Sicheres Pflaster? Jüngste Statistiken, erklärt von der Polizeiinspektion
Projekt „AllerVielfalt“ Jedes Flurstück zählt bei der Öko-Aufwertung Frühjahr
FREIZEIT AUF DEM WASSER
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DAS KOMMT AUF DIE LISTE!
Annette Freudling Redakteurin
Liebe Leserinnen und Leser,
mal ganz direkt gefragt: Lieben Sie Listen? Starten Sie gelassener in den Tag, wenn Sie Ihre Aufgaben gesammelt und geordnet haben, Punkt für Punkt auf einem Stück Papier? Wenn ja: Gehören Sie zu den Leuten, die Ihren Laufzettel konsequent von oben nach unten abarbeiten? Oder entscheiden Sie nach Gefühl und Wellenschlag, welchen Job Sie als nächstes auf den Haken nehmen?
„Listaphilie“, die Liebe zum Listenschreiben: Auf diese Wortschöpfung sind vor mir schon andere gekommen –um einen offiziellen Fachbegriff handelt es sich aber nicht. Im Gegensatz zur „Selenophilie“ (der Faszination für den Mond), der „Pluviophilie“ (der Liebe zu Regen) oder der „Turophilie“ (der Leidenschaft für Käse). Bei dieser Gelegenheit könnte ich meine „Ailurophilie“ öffentlich machen (mein Faible für Katzen). Und wer wie ich Spaß an solchen schrulligen Ausdrücken hat, interessiert sich für Wörter und Sprache und weist damit eindeutig „logophile“ Züge auf.
Über meine „Listaphilie“ habe ich schon häufiger nachgedacht. Mein Mann zieht mich regelmäßig damit auf, aber ich stehe dazu: Ich brauche dieses Sicherheitsgefühl, das mir ein sauber geschriebener To-do-Zettel vermittelt, das vertraute Ritual. Und dann der Moment, wenn man nach getaner Arbeit mit einem spitzen Bleistift einen Punkt durchstreichen kann – einfach herrlich.
Bei manchen Listen dauert es etwas länger, bis sie abgearbeitet sind. Davon kann das Team der „AllerVielfalt“ ein Lied singen. Fünf Jahre Vorbereitung haben sie bereits in das großangelegte Renaturierungs-Projekt investiert. Ein wichtiger Meilenstein wurde vor kurzem erreicht: der Fahrplan für die Umsetzungsphase ist beschlossene Sache. 1.000 Seiten Wissenschaft sind im sogenannten PEPL zusammengekommen. Was ökologische Aufwertung in der Praxis bedeutet, davon haben wir uns vor Ort ein Bild gemacht. Über unsere Exkursion ins Grenzgebiet zwischen Wasser und Land lesen Sie ab Seite 56.
Für die angeborene Verbundenheit des Menschen mit der Natur gibt es übrigens auch ein schönes Wort: „Biophilie“. Der Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe Erich Fromm definiert sie als „leidenschaftliche Liebe zum Leben und allem Lebendigen“. Auf der Liste meiner Lieblingsphilien rangiert die „Biophilie“ definitiv ganz oben, dicht gefolgt von der „Melophilie“, der Liebe zur Musik.
„Poikilophilie“ – die Liebe zur Vielfalt. Habe ich mir eben ausgedacht (mit Unterstützung aus dem Internet, weil mein Griechisch ein wenig eingerostet ist). Die dürfte zudem im neuen „AllerTreff.“ sowie im „KulturRaum“ verbreitet sein, wenn es darum geht, diese Orte des Miteinanders und der Möglichkeiten mit Leben zu füllen – Listaphilie inklusive, für die Ideen-Sammlungen neuer möglicher Angebote für alle Generationen. Antje Haubrock-Kriedel hat sich dort umgesehen und berichtet (ab Seite 22).
Listaphilist Henrik Bruns wiederum hat eine solche Sammlung natürlich ebenso für unsere abwechslungsreiche Frühlingsausgabe erstellt. Schließlich soll sie inspirieren – vielleicht nebenbei zu einer schönen To-do-Liste!
Viel Freude beim Lesen wünscht
Annette Freudling
Verlag: Weser Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH
Am Brill 19, 28195 Bremen
Tel. (04 21) 690 55-01
Redaktion und Fotos: Henrik Bruns, Antje Haubrock-Kriedel, Annette Freudling
Chefredaktion: Robert Lürssen, robert.luerssen@weserreport.de
Anzeigenberatung: Andreas Roske, Tel. (04 21) 690 55-143
Olaf Nientkewitz, Tel. (04 21) 690 55-113
Lara Feil, Tel. (04 21) 690 55-147
Anzeigenleitung: Johannes Knees, Tel. (04 21) 690 55-108
Layout: Manuela Garbade, Michelle Borchardt
Vertriebsleitung: Sascha Carstens
Zeitungs-Zustellung: Tel. (04 21) 690 55-350
E-Mail: vertrieb@weserreport.de
Druck: Bonifatius
Zurzeit gilt die Anzeigenpreisliste
Nr. 53 vom 1. Januar 2026
Verbreitete Auflage: 11.394 Exemplare
SICHERES PFLASTER?
Wie die Polizei die Kriminalitätslage bewertet
DOMWEIH 26
STADTRADELN
Wie nah kommt Verden an den 2024er Rekord heran?
INKLUSIVES SPORTFEST
Vereine können sich am Event im Juni beteiligen
MAIKLÄNGE
Kammermusikfestival ist zehn Jahre alt
Jetzt anmelden für den Eröffnungsumzug 11 18
DOMHERRENHAUS
Programm: kommende Ausstellungen und Events
12
Neue Angebote für neuen Kontaktort
DPG
Möller absolvierte seinen 450. Hilfstransport
PREIS FÜRS GAW
„Die Giraffe“ ist „beste Schülerzeitung“
SCHIEDSLEUTE
Große Zusammenkunft der Mediatoren in Verden
ALLER-SEELEN-RUHE
Gräberfeld speziell für Verstorbene ohne Angehörige
NABU-VOGEL DES JAHRES
„Kerrrick“: Info-Broschüre zum Schutz des Rebhuhns
Von
JUGEND JAZZT
Workshop-Reihe zum Jubiläum aufgelegt
KREISSPARKASSE
Zahlen weiter stabil, SB-Filialausbau gemächlich 44
OPEN STAGE
Neue Saison startet zum 10. Geburtstag
VERDEN MOBIL
Aktionssonntag rund um die Mobilität 52
VERBUND SCHULE-BERUF
Neue Partner in der Bildungsinstitution
ALLERVIELFALT
Jedes Flurstück zählt beim Renaturierungsprojekt
TERMINKALENDER
Veranstaltungen für die kommenden Wochen
AWK
Marianne Baehr als Krankenhauschefin feierlich verabschiedet
Fotos Inhalt: Henrik Bruns (3), Antje Haubrock-Kriedel (3), Verdener Jazz- und Blues-Tage, Annette Freudling (2)
Text: Henrik Bruns
MSicherheit unter der Lupe
Kriminalität im Verdener Kreisgebiet
ehr als 7.000 Straftaten in einem Jahr, darunter über 800 Körperverletzungen, 34 Messerangriffe, 43 Raubdelikte. Außerdem: 479 Fälle von häuslicher Gewalt, 593 Taten im Bereich der Kinder- und Jugendkriminalität, 86 Fälle im Bereich Kinder- und Jugendpornografie, neben 46 Angriffen auf Polizeikräfte selbst. Von Einbrüchen, Diebstählen und Betrügereien, die vielfach an Seniorinnen und Senioren begangen werden, ganz zu schweigen. Man kann die aktuelle Kriminalstatistik der Polizeiinspektion (PI) Verden/Osterholz für das vergangene Jahr 2025 wie ein Schreckenssze-
nario lesen. Und doch sagt Michael Brunke, stellvertretender Leiter des Zentralen Kriminaldiensts bei der PI: „Im Landkreis Verden ist die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, eher gering.“ Wie kommt er darauf?
Entwicklung der Kriminalität im Zehn-Jahres-Vergleich
Seit dem Pandemie-Knick vom Jahr 2021 auf 2022, als die Kriminalität nach den Lockdowns wieder sprunghaft angestiegen war, nehmen die Fallzahlen im Verdener Kreisgebiet kontinuierlich leicht ab. Dieser
Trend setzte sich 2025 fort, wie die PI Verden anlässlich der Veröffentlichung der Kriminalstatistik für das vergangene Jahr bekannt gab. Aktuell ist vor Ort das zweitniedrigste Niveau an Straftaten innerhalb der vergangenen zehn Jahre erreicht – einzig 2021, als sich die Menschen wegen Corona ungewöhnlich lange zu Hause aufhielten, hatte es noch weniger Kriminalität gegeben. Niedersachsenweit sieht die Kurve der Gesamtkriminalitätsentwicklung etwas anders als im Landkreis Verden aus, denn 2023 stieg sie zunächst auf ein so hohes Niveau an, wie es zuvor seit 2016 nicht mehr erreicht worden war. Befasst waren die Ermittelnden der Inspektion im Landkreis Verden
Der stellvertretende Kriminaldienstleiter Michael Brunke, Verdens Polizeichefin Antje Schlichtmann (Mitte) und Polizeisprecherin Fenja Land bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für das vergangene Jahr Foto: Bruns
Seit dem Corona-Sprung von 2021 auf 2022 entwickelt sich die Kriminalität im Landkreis Verden wieder kontinuierlich zurück. Mit 7.015 Straftaten im vergangenen Jahr ist der zweitniedrigste Wert im Zehn-Jahres-Vergleich erreicht.
Grafik: PI Verden/Osterholz
im Vorjahr mit 7.015 Fällen (2024: 7.452). Bei dem Rückgang der Fallzahlen um 5,86 Prozent sank auch die Aufklärungsquote leicht, von 65,00 auf 63,88 Prozent. Die Aufklärungsquote für ganz Niedersachsen liegt im Schnitt bei 62,72 Prozent. Im gesamten Bundesland ereigneten sich im vorigen Jahr 506.634 Straftaten –ein Rückgang um 4,28 Prozent gegenüber 2024 (529.264 Fälle).
„Häufigkeitszahl“
kennzeichnet Grad der Sicherheit
Die Anzahl der Fälle mit Opfern von Straftaten im Landkreis Verden ging nach einem Höchststand 2024 von 1.625 auf 1.540 zurück. Berechnet man die Fälle pro 100.000 Einwohner, gelangt man zur sogenannten „Häufigkeitszahl“, die als wichtige Kennzahl der Kriminalitätsbelastung
Die Grafik der Kriminalitätsentwicklung für ganz Niedersachsen im Vergleich: Im Land haben die Straftaten von 2022 auf 2023 zunächst noch weiter zugenommen und sanken erst in den Jahren darauf.
Grafik: Landespolizeipräsidium Niedersachsen
gilt. „Je niedriger die Häufigkeitszahl, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden“, erklärt der Erste Kriminalhauptkommissar Michael Brunke als stellvertretender Kriminaldienstleiter der PI Verden den statistischen Hintergrund. Diese Häufigkeitszahl nun
sank im Landkreis von 5.272 im Jahr 2024 auf 5.060 im vergangenen Jahr –und mit ihr also die statistische „Opferwahrscheinlichkeit“: „Wir haben hier also einen eher sicheren Raum in dem die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, statistisch gesehen gering ist“, erklärt Brunke.
Messerangriff
Seit dem 1. Januar 2020 werden Messerangriffe bundesweit in der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik als „Phänomen“ erfasst. Messerangriffe im Sinne der PKS-Erfassung sind solche Straftaten, bei denen der Angriff mit einem Messer unmittelbar gegen eine Person angedroht oder ausgeführt wird. Hingegen reicht das bloße Mitführen eines Messers nicht für eine Erfassung als Messerangriff aus. In ganz Niedersachsen gab es 2025 insgesamt 3.185 Messerangriffe + 4,26 Prozent), von denen 766 Fälle mit Körperverletzungen einhergingen (- 12,76 Prozent).
Rückgang der Fälle in unterschiedlichen Deliktsbereichen
Der Rückgang der Kriminalität im Kreisgebiet zieht sich durch fast alle Deliktsarten. So sank die Gewaltkriminalität im Jahresvergleich von 297 auf 265 Straftaten. Bei den Rohheitsdelikten gingen die Körperverletzungen um rund fünf Prozent auf 831 Fälle zurück. Die registrierten Raubüberfälle sanken von 55 auf 43 Taten. Die Anzahl der Fälle, in denen Personen mit einem Messer bedroht wurden, sank von 57 auf 34. „Tatsächlich schließt der Fachausdruck ‚Messerangriff‘ schon die bloße Bedrohung mit einem Messer ein. Und bei den Fällen in unserer Statistik für 2025 handelt es sich fast ausschließlich um solche Bedrohungen – zum Einsatz ist das Messer dabei letztlich nicht gekommen“, berichtet die Leitende Polizeidirektorin der PI Verden/Osterholz Antje Schlichtmann. Ausnahme war allerdings der Fall eines 43-jährigen Oldenburgers, der
Alljährlich zeichnet die PI auch Bürgerinnen und Bürger für Zivilcourage aus. Im Fall Artilleriestraße etwa war eine besonnene Ersthelferin eingeschritten – ihr hat das Opfer möglicherweise das Leben zu verdanken. Foto: propk.de
INFO
Körperverletzung
Zu unterscheiden sind die einfache, die gefährliche und die schwere Körperverletzung. Sie stellen laut des Strafgesetzbuchs (StGB) verschiedene Delikte da, die juristisch mit unterschiedlichem Strafmaß geahndet werden. Während die einfache Körperverletzung durch eine Ohrfeige oder Schubsen verursacht werden kann (keine bleibenden Folgen, aber durchaus Prellungen, Brüche oder auch Gehirnerschütterung), wird die gefährliche Körperverletzung auch auf besonders gefährliche Weise begangen: etwa mit Waffen jeglicher Art oder Gift, aus dem Hinterhalt, gemeinschaftlich durch mehrere Personen oder ein Verhalten, dass ein Opfer in Lebensgefahr bringen kann. Bei einer schweren Körperverletzung erleidet das Opfer Verletzungen von dauerhafter Auswirkung: Entstellungen, der Verlust von Körperteilen oder der Seh-, Hörund Sprechfähigkeit aber auch die Einbuße der Arbeitsfähigkeit sind hier zu nennen.
am 2. Mai 2024 seine ehemalige Lebensgefährtin, die 36-jährige Mutter der beiden gemeinsamen Kinder, vor dem Netto-Markt in der Artilleriestraße mit 49 Messerstichen schwer verletzt hatte. Im März 2025 war er vor dem Landgericht Verden zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden: Der Richter hatte die Tat als versuchten Mord gewertet. „Weil dieser Fall damit erst im vorigen Jahr abgeschlossen wurde, taucht er in unserer Statistik für 2025 auf“, erklärt Schlichtmann. Mit Blick auf die Messerangriffe fügt die Polizeichefin hinzu: „Wir sind froh, dass es hier statistisch so deutlich rückläufig ist – der Fall Artilleriestraße ist wirklich eine Ausnahme.“
Die Anzahl der Rohheitsdelikte im Kreisgebiet insgesamt, zu denen beispielsweise auch Erpressung und Bedrohung zählen, sank allerdings trotz weniger Körperverletzungen nur leicht – von 1.357 auf 1.302 Taten.
Die wirklich schweren Taten unter den Rohheitsdelikten wiederum subsumiert die Polizei unter dem Begriff der „Gewaltkriminalität“: Darunter etwa fallen die gefährliche und schwere Körperverletzung, nicht aber die einfache Körperverletzung. Gewaltkriminalität meint auch Straftaten wie Tötungsdelikte und Mord, Vergewaltigung und schwere sexuelle Übergriffe oder Raub und räuberische Erpressung
sowie auch erpresserischer Menschenraub und Geiselnahme. In dieser Gruppe der schwersten Straftaten hat es im Jahresvergleich einen Rückgang im Landkreis Verden gegeben – von 297 im Jahr 2024 auf 265 Straftaten in 2025. Sieben Fälle davon waren Straftaten gegen das Leben.
Häusliche Gewalt: Polizei sieht hohes Dunkelfeld
Noch zu wenig Einblick hat die Polizei nach wie vor in den Bereich der häuslichen Gewalt. Auch wenn sich
Unter anderem ehrte die Polizei im Dezember eine 35-jährige Verdenerin (2. v. r.) für ihre Zivilcourage. Anfang Mai 2024 hatte sie in der Artilleriestraße einen inzwischen zu lebenslanger Haft verurteilten Messerangreifer mit Gegenständen beworfen, sodass er seine Waffe hatte fallen lassen müssen. Sein lebensgefährlich verletztes Opfer, die Ex-Lebensgefährtin des Angreifers, hatte sie in ihr Auto gebracht und es unverzüglich ins Krankenhaus gefahren. Der Täter war kurz darauf festgenommen worden. Foto: PI Verden
Häusliche Gewalt
Der Begriff „Häusliche Gewalt“ bezeichnet keine einzelne Straftat, sondern ein Kriminalitätsphänomen, das verschiedene Delikte in unterschiedlichen Konstellationen umfasst – von Beleidigungen, Sachbeschädigung bis hin zu körperlichen Übergriffen und gar Mord. Dank einer einheitlichen Definition können diese Taten seit dem Jahr 2021 bundesweit vergleichbar statistisch erfasst werden. Alle Formen von körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt sind möglich. Erfasst wird partnerschaftliche ebenso wie ex-partnerschaftliche und innerfamiliäre Gewalt – unabhängig davon, ob die beteiligten Personen in einem gemeinsamen Haushalt leben oder nicht.
diese Taten in der Statistik zahlenmäßig nur leicht von 440 im Jahr 2024 auf 479 im vergangenen Jahr erhöht haben: Verlässliche Zahlen in der Kriminalstatistik gibt es überhaupt erst seit dem Jahr 2022, nachdem dieser
Mit dem Beratungs- und Gewaltschutzzentrum an der Ecke Blumenwisch/Hinter der Mauer hat der Verein Frauenhaus Verden – Frauen helfen Frauen als Träger einen Meilenstein im Rahmen seiner Arbeit für Betroffene von häuslicher Gewalt erreicht. Es ist das dritte öffentliche Schutzhaus in Niedersachsen.
Deliktsbereich in Deutschland einheitlich definiert worden war, wie PI-Sprecherin Fenja Land erläuterte. „Meistens gibt es bei häuslicher Gewalt in Familien schon eine lange Vorgeschichte, ehe die Opfer überhaupt Anzeige erstatten. Wir vermuten daher ein hohes Dunkelfeld“, erklärte Polizeiinspektionsleiterin Antje Schlichtmann.
In ganz Niedersachsen hat die Poliezi im vergangenen Jahr 32.540 Fälle Häuslicher Gewalt registriert, was einer Stagnation entspricht (2024: 32.545 Fälle). Zu den besonders schweren Fällen darunter zählen aber vier vollendete sowie 17 versuchte Morde und neun vollendete sowie 29 versuchte Totschlagsdelikte. Diese Zahl der schwersten Formen häuslicher Gewalt in Niedersachsen stellt zwar einen Rückgang um 24 Taten gegenüber 2024 dar, doch immer noch findet im Bundesland statistisch betrachtet jede Woche mindestens ein versuchtes oder gar vollendetes Tötungsdelikt im Kontext häuslicher Gewalt statt. „Die Bekämpfung der Häuslichen Gewalt ist dabei auch eine Frage der Inneren Sicherheit“, sagt Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens. Das scheint auch beim Bund an-
Foto: Bruns
gekommen zu sein: Nach wiederholten Forderungen der Bundesländer gibt es inzwischen einen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Einführung „der elektronischen Aufenthaltsüberwachung und der Täterarbeit im Gewaltschutzgesetz“ im Gesetzgebungsverfahren und soll voraussichtlich im Frühjahr 2027 in Kraft treten.
Doch Behrens glaubt auch: „Die elektronische Fußfessel ist kein Allheilmittel! Sie wird aufgrund der hohen rechtlichen Hürden für ihren Einsatz auch künftig nur in vergleichsweise wenigen, sehr schweren Fällen zum Einsatz kommen dürfen. Ich warne deshalb sehr entschieden davor, so zu tun, als könnten wir ein so massives und so tief in unserer Gesellschaft verankertes Problem mit der rechtlichen Befugnis zum Einsatz der elektronischen Fußfessel ganzheitlich lösen.“
„Häufigkeitszahl“ kennzeichnet Grad der Sicherheit
Auch die Kinder- und Jugendkriminalität nahm ab – von 686 auf 593 Fälle. Neben Körperverletzungen und
Diebstählen betrifft der Rückgang die Fälle der Verbreitung pornografischer Schriften. „In diesen Bereich investieren wir viel Aufklärungsarbeit“, sagt Antje Schlichtmann. Exemplarisch nennt sie das Projekt „Smartphone & Co.“, mit dem sich die PI Verden an Schulen wendet – und Schüler wie auch Eltern einbezieht. „Dass die Verbreitung pornografischer Schriften eine Straftat ist, ist vielen Schülerinnen und Schülern nicht klar“, so die Polizeichefin. Ihr Kollege Brunke ergänzt: „Den sensiblen Umgang mit den sozialen Medien zu lernen gehört zu den wichtigsten Aufgaben, die Jugendliche zu lernen haben.“ Treiben es Jugendliche mit entsprechendem versendeten Material oder kompromittierenden Nachrichten gar zu extrem, werde das einkassierte Smartphone zuweilen auch schon mal auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt – „das geschieht dann in Absprache mit der Staatsanwaltschaft“, betont Schlichtmann.
Kinder- und Jugendpornografie
Kinder- und jugendpornografische Schriften sind Abbildungen oder Darstellungen, die den sexuellen Missbrauch von Kindern (unter 14 Jahren) oder Jugendlichen (14 bis 18 Jahre) zum Inhalt haben. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein tatsächliches oder wirklichkeitsnahes Geschehen oder um eine fiktive Darstellung (Zeichentrick-/Animationsfilm) handelt. Fällt der Begriff in Zusammenhang mit der Kinder- und Jugendkriminalität, handelt es sich zumeist überwiegend um Fälle der Verbreitung von solch verbotenem Material, hinter dem sich Straftaten verbergen.
Festumzug zur Domweih 2026:
Anmeldungen von Gruppen und Wagen sind noch bis zum 3. Mai möglich
Domweih
wird in diesem Jahr vom 30. Mai bis zum 4. Juni in der City gehalten: Natürlich geht dem bunten Treiben der Kirmes am Eröffnungstag wie gewohnt der Domweih-Festumzug voraus. Die Anmeldungen von Fußgruppen und Festwagen dafür sind noch bis zum 3. Mai möglich.
Die benötigten Unterlagen dafür wie Anmeldeformulare, Ordner-Namenslisten für Festwagen sowie Merkblätter stellt die Stadt zum Download unter domweih.de bereit. Natürlich gibt es auch erneut den Wettbewerb zum Festumzug: Gefragt sind von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Witz, Originalität, und Kreativität bei der Darstellung des von ihnen selbst gewählten Themas. Eine dreiköpfige Jury, die alle Beiträge von einer Bühne kurz vor dem En-
de der Umzugsstrecke aus sichtet, bewertet dabei getrennt nach Festwagen und Fußgruppen.
Als Preise winken den Gewinnerinnen und Gewinnern:
2 x 1. Preis, 250 Euro, 2 x 2. Preis 150 Euro, 2 x 3. Preis 100 Euro.
Die Domweih beginnt übrigens in
Ein gewohntes
Bild: Viel Trubel beim Domweihumzug Foto: Bruns/av
der Regel alljährlich am Samstag vor dem ersten Montag im Juni. Fällt jedoch Pfingsten auf dieses Wochenende und den Montag, verschiebt sich der Festbeginn um eine Woche. Das ist im Jahr 2028 zum nächsten Mal der Fall, wenn Pfingsten auf den Sonntag und Montag, 4. und 5. Juni, fällt: Der Domweihbeginn ist in dem Jahr dann erst am 10. Juni. hb
Text: Henrik Bruns
I„Steinzeit reloaded“
Domherrenhaus entdeckt Lehringen neu
m Verdener Domherrenhaus gibt es neben der Dauerausstellung auch in diesem Frühjahr wieder besondere Events zu erleben oder außergewöhnliche Exponate unter die Lupe zu nehmen, die nur für eine begrenzte Zeit dort zu sehen sind.
Ab in die Steinzeit
„Steinzeit reloaded – die Lehringer Funde neu entdeckt“ ist der Titel einer neuen Sonderausstellung in dem Historischen Museum. Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) zeigt das Verdener Haus aktuell bis zum 3. Mai erste Ergebnisse aus der aktuellen Forschung zu den 120.000 Jahre alten Funden von Lehringen präsentiert - inklusive einiger zuvor
noch nicht gezeigten Artefakte. Daran anknüpfend gibt es am Mittwoch, 22. April, einen Vortrag: Um 18.30 Uhr referiert der Zooarchäologe Ivo Verheijen unter dem Titel „Die eemzeitliche Fundstelle Lehringen – Neandertalerjagd vor 120.000 Jahren“. Der Eintritt kostet 5 Euro.
Domherrenhaus-Chefin Frauke Müller und Kreisarchäologin Nadja Lüdemann stehen wiederum am Dienstag, 28. April, für Fragen rund um die Steinzeit und die Lehringer Funde zur Verfügung: nämlich während ihrer „steinzeitliche Sprechstunde“ von 17 bis 20 Uhr.
Historisches Museum on tour
Raus aus dem Domherrenhaus geht es dagegen am Freitag, 24. April, ab 16 Uhr: zum 90-minütigen „po-
etischen Kräuterwalk an der Aller“. Auf dem Weg durch die Schönheit der Natur begleiten die Gäste die Gedichte der Autorin Pille Hillebrand, die die Landschaft emotional erfahrbar werden lassen. Mit Julia Nehus , Kulturpädagogin und Phytologin des Museums, werden derweil Kräuter am Wegesrand bestimmt. Sie erklärt, wie einzelne Kräuter und Pflanzen als Tinktur oder Öle genutzt werden oder getrunken als Tee der Gesundheit förderlich sein können. Ein kleines meditatives Ritual rundet dies besondere Angebot ab. Die Teilnahme kostet 15 Euro. Und am 4. September findet der Kräuterwalk erneut statt.
Der blaue Donnerstag
Das Format „Blue Thursday“ widmet sich regelmäßig und zirka eine Stunde lang ganz verschiedenen
Die Funde von Lehringen, von denen Domherrenhausleiterin Frauke Müller hier einige präsentiert, spielen zurzeit eine wichtige Rolle für das Historische Museum, weil es neue Forschungserkenntnisse gibt. Foto: Antje Haubrock-Kriedel
Persönlichkeiten aus der ganzen Welt. „Wir möchten diese Menschen kurz beleuchten und ein wenig mehr über sie erfahren. Einige Persönlichkeiten aus Verden konnten wir dafür gewinnen. Lassen Sie sich überraschen!“, beschreibt das Museumsteam den „blauen Donnerstag“, in diesem Fall der 21. Mai: Um 20.30 Uhr geht es diesmal um Marilyn Monroe. Der Eintritt kostet 15 Euro Karten im Vorverkauf zu allen Veranstaltungen (sofern nicht kostenfrei) gibt es unter Telefon 04231 / 21 69 oder E-Mail an info@domherrenhaus.de
Regelmäßig geöffnet ist das Historische Museum dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr. Samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Montags und an Feiertagen dagegen bleibt das Domherrenhaus geschlossen. Weitere Informationen online unter: domherrenhaus.de
Das Museumsgebäude (rechts) mal aus einer anderen Perspektive mit Blick auf den ab dem Frühjahr wieder markanten Vorgarten, die unverwechselbare rote Litfasssäule und natürlich den Dom dahinter.
Foto: Bruns
Fahrradfreundlichkeit attestiert
Stadtradeln in Verden startet am 1. Mai
Text: Henrik Bruns
Verden ist ab diesem Jahr offiziell eine der „fahrradfreundlichen Kommunen Niedersachsens“. Das entsprechende Zertifikat hatte Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, Grant Hendrik Tonne, für „besonderes Engagement im Radverkehr“ bereits im Dezember im Verdener Rathaus überreicht.
Neben dem Brückenschlag über die Aller als wichtige Verbindung für den Radverkehr fördert die Stadt mit verschiedenen Bausteinen, etwa mit Fahrradparkanlagen oder durch Angebote wie Lastenrad-Sharing und Fahrradkurse. Und natürlich der Teil-
nahme am Stadtradeln, das jetzt wieder in den Startlöchern steht: In diesem Jahr findet es von Freitag, 1., bis Donnerstag, 21. Mai, statt.
Rekord datiert immer noch aus dem Jahr 2024
Unter stadtradeln.de registrierten sich im vergangenen Jahr 1.713 Verdenerinnen und Verdener und schlossen sich 87 Teams an – es waren 93 Teilnehmende weniger als im bisherigen Rekordjahr 2024, als 382.072 Kilometer erradelt worden waren. Daher konnte die Allerstadt im vergangenen Jahr an ihrem Rekordwert auch nicht
kratzen, alle Verdener Radlerinnen und Radler des 2025er Stadtradelns brachten es zusammen in den drei Wochen aber immer noch auf stolze 348.443 Kilometer. Die daraus in der StadtradelnApp errechnete Menge an vermiedenem CO2 wird mit 57 Tonnen angegeben.
Informiert wird über die diesjährige Auflage des Stadtradelns wieder im Rahmen des Mobilitätssonntags „Verden mobil“ am 19. April ab 13 Uhr in der Fußgängerzone. Die Mitarbeiterinnen der Tourist-Information sind an ihrem Stand auf Höhe ihres Sitzes im Rathaus präsent. Sie halten Tourenvorschläge für die Region, Informationen zum Lastenrad-Förderprogramm und zum Leihlastenrad-Sharing der Stadt
Beste Voraussetzungen für das Stadtradeln: Von Niedersachsens Verkehrsminister Grand Hendrik Tonne (3. v. r.) erhielt Verden die Auszeichnung „fahrradfreundliche Kommune“ – gültig von 2026 bis 2030. Foto: Stadt Verden
bereit. Ebenfalls rund ums Thema Fahrrad ist der ADFC dabei.
Das Stadtradeln selbst startet am Freitag, 1. Mai – ab dann zählt jeder mit dem Fahrrad zurückgelegte Kilometer. Alle, die in Verden wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder dort eine Schule besuchen, können sich beim Stadtradeln einem Verdener Team anschließen. Ebenso können sich Fahrerinnen und Fahrer zusammentun und ein neues Team anmelden. Das funktioniert unter online stadtradeln. de/verden, wo auch über alle Registrierungsmodalitäten informiert wird.
Unentschlossene fahren einfach mit im offenen Team
Angelika Revermann vom Stadtmarketing hat erneut mit dem „Offenen Team“ vorgesorgt: „Im Offenen
willkommen, die sich nicht für eines der anderen Teams entscheiden können“, erklärt sie.
Gesetzt als Termin ist auch bereits Samstag, 2. Mai, 18 Uhr: Dann veranstaltet der ADFC Verden sein „Feierabendradeln“. Rund um Verden wird eine Tour von zirka 30 Kilometern bei mittlerem Tempo geradelt, eventuell mit einer Einkehr. Es ist keine Anmeldung nötig – einfach um 18 Uhr zur Stadtbiblothek auf dem Holzmarkt kommen, von dort geht es los. Die gleiche Tour veranstaltet der ADFC auch am 6., 9.,13. und 20. Mai – immer ab der Bibilothek und um 18 Uhr. Ausnahme ist Samstag, 16. Mai, an dem man bereits um 14 Uhr durchstarten will.
Die traditionelle Staffelübergabe an Achim und Ottersberg wiederum erfolgt am Freitag, 8. Mai: Start der Radtour nach Achim, wohin ebenso die Ottersberger kommen, ist um 13.30
Den Staffelstab zum Stadtradeln übergibt Verden alljährlich weiter –in diesem Jahr an Achim und Ottersberg. Foto: Stadt Verden
Weserstadt soll die Staffelstabübergabe um 15 Uhr stattfinden., anschließend geht es zurück nach Verden –womit am Ende etwa 45 Kilometer zurückgelegt sind. Anmeldung bis zum 8. Mai via E-Mail an stadtradeln@verden.
Wir begleiten Sie von der ersten Idee bis zur schlüsselfertigen Übergabe.
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Eine „Fahrradtour zum Gospel-Gottesdienst“ wiederum hat sich der PopKantor der Domgemeinde Micha Keding ausgedacht. Am Sonntag, 10. Mai, treffen sich musikalisch wie radlerisch Interessierte dazu um 9 Uhr am Lugenstein, von wo aus es zum 10-Uhr-Gottesdienst auf die Freilichtbühne Holtebüttel geht. Gesangliche Einlagen gibt es dort von den Voices of Joy unter Leitung von Keding himself.
Foto: Bruns
Die Veranstaltung „Poetry Slam trifft Stadtradeln“ versammelt einmal mehr renommierte und preisgekrönte Poetry Slammerinnen und Slammer aus Niedersachsen – zum dritten Mal in Verden um 19 Uhr in der Stadtbibliothek. Dort stellen sie mit Texten rund ums Radfahren ihr Können unter Beweis. Die Moderation übernimmt Sebastian Butte. Aktiv dabei sind zudem Schülerinnen und Schüler des Gymna-
Unter stadtradeln.de/ verden hat das Verdener Stadtmarketing die „Rätsel-Rallye-Radtouren“ 1 bis 7 über Wege in der freien Natur verzeichnet (inklusive GPS-Daten). Sie bringen auch Familien Spaß, die mit Kindern unterwegs sind.
Foto: Klima Bündnis
siums am Wall, die ihre in einem Workshop erarbeiteten Texte vorstellen. Karten gibt es in der Stadtbibliothek im Vorverkauf für 5 Euro, an der Abendkasse kostet der Eintritt 8 Euro. Wer sich beim Stadtradeln besonders ins Zeug legt, könnte von der Stadtverwaltung eine Einladung für Freitag, 12. Juni, 16 Uhr erhalten: Dann findet im Rathaus die Siegerehrung des Stadtradelns 2026 statt.
Grußwort von Bürgermeister Lutz Brockmann zum Stadtradeln 2026
Liebe Verdenerinnen und liebe Verdener, beim Wettbewerb STADTRADELN ist unsere Stadt Verden wieder dabei – und ich lade Sie alle herzlich ein, dabei zu sein.
In den vergangenen Wettbewerben haben wir gemeinsam gezeigt, wie viel Engagement und Begeisterung in unserer Stadt steckt. 1.707 Radfahrerinnen und Radfahrer haben beeindruckende Kilometerzahlen gesammelt und damit bundesweit ein starkes Zeichen für klimafreundliche Mobilität gesetzt. Darauf können wir wirklich stolz sein.
Doch beim STADTRADELN geht es um mehr als Zahlen: Es geht um Bewegung, Gesundheit, Gemeinschaft – und um die Freude am Radfahren. Ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, beim Einkauf oder bei einer Tour ins Grüne: Jeder Kilometer zählt und trägt dazu bei, unsere Stadt noch lebenswerter zu machen.
Ich lade Sie herzlich ein: Steigen Sie aufs Rad, schließen Sie sich einem Team an oder gründen Sie selbst eines. Lassen Sie uns gemeinsam im Mai möglichst viele Kilometer sammeln und zeigen, wie aktiv und engagiert Verden ist.
Ich freue mich auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer und wünsche Ihnen viel Spaß beim Radfahren.
Ihr Lutz Brockmann, Bürgermeister
Zur Feier der Allerpark-Eröffnung:
Beiträge von Vereinen zu inklusivem Sportfest am 13. Juni gesucht
Im Allerpark wird groß gefeiert – und zwar unter anderem mit einem inklusiven Sportfest am Samstag, 13. Juni, das dann von 13 bis 16 Uhr stattfinden soll. Bis dahin nämlich soll der Park komplett fertiggestellt sein.
Am inklusiven Sportfest nun können sich alle Sportvereine aus Verden und der Region mit einem Angebot beteiligen. Als Teil des Projekts zur Förderung von Teilhabe und Vielfalt im Sport können sie ihre Angebote einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. „Dabei muss es sich nicht zwingend um ein explizites Sportangebot handeln. Entscheidend ist, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, an diesem Angebot teilzunehmen oder die Angebote des Vereins grundsätzlich nutzen zu können“, erklärt Fred Pielsch aus der Abteilung Inklusion
Ein solches Angebot könnte es auch im Allerpark geben Foto:
und Integration der Stadt sowie von der Freiwilligenagantur. Ihn können interessierte Vereine auch für eine Anmeldung zu dem Sportfest kontaktieren, entweder telefonisch unter 04231 / 124 59 oder per E-Mail an
zeitspende@verden.de. Auch unterstützt Pielsch bei der Ideenfindung und hilft bei Fragen zur Umsetzung weiter. Das inklusive Sportfest wird vom Kreissportbund Verden unterstützt. hb
Pixabay
Diesmal ist es gleich das Orchesters der Barenboim-Said Akademie, dirigiert von Nabil Shehata, das zum runden Geburtstag für die „Maiklänge“ in Verden anrückt.
Peter Adamik
Besonderes zum 10. Geburtstag
Maiklänge erstmals mit Orchester
Text: Antje Haubrock-Kriedel
Das Internationale Kammermusikfest „Maiklänge“ findet von Freitag bis Sonntag, 8. bis 10. Mai, bereits zum 10. Mal statt. Zu diesem runden Geburtstag gibt es ein in mehrfacher Hinsicht besonderes Programm. So findet das Eröffnungskonzert am Freitag erstmals nicht am Domgymnasium, sondern im Foyer der Kreissparkasse Verden statt. Als besondere Überraschung für Konzertbesucher und -besucherinnen gibt es zudem am Samstag ein kostenloses Mittagskonzert im Sitzungssaal des Rathauses.
„Es ist ein wunderbares Repertoire“, sagt Dr. Dietrich Steincke vom veranstaltenden Verein Musik und
Kultur am Domgymnasium Verden voller Vorfreude. Auf dem Programm stehen zum einen Werke, die in den vergangenen neun Jahren besonders gut beim Publikum ankamen; zum anderen aber auch Stücke, die bei den Maiklängen noch nicht gespielt wurden.
Erstmals tritt bei dem Festival ein ganzes Orchester auf
„In diesem Jahr haben wir ein reines Streicher- und Klavierfestival –so haben wir einmal angefangen. Es ist schön, das jetzt zum Jubiläum wieder zu haben“, sagt der künstleri-
sche Leiter des Festivals Nabil Shehata.
Das Eröffnungsevent am 8. Mai in der Kreissparkasse um 20 Uhr steht unter dem Motto „Wenn Musik zum Fest wird“. Dieses Konzert ist nicht nur wegen der Location etwas ganz Besonders, denn zum ersten Mal eröffnet ein ganzes Orchester die Maiklänge: Es ist dasjenige der Barenboim-Said Akademie Berlin und es verspricht unter der Leitung von Nabil Shehata einen einzigartigen Musikgenuss. Auf dem Programm stehen die Suite „Aus Holbergs Zeit”, op. 40 – Praelude von Edvard Grieg, die „Sinfonia concertante Es-Dur“, KV 364 von Wolfgang Amadeus Mozart und das „Tripelkonzert C-Dur“, op. 56 von Ludwig van Beethoven.
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„Ich bin begeistert, dass wir dieses Konzert in der Kreissparkasse präsentieren können. Deshalb fördert die Stiftung der Kreissparkasse Verden dieses Konzert auch gern in größerem Rahmen“, sagt Dr. Beate Patolla, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit des Kreditinstituts.
Weil diesmal ein Orchester zu Gast ist, gibt es statt der gewohnten Meisterkurse einen Orchesterworkshop für die beteiligten Schülerinnen und Schüler. Höhepunkt ist für sie der Auftritt beim Eröffnungskonzert. Gemeinsam mit den Profis musizieren die jungen Leute den ersten Satz der Grieg-Suite, das „Praelude“. Auch überregional sind junge Streicher eingeladen, die diese besondere Orchesterarbeit leisten wollen. „Das Stück ist auch für Schüler machbar“, versichert Shehata. Ziel sei es, so viele Schülerinnen und Schüler wie Orchestermitglieder zusammenzubekommen. Anmelden können sich in-
teressierte junge Musikerinnen und Musiker über die Homepage des Domgymnasiums.
Kleines Konzert zur Mittagszeit im Rathaus
Am Samstag, 9. Mai, gibt es für alle, die eine Karte für ein Konzert der Maiklänge gekauft haben, die Überraschung: Um 12.30 Uhr wird im Rahmen eines kleinen Mittagskonzerts im Ratssaal Edvard Griegs „Streichquartett Nr.1 g-Moll“, op.27, dargeboten. „Wir wollten in diesem Jahr noch etwas Besonderes machen. Wir sind mit zehn Musikern bei den Maiklängen. Da nicht jeder mit dem Orchester spielen kann, spielen die vier, die nicht in die Proben eingebunden sind, das kleine Konzert im Rathaus“, erklärt Shehata, wie die Idee ent-
stand. Wer das Mittagskonzert besuchen möchte, kann sich über die DoG-Homepage um Karten bewerben. Da die Plätze begrenzt sind, wird dann wohl das Los entscheiden müssen.
„Mit Vollgas und ganz viel Herz“ ist das erste der drei Konzerte betitelt, die in gewohntem Rahmen in der DoG-Aula stattfinden. Die Soiree am Samstag, 9. Mai, bietet ein abwechslungsreiches Programm. Gespielt werden das „Klaviertrio C-Dur“, KV 548 von Wolfgang Amadeus Mozart und das beliebte „Klavierquintett“, op. 44 von Robert Schumann. Zeitgenössisches steht mit dem „Nonett Nr. 2“ von Olli Mustonen auf dem Programm. Den Abschluss der Soiree bildet das Sextett d-Moll „Souvenir de Florence“, op. 70 von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky.
„Goldberg reloaded“ heißt es zur Matinee am Sonntag, 10. Mai. Zu hören sind die „Goldberg-Variationen“
Nikolaus-Kopernikus-Str. 20 • 27283 Verden
Oder auch gerne als E-Mail an: personal@tavan–tiefbau.de
Engagieren sich mit Leidenschaft für die „Maiklänge“ (v. l.): Kay Reinhardt, Birgit Melsheimer, Astrid Fischer, Beate Patolla und Dennis Schulwitz (Ksk Verden), Renate Kracke, Iris Krüger, Nabil Shehata, Linus Göing, Dietrich Steincke.
in G-Dur, BWV 988 von Johann Sebastian Bach in einer Bearbeitung von Dmitri Sitkovetsky. „Die Goldberg-Variationen haben wir 2018 schon einmal gespielt, viele wollten sie wieder hören. Wir brauchen dazu vier Geigen. Die haben wir nicht immer, aber in diesem Jahr schon. Deshalb habe ich gedacht, wir spielen es noch einmal“, sagt Shehata.
Die 10. Maiklänge enden am Sonntag, 10. Mai, mit dem großen Ab-
Foto: Haubrock-Kriedel
schlusskonzert „Berauschende Verführung“. Eröffnet wird es mit dem oft gewünschten Klavierquintett A-Dur „Forellenquintett“, D 667 von Franz Schubert. Es folgen „Fünf Stücke für zwei Violinen und Klavier“ von Dmitri Schostakowitsch. Des Weiteren stehen das „Intermezzo für Streichtrio“ von Zoltán Kodály und das „Duo für Viola und Kontrabass“, op. 50 Nr. 1, in einer Bearbeitung von Shehata selbst auf dem Programm. Das Abschluss-
Shehata tritt mit von ihm selbst geleiteten Orchester an
Ende März als Dirigent der Sinfonia Smith Square und Piano-Sextett-Mitglied noch beim London Festival of Chamber Music präsent, am Gründonnerstag dann ein Konzert in der Hamburger Elphi als Dirigent der Staatsphilharmonie Nürnberg. Am morgigen Sonntag dann als Kontrabassist im Kammerensemble der Pianistin Elena Bashkirova im Konzerthaus des bayrischen Blaibachs vor Ort. Und dann folgt für ihn das „10. Internationale Kammermusikfest Maiklänge – Jubiläumsausgabe“ in Verden, dessen künstlerische Leitung er auch innehält.
Nabil Shehata, Sohn deutschägyptischer Eltern und geboren in Kuweit, international aktiver Kontrabassist und Dirigent, hat nicht nur auf seinem Instrument, etwa bei den Berliner Philharmonikern, die höchste Liga erreicht, sondern ebenso große Erfahrung durch zahlreiche Gastdirigate an Opern- und Konzerthäusern in seiner zweiten Profession gesammelt, der er sich seit 2007 verstärkt widmet. Was er aber nie aus den Augen verloren hat: das Verdener Domgymnasium, in dem er einst sein Abitur abgelegt hatte. Seit 2017 gestaltet er zusam-
konzert endet mit Maurice Ravels „La Valse“. „Dieses Stück ist so toll, das mussten wir einfach versuchen“, schwärmt der musikalische Leiter. Wie in den Vorjahren lebt das Kammermusikfest nicht nur von den international renommierten Musikerinnen und Musikern, sondern auch vom Engagement der Sponsoren und Organisatoren. Schüler und Schülerinnen sind ebenfalls eingebunden: Die Musik-Leistungskurse gestalten das Programmheft, andere helfen hinter den Kulissen. „Die Schüler merken, wie wir für die Maiklänge brennen – und das überträgt sich“, meint Musiklehrerin Iris Krüger.
Nicht zuletzt ist es dann stets das Publikum, das die Maiklänge lebendig hält. Das Eröffnungskonzert war bereits nach kurzer Zeit ausverkauft, auch für die anderen Konzerte gilt das inzwischen offiziell. Da aber immer wieder Karten zurückgegeben würden, lohne es ich, regelmäßig auf der Homepage nachzusehen, heißt es vom Organisationsteam. Auch an der Abendkasse stünden die Chancen, doch noch einzelne Karten zu ergattern, nicht schlecht.
Weitere Informationen unter domgymnasium-verden.de/maikla enge-2026.html
men mit dem Verein Musik und Kultur am Domgymnasium das Kammermusikfest „Maiklänge“.
Im Januar 2025 hat Shehata die künstlerische Leitung des Orchesters der Barenboim-Said Akademie übernommen, mit der er jetzt bei den „10. Maiklängen“ in Verden auftritt. „Seine Musikalität und sein pädagogisches Können sind außergewöhnlich, und ich bin mir sicher, dass er diese Aufgabe mit großem Erfolg ausfüllen wird“, sagte der Gründer und Namengeber der Akademie: Daniel Barenboim.
Die Barenboim-Said Akademie ist
der Idee des argentinisch-israelischen Pianisten und Dirigenten Daniel Barenboims und seines 2003 verstorbenen Freundes Edward W. Saids, US-Literaturkritiker palästinensischer Herkunft verpflichtet, nach der Musik ungeachtet aller politischen Konflikte einen Raum des Miteinanders und des Austausches darstellen soll. In der 2015 gegründeten Musikhochschule in BerlinMitte studieren vorwiegend junge Musikerinnen und Musiker aus dem Nahen Osten und Nordafrika. Das noch junge Orchester der Akademie startete Barenboim 2023.
Für die Kammermusiken am Samstag und Sonntag des Verdener Festivals versammelt acht weitere Streichinstrumentalisten und -instrumentalistinnen sowie einen Pianisten. Einige von ihnen treten auch als Solisten beim Eröffnungskonzert auf. hb
Nabil Shehata hat 2025 die künstlerische Leitung des Orchesters der Barenboim-Said Akademie übernommen. Foto: Peter Adamik
Bürgermeister Lutz Brockmann enthüllte das Logo und damit den Namen des neuen Treffpunkts.
Begegnung in der City
„AllerTreff.“ und „KulturRaum“ bereichern
Text + Fotos: Antje Haubrock-Kriedel
Aller Treffpunkt“ beziehungsweise kurz „AllerTreff.“ – die neue Begegnungsstätte in der Großen Straße 98 hat in diesem Frühjahr endlich ihren endgültigen Namen erhalten. Bürgermeister Lutz Brockmann enthüllte am 28. Februar den bunten Schriftzug, der seither gut sichtbar an der Fassade steht. Alle Verdener waren zuvor aufgerufen worden, sich an der Namenssuche zu beteiligen. Unter den vielen Einsendungen traf eine Jury schließlich die Entscheidung. Der Name hat nicht nur einen regionalen Bezug und ist leicht zu merken, sondern drücke zugleich aus, dass hier alle willkommen seien, befanden die Jury-Mitglieder. Bis zum frühen Nachmittag wurde die offizielle Eröffnung mit Musik von Benny Grenz und Mario Emde sowie einem internationalen Buffet gefeiert.
Die Idee, Menschen kulturelle An-
gebote in direkter Innenstadtlage anzubieten, sei schon vor zwei bis drei Jahren entstanden, sagte Bürgermeister Lutz Brockmann. „Es gibt solche Angebote zwar schon länger im ‚Kult‘ am Holzmarkt, aber das ist nicht mittendrin.“ Also habe man sich auf die Suche nach einem Ort und nach Finanzierungsmöglichkeiten gemacht. Den geeigneten Raum fand man im ehemaligen Juweliergeschäft Schmitz, das die Stadt langfristig mieten konnte. Nach einer erfolgreichen Bewerbung für das Förderprogramm des Landes Niedersachsen namens „Zukunftsräume Niedersachsen“ konnten dann 60 Prozent der Kosten für den Umbau und die Einrichtung aus diesem Topf gefördert werden.
Dann aber die unerwartete Wende bei dem Projekt: Nachdem der Treff vergangenes Jahr am 8. September –damals noch namenlos – offiziell eröffnet worden war, gab es nur wenige Wochen später einen massiven Was-
serschaden in der Immobilie, so dass die neue Begegnungsstätte erst einmal wieder geschlossen bleiben musste.
Nach dem zweiten Startschuss kommen die Angebotsideen
Aber: „Aus diesen ersten Wochen wissen wir aber schon, dass die Idee greift“, so der Bürgermeister. Ein Ort für alle Menschen aus Verden soll es sein, an dem man sich kennenlernen und etwas entwickeln kann. Auch Gruppen sind eingeladen, offene Angebote zu machen.
Nach dem zweiten Startschuss ist denn auch einiges in Planung. An fünf Montagen im Frühling gibt es im Aller Treffpunkt von 17 bis 20 Uhr den Workshop „Spuren hinterlassen –schreiben und gestalten mit Dr. Susanne Schuster. Die Termine dafür:
am 20. April, 27. April, 11. Mai, 1. Juni und 8. Juni. An jedem der fünf Abende wächst aus Wörtern und Bildern ein ganz persönliches Papierkunstwerk zum Mitnehmen. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung bei Petra Holste, Stadt Verden ist erforderlich unter 04231 12451 oder per E-Mail an treffpunkt@verden.de.
„Polizei mal anders“ heißt ein weiteres Angebot mit dem Präventionsbeauftragten der Polizeiinspektion Verden/Osterholz, Jean Dushek. Die Veranstaltung soll einmal im Monat stattfinden, Die Lesung „Mörderisch verstrickt“ mit Susanne Oswald ist für den 13. Oktober vorgesehen.
Der Stadtteilbeirat plant zudem einen „Blick zurück mit Spezialtorte“, der Termin stand zu Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht fest. Treffen von Handarbeits- und Nähgruppen, verschiedene Workshops und Lesungen werden in den kommenden Monaten den Aller Treff-
Ein Ort des Kennenlernens für alle Menschen in Verden: „Die Idee greift“, ist sich der Bürgermeister nach den ersten Erfahrungen und dem Interesse von Gruppen am Aller Treffpunkt sicher.
punkt mit Leben füllen.
Nicht zu verwechseln ist der „Aller-Treffpunkt“ mit dem „KulturRaum“ schräg gegenüber in der Großen Straße 113. Auch dort gibt es immer wieder verschiedene Angebote, wie aktuell noch diejenigen des „Kunstlabors“. Während einer Projektwoche
B.A. Timo Hasemann, Dipl.-Kfm. Marc Pagels und Dipl.-Kfm. (FH) Rolf Voige
oder an mehreren Projekttagen sind alle dazu eingeladen, sich künstlerisch zu betätigen. Die Impulsgeber sind Künstlerinnen und Künstler aus der Region. Sie entwickeln die Ideen, die dann gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern umgesetzt werden.
Unsere Schwerpunkte sind u.a.:
● Steuerberatung
● Betriebswirtschaftliche Konzepte
● Existenzgründungsberatung
● Sanierungs- und Insolvenzberatung
Nikolaiwall 16
27283 Verden (Aller)
Telefon: 04231/ 3208-0
Telefax: 04231/ 3208-32
www.voige-partner.de
AllerTreff. – bisherige Öffnungszeiten
montags: Angebote nach Vereinbarung
dienstags bis donnerstags: 13 bis 18 Uhr
freitags: 13 bis 17.30 Uhr (Angebot der Lebenshilfe)
Weitere Gruppen: dienstags: Gruppenangebot am Vormittag mittwochs: Frauensprachkurs, 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr donnerstags: Handarbeit und Austausch, 10 bis 12.30 Uhr
Ansprechpersonen im Rathaus:
Petra Holste
Telefon: 04231 12-451
Andreas Kahlert
Telefon: 04231 12-454
E-Mail:
treffpunkt@verden.de
Weitere Infos: verden.de, Suchbegriff „AllerTreff.“
„Die Idee für das Kunstlabor ist 2020 in der Coronazeit entstanden. Gestartet sind wir mit ausgewählten Kitas“, erzählt Annika BusemannMysegades, Leiterin Kulturförderung der Stadt. Die Idee stieß auf Begeisterung und wurde alsbald weiterentwickelt. Der Teilnehmerkreis wurde um Schulen erweitert. „Im letzten Jahr haben wir dann überlegt, das Projekt für alle zu öffnen“, so Busemann-Mysegades. Viele Projekte wurden in den Begegnungszentren der verschiedenen Stadtteile und in einigen Ortschaften durchgeführt
„Elf Projekte fanden im letzten Jahr statt, so viele sind es auch in diesem Jahr. Seit wir die Räumlichkeiten in der Großen Straße 113 haben, hat Kunst für alle noch besser funktioniert. Eine Teilnehmerin hat zu mir gesagt, dieser Raum sei gut gegen Einsamkeit. Hier kann man einfach hereinkommen und gucken“, sagt die
Projektverantwortliche aus dem Verdener Rathaus.
„Man braucht wirklich keine Vorkenntnisse man kann alles während eines Projekts lernen“, betont auch Justus Wahlers, Geschäftsführer des Vereins Tintenklecks, welcher Kooperationspartner für das Kunstlabor ist.
Eine Wand im Kulturraum ist bunt bemalt und unterstreicht den fröhlichen, entspannenden Charakter des Ortes. Diese Verzierung entstand im Rahmen des Kunstlabor-Projekts „Verden – meine Heimat“ mit Anne Richard.
Im April geht das Projekt Kunstlabor erst einmal wieder zu Ende. Zum Abschluss zeigt Ulrike Gölner am 21, 22. und 23. April, jeweils von 14.30 bis 18 Uhr noch einmal, wie aus Zweigen künstlerische Objekte entstehen. Das Angebot ist für Kinder ab acht Jahren geeignet. Ein selbstgewählte Zweig bildet den Rahmen, in dem sich die Fantasie frei entfalteten kann. Das Material wird gestellt, aber es kann auch selbst etwas mitgebracht werden. „Im Prozess des Gestaltens entsteht ein räumlicher Körper, ein raumgreifendes Gebilde, das individuell und unverwechselbar ist“, heißt
Abschluss des Projekts Kunstlabor: Unter der Anleitung von Ulrike Gölner werden aus Zweigen individuelle Kunstobjekte.
es in der Projektbeschreibung. Das Angebot sei für jeden, der Lust dazu hat, geeignet; gerade auch für unerfahrene Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Auch in der Großen Straße 113 wurde ein Leerstand beseitigt: In dem dort eingerichteten „KulturRaum“ läuft gerade noch das regelmäßige Projekt Kunstlabor, dessen aktuelle Angebote im April zu Ende gehen. Foto: Stadt Verden
DONNERSTAG, 5. JUNI 2025
Verdener Domfestspiele
Der Fels in der Brandung
Bernd Maas ist bereits in sehr verschiedene Rollen geschlüpft
Brandung verschiedene Rollen geschlüpft
Typ Bran gegen Gesich Arbeit des ja nie die Ty Man deren Habitus, die körperli Eigen gehören Epoche, der Alltag und Men Maas. nahe komme ihm seit jeund BeAuch mit ‚Kommunistieiniges
Kirchlinteln/Verden.
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Sonst würden auf kei
Vollzeitjob als Sozialpädagoge, eine Hauptrolle bei den Domfest spielen und zahlreiche weitere Projekte darunter passen. Schon gar nicht, wenn da auch noch eine Familie und ein altes Haus mit Garten drunterstecken.
In Kirchlinteln kennt man ihn vor allem als zweite Hälfte des plattdeutschen Komödian
Duos Edi und Karl. In Verden darf er als ruppiger Klaus Störtebeker Heringe unter das Volk werfen. 2023 stieg er als Mas Friedrich Haarmann in die tiefs ten Abgründe. Bei den Domfest spielen ist er der Arbeiterführer Otto Breden, für den Verrat die schlimmste aller Todsünden ist. Woher nimmt ein Mann, der in
auch sonst gehe es so Eingemachte: „Es gibt schlimme Szene, auf mich besonders gut
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ten Abgründe. Bei den Domfestspielen ist er der Arbeiterführer Otto Breden, für den Verrat die schlimmste aller Todsünden ist. Woher nimmt ein Mann, der in
ten Abgründe. Bei den Domfestspielen ist er der Arbeiterführer Otto Breden, für den Verrat die schlimmste aller Todsünden ist. Woher nimmt ein Mann, der in
Bereits sieben Wohnungen reserviert.
sehr nahe: „Ich habe mich seit je her in der Gewerkschaft und Betriebsräten engagiert.“ Auch mit der Ideologie des ‚Kommunistischen Manifests‘ könne er einiges
sehr nahe: „Ich habe mich seit jeher in der Gewerkschaft und Betriebsräten engagiert.“ Auch mit der Ideologie des ‚Kommunistischen Manifests‘ könne er einiges
sehr nahe: „Ich habe mich seit jeher in der Gewerkschaft und Betriebsräten engagiert.“ Auch mit der Ideologie des ‚Kommunistischen Manifests‘ könne er einiges
Schwester Clara über alles liebt. Dass sie sich in den Klassenfeind verliebt, das ist für ihn kaum zu ertragen.“ Die Schwester werde in Ottos Augen zur Verräterin, und
Schwester Clara über alles liebt. Dass sie sich in den Klassenfeind verliebt, das ist für ihn kaum zu ertragen.“ Die Schwester werde in Ottos Augen zur Verräterin, und
Schwester Clara über alles liebt. Dass sie sich in den Klassenfeind verliebt, ist für ihn kaum zu ertragen.“ Die Schwester werde in Ottos Augen zur Verräterin, und
Schwester Clara über alles liebt. Dass sie sich in den Klassenfeind verliebt, das ist für ihn kaum zu ertragen.“ Die Schwester werde in Ottos Augen zur Verräterin, und
Maas hat eine abgeschlossene Schauspiel-Ausbildung: „Neben meinem Beruf habe ich ab 1998 die Schauspielschule am ErnstWaldau-Theater besucht. Ich hat-
Maas hat eine abgeschlossene Schauspiel-Ausbildung: „Neben meinem Beruf habe ich ab 1998 die Schauspielschule am ErnstWaldau-Theater besucht. Ich hat-
Maas hat eine abgeschlossene Schauspiel-Ausbildung: „Neben meinem Beruf habe ich ab 1998 die Schauspielschule am ErnstWaldau-Theater besucht. Ich hat-
likum. Die haben mich nach der Vorstellung direkt angesprochen.“ So kam es, dass Maas nun zwei Berufe hat, die sich zeitlich manchmal ganz schön drängeln müssen.
Bereits sechsreserviert.Wohnungen
Bereits sieben Wohnungen reserviert.
Bereits sieben Wohnungen reserviert.
Überzeugende Ausstattung
Überzeugende Ausstattung
So farbenfroh geht es dank des Kunstlabor-Projekts natürlich nur im Kultur Raum zu – was Justus Wahlers vom Tintenklecks und Annika Busemann-Mysegades von der Verdener Kulturförderung außerordentlich freut.
Maas hat eine abgeschlossene Schauspiel-Ausbildung: meinem Beruf habe ich Schauspielschule Waldau-Theater besucht.
likum. Die haben mich nach der Vorstellung direkt angesprochen.“ So kam es, dass Maas nun zwei Berufe hat, die sich zeitlich manchmal ganz schön drängeln müssen.
likum. Die haben mich nach der Vorstellung direkt angesprochen.“ So kam es, dass Maas nun zwei Berufe hat, die sich zeitlich manchmal ganz schön drängeln müssen.
• Stellplätze in der Tiefgarage können käuflicherworben werden
• Photovoltaikanlageauf dem Dach für Gemeinschaftsstrom
• Ein Gemeinschaftsraum ist ebenfallsim Keller vorhanden
• Aufzug vom Keller biszu den Wohnungen
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Kurz nach der Jahreshauptversammlung
zu
einem besonderen
DPG-Transport im April aufgebrochen
Vorstandswahlen standen im März bei der Deutsch-Polnischen Gesellschaft (DPG) Verden während der Jahreshauptversammlung an, die im Alten Schulhaus in Dauelsen über die Bühne ging. Dabei wurde Sigrid Teubert für zwei weitere Jahre zur DPGChefin gewählt. Und dann wäre da noch Transportleiter Heinz Möller, der mittlerweile einen ganz besonderen Meilenstein erreicht hat.
Doch zunächst zum Formellen: DPG-Sprecher Möller aus Verden sowie Peter Sartisson aus Intschede vertreten einander bei der DPG nun auf dem Posten des Zweiten Vorsitzenden. Sartisson ist zudem für die partnerschaftlichen Beziehungen der Gesellschaft nach Tempelburg/Czaplinek in Pommern zuständig. Neue Finanzverantwortliche wurde die Oytenerin Elga Undine Dethloff, die Daniel Weßlowski ablöste – aus beruflichen Gründen hatte er nicht erneut für den Posten kandidiert. Als Schriftführer und Kulturbeauftragter wurde wiederum Anton „Toni“ Werle im Amt bestätigt. Zum erweiterten Vorstand gehören auch Lagermeister Heinrich Habighorst, Beisitzer Alfred Lindhorst sowie die Revisioren Dietmar Teubert, Iris Schumacher und Karin Hanschmann.
Gleich zu Beginn der Versamm-
lung gedachte die DPG ihres kürzlich verstorbenen Vize-Vorsitzenden Fritz-Heiner Hepke, der seit Jahrzehnten als ihr Repräsentant in Achim und im Nordkreis ehrenamtlich gewirkt hatte.
Im vorigen Jahr haben die Ehrenamtlichen 22 Hilfstransporte organisiert, wie Möller berichtete. Schwerpunktmäßig sei es dabei nach Münsterberg in Schlesien/Ziebice, Grünberg/Zielona Gora, Landsberg an der Warthe/Gorzow Wielkopolski und Tempelburg/Czaplinek in Pommern gegangen. Weitergeleitet würden die wichtigsten Hilfsgüter von diesen Städten aus nach Lemberg/Lwiw in der Ukraine, wo sie über kirchliche Netzwerke zur Verteilung kommen.
Der Ukrainekrieg habe die DPGTransportcrew vor völlig neue Herausforderungen gestellt. Er erforderte zusätzliches Engagement in finanzieller Hinsicht und bei den Einsatzschwerpunkten, so Möller.Insgesamt habe die Ukraine- und Polenhilfe der Verdener DPG seit Februar 2022 bereits 77 Hilfstransporte auf die Beine gestellt. Dabei beläuft sich der Gesamtwert der Sachspenden auf bisher 3,38 Millionen Euro und das Gesamtgewicht der gespendeten Waren auf 456 Tonnen. Auch im laufenden Jahr hat die Organisation bereits vier
Transporte durchgeführt. Und alle seien sie unfallfrei verlaufen, freute sich Möller.
Wie der scheidende Schatzmeister Daniel Weßlowski während der Versammlung verkünden konnte, seien auch die bis zum Sommer geplanten Hilfstransporte mittlerweile finanziell in trockenen Tüchern.
Und Möller? Bereits seit 1989 organisiert und begleitet der Verdener Ratsherr bis heute die fast allmonatlichen Hilfstransporte der DPG-Verden in die polnische Partnerregion Lubuskie (Lebuser Land). Kurze Zeit nach der Dauelser Versammlung absolvierte er am 10. April den exakt den 450. Hilfstransport nach Polen. „Das bedeutet in Zahlen: 585.000 Kilometer auf den Straßen der deutschpolnischen Freundschaft und Verständigung. Dazu gehören allein wegen der Transporte 1.350 Tage Aufenthalt in Polen sowie rund 3.600 Tonnen angelieferter Sachspenden“, nennt der Transportchef nicht ohne Stolz ein paar beeindruckende Eckdaten. Doch er selbst hat ebenso zu danken: „Ohne Unterstützung des großartigen DPG-Teams und der Bürgerinnen und Bürger sowie der Sponsoren vor allem für die Spritkosten wäre all dies nicht möglich gewesen“, betont Heinz Möller. hb
Bilden den DPGVorstand: Dietmar Teubert, (v. l.), Elga Undine Dethloff, Sigrid Teubert, Peter Sartisson, Heinz Möller, Heinrich Habighorst sowie Schriftführer Anton Werle. Foto: Nina Sartisson
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Dipl Sachverständiger (DIA) Timm Bruns
Junge Blattmacher
GaW-Redaktion gewinnt Landeswettbewerb
Text + Fotos: Antje Haubrock-Kriedel
Es ist der bislang größte Erfolg für die Redaktion der Schülerzeitung „Die Giraffe“ des Gymnasiums am Wall (GaW): Am 12. März wurden die Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten in Hannover mit dem ersten Preis beim Landeswettbewerb „Unzensiert“ ausgezeichnet. Darüber hinaus gewann Noa Baumann für seinen Artikel über Rechtsextremismus in Verden einen Sonderpreis für kritische Berichterstattung.
Der Wettbewerb „Unzensiert“ wird vom Jugendmedienverband Junge Presse Niedersachsen veranstaltet. Unter der Schirmherrschaft
von Niedersachsens Ministerpräsidenten Olaf Lies und in Kooperation mit der Dr.-Norbert-Jahn-Stiftung werden die besten Zeitungen und Blogs an niedersächsischen Schulen gesucht. In der Sparte „Gymnasien“ setzte sich die „Giraffe“ unter 24 Konkurrenzzeitungen durch.
Starke Texte
zu politischen Themen
Das GaW-Blatt nimmt schon seit 2019 an dem Wettbewerb teil und wurde bereits zum vierten Mal ausgezeichnet. „Wir haben einmal den
zweiten, zweimal den dritten und jetzt den ersten Platz belegt. Daran haben wir lange gearbeitet“, freut sich Lehrer André Irrgang, der die AG Schülerzeitung betreut.
„Die Giraffe“ sei durch ihre starken Texte zu politischen Themen aufgefallen, sagte „Zeit“-Redakteur Oskar Piesga bei der Preisverleihung in seiner Laudatio. Als Beispiele nannte er die Berichte über den umkämpften Christopher Street Day in Verden und den Prozess gegen die RAF-Terroristin Daniela Klette. Zudem arbeite die Redaktion „investigativ und aufklärerisch“: Sie habe sich Zugang zu einer Telegram-Gruppe von Neonazis verschafft und decke Hetze gegen Schülerinnen und Schüler auf. Die Redak-
tion betreibe sogar Kultur- und Ideologiekritik. Sie frage etwa, ob „Dark Romance“ antifeministisch und was von Autorin J.K. Rowling zu halten sei. Trotzdem mache die Redaktion kein „verbissenes und humorloses Blatt“, im Gegenteil: Es gebe auch „trashigen Humor und Gossip“. Das sei schon „hohe Magazinkunst“, denn die meisten Redaktionen könnten entweder nur das eine oder das andere. Gerade in Deutschland kenne er diese Kombination so nicht, meinte Piesga.
Daneben auch
viel Spaß im Blatt
„Mit dieser Mischung haben wir gegen reine Oberstufenzeitungen gewonnen, die Essays und politische Kommentare beinhalten. Das bringen Er erhielt den Sonderpreis für kritische Berichterstattung: Noa Baumann
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Kleines Moor 7 Verden-Eitze
wir auch, aber zum Beispiel ebenfalls lustige Interviews mit Lehrern“, so Irrgang. Für den Spaß im Blatt seien hauptsächlich die Jüngeren zuständig. „Die AG besteht zum großen Teil aus begeisterten Sechstklässlern“, berichtet der Lehrer.
Eine von ihnen ist Nermin Huran. „Das Schreiben im Team und sich selbst auszudenken, worüber man schreibt, macht mir Spaß“, sagt sie. Das zwanglose Arbeiten gefällt auch Benedikt Bogutzky. Und Thiago Paquelin? „Mir macht das Tippen am Computer Spaß“, meint er.
Veronika Stockmann, Jahrgang 12, findet es vor allem toll, dass die Schülerzeitung so gut ankommt.
„Schüler und Lehrer mit einer Ausgabe der ‚Giraffe‘ in der Hand zu sehen, bereitet mir am meisten Freude“, erzählt sie.
„Die Giraffe“ erscheint circa dreimal im Jahr, die Auflage von 300 Stück ist fast immer schnell vergriffen. Daran hat auch das Layout einen großen Anteil. Für die Illustration ist Ilke Aran aus der 12. zuständig. „Ich versuche mit den Bildern Geschichten zu erzählen. Ich zeichne, was zu den Texten passt. Oder Lehrer in ulkigen Situationen. Es macht mir viel Freude, dass ich kreativ werden kann“, so Ilke.
Sonderpreisträger Noa Baumann, Jahrgang 13, ist noch gar nicht so lange in der Redaktion dabei. „2023 habe ich meinen ersten Gastbeitrag geschrieben. Ich schreibe über verschiedene Themen, vor allem politische“, erzählt der 19-Jährige. Sein preisgekrönter Artikel beschäftigt sich mit rechtsextremen Strukturen an Verdener Schulen, die nicht sofort sichtbar sind.
Rechtsextremisten wettern auf Telegram gegen GaW
Das GaW sei ins Visier von Rechtsextremisten geraten, berichtet Noa: So sei auf Telegram gegen die Schule gewettert worden, zudem hätten die Jungen Nationalisten Flugblätter in der Schule ausgelegt. „In Verden und Umgebung gibt es mehrere aktive Neonazis. Die rechtsextremen Strukturen sind mir zum ersten Mal aufgefallen, als ich den Christopher Street Day in Verden mitorganisiert habe. Der CSD wurde diffamiert. Ich habe dann mit Menschen gesprochen, die schon jahrelang im Bereich Rechtsextremismus recherchiert haben. Ich habe gedacht, das Thema ist so wich-
tig – es lohnt sich, darüber einen Artikel zu schreiben. Ich fand es erschreckend und gruselig! Man bekommt im Alltag gar nicht mit, was in diesem Bereich in Verden abgeht“, meint Noa.
In seinem Artikel zeigt er, wie verschiedene rechtsextreme Gruppierungen zusammenhängen und welche Ziele sie verfolgen. Ihre Mitglieder radikalisieren sich vor allem über die Sozialen Medien und fallen durch klare Feindbilder, aber auch durch eine hohe Gewaltbereitschaft auf. Die lokalen Akteure sind bundesweit untereinander gut vernetzt.
„Wichtig ist es, diese Netzwerke nicht als harmlos und ungefährlich zu sehen! Sie sind gut vernetzt, werben zielgerichtet perspektivlose Jugendliche an. Und man bereitet sich aktiv auf einen bewaffneten Kampf vor“, warnt Berichterstatter Noa.
INFO
Unzensiert
heißt ein Wettbewerb für Onund Offline-Schülerzeitungen in Niedersachsen des Jugendmedienverbands Junge Presse. Infos: unzensiert-wettbewerb.de
Geschlichtet werden muss immer mal:
Schiedspersonen im Landgerichtsbezirk Verden trafen sich an
Schlichten statt Richten“ ist das Motto beim Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen (BDS). Die Vereinigung der Schiedspersonen im Bezirk des Landgerichts Verden hat vor kurzem in der Allerstadt, in Haags Hotel „Niedersachsenhof“, ihre jährliche Mitgliederversammlung durchgeführt. Schiedsfrauen und -männer aus den Bereichen der Amtsgerichte Achim, Diepholz, Nienburg, OsterholzScharmbeck, Rotenburg, Stolzenau, Sulingen, Syke, Verden und Walsrode nahmen teil.
Die von den Städten und Gemeinden vor Ort berufenen ehrenamtlichen Schiedsleute vermitteln insbesondere im Nachbarschaftsrecht zwischen Bürgerinnen und Bürgern: Das kann alles betreffen, was den nachbarlichen Frieden stört. Streitigkeiten über Art und Höhe von Einfriedungen, Bäumen oder Büschen, Grenzabstände von Pflanzen. Doch auch wegen Dämpfen und Geruchsbelästigungen sowie Lärm gibt es zuweilen Zwist unter Nachbarn. Eine Verletzung der persönlichen Ehre wiederum liegt vor bei Beleidigung, übler Nachrede oder Verleumdung. Für kleine bürgerliche Rechtsstreitigkeiten, bei denen es um Geldforderungen geht –Stichworte Schadenersatz und
Schmerzensgeld – können Schiedsleute ebenfalls helfen.
Zurück zur Mitgliederversammlung des BDS Verden: Sandra Brase aus der Steimbke wurde zur Vorsitzenden und Heino Hassel aus Syke zum neuen 2. Vorsitzenden der Bezirksvereinigung Verden gewählt. Weiter wird der Vorstand durch den neuen Beisitzer Heiner Koopmann aus Diepholz ergänzt.
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Versammlung der Schiedspersonen der Bezirksvereinigung Verden des BDS Foto: Axel Junge
Die Vorsitzende der Landesvereinigung Niedersachsen, Petra Kniesburges, erläuterte wesentliche neue gesetzliche Änderungen aus den Schiedsgesetzen. Der BDS qualifiziert die Schiedsleute der ihm angeschlossenen Kommunen nämlich auch weiter. Beispielsweise in Sachen Mediation: Darunter versteht man ein außergerichtliches, nicht öffentliches Verfahren, bei dem die zerstrittenen Parteien mit Unterstützung durch den Schiedsmann oder die Schiedsfrau nach einvernehmlichen Regelungen suchen. Dabei müssen die unterschiedlichen Interessen unter einen Hut gebracht werden, damit der Streit beigelegt werden kann. hb
Schiedsleute vor Ort
Rund 6.000 Schiedspersonen der BDS leisten Streitschlichtungen mit 60-prozentiger Erfolgsquote und sorgten bereits für 30 Jahre Rechtssicherheit in Nachbarschaftskonflikten. Unter schiedsamt.de, Menüpunkt „Bürger“ und dann „Meine Schiedsperson“ finden auch Kreisverdener die für sie Zuständigen. Für die Stadt Verden sind das Schiedsfrau Sabine Menges, Telefon 04231 / 985 02 02 und ihr Stellvertreter Jürgen Barkfrede, 04231 / 2244 oder 0170 / 335 07 92.
Würdevoller Ort des Gedenkens
Gräberfeld „Aller-Seelen-Ruhe“ eingerichtet
Text + Fotos: Antje Haubrock-Kriedel
Menschen, für die keine Angehörigen ermittelt werden können oder deren Umfeld eine Bestattung nicht veranlassen kann, wurden in Verden bislang anonym beigesetzt. Für trauernde Freunde und Freundinnen oder Bekannte fehlt dann ein Ort, an dem sie der Verstorbenen gedenken können. Das schmälert die Trauer nicht, ganz im Gegenteil, wie viele Betroffene meinen.
Verstorbenen ohne Angehörige einen Namen geben
Doch vor Ort hat sich jetzt etwas in der Sache getan. Die Stadt und der Kirchenkreis Verden sowie diakonische Träger haben vor Kurzem gemeinsam einen würdevollen Ort des Gedenkens auf dem Domfriedhof eingerichtet. Zwei Gräberfelder bieten dort nun Platz für 144 Urnen. An den schlichten Stelen mit der Inschrift „Aller-Seelen-Ruhe“ können Plättchen mit den Namen der
Wenn ein Verstorbener zu einem nicht bekannten Zeitpunkt und ohne namentliche Kennzeichnung der Grabstätte auf einem Gemeinschaftsgrabfeld beigesetzt wird, handelt es sich um eine anonyme Bestattung, erklärt der Bundesverband Deutscher Bestatter. In der Regel seien Trauergäste in dem Fall zur Beisetzung nicht zugelassen. Weil die Bestattungsvariante insbesondere Hinterbliebenen, die nicht mit der verstorbenen Person verwandt waren, die Möglichkeit zu trauern nehme, sei diese Art der Beisetzung heute nur noch eine von und für wenige Menschen gewünsche Option.
Tagespflege – und Betreuung „St. Johannis“ –für Verden und Umgebung
Herzlich Willkommen
Herzlich Willkommen der Johannise.V., genannt. ten
Herzlich Willkommen in der Tagespflege St Johannisheim e.V., auch von uns liebevoll „Tagesclub“ genannt. Hier erwarten unsere Gäste abwechslungsreiche Tage mit neuen Eindrücken und Erlebnissen, Leben und Geselligkeit im Wechsel mit Ruhe und Entspannung
Mit unserer Tagespflege bieten wir ein ergänzendes Versorgungsangebot, das älteren und pflegebedür ftigen Menschen ermöglicht , den Tag in Gemeinschaft zu verbringen
... in der Tagespflege St. Johannisheim e.V., auch von uns liebevoll „Tagesclub“ genannt. Hier erwarten unsere Gäste abwechslungsreiche Tage mit neuen Eindrücken und Erlebnissen, Leben und Geselligkeit im Wechsel mit Ruhe und Entspannung. Mit unserer Tagespflege bieten wir ein ergänzendes Versorgungsangebot, das älteren und pflegebedürftigen Menschen ermöglicht, den Tag in Gemeinschaft zu verbringen. Unser Hauptziel ist es,
Essen und Trinken
Un se r Ha zie l is t es , un sere n Gä st en mö lich st la e die Mö ei t zu er ha lt en in ihr em hä usl ichen Um fe ld zu und zu entlasten.
Un se r Ha upt zie l is t es , un sere n Gä st en mö g lich st la ng e die Mö glichk ei t zu er ha lt en in ihr em hä usl ichen Um fe ld zu leben, und Angehörige zu entlasten. In unserer Tagespflege-Einrichtung an der Reeperbahn werden sie von Pflegefachkräften, Pflegehelferinnen und Betreuungskräften betreut. Sie finden bei uns Abwechslung, Unterstützung und Betreuung im Alltag
unseren Gästen möglichst lange die Möglichkeit zu erhalten in ihrem häuslichen Umfeld zu leben, und Angehörige zu entlasten.
In unserer an der werden sie von Essen und Trinken
Essen und Trinken
Ge me in sa m die Ma hl ze it en
Gemeinsam die Mahlzeiten einzunehmen ist Teil der Tagesgestaltung in unserer Tagespflege. Wir beginnen morgens mit dem gemeinsamen Frühstück. Nach verschiedenen Aktivitäten am Vormittag folgt das gemeinsame Mittagessen. Nach der Mittagsruhe beschließen wir den Tag
Ge me in sa m die Ma hl ze it en
Sicherheit und Alter
Sicherheit und Eigenständigkeit im Alter
einzunehmen ist Teil der Tage sin unserer Wir be mit dem me insa men Frühstüc k. Na ch ve sc hie de nen ti tä te a das ss we lche s un serer Johannisheim
gemeinsam mit dem Nachmittagskaffee.
Die Tagesgestaltung... orientiert sich an den Fähigkeiten, Gefühlslagen und Interessen. Mit den aktivierenden Beschäftigungsangeboten, den gemeinsamen Mahlzeiten und Ruhephasen wird der Tag sinnvoll strukturiert und Einsamkeit verhindert.
einzunehmen ist Teil der Tage sgestaltung in unserer Tagespflege. Wir be ginnen morgens mit dem ge me insa men Frühstüc k. Na ch ve r sc hie de nen Ak ti vi tä te n a m Vormittag folgt das gemeinsame Mi tt age ss en, we lche s in un serer Einrichtung St Johannisheim frisch zubere itet wird Nach der Mittagsruhe beschließen wir den Tag geme insam mi t dem Nachmittagskaffee
Lage und Umgebung
Die Tagesgestaltung. orientier t sich an den
Die Tagespflege des St. Johannisheim e.V. liegt in der Verdener
Die Tagesgestaltung... orientier t sich an den Fähigkeiten,
Auf Wunsch holt Sie ein Kleinbus morgens zu Hause ab und bringt Sie nachmittags wieder zurück .
Beratung, Angehörigenarbeit
den Be sc hä ft igungsa nge bo te n, den gemeinsamen Mahlzeiten und Ruhephasen wird der Tag sinnvoll strukturier t und Einsamkeit verhinder t.
Gefühlslagen und Interessen, sowie nach den jeweiligen Gruppen Zusammensetzungen und Tagesform unserer Gäste. Mit den aktivierenden Be sc hä ft bo te n, den Mahlzeiten und wird der Tag sinnvoll strukturier t und Einsamkeit verhinder t.
Auf Wunsch holt Sie ein Kleinbus morgens zu Hause ab und bringt Sie nachmittags wieder zurück.
Lage Umgebung
Lage und Umgebung
Innenstadt. Fußgängerzone und Allerpark sind in unmittelbarer Nähe und können für gemeinsame Spaziergänge genutzt werden. Unsere Gäste wohnen zu Hause und werden in unserer Einrichtung tagsüber in einer überschaubaren Gruppe (max. 14 Personen) betreut.
Beratung, Angehörigenarbeit
Di e ge sp fl eg e de s . ha nnisheim liegt in der Verdener Innenstadt. Fußgängerzone und Allerpark sind in unmittelbarer Nähe und können gemeinsame Spaziergänge get werden
Di e Ta ge sp fl eg e de s St Jo ha nnisheim e.V. liegt in der Verdener Innenstadt. Fußgängerzone und Allerpark sind in unmittelbarer Nähe und können für gemeinsame Spaziergänge genutz t werden
Unsere Gäste wohnen zu Hause und werden in unserer Einrichtung in einer überschaubaren Gruppe 14 betreut
Unsere Gäste wohnen zu Hause und werden in unserer Einrichtung tagsüber in einer überschaubaren Gruppe (max . 14 Personen) betreut.
Seniorenpflege mit
Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Angehörigen und Betreuern unserer Gäste ist uns wichtig. informieren Sie auf Wunsch über die Kosten eines Kostenzuschüsse und unter-
Tagespflege
e.V. 20 27283 04231 9142 50
neug.
Wir informieren Sie auf Wunsch über die Kosten eines Tagespflegeaufenthaltes, gesetzliche Kostenzuschüsse und weitergehende unterstüt zende und entlastende Hilfen
Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Angehörigen unserer Gäste ist uns wichtig. Wir informieren Sie auf Wunsch über die Kosten eines Tagespflegeaufenthaltes, gesetzliche Kostenzuschüsse und weitergehende unterstützende und entlastende Hilfen
Öffnungszeiten: montags von 8.30 16.30
St Johannisheim e.V. Reeperbahn 20 · 27283 Verden Tel. 04231 9142 50 · www.st.johannis.de tagespflege@st. Johannisheim.de
Tagespflege St. Johannisheim e.V. Reeperbahn 20 27283 Verden Tel. 04231 9142 50 www.st.johannis.de tagespflege@st.Johannisheim.de Öffnungszeiten: montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr
Öffnungszeiten: Die Tagespflege ist montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet und kann je nach Bedarf und Verfügbarkeit in Anspruch genommen werden t
Anspruch genommen
Superintendent Fulko Steinhausen (v. l.), Nina Heike (Friedhofsverband), Niklas Haasner (Stadt Verden), Janina Schröder (Lebensraum Diakonie), Heike Walter (Diakonie) und Bürgermeister Lutz Brockmann stellten den neuen Gedenkort auf dem Domfriedhof vor.
Verstorbenen angebracht werden. Die Gestaltung ist bewusst offen gewählt und richtet sich an Menschen aller Glaubensrichtungen sowie an Nicht-Gläubige. Bedarf für so ein Gräberfeld besteht auf jeden Fall. Jährlich wurden bislang zehn bis 15 Menschen in der Allerstadt anonym bestattet.
Fünf Jahre lang hat es gedauert, bis das neue Projekt umgesetzt werden konnte. „Wir haben das Konzept in kleiner Runde gemeinsam mit Vertretern der Kirche, dem Friedhofsverband und der Stadt Verden entwickelt“, erzählt Heike Walter vom Diakonischen Werk. Mitarbeiter der Diakonie seien es auch gewesen, die den passenden Namen mit dem regionalen Bezug „Aller-Seelen-Ruhe“ ersonnen hätten.
Auslöser für das Projekt sei ein Zeitungsartikel aus dem April 2021 gewesen, erinnert sich Superintendent Fulko Steinhausen. Damals sei eine in Dauelsen verstorbene Frau
anonym bestattet worden, und für den Betreuer habe es keine Möglichkeit gegeben, an der Beerdigung teilzunehmen. Bereits im Mai sei dann die Idee für das Gräberfeld entstanden. „Es sollte eine würdige Bestattung ermöglicht werden, an der auch Freunde teilnehmen können. Dabei war uns die Nennung der Namen der Verstorbenen wichtig“, so Steinhausen. Man sei dann auf die Stadtverwaltung zugegangen, die sofort einverstanden war. Dennoch dauerte es noch eine Weile, bis alles geklärt war.
Jetzt jedoch freuen sich alle Beteiligten über die gelungene Umsetzung des Projekts. „Die Botschaft lautet: Hier ist niemand vergessen“, sagt der Superintendent.
Die Feuerbestattungen Verden, vertreten durch Willy Hilling, unterstützen das Vorhaben ebenfalls. Durch eine „großzügige Spende“ habe man die Gedenkstelen anschaffen können, heißt es. Der Kirchen-
kreis wiederum trägt die Kosten für die Grabstätte und die Namensplättchen. Die Stadt übernimmt weiterhin die Ausgaben für die Beisetzungen. „Das kostet die Stadt nicht mehr Geld als die anonymen Bestattungen“, betont Bürgermeister Lutz Brockmann. Er hofft zudem, dass der neue Gedenkort dazu anregt, achtsamer miteinander umzugehen.
„Wenn die Verstorbenen Mitglieder der Kirche sind, ist auf jeden Fall ein Pastor dabei, der den kirchlichen Segen gibt“, erläutert Superintendent Steinhausen. Einmal im Jahr sei zudem eine öffentliche Gedenkfeier an den Gräberfeldern geplant, bei der die Namen der Verstorbenen verlesen werden. „Das findet aber nicht im November statt, sondern im Sommer, wenn es hell ist“, so der Superintendent.
Schon bald werden die ersten Urnen auf dem neuen Gräberfeld beigesetzt. Drei Bestattungen stehen in diesem Jahr bereits an.
Ein klarer Blick fürs Leben
„Ich stelle jetzt die Weichen dafür, wie ich alt werden möchte“
Die Bremer Marketing- und Kommunikationsexpertin Franca Reitzenstein hat sich für einen Linsentausch mit Multifokallinsen bei Smarteye entschieden – und lebt nun komplett brillenfrei.
Franca Reitzenstein lugte am Morgen nach dem Eingri neugierig über den Rand ihres Augenschutzes – und sah scharf. Einfach so. Ihr Blick glitt durchs Zimmer, erst vorsichtig, dann mit wachsender Freude. Am nächsten Tag bestätigte der Kontrolltermin, was sie bereits gespürt hatte: 100 Prozent Sehfähigkeit. Für die Bremer Marketing- und Kommunikationsexpertin war der Linsentausch längst mehr als ein medizinischer Eingri . Es war ein Schritt in Richtung Selbstbestimmung. Seit der Schulzeit war sie stark kurzsichtig, später, mit Werten von 4,5 und 4,25 Dioptrien verwandelte sich die Welt ohne Brille in eine graue, nebelige Fläche. Als dann die Altersweitsichtigkeit hinzukam, empfahl ihr der Optiker schließlich zwei unterschiedliche Brillen. In diesem Moment
war für sie sie weimöchte.
klar: Das ist nicht der Weg, den tergehen
Ein digitales Plakat machte sie auf Smarteye aufmerksam, die Nähe zur Praxis sowie die kompetente Beratung überzeugten sie sofort. Schon im ersten Gespräch wurde deutlich, dass ein Linsentausch beide Sehprobleme dauerhaft lösen kann – anders als eine Laserbehandlung, die nur einzelne Sehfehler ausgleicht. Ein weiterer Vorteil: Da die natürliche Linse ersetzt wird, kann sie später nicht mehr eintrüben. Die Augenerkrankung „Grauer Star“, bei der die Linse mit zunehmendem Alter an Elastizität verliert und trüb wird, ist mit implantierten Linsen somit kein Thema mehr.
Heute genießt sie einen Alltag frei von
Dinge machen den Unterschied: „Pazi ern, nachts kurz auf die Uhr schauen
Veränderung auf. „In Video-Meetings
weniger Stirnrunzeln und Augenzusammenkneifen – ich wirke plötzlich viel freundlicher“, lacht sie.
Der OP-Tag selbst verlief ruhig und unspektakulär. Eine Freundin brachte sie am frühen Morgen zum Termin, viel Zeit für Nervosität blieb nicht. Schon mittags lag sie wieder zu Hause auf dem Sofa. „Ein leichtes Krisseln im Auge – mehr nicht. Schmerzen hatte ich keine“, erinnert sie sich. Das leicht störende Gefühl war am Abend bereits verschwunden. Heute genießt sie einen Alltag frei von Brillen und Kontaktlinsen. Die kleinen Dinge machen den Unterschied: „Packungsbeilagen lesen, Etiketten entzi ern, nachts kurz auf die Uhr schauen – alles wieder mühelos“, sagt sie und lächelt. Auch ihrem Umfeld fällt die Veränderung auf. „In Video-Meetings habe ich einen viel entspannteren Blick, weniger Stirnrunzeln und Augenzusammenkneifen – ich wirke plötzlich viel freundlicher“, lacht sie.
Wenn Franca Reitzenstein heute über ihre Entscheidung spricht, schwingt eine klare Haltung mit. Für sie ist gutes Sehen ein Teil von Lebensqualität – jetzt und im Alter. „Es gehört für mich dazu, fit zu bleiben – im Kopf und im Alltag“, sagt sie. Und genau darum ging es ihr: bewusst zu gestalten, wie die kommenden Jahre aussehen sollen: „Ich habe jetzt die Weichen für meine Zukunft gestellt“, sagt sie. „Und ich sehe klar – heute und später.“
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„Kerrrick, Kerrrick“: Das Rebhuhn ist Nabu-Vogel des Jahres 2026
Gedankenexperiment: Wenn Sie einen Tag lang als Tier leben könnten – für welches würden Sie sich entscheiden? Wahrscheinlich nicht für das Rebhuhn. Als Rebhuhn wären Sie von gedrungener Statur mit kurzen Beinen, etwa 30 Zentimeter lang und zwischen 290 und 475 Gramm schwer. Zwar könnten Sie fliegen, aber nur knapp über dem Boden. Sie könnten rennen, würden sich bei Gefahr aber flach auf den Boden drücken. So ziemlich jeder in der freien Wildbahn sähe in Ihnen oder Ihrem Nachwuchs einen leckeren Appetithappen: Greifvögel, Rotfüchse und Dachse, Raben und Krähen, Marder und Wildkatzen, Wiesel und Wildschweine, Igel und Wanderratten.
Genauso lebensbedrohlich: schneereiche Winter, nasskalte Frühlingsmonate, trockene Sommer, Begegnungen mit anderen Rebhuhn-Familien, Landmaschinen, freilaufende Hunde, Pflanzenschutzmittel. Übrigens gäbe es dauerhaft zu wenig Nahrung und Unterschlupf für Sie und Ihre Familie – und in weiten Teilen Europas
sähe es nicht viel besser aus. Damit stünde nicht nur Ihr persönliches, sondern das Überleben Ihrer Art auf dem Spiel.
Für das Rebhuhn ist all dies traurige Realität. Seit den 1980er Jahren sank der Bestand in Europa um mehr als 90 Prozent. In Niedersachsen wird der graubraune Hühnervogel auf der Roten Liste als stark gefährdet geführt. Besonders in Regionen wie der Lüneburger Heide und in den Wesermarschen mit ehemals großen Vorkommen sind die Tiere heute nur noch selten oder gar nicht mehr anzutreffen.
Bereits 1991 machte der Naturschutzbund (Nabu) mit der Wahl zum „Vogels des Jahres“ auf die dramatische Lage des Bodenbrüters aufmerksam. Dass 2026 nun erneut im Zeichen des Rebhuhns steht, zeigt, wie dringend es auf unseren Schutz angewiesen ist. Dabei braucht „Perdix perdix“ eigentlich nicht viel: strukturreiche Felder, blütenreiche Säume, ausreichend Insekten und Rückzugsorte vor Fressfeinden. Wo diese Vor-
aussetzungen bestehen oder geschaffen werden – etwa durch extensivere Bewirtschaftung oder gezielte Naturschutzmaßnahmen – könne sich der Bestand leicht wieder erholen, sagt der Nabu. Das Rebhuhn steht damit stellvertretend für viele Arten, deren Schicksal vom Handlungswillen und von der Kompromissfähigkeit des Menschen abhängig ist. Was genau jeder und jede Einzelne für den charakteristischen Feldvogel tun kann, darüber hat sich der Nabu Gedanken gemacht. Ab sofort hält die Regionalgeschäftsstelle Weser-Mitte im Verdener Ackerbürgerhaus eine Broschüre bereit, um über Lebensweise, Bedrohungen und Hilfemaßnahmen zu informieren. Eine lohnende Lektüre für Naturfreunde an der Aller und umzu, denn: „Das Rebhuhn kommt in den Allerniederungen vor, teilweise sogar nahe der Stadt“, sagt Arne von Brill, Leiter der Nabu-Gruppe Verden. „Es profitiert davon, dass Hunde im Naturschutzgebiet ganzjährig anzuleinen sind, auch außerhalb der Brut- und Setzzeit.“
Rebhühner bilden sogenannte Ketten – Familienverbände mit 5 bis 15 Vögeln, bestehend aus den Altvögeln und den ausgewachsenen Jungvögel. Im Winter laufen Begegnungen zweier Ketten in der Regel friedlich ab, im Sommer kann es zu heftigen Auseinandersetzungen kommen.
Foto: Hermann Hirsch
Rebhuhn-Broschüre „Vogel des Jahres“
Die Info-Broschüre zum Vogel des Jahres ist in der NabuRegionalgeschäftsstelle Weser-Mitte, Strukturstraße 7, 27283 Verden, erhältlich. Öffnungszeiten: jeden Dienstag und Donnerstag, 15 bis 17 Uhr, sowie freitags und samstags in allen geraden Kalenderwochen, 15 bis 17 Uhr. Unter Einsendung von 5 Euro und Angabe des Stichwortes „Rebhuhn“ kann die Broschüre auch auf dem Postweg bestellt werden.
Morgens und abends im Spätwinter und im Frühjahr ist der Revierruf der Hähne zu hören. Ihr „kerrrick“ erinnert an das Knarren einer rostigen Türangel.
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Foto: Hermann Hirsch
Heidi Riedl-Bödeker
Heidi RiedlBödeker
Gemeinsam musizieren: Auftritte vor dem Verdener Rathaus im Rahmen von Jugend jazzt sind fester Programmpunkt der Jazz- und Blues-Tage in der Allerstadt.
Foto: Verdener Jazz- und Blues-Tage
Input zum Jubiläum
Jugend jazzt feiert mit Workshop-Reihe
Text: Antje Haubrock-Kriedel
Jugend jazzt in Verden feiert in diesem Jahr das 25-jähriges Bestehen. Der Nachwuchsförderwettbewerb des Vereins Verdener Jazz- und Blues-Tage wird zwar wie gewohnt erst im Rahmen des diesjährigen Jazz- und Blues-Wochenendes im September laufen. Doch anlässlich der 25 Jahre gibt es für die jungen Jaz-
zer 2026 ein erweitertes Programm, das schon begonnen hat: Neben dem großen traditionellen Workshop im September gibt es seit Ende Februar über das Jahr verteilt mehrere kleinere Workshops, die sich einem bestimmten Thema widmen.
„Wir wollen damit auch das geänderte Freizeitverhalten der Jugendlichen berücksichtigen. Viele wollen nicht mehr ein ganzes Wochenende
bei Workshops verbringen“, weiß Michael Spöring vom Jugend-jazzt-Organisationsteam.
Nach den ersten Workshops im Februar und März geht es weiter am Sonntag, 7. Juni. Dann können junge Jazzer in der Musikschule Hartig von 10 bis 16 Uhr den Blues in der Praxis erleben. Begleitet von einem erfahrenen Dozententeam, wird in Combos gemeinsam gespielt und auf verschie-
denen Niveaustufen improvisiert. Mit Einblicken in Form und Feeling des Blues sowie in das Zusammenspiel.
„So ähnlich wie das Jugend-jazzt-Wochenende in klein“, erklärt Axel Hartig.
„Swing & Sing“ heißt es am 14. August von 16 bis 20 Uhr im Begegnungszentrum St. Nikolai. In diesem Chor-Workshop geht es darum, gemeinsam Swing zu fühlen, Rhythmus zu erleben und als Gruppe den JazzGesang auszuprobieren. Schwerpunkte sind Stimmtechnik, Timing, Groove und musikalischer Ausdruck. Chorgesang habe es bei Jugend jazzt bislang kaum gegeben, freut sich Mitorganisatorin Sandra Bysäth über die Neuerung. „Ein Jazzchor ist ganz etwas anderes, das wollten wir einmal ausprobieren“, ergänzt Michael Spöring.
Um den puren Rhythmus dreht es sich bei „Rhythm ’n’ Groove“ am 29. August von 10 bis 16 Uhr im Domgymnasium. Eingeladen zu diesem Workshop sind nicht nur Schlagzeuger: Ge-
Freuen sich über die Jugend-jazzt-Workshops im Jubiläumsjahr (v. l.): Linus Kastenschmidt (FSJler beim Verein), Axel Hartig, Sandra Bysäth, Michael Spöring und Volkmar Koy. Foto: Haubrock-Kriedel
meinsam mit Stefan Ulrich entstehen Grooves auch aus Alltagsgegenständen, ungewöhnlichen Sounds und Bewegung. Ein intensives gemeinsames
Arbeiten an Rhythmus, Klang und Groove. „Alle die Freude am Rhythmus haben, können sich hier austoben“, so Spöring.
Workshops zum Jubiläum Jugend jazzt in Verden
Für alle Workshops kann man sich unter jazzundblues.de/jugend-jazzt anmelden, wo auch Infos zu den verschiedenen Angeboten zu finden sind.
Die Teilnahmegebühr für die kleinen Workshops beträgt jeweils 10 Euro, für das Jazzwochenende 50 Euro. Ermäßigungen bei Gruppenanmeldungen sind möglich.
Als besonderes Bonbon könne alle Workshop-Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Anmeldung ein Ticket für den ersten Tag des Domplatzfestivals mit der Jazzrausch-Bigband kostenlos bestellen.
Auftrittsmöglichkeit im Rahmen der Jazz- und Blues-Tage
Natürlich darf im Jubiläumsjahr der große Jugend-jazzt-Workshop im Rahmen der Jazz– und Bluestage nicht fehlen. Er findet von Freitag, 18., bis Sonntag, 20. September, statt. Die Workshops werden in Zusammenarbeit mit der Musikschule Hartig im Domgymnasium angeboten. Die vorangegangenen Workshops finden hier ihre Fortsetzung. Die Ergebnisse werden am Sonntag auf der großen Bühne präsentiert. Auch Schulbigbands können sich für ein Coaching und einem Auftritt auf dem Abschlusskonzert bewerben. „Wenn das neue Workshopkon-
Das Engagement um die Nachwuchsförderung hat bereits die Jugend-jazztProjektbigband hervorgebracht, die sich unter anderem aus ehemaligen Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern rekrutiert. Inzwischen musizieren viele von ihnen auf professionellem Niveau. Foto: Bruns
Bergstraße 36
Bergstraße 36
Bergstraße 36
29664 Walsrode
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Telefon 0 51 61 -35 63
Telefon 0 51 61 -35 63
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Mobil 01 62- 6 12 74 23
Mobil 01 62- 6 12 74 23
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Pool- und Teichge Modern oder belassen Planung Fertigstellung.
Teichgestaltung.
Pool- und Teichgestaltung.
Planung bis zur
Modern oder naturbelassen – von der Planung bis zur Fertigstellung.
Reger Andrang beim Jugend-jazztAbschlusskonzert im September: Das Publikum ist stets interessiert am Spiel der Newcomer.
Foto: Verdener Jazz- und Blues-Tage
zept erfolgreich ist, führen wir es vielleicht im nächsten Jahr weiter“, sagt Axel Hartig. Volkmar Koy, Vorsitzender des Vereins Verdener Jazzund Blues-Tage, verweist darauf, dass die Förderung der Jugendlichen ein Bestandteil der Vereinssatzung ist und ein wichtiger Aspekt für die Vereinsarbeit sei. Der Verein sei diesbezüglich im vergangenen Vierteljahrhundert von vielen Stellen unterstützt worden. „Insgesamt ist eine sechsstellige Geldsumme geflossen“, berichtet er mit Blick auf die Nachwuchsarbeit. Nicht zuletzt hoffe man darüber hinaus aber auch, neue junge Mitglieder für den Verein zu gewinnen.
Dunkle Wolken am Horizont:
Den Verdener Jazz- und Blues-Verein plagen Sorgen um die Nachfolge im Vorstand
Der
Verein Verdener Jazz- und Blues-Tage blickte bei seiner Mitgliederversammlung am 23. März im Hotel Höltje auf ein positiv verlaufendes Jahr 2025 zurück. Dennoch tauchten am Horizont auch einige dunkle Wolken auf. Grund ist die Vorstandswahl in zwei Jahren: Da sich der aktuelle Vorstand dann nicht mehr zur Wahl stellt, werden dringend neue Kandidatinnen und Kandiaten gesucht. Sollte das nicht klappen, droht das Ende des Vereins.
„Der komplette geschäftsführende Vorstand hat gesagt, dass er nicht mehr antreten will. Vielleicht lassen einige noch mit sich reden, ich kandidiere definitiv nicht mehr“, sagte der erste Vorsitzende Volkmar Koy in aller Deutlichkeit. Sollte sich kein Nachfolger oder eine Nachfolgerin finden, stünde in der Satzung genau,
Der Vorstand des Vereins Verdener Jazz- und Blues-Tage wurde im vergangenen Jahr neu gewählt (v. l.): Herbert Meyer-Bolte (Syndikus), Volkmar Koy (1. Vorsitzender), Jürgen Köster (Kassenwart), Martina Kasten (Marketing), Wolfgang Krützfeldt (Schriftführer), Rüdiger Nodorp (2. Vorsitzender), Michael Spöring (FG Jugend), Ralf Zieseniß (FG Technik). Der geschäftsführende Vorstand will in zwei Jahren aber nicht mehr antreten.
Foto: Haubrock-Kriedel
Waldbestattung im RuheForst Kirchlinteln.
RuheForst Kirchlinteln
Öffentliche kostenlose Führungen (ca. 1 Stunde) finden zu den angegebenen Terminen jeweils um 15:00 statt. Zurzeit bitten wir um eine Anmeldung.
was dann zu tun sein. „Im schlimmsten Fall war es das dann mit dem Verein“, betonte Koy. Er habe allerdings große Hoffnung, dass dieses „Worst-CaseSzenario“ nicht eintreten werde. Man werde in den kommenden zwei Jahren intensiv suchen. Bewerbungen seien jederzeit willkommen.
Der erste Vorsitzende hatte aber auch gute Nachrichten. So wird es wohl auch 2027 ein Open-Air-Festival geben. Ein Zuschuss bei der Stadt wird jetzt beantragt. Sollte dieser im Kultur- und danach im Verwaltungsausschuss demnächst positiv beschieden werden, sei diese Zusage auch für den im September neu gewählten Rat bindend, erläuterte Koy.
Eine Veränderung gibt es beim Ticketverkauf. Bei er Verdener AllerZeitung werden demnächst keine Eintrittskarten mehr verkauft, somit bleibt in Verden die Tourist Information als einzige Vorverkaufsstelle für Hardtickets übrig.
Dieter Rater gab anschließend einen Rückblick auf die Veranstaltungen im vergangenen Jahr. Als Höhepunkte nannte er das Konzert mit der Allstar-Bigband am 15. März in der Stadthalle, die Schifffahrt am 20. Juni mit Emanuel Jahreis und Band, das Open-Air am Domgymnasium mit Ge-
neration Blues, bei der Schlagzeuger Rolf Thiele verabschiedet wurde, –und natürlich das ausverkaufte Eröffnungskonzert der Jazz- und BluesTage mit Tom Gaebel. Auch bei der Kneipennacht sei die Resonanz gut gewesen.
Kassenwart Jürgen Köster berichtete von einer nahezu konstant gebliebenen Mitgliederzahl. Sorgen bereitet allerdings die Altersstruktur, 80 Prozent der Mitglieder sind 60 Jahre alt oder älter. Finanziell ist der Verein aber nach wie vor gut aufgestellt.
Ein weiteres, überraschendes Jubiläum kündigte dann noch Koy an. Bei der Frage, wie alt der Verein eigentlich sei, habe er in alten Unterlagen nachgesehen. „Die Jazz und Blues-Tage gab es zwar schon 1998, damals gab es aber noch keinen Verein“, erklärte Koy. Es wurde damals eine GBR gegründet, der neben ihm selbst noch Günther Glander, Bernd Löbl und Klaus Oppermann angehörten. Der Verein Verdener Jazz und Blues-Tage wurde erst am 21. November 2001 gegründet, erster Vorsitzender war schon damals Koy. „Somit begeht auch der Verein in diesem Jahr sein 25. Jubiläum das müssen wir natürlich feiern“, sagte Koy. Ein Festausschuss soll demnächst mit der
Die Jazzrausch Bigband ist in diesem Jahr auf dem Domplatz-Festival, Tag 1, zu erleben, das ebenfalls wieder vom Trägerverein der Jazz- und Blues-Tage veranstaltet wird.
Foto: Jazzrausch
Planung beginnen.
Auch bezüglich der Konzerte hat man in diesem Jubiläumsjahr noch einiges zu bieten. Am Pfingstmontag, 25. Mai, gibt es am Domgymnasium von 11 bis 14 Uhr den traditionellen Jazzfrühschoppen. Die Dixie Steam Band aus Bremerhaven und Umland sorgt mit traditionellen Jazz, Dixieland, Ragtime, Blues, Gospel, Musicals oder Hits der Swing Ära für beste Stimmung. Karten gibt es direkt vor Ort. Der Vorverkauf für das Domplatzfestival am Freitag 14. und Sonnabend 15. August läuft bereits. Headliner sind Jazzrausch am Freitag und Torfrock am Sonnabend. Tickets gibt es bei Nordwest Ticket (Tag 1) und Eventim (Tag 2).
Höhepunkt der Jazz und Bluestage vom 18. bis 20. September ist das Eröffnungskonzert mit der Rüdiger Baldaufs Trumpet Night, mit Laith AlDean als besonderem Gast. Tickets gibt es bei Nordwest Ticket und Eventim.
Die Rolling-Stones-Tribute-Band Voodoo Lounge spielt am 7. November im Domgymnasium und sorgt für authentischen Stones -Sound. Karten gibt es bereits jetzt bei Nordwest Ticket. Weitere Informationen unter jazzundblues.de. ahk
Die wirtschaftliche Situation verunsichert die Menschen –aber wir können versuchen, den Einflüssen, denen wir ausgesetzt sind, zu begegnen“, ist Dennis Gläß zuversichtlich. Wenn auch der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse (Ksk) Verden aktuell vor dem Hintergrund des Kriegs gegen den Iran und seinen Auswirkungen noch nicht vom diesjährigen Wirtschaftswachstum in Deutschland überzeugt ist, so wolle sich zumindest das von ihm und
seinem Vorstandskollegen Nils Moch gelenkte größte Kreditinstitut im Landkreis Verden weiter als solider und verlässlicher Partner der Privatund Unternehmenskunden erweisen. Als Antwort auf die gegenwärtige Konjunkturschwäche „stärken wir unsere Kreissparkasse durch ein stabiles Wachstum, um auch künftig ein verlässlicher Partner für Unternehmen, Selbstständige und die Menschen in unserer Region zu sein“, sagt Gläß.
Untermauern lässt sich das mit Zahlen. So beträgt die Bilanzsumme
der Ksk nach dem vergangenen Geschäftsjahr mehr als 3,6 Milliarden Euro und ist gegenüber dem Jahr davor leicht gewachsen. Die Anzahl der privaten Girokonten stieg von rund 87.000 zu Jahresbeginn 2025 auf nun rund 90.000. Die Kundeneinlagen wuchsen von 2,6 auf 2,7 Milliarden Euro, das Kundenkreditgeschäft kletterte ebenfalls leicht – von 2,8 auf 2,9 Milliarden Euro. Unter dem Strich steht, wie im Jahr zuvor, ein Jahresüberschuss von 2,4 Millionen Euro. „Der bringt uns in die Position, der regionalen Wirtschaft als zuverlässiger
Die beiden Vorstände der Kreissparkasse Verden Dennis Gläß (l.) und Nils Moch sehen das Kreditinstitut mit Hauptgeschäftsstelle an der Ostertorstraße derzeit stabil aufgestellt.
Kreditgeber zur Verfügung zu stehen“, betont der Vorstandschef.
Viele setzen auf die klassischen Sparprodukte
Wofür die Ksk Verden ihre Kundschaft weiterhin erwärmen muss, sind Aktienanlagen. „Wir sparen hierzulande genauso viel wie die Amerikaner, aber weniger mit Wertpapieren“, meint Vorstand Moch. Rund 80 Prozent der Kunden seiner Bank würden es stattdessen mit Tagesgeldkonten und Sparkassenbriefen halten. Doch: „Vermögensaufbau kann man damit nicht betreiben“, sagt Moch. Wer ausschließlich auf klassische Sparprodukte setze, riskiere realen Kaufkraftverlust, weil die Rendite durch die Inflation aufgezehrt werde. Dagegen habe der DAX am 31.
Geht es um den langfristigen Vermögensaufbau, sollten sich Sparerinnen und Sparer auch mit dem Thema ETFs und Wertpapieranlagen beschäftigen, ist man bei der Sparkasse überzeugt. Foto: Pixabay
Dezember 2025 bei 24.490 Punkten gelegen und ein Jahresplus von 23 Prozent erreicht – „es war bereits das dritte gute Börsenjahr in Folge, und solche Wertzuwächse sind mit klassischen Sparprodukten nicht zu
erzielen“, betont der Ksk-Vorstand einmal mehr.
Insgesamt spricht man bei der Kreissparkasse daher auch von einem sehr guten Wertpapierjahr 2025. Und Moch nennt eine dann
doch überraschende Zahl: „Wir haben heute etwa 1,3 Milliarden Euro in Wertpapieren zu verwalten – das ist eine Vervierfachung innerhalb von zehn Jahren.“ 2025 allein erzielte die Sparkasse in diesem Segment einen Nettoabsatz von 120 Millionen Euro, was einem deutlichen Plus von 12,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Wertpapierbestand insgesamt legte im vorigen Jahr um 205 Millionen Euro zu.
Baugrundstücke weniger gefragt als Bestandsimmobilien
Die Makler der Sparkasse wiederum haben im vorigen Jahr 85 Immobilien mit einem Kaufpreisvolumen von rund 21 Millionen Euro vermittelt. „Damit ist die Nachfrage gegenüber dem Vorjahr deutlich um 16,4 Prozent gestiegen und wieder auf einem hohen Niveau“, berichtet Gläß. Auffällig: Baugrundstücke würden nach wie vor nur wenig nachgefragt. Begehrt dagegen seien Bestandsimmobilien. Denn steigende Preise und die unsichere Wirtschaftslage führten dazu, dass viele Menschen ihre Neubaupläne erst einmal zurückstellten. Und: „Wir sehen auch bei den Unternehmen eine Investitions zurück haltung in der Breite“, berichtet Gläß. Das unsichere geopolitische
Beim Wohneigentum haben es Neubauvorhaben derzeit schwer, wohingegen der Kauf von Bestandsimmobilien zurzeit gefragter ist. Foto: Pixabay
Umfeld, die unberechenbare Zollpolitik des US-Präsidenten, hohe Energiepreise und eine überbordende Bürokratie, die vielen Unternehmen zu schaffen mache, nennt er dafür als Gründe. Manch eine Firma im Kreisgebiet sei inzwischen wieder in Kurzarbeit.
Dennoch verzeichnet die Ksk ein Wachstum in ihrem Kreditbestand um rund 93 Millionen Euro oder 3,4 Prozent. Es sind einzelne größere Neuinvestitionen, die von Unternehmen getätigt werden, so dass die Darlehenszusagen im vergangenen Jahr für gewerbliche Finanzierungen
letztlich doch um 5,9 Prozent auf 238 Millionen Euro gestiegen sind. Womit die Vorstände allerdings ganz und gar nicht zufrieden sind, ist das gedrosselte Tempo bei der Umsetzung des im vergangenen Jahr vorgestellten Filialkonzepts. Während die zwölf personenbesetzten Standorte der Ksk bleiben sollen, dreht sich das Konzept um die 15 Selbstbedienungsgeschäftsstellen, von denen einige durch moderne SB-Pavillons ersetzt werden sollen. Anders als gedacht, gibt es aber zum jetzigen Zeitpunkt genau einen einzigen dieser Pavillons:
Container- und Muldenstellung 5 - 30 cbm
Übernahme von: Papier, Pappe, Folien, Kunststoffe und Holz, Bauschutt,
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Im vorigen Spätsommer stellten Moch und Gläß im Zuge der Neukonzeption der SB-Filialen im Kreisgebiet die künftigen SB-Pavillons vor. Bislang aber geht deren Aufstellung nur schleppend voran – lediglich ein einziger ist aktuell in Betrieb.
Foto: Bruns
denjenigen in Hohenaverbergen. Bauantrags verfahren, Vereinbarungen mit Vermietern und Grundstückseigentümern aber auch Schwierigkeiten mit Breitbandanschlüssen (Gläß: „Wenn wir bei der Telkom anrufen, geht es uns genauso wie allen anderen, und wir sitzen
erstmal in der Warteschleife.“) – all dies verhindere eine schnellere Umsetzung. Zumindest liegen bereits Baugenehmigungen für zwei weitere Pavillons in Verden und je einen in Morsum sowie Riede vor – dass sie in diesem Jahr tatsächlich kommen, ist vorstellbar. Doch auch 2027 sol-
len noch weitere aufgebaut werden. Hintergrund: Einige der Standorte der Bank im Landkreis sind in den vergangenen Jahren von personenbesetzten in SelbstbedienungsStandorte umgewandelt worden, befinden sich aber immer noch in denselben Gebäuden. Flächenmäßig
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Zahl der Geldautomatensprengungen hat sich seit 2022 jährlich halbiert: Das LKA Niedersachsen bescheinigt auch den Banken, die für mehr Sicherheitsvorkehrungen umgesetzt hätten, eine gute Arbeit.
Grafik: Landespolizeipräsidium Niedersachsen
sind sie für die reine SB-Nutzung nun aber zu groß.
Die autarken Pavillons werden in der Nähe vorhandener SB-Filialen aufgestellt werden, teilweise aber auch an Stellen, die man bei der Ksk für besser erreichbar hält. Zudem dürften sie mehr Sicherheit gegenüber physischen Angriffen schaffen, da sie außerhalb von Gebäuden stehen: „Angriffe auf Geldautomaten“ nennt das Bundeskriminalamt einen Deliktsbereich, zu dem neben rein technischen Manipulationen eben auch die berüchtigten Sprengungen zählen. Doch bundesweit sieht man seit dem Jahr 2022, als ein Höchstwert solcher Fälle verzeichnet worden war, einen erheblichen kontinuierlichen Rückgang der Geldautomatensprengungen. Auch das Landeskriminalamt Nieder sachsen verzeichnet die gleiche Entwicklung: landesweit von 68 Fällen im Jahr 2022 auf nur noch neun im vergangenen Jahr. Einer der Gründe für diesen erfreulichen Rückgang laut LKA: Die Banken hätten das Sicherheitsniveau an den Standorten der Geldautomaten effektiv erhöht.
Beim Online-Banking über Cyberkriminalität
informiert bleiben
Zudem übt sich die Ksk Verden in Aufklärungsarbeit zu einschlägigen Betrugsmaschen. Im Rahmen der Veranstaltung „Die dunkle Seite der Digitalisierung“ informierte man Firmenkunden über Cyberkriminalität und damit verbundene Risiken für Unternehmen. Dabei wurden Wege aufgezeigt, welche Sicherheitsvorkehrungen einen besseren Schutz
bieten. Bei Privatkunden beliebt ist wiederum die Veranstaltungsreihe „Sicherheit im Internet und beim Online-Banking“ des Kreditinstituts, die in Kooperation mit der Polizeiinspektion Verden/Osterholz durchgeführt wird. Informiert wird dabei über Internetkriminalität und Präventionsmaßnahmen dagegen. „Das Kennen der Gefahren ist der beste Schutz“, meint Nils Moch. Denn das Interesse am an der Nutzung digitaler Services wächst auch bei der Ksk-Kundschaft: 61.000 von 90.000 Kundinnen und Kunden mit Privatkonten nutzten im vergangenen Jahr das Online-Banking, so Moch. Daneben will man die Paypal-Alternative Wero, deren Funktionsumfang stetig wächst, bekannter machen.
Wero stand als europäische Lösung für mobile Zahlungen in Echtzeit bislang hauptsächlich für schnelle Überweisungen von Kleinbeträgen an Freunde und Bekannte, beispielsweise für die Beteiligung an der Restaurantrechnung. Im vergangenen Oktober wurde die digitale Zahlungslösung aber um die Nutzung im Online-Handel erweitert. Im kommenden Sommer soll Planungen zufolge mittels Wero auch an der Ladenkasse im stationären Handel bezahlt werden können. Bei der KSK Verden kann Wero über die Sparkassen-App auf dem Smartphone aktiviert werden.
Ksk-Hauptfiliale: Ein-/Ausgang an der Hospitalstraße
Musik und Kunst auf dem Rathausplatz: Die Reihe „Open Stage“ besteht bereits seit zehn Jahren
Für die Saison 2026 war das Lineup innerhalb von drei Tagen komplett – inklusive Ersatzacts, berichtet Jeanette Atherton. Ein Zeichen dafür, wie beliebt die Bühne inzwischen bei Künstlern sei – weil ebenso der Zuspruch durch das Publikum stimme.
Natürlich geht es um das Projekt Open Stage, die offene Bühne auf dem Verdener Rathausplatz, kostenlos zugänglich. In Kürze endet die Herbst-Winter-Pause, und die Unterhaltungsreihe besteht nun seit zehn Jahren: Atherton, Inhaberin der Event-Agentur Jump-i, hatte der Stadt ihr Konzept für eine offene Bühne auf dem Rathausplatz im Jahr 2015 erstmals vorgestellt. Inspiriert sei sie durch ein erfolgreiches Abendformat in Bremen gewesen, sagt sie. Die Idee wurde gemeinsam mit der Stadtverwaltung weiterentwickelt und schließlich vom Stadtrat abgesegnet. „Die Stadt Verden trägt die Veranstaltung seitdem und macht sie damit
überhaupt erst möglich“, betont Atherton.
Die erste Open Stage im Jahr 2016 ging zunächst ganz schlicht an den Start: „ohne Pavillon, mit einigen Stühlen der Stadt und der Tontechnik aus dem Jugendzentrum. Trotzdem standen vom ersten Tag an starke Musikerinnen und Musiker auf der Bühne, darunter Marlon Knauer, Jette Reihe oder Parfümar. Die Moderation übernahm in der Anfangszeit Hendrik Schaper“, berichtet die Veranstaltungsmanagerin.
Seitdem habe sich das Format stetig weiterentwickelt. Die Open Stage hat ihre festen Zeiten – von April bis einschließlich September, an je einem Samstag im Monat von 11 bis 13 Uhr – erhalten. Gespielt wird auf einer mobilen Bühne unter freiem Himmel auf dem Rathausplatz. Für das Publikum soll das Angebot einen Treffpunktcharakter in der Verdener Innenstadt schaffen. Durch das Programm führten im
Die offene Bühne auf dem Rathausplatz wird wieder aufgebaut: Das Punkrock-Trio Knup brachte an einem Samstag im Jahr 2024 musikalisch frischen Wind in die Stadt.
Foto: Jeanette Atherton
Laufe der Jahre verschiedene Moderatorinnen und Moderatoren, darunter Tom Kirk, Bernd Maas, Tina Härtel, Patrick Keaton und Jule Arntken. Während Atherton das Event nach wie vor organisiert und umsetzt, sorgt seit vielen Jahren Tontechniker Glenn Teuber für den stimmigen Sound. Aufbau, Abbau und viele praktische Abläufe rund um die Bühne übernehmen Paul und Till Atherton, ebenfalls von Anfang an dabei. Bei der Stadtverwaltung liegt die Veranstaltung in Händen von Lena Albers und Angelika Revermann vom Stadtmarketing.
Das Programm sei bewusst offen gehalten: Musik, Comedy, Schauspiel, Poetry, Moderation oder auch Zirkuskunst finden ihren Platz auf der Open Stage, sagt Atherton. Neben vielen regionalen Künstlerinnen und Künstlern bewerben sich regelmäßig weitere auch aus anderen Ecken Deutschlands.
Den Auftakt der diesjährigen
Termine für die Open Stage 2026
samstags am 25.04. / 16.05. / 20.06. / 11.07. / 08.08. / 05.09 –immer von 11 bis 13 Uhr auf dem Rathausplatz.
Infos: openstageverden.de
Open Stage bestreiten: der Künstler Double Nickel, der sich akustisch gespielten Americana-Songs verschrieben hat; der Sänger und Liedermacher Tom Kirk, der auch FolkSongs von anderen Musikern covert; der Newcomer Eles8, der sich seit zwei Jahren in Pop, Hip-Hop und Rap ausprobiert; und Der Meckerling aka Nils Teiwes, gebürtiger Franzose, Blogger und Podcaster. hb
Die Alternative-Rock-Band Loyte steht am 16. Mai auf der Open Stage. Außerdem mit dabei sind dann Carlotta Böhnke (Cover-Songs)und Horst Ziegler (Blues & Country). Foto: pv/Loyte
Karossen, E-Bikes, Shopping-Sonntag:
Kaufmännischer Verein und Stadt sorgen mit „Verden mobil“ für Belebung
Ehemals
als „Autosonntag“ gestartet, hat man sich mit „Verden mobil“ inzwischen ganz allgemein „mobilen Welten“ verschrieben, erklärt Aike-Simone Ensink vom Veranstaltungsmanagement des Kaufmännischen Vereins zu Verden. Letzterer lädt für den 19. April zu der großen Schau in der Fußgängerzone ein, bei der in diesem Jahr nicht nur acht Autohäuser mehr als 100 aktuelle PkwModelle direkt vor Ort präsentieren, sondern in der sich ebenso das Thema Zweirad gut vertreten wiederfindet. Eine Art Warm-up ist der Aktionssonntag schließlich auch für die Kampagne „Stadtradeln“, für die Bewegungsfreudige schon einmal erwärmt werden sollen: Vom 1. bis zum 21. Mai sollen auch möglichst viele Verdenerinnen und Verdener öfter
Der Mobilitätssonntag zieht alljährlich Publikum von nah und fern in die Fußgängerzone. Markenzeichen: die rund 100 neuen Pkw-Modelle zum Anfassen und Probesitzen vor der historischen City-Kulisse. Foto: Bruns
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mal auf Bike oder E-Bike umsatteln, und umweltfreundlich zahlreiche Kilometer zurückzulegen (siehe auch Artikel ab Seite 14). Doch über E-Mobilität, CO2-Emissionen, Ladetechniken und Reichweiten von Fahrzeugakkus informieren ebenso die Vertreterinnen und Vertreter der Autohäuser – was aktuell in Anbetracht der weltwirtschaftlichen Entwicklung durch den Irankrieg in Bezug auf den Ölpreis und Kraftstoffe auch besonders gefragt sein dürfte.
Derweil konzipiert der Kaufmännische Verein „Verden mobil“ als komplexe Event-Veranstaltung: Denn neben den Angeboten der Gastronomie in der Innenstadt wird für weitere Stände mit Speisen und Getränken gesorgt, die über die gesamte Veranstaltungsmeile verteilt mit ihren Angeboten locken. Dazu gibt es LiveMusik, für die diesmal die Oytener Sängerin Sarh Patenheimer engagiert wurde.
Die Veranstaltung „Verden mobil“ im Frühjahr ist von Beginn an ein Publikumsmagnet unter den Verdener Events in der Innenstadt. Foto: Bruns
Seit einigen Jahren ist das Event „Verden mobil“ fest mit dem zweiten verkaufsoffenen Sonntag im Jahr verknüpft, sodass zusätzlich von den Einzelhändlern in der Innenstadt Angebote und Aktionen für das Shopping-Vergnügen vorgehalten werden. An Familien mit Kindern wird mit An-
Das Wohl der Tiere liegt uns am
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geboten wie einem Karussell, KinSchminken, Mitmachaktionen, über Gewinnspiele und weiterem Abwechslungsreichem gedacht. Angekündigt ist zudem die Teilnahme von Vereinen und Institutionen wie ADAC, ADFC oder dem DRK Kreisverband Verden. hb
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Netzwerk der Bildungsakteure:
Schule-Beruf-Verbund hilft bei der Vorbereitung auf die Berufswelt
Der Bildungsverbund Schule-Beruf im Landkreis Verden hat auf seiner jüngsten Mitgliederversammlung seine bestehende Kooperationsvereinbarung verlängert – für weitere fünf Jahre.
Dem Bildungsverbund gehören zum einen 17 weiterführende Schulen aus sämtlichen Kommunen im Verdener Kreisgebiet an, außerdem die zwei Städte und sechs Gemeinden sowie der Landkreis selbst. Zum anderen sind Institutionen als Mitglieder involviert, die sich für Ausbildung und den beruflichen Werdegang junger Leute nach ihrer Schulzeit stark machen: Mit dabei sind die Industrie- und Handelskammer (Ihk) sowie die Kreishandwerkerschaft Elbe-Weser und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Ebenso mit im Boot: die Agentur für Arbeit Nienburg-Verden, das Kommunale Jobcenter des Landkreises und der Kreiselternrat.
Finanziert wird die Arbeit des Verbunds durch den Landkreis. Darüber
hinaus steht seit 2023 ein Projektfonds zur Verfügung, um Schulen bei der Umsetzung von Angeboten zur Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern finanziell zu unterstützen.
Seit seiner Gründung im Jahr 2011 ist der Bildungsverbund stetig gewachsen. Im laufenden Jahr sind ihm bereits fünf neue Kooperationspartner beigetreten. Insgesamt gehören dem Gremium aktuell 35 Mitglieder an. Die Grundidee: Alle relevanten Bildungsund Ausbildungsakteure im Landkreis Verden bilden ein Netzwerk, um alle Schülerinnen und Schüler auf ihrem Bildungsweg zu unterstützen. Ziel ist es, ihnen einen guten Übergang von der Schule ins Berufsleben zu ermöglichen.
Während der jüngsten Mitgliederversammlung des Verbunds im Verdener Domgymnasium wurde ein neuer Vorstand gewählt. Die Erste Kreisrätin Regina Tryta schied nach langjährigem Einsatz aus dem Gremium aus und
wurde mit großem Dank und einem Blumenstrauß aus dem Vorstand verabschiedet. Ihre Nachfolgerin von Seiten des Landkreises Verden wurde Dr. Stephanie Fries, Fachbereichsleiterin Soziales bei der Kreisverwaltung. Sie wurde auch zur neuen Verbundvorsitzenden gewählt und löste in dieser Funktion Lutz Brockmann ab.
Weiterhin gehören dem Vorstand Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann, Studiendirektor Frank Weinhold von den Berufsbildenden Schulen (Bbs) Verden, der Leiter der Oberschule am Goldbach Langwedel Rolf Bartels, Jan Göldner von der Kreishandwerkerschaft Elbe-Weser und Siegfried Deutsch, Leiter der Geschäftsstelle Verden der Ihk Elbe-Weser an.
Unterstützt wird die Arbeit des Verbundsvorstands weiterhin durch das bei der Kreisverwaltung ansässige Bildungsbüro, das die Projekte rund um die Berufsorientierung koordiniert und den Projektfonds verwaltet. hb
Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsinstitutionen und Kommunen des Bildungsverbunds Schule-Beruf tagten im März im Domgymnasium. Vorne in der Mitte die neue Vorsitzende Stephanie Fries. Foto: Landkreis Verden
Kundendienst / 24-Stunden Notdienst
Wir stehen für saubere Handwerksarbeit und freuen uns, bald auch für Sie arbeiten zu dürfen. Herzlichst, Andreas Karrasch und Matthias Voigts
Jedes Flurstück zählt!
Fünf Jahre Arbeit an Renaturierungsprojekt
Text + Fotos: Annette Freudling
Was wäre Verden ohne seine Brücken, Panoramen, Postkartenmotive? Ohne die Blicke auf die Altstadt von der gegenüberliegenden Flussseite, ohne weidende Pferde vor der Wasserlandschaft, Spaziergänge entlang der Uferpromenade oder das malerische Fischerviertel? Jahrhundertelang hat die Aller die Stadt maßgeblich geprägt: ihre Anwohner ernährt, sie mit wichtigen Handelszentren verbunden, Touristen angezogen.
Doch obwohl das große Fließgewässer für die Region so wichtig ist, waren die Menschen im Gegenzug nicht besonders freundlich zu ihm:
Sie veränderten Lauf und Strömung, befestigten die Ufer, trübten die Wasserqualität, zerstörten die zum Fluss gehörenden Lebensräume – und damit die Existenzgrundlage für zahlreiche Tiere und Pflanzen.
Eine unumkehrbare Entwicklung? Nein! Vor fünf Jahren startete unter dem Namen „AllerVielfalt“ das landesweit finanzstärkste und größte Renaturierungsprojekt seiner Art –mit dem Ziel, die Allerniederung wieder zu einer vielfältigen, naturnahen und ökologisch funktionsfähigen Auenlandschaft umzugestalten. 16,8 Millionen Euro haben das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare
Sicherheit (BMUKN) sowie das NLWKN mit Mitteln des Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz des Landes Niedersachsen (MU) dafür bereitgestellt.
Umsetzungsphase nach fünf Jahren noch nicht erreicht
Die „AllerVielfalt“ ist keine Vision für Ungeduldige. Rund die Hälfte der zehnjährigen Laufzeit sind ins Land gegangen, und noch bereitet das achtköpfige Projekt-Team den Boden für die Umsetzungsphase. Einer davon ist Umweltingenieur Kerem Ince.
Der Blick von Kilometer 117 flussaufwärts: Im Vordergrund der intakte Gewässerrandstreifen mit vielfältiger Vegetation. Im Hintergrund ein nicht renaturierter Abschnitt. Der Kontrast ist deutlich zu erkennen.
Akzeptanz für die Renaturierungsmaßnahmen zu schaffen – das ist eine der Aufgaben von Kerem Ince, hier im Projektbüro der AllerVielfalt.
Der 30-Jährige hat seinen Master in Hannover gemacht und sich unter anderem mit Wasserressourcen- und Umweltmanagement beschäftigt. Dann hat die „AllerVielfalt“ ihn gefunden, wie er sagt.
Wir treffen ihn im Projektbüro in der Artilleriestraße, Halle 57. „Mich begeistert, dass ich hier einen direkten Beitrag zur Fluss-Renaturierung leisten kann“, sagt der Nabu-Mitarbeiter. „In einigen Jahren werde ich die Ergebnisse unserer Arbeit selbst erleben.“ Der Weg dorthin – für Ince
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die Dimensionen des Projektgebiets deutlich: 2.200 Hektar entlang der Aller von der Mündung bis zur Landkreisgrenze, das sind rund 30 Flusskilometer. „Dass ein Projekt in dieser Größenordnung überhaupt in Angriff genommen wird, ist beeindruckend“, sagt Ince. Das Potenzial: riesig. Die Umsetzung: mühevoll. Denn nur rund drei Zehntel der Flächen, um die es geht, sind in öffentlicher Hand. Der
Rest ist privater Grund und Boden –und dort gilt, was die ökologische Aufwertung angeht, das Prinzip der Freiwilligkeit. „Es gibt keine Bestimmungen von oben“, betont Ince, „sondern wir machen den Eigentümern Vorschläge für eine Umgestaltung, die für beide Seiten funktionieren kann.“ Das Gespräch suchen, Überzeugungsarbeit leisten, Lösungen anbieten. Eine Menge Akteure müs-
Die Übersichtskarte zeigt die Dimensionen des Projektgebietes: 2.200 Hektar entlang der Aller von der Mündung bis zur Landkreisgrenze, das sind rund 30 Flusskilometer.
sen ins Boot geholt werden. Dazu gehören Wassersportler, Angler und Jäger, vor allem aber Landwirte. 77 Prozent der Flächen entlang der Aller werden bewirtschaftet, überwiegend in Form von Grünland.
1.000 Seiten Wissenschaft für die Kartierung
Welche Maßnahmen im Projektgebiet sind sinnvoll und machbar? Um das herauszufinden, wurde der Ist-Zustand entlang der Aller genauestens untersucht und bewertet. Das Ergebnis der Kartierung: ein 1.000 Seiten umfassender Pflege- und Entwicklungsplan (kurz PEPL) für Verdens Hausgewässer. Vier Jahre haben externe Fachleute an dem Werk gearbeitet, bevor es Mitte März im Kreistag beschlossen wurde – ein großer Tag für die „AllerVielfalt“, denn das Dokument schafft die politische Grundlage für alles, was da kommen soll – von der „Entfesselung“ der steinbefestigten Ufer über die „Initialisierung von Auenwaldpflanzungen“ bis zur Sommerdeichverlegung.
Was genau im PEPL steht, ist kein Geheimnis, sondern im Gegenteil absolut öffentlich: Der Link zum Papier findet sich auf der Projekt-Homepage der „AllerVielfalt“. Spoiler: Einen Publikumspreis wird das im schönsten Verwaltungsdeutsch verfasste Schriftstück nicht gewinnen (obwohl in Begrifflichkeiten wie „Froschbissgesellschaften“ und „Niedrigwasserrobustheit“ mitunter eine ungewollte Poesie mitschwingt).
1.000 Seiten Wissenschaft – wirklich begreifbar werden sie erst in der Natur. Zum Beispiel, wenn es um die Entwicklung von Gewässerrandstreifen geht – eine Kernmaßnahme im Renaturierungsprojekt und eines der Fachgebiete von Antje Mahnke-Ritoff, Biologin und Süßwasserexper-
Ortstermin bei Flusskilometer 117: Auf dieser Landkreisfläche hat Antje Mahnke-Ritoff vor rund 15 Jahren eine Renaturierung des Gewässerrandstreifens durchgeführt. Die Natur wurde sich selbst überlassen. Das Ergebnis: „Genauso, wie es sein soll“, sagt die Biologin.
tin. Als Mitarbeiterin der Unteren Naturschutzbehörde kümmerte sie sich viele Jahre um die ökologische Aufwertung des besonderen Lebens-
raums in direkter Nachbarschaft zum nassen Element. Für das Projekt „AllerVielfalt“ ist sie mit einigen Stunden aus dem Ruhestand zurückgekehrt.
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Ortstermin bei Flusskilometer 117, nahe der Stelle, wo die Aller in die Weser mündet: Auf dieser Landkreisfläche hat Mahnke-Ritoff vor rund 15 Jahren eine Renaturierung durchgeführt. Ein zehn Meter breiter Streifen wurde aus der landwirtschaftlichen Nutzung genommen und sich selbst überlassen. Ergebnis: Die Natur hat sich selbstständig erholt. Heute ist sie mit einer dicken Krautschicht, Sträuchern und Bäumen bewachsen.
„Diese Vegetation erfüllt eine wichtige Rolle im System“, sagt Mahnke-Ritoff. „Als Pufferzone schützt sie das Gewässer davor, dass Nährstoffe, Pflanzenschutzmittel und Sedimente hineingespült werden. Regenwasser kann leichter im Boden versickern. Und die Bäume spenden Schatten und verhindern, dass der Fluss sich im Sommer stark aufheizt.“
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Offene Begehungen durchs Projektgebiet
Im Sommer und Herbst soll es unter anderem offene Begehungen im Projektgebiet geben. Wer eine Einladung zu den Informations-Formaten wünscht, kann sich vorab beim Nabu melden. Infos: allervielfalt.de
stehen, gut für den Sauerstoffgehalt im Fluss und für die darin lebenden Tiere. Zudem dienen ihre Wurzeln, die ins Wasser ragen und die Strömung bremsen, als Kinderstube für Jungfische.
Um die Blüte der gelben Sumpfschwertlilie zu bestaunen, die bereits ihre spitzen Blätter aus dem Wasser reckt, sind wir etliche Wochen zu früh dran. Auch die Vielfalt der Stauden und Kräuter, die sich in den vergangenen Jahren im Uferbereich angesiedelt haben, können wir Ende März nur erahnen. Sobald sie blühen, werden sie einen reich gedeckten Tisch für Insekten aller Art bieten. Die wiederum stehen auf dem Speisezettel von Vögeln und Fischen. Auch Röhrichtarten als Habitat von Rohrsängern, Libellen und Co gehören zum intakten Gewässerrand dazu.
Persönlicher Kontakt und gegenseitiger Respekt gepflegt
„Ein Fluss ist kein Wasserschlauch, der unabhängig von seiner Umgebung funktioniert“, sagt Mahnke-Ritoff. „Der Fluss, der Ufersaum, die Überflutungsflächen und die Auen: das alles ist Teil eines großen Organismus.“
Gesetzliche Auflagen für die Nutzung der Uferbereiche gibt es bereits. Landkreis und Nabu möchten
Mit der „AllerViefalt“ wollen die Projektpartner Nabu und Landkreis Verden einen Biotopverbund von nationaler Bedeutung zu schaffen – idelaerweise im Einklang mit den Nutzungsinteressen der Bevölkerung.
Erlen, Sumpfschwertlilien, Röhrichte: Jede Uferpflanze erfüllt eine wichtige Funktion. „Der Fluss, der Ufersaum, die Überflutungsflächen und die Auen: das alles ist Teil eines großen Organismus“, sagt Biologin Mahnke-Ritoff.
im Rahmen der „AllerVielfalt“ deutlich über die bestehenden Standards hinausgehen. Auf diesen Schutz sind gerade die Spezialisten unter den Wildtieren angewiesen, die in unserer verarmten Kulturlandschaft den Lebensraum verlieren. So ist es auch dem Braunkehlchen ergangen, das auf blütenreiche Wiesen und Brachen angewiesen ist und in Bodennestern brütet. Sein Bestand: stark gefährdet. Im Ufersaum-Biotop bei Kilometer 117 wurde deshalb eine eigene Schutzzone für den kleinen Langstreckenzieher eingerichtet, der seine Jagdausflüge gerne von Zaunpfählen startet. In der Nachbar-
schaft: extensiv genutzte Wiesen, die erst Mitte Juni gemäht werden. Für die Weidehaltung von Milchkühen sind sie ungeeignet. Dafür dient das Heu als wertvolles Raufutter für Pferde- und Mutterkuhhaltung. Die ökologische Aufwertung entlang der Aller – sie ist ein kleinteiliges Unterfangen. Viele verschiedene Flächen könnten im Rahmen des Großprojekts für den Naturschutz gewonnen werden. „Jedes Flurstück zählt“, sagt Antje Mahnke-Ritoff. Und die Landwirte zeigten sich gesprächsbereit, betont Kerem Ince. „Die Basis ist ein guter persönlicher Kontakt und gegenseitiger Respekt.“
KOMM AN BACKBORD!
APRIL TERMINKALENDER
Verdens Historisches Museum Domherrenhaus beherbergt mit den über 120.000 Jahre alten Lehringer Funden einen international einzigartigen, archäologischen Schatz, der aktuell von Forschern neu aufbereitet wird. Erste Ergebnisse dieser Forschungen werden dort im Rahmen der neuen Sonderausstellung „Steinzeit reloaded“ präsentiert, die mit einem Aktionstag eröffnet wird. Zu sehen ist sie bis Sonntag, 3. Mai. Infos: domherrenhaus.de
Foto: Hist. Museum Domherrenhaus
Ein Konzert mit Abi Wallenstein und Blues Culture veranstaltet der Verein Verdener Jazz- und-Blues-Tage um 20 Uhr im Domgymnasium.Blues-Gitarrist und Sänger Wallenstein feiert im Dezember seinen 80. Geburtstag, was ihn von spielfreudigen Auftritten aber keineswegs abhält. Der britische Mundharmonikameister Steve Baker und Rhythmusgeber Martin Röttger unterstützen ihn bei diesem Konzert. Weitere Infos: jazzundblues.de
Zur „80er-90er-2000er Party“ mit den Hits aus drei Jahrzehnten wird ab 21 Uhr in die Stadthalle Verden geladen. Die DJs K-roof aka Dennis Meinken vom Team des Achimer Kasch und DJ Croney battlen sich quasi musikalisch durch das Programm. Eine Zeitreise durch die Musikwelt! Frühes Erscheinen lohnt, denn bis 22 Uhr kostet der Eintritt nur 8 Euro, später 10 Euro. Eintritt ist ab 18 Jahren.
Die Verdener Künstlerin Silke Coldewey eröffnet von 11.30 bis 13 Uhr eine Ausstellung mit ausgewählten ihrer Acrylbilder im Bürgerzentrum St. Nikolai, wo diese dann bis Juni zu den Öffnungszeiten bewundert werden können. Der Titel der Schau: „Natur, Impressionen und Abstraktion“
Zum Aktionssonntag „Verden mobil“ präsentieren diverse Autohäuser aus Verden und umzu von 12 bis 18 Uhr mehr als 100 Neuwagen in der Innenstadt. In Sachen Zweirad wird die Stadtverwaltung mit dem Auftakt zum diesjährigen Stadtradeln an den Start gehen. Vom Norderstädtischen Markt bis zum Lugenstein gibt es für Besucherinnen und Besucher zahlreiche weitere Attraktionen und Angebote. Außerdem öffnen viele Geschäfte in der Innenstadt ab 13 Uhr zum verkaufsoffenen Sonntag.
„Erschaffe dein eigenes Zauber-Buch“, heißt es am von 11 bis 17.30 Uhr im KulturRaum, Große Straße 113. Es handelt sich um eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts Verdener Kunstlabor: Jedes Kind und jeder Erwachsene wählt für sich ein Thema – wie zum Beispiel „mein Traumleben“, „Blumen“ oder „Harry Potter“. Dazu malen und zeichnen die Teilnehmenden, stellen Collagen her, kleben Fotos ein oder drücken sich anderweitig kreativ aus. Gearbeitet wird auf Papier im Format Din A 4 oder auch kleiner.Alle Blätter werden zuletzt mit einem Stanz- und Bindegerät zu einem Ringbuch zusammengefasst. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.
„Ökologisch und bezahlbar bauen: Wohngesund und mit guter Ökobilanz“ ist der Titel eines Vortrags von 19 Uhr, der in Kooperation mit dem Ökologischen Zentrum Verden und der KVHS Verden im Biber Naturbauzentrum, Bertha-Benz-Straße 4, stattfindet. Anhand von Ökobilanzen unterschiedlicher Gebäude zeigt Dipl.-Ökonom Ulrich Steinmeyer die Unterschiede im Energieverbrauch in der Bauphase und im Betrieb auf. Der Vortrag ist gebührenfrei, um Anmeldung unter 04231 / 97 11 40 oder via E-Mail an info@biberonline.de wird gebeten.
Ein offenes Basketballangebot für interessierte junge Leute ab 14 Jahren findet am heutigen Montag von 20 bis 22 Uhr in der Sporthalle der Nicolaischule, Zollstraße 12, statt. Der Termin
ist Teil eines vom Mitarbeiterteam der Aufsuchenden Straßensozialarbeit der Stadt (Ass) gemeinsam mit Jugendlichen entwickelten Sportangebots.
Der AllerTreff. in der Großen Straße 98 steht am heutigen Dienstag zwischen 13 und 18 Uhr wieder allen interessierten Verdenerinnen und Verdenern offen. Dies ist wöchentlich immer dienstags, mittwochs und donnerstags der Fall.
Die Reihe „Literatur nach Art des Hauses“ setzt die ehemalige Verdener Buchhändlerin Gudrun Heine gemeinsam mit dem Förderkreis der Stadtbibliothek fort. Heute sowie jeden weiteren 3. Dienstag im Monat wird aktuelle sowie neu entdeckte Literatur vorgestellt, ausgewählte Passagen werden gelesen – von 18.30 bis 19.30 Uhr in der Bibliothek am Holzmarkt. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Bei freiem Eintritt ist eine Spende gern gesehen.
Ein Treffen der Anonymen Alkoholiker findet heute um 19 Uhr im Stadtkirchenzentru, Hinter der Mauer 32, statt. Dort trifft man sich regelmäßig dienstags zum Austausch. Kontakt zur Gruppe unter 0152 / 56 18 56 83
Der Online-Vortrag „Energiewende zuhause klever gestalten – PV, Wärmepumpe & E-Auto“ im Angebot der Klimaschutz- und Energieagentur Landkreis Verden (Klever) läuft am heutigen Dienstag um 19 Uhr. Der Elektroingenieur Andreas Stampa aus Etelsen hat jahrelang Erfahrung mit Photovoltaik, Wärmepumpen und Elektromobilität gesammelt. In regelmäßigen Vorträgen gibt er aus Sicht des Anwenders einen Überblick. Anmeldung via E-Mail an machmit@klever-klima.de
„Einfach singen“ ist das Motto beim gemeinschaftlichen Singen, mit Freude am Musizieren aber ohne weitreichende
Foto: Friedrun Reinhold
Foto: A. Stampa
Verpflichtung, im Domgemeindezentrum – am Dienstagabend von 20 bis 21.30 Uhr. Mit zwei bis drei Proben wird Chormusik für verschiedene Gottesdienste im Laufe des Jahres vorbereitet.
Die Frauensprachgruppe trifft sich am Mittwoch von 9.30 bis 12.30 Uhr im AllerTreff. in der Großen Straße 98. Auch an eine Kinderbetreuung ist gedacht. Veranstalterin ist die Stadt Verden.
Im Programm des Kommunalen Kinos Verden wird um 20 Uhr im Cine City der Film „Bon Voyage“ – eine Art Road Movie aus Frankreich um eine an Krebs erkrankte 80-Jährige – gezeigt. Infos unter koki-verden.de
Frauen aus aller Welt in jedem Alter treffen sich zum Handarbeiten und Austauschen – von 10 bis 12.30 Uhr im AllerTreff. in der Fußgängerzone.
Bilderbuchkinos in der Stadtbibliothek Verden für Kinder ab vier Jahren laufen regelmäßig donnerstags von 16 bis 16.30 Uhr – so auch heute. Sie sind anmelde- und kostenfrei.
Die Suchtselbsthilfegruppe Freundeskreis Verden trifft sich regelmäßig donnerstags von 19.30 bis 21.30 Uhr im Gemeindezentrum St. Nikolai. Es handelt sich um eine Selbsthilfegruppe für Alkoholkranke und deren Angehörige.
Beim Kunstlabor im KulturRaum, Große Straße 113, wird ein Projekt für Kinder ab vier Jahren wie auch Erwachsene
veranstaltet, das sich um die Technik Scarafitto dreht: Pappe wird mit Ölpastellkreide farbig ohne Motiv gestaltet. Darauf kommt ein Überzug aus schwarzer Farbe. Nach kurzer Trocknungsphase wird in das Schwarz mit Holzstäbchen das Motiv hineingekratzt. Auszuprobieren von 9 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr.
Ein offenes Sportangebot für Kinder von sechs bis zwölf Jahren, veranstaltet von der städtischen Gemeinwesenarbeit, läuft von 14.30 bis 16.30 Uhr in der Aller-Weser-Halle, Karl-Luhmann-Weg 12. Ausprobieren können sich die jungen Leute in unterschiedlichen Sportarten.
Im Mittelpunkt der Willkommens-Cafés (Sprach-Cafés) steht das Sprachtraining – am Freitag wieder im Gemeindehaus St. Josef, Andreaswall 13 - 17, von 15 bis 16.30 Uhr.
Die Kinderveranstaltung „Kleine Wesen lesen“ läuft freitags von 16 bis 17 Uhr in der Stadtbibliothek am Holzmarkt.
Einen „poetischen Kräuterwalk an der Aller“ hat das Domherrenhaus im Programm, wo das Event um 16 Uhr startet. Auf dem Weg durch die Schönheit der Natur rezitiert Autorin Pille Hillebrand ihre Gedichte, während die pflanzenkundige Museumspädagogin Julia Nehus Kräuter am Wegesrand bestimmt und Wissenswertes darüber vermittelt. Die Teilnahme kostet 15 Euro. Tickets gibt es im Domherrenhaus, auch noch direkt vor dem Start des Walks.
Mit dem offenen Sportangebot freitags in der Aller-Weser-Halle, Karl-LuhmannWeg 12, das dort regelmäßig von 18 bis 20 Uhr stattfindet, richtet sich die Stadt an junge Leute von 13 bis 27 Jahren. Dabei könnten sich auch neue Gruppen von Interessierten finden, die gemeinsam ein Sportprojekt aufziehen möchten. Vereine und Einrichtungen bietet dabei Unterstützung an.
Der Verein Verdener Jazz- und BluesTage hat für den heutigen Freitagabend um 20 Uhr für einen Auftritt im Bistro Kult bei der Stadthalle die Band Groovebreaker engagiert. Musikalisch neben eigenen Songs eine Zeitreise durch den Bluesrock der 60er, 70er und 80er Jahre. Der Eintritt an der Abendkasse kostet 5 Euro für Nicht-Vereinsmitglieder. Es gibt keinen Vorverkauf. Weitere Infos: jazzundblues.de
Foto: Groovebreaker
TERMINKALENDER
alle elektrisch?
APRIL
beim Autosonntag
Auf dem Gelände des Alten Schulhauses Dauelsen findet der beliebte Pflanzenflohmarkt statt – mit Klönschnack, Leckerem aus dem Verdener Backbuch und Bockwurst aus Bullerbeeks Hofladen sowie Kunst zum Schauen und Kaufen. Gedacht für alle Garteninteressierten, von 9 bis 13 Uhr.
Bremsbeläge langsamer verschleißen und keine Öl- und Filterwechsel anfallen. Mit Reichweiten zwischen 150 und 400 Kilometern heute zwar noch nige, für die meisten definitiv alltagstaug Kraftfahrtbundesamt
Ein Vorlesen für Kinder ab drei Jahren – anmelde- und kostenfrei – veranstaltet die Stadtbibliothek am Holzmarkt von 11 bis 11.30 Uhr.
Die Open Stage geht mittlerweile ins elfte Jahr: Von 11 bis 13 Uhr startet das Format, das Live-Musik, Comedy, darstellende Kunst und mehr auf den Rathausvorplatz bringt, in die neue Saison: diesmal mit Americana-Interpret Double Nickel, Liedermacher Tom Kirk, Eles8 (Pop, HipHop) und dem Merckerling (Blogger Nils Teiwes).
Do. 8 - 17
Freitag 8 - 16 Uhr dichter.“ E-Mobile Bendoch staatliche Betriebskosten rechnen sich die Mehrausgaben schon nach ein paar Jahren Die Energiekosten liegen im Vergleich zu Verbrennungsmotoren in der Regel bei weniger als der Hälfte Und auch die Wartungskosten sind günstiger, da
Bevölkerung um 1900. Thematisiert werden Zeppeline und Aeroplane, Fabriken und Arbeitsbedingungen aber auch die Einführung des Wahlrechts für alle Menschen ab 20 Jahren. Die Teilnehmergebühr beträgt 9 Euro für Erwachsene und 6 Euro ermäßigt. Infos und Tickets gibt‘s bei der Tourist-Information im Rathaus unter 04231 / 123 45 oder verden.de
Deutschland im Schn 50 Kilometer am Ta mit E-Autos Geladen werden Elektroautos meist über Nacht zu Hause, idealerweise über eine sogenannte Wallbox und nicht an herkömmlichen Schuko-Steckdosen. Das geht zwar grundsätzlich auch, in der Regel sind aber weder die Leitungen noch die Steckdosen für diese Dauerlast ausgelegt und es besteht die Gefahr von Kurzschlüssen und Kabelbränden
27283 Verden in fo@ blec hspecht .de Hagelschäden-Reparatur rsicherungsabwicklung
Eine Themen-Stadtführung am Sonntag aus der Reihe „Die Besonderen“ widmet sich unter dem Titel „Hochräder, Zündhölzer & Tabak“den ihrerzeit rasanten Veränderungen im Leben der Verdener
Fürs Nachladen unterwegs gibt es mittlerweile mehr als 10.000 Ladein Deutschland, die sich über eiche Apps mühelos finden lasUnd die Ladeinfrastruktur wird Gemeinden, Unternehmen, Automobilbranche und Energieversorger konsequent weiter ausAn normalen Ladestationen (AC) lässt sich der Akku in ein paar Stunden soweit aufladen, dass man das nächste Ziel bequem erreicht. So kann man zum Beispiel den Einkaufsbummel gut nutzen. An Schnellladern (DC) lässt sich der Akku der meisten
Das Kommunale Kino Verden zeigt in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt um 20 Uhr im Cine City den Film „Joy – alles außer gewöhnlich“. Die Tragikomödie aus dem Jahr 2015 mit Jennifer Lawrence in der Hauptrolle erzählt die Erfolgsgeschichte der US-Unternehmerin Joy Mangano, die mit einem besonderen selbst erfundenen Wischmop über einige Hürden und Umwege Karriere macht. Der Eintritt kostet 5 Euro.
E-Autos in etwa 20 Minuten zu 80 Prozent laden
Beim Projekt „königl-Ich“ des Kunstlabors im KulturRaum in der Fußgängerzone sind Kreative ab zehn Jahren dazu aufgefordert, sich selbst eine individuelle Krone zu kreieren. Aus Karton, Papier und einer limitierten Materialpalette entstehen diese einzigartige Kopfbedeckungen. Doch auf spielerische Weise soll man dabei auch die eigene Identität erforschen und das Königliche in sich selbst entdecken –eine kleine Krönungszeremonie am
Ende des Projekttags ist inklusive. „Königl-Ich“ mit Anna-Charlotte Lörzer findet von 30. März bis 1. April jeweils von 13 bis 16 Uhr statt im KulturRaum.
Zu einem Infoabend mit Kreißsaalführung lädt das Team der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der AllerWeser-Klinik werdende Eltern ins Verdener Krankenhaus ein. Erfahren sollen Teilnehmende mehr über die ganzheitliche Betreuung vor, während und nach der Entbindung. Dabei werden Blicke in die modernen Kreißsäle, auf die Station sowie in die Familienzimmer geworfen und Fragen rund um die Geburt beantwortet. Treffpunkt ist um 18 Uhr in der Caféteria des Verdener Krankenhauses.
Erwachsene können am 30. April im Magic Park einen Tanz in den Mai unter dem Motto „Walpurgis-Party“ erleben – von 20 bis 2 Uhr (Einlass ab 19 Uhr). Eine Open-Air-Party im bunt beleuchteten Wald des Magic Parks mit DJ & LJ Magic Lennart wird geboten, Feuerschalen sorgen für Atmosphäre. Für ein kulinarisches Angebot sowie eine Cocktail-Bar ist gesorgt. Karten im Vorverkauf kosten 10 Euro, an der Abendkasse 15 Euro. Als Hexen und Teufel Verkleidete erhalten freien Eintritt. (OnlineAnmeldung erforderlich, limitiertes Ticket-Kontingent unter magic-park.de).
Das Stadtradeln als Wettbewerb des Klimabündnisses startet und läuft für die Allerstadt bis zum 21. Mai. Es geht darum, 21 Tage lang möglichst viele Wege klimafreundlich mit dem Rad zurückzulegen. Teilnehmen können alle, die in Verden wohnen, zur Schule oder
Zeppelin „Hansa“ im Jahr 1912 über Verden Foto: Bildarchiv der Stadt Verden
in den Kindergarten gehen, arbeiten oder Mitglied in einem Verdener Verein sind. Dabei ist egal, ob beim Sport, in der Freizeit oder auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule geradelt wird. Jeder Kilometer zählt. Wer mitradeln möchte, kann sich bis zum letzten Aktionstag unter stadtradeln.de/verden anmelden.
Der Verein Ökozentrum veranstaltet am 1. Mai erneut die „FrischeKneipe“ – von 20 bis 23 Uhr im Ökozentrum in der Artilleriestraße, in der Räumen der „FrischeSchmiede“. Organisiert wird das Event, das auch am Freitag, 5. Juni, nochmals stattfinden soll, von zehn Ehrenamtlichen. Auch der Tisch-Kicker vor Ort soll nicht unbespielt bleiben.
Solistinnen und Solisten, ein großer Singalong-Chor und das Barockorchester Concerto Ispirato führen unter der Gesamtleitung von Kirchenmusikdirektor Robert Selinger um 17 Uhr Händels Messiah im Verdener Dom auf. Im Rahmen des Mitsingfestivals „Wer singt, blüht auf“ gestaltet hat der Chor zuvor für das Oratorium geprobt. Das besondere Erlebnis, mit vielen Menschen verbunden die herrlichen Chöre des Messiah aufzuführen,
verspreche eine besonders emotionale Aufführung, so Selinger. Karten für das Konzert gibt es im Vorverkauf ab 15 Euro. Weitere Infos unter dommusikenverden.wir-e.de
Foto: Holger Nischke
Viele Wohneigentümerinnen und -eigentümer beschäftigt der Energieverbrauch ihres Zuhauses. Bei einer Online-Veranstaltung der Verbraucherzentrale Niedersachsen um 17 Uhr wird eine Energieberaterin oder ein -berater Basiswissen zum Wärmeschutz vermitteln und dann erläutern, worauf bei der Sanierung der Gebäudehülle zu achten ist. Auch über Fördermöglichkeiten wird informiert, und Fragen werden von weiteren Expertinnen und Experten beantwortet. Eine Anmeldung ist erforderlich. unter klimaschutz-niedersachsen.de
Das Repair Café findet, wie jeden 1. Mittwoch im Monat, von 16 bis 18.30 Uhr in der Stadtbibliothek Verden, Holzmarkt 7, statt. Kaputte Elektro-Kleingeräte sowie Spielzeuge werden von ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen geprüft und gemeinsam repariert – wenn dies mit geringem Aufwand möglich ist. Sind Ersatzteile zu besorgen, ist das Reparieren erst beim nächsten Mal möglich. Um 18.30 Uhr ist die letzte Annahme von Reparaturen. Wer sich mit Reparaturen auskennt oder die Organisation des Repair Cafés unterstützen möchte, ist gern gesehen und kann sich unter Telefon 04231 / 124 80 melden.
Der Verein für Musik und Kultur am Domgymnasium ist Veranstalter des 10. Internationalen Kammermusikfests Verden „Maiklänge“, in Kooperation mit dem Domgymnasium. Vom 8. bis 10. Mai darf sich das Publikum wieder auf die Konzerte freuen. Infos gibt es unter maiklaenge.domgymnasium-verden.de.
Liebe Leserinnen und Leser, der Terminkalender entspricht dem Stand der Dinge bei Redaktionsschluss. Bitte informieren Sie sich vorab über mögliche Änderungen.
Gesprächsoffen, motivierend, wertschätzend:
Die langjährige AWK-Chefin Marianne Baehr ging im März in den Ruhestand
Rund
120 Gäste verabschiedeten im März die langjährige Geschäftsführerin der Aller-Weser-Klinik (AWK), Marianne Baehr, im Verdener Kreishaus. Landrat Peter Bohlmann und Pflegedirektorin Christine Schrader würdigten während eines Festakts den beruflichen Weg, das Engagement für den Klinikverbund sowie die prägende Rolle der scheidenden AWK-Chefin bei einer zukunftsfestigenden Gesundheitsversorgung.
Landrat Peter Bohlmann, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikverbunds, blickte auf Baehrs beruflichen Werdegang zurück. Die ausgebildete Krankenschwester und studierte Diplom-Kauffrau hatte ihre Laufbahn im Gesundheitswesen begonnen und später verschiedene Leitungsfunktionen in Halle und Berlin übernommen, ehe sie 2010 ihren „beruflichen Schwerpunkt wieder in der Region Hamburg-Bremen“ setzen wollte: Sie wurde bei der AWK vorstellig.
Es habe sich bemerkbar gemacht, dass sie Krankenhaus von der Pike auf gelernt hätte. „Damit waren es diese kombinierten Erfahrungen, die ihren Führungsstil prägten – oder anders ausgedrückt: Dass sie auch die Sprache der Pflege nicht verlernt habe, führte zu guten Ergebnissen und vor allem zu einer hohen Akzeptanz in den Häusern“, so Bohlmann.
Verdener Haus als Standort der Grundund Regelversorgung.
Bohlmann dankte Baehr für „eineinhalb Jahrzehnte Kompetenz und Leidenschaft, hohe Gründlichkeit und die immer enge Zusammenarbeit mit dem Landkreis“. Landkreise wären mit ihren Aufgaben im Katastrophenschutz, im Rettungsdienst und in der Notarztversorgung ohne kommunale Kliniken nur „zahnlose Tiger“, betonte der Landrat.
Foto: AWK
Geschenk der Gesellschafter überreicht (v. l.): Pflegedirektorin Christine Schrader, Landrat Peter Bohlmann, Geschäftsführerin Marianne Baehr, Geschäftsführerin Melanie Sander.
Baehrs Start in der AWK forderte ihr ganzes Engagement. Gemeinsam mit den Klinikärztinnen und -ärzten konsolidierte sie zunächst das Notarztsystem und baute es nachhaltig und tragfähig aus. Zu den sichtbarsten Projekten ihrer Zeit gehört jedoch der Bettenhausneubau im Verdener Krankenhaus, für den die Baugenehmigung 2019 vorlag und die Einweihung 2023 erfolgte. Bis zum Schluss prägte der finanzielle Druck, vor dessen Hintergrund sie gemeinsam mit ihrer Nachfolgerin Melanie Sander wichtige Grundlagen für das Zukunftskonzept der AWK schuf, Baehrs Handeln. Gemeint ist die aktuelle Entwicklung des Achimer Krankenhauses zur Fachklinik neben dem
Pflegedirektorin Christine Schrader hob Baehrs Verbundenheit mit den Mitarbeitenden hervor. „Du hast stets Gesprächsoffenheit signalisiert, Erfolge feiern lassen, bei denen du völlig uneitel den Mitarbeitenden auch die Erfolge gegönnt und sie darin bestärkt hast, sich zu zeigen“, resümierte Schrader wertschätzend in ihrer Rede. Was nach innen gelungen sei, habe sich auch nach außen gezeigt: Baehr habe maßgeblich dazu beigetragen, dass die Aller-Weser-Klinik regelmäßig mit positiven Themen in der Öffentlichkeit präsent war.
Zum Abschluss richtete Schrader im Namen der gesamten Klinikleitung ihren Dank an die langjährige Geschäftsführerin: „Wir wünschen dir jetzt eine gute Zeit – nicht nur gesundheitlich, sondern mit all den anderen Dingen, die in einer solchen Position immer zu kurz kommen.“ hb
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