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NR. 3768/55. JAHRGANG
SAMSTAG, 9. AUGUST 2025
Klinikum LDW
Defibrillatoren
Auf allen Meeren unterwegs
Die Betriebsräte wehren sich gegen die geplante Schließung
Ersthelfer-App soll das Auffinden erleichtern
Vasco da Gama: Die vierte Weltreise des beliebten Kreuzfahrtschiffs steht
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Schulbeginn für ABC-Schützen Gerade passend zum Ende der Sommerferien wurden in der vergangenen Woche in ganz Bremen von der Feuerwehr wieder die Banner mit der Aufschrift „Achtung Schulbeginn!“ aufgehängt. Damit soll auf die erhöhte Verkehrssituation hingewiesen werden, die mit dem Schulanfang entsteht. Vor allem die ABC-Schützen, die heute eingeschult werden, seien gefährdet, weil sie die Verkehrssituationen noch nicht so gut einschätzen können, erklärte Innensenator Ulrich Mäurer. Foto: Bollmann
Behaglichkeit im Wintergarten dank staatlicher Förderung – mit RBE-Stuhr! rbe-stuhr.de
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Sundown Shopping im Viertel Die Interessengemeinschaft Viertel lädt zum 14. August wieder zum Sundown Shopping ein. Am ersten Donnerstag nach den Sommerferien öffnen zahlreiche Läden ihre Türen nach dem offiziellem Ladenschluss. Dazu gibt es besondere Rabattaktionen und Live-Musik. pb
„Seid entspannt, es ist nicht tragisch“
Neue Rote Liste veröffentlicht Bremen und Niedersachsen haben nach mehr als 30 Jahren die Rote Liste der gefährdeten Tierarten aktualisiert. Insgesamt sind demnach 35 Prozent der Arten bestandsgefährdet (darunter auch Igel) oder bereits ausgestorben. Weitere 10 Prozent stehen auf der Vorwarnliste. rl
Umleitungen wegen Triathlon Zum Gewoba-City-Triathlon werden am Sonntag mehr als 1.000 Sportlerinnen und Sportler in der Überseestadt erwartet. Die Nordstraße, Auf der Muggenburg, Hansator sowie die Konsul-SmidtStraße werden gesperrt. Die BSAG-Linien 3, 26 und 28 werden umgeleitet. Die 20 entfällt. rl Anzeige
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Schulleiterin Helke Lütjen hat das Handyverbot schon seit August 2024 erprobt Wenn am kommenden Donnerstag die Bremer Schülerinnen und Schüler wieder zur Schule gehen müssen, entfaltet auch das vor den Ferien verkündete Smartphone Verbot seine Wirkung. In manchen Schulen war das Verbot schon vorher Alltag. Etwa an der Grundschule Karl-Lerbs-Straße. In der Praxis sah das so aus: Das Telefon rutscht in den Rucksack einer Schülerin. Abgeschaltet bis zum Ende des Schultages. Nirgendwo auf dem Schulhof sieht man jemanden, der in Selfie-Pose rumalbert oder mit gesenktem Kopf übers Display seines Smartphones wischt. Schulleiterin Helke Lütchen erklärt, was der Anlass fürs Verbot war: „Vor zwei Jahren war es einfach so, dass wir an unterschiedlichen Stellen Probleme mit Handys und Smartwatches im Unterricht bekamen. So wurden auf dem Schulhof Fotos von anderen von Kindern gemacht.“ Sie erwähnt dauernd piepende Smartwatches und Eltern, die mitten im Unterricht anrufen. Ein Kollege bat darum, die Geräte auszumachen, was dann nicht passierte. „Da gab es
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viel Konfliktpotenzial“, findet Lütjen. So habe man dann gemeinsam in den verschiedenen Gremien der Schule überlegt welche Regeln gelten sollten, um gut, sicher und geschützt miteinander sein zu können. Schließlich habe sich mit Justiziaren kurzgeschlossen ,„wie man das formulieren kann.“ Die Steuerungsgruppe, die Gesamtkonferenz und die Schulkonferenz mit Elternbeteiligung segneten das Regelwerk dann ab. Im Schulkonferenz-Beschluss vom 29. Mai 2024 steht zum Beispiel: „Die Nutzung von Handys und Smartwatches in der Schule ist nicht erlaubt. Das betrifft auch das Tragen, das Telefonieren und das Filmen.“ Die Geräte sollen während der Schulzeit ausgeschaltet beziehungsweise im Schulmodus im Ranzen bleiben. Das ist die Strafe: „Bei Zuwiderhandlungen wird das Gerät bis Ende des Schultages eingezogen.“ Ein Rat steht auch noch drin: „Es wird empfohlen, die Geräte zu Hause zu lassen.“ Erste „Fortbildungen für Lehrer und Informationsabende zur digitalen Mediennutzung “ begleiten die Maßnahmen. „Es ist in dem Sinne auch kein Verbot, es ist nur
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nicht erlaubt,“ so die Leiterin. In Ausnahmefällen, bei denen Eltern zum Beispiel weiter weg arbeiten, die Kinder dauerhaft krank sind und einen Kontakt brauchen, müssen sie schriftlich erklären, wa-
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Schulleiterin Helke Lütjen (r.), Konrektorin Agnes Grams, Nea (l.) (9) und Liron (10) sind sich nach einem Jahr Handyverbot einig: „Ohne große Probleme“. Foto: Marcus Schmidt
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rum das Kind eine hochtechnisierte Uhr oder ein Mobiltelefon während der Schulzeit benötigen. Dazu käme es aber kaum. Lütjen habe es nur einmal erlebt, begründet aber: „Sobald ein Kind ein Handy hat, ist die Kindheit vorbei.“ Bei einem Verbot, sei man wieder im Gespräch. „Wir kommen wieder mehr zum wir“, freut sie sich. So finden es die Kinderräte, die Schulsprecherin und der Schulsprecher: Die neunjährige Nea hat kein Handy aber eine Smartwatch: „Die fehlt mir während der Schulzeit nicht wirklich.“ Manchmal brumme oder klingele es noch in einigen Taschen. „Aber eigentlich ist es ganz gut bei uns“, so Nea. Der zehnjährige Liron: „Ich hatte auch eine Smartwatch, sie aber nur dabei, wenn ich zum Beispiel zu einen Freund gegangen bin.“ Damit seine Mutter wusste, ob er gut angekommen war. „Es gab es aber auch schon, dass Kinder zum Telefonieren raus gegangen waren.“ Kindern, Eltern, und Lehrern, denen das Handyverbot demnächst bevorsteht, rät Lütjen: „Seid entspannt, es ist überhaupt nicht tragisch. Es komm viel Ruhe rein, weil man nicht ständig das Gefühl hat, draufschauen zu müssen.“
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