Auflagenstärkste Anzeigenzeitung in Bremen und Umgebung
SAMSTAG, 31. MAI 2025
NR. 3758/55. JAHRGANG
Senioren sollen teilhaben
Posing statt Pause
Lust auf mehr
Bremens DGB-Chef fordert im Interview ein Mitwirkungsgesetz
Warum der Sielwall diesen Sommer nicht gesperrt wird
Dänemark bietet seinen Besuchern Kultur, Erholung und viel Meer
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Welterbe-Tage mit Besichtigungen Zu den Welterbe-Tagen erwartet die Besucher an diesem Wochenende ein buntes Programm um Rathaus und Roland. Höhepunkt sind am Sonntag von 11 bis 16.30 Uhr die kostenlosen Führungen durch das Rathaus. Wer keine Zeit dafür findet, kann sich mit dem weiter erhältlichen RathausBuch aus der Edition Temmen trösten: Wir verlosen 10 x 1 Buch „Das Bremer Rathaus“. Rufen Sie uns an bis Dienstag, 3. Juni, 15 Uhr, unter 01 37 / 87 80 201. Ein Anruf kostet 0,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer aus dem Festnetz. Mobilfunkpreise weichen ab. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der Gewinner wird benachrichtigt. Die Teilnahme von Personen unter 18 ist ausgeschlossen. weserreport.de/datenschutzerklaerung/ mb/Foto: Schlie
Behaglichkeit im Wintergarten dank staatlicher Förderung – mit RBE-Stuhr! rbe-stuhr.de
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WEST
Telefonische Sprechstunde Der bundesweite Aktionstag gegen den Schmerz findet am 3. Juni von 9 bis 18 Uhr statt: Patientinnen und Patienten könne sich kostenfrei unter der Nummer 0800 / 181 81 20 beraten lassen. Auch Imke Starp vom Schmerzzentrum am Bremer Roten Kreuz Krankenhaus berät am Telefon. rf
Einheimische Insekten gefährdet
WFB bilanziert mit Besucherplus Die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2024: Dazu zählten 4.925 Beratungen und Gespräche mit Unternehmen. Einen neuen Bestwert verzeichnet die WFB im Tourismus: 2,5 Millionen Übernachtungen und damit ein Plus von 5,5 Prozent zu 2023. mas
Werder ab sofort ohne Werner Werder Bremen hat seinen langjährigen ChefTrainer Ole Werner in dieser Woche freigestellt. Werner führte die Grün-Weißen 2022 aus der zweiten Liga und stand rund dreieinhalb Jahre an der Seitenlinie. Seine Nachfolge war zum Redaktionsschluss noch nicht bestätigt. pb Anzeige
G: N I L FRÜH ÜR WAS ZEIT F ! S E U E N
Keine gezielte Bekämpfung: Asiatische Hornisse breitet sich rasant auch in Bremen aus M A RT IN BOL L M A N N
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) ist in Deutschland und auch in Bremen immer häufiger zu sehen. Über den französischen Raum hat sich die invasive Art aus Südostasien seit 2014 in ganz Europa ausgebreitet. Die EU hat Vespa velutina deshalb 2018 auf die Unionsliste der invasiven Arten nach Artikel 16 aufgenommen. So kann jedes Mitgliedsland Maßnahmen zur Bekämpfung umsetzen. Statt die invasive Art allerdings gezielt zurückzudrängen, haben die deutschen Behörden ihr im Frühjahr den Status einer etablierten Art erteilt. Nach Artikel 19 der EU-Verordnung entfällt damit die Verpflichtung, Vespa velutina systematisch zu bekämpfen oder auszurotten. Das komme faktisch einer Kapi-
tulation des Staates vor der Verbreitung der Asiatischen Hornisse gleich, findet sowohl der Deutsche Imkerbund als auch August-Wilhelm Schinkel, der Vorsitzende des Imkervereins Bremen von 1875. Die Verbreitung der Asiatischen Hornisse stelle dabei eine echte Gefahr für Tier und Mensch dar: Die eingeschleppte Art ist laut Schinkel eine anpassungsfähige Räuberin. In einer aktuellen Studie aus England haben Forscher Spuren von 1.450 unterschiedlichen Tierarten in den Mägen der Hornissenbrut nachgewiesen. Zur Hauptbeute von Vespa velutina zählen dabei neben der Honigbiene noch 43 weitere Arten, die als Bestäuber auftreten. Schinkel wehrt sich deswegen auch dagegen, die Asiatische Hornisse sei ein reines Imkerproblem: „Die Bekämpfung von Vespa velutina ist ein Gesamtgesellschaftli-
Schneller ins Gesundheitswesen 655.000 Euro stellt der Senat zur Kofinanzierung für ein WelcomeCenter für Gesundheitsberufe bereit. Mit dem Welcome-Center soll der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen verringert werden. Vor Ort sollen Fachkräfte aus
Frohe Pfingsten mit tollen Angeboten
dem Ausland schneller an die Begebenheiten in Bremen herangeführt werden, um einen Einstieg auf dem Arbeitsmarkt zu erleichtern. Die ersten Fachkräfte sollen 2026 ihre Kenntnisprüfungen ablegen können. WR
ches Problem.“ Bis zu 6.000 Hornissen mit vielleicht 250 Königinnen können in einem Nest leben. Von diesen so genannten Sekundärnestern geht in der Regel aber keine Gefahr für Menschen aus, da sie zumeist in sehr großer Höhe in den Wipfeln der Bäume gebaut werden. Anders sehe es aber mit den kleineren Primärnestern aus, die in normaler Höhe in Baumhöhlen, Schuppen und sogar Erdlöchern gebaut werden, erklärt Schinkel. Da Vespa velutina die Nester sehr stark verteidige, könne es da für Menschen gefährlich werden. Das gelte übrigens auch für Imker, durch deren Schutzkleidung Vespa velutina hindurch stechen könne, erklärt Schinkel, zumal die Asiatische Hornisse ihr Gift auch noch bis zu 40 Zentimeter weit spritzen könne. Nachdem es in Bremen 2024 zu
vier Sichtungen der Asiatischen Hornisse und deren Nestern (zwei Nester wurden entfernt) gekommen ist, rechnet Schinkel für dieses Jahr mit einer deutlichen Steigerung: „Wir können davon ausgehen, dass dieses Jahr ein Vielfaches an Nestern gesichtet wird.“ Ob es tatsächlich nach der ersten Sichtung von Vespa velutina bis zur kompletten Durchseuchung etwa drei Jahre brauche, mag Schinkel nicht bestätigen, da dies noch von einer ganzen Reihe weiterer Faktoren abhänge. Auf jeden Fall solle die Bevölkerung weiter Sichtungen der Asiatischen Hornisse melden, damit man eine klare Datenlage über deren Verbreitung bekomme. Sichtungen der asiatischen Hornisse (am besten mit Foto) und deren Nester kann man unter velutina.info oder das Monitoring Portal neobiota-nord.de melden.
Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte Lehrerinnen und Lehrer im Land Bremen sollen ab dem Schuljahr 2026/2027 im Rahmen eines Pilotprojekts ihre Arbeitszeiten erfassen. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen. Bremen ist nach Angaben der Bildungsbehörde damit das ers-
te Bundesland, das ein solches Projekt zur Arbeitszeiterfassung startet. Es bedeute zudem einen großen Eingriff in den Berufsalltag der Lehrkräfte, die künftig ihre Arbeitszeiten und Aufgaben genauer dokumentieren müssen. pb
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