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SAMSTAG, 5. OKTOBER 2024
NR. 3724/54. JAHRGANG
Eine Frage der Sozialisation
Bunker ohne Funktion
Ein Mann für Premieren
Elisabete Janeiro Marques über Alltagsrassismus
Bei Katastrophen oder Angriffen gibt es kaum noch Schutz
Warum sich Werders Julian Malatini auf die Partie gegen Freiburg besonders freut
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OST
Fahrkarten werden teurer Zum 1. Januar steigen die Ticketpreise für den Öffentlichen Nahverkehr in Bremen und umzu laut Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen um durchschnittlich 6,2 Prozent. Ein Einzelticket in Bremen kostet dann 3,20 Euro. Grund: steigende Energie- und Personalkosten. pb
Radfahrende und Fußgänger kommen sich auf der Wilhelm-Kaisen-Brücke in die Quere. Der Wesersprung Mitte sollte für Entlastung sorgen, der Baubeginn verzögert sich allerdings bis ins Jahr 2031. Foto: Schlie
Ein Sprung ins kalte Wasser
Deutschlandticket für Studenten Als letztes Bundesland ersetzte, pünktlich zum Semesterstart, auch Bremen das Semesterticket durch das Deutschlandticket. Studierende können damit seit dem 1. Oktober durch ganz Deutschland reisen. Mobilitätssenatorin Özlem Ünsal begrüßt den Schritt. pb
Umleitungen wegen Marathon Aufgrund des 19. SWB-Marathons am 6. Oktober werden zahlreiche Straßen gesperrt. Das führt zu Umleitungen auf den Bahnlinien 2,3 und 8. Die Buslinien 20, 21, 22, 24, 25, 26, 27, 28 und die 31 sind auch betroffen. Die BSAG rät, sich vor Fahrtantritt online zu informieren. pb Anzeige Lebens- und Gesundheitszentrum
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Vor gut zehn Jahren hat der Bremer Senat seinen ambitionierten Plan vorgestellt. Drei Fuß- und Fahrradbrücken, die sogenannten Wesersprünge, sollten sich bis 2027 über die Weser spannen. Eine im Bremer Osten, eine im Westen und eine in der Mitte am Tiefer. Bis heute ist wenig geschehen, beim Wesersprung West hat man sich nicht einmal auf einen exakten Standort geeinigt. Auch beim Wesersprung Mitte tritt das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) auf die Bremse. Rick Graue, Leiter des ASV, stellte dem Beirat Mitte in dieser Woche erstmals die konkreten Baupläne für die beiden Fahrradund Fußgängerbrücken vor, die
zusammen den Wesersprung Mitte ergeben sollen. Zur Einordnung: die kleine Weserbrücke, welche den Stadtwerder mit der Neustadt verbinden soll, sollte sich bereits mitten in der Bauphase befinden. Die Planungen befinden sich, so Graue, noch immer im Vorstadium. Da immer noch Teile der Entwurfsplanung, das Planfeststellungsverfahren und die Ausschreibung vorgenommen werden müssten, wäre ein Baubeginn erst 2031 realistisch, erklärt Graue. Eine seriöse Einschätzung wann die Brücke, welche als Ringschluss für die Fahrradpremiumroute dienen soll, dann wirklich betrieben werden kann, gibt es nicht, „das wäre viel zu viel Kaffeesatzleserei“, erkärt Graue.
Daraus ergeben sich allerdings weitere Probleme. Derzeit gibt es keine Bundesförderung, die über 2030 hinaus Bauvorhaben unterstützt. Eine Finanzierung ist dementsprechend nicht gewährleistet. Man werde allerdings alles tun, um die Anschlussfinanzierung sicherstellen zu können. Neben der Finanzierung gibt es noch ein weiteres Problem. Die Bürgermeister-Smidt-Brücke, die ab November saniert wird, soll ab 2035 in Rente gehen, es braucht also bis dahin ein Ersatzbauwerk. Ob Bremen zwei große Brückenvorhaben gleichzeitig realisieren kann, sei mehr als fraglich. „Zehn Jahre sind im Brückenbau nichts,“ erklärt Graue. Im Beirat ist man unglücklich über den Umstand, dass sich das
Bauvorhaben weiter verzögert und fordert die Senatorin für Bau in einem Beschluss auf, die Planungen schneller voranzutreiben. Insbesondere in dieser Situation, in der viele Brücken saniert werden müssten, wäre man gut beraten Alternativen zu schaffen, erklärt Birgit Olbrich, stellvertretende Beiratssprecherin. Außerdem solle genügend Personal zur Verfügung gestellt werden, um erforderliche Ersatzneubauten und die Wesersprünge zu realisieren. Eine positive Nachricht kann Graue an diesem Abend bekannt geben. Da sich der Brückenbau noch so lange verzögere, soll die Fahrradpremiumroute am Osterdeich schon im Frühjahr 2025 mit dem Teilstück am Wall verbunden werden.
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Amt für Straßen und Verkehr informiert über Wesersprung-Baupläne / Beginn frühestens 2031
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