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SAMSTAG, 24. FEBRUAR 2024
NR. 3692/54. JAHRGANG
Rotstift in allen Ressorts
Krötenwanderung
Ole Werner muss umbauen
Warum der Steuerzahlerbund die Schuldenbremse verteidigt
Weshalb die Amphibien früher unterwegs sind als sonst
Wie Werder auch ohne Kapitän Marco Friedl stabil bleiben will
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OST
Fernbusterminal wird eröffnet Flixbus und Co. starten ab dem 7. März vom neuen Fernbusterminal hinter dem ÜberseeMuseum und Cinemaxx. Damit endet das Bauvorhaben unter Leitung des Amts für Straßen und Verkehr. Elf Haltebuchten stehen auf etwa 4.500 Quadratmetern für die aktuell bis zu 82 Busse täglich zur Verfügung. (mas)
Polizei kontrolliert Radfahrer Die Bremer Polizei wird ab sofort gemeinsam mit angehenden Polizisten und Polizistinnen verstärkt Fahrradfahrende vor Schulen und auf stark frequentierten Strecken kontrollieren. Der Grund: Steigende Unfallzahlen mit Beginn des wärmeren Frühlingswetters. (rf)
„Fridays“: Nahverkehr verdoppeln Kein Klimastreik wie üblich: Ein Bündnis aus Beschäftigten der BSAG, der Gewerkschaft Verdi und von Fridays for Future fordert für den Nahverkehr unter anderem: „Eine Verdoppelung der Verbindungen bis 2030.“ Demo-Beginn: 1. März., 10 Uhr, Marktplatz. (mas) Anzeige
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Warnt vor politischen und wirtschaftlichen Folgen, wenn mehr Rechtspopulisten ins Europaparlament kommen: Helga Trüpel, die Gastgeberin von der überparteilichen Europa-Union Bremen, zeigt den Saal, in dem jeder am 7. März mitreden darf. „Einmischen“, nennt sie das. Foto: Marcus Schmidt
Mitreden: Bremer wählen Europa Welche Auswirkungen ein EU-Austritt auf Deutschland und das kleinste Bundesland haben würde M A RCUS SCH M IDT Grenzenloses Reisen, Frieden seit Jahrzehnten, Zuschüsse für die Schlachte, Weltraumfaht mit Ariane-Raketen und OHB-Satelliten, gedeckelte Handytarife und Tausende anderer Vorteile: Dieses Jahr wählen Bremerinnen und Bremer im Juni ihre Europaabgeordneten für das Europaparlament – und damit auch das, was für ihre Stadt entschieden wird. Bekannt ist in Politik und Wirtschaft: Nur gemeinsam kann Bremen, das durch Handel, und Schifffahrt weltweit vernetzt ist, eine Rolle spielen. Allein, ohne Menschenrechte oder Fördermittel wären Deutschland und das
kleinste Bundesland schnell abgehängt. Das könnte eine Folge sein, wenn Rechtsextreme an Einfluss gewinnen und die EU zerfällt. „Dieses Jahr ist die Wahl besonders heikel, weil sich – zumindest nach den neuesten Umfragen – das Europaparlament in die rechtsextreme, rechtspopulistische Ecke bewegen könnte. Aus Sicht der proeuropäischen und demokratischen Fraktionen ist es nötig zu erklären, warum die EU so wichtig ist, um hoffentlich eine rechtsextreme Entwicklung zu verhindern“, sagt die ehemalige EU-Abgeordnete Helga Trüpel (Grüne). Die Bremerin nennt ein aktuelles Beispiel: „Frau Weidel
von der AfD hat gesagt, Deutschland sollte aus der EU austreten. Was dramatische wirtschaftliche und politische Folgen hätte.“ Die EU sei für Bremen und Deutschland kaum wegzudenken „weil es ein historisch einmaliges Projekt ist. Es wurde aus guten Gründen nach den schrecklichen Verbrechen des Zweiten Weltkrieges gegründet, um einen neuen, demokratischen Kontinent aufzubauen, um wirtschaftliche Interessen zu bündeln“, sagt Trüpel, Vorsitzende der Europa-Union Bremen. Das Bundesland profitiere zum Beispiel durch viele Finanzierungsprogramme. Was jeder einzelne gegen einen
Rechtsruck in der EU machen kann, erfährt man beim Bremer Dialog zu Rechtspopulismus und den Europawahlen 2024 am 7. März. Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, sich zu informieren, einzumischen, Fragen zu stellen und Kritik zu äußern. Reden dürfen Besucher des Abends auch mit Georg Pfeifer, Leiter des Verbindunsgbüros des EU-Parlaments, mit Pia Lange vom Zentrum für Europäische Rechtspolitik, sowie Thomas Köcher von der Landeszentrale für politische Bildung. Der Bremer Dialog startet am 7. März um 17.15 Uhr im Börsenhof A, Am Markt 20. Anmeldung: europa-union.de/buergerdialoge/
Obernstraße bei Passantenzahlen nur auf Platz 99 „Im Passanten-Frequenzreport der hystreet.com für den Januar rangiert Bremen mit seiner Sögestraße mit 621.852 Passanten erst auf Platz 72 von 289 erfassten Standorten.“ Das verbreitet der Christliche Gewerkschaftsbund
Deutschlands und legt nach: „Die Obernstraße landete mit 532.058 Passanten auf Platz 99.“ Zum Vergleich: Spitzenreiter unter Deutschlands Einkaufsmeilen ist die Kaufinger Straße in München mit 1.596.018 Passan-
ten. Die Cityinitiative Bremen ordnet die Zählung an der Weser etwas anders ein: „Es handelt sich um eine klassische Momentaufnahme, die vielen Faktoren unterliegt, beziehungsweise unterliegen kann – und sei es auch dem
Wetter“, so Carolin Reuther. „Was beispielsweise die Obernstraße angeht, konnten wir eine Erhöhung der Passantenfrequenzen für 2023 im Vergleich zu 2022 um 5 Prozent im Jahresmittelwert feststellen.“ (mas)