Auflagenstärkste Anzeigenzeitung in Bremen und Umgebung
SAMSTAG, 3. AUGUST 2024
NR. 3715/54. JAHRGANG
Inklusion gefährdet
Aktiv im Sommer
Im November geht es los
Bremische Evangelische Kirche kritisiert Bremer Kita-Politik
Im Kanu die Gewässer in Bremen und umzu erkunden
Bürgermeister-Smidt-Brücke wird für vier Monate für Autos und Busse gesperrt
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Wolf in Hemelingen gesichtet Eine Hundehalterin beim Gassigang in der Nähe des Hemelinger Sees („Hegemann-See“). Auf einmal bleiben ihre Vierbeiner ängstlich stehen. Aus der Dämmerung hört sie ein tiefes Knurren. Auch Pferdezüchterin Susanne Heise beobachtet auf der Weide in der Marsch ein verändertes Verhalten ihrer Leitstute. Ein Wolf? Sehr wahrscheinlich: ja! Vor ein paar Tagen gelang dem Forstwissenschaftler Josef Teupe in der Nähe des Sees diese Aufnahme. Sein Rat: Hundehalter sollten ihre Tiere anleinen und auf den Wegen bleiben, um den Wolf, der im hohen Gras auf die Dämmerung wartet, nicht aufzuschrecken. rl / Foto: Teupe
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WEST
Haltestelle Sögestraße Die BSAG wechselt zum Schulbeginn ab Montag wieder vom Ferienfahrplan in den Jahresfahrplan. Für die Haltestelle Herdentor ist das mit einer Umbenennung verbunden. Sie heißt künftig Herdentor/Sögestraße. Das sei ein Signal für den Standort, teilt die BSAG mit. rl
Klaus-Peter Wolf liest bei Thalia Klaus-Peter Wolf, Autor der Ostfriesen-Krimis, kommt am 26. August nach Bremen um sein neues Werk „Ein mörderisches Paar – Der Verdacht“ vorzustellen. Die Lesung bei Thalia an der Obernstraße beginnt um 19.30 Uhr. Das Buch ist der zweite Teil einer Trilogie über den Serienkiller Dr. Bernhard Sommerfeldt. rl
3x3-Basketball fällt aus Das für dieses Wochenende angekündigte 3x3Basketball-Event am Bremer Hauptbahnhof fällt kurzfristig aus. Die Veranstalter begründeten ihre Absage am Donnerstag mit „organisatorischen Gründen“. Es werde keinen Ersatztermin geben, teilten sie mit. rl Anzeige
Hillmannplatz ist zu unsicher Warum es nach 30 Jahren erstmals keinen Wein-Sommer in Bremen gibt PHIL IPP BEHR BOM
Seit 1994 waren alljährlich rund 1.000 Personen an weiß gedeckten Tischen auf dem Hillmannplatz zu Gast. Eine große Weinauswahl aus Rheinland-Pfalz, dazu passende Speisen und ein Musikprogramm luden zum Genießen ein. Dieses Jahr sollte er vom 29. August bis zum 1. September stattfinden. Die Veranstalter gaben jetzt jedoch die Entscheidung bekannt: Der Bremer Weinsommer fällt aus. Der Grund sind Sicherheitsbedenken beim Standort. Während die Stadt auf ihrer Webseite im vergangenen Jahr noch mit einer „ruhigen Atmosphäre, obwohl der Weingarten mitten in der Stadt liegt“ warb, sehen die Veranstalter und Winzer das in diesem Jahr anders.
„Der Unmut bei den Winzern ist im vergangenen Jahr sehr groß gewesen“, berichtet Veranstalter Thomas Gottschalk. 2023 habe es schon weniger Publikum gegeben und die Besucher vor Ort hätten sich auch nicht immer sicher gefühlt. Der Hillmannplatz zwischen Bahnhof und der Innenstadt gilt schon seit geraumer Zeit in Bremen als Hotspot des Verbrechens. Die Bremer FDP beschrieb den Platz zwischen Bahnhof und der Innenstadt in einer Presserklärung im April als „Rechtsfreien Raum“. Der Bremer Senat bewertet die Situation am exponierten Platz ebenfalls als kritisch, sodass mit „vermehrt behördenübergreifende Kontrollen im Bereich des Hauptbahnhofs und des Umfelds, einschließlich Hillmannplatz“
gegengesteuert wurde sollte, heißt es in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP aus dem vergangenen April. Weiter heißt es: „Trotz in der Tendenz rückläufigen Kriminalitätszahlen bleiben der Hillmannplatz und das nähere Umfeld weiterhin ein Schwerpunkt für Kriminalität.“ Aus diesem Grund wollten sich die Winzer und Kunden in diesem Jahr vom Hillmannplatz zurückziehen und einen anderen Ort bespielen. Als Alternative wurden laut Michael Berger, ebenfalls Veranstalter, dem Wein-Sommer vom Ordnungamt der Ansgarikirchhof oder die Schlachte angeboten. Die Veranstalter lehnten aber ab. „Wir haben an beiden Orten schon Erfahrungen gemacht, und das sind keine guten Orte“, berichtet Michael Berger. „Der
Weinsommer lebt auch vom Durchgangsverkehr, da waren die Alternativen nicht gut genug.“ Dass Gottschalk und Berger kein anderer Ort angeboten wurde hat nach Auskunft des Ordnungsamtes einen einfachen Grund: Zum gewünschten Zeitpunkt seien keine anderen Plätze mehr frei gewesen. So ist der Domshof bis Ende August mit dem Open-Space belegt und auch der Marktplatz steht zum gewünschten Wochenende nicht durchgängig zur Verfügung. Für nächstes Jahr plant der Bremer Wein-Sommer aber sein Comeback. Dann soll es mit mehr Vorlauf eine große Fläche in der Bremer Innenstadt geben, auf der es weniger Sicherheitsbedenken gibt und mehr Laufkundschaft vorbeikommt.
Mit KI-Experimenten Wissenschaft unterstützen und Geld verdienen BREMEN BLG-Forum www.koerperwelten.de
Im „Bremen Research & Policy Lab“ (Bre-Lab) der Universität Bremen werden ökonomische und sozialwissenschaftliche Experimente an modern ausgestatteten Computerarbeitsplätzen durchgeführt. In einer aktuellen Studie geht es auch um Künstliche Intelligenz:
Hier bearbeiten die Teilnehmenden an zwei selbstgewählten Terminen (etwa zwei Stunden + eine Stunde) im Abstand von einer Woche verschiedene Problemlöseaufgaben an einem Computerarbeitsplatz, je nach zugeloster Bedingung mit Unterstützung von
Chatbots oder anderen Recherchetools. Insbesondere richtet sich die Studie an Erwachsene im Berufsleben, aber auch in Ausbildung/Studium. Für die Teilnahme werden außer einem sicheren Umgang mit dem Computer keinerlei Vorkenntnisse benötigt.
Die Teilnehmenden erhalten eine Aufwandsentschädigung von 35 Euro und leisten einen wichtigen Beitrag für die Wissenschaft. Für die Teilnahme ist lediglich eine einmalige Registrierung im Bre-Lab erforderlich, unter uni-bremen.de/wiwilab/ rl
Erleben, genießen, einkaufen ...