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Weser Report - West vom 12.04.2025

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SAMSTAG, 12. APRIL 2025

NR. 3751/55. JAHRGANG

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In Seehausen wird für den seit Jahrzehnten geplanten Wesertunnel gebuddelt

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WEST

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Fahrstreifen der A1 gesperrt Ab Montag, 14. April, wird die Fahrbahn der Autobahn A1 in Richtung Osnabrück im Bereich der Weserbrücke von drei auf zwei Streifen verengt. Die Maßnahme wird laut Deges bis August andauern. Sie ist Teil der Sanierung, bevor ein Ersatzneubau sowie der Ausbau der A1 folgen. rf

Verkauf von Lachgas verboten Der Bremer Senat hat in dieser Woche ein Verbot des Verkaufs von Distickstoffmonoxid – Lachgas – an Minderjährige beschlossen. Zusätzlich darf das Gas, das wegen seiner berauschenden Wirkung konsumiert wird, an Kiosken, Tankstellen und Automaten nicht verkauft werden. rf

Private unter dem Mietspiegel Viele private Vermieter nehmen trotz gestiegener ortsüblicher Vergleichswerte Mieten unter dem Niveau des Mietspiegels. Das hat eine MitgliederBefragung des Verbands Haus & Grund ergeben. Demnach legen Eigentümer mehr Wert auf ein gutes Verhältnis zu ihren Mietern. rf Anzeige

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Kooperationspartner: Henning Lüschen (Geschäftsführer Citipost) sowie die Mercadius-Chefs Arne Kruse und Ronald Rose (von links).

Foto: pv

Paket-Revolution braucht etwas länger Warum die Fahrradlogistik in der Bremer Innenstadt noch in den Kinderschuhen steckt ROBERT LÜ R SSEN

Knapp zwei Jahre ist es her, da sorgten die Bremer Unternehmer Ronald Rose und Arne Kruse mit ihrer Ankündigung für Aufsehen, im Lloydhof in der Bremer City mit der Firma Rytle X ein kleines Logistikzentrum für die Belieferung der Bremer Innenstadt mit elektrisch unterstützten Lastenrädern aufzubauen. Bündelung von Warenströmen auf der letzten Meile und Entlastung der Straßen von Kraftfahrzeugen der diversen Paketdienste waren das Ziel. Doch die Revolution der letzten Meile braucht noch etwas Zeit – zumindest in der Heimstadt der Vordenker. Rytle X heißt inzwischen Mercadius und die Lastenräder fahren mit dem Logo der Citipost durch die Stadt. Doch vom Lloydhof aus star-

ten sie nicht. „Dort gab es zu viele Unwägbarkeiten am Bau. Darauf wollten wir nicht warten“, erklärt Rose. Stattdessen habe man im alten Postamt 5 am Bahnhof eine geeignete Immobilie gefunden. „Da ist alles gegeben.“ Rund 2.000 Pakete pro Tag würden mit den markanten Dreirädern des Typs „MovR“ von Rytle im Innenstadtbereich verteilt. Tendenz steigend. Die Mikroverteilung, die unter anderem für eine intelligente Beladung der Wechselcontainer der Pedelecs in der Reihenfolge der Belieferung sorgen sollte, ist jedoch noch nicht aufgebaut. „Wir arbeiten aber dran“, versichert Rose. Mit GLS kooperiere man bereits, mit Hermes, DPD und UPS stehe man im Gespräch. „Die Deutsche Post braucht unser System nicht, die sind zu groß“, meint Rose. Das heißt aber nicht, dass nicht

auch die Deutsche Post Kunde von Mercadius ist. Schließlich ist der Lastenradproduzent Rytle inzwischen eine 100-prozentige Tochter von Mercadius und einer der führenden Hersteller von Fahrrädern für Brief- und Paketzusteller. „Die Post ist unser größter Kunde“, verrät Rose. So setze DHL etwa in Trier auf „MovR“ für die Paketzustellung. „Fahrradlogistik braucht eine andere Struktur“, erklärt Rose. „Weniger Volumen und eine hohe Stoppdichte“ seien erforderlich. Während in Bremen die Entwicklung noch etwas schleppend verläuft, sei man in London mit dem Partner Delivering Mates sehr viel weiter. „In West-London sind 150 Räder im Einsatz. London ist die Hauptstadt der letzten Meile. Wenn es dort funktioniert, funktioniert es auf der ganzen Welt“, meint Rose.

Ziel sei es, mit dem Logistik-System von Mercadius in alle Metropolen ab einer Million Einwohner zu kommen. Das Problem der letzten Meile werde immer virulenter. „Innenstädte vertragen nicht mehr Lieferverkehr. Immer mehr Städte wollen in fünf Jahren autofrei sein“, weiß Rose. Rytle will seine Produktion in Zerbst (bei Magdeburg) deshalb ausbauen. Statt 150 bis 200 „MovR“ könnten 600, im Optimalfall sogar 1.000 pro Jahr fertiggestellt werden. Im Hintergrund läuft die Entwicklung neuer Transporträder. So will Rytle noch in diesem Jahr unter dem Namen „RovR“ erstmals ein vierrädriges Lieferrad auf den Markt bringen. Der Prototyp sei bereits fertig. „Jetzt müssen wir noch den Industriestandard bekommen“, sagt Rose.

Erstmals nahezu für jedes Kind ein Betreuungsangebot Laut Bildungsressort wird Bremen mit Beginn des neuen Kindergartenjahres in fast allen Stadtteilen allen angemeldeten Kindern einen Betreuungsplatz anbieten können. Einerseits sei es gelungen, rund 750 Plätze seit Anfang 2024 zu schaffen

– während gleichzeitig gut 10 Prozent weniger Kinder bis Ende Januar 2025 angemeldet wurden. Die Betreuungsquoten müssten im Vergleich mit anderen Bundesländern allerdings noch gesteigert werden. Seit 2014 sei das Platzangebot um gut

23 Prozent ausgebaut worden, was über dem Bundesdurchschnitt von 19 Prozent liege. Der personelle Engpass wurde zudem durch den flexiblen Einsatz von Kindertagespflegepersonen abgebaut. Trotzdem wird es auch 2025 in

den Stadtteilen Gröpelingen, Huchting und Blumenthal noch zu einer knappen Versorgungslage kommen, so das Ressort weiter. „Der Ausbau muss weitergehen“, sagt Bildungssenatorin Sascha Karolin Aulepp. rf


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Weser Report - West vom 12.04.2025 by Weser Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH - Issuu