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SAMSTAG, 13. APRIL 2024
NR. 3699/54. JAHRGANG
Älter, härter, besser
Pro & Contra
Aufsatteln auf der Rennbahn
Filmfest ehrt John Malkowich mit einem Goldenen Mops
Sollen Taser in jedem Streifenwagen liegen?
Wo früher Pferde galoppierten, fahren heute Drahtesel um die Wette
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OST
Hochschule sucht Schwangere Die Hochschule Bremen sucht für eine Prüfung in der Hebammenausbildung nach Schwangeren, deren Geburtstermine im Sommer liegen. Die Prüflinge werden bei den Schwangeren eine Beratung durchführen. Bewerber können sich unter kristin-mariakaeuper@hs-bremen.de anmelden. (WR)
Verkehrsbehinderungen auf A281 Wegen der Erneuerung einer Übergangskonstruktion an der Brücke über die Oslebshauser Heerstraße wird zwischen dem Autobahndreieck Bremen-Industriehäfen und Burg-Grambke die Überholspur gesperrt. Die Arbeiten sollen bis Ende April abgeschlossen sein. (WR)
Gegen Autoposer vorgehen Im Frühjahr häufen sich Verstöße wie Autoposing, also das unerlaubte Hin- und Herfahren in dicht bewohnten Quartieren und das Aufheulen von Motoren. Die Behörden prüfen derzeit rechtliche Grundlagen für eine Lösung. (WR) Anzeige
Ab 19. April
2024
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Einfach eklig: Auf privatem Grund und doch im Zentrum des Stadtteils sammeln sich am Rande des ehemaligen Könecke-/CocaCola-Areals immer wieder Müllhaufen an – für die Beseitigung lässt sich kaum eine zuständige Stelle finden. Foto: Simon
Die Parteien ducken sich weg Illegale Müllablagerungen erzürnen zunehmend die Bürger / Gefragt ist die effektive Unterbindung M A RT IN BOL L M A N N Unter dem Titel „Auf der Kippe“ stand jetzt eine Diskussionsveranstaltung der CDU über illegale Müllentsorgung und Sauberkeit in Hemelingen. Im voll besetzten Saal des Bürgerhauses Mahndorf diskutierten Bürger über die illegalen Müllansammlungen mitten in den Zentren der Stadtteile aber auch in Grüngebieten wie der Marsch. Die CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Hartmut Bodeit, Martin Michalik aber auch der Fraktionsvorsitzende Frank Imhoff berichteten gleich zu Beginn der Sitzung von ihren oft vergeblichen und recht anstrengenden Versuche in der Müllproblematik voranzukommen. Dabei ging es genauso um die Erreichbarkeit der Behörden wie um unnütze Anstrengungen: „Ich bin mit Müllwerkern unterwegs gewesen und habe illegalen Müll weggemacht – und zwei Stunden später sah es wieder so aus“, berichtet Michalik. Genauso schwierig sei die Beseitigung illegaler Müllkippen (Kosten etwa 150 Euro pro Stück).
Bei ihm habe es eine Woche bis zur Beseitigung gedauert. „Man telefoniert von einem zum anderen und keiner ist zuständig“, berichtet Bodeit. Die gleiche Erfahrung hat auch die Anwohnerin Petra Rose gemacht, die sich schon mit einer Petition an die Bürgerschaft gewandt hat. „Für die Beseitigung ist immer keiner zuständig“, erklärt Rose und die Verantwortlichkeiten werden munter von Stadtreinigung zu Bundesbahn, Deichverband und Polizei hin-
und hergeschoben. „Wir haben gegenwärtig wohl noch 80 Reifen im Bereich der Hemelinger Marsch liegen, die seit zwei Jahren nicht abgeholt werden, beklagt Rose und plädiert für Absperrungen, die die ohnehin untersagte Zufahrt in das Gebiet unterbinden könnten. Dann könnten nur Deichverband, Landwirte, Einsatzfahrzeuge und Jägerschaft die Zuwegungen nutzen. Ob diese Absperrungen wieder kommen bleibt fraglich: „Die Absperrpoller wurden schon vor ge-
Der Bürgerschaftsabgeordnete Hartmut Bodeit (v. l.), der CDU-Fraktionsvorsitzende Frank Inhoff und der Bürgerschaftsabgeordnete Martin Michalik bei der Sitzung im Bürgerhaus Mahndorf. Foto: Teupe
raumer Zeit von Landwirten entfernt und durch die WFB (Wirtschaftsförderung Bremen) nicht wieder aufgestellt“, erklärt WFBSprecherin Juliane Scholz. Den Koppelweg könne man wegen der starken Nutzung nicht absperren und habe auch sonst keine bauliche Handhabe, um das Müllproblem zu unterbinden. Zumindest ein gutes Mittel könnte allerdings der gezielte Einsatz von Mitarbeitern des Ordnungsamtes sein oder die Naturschutzwarte, schlugen dagegen Besucher vor. Und die Politik? Da zeigten sich die CDU-Politiker ernüchtert: „Wir haben vor Jahren schon das Problem von Müll und Ratten angesprochen. Da hieß es ‚dem Senat ist kein Rattenbefall bekannt‘ – dabei kannte Bovenschulte das Problem“, behaupten Bodeit und Michalik. „Wir haben drei Regierungsparteien in der Koalition und alle ducken sich weg. Irgendwann müssen wir dahin kommen, dass die Stadt sauberer wird.“ Dafür will sich die CDU mit Vor-Ort-Veranstaltungen weiter stark machen.
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