Rückwirkend seit dem ersten Januar ist die Stiftung Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) auch Träger der Roland Klinik am Werdersee. Das beschloss die Stiftung am 28. Januar. Nach einer Mitteilung sei der Zusammenschluss, „ein neues, großes Kapitel der Unternehmensgeschichte“. mas
Bremer Sondermünze im Umlauf
Die Bremer 2-Euro-Sondermünze mit dem Klimahaus-Motiv auf der Rückseite ist seit dieser Woche im Umlauf. Anlässlich der Bundesratspräsidentschaft erhält jedes Bundesland eine eigene Sondermünze. Die Auflage ist auf 30 Millionen Stück limitiert. pb
Einblicke zum Weltkrebstag
Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar öffnet die Bremer Krebsgesellschaft von 11 bis 16 Uhr ihre Türen, Am Schwarzen Meer 101-105, und lädt Betroffene sowie Interessierte zum Tag der offenen Tür ein. Der Tag steht unter dem Motto „Gemeinsam einzigartig“. pb
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SAMSTAG, 31. JANUAR 2026
Bremer Gastfreundschaft
Andreas Bovenschulte über die Gastgeberrolle am 3. Oktober
NR. 3793/56. JAHRGANG
Die letzten Prozente rausholen
Werder-Trainer Horst Steffen fordert vom Team Genauigkeit und Konsequenz
Unterirdische Extreme
Zwischen Problem und Potenzial: Gestaltung und Pflege entscheiden über Sicherheit
PHILIPP BEHRBOM
Eng, unter der Erde und zumeist dunkel – allein das Prinzip Tunnel löst bei vielen Menschen Unbehagen aus. In Bremen zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede zwischen Unterführungen. Während einige durch Initiativen zu echten Erlebnisorten werden, sind Sicherheitsgefühl und Aufenthaltsqualität in anderen eher unterirdisch. Das Problem: Einige der markantesten Problembauwerke liegen nicht in der Hand der Stadt. Die Möglichkeiten, die Situation zu verbessern, seien dementsprechend begrenzt, heißt es von Seiten des Amtes für Straßen und Verkehr. Der Gustav-Deetjen-Tunnel steht aufgrund seiner engen Fuß- und Radwege häufiger in der Kritik. Da der Tunnel von der Deutschen Bahn verwaltet werde, könne man daran
auch nichts ändern. Lediglich die Beleuchtung liege in der Hand des ASV, erklärt Aygün Kilincsoy, Sprecher der Verkehrssenatorin Özlem Ünsal. Diese sei 2024 saniert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht worden.
Für Michael Jonitz, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, sei dies lediglich ein Mindeststandard. „Zudem ist anzumerken, dass die Einfahrt aus der Innenstadt weiterhin sehr dunkel ist und dort nach wie vor schwierige Lichtverhältnisse herrschen, insbesondere für den Radverkehr“, so Jonitz. Plakatierungen und dunkle Wände würden den Eindruck zusätzlich nicht verbessern. Deutlicher formuliert es Ralph Saxe, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Bürgerschaftsfraktion: „Der Gustav-Deetjen-Tunnel ist eine Schande für die Barrie-
refreiheit.“ Es werde Zeit, dass Tunnel und Brücken als stadtbildprägende Eingänge in die Stadt begriffen werden, so Saxe. Dabei gehe es über einmalige Aktionen hinaus. Während man die Situation im Findorff-Tunnel durch verbesserte Beleuchtung entschärft habe, gebe es weitere Sorgenkinder.
„Der Kunsttunnel ist ein Beispiel dafür, dass Tunnel ständige Aufmerksamkeit brauchen oder zu unschönen Angsträumen werden“, meint Saxe. 2016 wurde die Unterführung zwischen Wall und Tiefer unter der Altmannshöhe mit Kunstwerken von Johann Büsen verschönert. Ab Ende 2022 nahmen gezielter Vandalismus und der Verschleiß des Materials jedoch überhand. Im Gegensatz zum Gustav-Deetjen-Tunnel und dem Findorff-Tunnel hat das ASV rein rechtlich die Möglichkeit, den Tunnel zu über-
arbeiten, und sieht auch Probleme vor Ort: „Die Beleuchtung im Kunsttunnel verursacht einen hohen Instandhaltungsaufwand, kann aber aufgrund des enormen Vandalismus dennoch nicht dauerhaft in einem zufriedenstellenden Zustand erhalten werden“, so Kilincsoy. Zeitpläne für Verbesserungen des Kunsttunnels können seitens des ASV nicht benannt werden. Die Priorisierung liege derzeit bei anderen Projekten, zum Beispiel den Weserbrücken, so Kilincsoy. Saxe und Jonitz sind sich einig: Das muss nicht so bleiben. Ein großes Positivbeispiel für Tunnel liegt gar nicht weit entfernt vom GustavDeetjen-Tunnel – der Friedenstunnel. Er besteche durch Ideen, Präsenz, Engagement und Verantwortlichkeit, so Jonitz. Vor Ort werde der Tunnel als Erlebnisort wahrgenommen, nicht als Angstraum.
Bonus für Crowdfundingprojekte Beiträge für Einheitsfeier
Mit dem Crowdfunding-Contest
„Mission: Impact Business“ unterstützt das Starthaus Bremen und Bremerhaven gemeinsam mit der Senatorin für Wirtschaft wirkungsorientierte Gründungsprojekte aus dem Land Bremen.
Das Prinzip: Projekte, die ihr Finanzierungsziel im Rahmen des Starthaus Crowdfundings erreichen, erhalten eine Verdopplung der CrowdUnterstützung, maximal 3.000 Euro. Gründer können sich bis zum 12. März bewerben. pb
Unter dem Motto „Viele Stärken –ein Land“ feiert Deutschland vom 2. bis zum 4. Oktober in Bremen seine Einheit. Um sich an der Feier zu beteiligen, können Bürgerinnen und Bürger, Initiativen, Vereine oder Verbände sich ab sofort bis
zum 20. April für einen Auftritt in einem beliebigen Format bewerben. Auch gastronomische Betriebe werden gesucht. Anmeldeformulare gibt es im Internet unter rathaus.bremen.de/ tagderdeutscheneinheit2026 lcs
Der ehemalige Kunsttunnel unter der Altmannshöhe ist ein besonderes Beispiel für schlechte Beleuchtung und Verwahrlosung. Foto: Schlie
IT bremst Migrationsamt
MARCUS SCHMIDT
„Es kann nicht sein, dass alle nach der Verwaltungsdigitalisierung schreien, aber bislang nicht einmal die Grundlagen dafür gelegt wurden“, ärgert sich Denis Geger, der Fachgruppenvorsitzende der Verwaltungspolizei bei der Gewerkschaft der Polizei (GdP), über die Zustände im Migrationsamt. „Besonders problematisch ist dies in der laufenden Publikumssachbearbeitung –Fehlermeldungen bei der Aufnahme von Biometriedaten, lange Wartezeiten bei der Verarbeitung von Dokumenten in der E-Akte und der Übermittlung von Anträgen an die Bundesdruckerei“, erklärt der Gewerkschafter.
Benötigen die Mitarbeitenden weitere Hilfe, so müssten sie sich an den IT-Dienstleister wenden, und auch dann sei eine schnelle Lösung zumeist nicht in Sicht. „Der First-LevelSupport schafft es nämlich meist nicht, das Problem direkt zu lösen“, weiß der Sprecher. Die Beschäftigten erhielten dann ein Ticket und müssten auf weitere Hilfe durch den ITDienstleister warten. Eine mögliche Folge: Die Publi-
kumssachbearbeitung gerate ins Stocken. „Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten am Limit, die Fallzahlen in der Sachbearbeitung sind deutlich gestiegen, da kann es nicht sein, dass die IT eine zusätzliche Belastung darstellt.“
Die Gewerkschaft der Polizei fordere daher den Bremer Senat auf, das Thema Digitalisierung endlich voranzutreiben und auch den Druck auf den IT-Dienstleister zu erhöhen, damit in der öffentlichen Verwaltung effektiver gearbeitet werden kann.
„Der Senatorin für Inneres und Sport sind die bestehenden technischen Probleme im Migrationsamt Bremen bekannt und sie werden mit Priorität bearbeitet“, bestätigt die stellvertretende Pressesprecherin Canan Sevil. Gemeinsam mit dem zuständigen ITDienstleister werde daran gearbeitet, die Stabilität der Systeme zu verbessern und bestehende Einschränkungen zu beheben. „Ziel ist es, die Arbeitsfähigkeit im täglichen Betrieb zu sichern und Kundenanliegen weiterhin schnell und effizient zu bearbeiten. Parallel werden Digitalisierungsmaßnahmen weiter umgesetzt.“
Wir als Nachkommen der Täter
„Es ist ein Zeichen der Verantwortung, die wir als Nachkommen der Täter tragen“, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte am Dienstag bei der Gedenkveranstaltung zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar vor 81
Jahren. Später sang Katy aus dem Spring vom Bremer Klassik-Ensemble Namu (o.) „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist“. Das hatte der gender-queere Gefangene Hambo im KZ Theresienstadt vorgetragen. Foto: M. Schmidt
MalerMeister
„Ich vertraue auf die Gastfreundschaft“
Interview mit Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte zum Tag der Deutschen Einheit
MARCUS SCHMIDT
WESER REPORT: Herr Bovenschulte, wie und wo haben Sie den Tag der Deutschen Einheit, die Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 erlebt?
ANDREAS BOVENSCHULTE: Bei der Maueröffnung weiß ich es genau, beim Tag der Deutschen Einheit bin ich mir nicht ganz sicher. Ich glaube, ich war einfach hier in Bremen und habe die Feierlichkeiten in Berlin aus der Ferne verfolgt. Haben sich Ihre Hoffnungen von damals erfüllt?
Auf jeden Fall. Auch wenn ich damals ja immer gesagt habe: Noch lieber als ein reiner Beitritt der neuen Länder wäre mir gewesen, wenn man die Chance einer gesamtdeutschen Verfassung genutzt hätte. Laut Grundgesetz wäre das möglich gewesen. Ob das wirklich besser gewesen wäre? Keiner weiß das heute. Insgesamt hat sich das vereinigte Deutschland wesentlich besser entwickelt, als ich das damals erwartet hatte. Es ist schon enorm, was wir erreicht haben – auch was die wirtschaftliche Angleichung von West und Ost angeht.
Was bedeutet Ihnen der Feiertag heute?
Es ist in diesem Jahr natürlich etwas ganz Besonderes, weil die zentrale Einheitsfeier ja in Bremen steigt. Aber davon mal abgesehen: Wenn man die Einheit im Alter von 35 Jahren erlebt, dann ist einem die geschichtliche Bedeutung in diesem Augenblick selbstverständlich präsent. Im Laufe der Zeit ist allerdings noch deutlicher geworden, welch große historische Leistung die Wiedervereinigung war. Ohne, dass es gewaltsame Auseinandersetzung gab. Ohne, dass Blut vergossen wurde. Ich bin mit einem geteilten Deutschland groß geworden und kannte bis zum Fall der Mauer auch gar nichts anderes. Heute kann ich mir das gar nicht mehr vorstellen.
Was können Sie – als Bundesratspräsident – mit der Feier für die Einheit bewirken?
Bundesratspräsident und Bürgermeister Andreas Bovenschulte freut sich „auf diese große Party“ zum 3. Oktober: „Das Fest lebt davon, dass wir eine bunte Mischung anbieten.“
und einbinden?
Alle Bremerinnen und Bremer zu begeistern ist natürlich ein hehres Ziel. Aber ich bin mir sicher, dass es uns gelingen wird, wenn wir zwei Punkte deutlich machen. Erstens, dass der 3. Oktober nicht irgendein, sondern ein ganz wichtiger Tag für die Bundesrepublik Deutschland und die Menschen ist. Ein ganz besonderer für die Grundwerte einer liberalen und sozialen Demokratie, für Einigkeit, Recht und Freiheit. Und zweitens, dass es ein grandioses Fest ist, das wir da feiern. Dass wir alle zusammen viel Spaß und Freude haben, mit 300.000, vielleicht 400.000 Gästen. Wann hat es das schon mal gegeben? Das wird die größte Feier, die wir in den letzten 16 Jahren in Bremen erlebt haben.
Werden auch Vereine, Kulturschaffende und NGOs aus Bremen eingebunden?
drei tollen Tage hinaus – was bleibt?
Wir haben die Möglichkeit, Bremen als das darzustellen, was es ist: Ein Land mit einer beeindruckenden Tradition, das zugleich ein nach vorn drängendes, modernes Gemeinwesen ist. Wer kann schon mit einem so attraktiven Marktplatz samt Rathaus und Roland aufwarten? Wer kann andererseits schon von sich sagen, dass er Space-City Nummer eins in Deutschland ist, wenn nicht in Europa? Diese Chance, uns so vielen Menschen unmittelbar so zu präsentieren, das ist doch etwas Großartiges. Wir wollen damit das Image Bremens nachhaltig positiv prägen.
Welche Attraktion wollen Sie sich unbedingt anschauen? Ihre drei Höhepunkte des Bürgerfestes sind...
Ist alles im Zeitplan?
Wir sind gut im Zeitplan. Wird der Sicherheitsaufwand ähnlich wie bei den Weihnachtsmärkten und Staatsbesuchen sein?
Das wird ein noch größerer Aufwand sein, weil viel mehr Menschen und viel mehr Prominenz kommen werden. Wir werden eine gute Balance finden müssen, zwischen der notwendigen Sicherheit und der Unbeschwertheit, die wir für ein fröhliches Fest brauchen. Das ist immer eine Abwägung. 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht – oder nur dann, wenn man alle Freiheit erstickt.
Wo sehen Sie den größten Haken der Veranstaltung – und was sagen Sie Kritikern angesichts des einmaligen Festes dazu?
Wir sind noch dabei, das endgültige Programm zusammenzustellen. Es wird tolle Darbietungen geben, auch im musikalischen Bereich. Welche, das werde ich hier aber noch nicht verraten.
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Haus-Fassaden: Putzrisse/Schäden sanieren mit eigenem Gerüst
Der Bundesrat und der Bundesratspräsident als aktueller Vorsitzender repräsentieren die Gesamtheit der Länder in ihrer Vielfalt. Immer getreu unserem Motto: „Viele Stärken – ein Land.“ Auch die Feier rund um den 3. Oktober wird zu diesem Motto passen, da werden sich nicht nur Bremen und Bremerhaven, sondern alle 16 Bundesländer und die Verfassungsorgane von ihrer besten Seite zeigen. Für uns ist deshalb besonders wichtig, dass wir an dem Tag gute Gastgeber sind.
Wie wollen Sie alle Bremer für die Einheitstage 2026 begeistern
BREMEN KOMPAKT
Selbstverständlich. Das Fest lebt davon, dass wir eine bunte Mischung anbieten. Da werden sich alle Länder einbringen, die Bundesregierung, der Bundestag, das Bundespräsidialamt, der Bundesrat und das Bundesverfassungsgericht. Im Kern lebt der Tag aber vor allem auch von unserer vielfältigen Stadtgesellschaft, von den Initiativen, Verbänden und Vereinen. Die Sportvereine werden dabei sein, die Kultureinrichtungen, die Blaulicht-Familie und und und. Die wollen wir alle mit einbeziehen, damit wir unser wunderbares Gemeinwesen gut präsentieren können.
Was bekommt Bremen über die
Wer organisiert das Fest im Rathaus?
Am Ende liegt die Gesamtverantwortung immer beim Bürgermeister. Davor werde ich mich nicht wegducken können. Aber ich habe herausragende Kolleginnen und Kollegen, die das organisieren. Auch mit Unterstützung von Agenturen, denn wir wollten dafür nicht extra eine neue Verwaltungseinheit aufbauen. Das wäre viel teurer geworden.
Klar ist, wir sind eine Stadt mit knapp 600.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Wenn da 400.000 Gäste dazu kommen, dann wird es richtig voll und es liegt auf der Hand, dass das Auswirkungen auf Verkehr, Infrastruktur und die alltäglichen Abläufe hat. Wichtig ist, dass alles vorher gut kommuniziert wird. Und dann atmen wir alle einmal tief durch und sagen: Jetzt freuen wir uns auf diese große Party! Ich vertraue da auf die große Gastfreundschaft der Bremerinnen und Bremer und dass sie den unvermeidbaren Einschränkungen mit Gelassenheit begegnen. Wir feiern schließlich nur alle 16 Jahre den Tag der deutschen Einheit in Bremen.
Keine Zeitung erhalten? Meldung bitte über www.weserreport.de/ewz
Hotline: 0421/690 55 350
Vertriebsleitung: Sascha Carstens
Das traditionsreiche Bremer Möbelhaus Flamme wird noch in diesem Jahr seinen Geschäftsbetrieb einstellen. Das teilte Geschäftsführerin Tina Flamme im Namen aller Gesellschafter mit. Betroffen sind auch alle fünf Filialen in Berlin, Frankfurt, Fürth, München und Hannover. Einen Termin für die Schließung des Bremer Stammhauses am Ostertorsteinweg gibt es noch nicht. Mehr: weserreport.de/go/flamme
Die Bremer CDU will mit vier Schwerpunktthemen Druck auf den Senat machen. Bei einer Klausurtagung in Berlin erarbeiteten Landesvorstand und Fraktion Positionspapiere zu den Themen Sicherheit, Problemimmobilien, Bildung und Digitalisierung. Mehr: weserreport.de/go/cdu-position
Chefredaktion: Robert Lürssen,robert.luerssen@weserreport.de
Lokales: Philipp Behrbom, Martin Bollmann, Bettina Meister, Thorsten Runge, Marcus Schmidt, Laura Carina Stache Reise, Motor und Sonderthemen: Marinos Kaloglou Kultur: Bettina Meister
Foto: M. Schmidt
KI statt Therapie?
Potenziale und Risiken von Künstlicher Intelligenz als Ratgeber bei persönlichen Problemen
LAURA STACHE
Wenn lange Wartezeiten zur
Norm werden, suchen Menschen nach Alternativen, um seelische Unterstützung einzuholen. Anstatt in eine Praxis für Psychotherapie kann der Weg auch zu einer Künstlichen Intelligenz führen. Damit dringt Technik in einen emotionalen Bereich vor, der bisher nur Menschen vorbehalten war.
„Die Hemmschwelle, sich über belastende, schambehaftete Inhalte auszutauschen, ist mit KI-Apps viel geringer“, so Psychotherapeutin Janine Laudi, stellvertretende Leitung des Psychologischen Dienstes der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Bremen-Ost. Künstliche Intelligenz kann zuhören, trösten und Rat geben – und das rund um die Uhr, ohne Termin, Kosten oder Konflikte. Trotz der verlockenden Bequemlichkeit und Vorteile ist die Nutzung auch mit verschiedenen Risiken und Datenschutzfragen verbunden. „Ein Risiko liegt in der Vermeidung echter Hilfe und einer Überschätzung der KI-Kompetenz“, warnt Laudi, „die KI erkennt Muster, aber nicht den Menschen.“
„Die Antworten wirken oft empathisch und plausibel, sind aber nicht automatisch fachlich korrekt oder individuell passend, weil generative Systeme Fehler überzeugend formulieren können“, erklärt DennisKenji Kipker, Professor für ITSicherheitsrecht an der Hochschule Bremen. Folglich sind die Antworten nicht unbedingt als vertrauenswürdig einzustufen. „Besonders riskant ist das bei Krisen, Selbstgefährdung, Psychosen oder schweren Depressionen, weil eine KI problematische Gedanken unbeabsichtigt bestätigen oder verharmlosen kann“, führt er aus. Am höchsten sei das Risi-
Abgeplatzte Köpfe, Patina und Plakate
(Negativ-)Beispiele der öffentlichen Kunst
ihrem endgültigen Verfall entgegen.
Weitere Einsendungen betrafen diverse Bronzeskulpturen. Dazu zählen „Ohne Titel“ von Thomas Recker im Grünzug West, der „Jüngling“ von Herbert Kubica in den Wallanlagen sowie der „Jüngling mit Richtkranz“ von Paul Halbhuber im Waller Grün. Während diese teilweise vor 1973 und damit vor der Zuständigkeit des Kulturressorts aufgestellt wurden, schwankt der Verwitterungsgrad deutlich. Insbesondere bei Bronzeskulpturen ist die Patinabildung aufgrund der Materialwahl ganz normal und gehört oftmals zum künstlerischen Konzept. Entsprechend kann es hierzu durchaus unterschiedliche Auffassungen geben.
ko bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren: „Sie sind digital nativ, aber hirnentwicklungsbedingt noch nicht in der Lage, parasoziale Beziehungen wirklich zu reflektieren“, betont die Psychotherapeutin.
Falschinformationen können überzeugend formuliert werden
Während des Austauschs mit einem Chatbot über die psychische Gesundheit gelangen sensible Daten, die Rückschlüsse über Beziehungen, Sexualität oder traumatische Erfahrungen zulassen, auf die Server der Anbieter. Aber wie lange werden die Daten dort gespeichert? Und wer erhält Zugriff darauf? „Das Kernrisiko ist Kontrollverlust über die Daten“, so Kipker, „ge-
Großes Los gezogen (v. l.): Gunnar Sgolik (Stadtgarten Vegesesack), Christof Steuer (Knoops Park), Tim Großmann (Bürgerpark), Andreas Bovenschulte (SPD) und Dietmar Hoppe (Tombola). Foto: M. Schmidt
Lose mit Bahnhofsmotiv
Bürgerpark-Tombla startet am Mittwoch
„Tuc-Kekse habe ich gewonnen, auch mal Ketchup, aber noch nie ein Auto.“ Das verrät Bürgermeister Andreas Bovenschulte über sein Glück am Rande der Bürgerpark-Tombola und scherzt: „Größere Mengen Bargeld auch nicht. Aber das kommt ja vielleicht noch.“
Dietmar Hoppe, Geschäftsführer der Bürgerpark-Tombola, erklärt schon mal, was es dieses Jahr zu gewinnen gibt: „Nach wie vor kosten die Lose 2 Euro. Die drei Hauptgewinne sind Fahrzeuge, die deutlich über 30.000 Euro wert sind.“ Ab dem 4. Februar sind die bunten Glücksbriefchen wieder erhältlich. Bedruckt sind sie mit dem historischen Bremer Hauptbahnhof.
Der Losverkauf in der Innenstadt startet auf dem Liebfrauenkirchhof, in der Sögestraße, der Pieperstraße, auf dem Ansgarikirchhof sowie auf dem Bahnhofsvorplatz. Parallel dazu öffnen die Glücksdörfer in
Die Hemmschwelle, sich mit künstlicher Intelligenz über belastende Inhalte auszutauschen, ist deutlich geringer als in einem persönlichen Gespräch.
sundheitsbezogene Informationen fallen zudem in der EU regelmäßig unter besonders schützenswerte Daten, weshalb eine Fehlverarbeitung oder ein Datenabfluss besonders gravierend ist.“ Der IT-Experte rät daher, KI nur als Reflexionshilfe zu nutzen und identifizierende Details konsequent wegzulassen. Bei Sprach- und Videoeingaben steige das Risiko noch zusätzlich, weil Stimmmuster, Nebengeräusche oder Hintergrundinformationen weitere Identifikatoren liefern können. Potenzial steckt vor allem in der ergänzenden Nutzung von KI, um beispielsweise herauszufinden, welche Therapieform die richtige ist und an wen man sich überhaupt wenden kann, so Laudi. Ebenso denkbar ist das Planen kleiner alltagstauglicher Übungen zur Selbstfürsorge, um Wartezei-
Foto: Schlie
ten zu überbrücken oder das Formulieren von Fragen für einen Therapietermin, ergänzt Kipker.
Dass künstliche Intelligenz einen menschlichen Kontakt ersetzt, halten beide aus heutiger Sicht für nicht realistisch. Vielmehr könne ein langfristiger Austausch mit KI auf Kosten sozialer Kompetenzen gehen und das Risiko einer Abhängigkeit sowie einer sozialen Isolation erhöhen, führt die Psychotherapeutin aus. Gerade bei depressiven Störungen kann das wiederum zur Aufrechterhaltung der Erkrankung beitragen. „Für psychische Gesundheit sollte man KI daher als Informations- und Strukturierungshilfe betrachten und bei ernsthaften oder akuten Symptomen professionelle Hilfe einholen“, rät auch Kipker.
Unter dem Stichwort „Verfallene Kunst“ haben Leserinnen und Leser im Nachgang des Artikels „Ist das Kunst oder muss das neu?“ dem WESER REPORT weitere Kunstwerke im Stadtgebiet mitgeteilt, die nach Ansicht der Leserinnen und Leser eine Überholung nötig haben. Gleich mehrere Einsendungen trafen zur Figurengruppe „Konkurrenz“ auf dem Boulevard der Universität ein. Seit Oktober 1978 liefern sich die Radrennfahrer von Peter Mittler einen erbitterten Kampf in Richtung Ziellinie, doch der Zahn der Zeit nagt deutlich an den Figuren. Während einige lediglich mit abgeblätterter Farbe und fehlenden Fingern zu kämpfen haben, fehlt einem anderen Radrennfahrer der gesamte Kopf. Vandalismus spielt hier neben witterungsbedingten Einflüssen ebenfalls eine Rolle. 1992 wurde die Figurengruppe noch einmal restauriert, doch inzwischen wirken die Fahrer erneut traurig und radeln nicht nur der Ziellinie, sondern auch
Ob allerdings Sticker, Graffitis und gelegentlich auch Veranstaltungsplakate an den Säulen der „Waller Gespräche“ von Bernd Altenstein auf dem Wartburgplatz noch zum künstlerischen Konzept gehören, darf bezweifelt werden. pb
Die Statuengruppe „Konkurrenz“ auf dem Universitätsboulevard zeigt deutliche Abnutzungserscheinungen. Foto: Schlie
den Einkaufscentern Weserpark, Roland-Center, Berliner Freiheit, Walle-Center und Waterfront. Auch das Tombomobil ist unterwegs. Zum Beispiel steht es am 4. Februar vor dem Hansa-Carré in BremenHastedt. An den Markttagen Dienstag, Donnerstag und Samstag wird die rollende Gewinnausgabe vormittags in der Gerhard-Rohlfs-Straße in Bremen-Vegesack zu finden sein. Wenn die Witterung es zulässt, wird das Fahrzeug an Sonnund Feiertagen im Bürgerpark zwischen der Minigolfanlage und dem Ruderbootverleih stehen. Hoppe wünscht sich: „Die Bürgerpark-Tombola, der Bürgerparkverein und die am diesjährigen Reingewinn partizipierenden Vereine Knoops Park und Stadtgarten Vegesack hoffen auf ihr großes Engagement – im Sinne der guten Sache“. Infos unter: buergerparktombola.de mas
Volltreffer im Sportverein
Das Panorama 1899 in Horn überzeugt mit leckeren Gerichten und fairen Preisen
SCHMECKT’S?
Der Restaurant-Test im Weser Report
Panorama 1899
Berckstraße 87
Montags bis freitags von 10 Uhr bis 21.30 Uhr, samstags und sonntags von 10 Uhr bis 17 Uhr 0421 / 33 65 52 29 panorama1899.de
AMBIENTE
Die Gastronomie befindet sich in den Räumen des Sportvereins TV Eiche Horn. Eine typische Vereinsgaststätte ist diese aber nicht: Natürlich hängen auch hier Medaillen an der Wand und es gibt Wimpel für die Stammtischgruppen. Ansonsten haben wir eher das Gefühl, wir sitzen in einem ungezwungenen Bistro. Die Räume sind lichtdurchflutet, mit großem Barbereich, gemütlichen Korbstühlen, vielen Pflanzen und schönem Wintergarten. Die Farben sind hell und fröhlich: das frische Grün in der Dekoration macht jetzt schon Lust auf den Frühling. Und der Ausblick auf die „Fritzewiese“, also die Sportplätze und einen Spielplatz, rechtfertigen den Namen „Panorama“ absolut.
Bauernsuppe und Gulasch im Panorama 1899.
ESSEN
Der Bauerneintopf mit Kartoffeln, Gemüse und Kochwurst für 9,90 Euro soll uns bei den kalten Temperaturen aufwärmen. Und das tut er auch. In einer handelsüblichen (also großen) Suppenterrine kommt der heiße Eintopf mit Kartoffeln, Blumenkohl, Kidneybohnen, Möhren, Zwiebeln, Mais, Tomaten, Petersilie und Scheiben einer deftigen Kochwurst auf den Tisch. Plus etwas Brot. Wir sind geplättet angesichts der großen und leckeren Portion, aus der sich letztlich drei volle Suppenteller ergeben. Das Gulasch für
14,90 Euro kann sich ebenfalls sehen lassen: Auch hier ist der Teller sehr gut gefüllt mit Rindfleisch, das auf der Zunge zergeht, in einer kräftigen Bratensoße mit Paprika, Zwiebeln und Champignons. Dazu noch leckerer Rotkohl (angenehm bissfest) sowie dünne Spätzle. Hier ist unser einziger Kritikpunkt, denn die sind leider fade, nicht gewürzt und nur lauwarm.
SERVICE
Herzlich sind die Damen. Und das nicht nur den Stammgästen gegenüber, in dem sehr gut besuchten Lokal. Zudem ist der
Foto: Schlie
Service perfekt organisiert und schnell.
PREISE
Die riesige Portion Bauerneintopf für 9,90 Euro ist ein unschlagbares Angebot. Auch 14,90 Euro für das Gulasch sind angemessen. 2,60 Euro für ein Wasser (0,25l), 3,50 Euro für ein Bier (0,3l) und 5,10 Euro für den günstigsten Wein (0,2l) sind normale Preise.
FAZIT
Leckere Hausmannskost zu richtig guten Preisen.
Bettina Meister
Kommt der Aufschwung in Deutschland?
SASCHA OTTO
Senior Manager Wertpapiermanagement bei der Sparkasse Bremen
Nach zwei Jahren mit negativen Wachstumsraten ist die deutsche Wirtschaft 2025 wieder gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte um 0,3 Prozent zu. Hauptgrund für den Zuwachs waren allerdings steigende Ausgaben für Gesundheit – sowohl vom Staat als auch von den privaten Haushalten. Diese Aussage stimmt auf das ein, was vor uns liegt: Nein, wir werden 2026 keinen Konjunktur-Boom mit Vollbeschäftigung erleben. Soweit ist der Konjunkturzyklus noch lange nicht. Wenn der BIP-Zuwachs die Marke von 1 Prozent überbieten sollte, dann war es schon ein gutes Jahr. Wichtig ist dabei, dass die Abwärtsspirale aus den Köpfen verschwindet. Auch Größen wie die Auftragseingänge und die Industrieproduktion haben ihre Talsohle durchschritten und beginnen langsam zu steigen. Hier haben sie noch Luft nach oben. Mein Fazit zur Konjunktur 2026: Das Glas ist halbvoll – und 2027 dürfte sogar noch besser werden. GELDANLAGE
KLIMATIPP
Unabhängige Beratung suchen
JENNY BLEKKER
Klimaschutzagentur Energiekonsens
Es gibt immer etwas am Haus zu tun. Ob Dacharbeiten, barrierefreies Wohnen oder der alte Heizungskessel – vieles ist mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Es lohnt sich, vorab eine Einschätzung über unabhängige Beratungsstellen einzuholen. In Bremen gibt es seit vielen Jahren einen Zusammenschluss neutraler und erfahrener Beratungsinitiativen, der seit Anfang des Jahres unter neuem Namen „Klima Bau Netzwerk“ (ehemals Bremer Modernisieren) zu finden ist. Dieses bietet ein vielfältiges Programm von Maßnahmen zum Starkregenschutz, über Fördermittel bis zur energetischen Sanierung an. Auch lassen sich kostenfreie Orientierungsberatungen vereinbaren – in den Klima Bau Zentren, bei den einzelnen Akteuren und direkt zu Hause. Mehr unter klimabaunetzwerk.de
Mit jedem Ton wächst die Freude
Zwischen Studentendasein und Uraufführung: Universitätsensemble erobert die Glocke
PHILIPP BEHRBOM
Wenn morgen der Saal der Glocke in freudiger Erwartung verstummt, wird es für die Mitglieder des Universitätsensembles, bestehend aus Chor und Orchester, nach einem Semester voller Proben und Arbeit wieder ernst. Ehe der erste Bogen zum Einstimmen über die Saiten streicht, wird es noch einmal laut. Wenn der Dirigent die Bühne betritt: Mariano Chiacchiarini.
Während die Anfänge des Universitätsorchesters bis in das vergangene Jahrtausend zurückreichen, ist der Chor noch relativ jung. Hervorgegangen aus einem Ensemble der ehemaligen Pädagogischen Hochschule Bremen, wurde das Universitätsorchester im selben Jahr wie die Universität selbst gegründet: 1971. Über drei Jahrzehnte später folgte der Chor. Anlass für die Gründung war die Aufführung von Carl Orffs „Carmina Burana“ im Februar 2003, damals noch unter der Leitung von Universitätsmusikdirektorin Susanne Gläß.
Seit September 2022 ist Chiacchiarini Universitätsmusikdirektor an der Universität Bremen. Gleichzeitig ist er weltweit ausgezeichnet, unter anderem mit dem Echo Musikpreis, als „Herausragende Persönlichkeit der Kultur“ seiner Geburtsstadt und seit 2025 als „Dirigent des Jahres“ des Musikkritikervereins – ein Preis, überreicht im Parlament von Buenos Aires. Wieso arbeitet einer wie Chiacchiarini also weiterhin mit Studierenden zusammen? „Ich habe es immer geliebt, mit Laien zu arbeiten. Es ist etwas, was uns Profis sehr gut tut, um raus aus der Routine zu kommen und diese Liebe zur Musik immer wieder neu zu entdecken“, erklärt Chiacchiarini. Und auch für die Studierenden haben die Musik und das Engagement im Chor große Bedeutung, hebt Chiacchiarini hervor:
Seit 2022 ist Mariano Chiacchiarini Universitätsmusikdirektor an der Universität Bremen. Jedes Semester dirigiert er die Abschlusskonzerte. Foto: Matej Meza
„Wir schaffen einen Raum, in dem es heißt: Raus aus der Wohnung, raus aus dem Scrollen am Handy und hin zu anderen Menschen.“ Die Entwicklung, die der Chor und das Orchester seit seinem Amtsantritt genommen haben, sei außergewöhnlich, meint der Dirigent. 2022 waren Chor und Orchester, auch wegen der Auswirkungen der CoronaPandemie, dezimiert. Binnen weniger Jahre formten Chiacchiarini und die Universität ein Ensemble, das 2024 sogar an der Sorbonne Université in Paris auftreten konnte.
„Das war ein Highlight und einer unser wichtigsten Auftritte. Wir sind mit 170 Personen nach Paris gefahren und haben dort mit unserem Auftritt das PucciniJahr gemeinsam gefeiert“, so Chiacchiarini. Wenige Wochen später traten dann Studierende der
Sorbonne gemeinsam mit dem Universitätsensemble in der Glocke auf. Doch vor solchen besonderen Momenten steht viel Arbeit. Zu Beginn jedes Semesters treten neue Studierende dem Chor bei. „Das ist vielleicht die schwierigste Aufgabe: Wie bekommt man die Neuen schnell auf das gleiche Level? Denn es muss Spaß machen, aber gleichzeitig wollen wir auch das Niveau verbessern“, erklärt Chiacchiarini. Beim verpflichtenden Vorsingen könne man schon gut absehen, wie es für die Personen weitergehe. Im Orchester gebe es allerdings feste Plätze, die nur neu vergeben werden, wenn Musizierende ausscheiden: „Schließlich können wir keine 15 Klarinetten haben“, scherzt Chiacchiarini. Stehen Chor und Orchester, wird geprobt – jede Woche drei
Stunden über den Verlauf des Semesters. Die Auswahl des Repertoires ist dabei nicht immer einfach. „Es muss etwas Interessantes für alle sein, aber auch etwas, das für unsere Entwicklung etwas bringt“, meint Chiacchiarini. Sein Fokus liegt auf Werken, die in Bremen noch nie aufgeführt wurden, um etwas Neues und Besonderes zu schaffen.
2024 leitete Chiacchiarini die bremische Uraufführung der ersten Sinfonie von Vaughan Williams, der Sea Symphony. Die Auswahl des Stücks folgte nicht nur musikalischen Kriterien, sondern auch, weil Bremen führend im Bereich Meereswissenschaften sei. In Verbindung mit dem Meeresinstitut Marum bot man neben dem Konzert auch eine begleitende Ausstellung an. Vaughan Williams hat es Chiacchiarini offensichtlich angetan: Mit seinem Werk „Toward the Unknown Region“ – zu Deutsch „In das Unbekannte“ – betreten Chor und Orchester morgen die Bühne der Glocke. Die beiden Ensembles präsentieren zudem Niels Gades Konzertouvertüre „Efterklange af Ossian“ und Jean Sibelius’ einzigartige siebte Sinfonie. Auch das nächste Projekt hat er bereits im Blick: Zum Sommersemester sollen Chor und Orchester erstmals Teile einer Oper aufführen – die Cavalleria rusticana von Pietro Mascagni. Doch noch liegt der Fokus auf morgen. Insbesondere in diesen schwierigen Zeiten, mit Blick auf die Weltlage und dem damit einhergehenden Pessimismus, sei die Musik und solche Konzerte besonders wichtig. „Wenn man in die Probe geht oder zum Semesterabschluss ins Konzert, ist es, als würden wir die Zeit stoppen. Und dann, wenn wir fertig sind, sehe ich diese Freude, dass wir etwas geschafft haben – etwas, das uns als Menschen besser macht und etwas, das bleibt.“
Männergesundheit im Visier
Laura Heitmann überzeugt den Beirat / Projekt endet am 30. Juni
VOLKER ALTHOFF
OSTERHOLZ - Männer haben immer noch eine durchschnittlich kürzere Lebenserwartung und sprechen seltener über psychische Probleme. Typische Rollenbilder wie „Männer müssen immer stark sein“ halten sich hartnäckig. Dem wirkt Laura Heitmann entgegen, will dieses Klischee brechen.
Heitmann hat an der Universität Bremen Gesundheitswissenschaften studiert und leitet seit 2023 das Projekt „Männersache Gesundheit Osterholz“; es endet am 30. Juni dieses Jahres. Ein Folgeantrag ist in Ausarbeitung. Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) Bremen fördert die Umsetzung. Träger ist die Bremer Heimstiftung. Zu den Projektinitiierenden gehören: der Beirat, Quartiersmanagement, Ortsamt in Osterholz und im Quartier lebende Personen.
Das Leibniz Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) begleitet und evaluiert den Prozess wissenschaftlich. Zielgruppen sind Männer ab 18 Jahren, die in Osterholz leben oder arbeiten, besonders Männer mit Migrationserfahrung, von Erwerbslosigkeit betroffene oder bedrohte, Männer mit gesundheitlichem Risikoverhalten sowie im Übergang zur Rente. Nun hat Heitmann das Konzept dem Beirat Osterholz vorgestellt – mit Erfolg: Der Beirat sagte seine Unterstützung für das Projekt zu. „Osterholz verfügt grundsätzlich über ein gut ausgebautes Netzwerk im Stadtteil. Aber die Angebote werden von Männern bisher wenig in Anspruch genom-
Projektleiterin Laura Heitmann überzeugte mit ihrer „Männersache Gesundheit Osterholz“ den Beirat. Foto: Heitmann / Bremer Heimstiftung
men. Die Bedarfe sind jedoch hoch“, erläuterte Heitmann. Das Programm ist bremenweit das einzige, das sich mit Gesundheitsförderung und Prävention für Männer auseinandersetzt. Deutschlandweit gibt es sehr wenig vergleichbare Angebote. „Das liegt daran, dass Männer Präventionsmaßnahmen deutlich weniger in Anspruch nehmen als Frauen“, führte Heitmann aus. Und genau da setzt ihr Plan an. „Ich möchte Männer für ihre Gesundheit sensibilisieren sowie ihre Gesundheitskompetenz steigern.“
Dafür hat sie fünf Handlungsfelder erstellt: Ernährung, Bewegung, psychische Gesundheit, gesundheitsbezo-
gene Wissensvermittlung und Suchtmittelprävention. „Diese Felder setze ich in 18 männerspezifischen Gesundheitsangeboten bis zum Ende der Projektlaufzeit um. Dabei arbeite ich mit Akteuren und Kooperationspartnern aus dem Stadtteil zusammen. Freiberufliche und Honorarkräfte f ühren diese Maßnahmen durch“, erläuterte die Gesundheitswissenschaftlerin.
In den vergangenen drei Jahren hielt das Projekt Angebote wie „Restekochen für Kerle“, Männerbadezeit, Männerfitness, Gehfußball, Ernährungsvorträge, Vater-Kind-Kurse und vieles mehr vor. „Die Männerbadezeit im Ote-Bad Tenever ist mit rund 70 bis 80 Besu-
Schöne Aussichten? Die Bebauungspläne der Galopprennbahn sind umstritten.
SPD stellt Bedingungen
Foto: Schlie
Diskussion um geplanten Wohnungsbau auf der Rennbahn
VOLKER ALTHOFF
OSTERHOLZ - Zur Diskussion einer teilweisen Bebauung der früheren Galopprennbahn hat sich jetzt Jens Dennhardt vom SPD-Ortsverein Hemelingen/ Sebaldsbrück geäußert. Er hält an dem Entwurf des Rotterdamer Büros „West 8“ fest, der als Siegerentwurf aus dem Wettbewerb hervorging.
2025 hat die Wirtschaftssenatorin vor dem Hintergrund des dringenden Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum und der Geldknappheit der öffentlichen Hand in Bremen eine Diskussion über eine teilweise Bebauung des Geländes eröffnet. „Für uns ist dabei wichtig, dass eine solche teilweise Wohnbebauung nur mit einer entsprechenden demokratischen Legitima-
tion erfolgen darf. Da vor der letzten Bürgerschaftswahl von solchen Plänen keine Rede war, ist diese demokratische Legitimation derzeit nicht vorhanden“, teilt Dennhardt mit. Zudem sei es der SPD wichtig, dass die von „West 8“ auf der Basis einer breiten Bürgerbeteiligung erstellten Planungen weiterverfolgt würden. Die Partei könne sich grundsätzlich eine untergeordnete Bebauung des Rennbahngeländes zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, von Sozialwohnungen bis hin zu bezahlbaren Eigenheimen vorstellen, wenn bestimmte Rahmenbedingungen gewährleistet würden: Dazu zählt eine untergeordnete Bebauung auf maximal einem Drittel der Fläche, die städtebaulich möglichst in die
chern an jedem 3. Samstag im Monat ein sehr erfolgreiches Angebot“, teilte Heitmann mit. Inzwischen habe sie ein Netzwerk – bestehend aus teilnehmenden Männern und Kooperationspartnern – aufgebaut. „Aus diesem Grund streben wir auch eine Verlängerung des Projektes an“, warb sie gegenüber dem Beirat.
Beim Rückblick auf das vergangene Jahr verwies die Referentin auf einige Daten, Zahlen und Fakten: „Elf verschiedene Gesundheitsangebote für Männer gab es, sechs Veranstaltungen in der Öffentlichkeitsarbeit. 46 Teilnehmende suchten Workshops auf und zirka 20 Teilnehmer besuchten Kurse. 53 Teilnehmer folgten Vorträgen und am Tag der Männergesundheit nahmen 107 Besucher teil. Insgesamt gab es 801 Teilnehmer.“
Dieses Jahr finden ebenfalls zahlreiche Angebote statt: so gibt es am 23. und 24. Februar die Stressreduktionswoche unter dem Motto „Komm mal runter, Mann“ im Mehrgenerationenhaus Schweizer Viertel. In diesem Rahmen gibt es kostenlose Schnupperstunden in Yoga und Chi Gong; Ziel: Männern den Nutzen dieser eher ruhigen Präventionsangebote näher zu bringen. Dann findet im März der Schrittzählerwettbewerb mit Auftaktspaziergang am 1. März statt. Und am 15. April gibt es den Tag der Männergesundheit in Blockdiek, unter anderem mit dem DSB-Hörmobil. Ziel: Prävention von Schwerhörigkeit beziehungsweise Demenzprävention, da ein Zusammenhang vorliegt.
Infos: maennergesundheitosterholz.de
Hemelinger Beirat lädt zur Sitzung
HEMELINGEN - Der Hemelinger Beirat lädt zu seiner nächsten Sitzung am kommenden Donnerstag, 5. Februar, 19 Uhr, ins Bürgerhaus (Godehardstraße 4, Großer Saal im Anbau) ein. Auf der Tagesaordnung steht unter anderem die Wärmepumpenwoche in Arbergen und Mahndorf, die Zukunft der Angebote im Familienzentrum Mobile sowie die Umsetzung des neuen Parkraumkonzeptes in Hemelingen (Bewohnerparken und aufgesetztes Parken). Außerdem informiert sich der Beirat über den aktuellen Stand der Sanierung der Bezirkssportanlage Hemelingen. Dazu eingeladen sind Vertreter der Senatorin für Sport und Immobilien Bremen. bm
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„Echt
im Netz“
Neuer Kurs über
OSTERHOLZ - Für junge Leute ist die Nutzung von Social Media eine Selbstverständlichkeit. Doch aufgepasst: N icht alles, was online behauptet und gepostet wird, ist automatisch richtig. FakeNews sind an der Tagesordnung. Auch Hasskommentare und Inhalte, die für junge Menschen problematisch sein können, fluten die Netzwerke. Der Martinsclub Bremen organisiert nun einen Kurs, der jungen Menschen einen angemessenen, kritischen Umgang mit Social Media nahebringt. Themen wie Fairness, Respekt, Gerechtigkeit und Vielfalt stehen online wie offline ebenfalls auf dem Programm.
Alle Teilnehmenden können zudem eigene Themen in den Kurs einbringen und so aktiv am Geschehen mitwirken. „Echt im Netz: für alle, die mitreden wollen“ findet ab dem 5. Februar an jedem Donnerstag von 16 bis 17 Uhr statt. Treffpunkt ist das Quartiersbildungszentrum Blockdiek, Düsseldorfer Straße 2a. Mitmachen können Kinder und junge Menschen ab zehn Jahre, die Teilnahme ist kostenfrei. Wer teilnehmen möchte, wird gebeten, sich bei Rosa Petram anzumelden: Per EMail an jugend@martinsclub. de oder unter der Telefonnummer 0421 / 33 11 80 55. bm
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bisherige Planung für das Gelände und das Umfeld integriert wird. Die durch einen Verkauf der Fläche eingenommenen Erlöse sollen ausschließlich für die Entwicklung des restlichen Geländes einschließlich bedarfsgerechter Sport- und Freizeitflächen verwendet werden. Eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft soll eine verlässliche und bedarfsgerechte Wohnungsbebauung für Familien, Junges Wohnen und ältere Menschen sicherstellen. Der geplante Klimawald und die Renaturierung des Mittelkampsfleets soll dauerhaft sichergestellt werden. Und schließlich soll die „Draußenschule“ der Oberschule Sebaldsbrück erhalten und verstetigt werden.
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Neuer Kurs soll junge Menschen für die richtige Nutzung von Social Media fit machen.
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Keine klassischen Strukturen
Ausbildungsmesse bringt Unternehmen und Nachwuchstalente gezielt zusammen
Der Weserpark wird am kommenden Wochenende zum siebten Mal der Schauplatz der Ausbildungsmesse Weser-Jobs. Die Veranstaltung behandelt Themen rund um Ausbildung, duale Studiengänge und erste berufliche Orientierung jeweils von 10 bis 18 Uhr am 6. und 7. Februar.
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Organisiert vom Juniorenkreis der Handelskammer Bremen, richtet sich die Messe gleichermaßen an regionale Unternehmen als auch an Schülerinnen und Schüler, die sich frühzeitig mit ihrer beruflichen Zukunft beschäftigen möchten.
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„Die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Bremen entscheidet sich auch in der Ausbildung. Wer heute die passenden Talente gewinnt und qualifiziert, sichert sich morgen die richtigen Fach- und Führungskräfte. Die WeserJobs leistet dazu einen konkreten Beitrag“, erklärt Jens Schneider, Sprecher der Bremer Wirtschaftsjunioren. Die ehrenamtlich organisierte Ausbildungsmesse folge bewusst einem anderen Ansatz als klassische Job- und Karrieremessen: „Statt unkoordinierter Standgespräche setzen wir auf eine persönliche Begleitung und gezielte Vermittlung.“
Weser-Jobs kann von 10 bis 18 Uhr jeweils am 6. und 7. Februar im Weserpark besucht werden. Die Talentjäger unterstützen die Schülerinnen und Schüler vor Ort. Foto: Wirtschaftsjunioren Bremen
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Um den Schülerinnen und Schülern also gezieltere Begegnungen zu ermöglichen, sprechen junge Fach- und Führungskräfte aus den Reihen der
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Wirtschaftsjunioren als sogenannte Talentjäger vor Ort mit den Jugendlichen über ihre Interessen, Stärken und berufliche Vorstellungen. Anhand dieser Grundlage werden dann passende Unternehmen vorgeschlagen und die Bewerbungsunterlagen geprüft. Anschließend begleiten die Talentjäger die Schülerinnen und Schüler direkt zu ihren Gesprächen und helfen ihnen dabei, einen sicheren Einstieg zu finden. „Die intensive Begleitung ist in dieser Form ein-
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t Dir. Entdecke, welche Möglichkeiten im Stahl stecken.
malig. Sie sorgt dafür, dass Gespräche gezielter geführt werden, Unternehmen und Bewerbende besser zueinanderfinden und beide Seiten am Ende spürbar davon profitieren“, betont Schneider. Zusätzlich besteht für Schülerinnen und Schüler vor Ort die Möglichkeit, ein kostenloses professionelles Bewerbungsfoto von einem Fotografen schießen zu lassen.
Der besondere Rahmen der Ausbildungsmesse steigere nach Angaben des Sprechers
der Wirtschaftsjunioren ihre Beliebtheit. Weser-Jobs findet nämlich während des regulären Betriebs im Weserpark statt. Dadurch präsentieren sich Unternehmen innerhalb kurzer Zeit Tausenden von Besucherinnen und Besuchern des Einkaufszentrums in einer attraktiven Umgebung. Und: „So kommen Firmen auch mit jungen Menschen ins Gespräch, die unter anderen Umständen keine klassische Jobmesse besuchen würden“, sagt Schneider. lcs
JENS SCHNEIDER : Weil es keine klassisch beworbene Ausbildungsmesse ist. Wir laden sowohl Unternehmen als auch die Schülerinnen und Schüler ganz gezielt ein. Wir wählen Unternehmen ganz bewusst aus unserem Netzwerk aus und gucken, dass es zusammenpasst, dass es breit gefächert ist und was uns noch unterscheidet: Wir haben die Talentjäger. Mehr als 20 ehrenamtliche erfahrene Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte sind vor Ort, die die Schülerinnen und Schüler begleiten und auch bei Gesprächen und beim Matching helfen. Es sind alles Wirtschaftsjunioren unter 40, also alle noch mit einer gewissen Bindung zu der jungen Generation. Sie wissen genau, worauf es eigentlich ankommt in einer Ausbildung – viele haben selbst eine Ausbildung gemacht und bilden nun auch selbst aus.
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biert – dieses Mal ist es ein großer Kernteil der Begleitung. Oft ist es nicht so einfach, im Alltag genau zu wissen, was man will. Das heißt, wir können da Interessenabfragen machen und dann hilft uns die KI dabei, die richtigen Ausbildungsberufe zu finden, die auch auf der Messe vertreten sind. Die Schülerinnen und Schüler werden dann auch gemeinsam mit uns zu den jeweiligen Ständen geleitet. Was für Fachbereiche sind bei den Ausstellenden vertreten?
Natürlich alles, was in Bremen groß ist. Also Logistik, Automobil, Luft- und Raumfahrt, aber auch Banken, Steuerberater, Kanzleien. Das sind die klassischen Ausbildungsberufe. In diesem Jahr sind es 46 Unternehmen, die ausstellen und die dann auch alles an Ausbildungsberufen mitbringen, was es gibt.
Ist in bestimmten Branchen ein Fachkräftemangel spürbar?
beruflich interessant sein könnte. Als zweites: Unterlagen parat haben. Vor Ort können wir diese gemeinsam durchgehen, nicht aber komplett erstellen. Wir haben noch die Möglichkeit, Bewerbungsfotos auf der Messe zu machen. Als letzten Tipp möchte ich mitgeben, lieber ein Gespräch zu viel als zu wenig zu führen. Alle dort sind wirklich sehr nett, offen und freuen sich auf die Gespräche. Außerdem lohnt es sich, das Ganze im Nachgang weiter zu verfolgen. Also: Wenn ich ein gutes Gespräch habe, dann merke ich mir das, dann besorge ich mir die Kontaktdaten und schreibe nachher noch mal, wenn ich Interesse habe. Das hilft, um sich gut abzusetzen. Können Besucher auch spontan teilnehmen?
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Wie hat sich das Konzept weiterentwickelt – gibt es Neuheiten in diesem Jahr?
Wir werden in diesem Jahr zum ersten Mal breit eine künstliche Intelligenz einsetzen. Letztes Jahr haben wir es in einem kleinen Rahmen bereits auspro-
Engagiert für Nachwuchstalente
Seit Jahren erfreut sich die Weser-Jobs-Ausbildungsmesse großer Beliebtheit. Die ehrenamtlichen Organisatoren der Wirtschaftsjunioren Bremen bringen im Gegensatz zu anderen Ausbildungsmessen die Unternehmen und Nachwuchstalente gezielt zusammen. Positiv hervorgehoben werden neben Standort und Struktur der Messe auch die gebotenen Konditionen für Unternehmen: Die Standpreise seien bewusst fair gehalten. Sie starten ab 740 Euro. „Die Gewinnung von Talenten ist für viele Unternehmen in den letzten Jahren deutlich aufwendiger geworden. Wir finden: Da müssen die Standpreise nicht auch noch zu Mondpreisen werden“, erklärt Jens Schneider. lcs
Ehrenamtlich in Bremen unterwegs
Zum Juniorenkreis der Handelskammer Bremen gehören rund 120 junge Unternehmer und Führungskräfte bis 40 Jahre, die über 11.000 Arbeitsplätze im Land Bremen repräsentieren. Der Umsatz der Mitgliedsfirmen beläuft sich auf fast 6 Milliarden Euro.
Auch in anderen Kreisen engagieren die Wirtschaftsjunioren sich ehrenamtlich für Bremen, beispielsweise durch Bewerbertrainings für Jugendliche, Projekte für Existenzgründer und Spendenaktionen für soziale Einrichtungen. Außerdem sind sie Teil der Wirtschaftsjunioren Deutschland, dem größten Netzwerk junger
Unternehmer der Bundesrepublik. Mehr Informationen unter wj-bremen.de
Ja, der ist überall spürbar. Tatsächlich ganz besonders in Bremen. Das ist auch ein Thema, für das wir uns als Wirtschaftsjunioren generell sehr stark einsetzen. Wahrscheinlich am stärksten zu spüren ist der Mangel in Handwerksberufen, in den klassischen Industrieberufen und Bauberufen. Auf der anderen Seite setzt es sich aber überall fort. Und da ist dann auch das richtige Matching eine
große Herausforderung. Wer passt tatsächlich zu welchem Beruf und hört nicht nach einem Jahr wieder auf? Ich glaube in einem erfolgreichen Match liegt die Chance, einem solchen Mangel entgegenzuwirken.
Die besten drei Tipps für einen Besuch bei Weser-Jobs?
Überhaupt hingehen ist wichtig! Der erste Tipp: Gut vorbereitet kommen. Sich mit den eigenen Stärken und Schwächen befassen und auch vielleicht schon überlegen, was
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Ja, genau. Das ist auch einer der Gründe, warum wir es im Weserpark machen. Die Location mag etwas ungewöhnlich sein, aber so holen wir natürlich auch viele Leute noch mal da ab, wo sie sind. Und es ist auch einfacher, Schülerinnen und Schüler in den Weserpark zu bekommen, als irgendwo in eine Kongresshalle. Wir haben immer wieder Schülerinnen und Schüler, die mit ihren Eltern eigentlich zum Shoppen da sind, es aber dann trotzdem gerade passt. Es sollte nur ein konkretes Interesse an einem Ausbildungsplatz da sein für das nächste Jahr.
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Jens Schneider. Foto: Wirtschaftsjunioren Bremen
AUTO
Foto:
E-Twingo ist gestartet
Renault hat die Bestellbücher für den neuen Twingo E-Tech geöffnet. Los geht es mit der Ausstattungslinie Techno (21.590 Euro). Bestellungen für die Ausstattungslinie Evolution (19.990 Euro) sind ab dem Frühjahr möglich, heißt es dazu.
Auszeichnung für neuen Stern
Der neue Mercedes-Benz CLA ergänzt seine Sammlung an weltweiten Auszeichnungen nun um den Titel „Car of the Year 2026“. Diese bekam der Stuttgarter, der sich im Finale gegen sechs Konkurrenten durchsetzte.
Dacia Spring bekommt
Bonus
Das hierzulande günstigste Elektroauto, der Dacia Spring erhält einen 5.000-Euro-Dacia-Elektrobonus und wird für viele Kunden noch erschwinglicher. Der Dacia Spring Essential electric 70 ist im Barkauf somit derzeit ab 11.900 Euro erhältlich. Das Angebot gilt bis zum 28. Februar, ergänzt Dacia.
Ein kraftvolles Außendesign unterstreicht den SUV-Charakter des neuen Toyota Urban Cruiser – „Hammerhead“ ist die passende Bezeichnung.
Den Namen kennt
man schon
Mit dem Toyota Urban Cruiser kommt jetzt ein alter
Bekannter neu
Automobilhersteller greifen für neue Modelle gern auf bekannte alte Namen zurück, so etwa Ford auf den Capri, Mitsubishi auf den Grandis oder Renault auf den R4. Auch Toyota bedient sich jetzt im eigenen Fundus und schickt mit dem neuen Urban Cruiser ein Modell an den Start, das vor zwölf Jahren noch als Mini-SUV durch deutsche Städte kurvte. Um 30 Zentimeter gewachsen kommt dieser nun als Stromer zurück auf den Markt. Der Urban Cruiser zeichnet sich vor allem durch ein kraftvolles Design aus. Die Frontpartie wird vom „Hammerhead“-Look geprägt, ein Designmerkmal, das für eine Generation neuer Toyota-Modelle steht. Schlan-
ke Scheinwerfereinheiten mit Lichtleitern für die horizontalen LED-Tagfahrleuchten und Blinker sowie eine U-förmige Zierleiste um einen Bi-LEDScheinwerfer, der sowohl Fern- als auch Abblendlicht projiziert, verstärken den optischen Effekt. Der stark ausgeprägte untere Stoßfänger betont außerdem den selbstbewussten Auftritt.
Und wie es sich herstellerübergreifend gehört erstreckt sich am Heck
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Klarheit und Benutzerfreundlichkeit prägen das digitale Bedienerlebnis im Cockpit.
Die durchgehende Lichtleiste am Heck lässt den Urban Cruiser größer erscheinen.
Am 7. Februar ist
Toyota Teamday
Zum Jahresauftakt bei den Händlern steht am kommenden Wochenende der neue Aygo X Hybrid (Foto) als erster Vollhybrid im Kleinwagensegment klar im Mittelpunkt (Einführungspreis ab 19.990 Euro). Für den gerade überarbeiteten vollelektrischen bZ4X gibt es bis zu 12.300 Euro „Deutschland-Prämie“ im Privat-Leasing. Für weitere Modelle wie Yaris und Yaris Cross, Corolla und Toyota C-HR sind ebenfalls spezielle
berechtigte Ford Neufahrzeuge bei verbindlicher Kundenbestellung und Abschluss eines Darlehensvertrages und nur für Gewerbekunden (ausgeschlossen sind Großkunden mit Ford Rahmenabkommen sowie gewerbliche Sonderabnehmer wie z. B. Taxi, Fahrschulen, Behörden). Ist der Darlehensnehmer Verbraucher, besteht nach Vertragsschluss ein gesetzliches Widerrufsrecht nach § 495 BGB. Bitte sprechen Sie uns für weitere Details an. Das Angebot stellt das repräsentative Beispiel nach § 17 Preisangabenverordnung
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den Ausstattungslinien Active, Teamplayer und Lounge an. Bereits in der Basisausführung Active (ab 31.990 Euro), die nur mit kleiner Batterie erhältlich ist, verfügt das Elektro-SUV über eine umfangreiche Ausstattung, darunter 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, ein Smart-Key-System, eine verschiebbare Rückbank, Voll-LEDScheinwerfer, Einparksensoren vorne und hinten und eine Wärmepumpe. Insgesamt stehen drei Antriebs-
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Foto: Dacia
Eine Pflicht wird fünfzig
Einsteigen, anschnallen, losfahren – für die meisten eine Selbstverständlichkeit, schließlich besteht in Deutschland Gurtpflicht seit mittlerweile 50 Jahren. Seit dem 1. Januar 1976 heißt es –allerdings zunächst nur für den Fahrzeuglenkenden und seinem Sitznachbar, „erst gurten, dann fahren“, wie ein damaliger Slogan zum neuen Gesetz empfahl. Die Zahl der Gurtverweigerer war zunächst hoch, ein Verwarnungsgeld in Höhe von damals 40 D-Mark für alle, die ohne fuhren,
Seit 50 Jahren gilt in Deutschland die Anschnallplicht.
wurde erst ab dem 1. August 1984 von der Polizei kassiert. Zeitgleich wurde die Anschnallpflicht auch auf die Rücksitze ausgeweitet. Die Kindersicherungspflicht kam dann neun Jahre später. Der Gurt erwies und erweist sich auch in Kombination mit dem Airbag als Lebensretter. Waren Anfang der 1970er jährlich mehr als 20.000 Verkehrstote zu beklagen, verunglückten im Straßenverkehr laut Statista 2024 insgesamt 2.770 Menschen tödlich.
AUTO
Italienischer Lloyd
Volkswagen hatte 1953 bei der Carozzeria Ghia Turin ein Sportcoupé bestellt. Der Prototyp gefiel VW-Chef Heinrich Nordhoff (Wolfsburg) und dem Karosseriebauer Wilhelm Karmann (Osnabrück). Beide beschlossen den „Karmann-Ghia“ in Serie zu fertigen. Der Erfolg war enorm. Das 1955 auf den Markt gekommene Fahrzeug verkaufte sich
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Der Prototyp des schicken Lloyd hieß „Lloyd Sport-Juwel“. Doch mit 25 PS Leistung mochte niemand mehr von einem Sportcoupé sprechen. Der Verkauf erfolgte unter dem Namen „Alexander Frua“.
Serie AUTOS aus Bremen
ausgezeichnet – zwischen 1955 und 1974 wurden weit über 400.000 Wagen produziert. An einen ähnlichen Coup dachte Carl F. W. Borgward. Ein Sportcoupé auf Basis des biederen Kleinwagens „Alexander“ würde das Image anheben und eine zusätzliche Einnahmequelle erschließen. Seine Lloyd-Direktoren waren von der Idee
nicht begeistert, hatten sie doch genügend um die Ohren mit der Massenproduktion des Typs Alexander. Ein neues Fahrzeug würde das schon durch die Entwicklung der „Arabella“ völlig ausgelastete Konstruktionsbüro und die Versuchsabteilung überfordern. Dazu käme eine Ausweitung des Werks, Aufbau einer Fertigung und Einrichtung des Einkaufs sowie Organisation des Ersatzteilwesens. Man einigte sich anscheinend auf einen Kompromiss: Das Coupé sollte in einer Stückzahl von zirka 50 Exemplaren entstehen. Eine Entscheidung wollte Borgward aufgrund des Verkaufs der Kleinserie fällen.
1944 hatte der italienische Stilist Pietro Frua (1913-1983) ein Designstudio in der Turiner Via Villa Glori 8 eröffnet. Frua entwarf Karosserien für Autohersteller und produzierte Prototypen sowie Kleinserien. Lloyd bestellte 1957 bei ihm ein Sportcoupé, das zwei Personen Platz bot und im November 1958 auf dem Turiner Automobilsalon der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Carl Borgward war begeistert. Das Fahrgestell und der Motor
stammten vom Lloyd Alexander TS (600 cm³ Hubraum, 25 PS/18 kW). Die Höchstgeschwindigkeit des 2-Sitzers betrug 120 km/h. Aufgrund dieser „mageren“ Leistung sprach niemand mehr vom Sportcoupé. Die Werbeabteilung verwendete den Begriff „Luxus-Coupé“ und verzichtete auf den ursprünglichen Namen „lloyd sport – Juwel –Creazione p. frua“. Die Fahrzeuge der folgenden Kleinserie hießen dezent „Alexander Frua“. Dieser kostete 6.058 DMark.
Nach nur 49 gebauten Exemplaren war Schluss. Ob als Ursache des schnellen Endes ein schleppender Absatz war, oder ob Carl F. W. Borgward ein Einsehen wegen der Zeitnot hatte, ist unbekannt. Schon in der Preisliste der Lloyd-Wagen vom September 1959 war das Coupé nicht mehr verzeichnet.
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Schon einmal einen VW Bulli gesehen, der auf Schienen fährt?
Wenn nicht, noch bis Sonntag, 1. Februar, gibt es auf der Bremen Classic Motorshow Gelegenheit dazu. Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer setzt in diesem Jahr einen besonderen Akzent – mit einem außergewöhnlichen Exponat, einem Bulli, der auf Schienen fährt. Die Präsentation der legendären Bulli Draisine auf Basis des Volkswagen T1 zählt zu den Höhepunkten des VW Messeauftritts in Bremen. Das offiziell als Klv 20 (Kleinwagen mit Verbrennungsmotor) bezeichnete Fahrzeug wurde 1955 für die Deutsche Bundesbahn gefertigt und vereint zwei Welten: die Mobilität auf der Schiene und den erfolgreichen
Transporter für die Straße. Technisch basierte die Draisine auf der Karosserie eines VW T1 Kombi, die auf einen zusätzlichen geschweißten Hauptrahmen gesetzt wurde. Eine mechanische Hebevorrichtung erlaubte es, das Fahrzeug auf der Stelle zu drehen – ein entscheidender Vorteil bei Wartungs- und Inspektionsfahrten. Angetrieben wurde der Klv 20 von einem 21 kW (28 PS) starken Benzin-Boxermotor in Industrieausführung, kombiniert mit einem mechanischen ViergangGetriebe.
Insgesamt entstanden lediglich 30 Exemplare, die bei Bahn- und Signalmeistereien im Einsatz waren. Bis in die 70er Jahre hinein leisteten sie wertvolle Dienste, bevor sie ausgemustert wurden.
Preis für Benzin leicht gefallen
Nachdem die Kraftstoffpreise einige Wochen lang auf einem zu hohem Niveau lagen, bewegt sich nun zumindest der Benzinpreis wieder abwärts. Das zeigt die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland. Demnach kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten
Mittel 1,736 Euro und damit 0,6 Cent weniger als vor einer Woche. Diesel kostet wie bereits in der Vorwoche im Schnitt 1,698 Euro. Der ADAC empfiehlt, nach Möglichkeit abends zu tanken, denn dann sind die Kraftstoffpreise im Schnitt rund 13 Cent je Liter niedriger als morgens.
Einzigartige Premiere: Die legendäre Bulli Draisine Klv 20 erstmals auf der Bremen Classic Motorshow – inklusive für
Warum Alexander Frua sich nicht Sportcoupé nennen dur e
Foto: VW Nutzfahrzeuge
Foto: Gerhard Schammelt/Archiv Peter Kurze
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Starker Start ins neue Jahr
Sieg für Alfa Romeo
Produktpalette: Anlässlich der Gewerbewochen gibt es beim E-Auto-Kauf auf viele Modelle zusätzlich 5.000 Euro Bonus.
Der Jahresanfang ist der ideale Zeitpunkt, um neue Vorhaben anzugehen, Investitionen strategisch zu planen und mobil in die Zukunft zu starten. Ford unterstützt diesen Aufbruch mit zwei Aktionen, die sich an Gewerbekunden und Familien richten.
Für Kunden ist der klare Vorteil: NullProzent-Zinsen auf Ford Nutzfahrzeuge sowie auf Elektro-PKW. Vom kompakten Transporter bis zum vielseitigen Nutzfahrzeug sorgt die Null-Prozent-Finan-
Blinklicht statt Warndreieck
DIn Deutschland und vielen anderen Ländern ist das Warndreieck im Auto Pflicht. Das war bislang auch in Spanien so. Seit Jahreswechsel wird es laut ADAC durch ein Blinklicht ersetzt, welches sich bei einem Unfall oder einer Panne am Dach des Fahrzeugs befestigen lässt. Spanische Mietwagen und in Spanien zugelassene Fahrzeuge müssen dann statt dem Warndreieck mit einem speziellen Blinklicht ausgestattet sein.
Zufahrtskontrolle in Wien und Co.
Österreich-Urlaubende aufgepasst: Wien und weitere Städte der Alpenrepublik planen ab Mai diesen Jahres Zufahrtskontrollen für die Innenstädte. Überwacht werden soll die Einfahrt durch Kameras. Künftig dürften dann nur noch Berechtigte in die Innenstädte fahren dürfen.
zierung für maximale Planungssicherheit und schont die Liquidität. Für Elektro-Modelle setzt Ford zusätzlich ein starkes Zeichen: Vier Jahre Garantie sowie 0 Euro Wartungskosten sind inklusive. Das senkt die laufenden Betriebskosten erheblich und ermöglicht Unternehmen einen transparent kalkulierbaren und sorgenfreien Einstieg in die Elektromobilität. Es gibt aber noch eine weitere Aktion im neuen Jahr: Null-Prozent-Zinsen auf
alle Modelle der Ford Tourneo Familie. Diese stehen für Raum, Flexibilität und Komfort und eignen sich ideal für Familien, aktive Freizeitgestaltung oder den kombinierten Einsatz im Berufsund Alltagsleben. Ergänzend zu den aktuellen Finanzierungsaktionen bietet Ford derzeit einen Bonus in Höhe von 5.000 Euro, der unabhängig von staatlichen Förder-
voraussetzungen gewährt wird. Ein möglicher staatlicher Bonus kann, sofern die individuellen Voraussetzungen erfüllt sind, zusätzlich in Anspruch genommen werden.
Der Ford Bonus gilt für die Modelle Explorer, Capri, Puma Gen-E, Mustang Mach-E sowie Kuga PHEV und ergänzt die laufenden Kampagnen um einen weiteren finanziellen Vorteil.
Die Alfa Romeo Giulia ist eines der sportlichsten Fahrzeuge auf dem deutschen Markt: Beim „sport auto Award 2025“ siegte das Sondermodell Alfa Romeo Giulia Intensa in der Import-Wertung der Kategorie „Serienautos Limousinen/ Kombis unter 100.000 Euro“.
In diesem Sommer wird das neue Flaggschiff von Skoda, ein vollelektrischer Siebensitzer, Weltpremiere feiern. Bilder vom neuen Tschechen gibt es noch nicht, aber Skoda hat schon den Modellnamen verraten: Der Neue wird Peaq heißen und Ideen der Konzeptstudie Vision 7S in die Serienproduktion übertragen. Bereits im Frühjahr 2022 hatte Skoda mit der Konzeptstudie Vision 7S seine neue Designsprache Modern Solid vorgestellt. Das
FORD GEWERBEWOCHEN
Wir sind für mehrere bestimmte Darlehensgeber tätig und handeln nicht als unabhängiger Darlehensvermittler. Beispielfoto eines Fahrzeuges der Baureihe. Die Ausstattungsmerkmale des abgebildeten Fahrzeugs sind nicht Bestandteil des Angebotes. ¹Ford Auswahl-Finanzierung, ein Angebot der Ford Bank GmbH, Henry-Ford-Str. 1, 50735 Köln. Angebot gilt für noch nicht zugelassene, für das jeweilige Zinsangebot berechtigte Ford Neufahrzeuge bei verbindlicher Kundenbestellung und Abschluss eines Darlehensvertrages und nur für Gewerbekunden (ausgeschlossen sind Großkunden mit Ford Rahmenabkommen sowie gewerbliche Sonderabnehmer wie z. B. Taxi, Fahrschulen, Behörden). Ist der Darlehensnehmer Verbraucher, besteht nach Vertragsschluss ein gesetzliches Widerrufsrecht nach § 495 BGB. Bitte sprechen Sie uns für weitere Details an. Das Angebot stellt das repräsentative Beispiel nach § 17 Preisangabenverordnung dar. Der angebotene Zinssatz setzt eine Anzahlung
Skodas neuer Siebensitzer
Kia frischt Stonic auf Zum Modelljahr 2026 hat Kia den Stonic überarbeitet und aufgewertet. Die neue Version des Crossovers präsentiert sich mit verändertem Außendesign, neu gestaltetem Interieur, aktualisierter Antriebspalette sowie neuen Ausstattungselementen und Funktionen.
Die Konzeptstudie Vision 7S gab vor drei Jahren die Richtung für die künftige Entwicklung des Skoda-Portfolios vor.
Konzept zeigte deutlich die zukünftige Ausrichtung der Marke und gab auch einen Ausblick auf ein zukünftiges vollelektrisches siebensitziges Serienmodell. „Mit der Vision 7S haben wir für Skoda Neuland betreten“, sagt Martin Jahn, Vorstandsmitglied für Vertrieb und Marketing. „Unser neues Flaggschiffmodell hebt unsere Markenwerte Geräumigkeit und Praktikabilität auf ein ganz neues Niveau.“ Auf die Weltpremiere darf man gespannt sein.
Fünf Sterne für B10
Das neue Leapmotor B10 hat die FünfSterne-Sicherheitsbewertung erhalten. Das kürzlich eingeführte Modell wird von einem Elektromotor mit 160 kW / 218 PS angetrieben und hat zwei Batterieoptionen: ein 56,2-kWh-Pro-Paket mit bis zu 361 km (WLTP) und ein 67,1-kWhPro-Max-Paket mit bis zu 434 km.
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Porsche würdigt
F. A. Porsche
Porsche feiert den 90. Geburtstag von Ferdinand Alexander (F. A.) Porsche. der im Jahre 2012 verstorben ist, mit einer auf 90 Stück limitierten Sonderedition. Das im Exterieur und Interieur individualisierte Erinnerungsstück ist inspiriert von einem 911 Modell (G-Serie), das F. A. Porsche in den 1980er Jahren fuhr und ist ab April 2026 bestellbar. Eine exklusive Edition des legendären Porsche Design.
Skoda Elroq auf Erfolgskurs
Skoda Auto hat seit Produktionsstart zu Beginn 100.000 Einheiten des vollelektrischen KompaktSUV Elroq gefertigt. Das Jubiläumsfahrzeug ist ein Elroq RS in Mamba-Grün. Als erstes Serienmodell entsteht der Elroq auf einer flexiblen Fertigungslinie, auf der auch der Enyaq und der Octavia gebaut werden. So kann der Automobilhersteller sowohl Elektromodelle als auch solche mit Verbrennungsmotoren auf derselben Linie produzieren. Der Elroq erfreut sich großer Beliebtheit: Nach den ersten drei Quartalen 2025 belegte er den zweiten Platz unter den meistverkauften BEV-Modellen in Europa. Außerdem erhielt er zahlreiche internationale Auszeichnungen. Der Meilenstein von 100.000 Einheiten unterstreicht die anhaltend starke Nachfrage nach den batterieelektrischen Skoda SUVs Elroq und Enyaq.
Die Grünen holen auf
Das sind die beliebtesten Autofarben in Deutschland
Kurz vorm Jahreswechsel zog der Verband der Automobilindustrie (VDA) traditionsgemäß Bilanz und ermittelte die beliebtesten Autofarben 2025.
Unter den bunten Farben –das heißt jenseits von Grau/ Silber, Schwarz und Weiß – belegt die Farbe Grün den dritten Platz. Erstmals seit über zwanzig Jahren wurde damit die 100.000er-Marke geknackt (100.715 Einheiten). Zwar machen grüne Pkw laut VDA aktuell nur 3,9 Prozent aller Neuzulassungen aus, aber seit 2021 steigen die Neuzulassungen von grünen Pkw kontinuierlich.
Die beliebteste bunte Farbe bleibt jedoch Blau. Gut jeder zehnte Pkw (10,2 Prozent), der hierzulande neu zugelassen wird, ist blau lackiert. Die Zulassungen roter Pkw hingegen brachen um 16,5 Prozent ein. In Folge kann Rot mit 101.706 Zulassungen Rang zwei nur denkbar knapp gegenüber Trendsetter Grün verteidigen. Zum Vergleich: 1992 waren es noch mehr als eine Million rote Pkw in Deutschland und der Anteil
betrug stattliche 27,5 Prozent also (jeder vierte Pkw), heute sind es nur noch 3,9 Prozent der Zulassungen. Wie in den vergangenen Jahren sind gut drei Viertel aller Neuzulassungen grau/silber, schwarz oder weiß, die Farben belegen weiterhin und in unveränderter Reihenfolge auch die ersten drei Plätze der beliebtesten Pkw-Farben dieses Jahres. Allerdings gingen die grau/ silbernen Zulassungen um 1,1 Prozent auf 846.717 Einheiten zurück. Schwarz hingegen legte um 1,5 Prozent auf 698.874
Gesamtzulassungen liegt bei 26,8 Prozent. Die Zulassungen weißer Pkw gingen deutlich um 5,7 Prozent auf 486.921 Einheiten zurück. Der Anteil an den Gesamt¬zulas¬sungen liegt nur noch bei 18,6 Prozent, ein Rückgang um 1,3 Prozentpunkte.
Laut VDA hängt die Farbwahl damit zusammen, dass viele Pkw-Käufer bei ihrer Entscheidung bereits an den Wiederverkauf in einigen Jahren denken und sich den besten Wert bei einer aktuell sehr beliebten Farbe aus, also Grau/Silber,
Opel folgt dem neuen Trend: Der gerade vorgestellte Opel Astra Sports Tourer ist auch in der neuen Metallic-Lackierung „Klover-Grün“ bestellbar.
Rahmenabkommen sowie gewerbliche Sonderabnehmer wie z.B. Taxi, Fahrschulen, Behörden). Bitte sprechen Sie uns für weitere Details an. ²Gilt für einen Ford Explorer Style 52kWh Batterie Elektromotor Standard Range 125 kW (170 PS), Automatikgetriebe, Heckantrieb, € 0,- netto (€ 0,- brutto) Leasing Sonderzahlung, bei 48 Monaten Laufzeit und 40.000 km Gesamtlaufleistung, zzgl. € 915,13 netto (€ 1.089,- brutto) Überführungskosten. Im Angebot sind alle verfügbaren Aktionen bereits berücksichtigt. Details erfahren Sie bei uns. *Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren WLTP (Worldwide harmonised Light-duty vehicles Test Procedures) ermittelt. Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Weitere Informationen zu den Verbrauchswerten und Energiekosten finden Sie unter https://www.ford.de/energie. **Gemäß Worldwide Harmonised Light Vehicles Test Procedure (WLTP)
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Die Aussichten: Weiter Winter
Der Winter bestimmt schon länger das Verkehrsgeschehen in Bremen und Umgebung. Nach den derzeitigen Vorhersagen bleibt das winterliche Wetter mit Temperaturen um den Gefrierpunkt mindestens noch bis Mitte Februar so bestehen. Mit der richtigen Ausrüstung kommen Autofahrer aber gut ans Ziel – das fängt bereits bei den Pneus an. Wer etwa bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Sommerreifen unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld von 60 Euro rechnen, bei einer Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer mit 80 Euro und einem Punkt in Flensburg. Der ADAC erklärt, was außerdem beachtet werden sollte.
• Fahren im verschneiten Auto: Vor jeder Fahrt müssen die Scheiben, Scheinwerfer und Spiegel eines Pkw von Schnee und Eis befreit werden. Das Freikratzen eines „Gucklochs“ genügt nicht – ein Verwarnungsgeld von zehn Euro droht.
• Unkenntliches Kennzeichen: Auch das Kennzeichen muss stets lesbar sein. Bei Bedarf muss auch während der Fahrt eine Pause eingelegt und das Kennzeichen gesäubert werden. Wird dem nicht nachge-
kommen, droht ein Verwarnungsgeld von fünf Euro. • Motor warmlaufen lassen: Wer den Motor vor Fahrtantritt laufen lässt, um Scheiben leichter freikratzen zu können oder den Innenraum vorzuheizen, schadet der Umwelt und erhöht den Verschleiß des Pkw. Außerdem riskieren Autofahrer ein Bußgeld von 80 Euro wegen Verursachens vermeidbarer Abgasbelästigungen.
• Jacke während der Fahrt: Auch wenn es beim Losfahren kalt ist, sollte eine (Winter-)Jacke vor der Fahrt ausgezogen werden. Ein ADAC-Test zeigt: Trägt ein Autofahrender eine Winterjacke und damit den Sicherheitsgurt nicht direkt am Körper, kann bereits ein Auffahrunfall bei 16 km/h schwere innere Verletzungen hervorrufen.
• Überwintern mit Saisonkennzeichen: Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen dürfen nach Ablauf des Zulassungszeitraums nicht mehr am öffentlichen Verkehr teilnehmen, hierzu gehört auch das Parken. Sie müssen daher jetzt im Winter auf reinem Privatgrund stehen. Wer dem nicht nachkommt, riskiert ein Verwarnungsgeld von 40 Euro.
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Foto: Porsche
Foto: Skoda
Nachdem man sich digital beworben hat, sollte man vor einem Online-Bewerbungsgespräch als Video-Chat die Technik und das Setting checken. Foto: DJD/ Compass Private Pflegeberatung
Online zur gewünschten Ausbildung
Bei digitalen Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen sind einige Dinge wichtig
KLAUS PICKSAK
Die klassische Bewerbungsmappe ist weitgehend out. Stattdessen ist es heute fast überall üblich, dass Bewerber für einen Ausbildungsplatz ihre Unterlagen digital einreichen. Auch Vorstellungsgespräche werden zunehmend per Videogespräch geführt. Das hat vor allem zwei Vorteile: Eine Onlinebewerbung spart Papier und kann schneller und einfacher verarbeitet werden. Eine Online-Bewerbung zeigt zudem von Anfang an die Digitalkompetenz der Bewerber. In vielen Berufen ist es heute wichtig, dass die Mitarbeitenden digital arbeiten können, denn oft werden Vorgänge online dokumentiert und manchmal findet auch die Kundenberatung als Videogespräch statt. Wer also seine Unterlagen wie Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse und Co. als PDF parat hat und das Vorstellungsgespräch am Laptop meistert, bringt schon viele Vorausset-
Karriere mit Gebäudechnik
Rund um die Uhr verlassen wir uns darauf, dass Trinkwasser in Top-Qualität aus dem Hahn kommt und dass die Heizung zuverlässig läuft. Das macht deutlich, welche Bedeutung das Berufsbild von Fachkräften aus der Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik hat.
Die duale Ausbildung im SHK-Handwerk bietet viele Einstiegsmöglichkeiten in diese zukunftssichere Branche. Neben handwerklichem Können und technischer Präzision sind auch beraterische und kaufmännische Talente ge-
fragt. Tätigkeiten wie das Installieren energiesparender Heizungen, die Umsetzung komfortabler Bäder mit innovativen Funktionen oder die Einrichtung moderner Lüftungssysteme gehören ebenso dazu, wie Planung, Kundenberatung und nachhaltige Systemlösungen. Nach einer Ausbildungszeit von dreieinhalb Jahren eröffnen sich vielfältige Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Sie reichen vom Meistertitel bis zur Selbstständigkeit mit einem eigenen SHK-Betrieb. kp
zungen für den künftigen Ausbildungsplatz mit. Trotz moderner Kommunikation bleiben aber die klassischen Anforderungen bestehen: Anschreiben und Lebenslauf sollten gut formuliert, sauber gestaltet und ohne Rechtschreibfehler sein. Positiv fällt auf, wer sich offensichtlich im Vorfeld mit der Firma und der zu besetzenden Stelle beschäftigt hat. Versendet werden die Unterlagen dann entweder per E-Mail oder über ein Tool auf der Firmen-Webseite, wo die
Unterlagen hochgeladen werden können. Für das anschließende Online-Vorstellungsgespräch braucht man zunächst eine ausreichende technische Ausstattung. Damit beim Termin nichts schief geht, lohnt es sich, Ton, Kamera, Beleuchtung und Hintergrund vorher einmal auszuprobieren und rechtzeitig online zu gehen. Zum Video-Termin sollte man sich genauso gut und angemessen kleiden wie bei einem Vor-Ort-Gespräch.
Initiativbewerbung starten
ei der Suche nach einem Ausbildungsplatz durchstöbern viele junge Menschen entsprechende Stellenanzeigen in Zeitungen oder Onlinebörsen und bewerben sich dann auf passende Angebote. Wer aber schon ein klares Bild von seinem Ausbildungsplatz für den Traumjob hat, der kann mit einer Initiativbewerbung selbst den ersten Schritt machen und sich gezielt bei seiner Wunschfirma bewerben, auch wenn dort gerade keine konkrete Stelle ausgeschrieben ist.
Das kann sich lohnen, denn Schätzungen zufolge werden bis zu 70 Prozent der Stellen gar nicht über eine Ausschreibung, sondern über Beziehungen oder Empfehlungen vergeben. Mit einer solchen Initiativbewerbung verpasst man keine Stelle in der Wunschfirma und ist beim späteren Einstellungsprozess ganz vorn mit dabei. Gerade bei großen und wachsenden Firmen, in denen häufig mehrere Ausbildungsstellen zu besetzen sind, ist diese Vorgehensweise erfolgversprechend. kp
Beginn im Herbst 2026!
Ausbildung zum/zur Heilerziehungspfleger*in (m/w/d) lebenshilfe-bremen.de/Ausbildung
Wir bieten zum 01.08.2026 folgende Ausbildungsplätze an:
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Abwechslungsreich, digital und fortschrittlich:
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Service zu bieten. Unser Erfolg beruht auf
Familienunternehmen mit mehr als 100 Jahren Erfahrung entwickeln wir
weiter.
Um auch in Zukunft erfolgreich zu bleiben, bilden wir aus und bieten mit Beginn zum 01.08.2026 folgende Studien- und Ausbildungsplätze für unsere Standorte an:
DUALES STUDIUM Bachelor in Wirtschaftsingenieurwesen (m/w/d) Weyhe Bachelor in Betriebswirtschaftslehre (m/w/d) Bremen
KAUFMÄNNISCHE AUSBILDUNG Kaufmann im Groß- & Außenhandelsmanagement (m/w/d) Bremen, Bremerhaven, Oldenburg, Weyhe
it derzeit 324 anerkannten Ausbildungsberufen und über 400 staatlich anerkannten Hochschulen, die mehr als 22.000 verschiedene Studiengänge anbieten, ist die Auswahl in Deutschland riesig. Für viele Jugendliche, die vor der für sie richtigen Berufs- oder Studienwahl stehen, ist die „Qual der Wahl“ daher enorm. Jugendlichen wenden sich auf der Suche nach Rat in dieser Lage natürlich an ihre Eltern. Deren Berufswahlentscheidung liegt jedoch weit in der Vergangenheit. Und zudem kann niemand die rasanten Entwicklungen im Bildungsbereich ständig verfolgen. Mit dem Elterntag im Berufsinformationszentrum bietet die Agentur für Arbeit gezielt Eltern – gern auch mit ihren Kindern – wichtige Entscheidungshilfen und Beratung in kompakter Form an. Am 6. Februar findet in der Zeit von 15.30 bis 18.30 Uhr der nächste Elterntag für Eltern mit Schülerinnen der Vor- und Abgangsklassen im Sek1 Bereich statt. Am 7. Februar richtet sich der Elterntag von 10 bis 14.30 Uhr an Eltern mit Schülerinnen der Vor- und Abgangsklassen im Sek2 Bereich. Unter eveeno.com („Event suchen“ „Elterntag“) ist eine Anmeldung zu den Vorträgen während der Veranstaltungen erwünscht. Der Besuch lohnt sich.
Auf queeren Spuren
Vortrag im Krankenhaus-Museum
OSTERHOLZ - Die Historikerin Elisabeth Schindler begibt sich am morgigen Sonntag im Krankenhaus-Museum auf queerhistorische Spurensuche in Bremen. In ihrem Vortrag „Bremen before Stonewall“ erzählt sie von Bremer Aktivistinnen und Aktivisten, von Kulturschaffenden und Menschen aus Bremen, die queer lebten und liebten, Verfolgung erlebten und für ihre Rechte stritten. Damit beleuchtet sie hundert Jahre Bremer Geschichte – lange bevor die Stonewall Riots in der New Yorker
Christopher Street 1969 für weltweite Aufmerksamkeit sorgten. Der Vortrag, der zum Begleitprogramm der Sonderausstellung „Love at First Fight“ über queere Bewegungen in Deutschland gehört, beginnt am 1. Februar um 15 Uhr und kostet 5 Euro Eintritt. Die Ausstellung ist noch bis zum 15. Februar mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr zu sehen. Informationen zu dieser und anderen Veranstaltungen sind auch online zu finden unter kulturambulanz.de WR
Kulinarische Reise durch Südamerika
VOLKER ALTHOFF
HEMELINGEN - AppetitHäppchen gab es reichlich für die Besucher, was nicht nur auf das Büfett zutraf. Denn ein Menü an Köstlichkeiten präsentierte auch Eva-Maria Ehlers mit dem diesjährigen Programm. Die Geschäftsführerin des Bürgerhauses Hemelingen lud zum Jahresauftakt und bot einen kleinen Vorgeschmack auf die Highlights. So dürfen sich Erwachsene auf eine kulinarische Reise durch Lateinamerika freuen. „Seit ungefähr einem halben Jahr gibt es Kochabende im Bürgerhaus, die den Fokus auf Lateinamerika richten. Das Essen wird gemeinsam zubereitet und im Anschluss gegesssen. Auch in diesem Jahr finden die Kochabende wieder statt. Es ist ein sozialer, kultureller und kulinarischer Austausch“, beschrieb Ehlers.
Ganz im Zeichen des Punks steht dieses Jahr das Lichterfest im Oktober. „Da geht der Punk richtig ab“, verriet Ehlers. Die Punkband Mad Monks aus Bremen wird zu Gast sein. „Dann lernen die Besucher die hohe Kunst des Stampfens und Hüpfens kennen. Wir werden vielleicht ein ganz anderes Publikum erleben“, mutmaßte die Geschäftsführerin.
Sie bietet ab Februar für alle Spielebegeisterten auch wieder eine Doppelkopf-Runde an. „Vor zwei Jahren wurde die Gruppe geschlossen. Nun möchte ich mit einem neuen Versuch starten.“
Für eine Veranstaltung warb Eva-Maria Ehlers besonders: das „Holi“-Fest (Fest der Far-
ben) im August. „Das Event war im vergangenen Jahr ein voller Erfolg“, so Ehlers. „Holi“ ist eines der wichtigsten indischen Feste im Jahr. Dabei wird der Sieg des Guten über das Böse gefeiert. Auch dieses Jahr veranstaltet der Verein Aikyam –We are one zusammen mit dem Bürgerhaus die Feier, wo verschiedene Kulturen sich kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen können. „Es soll dieses Jahr noch etwas größer sein“, meinte Ehlers. Auch für das junge Publikum hat das Team vom Bürgerhaus einiges auf die Beine gestellt. Sid Akar stellte ein paar Highlights vor: „Mit ‚Adult to go‘ will ich Jugendlichen und jungen
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Jens Dennhardt vom Vorstand des Fördervereins betonte: „Neben all den Highlights wollen wir auch dazu anregen, das Bürgerhaus zu fördern. Das braucht es in diesem Jahr dringender als zuvor.“ Jahresauftakt im Bürgerhaus
Erwachsenen die Angst vor dem Erwachsenwerden nehmen. So biete ich zum Beispiel einen Workshop zum Thema Steuern an. Hierbei erkläre ich, was dazu alles beachtet werden muss und wie das Bankwesen funktioniert“, berichtete Akar, die Freizeitwissenschaften studiert. Außerdem wird es einen Nähworkshop geben. „Zudem findet das Angebot ‚Kultur 2 Go‘ statt, was es im vergangenen Jahr auch schon gab.“ Neben all dem Ausblick auf dieses Jahr, schaute Eva-Maria Ehlers auch auf 2025 zurück. Dabei verkündete sie eine eher schlechtere Nachricht: „Da uns im letzten Jahr unsere Tanzschule verlassen hat, mussten
wir einen Besucherrückgang verzeichnen. Nur 56.000 Besucher haben das Bürgerhaus aufgesucht. Und so müssen wir viel tun, um die Räume wieder voll zu bekommen.“ Sie verwies in diesem Zusammenhang auf das Brauer-Areal, welches in den kommenden Jahren neu bebaut werden soll. „Wir hoffen darauf, dass dann viele Familien mit ihren Kindern dort hinziehen und zu uns kommen werden.“
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