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SAMSTAG, 3. MAI 2025
NR. 3754/55. JAHRGANG
33 Jahre Eisen
Querspange kommt
Detektivarbeit im Museum
Fernando Guerrero über die Kneipe, Subkultur und das Viertel
Gleisbauarbeiten für Bahnverbindung beginnen
Kunsthalle rekonstruiert Herkunft in NS-Zeit erworbener Skizzen
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OST
Event-Container auf dem Domshof Die Pop-up-Lounge der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) macht vom 6. bis 11. Mai Station auf dem Bremer Domshof. In und vor dem Container will das FES-Team täglich ab 11 Uhr mit Bremerinnen und Bremern ins Gespräch kommen und über aktuelle gesellschaftspolitische Themen sprechen. rl
Hemelinger Heerstraße gesperrt Die Hemelinger Heerstraße wird vom 12. Mai an für voraussichtlich sechs Tage im Abschnitt zwischen Bösestraße und Eitzestraße/Brünsweg voll gesperrt. Nach Angaben des Amtes für Straßen und Verkehr wird die Asphaltdeck- und Asphaltbinderschicht auf zirka 220 Metern erneuert. rl
Anschlussstelle Oyten dicht Im Zuge von Instandsetzungsarbeiten der Fahrbahn wird auf der Autobahn A1 in Richtung Hamburg die Anschlussstelle Oyten voraussichtlich vom 5. bis 9. Mai gesperrt. Verkehrsteilnehmende werden gebeten, die Anschlussstelle Posthausen zu nutzen und den Umleitungen zu folgen. rl Anzeige
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Deichhöhen erneut angepasst Wie der Hochwasserschutz auf der linken Weserseite voranschreitet / Neue Berechnungen RIKE FÜLLER
In Rablinghausen liegen die Arbeiten in den letzten Zügen. Gut ein halbes Jahr früher als ursprünglich geplant kann dort die Deicherhöhung abgeschlossen werden. „Jetzt gerade sind letzte Kompensationsarbeiten und auch die Deckschichten auf den Wegen in Arbeit“, sagt Michael Dierks, Geschäftsführer des Deichverbands Links der Weser, der mit der Projektausführung betraut ist. Die Baustelle – laut Dierks in exponierter Lage – betraf bis zu 300 Anlieger, gut 70 Kleingärten mussten der Anpassung des Hochwasserschutzes weichen. „Zum Abschluss erfolgt noch eine Beweissicherung“, sagt Dierks. Dann folge die Abrechnungsarbeit. Die Anpassung des Hochwasserschutzes wird zu 70 Prozent vom Bund und zu 30 Prozent vom Land Bremen finanziert. Für weitere Abschnitte müssen nun allerdings zunächst neue Berechnungen in die Planungen eingearbeitet werden, etwa im Bereich des Neustädter Hafens. Dort muss laut Deichverband die Hochwasserschutzlinie vom ursprünglichen Bemessungswasserstand von +7,75 Metern über Normalhöhennull
(NHN) auf das neue Bestick (Anm.: Abmessung des Deiches) von +8,80 Meter NHN angepasst werden. Die Erhöhung der Bemessungswasserstände sei notwendig, weil laut Dierks das Klimavorsorgemaß neu berechnet werden muss – je nach Wind- und Wellenauflauf auf über einen Meter, was einer Deichhöhe über Gelände von 4 bis 4 Metern entspreche. „In vielen Bereichen in Bremen reichte das Maß aus. Dort, wo man jetzt schon erhöht hat, würde man aber nach heutigem Stand noch einmal obendrauf planen“, sagt Dierks. Das hinge allerdings auch jeweils von dem Bauwerk und der betroffenen Umgebung ab. In Niedervieland etwa hätte man nach neuesten Erkenntnissen den Deich noch höher bauen müssen. Die Erhöhung des Hochwasserschutzes ist Teil eines langfristig angelegten Maßnahmenpakets, das sich am Generalplan Küstenschutz orientiert – einem länderübergreifenden Konzept zur nachhaltigen Sicherung der Küsten und tidebeeinflussten Gewässer im Klimawandel. Für Niedersachsen und Bremen ist für die Berechnung der Deichhöhen der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küs-
ten- und Naturschutz (NLWKN) federführend an der Erstellung und Fortschreibung des Generalplans Küstenschutz beteiligt. Dieser Plan definiert die Bemessungswasserstände – also die Wasserstände, auf die sich Deiche und Hochwasserschutzanlagen ausrichten müssen. Der neue Deich in Rablinghausen wurde – wie viele andere Schutzanlagen an der Weser – um rund 80 Zentimeter bis zu 1 Meter erhöht, was dem aktuell festgelegten Bemessungswasserstand für Bremen entspricht. Dieser Wert berücksichtigt sowohl den prognostizierten Meeresspiegelanstieg von bis zu 1,10 Metern bis zum Jahr 2100 als auch statistisch zunehmend häufiger auftretende Sturmfluten und Hochwasserlagen. Zeitgleich mit den Arbeiten in Woltmershausen und den neuen Berechnungen für den Neustädter Hafen laufen die Planungen für die weiteren Abschnitte: Hohentorshafen, Stadtstrecke und Habenhausen bis zur Überlaufschwelle des Werdersees. Zwischen Ladestraße und Stadtstrecke ist laut Ramona Schlee, Sprecherin des Umweltressorts, aktuell keine Küstenschutzmaßnahme erforderlich. Im Rahmen der neuen Berechnungen würde der Bereich
aber auf neueste technische Anforderungen überprüft und untersucht. Projektträger dort ist die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Häfen. Laut Umweltressort befinden sich die weiteren Bauabschnitte 1 bis 3 (Stephanibrücke bis Piepe) in der Endphase des sogenannten Bauentwurfs. In der zweiten Jahreshälfte sollen die zuständigen Gremien befasst werden. Man rechne mit einem Beginn der bauvorbereitenden Maßnahmen ab Ende 2027, so Schlee. Der vierte Abschnitt bis zum Anschluss an den Habenhauser Deich befindet sich laut Umweltressort in der Phase des Rahmenentwurfs, auf den nach Gremienbefassungen Ende des Jahres der Bauentwurf erstellt wird. Derzeit erfolgen Baugrundund Umweltuntersuchungen. Baubeginn könnte laut Schlee im Jahr 2030 sein. Berücksichtigt wird auch der mögliche Anschluss der Fahrradbrücke im Bereich der Piepe. Der Rahmenentwurf für die Erhöhung ab Friedhof Huckelriede steht bereits, die aktualisierten Maße werden laut Dierks mit dem betrauten Ingenieurbüro abgestimmt. „Dann wollen wir die neueren Berechnungen und die Pläne der Öffentlichkeit vorstellen, das wird aber erst in 2026 der Fall sein“, sagt Dierks.
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In Rablinghausen wurde der Deich auf einer Strecke von 1,2 Kilometern um bis zu 1 Meter erhöht. Derzeit erfolgen die Asphaltierungsarbeiten. Foto: Deichverband Links der Weser / Lehmkühler
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