und Markus Majowski auf der Bühne auch ein paar Gesichter zu sehen sein, die auf den Bühnen an der Weser bestens bekannt sind: etwa Dirk Böhling (Radio Bremen, Packhaustheater), Marco Linke und S arah Kluge (beide Boulevardtheater Bremen). Eine f reut sich besonders auf ihr Heimspiel: Michaela Schaffrath, die mit dem Rad zur Aufführung fahren könnte.

Doch das ist noch nicht alles: Im Rahmen der sogenannten „Tischgesellschaft“ s itzen ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Aufführung gemeinsam auf der Bühne – als Teil der Inszenierung, mittendrin im Geschehen. „Wir suchen engagierte Bremerinnen und Bremer, die Lust haben, Teil des Theatererlebnisses zu werden“, verrät Tegeler. Gesucht würden offene, neugierige Menschen, die Freude

daran haben, Theater einmal aus einer ganz besonderen Perspektive zu erleben. „Vorerfahrungen sind nicht notwendig – vielmehr geht es um Persönlichkeit, Präsenz und die Lust, gemeinsam mit einem hochkarätigen Ensemble einen besonderen Abend zu gestalten“, erklärt der Regisseur. Bewerber können sich unter jedermann-theater.de/kontakt melden.

Spende für die Bremer Engel

Die Bäckerei Starke Bäcker und die CSM Deutschland GmbH haben mit ihrer Adventsaktion „Taler für Taler“ erneut Spenden für die im Stadtteil Horn ansässige mobile Familienhilfe Bremer Engel gesammelt. Insgesamt kamen 14.000 Euro zusammen.

Ein Teil der Summe entstand durch den Verkauf spezieller Weihnachtsprodukte wie den Bremer Engel-Talern und einem Kartoffelkrusten-Brot. Zusätzlich wurde über Adventskalender und Spendendosen gesammelt, bevor CSM den Betrag aufrundete. Mit der Aktion unterstützen die Unternehmen die Arbeit von Personen, die schwerstkranke Kinder und ihre Familien begleiten. Laut Engel-Botschafter Nick Starke soll die erfolgreiche Spendenaktion auch künftig fortgesetzt werden. pb

Michaela Schaffrath als Werke und Julian Weigend als Jedermann 2025 in Weimar. Foto: iLikeStories GmbH/ Matthias Klopp
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Landschaftspark oder Verkehrsfläche? Um den Bau einer Autobahn zu verhindern, gründeten Vertreter verschiedener Parteien und Bürgervereine im Jahr 1976 den Verein „Park links der Weser“. Von den 13 Gründungsmitgliedern aus Huchting, Grolland, der Neustadt und Stuhr hält heute nur noch der erste Vorsitzende Heinrich Welke die Stellung. „Wir haben damals einfach mit einer nicht genehmigten Pflanzaktion gestartet“, erinnert sich Welke. Provokativ und wirksam: Der Naturraum hat sich seitdem stark entwickelt. Aus einer kahlen Wiesenfläche entstand in den vergangenen 50 Jahren ein Naherholungsgebiet für alle Bürgerinnen und Bürger – ein lebendiger Landschaftspark, in dem mittlerweile auch zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu finden sind. Die Verantwortung für Schutz, Pflege und Entwicklung übertrug die Stadt Bremen im Jahr 1991 an den Verein Park links der Weser.

Bei der Gründung trug der Verein noch den Namen „Bürgerpark links der Weser“. Da der Bürgerparkverein jedoch eine Verwechslung und damit Unklarheiten bei Zuwendungen befürchtete, klagte er gegen den neuen Verein, erzählt Welke. Das Landgericht lehnte die Klage ab, das Oberlandesgericht sah die Gefahr einer Verwechslung jedoch als gegeben an. Da sich viele Menschen während des Rechtsstreits mit dem Parkverein solidarisierten und die Mitgliederzahl deutlich wuchs, verzichteten die Gründer auf weitere Rechtsmittel und benannten sich um in „Verein Park links der Weser“.

„Heute haben wir kaum noch große Projekte, der Park ist fertig“, sagt Welke. Der Ver-

Pflanzen statt Straßen

Nach zahllosen umfangreichen Pflanz- und Baumaßnahmen in den vergangenen 50 Jahren entstand auf der Wiesenfläche im Bremer Süden ein lebendiger Landschaftspark. Foto: Schlie

ein kann auf unzählige Bauund Pflanzmaßnahmen auf dem Gelände zurückblicken. Daueraufgabe bleibt aber die

Pflege, Ausbesserung und Sanierung. Aktuell sammelt der Verein für eine Fußgängerbrücke im Norden des Parks.

Mehrere hundert Freiwillige beteiligten sich an einer nicht genehmigten Pflanzaktion 1976. Foto: Verein Park links der Weser

TIERE SUCHEN EIN ZUHAUSE

Eine Familie mit ebenerdigen Haus für Spike

im Tierheim an der Hemmstraße. Foto: pv

Wer sich einen verschmusten und tollen Wegbegleiter ins Haus holen möchte, der sich sehr am Menschen orientiert, trifft bei Spike die richtige Wahl.

Die sechs Jahre alle Amerikanische Bulldogge kam als Abgabehund ins Tierheim. Hier zeigt er sich sehr freundlich und offen gegenüber den Mitarbeitern. Laut den Vorbesitzern hat Spike mit Kindern zusammengelebt. Mit anderen Hunden ist er allerdings bedingt verträglich, hier kommt

es auf die Sympathie an. Leider bringt Spike gesundheitlich einige Baustellen mit sich. Unter anderem hat er Spondylarthrose und Probleme mit der Hüfte. Daher wird er nur in ein ebenerdiges Zuhause oder in eines mit Fahrstuhl vermittelt.

 Das Tierheim befindet sich an der Hemmstraße 491. Infos zu Öffnungszeiten und Tieren gibt es unter der Rufnummer 35 11 33 und auf bremer-tierschutzverein.de im Internet. WR

Die Zahl der Mitglieder ist bis heute auf 1.800 gewachsen. Der gemeinnützige Verein erhält keine staatlichen Zuschüsse, sondern finanziert sich aus Spenden und niedrig gehaltenen Mitgliedsbeiträgen. Auch Teilerlöse der aktuell laufenden BürgerparkTombola kommen dem Naturraum zugute. Um das Jubiläum im Sommer gemeinsam zu feiern, laufen jetzt schon die Vorbereitungen: Am 23. August ist eine Veranstaltung am Vereinsheim im Park links der Weser geplant. Auch sonst gibt es regelmäßig kostenfreie Veranstaltungen. Mehr Informationen zum Park links der Weser, der Geschichte und zu Veranstaltungen gibt es Internet auf der Website parklinksderweser.de

Broschüre zum Zwangsarbeitslager

In Horn ist eine neue Broschüre über das ehemalige Zwangsarbeitslager „Handwerk“ erschienen. Sie fasst die Ergebnisse der historischen Recherche zusammen und wurde von der Historikerin Anne Leinen verfasst. Ziel ist es, die Geschichte des lange kaum bekannten Lagers stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und das Projekt von Beirat und Jugendbeirat zu unterstützen.

Die Broschüre wird kostenlos ausgegeben und soll auch an Schulen als Unterrichtsmaterial genutzt werden. pb

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Schmerzen im Knie?

Bei dauerhaften Beschwerden greift man oft zu Schmerzmitteln. Doch es gibt eine Therapie ohne Nebenwirkungen: Mit einer Knieorthese können Sie sich wieder schmerzfrei bewegen.

oder nachts? Dies weist auf eine Arthrose hin. Dabei wird die schützende Knorpelschicht immer dünner und die Knochen reiben schmerzhaft aneinander. Die Unloader One® X setzt an dieser Ursache an. Sie ö net den Gelenkspalt, damit die Gelenk ächen nicht mehr aneinander reiben. Die Orthese entlastet das Gelenk und ermöglicht eine schmerzfreie Bewegung. Orthesen-Testtage

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INFOSUNTER

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 Die GO wird am Samstag, 2. Mai, 11 Uhr, auf der Aktionsbühne im Außenbereich vor dem Haupteingang offiziell eröffnet.

 Am Sonntag, 3. Mai, startet das Programm der GO auf der Bühne, ebenfalls um 11 Uhr.

 Zu einem Einkaufsbummel laden außerdem am Sonntag in der Zeit von 13 bis 18 Uhr alle Geschäfte im Weserpark ein.

 Ein weiteres Highlight am Sonntag ist der traditionelle Pümpel-Wettbewerb. An einer speziell für den Wettbewerb gebauten Zielscheibe treten dabei unterschiedliche Teams gegeneinander an und üben sich im Pümpel-Zielwurf.

 Weitere Informationen rund um das Programm und die GO gibt es online unter aktiv-fuer-osterholz.de sowie unter weserpark.de

 Besucher, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, können die aktuellen Fahrpläne unter bsag.de einsehen.

Kopfüber ins Messe-Vergnügen: Auch in diesem Jahr wird der TSV Osterholz-Tenever mit einem Stand auf der GO am Weserpark vertreten sein. Foto: Schlie

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Entdecken, erleben, einkaufen

Die 22. Gewerbeschau Osterholz lädt für das kommende Wochenende in den Weserpark

Da wird wieder viel los sein im und am Weserpark: Am Wochenende des 2. und 3. Mai verwandelt sich das Shopping Center in Osterholz erneut in einen lebendigen Treffpunkt für die Region. Der Verein Aktiv für Osterholz richtet die 22. Gewerbeschau Bremen-Osterholz aus und bringt mit der GO2026 ein vielseitiges Erlebnis für die ganze Familie in den Bremer Osten. Unter dem Motto „Marktplatz der Ideen“ erwartet die Besucherinnen und Besucher eine inspirierende Mischung aus Innovation, Austausch und interaktiven Angeboten. Zahlreiche Unternehmen präsentieren im Innen- und Außenbereich ihre Produkte, Dienstleistungen und zukunftsorientierten Konzepte. Zum Informieren, Ausprobieren und Mitmachen. Von praktischen Tipps rund um Haus und Grundstück über Einblicke in modernes Wohnen bis hin zu nachhaltigen Energielösungen erhalten Interessierte wertvolle Impulse aus erster Hand. Ergänzt wird das Angebot durch kompetente Beratung sowie innovative Ansätze zu Mobilität und Umweltschutz. Auch das Rahmenprogramm sorgt für beste Unterhaltung. Auf der Aktionsbühne im Außenbereich, direkt vor dem Haupteingang, begleitet DJ Toddy das Messewochenende musikalisch. Übrigens wird die Bühne in diesem Jahr mit Blick auf den Parkplatz aufgebaut –„dann ist die Hans-BredowStraße optisch nicht mehr abgeschnitten und der Eingang zum Weserpark bleibt frei“, erklärt Jörn Krauskopf, erster Vor-

Das Gewerbeschau-Team (v.l.): Jano Leiermann (Event-Manager im Weserpark), Frank Trompeter (Center Manager Weserpark) sowie Jörn Krauskopf, Ingrid Kirschenlohr und Helmuth Gaber vom Verein Aktiv für Osterholz. Foto: Schlie

sitzender des veranstaltenden Vereins.

Sportliche Mitmachaktionen für Groß und Klein laden zum Ausprobieren ein. Verschiedene Vereine präsentieren abwechslungsreiche Herausforderungen.

Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt: Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf ein breites Angebot an Speisen und Getränken freuen. Von herzhaften Snacks bis hin zu süßen Leckereien. Auch für die jüngsten Gäste gibt es besonde-

re Highlights, die den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Die feierliche Eröffnung der GO2026 findet am Samstag, 2. Mai, 11 Uhr, auf der Aktionsbühne im Außenbereich vor dem Haupteingang statt. Die Messe wird von André Grobien, Präses der Handelskammer, gemeinsam mit dem Vorstand von Aktiv für Osterholz eröffnet.

Am Sonntag, 3. Mai, sorgt die Band „Impuls“ ab 12 Uhr mit einem abwechslungsreichen

Musikmix aus aktuellen Hits sowie Klassikern aus Schlager, Rock und Pop für beste Stimmung.

Zusätzlich lädt der verkaufsoffene Sonntag von 13 bis 18 Uhr zu einem entspannten Einkaufsbummel im Weserpark ein, ideal, um neue Inspirationen direkt mitzunehmen.

Ein besonderes Highlight bildet der traditionelle PümpelWettbewerb, der am Sonntag bereits zum 17. Mal stattfindet und mit viel Spaß und Spannung begeistert. bm

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Unterhaltsamer Wettkampf auf der GO

Wenn im Weserpark Bremen die GO ihre Tore öffnet, geht es nicht nur um Trends, Shopping und Informationen – sondern auch um eine Disziplin, die man so wohl nirgends sonst erwartet: den legendären Pümpel-Wettbewerb. Was zunächst nach einem Scherz klingt, hat sich längst zu einem der unterhaltsamsten Programmpunkte der Veranstaltung entwickelt. Dabei ist die Idee ebenso einfach wie genial: Ausgestattet mit einem handelsüblichen Pümpel treten die Teilnehmer am Sonntag ab 13.30 Uhr gegeneinander an und messen sich in verschiedenen Aufgaben. Je nach Ausgestaltung geht es um Schnelligkeit, Ge-

schick oder schlicht um die Frage, wer den besten Umgang mit dem ungewöhnlichen „Sportgerät“ beweist. Was dabei zählt, ist weniger technische Perfektion als vielmehr eine gute Portion Humor – und die Bereitschaft, sich auch vor Publikum nicht allzu ernst zu nehmen.

Gleichzeitig zeigt der Wettbewerb, wofür die GO im Kern steht: Erlebnis statt reiner Präsentation. Veranstaltungen wie diese lockern das Programm auf und schaffen Momente, über die man noch lange spricht. Sie bringen Menschen ins Gespräch, verbinden Generationen und machen den Besuch zu einem Erlebnis. bm Nicht so einfach, wie es aussieht – aber auf jeden Fall einen Versuch wert: Pümpel werfen auf der GO.

Foto: Schlie

Spannender Blick hinter die Kulissen

Für ihn ist die GO noch Neuland: Frank Trompeter ist seit April neuer Chef des Weserparks

BETTINA MEISTER

WESER REPORT: Herr Trompeter, Sie haben Anfang April die Leitung des Weserparks übernommen – mit welchen Zielen und Schwerpunkten gehen Sie Ihre neue Aufgabe an?

FRANK TROMPETER: Ich

würde sagen, ich strebe eine behutsame Weiterentwicklung des Standortes unter Berücksichtigung der Gegebenheiten an. Der Weserpark ist ein sehr gut laufender Standort, da ist es gar nicht erforderlich alles anzupassen. Über kurz oder lang verändern sich aber dennoch die Umwelt, das Umfeld und die Gewohnheiten der Menschen. Und dem Prozess muss man sich anpassen. Das ist das, was ich mir als Schwerpunkt gesetzt habe: Immer zu hinterfragen, ob wir wirklich noch in allen Punkten auf der Höhe der Zeit sind. In vielen ist das sicherlich noch so, in manchen dann vielleicht nicht mehr. Das müssen wir beobachten.

Ihr Start fällt in die heiße Phase kurz vor der GO – wie erleben Sie die Vorbereitungen?

Das ist aus meiner Sicht alles sehr strukturiert und routiniert, sie findet ja inzwischen auch schon das 22. Mal statt. Vor allem ist die Planungsphase unter Beteiligung von Aktiv für Osterholz auch sehr harmonisch. Ich bin mir sicher: Das wird wieder eine erfolgreiche Veranstaltung werden.

Gibt es etwas, das Sie an der Messe besonders interessiert?

Ist schon sehr gespannt auf seine erste GO als neuer Center-Manager des Weserparks: Frank Trompeter. Foto: Schlie

Ja, vor allem der Gesamtablauf hinter den Kulissen, wer die Aussteller sind und wie das alles überhaupt aufgebaut und strukturiert ist.

Wenn Sie ein paar Monate weiterdenken – welche Akzente wollen Sie künftig selbst bei Veranstaltungen im Weserpark setzen?

Da habe ich ein Beispiel: Wir haben ja gerade die Autowoche. Ich denke, es wäre gut, wenn wir im nächsten Jahr mal schauen, dass es bei einer solchen Veranstaltung künftig dann auch um Mobilität im Allgemeinen geht –und wir auch andere Formen davon einbinden. Das Thema also etwas weiter fassen.

Die wichtigste Frage zum Schluss: Werden Sie beim Pümpel-Wettbewerb auf der GO mitmachen und trainieren Sie schon heimlich?

(lacht) Natürlich mache ich mit! Aber ich trainiere dafür nicht. Ich freue mich allerdings schon darauf, denn an so was habe ich noch nie teilgenommen.

Die GO bietet Vielfalt für alle Zielgruppen

Die Gewerbeschau Osterholz im Weserpark versteht sich als Veranstaltung für ein breites Publikum. Mit ihrer Mischung aus Information, Unterhaltung und Einkaufserlebnis spricht sie unterschiedliche Zielgruppen gezielt an. Wer sich im Vorfeld über die eigenen Interessen klar wird, kann den Besuch optimal planen – und den Tag ganz individuell gestalten. Für Familien bietet die GO zahlreiche Anknüpfungspunkte. Ein Schwerpunkt liegt traditionell auf Mitmachaktionen und kindgerechten Programmpunkten. Ob kreative Bastelangebote, Spielaktionen oder kleine Shows: Für jüngere Besucher gibt es viel zu entdecken. Gleichzeitig profitieren Eltern von der entspannten Atmosphäre eines Einkaufszentrums, das kurze Wege, gastronomische Angebote und ausreichend Aufenthaltsmöglichkeiten vereint. So lässt sich der Messebesuch gut mit einem Familienausflug verbinden, bei dem sowohl Kinder als auch Erwachsene auf ihre Kosten kommen.

Paare und Freundesgruppen finden auf der Messe vor allem Inspiration und Abwechslung. Viele Aussteller präsentieren aktuelle Trends aus den Bereichen Lifestyle, Technik oder Wohnen. Ergänzt wird das Angebot durch kulinarische Stände, die zum Probieren und Verweilen einladen. Der gemeinsame Besuch wird so schnell zu einem Erlebnis, das über das klassische Einkaufen hinausgeht. Gespräche über neue Produkte, spontane Entdeckungen und kleine Genuss-

momente machen den Tag abwechslungsreich und kurzweilig.

Auch für die Generation der sogenannten Best Ager hält die GO passende Angebote bereit. Informations- und Beratungsstände bieten Gelegenheit, sich in Ruhe zu Themen wie Dienstleistungen, Gesundheit oder Alltagshilfen zu informieren. Der direkte Austausch mit Fachleuten ermöglicht es, individuelle Fragen zu klären und neue Impulse mitzunehmen. Gleichzeitig sorgt die barrierearme Infrastruktur des Weserparks für einen komfortablen Aufenthalt – ein Aspekt, der gerade für ältere Besucherinnen und Besucher eine wichtige Rolle spielt.

Informationen suchen oder sich einfach treiben lassen

Unabhängig von der jeweiligen Zielgruppe zeigt sich: Die GO lebt von ihrer Vielfalt. Unterschiedliche Interessen treffen hier aufeinander und ergänzen sich. Während die einen gezielt nach Informationen suchen, lassen sich andere eher treiben und entdecken spontan neue Angebote. Gerade diese Offenheit macht den Reiz der Veranstaltung aus. Am Ende steht für alle Besucherinnen und Besucher die Erkenntnis: Es gibt nicht den einen richtigen Weg durch die GO. Vielmehr lässt sich der Tag ganz nach den eigenen Interessen gestalten – ob als Familienausflug, Inspirationstour oder Informationsbesuch. bm

Komfortable An- und Abfahrt

Die GO ist auf unterschiedlichen Wegen erreichbar: Der Weserpark verfügt über ein umfangreiches Parkplatzangebot mit rund 4.700 kostenlosen Stellplätzen. Für Besucher mit Elektrofahrzeugen stehen zudem Lademöglichkeiten auf mehreren Parkflächen zur Verfügung. Eine komfortable Alternative

bietet der öffentliche Nahverkehr: Direkt angebunden ist die Straßenbahnlinie 1. Ergänzt wird das Angebot durch mehrere Buslinien, darunter die Linien 37, 38, 39 sowie die Regionalbuslinie 740. Gut zu wissen für den Heimweg: Die Abfahrzeiten des ÖPNV werden an einer Tafel bei der Information angezeigt. bm

Vor Ort das neue Rad konfigurieren

Erstmals auf der GO: Bikes & Wheels / „Freibeik“-Erfinderin bekannt aus der Höhle der Löwen

BETTINA MEISTER

Handwerkliche Tradition mit ausgeprägtem Erfindergeist vereinen – damit hat sich die Bremer Unternehmerin Iris-Sabine Langstädtler mit ihrem Familienbetrieb Bikes & Wheels weit über die Region hinaus einen Namen gemacht. In diesem Jahr ist sie mit ihrem Team zum ersten Mal auf der Gewerbeschau Osterholz.

Das Team von Bikes & Wheels, das auch bei der GO vertreten sein wird: Kacper Gralik, Iris-Sabine

Gemeinsam motiviert.

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„Ich bin gerade in den Verein Aktiv für Osterholz eingetreten, der die GO unterstützt und mitorganisiert“, erklärt Iris-Sabine Langstädtler. Damit will sie die Chance nutzen, das Netzwerk in der regionalen Wirtschaft weiter auszubauen. Ihr Familienbetrieb wurde vor 32 Jahren von ihrem Ehemann Matthias Langstädtler aufgebaut und vor allem durch den individuellen Räderbau überregional geprägt. Nach dessen Tod vor einem Jahr übernahm Langstädtler sein Lebenswerk und die Verantwortung – mit dem Ziel, das Unternehmen fortzuführen und zugleich neue Impulse zu setzen.

„Wir haben ein Jahr gebraucht, um uns neu zu sammeln und jetzt stehen wir wieder in den Startschuhen, möchten Gas geben“, so die Unternehmerin. Das sei sie nicht nur ihrem Stammpublikum schuldig, sondern auch den vielen neuen Kunden, die nach der Schließung von Zweirad-Center Jakst Ende vergangenen Jahres nun zu ihr kommen. „Unter anderem, weil wir hier neben dem klassischen Fahrradhandel auch eine sehr gut funktionierende Werkstatt, geleitet von dem beliebten Daniel Dufner, haben.“

Auf der GO wollen sie und ihr Team, bestehend aus insgesamt fünf Mitarbeitenden, nun ihr Unternehmen zeigen, ins Gespräch kommen. „Wir können uns so auch Menschen vorstellen, die vielleicht nie in den Laden gekommen wären“, so Langstädtler. Und im Gepäck hat sie allerhand für die Besucher: „Wir stellen ein breites Sortiment von Rädern unterschiedlichster Marken aus, wir können vor Ort auch Fahrräder auf Bestellung konfigurieren –in jeder gewünschten Farbe und verschiedenen Antrieben –, wir haben sogar einen Bildschirm dabei, auf dem der Kunde sofort sehen kann, wie das Rad fertig aussieht und wir beraten in sämtlichen Fragen.“

Der Stand ist zentral im Weserpark gelegen, übernommen hat sie den Premium-Messe-

Standort auf dem bisher immer Hans-Peter Jakst ausstellte. „Wir haben auch ein eingespanntes Fahrrad zum ,Probefahren‘ dabei“. Darauf können Kauginteressenten ihre eigene Erfindung, das bewegliche „Freibeik Sattelgelenk“ testen.

Dieses steht übrigens im Mittelpunkt ihrer Karriere: Ausgehend vom Alltag im Bikes & Wheels, in dem Kundinnen und Kunden häufig über Beschwerden beim Radfahren – besonders im Rücken- und Beckenbereich – berichteten, erkannte Langstädtler die Grenzen herkömmlicher, starrer Sättel. Daraus entstand die Idee eines beweglichen Sattelgelenks, das natürliche Bewegungen besser unterstützt: das „Freibeik“. Nach intensiver Entwicklung entstand ein System, das dreidimensionale Bewegungen er-

möglicht und den Komfort erhöht. Große Aufmerksamkeit erhielt die Innovation durch einen Auftritt in der TV-Sendung Die Höhle der Löwen, wo Langstädtler zusammen mit ihrer Tochter Carmen ihr Produkt vorstellte. Aufgrund ihres Fernsehauftritts gelangten sie sogar zu etwas Bekanntheit: „Manchmal möchten Leute ein Autogramm haben oder ein Bild mit uns machen“, sagt die Unternehmerin. „Darüber freue ich mich sehr!“

Während der GO am 2. und 3. Mai hat das Geschäft an der Sebaldsbrücker Heerstraße 168170 geschlossen. Das ist kein Nachteil für die Kunden, denn Iris-Sabine Langstädtler verrät: „Wir bieten am Weserpark einen Messe-Rabatt von bis zu 20 Prozent an!“

Infos: bikes-wheels-shop.de

Immer wieder ein Highlight: Die Feuerwehr mit ihren Fahrzeugen und Gerätschaften. Da leuchten nicht nur Kinderaugen! Foto: Schlie

Neue Entdeckungen machen

Die GO 2026 wartet mit einigen Neuheiten auf

Natürlich werden die Klassiker wieder mit dabei sein – ob es nun die Feuerwehr mit ihrem tollen Programm für Jung und Alt ist oder die Sportvereine sowie Betriebe aus dem Stadtteil. Aber die Gewerbeschau Osterholz erfindet sich in jedem Jahr auch immer ein bisschen neu. Neben der Neuausrichtung der Bühne und der damit verbundenen „Öffnung“ des Messetreibens in Richtung Hans-BredowStraße gibt es auch einige neue Aussteller zu entdecken. So stehen neben dem Zweiradhändler Bikes & Wheels unter anderem erstmals auch eine Malerei (Friedeberg), eine Firma für Büromaterial (Plate), ein Hörstudio sowie als „Wiederkehrer“ die SWB hier den Besu-

cherinnen und Besuchern mit Rat und Tat zur Seite. Einer von zwei neuen medizinischen Betrieben, Fellerhoff, hat zudem seinen „Volksrolli“, einen faltbaren Rollstuhl, mit dabei. Ganz neu mit dabei ist auch die „Hall of Secrets“, bei der jeder sein Glück versuchen kann: An diesem Stand kann man sich sogenannte „Mystery-Boxen“ kaufen. Dabei handelt es sich um Retourpakete eines großen Onlinehändlers. Natürlich werden die aber verschlossen verkauft, der Nervenkitzel beim Kauf besteht dann in der Frage: Ist der Inhalt meines Paketes hot oder Schrott? Bratwurst allein ist auf Dauer auch langweilig. Deshalb gibt es ebenfalls neue Food-Trucks.

Beispielsweise Nice Craft, die vegane Eiscreme anbieten. Oder die Hot-Dog-Station, wo man aus unterschiedlichsten Variationen des amerikanischen Klassikers wählen kann. Twins Waffle ist ein mobiler Waffelstand, der von 18-jährigen Zwillingen betrieben wird, die ihre Leidenschaft kurzerhand zu ihrem Job gemacht haben. Hier gibt es nicht nur Waffeln, sondern auch die einfallsreichstenToppings dazu. Als wäre das noch nicht genug, findet auch erstmals eine Auktion statt: Die Weser Art, die hauseigene Kunstgalerie des Centers, wird auf einer Sonderaktionsfläche im Stundentakt Werke präsentieren – und unter den Hammer bringen. bm

Langstädtler, Carmen Langstädtler und Daniel Dufner (v. l.) Foto: Schlie

Ausflugs- & Freizeittipps in Deiner Nähe

Ungestört Radeln durch ein farbenfrohes Blütenmeer: So farbenprächtig präsentieren sich vielerorts die Alleen im Ammerland zur Rhododendronblüte jetzt im Frühjahr. Foto: djd/Ammerland Touristik/Feuerquell/ Jakob Prössdorf

Für immer sehtauglich

Museumsschiffe im Deutschen Marinemuseum

Mal bei den Nachbarn vorbeischauen

Bei gutem Wetter sich aufs Fahrrad schwingen und die schöne Landschaft genießen

Der Wonnemonat Mai steht vor der Tür und mit ihm gleich drei Feiertage. Ob 1. Mai, Christi Himmelfahrt oder Pfingsten –vor den Toren der Stadt locken eine Reihe von Ausflugszielen, die schnell mit dem Auto oder Zug ab Bremen erreichbar sind. Radler können sogar ihr Fahrrad mit der Bahn transportieren lassen, so kommen sie ausgeruht vor Ort an.

Das Kulturland Teufelsmoor in direkter Nachbarschaft zu Bremen besticht durch seine weite Landschaft und eine einzigartige Symbiose aus Kunst, Kultur und intensivem Naturerlebnis. Stille Wege auf Deichen, birkengesäumte Dämme entlang von Kanälen, alte Höfe auf Warften: Die Region ist prädestiniert dafür, auf zwei Rädern entdeckt zu werden – und hat nun ein bedeutendes Qualitätssiegel erhalten. Sie wurde als ADFC-Rad-Reise-Region für ihre touristische Radinfrastruktur ausgezeichnet. Entstanden ist ein Radwegenetz mit einem modernen Knotenpunktsystem sowie elf neuen, zwischen 18 und 54 Kilometer langen Tagestouren (Infos:

Grünes Band im Park der Gärten

Der Park der Gärten in Bad Zwischenahn bietet die Gelegenheit 140.000 Quadratmeter Natur mit allen Sinnen zu erleben. Ob man sich über Pflanzen informieren, einfach einen erholsamen Tag mit der Familie erleben oder Anregungen für den eigenen Garten finden möchte: Der im Zug der Landesgartenschau 2002 entstandene Park bietet Deutschlands größte Mustergartenanlage, Themenausstellungen und mehr. Mit immer neuen Inspirationen und Ideen will der Park der Gärten von Frühling bis Herbst seine Besucherinnen und Besucher begeistern.

Zur Saison 2026 ist der Park der Gärten um das „Grüne Band” erweitert worden. Auf rund 3.000 Quadratmetern wird gezeigt, wie klimaangepasstes Gärtnern praktisch umgesetzt werden kann. WR

www.kulturland-teufelsmoor. de).

Prachtvolles Grün mit Alleen und Gartenanlagen prägen das Ammerland, im Nordwesten Niedersachsens unweit von Oldenburg gelegen und gut auch ab Bremen zu erreichen. Besonders intensiv und stressfrei lässt sich die reizvolle Region mit dem Fahrrad erkunden, Steigungen gibt es kaum. Auf

der knapp 170 Kilometer langen Ammerlandroute etwa kann es schon mal passieren, dass man eine Stunde lang keine anderen Radler zu Gesicht bekommt – die Tour durch die malerische Gegend ist noch immer ein Geheimtipp für entschleunigendes Radeln. Im Herzen der Region glänzt das Zwischenahner Meer – die „Perle des Ammerlandes“. Be-

Wilhelshaven überrascht positiv: Neben dem grasbewachsenen

Deich erstreckt sich weit das Wattenmeer, während sich auf der anderen Seite eine überraschend grüne Natur erhebt. Foto: djd/www.wilhelmshaven-touristik.de/Rainer Ganske

Schönes für Haus und Garten

Das idyllische Gelände des Beekenhofs in Bommelsen (Soltau und Walsrode) verwandelt sich vom 8. bis 10. Mai in eine frühlingshafte Erlebniswelt. Auf dem denkmalgeschützten Fachwerkgehöft präsentieren die Aussteller jeweils von 10 bis 18 Uhr ein vielfältiges und hochwertiges Warenangebot. Inmitten alter Bäume und historischer Gebäude lädt die Veranstaltung dazu ein, in entspannter Atmosphäre zu flanieren und dabei sowohl Nützliches als auch Dekoratives für Haus und Garten zu entdecken. Das Sortiment reicht von Blumen und Kräutern über Mode und Schmuck bis hin zu handgefertigtem Kunsthandwerk. Ergänzt wird das Angebot durch eine breite Auswahl kulinarischer Spezialitäten. Der Hof Schutz-Alpakas aus Riepe bietet den Besuchern die Möglichkeit, Alpakas aus

1. Mai

PflanzenWELTEN

nächster Nähe kennenzulernen. WR

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vom 8. bis 10. Mai, jeweils 10 bis 18 Uhr, auf dem Beekenhof in Bommelsen.

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Ein Anruf kostet 0,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer aus allen deutschen Netzen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Gewinnerinnen und Gewinner werden benachrichtigt. Die Teilnahme von Personen unter 18 Jahren ist ausgeschlossen. weserreport.de/datenschutzerklaerung/

sonders beeindruckend zeigt sich die Region gerade jetzt im Frühling, wenn blühende Rhododendren und Azaleen das Ammerland in ein farbenprächtiges Blütenmeer verwandeln (Infos: www. ammerland-touristik.de). Lust aufs Meer? Dann auf nach Wilhelmshaven. Der Wind pfeift von der Nordsee, Möwen kreisen und an der Südstrandpromenade herrscht reges Besuchertreiben. Doch bei aller Liebe zu Hafen und urbanem Trubel: Die Stadt überrascht auch mit viel Grün. In der Urlaubsregion verbinden sich maritimes Leben und Natur auf besondere Weise. Rund die Hälfte des Stadtgebiets besteht aus idyllischen Grünoasen. So laden Stadtpark, Kurpark und Botanischer Garten zum Durchatmen ein, das Rosa rium begeistert mit tausenden Rosen. Aktiv wird es auf über 120 Kilometern Radwegen ins friesische Umland oder zu Fuß auf dem Gezeitenweg. Entlang der Deiche gibt es weite Blicke inklusive (Infos: www.wilhelmshaven-touristik. de). WR/djd

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Am Hafen und Flughafen geht es los

Auch Bremerinnen und Bremer studieren beim Zoll

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Mit über 4.000 Mitarbeitenden – verteilt auf 107 Standorte in 28 Ländern – ist unser gemeinsames Ziel, unseren Kunden hochwertige Ersatzteile, hervorragende Maschinen und erstklassigen Service zu bieten. Unser Erfolg beruht auf unserem starken Team. Als Familienunternehmen mit mehr als 100 Jahren Erfahrung entwickeln wir uns ständig weiter.

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Um auch in Zukunft erfolgreich zu bleiben, bilden wir aus und bieten mit Beginn zum 01.08.2026 folgende Studien- und Ausbildungsplätze für unsere Standorte an:

DUALES STUDIUM

Bachelor in Wirtschaftsingenieurwesen (m/w/d) Weyhe Bachelor in Betriebswirtschaftslehre (m/w/d) Bremen

KAUFMÄNNISCHE AUSBILDUNG

Kaufmann im Groß- & Außenhandelsmanagement (m/w/d) Bremen, Bremerhaven, Oldenburg, Weyhe Industriekaufmann (m/w/d) Weyhe Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d) Bremen, Bremerhaven, Oldenburg, Weyhe

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Regelmäßige

Mehr als 400 junge Menschen haben im März 2026 ihr Studium im gehobenen Dienst beim Zoll begonnen. Acht davon beim Hauptzollamt Bremen. Zudem ging es ebenfalls für den IT-Nachwuchs des gehobenen Dienstes mit dem dualen Studium „Verwaltungsinformatik“ los.

„Unsere Nachwuchskräfte beginnen ihr Bachelorstudium an einem traditionellen Zollstandort. Häfen, ein internationaler Verkehrsflughafen und der Außenhandel prägen die Region“, erläutert die Leiterin des Hauptzollamts Bremen, Nicole Tödter.

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„An ihrem ersten Tag als Zöllnerinnen und Zöllner wurden unsere Studentinnen und Studenten feierlich vereidigt. Ein besonderer Augenblick für unsere neuen Kolleginnen und Kollegen, bedeutet er doch den Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Für ihr vielseitiges Studium wünsche ich allen Nachwuchskräften viel Erfolg“, so Tödter weiter.Die Berufseinsteiger absolvieren ein dreijähriges Studium im „gehobener Dienst Zoll beziehungsweise Verwaltungsinformatik. Theorie und Praxis wechseln sich dabei ab und bauen aufeinander auf. Die fachtheoretischen Teile würden jeweils an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung an den Standorten Münster oder Rostock absolviert. Die Praxisphasen verbringen die Nachwuchskräfte in verschiedenen Berei-

Grenzsicherung ist Teil der Studiums beim Zoll. In Bremen geht es zum Beispiel im Hafen los. Symbolfoto: Yvonne Huijbens/Pixabay

chen des Ausbildungshauptzollamts, bei nahegelegenen Zollämtern und Zollfahndungsämtern sowie geeigneten Bereichen der Generalzolldirektion.„Nach Abschluss des dualen Studiums erwartet die jungen Zöllnerinnen und Zöllner eine Verwendung in den unterschiedlichsten Aufgabenbereichen des Zolls“, erklärt die Leiterin.

Das Spektrum reiche von Sachbearbeitung bis Spezialeinheit sowie von Finanzkontrolle Schwarzarbeit bis Zollfahndung. Grundsätzlich übernehme der Zoll alle seine geeigneten Nachwuchskräfte.

Die Verwaltungsinformatikerinnen und Verwaltungsinformatiker kämen vorzugsweise im Bereich der Digitalen Forensik, im Bereich der Digitali-

sierung der Zollverwaltung und diverser Projektarbeiten oder bei der Betreuung von Datenbanken zum Einsatz.

Mit der Einstellung beim Zoll erhielten die Studierenden nicht nur ein fachlich hochwertiges Studium, sondern auch einen sicheren Arbeitsplatz mit vielen spannenden und abwechslungsreichen Tätigkeiten, mit denen sie unter anderem für Steuereinnahmen, Verbraucherschutz, die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Digitalisierung der Verwaltung in Deutschland sorgen. Für eine Einstellung können sich Interessierte beim Hauptzollamt Bremen für den gehobener Zolldienst oder bei der Generalzolldirektion für Verwaltungsinformatik bewerben. Infos: zoll-karriere.de

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Dual: Neue in der Verwaltung

17 Absolventinnen und Absolventen des Dualen Studiengangs Public Administration (DSPA) sind drin: Nach drei Jahren Ausbildung haben sie ihren Abschluss erreicht und wurden im Rahmen einer Feier im Bremer Rathaus in den Verwaltungsdienst übernommen. Künftig übernehmen die Verwaltungsinspektorinnen und -inspektoren Aufgaben in unterschiedlichen Bereichen, et-

wa im Personalwesen oder in der Organisationsentwicklung. Bürgermeister und Finanzsenator Björn Fecker: „Sie haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass Sie Engagement, Fachwissen und Verantwortungsbewusstsein mitbringen – genau das, was eine moderne Verwaltung braucht.“ Es sind die ersten Absolventen, die er noch persönlich vereidigt hatte. mas

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Doppelsieg für BMW iX3

Foto: BMW

Riesenerfolg für BMW: „World Car of the Year“ 2026 und „World Electric Vehicle“ 2026 – gleich eine doppelte Auszeichnung gab es für die Neue Klasse aus Bayern. Eine internationale Fachjury aus 98 Journalisten hat den BMW iX3 gleich zweifach prämiert.

Nachschlag bei Porsche

Mit geschärftem Exterieur-Design, zusätzlichen Ausstattungsoptionen und einem Leistungsplus von bis zu 165 kW / 224 PS gegenüber dem Einstiegsmodel geht der neue Cayenne S Electric an den Start. Er positioniert sich zwischen dem Cayenne Electric und dem Cayenne Electric Turbo.

Stromer in Eigenproduktion

Subaru hat im Werk Yajima im japanischen Gunma mit der Produktion des batterieelektrischen EOutback begonnen. Es ist das erste Mal, dass Subaru ein vollelektrisches Modell für den globalen Markt in Eigenproduktion herstellt. Das Foto zeigt die Kombivariante.

Die Mutter aller in Serie produzierter Stromer kommt in einer Neuauflage. Ab sofort ist die dritte Generation des vollelektrischen Nissan Leaf (ab 35.950 Euro) bestellbar.

Das weltweit erste Großserien-Elektroauto meldet sich zurück. In Kürze steht die dritte Auflage des Nissan Leaf in den Showrrooms.

Die komplett neu entwickelte, auf der modularen CMF-EV-Plattform aufbauende 2026er-Modellgeneration des Leaf verbindet ein ausdrucksstarkes Design mit intuitiven Technologien, fortschrittlichen Assistenzsystemen und einem kraftvollen Elektroantrieb. Dieser entwickelt wahlweise 130 kW/176 PS oder 160 kW /217 PS.

Während das Einstiegsmodell mit einer 52-kWh-Batterie kombiniert ist, wächst die Kapazität des Lithium-Ionen-Akkus in der stärkeren Leistungsstufe auf 75 kWh. Bei einem

Energieverbrauch von 13,7 kWh/100

Kilometer fährt der Nissan Leaf mit der großen Batterie bis zu 624 Kilometer (WLTP kombiniert), ehe ein kurzer Ladestopp eingelegt werden muss. Dank einer Ladeleistung von bis zu 150 kW werden bei der großen Batterie in 30 Minuten bis zu 440 Kilometer nachgeladen. Die serienmäßige Wärmepumpe senkt den Energieverbrauch und verbessert die Reichweitenausbeute ebenso wie die vierstufig über Lenkradschaltwippen einstellbare Rekuperation. Vier Ausstattungslinien bieten Spielraum zur Individualisierung. Bereits die Einstiegsversion Engage (ab 35.950 Euro) wartet mit zahlreichen Annehmlichkeiten auf. Neben

BeI Wandscher

Kombinierte Werte gemäß WLTP: Kraftstoffverbrauch 5,2 l/100 km; CO2-Emission 117 g/km; CO2-Klasse D.

Das war die erste Leaf-Generation: Sie kam bereits 2009 und war damals weltweit der meistverkaufte Stromer.

Schlicht und informativ: Das Cockpit verfügt über zwei Displays und einer ganzen Reihe an Schaltern und Tasten. Hier sind auch die vier Fahrprogramme wählbar.

18-Zoll-Leichtmetallfelgen sind beheizbare und elektrisch verstellbare Außenspiegel, ein rahmenloser Innenspiegel, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik mit Fern-Vorklimatisierung des Innenraums, ein Kunstlederlenkrad und das schlüssellose Zugangssystem Keyless Entry an Bord. Eine 12,3 Zoll große Instrumentenanzeige und ein ebenso großer Touchscreen liefern alle notwendigen Informationen im Cockpit.

Das Lichtdesign bemüht sich erfolgreich um individuelle Akzente. Auch von hinten ziemlich einzigartig: Das Fließheck und sein ungewöhnlicher Abschluss (Foto unten).

Ab sofort bestellbar

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Der neue ID.3 Neo

ID.3 Neo Trend 125 kW (170 PS) Energieverbrauch (kombiniert): 14,0 kWh/100 km; CO₂-Emissionen (kombiniert): 0 g/km; CO₂-Klasse: A

Ausstattung: Mondsteingrau, App-Connect Wireless, Lane Assist, DAB+, Climatronic, ACC, LED-Scheinwerfer, Einparkhilfe vorn u. hinten, Side Assist, Verkehrszeichenerkennung, Light Assist u.v.m.

Leasing-Sonderzahlung: 3.350,00 € Jährliche Fahrleistung: 10.000 km

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AUTO

Zum Schneeräumer degradiert

Der Borgward-Trecker wurde nie gebaut / Ein Prototyp ist erhalten

In der Borgward-Gruppe gab es keine Abteilung, die systematisch den Automobilmarkt analysierte, Angebotslücken im Programm anderer Hersteller aufspürte und Ideen für neue Fahrzeuge entwickelte. Man verließ sich auf den „Riecher“ des Chefs der Bremer Autoindustrie Carl F. W. Borgward.

Wenn er eine Idee hatte und einen Gewinn versprechenden Bedarf vermutete, so kam es gleich zum Bau von Attrappen, zur Konstruktion und ProtoypenFertigung, zu Tests sowie Fahrversuchen. Auf diese Weise kamen einige teure Flops auf den Markt, wie zum Beispiel der Hansa 2400, die Sportwagen von Borgward, die Goliath Sportcoupés und der Lloyd Frua.

Andere Ideen blieben im Sta-

dium der Attrappen oder der Prototypen hängen. Carl F. W. Borgward beendete diese Projekte aus der Einsicht, dass mit ihnen vielleicht doch kein Geld zu verdienen war. Gestoppte Projekte, die bis zum Prototyp gediehen, waren enorme Geldverschwendung. Zu der Gruppe gehörten die drei 1955 gebauten Prototypen eines Traktors. Diese besaßen ein ZF Traktor-Getriebe und den Diesel-

Motor (1,8 Liter Hubraum, 42 PS) aus dem Pkw Hansa 1800. Nach der Währungsreform 1948 erlebte der deutsche Schlepper-Markt einen starken Aufwärtstrend, der Mitte der 50er-Jahre seinen Höhepunkt erreichte. In der Hochzeit gab es in Westdeutschland über 30 Hersteller. In dem schrumpfenden Markt sah Borgward für seine Traktoren nur geringe Chancen. Zudem hatte Ire Henry Ferguson aus dem Schlepper einen Träger mit Zapfwellenanschluss für den Betrieb von landwirtschaftlichen Geräten gemacht. Diese Erfindung setzte sich ab Mitte der 50er-Jahre international durch. Patente schützten Teile dieser wegweisende Neuerung. Das schränkte Borgwards Chancen weiter ein.

Klugerweise begann erst gar nicht mit der Serienherstellung. Einer der Trecker kam in Borgwards Lkw-Werk in OsterholzScharmbeck zum Einsatz und beförderte dort mit einem Anhänger Teile für die Nutzfahrzeug-Produktion. Nach dem

Konkurs übernahm Büssing das Werk mit samt Traktor, der noch einige Jahre seinen Dienst als Schneeräumer versah. Dieser Prototyp konnte gerettet werden und befindet sich in der Restaurierung. Der Verbleib der beiden anderen ist unbekannt.

Der Leiter der Halle 2 (Lkw-Bau) Dietrich Struckmann präsentiert den Traktor am 65. Geburtstag von Carl F. W. Borgward. Die Aufnahme entstand am 10. November 1955 vor Borgwards Villa in der Horner Heerstraße 13. Borgward

DER AUTOR Peter Kurze (70) aus Bremen, Verleger und Autor diverser Buchreihen zur Automobilgeschichte

Innovativ, attraktiv und made in Bremen: Der Mercedes-BenzRoadster SLK feierte vor 30 Jahren auf dem 66. Automobilsalon in Turin seiner Weltpremiere.

Drei die dreißig werden

Mercedes-Benz SLK, Audi A3 und Ford Ka feiern runden Geburtstag

Wir schreiben das Jahr 1996: Bremen wird von Henning Scherf regiert, die Boygroup Take that trennt sich, Schaf Dolly darf geklont werden und Henry Maske verliert seinen Boxkampf gegen Virgil Hill. Das Lied zum MaskeFight wird dagegen zu einem Riesenhit – „Time to say goodbye“ von Andrea Bocelli und Sarah Brightman brach alle Rekorde. Aus heutiger Sicht rekordverdächtig günstig waren die Spritpreise. Berchnungen des ADAC zufolge kostete der Liter Super 161,7 Pfennig (umgerechnet 82,68 Cent), Diesel 121.8 Pfennig (62,3 Cent).

Bei diesen Kraftstoffpreisen könnte man sich – aus heutiger Sicht – unbeschwert hinters Lenkrad setzen und auf Spritztour gehen, etwa im neuen MercedesBenz SLK. Dieser wurde von 1996 bis 2004 in Bremen produziert. Der kompakte, zweisitzige Sportwagen, der auf dem Turiner Autosalon im Frühjahr 1996 vorgestellt wurde, eroberte auf Anhieb die Herzen des Messepublikums, zumal der kleine Roadster Maßstäbe in Sachen wegweisender Technik setzte. Vor allem sein einzigartiges Stahl-Variodach begeisterte Experten wie Verbraucher.

In nur 25 Sekunden verwandelte sich der offene Stern per Knopfdruck in einen geschlossenen Roadster. Das Verdeck verschwand im Kofferraum, der SLK wurde zum Ganzjahreswagen.

Die Marke mit den vier Ringen feiert in diesem Jahr den 30. Geburtstag des Audi A3, der erstmals 1996 auf der IAA vorgestellt wurde. Das komplett neu entwickelte Modell auf der Golf IVPlattform gilt er als Begründer der Premium-Kompaktklasse. Zunächst war der A3 nur als Dreitürer mit Schrägheck in drei Ausstattungsvarianten und mit vier verschiedenen Motorisierungen erhältlich. Zwei Jahre später folgte eine quattro-Variante, im März 1999 folgte der Fünftürer. Das dritte Geburtstagskind kommt aus Köln-Merkenich. Dort wurde von Ford der Ka entwickelt: In den Außenabmessungen kleiner als der Fiesta, bot er Platz für vier Personen. Zugleich ist der Ka das erste Ford-Modell im New-Edge-Design des ChefDesigners Claude Lobo. Ob seine Kurven ihm zu einer Rolle in einem James-Bond-Film verhalfen? Sicher ist, dass die kleine Knutschkugel bei „Ein Quantum Trost“ mitgespielt hat.

Pemium in der Golfklasse: Auf dem Pariser „Mondial de l’Automobile“ stellte Audi 1996 den Audi A3 vor.

Foto: Audi

Der kleine Ford Ka schaffte es sogar auf die große Leinwand. Er spielte 007-Film „Ein Quantum Trost“ mit.

Foto: Ford
Foto: Mercedes Benz
Foto: Walter Richleske / Archiv Peter Kurze

Name, Design, Innenraum, Technologien

neu beim ID.3

Ab Juni überimmt Wandscher die Regie bei Opel Schmidt in Wilhelmshaven.

Wandscher wächst weiter

Kita-Kinder

malen weiter

Noch bis 30. April Traumauto malen und Bobby Cars gewinnen: Bereits zahlreiche Kitas aus der Region haben sich beim Malwettbewerb zum 100. Jubiläum von Schmidt + Koch angemeldet. Die Autohausgruppe verlängert daher die Aktion, damit noch mehr Einrichtungen die Chance haben, mitzumachen. Unter dem Motto „Auf die Stifte, fertig, Schmiddi!“ sind Kita-Kinder eingeladen, ihr Traumauto von morgen zu malen. Zu gewinnen gibt es 1.000 Bobby Cars, davon bis zu zehn pro Kita. Gemalt werden kann einzeln oder in der Gruppe, auch mehrere Bilder pro Kita sind willkommen. Die fertigen Werke werden digital eingereicht. Weitere Informationen auf www.schmidt-und-koch. de/malaktion.

Mit dem Zusatz Neo schickt Volkswagen den Nachfolger des ID.3 an den Start. Die Neuauflage des kompakten Elektroautos zeigt sich umfangreich weiterentwickelt und aufgewertet. Kennzeichen außen: eine neu gestaltete Frontpartie und ein neues Lichtdesign. Kennzeichen innen: eine neu konzipierte Cockpit-Landschaft mit selbsterklärenden Bedienelementen, eingebettet in Interieur-Materialien auf dem Level der nächsthöheren Klasse. Zudem ermöglicht der neue Antrieb mit der größten von drei verfügbaren Batterien–Reichweiten von bis zu 630 km (WLTP).

Äußerlich fällt der ID.3 Neo mit einem durchgehenden Lichtband und beleuchtetem Logo auf. Dach, Heckspoiler und Heckklappe sind wie bei klassischen Volkswagen Kompaktmodellen in Wagenfarbe lackiert, wodurch der ID.3 Neo länger, flacher und dynamischer wirkt.

Im Innenraum gibt es hochwertige Materialien, neue ergonomische und selbsterklärende Bedienelemente, griffigenTasten und intuitive Regler für zentrale Funktionen. Ebenfalls vollständig neu konzipiert wurde das Multifunktionslenkrad mit seinem oben und unten abge-

flachten Kranz und seinen klar gegliederten Tastenfeldern. Der Antrieb des ID.3 Neo ist eine Neuentwicklung. Er bietet ein erhöhtes Drehmoment und im Vergleich zu den bisherigen Motoren einen niedrigeren Verbrauch. Damit sind Reichweiten von bis zu 630 km (WLTP) möglich. Zum Start wird es das neue Modell in drei Ausstattungslinien („Trend“, „Life“ und „Style“) und drei Leistungsstufen sowie mit ebenfalls drei verschiedenen Batteriegrößen geben. Die drei E-Maschinen entwickeln eine Leistung von 125 kW / 170 PS, 140 kW / 190 PS und 170 kW / 231 PS.

Rufen

Die Wandscher-Gruppe ist weiter auf Expanisionskurs: Nach der Übernahme des Bremerhavener Autohauses Schmalzried tritt Wandscher im Juni auch die Nachfolge von Opel Schmidt in Wilhelmshaven an.

In Bremerhaven bleibt Schmalzried Ford-Servicepartner, das Markenporfolio wird nach dem Willen von Thomas Wandscher, geschäftsführerender Gesellschafter der Gruppe, zu einem markenübergreifenden Mobilitätszentrum ausgebaut.

In Wilhelmshaven will Wandscher ihre Marktposition im Opel-Geschäft stärken; künftig sind es dann fünf große Wandscher-Standorte in Bremen und Niedersachsen. Im Zuge der

Dieselpreis

Übernahme ist auch eine neue Ausstellungshalle mit 900 Quadratmetern geplant: Die zügige Projektumsetzung sei nur durch die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Wilhelmshaven realisierbar geworden, betont das Unternehmen.

Die Wandscher Gruppe hat Standorte in Oldenburg, Bremen und Bremerhaven, zwei Standorte in Wilhlemshaven sowie in Bad Zwischenahn und Aurich. Neben den Stellantis-Marken Alfa Romeo, Citroen/DS, Fiat, Jeep, Peugeot und Opel gehören außerdem Kia, Mitsubishi, Suzuki und BYD zum Markenangebot. Das Unternehmen, das in diesem Jahr 40. Geburtstag feiert, beschäftigt aktuell rund 280 Mitarbeitende.

sinkt um mehr als 16 Cent

Leichte Entspannung am Kraftstoffmarkt: Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, ist vor allem der Dieselpreis sehr deutlich gesunken: Danach kostet ein Liter des Kraftstoffs im bundesweiten Durchschnitt derzeit 2,286 Euro, das sind 16,1 Cent weniger als vor einer Woche. Nur etwa halb so stark ist Benzin billiger geworden: Für einen Liter Super E10 müssen die Autofahrerinnen und Autofahrer im Mittel 2,107 Euro je Liter bezahlen – ein Minus von 8,1 Cent. Der Rohölpreis rangiert wie in der Vorwoche bei etwa 95 US-Dollar.

Rufen

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ID.3 Neo: Der Nachfolger des ID.3 feiert
Weltpremiere und zeigt sich dabei umfangreich weiterentwickelt und aufgewertet.
Foto: Wandscher

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