Das Open-Air-Kino „LUX goes Lucie“ kehrt vom 31. Juli bis 2. August auf den Lucie-FlechtmannPlatz in der Neustadt zurück. Gezeigt werden fünf Filme. Der Eintritt ist an allen Veranstaltungstagen frei. Das ganze Programm unter arbeitnehmerkammer.de/lux/ pb
Rückhalt für Flugroute wächst
Die Unterstützung für eine Wiederaufnahme der Flugverbindung zwischen Bremen und Frankfurt wächst. Nach den Industrie- und Handelskammern sprechen sich nun auch Vertreter der maritimen Wirtschaft für die Strecke aus. Die Lufthansa hatte die Verbindung zum 1. Juli eingestellt. pb
Plattdeutscher Song Contest
Der plattdeutsche Songcontest Plattbeats geht in die achte Runde. Musiker im Alter von 15 bis 35 Jahren aus Norddeutschland können sich ab sofort bewerben, um den plattdeutschen Song des Jahres 2026 zu präsentieren. Informationen zur Bewerbung unter www.plattbeats.de/mitmachen pb
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Auflagenstärkste Anzeigenzeitung in Bremen und Umgebung
SAMSTAG, 25. JULI 2026
Tschüss Bremen
Arbeitsagentur-Chef Joachim Ossmann geht in Pension
NR. 3818/56. JAHRGANG
Familienspaß im Bürgerpark
33. Bremer Kindertag am 16. August rund um den Marcusbrunnen
Altkleider-Container werden stadtweit immer wieder ausgeraubt, als Müllabladefläche verwendet oder völlig überfüllt. Alles Zeichen eines weitreichenderen Problems. Foto: Behrbom
Fast Fashion verstopft das System
Volle Altkleider-Container sind Ausdruck eines tieferliegenden Problems der Bekleidungsindustrie
PHILIPP BEHRBOM
Sieben Millionen Tonnen Altkleider sind laut der Europäischen Umweltagentur im Jahr 2020 europaweit angefallen, eine Million davon allein in Deutschland. Zur Einordnung: Diese Menge füllt rund 62.000 Lkw. Eingesammelt werden die ausrangierten Schuhe, Hosen und Oberteile an Containerstellplätzen. In Bremen unterstehen diese der Bremer Stadtreinigung (DBS). Wie viel Kleidung abgegeben wird, zeigt sich insbesondere dann, wenn sie nicht mehr in die Container passt, sondern deren Umgebung vermüllt.
„Es gibt immer wieder Plätze, an denen die Situation nicht zufriedenstellend ist“, erklärt DBS-Sprecherin Lena Hartmann. Die Gründe dafür seien laut DBS vielfältig. Die Plätze würden zum einen als reguläre
Müllabladestellen missbraucht. Zudem würden die Container immer wieder von Einzeltätern oder Banden beraubt. „Werden die Container beraubt, bleiben zerpflückte Textilien im Umfeld liegen“, so Hartmann. Hinzu kommen Verzögerungen bei der Abfuhr. Grund hierfür sind der überaus angespannte Markt für Alttextilien und die Flutung des Systems mit Fast Fashion. Fast Fashion, wörtlich übersetzt „Schnelle Mode“, bezeichnet die Transformation der Modeindustrie von langlebiger Kleidung hin zu billig produzierten, kurz getragenen und schnell entsorgten Textilien. Viele davon eignen sich inzwischen kaum noch für das Recycling oder den Secondhand-Markt. Das zeigen Zahlen des Fachverbands Textilrecycling des Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung
Direkt von Bremen nach Italien
Wieder Bella Italia ab Bremen: Ab dem 25. Oktober fliegt Ryanair zweimal wöchentlich vom Flughafen Bremen direkt nach Lamezia Terme in Kalabrien. Die Verbindung wird jeweils freitags und sonntags angeboten.
Marc Cezanne, Geschäftsführer am Flughafen, sieht in der neuen Direktverbindung eine Reaktion auf die hohe Nachfrage nach Italien-Reisen aus dem Nordwesten. Die Flugzeit beträgt rund zweieinhalb Stunden. pb
(BVSE). Während bis etwa 2018 noch rund 60 bis 65 Prozent der Alttextilien weiterverwendet wurden, waren es 2023 nur noch 44 Prozent. 20 Prozent der gesammelten Textilien seien nicht einmal mehr für das Recycling geeignet und würden inzwischen verbrannt, heißt es von Seiten des BVSE. Auf europäischer Ebene soll dem Problem inzwischen gegengesteuert werden. Anfang der Woche trat die EU-Ökodesign-Verordnung in Kraft. Unternehmen dürfen künftig unverkaufte Kleidung nicht mehr vernichten. Dies soll Modeunternehmen dazu animieren, nachhaltigere Kleidung zu produzieren.
Bis das Gesetz Wirkung zeigt, zeigt sich das Problem auf den Bremer Straßen. „Das Thema Alttextilien ist ein bundesweites Problem. Der Markt wird mit Fast Fashion geflutet,
Kein Solokünstler der vergangenen 65 Jahre hat die Musikgeschichte so nachhaltig geprägt wie Bob Dylan. Songs wie „Knockin’ On Heaven’s Door”, „Mr. Tambourine Man“, „Blowin’ in the Wind“ oder „Like A Rolling Stone“ sowie viele weitere wurden zu
die Absatzmärkte für Alttextilien sind zusammengebrochen“, sagt Hartmann. Bei DBS hofft man über die EU-Richtlinie hinaus auf die vom Gesetzgeber geplante erweiterte Herstellerverantwortung (EPR). Modelabels sollen sich, so der Plan, künftig an den Verwertungskosten beteiligen müssen. Noch befindet sich das Gesetz in der Ausarbeitung. Wann es sich nach seiner Umsetzung bemerkbar machen wird, ist unklar.
Bis dahin appelliert Hartmann, keine Altkleider neben den Containern abzulegen. Wer einen vollen Container vorfindet, sollte die Kleidung wieder mitnehmen und die Bremer Stadtreinigung informieren. Denn solange Fast Fashion den Markt weiter flutet, dürfte das Problem der überfüllten Container so schnell nicht verschwinden.
Welt-Hits und haben bis heute mehrere Generationen begeistert und geprägt. Im Herbst ist der Star auf Tournee und am 25. Oktober in der Bremer ÖVB-Arena. Tickets für das Konzert ohne Kameras und Smartphones gibt es ab sofort bei eventim.de bm
Pro TIM SÜLTENFUSS
Mobilitätspolitischer Sprecher der Bremer Linksfraktion
Sommerstraßen schaffen
mehr Lebensqualität direkt vor der Haustür. Sie machen Städte hitzeresilienter und gerechter für alle. Anwohnerinnen und Anwohner können d ie Straße so nutzen, wie sie das möchten: Picknicken, Inliner fahren, Events oder Flohmärkte – alles ist möglich. Für Kinder entstehen sichere Orte zum Spielen, andere können sich einfach draußen aufhalten – ohne Kaufzwang. Das R isiko von Unfällen sinkt, es gibt weniger Lärm, bessere Luft.
Wegen der immer heißer werdenden Sommer sind Sommerstraßen wichtig für die Klimaanpassung, denn es ist nachweislich kühler, wo keine Autos fahren oder parken. Auch Gastronomie und Einzelhandel profitieren. Erfahrungen aus zahlreichen anderen Städten zeigen, dass Sommerstraßen von vielen Menschen angenommen werden u nd zu lebendigeren Quartieren beitragen. Ohne enge Beteiligung der Nachbarschaft u nd der Beiräte geht es dabei nicht, denn Sommerstraßen müssen vor allem von den Menschen vor Ort gewollt sein!
Contra PIET LEIDREITER
Stellvertretender
Fraktionsvorsitzender des Bündnis Deutschland BD
Nach dem kostspieligen Verkehrsversuch in der Martinistraße für über 1 Million Euro soll Bremen erneut zum Experimentierfeld werden. Sommerstraßen klingen sympathisch, verschärfen aber bestehende Probleme. Schon das Verbot des aufgesetzten Parkens in der Neustadt verringert den Parkraum um rund 21 Prozent und belastet die Bewohner. Weitere Stadtteile sollen folgen. Zusätzliche Sperrungen verdrängen Autos in Nachbarstraßen und erhöhen Parkdruck, Suchverkehr und Konflikte. Das trifft ältere Menschen, Familien, Pflegedienste, Handwerker und Gewerbetreibende, die auf erreichbare Stellplätze angewiesen sind. Verkehrspolitik darf nicht an der Lebenswirklichkeit vorbeigehen und Autofahrer pauschal benachteiligen. Statt teurer Modellversuche sollte Bremen marode Straßen sanieren, den Verkehrsfluss verbessern und Mittel verantwortungsvoll einsetzen.
Weitere Einschränkungen sind erst vertretbar, wenn vor Ort genügend Quartiersgaragen verfügbar sind.
Zuschuss für Wärmepumpen
In den vergangenen Tagen haben sich die Förderbedingungen für Wärmepumpen geändert. Gleichzeitig sorgen Krisen und schwankende Energiepreise dafür, dass sich Hausbesitzer erneut mit Energiekosten beschäftigen. „Alle die, die sich mit dem Thema Energiekosten zu Hause beschäftigen“, so Tobias Döpkens von ADLERSolar in Bremen, „sollten wissen, dass eine Wärmepumpe absolut Sinn macht, weil sie effizient ist und ein etabliertes System ist.“ Die Seite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist wieder „scharf gestellt.“ Förderanträge könnten wieder gestellt werden. „Jetzt
gibt es eine Basisförderung, einen Klima- und Geschwindigkeitszuschuss. Das Einkommen ist in Kategorien gestaffelt“, so der Geschäftsführer. „Man bekommt immer noch einen soliden, ordentlichen Zuschuss“, findet Döpkens. Als Beispiel nennt er eine Wärmepumpe für 30.000 Euro, für die – abhängig von den individuellen Voraussetzungen – ein Zuschuss von rund 13.000 Euro möglich sein könne. Infoseiten im Netz: meine.kfw.de energieverbraucher.de/de/ foerderung__3627/ adlersolar.de swb.de/webinare m as
Keine Zeitung erhalten? Meldung bitte über www.weserreport.de/ewz Hotline: 0421/690 55 350
Sommer-Interview: FDP-Landesvorsitzender Thore Schäck sieht wenig Überschneidung mit AfD
MARCUS SCHMIDT
WESER REPORT: Armut und Wohnungsnot. Kriminalität und Extremismus. Weltkulturerbe aber kaum neue Publikumsmagnete. Raumfahrt und Rüstung. Tourismus und Festivals. Keine Flüge nach Frankfurt plus verspätete Züge: Vor diesem Hintergrund darf Bremen am 30. Mai 2027 die neue Bürgerschaft wählen. Wo sehen Sie sich und ihre Partei danach?
THORE SCHÄCK: Wir möchten natürlich mitgestalten. Jede Partei bewirbt sich darum, auch als Teil einer Regierung die politischen Geschicke dieses Bundeslandes mitzugestalten. Wir treten an, um Bremen besser zu machen, darum muss es gehen.
Welches große Ziel haben Sie und Ihre Partei für Bremen nach der Wahl?
Wir möchten, nachdem wir wieder ins Parlament eingezogen sind, natürlich mitgestalten.
...und warum haben Sie die bisher nicht umsetzen können?
Wir sind im Moment in der Opposition. Da ist es unser Job, der Regierung auf die Finger zu schauen. Das machen wir auch sehr konsequent.
Die Bremer FDP ist weiterhin dabei. Was machen Sie anders als Ihre Kolleginnen und Kollegen im Bund?
Bundes- sind immer anders als Landesthemen. Wir setzen den Fokus auf die Themen, die Bürgerinnen und Bürgern hier wichtig sind: Bildung, Sicherheit, Wirtschaft und Verkehr. Keine politischen Phrasen, sondern Klartext!
Könnten Sie sich denn – rein theoretisch – eine Zusammenarbeit mit der SPD vorstellen?
Diese ganzen politischen Farbkombinationen spielen für uns erst mal keine Rolle. Wir haben eigene Ideen, die wir gemeinsam mit den Bürgern umsetzen wollen. Wir wollen die Menschen mit dem überzeugen, womit wir Bremen voranbringen können. Es muss doch um die Sache gehen. Nach der Wahl muss man gucken, mit welchen Parteien man diese Ziele umsetzen kann.
AUFS STICHWORT BREMEN
Würden Sie die Brandmauer zur AfD durchbrechen, um mit der in Teilen rechtsradikalen Partei zusammenzuarbeiten?
In Bremen ist die FDP im Parlament: Der Wirtschaftspsychologe Thore Schäck sitzt der Landespartei und der Bürgerschaftsfraktion vor. Foto: Marco Meister
schen nicht nach Leistung beurteilen, sondern danach, woher sie kommen. Die AfD möchte aus der NATO und EU aussteigen. Damit sind sie konträr zu vielem, wofür wir stehen und sind der Linkspartei näher als uns. Daher sehe ich da wenig Überschneidungen.
Wie wollen Sie den Menschen zurückholen, der vorher FDP gewählt hat?
Die Wähler sind frustriert und wählen deswegen oft linke oder rechte Extreme. Sie sind deswegen frustriert, weil sie häufig das Gefühl haben, dass sich die Politik mit ganz vielen Randthemen beschäftigt – nicht mit dem, was wirklich wichtig ist. Unser Anspruch ist es, Probleme zu lösen. Dafür werden wir ein Angebot mit den wichtigen fünf, sechs großen Bremer Themen machen.
Chancengleichheit für Arm und Reich in Bildung und Karriere: Was werden Sie dafür tun?
Bremen gibt pro Schüler deutlich weniger aus als andere Städte, zum Beispiel Hamburg. Wir müssen mehr Geld in die Hand nehmen. Wir müsse aber auch das Leistungsprinzip wieder einführen. Es kann nicht das Ziel sein, dass am Ende nicht mehr gemessen und verglichen wird. Wir müssen den Schülern klar aufzeigen, in welchem Fach sie gut sind und wo sie etwas verbessern können. Am Ende ist eine gute Bildungspolitik die beste Sozialpolitik, die man machen kann.
Die Bürgerinnen und Bürger fühlen sich nicht mehr sicher in Bremen. Da müssen wir ran! Wir müssen die Polizei besser mit Personal und Technik ausstatten. Die Menschen müssen die Polizei auch auf der Straße wieder stärker sehen. Schnellere Verfahren und besser ausgestattete Staatsanwaltschaften sind Kernaufgaben des Staates. Dass Bremen dort so fundamental versagt, ist nicht hinnehmbar. Das ist das Erste, worum wir uns kümmern werden.
Es gab kürzlich ein unterschiedliches Abstimmungsverhalten der Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Björn Fecker im Bundesrat. Ist das ein Signal, das bei der Wahl entscheidend sein könnte?
Es ist zumindest die Fortsetzung einer zerstrittenen Koalition hier in Bremen. Dass man gegeneinander abstimmt, unterschiedlicher Auffassung ist und diese Gräben nicht geschlossen bekommt: So kann man kein Bundesland voranbringen. Auch deswegen ist unsere Einschätzung, dass die amtierende Regierungskoalition nach der Wahl keine Zukunft hat.
Einen letzten Satz, bitte. Zur Wirtschaft: Wir haben mit die höchste Arbeitslosigkeit in ganz Deutschland. Das kostet uns viel und bringt gleichzeitig kein Geld in die Kassen, weil diese Menschen eben nicht in die Steuerkassen einzahlen. Deswegen müssen wir die Wirtschaft stärken, das bringt Arbeitsplätze. Das tun wir nicht dadurch, dass ein Ausbildungsfonds geschaffen wird oder dass man sich über Autobahnen streitet. Die brauchen wir für die Hinterlandanbindung und Häfen. Wir müssen einen starken Fokus darauf setzen, dass die Arbeitsplätze hier in Bremen entstehen und auch hier bleiben. Dafür müssen wir Wohnraum schaffen, auch das Einfamilienhaus, von dem viele Menschen träumen.
Möchten Sie als Senator in der nächsten Regierung mitarbeiten? Es muss doch um die Sache gehen, nicht um Personen. Unser Anspruch ist es, den Bürgern ein gutes Angebot zu machen. Wir bewerben uns darum, Bremen besser zu machen. Alles andere kommt danach.
Schuldenberg: Der ist zu groß. Er muss in Bremen dringend abgebaut werden.
Brücken: Die sind schon zu lange kaputt – müssen wir uns dringend drum kümmern.
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Die AfD ist eine völkische Partei, die eben nicht auf ein starkes, freies Individuum setzt, sondern auf den kollektiven Volkskörper. Sie möchte Men-
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Chefredaktion: Robert Lürssen, robert.luerssen@weserreport.de
Lokales: Philipp Behrbom, Martin Bollmann, Bettina Meister, Thorsten Runge, Marcus Schmidt, Laura Carina Stache
Zur Sicherheit gäbe es viel zu sagen. Was ist Ihnen da am wichtigsten?
Frankfurt-Flüge ... ... sind eine zentrale Anbindung. Bremen ist darauf angewiesen. Wir müssen die St ädte-Verbindung dringend wieder herstellen.
Müll: Ist ein riesiges Problem in den Parks und auf den Straßen. Daran messen Bürger auch, ob ein Staat funktioniert. Das ist auch eine öffentliche Aufgabe. Das muss besser werden.
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Einzelteile
Reise, Motor und Sonderthemen: Marinos Kaloglou
Kultur: Bettina Meister
Das BLV: Regina Drieling, Nikolas Janßen, Antje Spitzner
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Büro Osterholz-Scharmbeck : Marius Roskamp, Annemarie Utke
Fotos: Klaus Werner Schlie
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Zurzeit gelten Anzeigenpreisliste Nr. 53 vom 1. Januar 2026 und unsere darin abgedruckten AGB. Falls Sie dieses Produkt nicht mehr erhalten möchten, bitten wir Sie, einen Werbeverbotsaufkleber mit dem Zusatzhinweis
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Briefkasten anzubringen. Weitere Informationen
finden Sie auf dem Verbraucherportal
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Internet: www.weserreport.de
Druck: DruckHaus Delmenhorst GmbH
Verbreitete Auflage:
266.950 Exemplare mit DELME REPORT, HAMME REPORT und WÜMME REPORT 350.430 Exemplare
ROBERT LÜRSSEN
Drei Wochen vor der Veranstaltung sind die wichtigsten Dinge zwar längst geklärt, dennoch hat das Orgateam vom Landesbetriebssportverband Bremen (LBSV) alle Hände voll zu tun, um bis zum Bremer Kindertag am 16. August, 11 bis 18 Uhr, im Bürgerpark noch letzte Details zu klären. Der WESER REPORT unterstützt den Kindertag erstmals als Medienpartner. Das Motto der Veranstaltung lautet wieder „Kinder stark machen“. Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat die Schirmherrschaft übernommen.
Für den LBSV ist es zwar schon der 33. Bremer Kindertag, doch für den LBSV-Vorsitzenden und seine fünf Mitstreiterinnen und Mitstreiter vom Kernteam ist es eben erst der zweite Kindertag als verantwortliche Organisatoren. Erst im Februar 2025 hatte Bernd Peter den LBSV-Vorsitz über-
Strahlende Augen als Motivation
33. Bremer Kindertag am 16. August im Bremer Bürgerpark
nommen. „Wir sind um ein Jahr Erfahrung reicher“, sagt Peter. „Es macht Spaß, keine Frage. Wenn das Endergebnis stimmt und man in strahlende Augen blickt, ist alles andere verges-
sen“, sagt er. Spaß ist die Voraussetzung, schließlich arbeiten die Organisatoren alle ehrenamtlich, wie Peter betont. Am Kindertag selber sind dann bis zu 700 freiwillige Helferin-
nen und Helfer im Einsatz, um zehntausenden Besucherinnen und Besuchern einen unbeschwerten Tag zu ermöglichen. Eine professionelle Veranstaltung wollen sie dennoch
Beitrag zum sozialen Frieden schätzen
Joachim Ossmann, Chef der Arbeitsagentur Bremen und Bremerhaven, geht in Pension
MARCUS SCHMIDT
„Ich kam im April 2018 von Bayern nach Bremen – und war sehr schnell integriert“, lobt Joachim Ossmann die Stadtgesellschaft. Der Leiter der Arbeitsagentur Bremen und Bremerhaven geht Anfang August in den Ruhestand. 38 Jahre war der gebürtige Klever immer in Arbeitsagenturen tätig, vor Bremen in Nürnberg. Die höchste Arbeitslosenquote Deutschlands in Bremen war für ihn eine Herausforderung: „Ich kam ohne Vorkenntnisse der Region und habe das städtische Netzwerk schätzen gelernt.“ Er hätte sich aber gewünscht, dass die Arbeitslo-
Der Entwickler „Panattoni“ realisiert für den Lebensmittellogistiker „Nagel-Group“ ein Kühl-, Frische- und Ultrafrischelager
senquote in Bremen weiter sinkt. Die verfestigte Arbeitslosigkeit mit einem hohen Anteil an Ungelernten macht die Arbeitsmarktpolitik jedoch zu einer Mammutaufgabe. Er wünscht sich, dass der Beitrag der Agentur zum sozialen Frieden mehr anerkannt würde. Vielen Arbeitslosen hat die Arbeitsagentur in seiner Zeit dennoch zu Arbeit und Einkommen verholfen: „Ich kann mich noch genau an einen Menschen erinnern, der schon lange arbeitslos und gesundheitlich eingeschränkt war.“ Er habe mitbekommen, wie das auf die komplette Familie ausstrahlt. „Es macht einen zufrieden, wenn man helfen kann.“
verkauft
GVZ. Das Grundstück wurde am Donnerstag verkauft. Das Wirtschaftsressort rechnet mit 400 neuen Arbeitsplätzen. pb
Er erinnert sich an die Coronazeit: „Die Pandemie war eine große Herausforderung, denn jede dritte Bremerin und jeder dritte Bremer hatten damals Kurzarbeitergeld bezogen.“ Die Menschen waren auf die Bewilligung angewiesen: „Wir haben die ganze Mannschaft zusammengezogen, um die Anträge zu bewilligen,“ erinnert er sich voller Stolz. Ein letztes Thema möchte Ossmann noch anschneiden, den demografischen Wandel: „In den nächsten zehn Jahren gehen zum Beispiel 40 Prozent der Beschäftigten der Arbeitsagentur in den Ruhestand. Das geht auch vielen Betrieben so“. Er warnt: „Das Erwerbsperso-
nenpotenzial in Deutschland sinkt in diesem Jahr zum ersten Mal um 40.000. Das wird auch so weitergehen.“ Ossmann weiß: „Wir sind darauf angewiesen, dass Menschen aus anderen Ländern zu uns kommen.“ Bremen profitiere davon: „Ohne ausländische Azubis hätten wir deutlich weniger.“ Er spricht von Bereichen, die bis zu 50 Prozent ausländische Beschäftigte haben: „Solche Branchen können ohne diese Arbeitskräfte nicht existieren.“ Jetzt will er „die Freiheit als Ruheständler genießen.“ Der Hobby-Ruderer verlässt die Stadt „dankbar“. Die Zeit in Bremen war für ihn „eine Bereicherung“.
wieder auf die Beine stellen. Mehr 80 Unternehmen und Institutionen werden sich auf der Wiese am Marcus-Brunnen präsentieren. Ziel ist es, sich bei Spiel und Spaß über viele Kindereinrichtungen der Stadt und Freie Träger informieren und auch beraten lassen zu können. „Jeder Stand muss eine Aktivität anbieten“, erklärt Peter das bewährte Prinzip des Kindertages. Auf der Bühne sorgen die Moderatoren von Radio Teddy für einen reibungslosen Ablauf. Auftreten werden in diesem Jahr unter anderem Christian Bakotessa, Fug & Janina von Kika sowie Checker Julian und Hip-Hop-Europameisterin Guanguan. Zu den Höhepunkten zählt auch die Verleihung des Kinderoskars an eine Persönlichkeit, die sich besonders für Kinder einsetzt.
Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen im Internet unter bremerkindertag.lbsvbremen.de
Zu den Maritimen Tagen starten Großsegler wieder zu Törns. Foto: Lindemann/Erlebnis BRHV
Maritime Tage mit Segeltörn
Maritime Tage 2026 in Bremerhaven: Seeleute, Küstenfans und Schiffbegeisterte sollten sich diesen Termin vormerken, denn vom 12. bis 16. August findet an der Wesermündung ein XXL-Fest am Wasser statt. Fünf Tage lang verwandelt sich laut Veranstalter der Neue Hafen in eine Bühne für Segel- und Spezialschiffe, es wird Musik gespielt und lecker gegessen. Zu den angekündigten Schiffen zählen Publikumslieblinge wie die spanische „Nao Victoria“, die „Pascual Flores“, die „Alexander von Humboldt 2“, der „Adler von Krautsand“ und die „Schulschiff Deutschland“. Viele Schiffe öffnen ihre Decks beim kostenlosen „Open Ship“. Die Segeltörns auf der Weser gehörten zu den Attraktionen der Sail. Daher stehen sie auch während der Maritimen Tage wieder auf dem Programm. Dafür hat die Erlebnis Bremerhaven gleich mehrere Großsegler gechartert, darunter die „Gulden Leeuw“, „Wylde Swan“ und „Großherzogin Elisabeth“. Insgesamt werden 19 Tages- und Abendfahrten angeboten. Dreistündige Törns kosten dabei ab 65 Euro. Wer möchte, kann beim Segelsetzen mithelfen. Infos gibt es unter https:// www.bremerhaven-erleben.de/ maritimetage/toerns WR
Bereit für den Bremer Kindertag (von links): Joshua Conrad, Mirela Peter, Madita Reff, Ulrike Reff, Nadia Michaelis und Bernd Peter vom Orga-Team. Foto: Marco Meister
Zerti kate: Risikopu er in nervösen Märkten
SASCHA OTTO
Senior Manager Treasury bei der Sparkasse Bremen
Die laufende Berichtssaison sorgt für Bewegung an den Börsen. Starke Zahlen werden nicht immer belohnt, kleine Enttäuschungen dagegen oft hart abgestraft. Nach den Kursgewinnen der vergangenen Monate reagieren Anlegerinnen und Anleger sensibel auf Ausblicke, Margen und Bewertungen. In Phasen größerer Schwankungen können Zertifikate ein Baustein im Risikomanagement sein. Discount- oder Bonuszertifikate ermöglichen es, nicht nur auf steigende Kurse zu setzen, sondern auch seitwärts laufende Märkte gezielter zu nutzen. Sie können Puffer gegen moderate Rückschläge bieten und Schwankungen im Depot abfedern. Wichtig: Zertifikate sind komplexer als klassische Aktien oder Fonds. Barrieren, Laufzeiten, Emittentenrisiko und begrenzte Gewinnchancen müssen verstanden werden. Mein Fazit: Die Berichtssaison dürfte die Märkte weiter schwanken lassen. Zertifikate können sinnvoll ergänzen, ersetzen aber keine breite Streuung und keine klare Strategie.
KLIMATIPP
Ferien voller
Klima-Abenteuer
MAX BECKMANN
Klimaschutzagentur Energiekonsens
Die Sommerferien sind die perfekte Gelegenheit, mit den Kindern Zeit im Freien zu verbringen – und dabei ganz nebenbei Gutes für unsere Umgebung und das Klima zu tun. Wie wäre es mit einem Natur-Bingo? Statt Zahlen stehen Dinge auf der Liste: Wer entdeckt zuerst einen Marienkäfer, Löwenzahn oder Schmetterling? Das macht Spaß und schärft den Blick für die Artenvielfalt direkt vor der Haustür. Auch eine gemeinsame Müllsammelaktion kann zum kleinen Abenteuer werden. Mit Handschuhen, Greifzange und Eimer ausgestattet wird aus dem Spaziergang eine Mission für eine saubere Umwelt. Oft staunt der Nachwuchs, wie viel achtlos weggeworfener Abfall am Ende zusammenkommt. Kreativ wird es beim Basteln von Samenbomben. Dafür Blumen- und Tonerde mit Saatgut heimischer Wildblumen vermischen, etwas Wasser hinzufügen und kleine Kugeln daraus formen. Nach dem Trocknen können diese an geeigneten Stellen ausgebracht werden – und verwandeln kahle Flächen mit etwas Glück schon bald in blühende Oasen für Wildbienen und andere Insekten. Viel Freude beim Ausprobieren!
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Montags von 17 Uhr bis 24 Uhr, dienstags bis freitags von 12 Uhr bis 15 Uhr sowie von 17 Uhr bis 24 Uhr und samstags von 12 bis 24 Uhr geöffnet
0421 / 57 70 56 22 mexcal.eatbu.com/
AMBIENTE
Das Ambiente im Mexcal scheint sich seit unserem letzten Besuch vor ein paar Jahren nicht geändert zu haben: Die in warmem Orange gestrichenen Wände, dunklen Holzmöbel und bunten Glaseinsätze in den Fenstern machen den Raum zu einem freundlich-gemütlichen Ort. Dieser erstreckt sich über mehrere Ebenen und verfügt über eine sehr hohe Decke mit Kronleuchtern. Das allein ist schon schön luftig und großzügig. Dass sich ein Teil der riesigen Fenster noch komplett aufklappen lässt, sorgt bei sommerlichen Temperaturen zudem für einen sanften Luftzug, etwas Straßenlärm und den Blick auf die vorgelagerten Außensitzplätze – ganz anders kann es in Mexiko oder California kaum sein. Dennoch können wir nicht darüber hinwegsehen, dass die Einrichtung schon etwas in die Jahre gekommen ist, hier und da zeigen sich Abnutzungserscheinungen, wie beispielsweise ab-
Mexcal: Gutes Gesamtpaket an der Martinistraße
geplatztes Kunstleder auf einigen Sesseln.
ESSEN
Das Lunchangebot hält für uns den Chicken Burrito für 9,10 Euro, den Mexican Burger für 11,50 sowie das Steak Funguoso für 13 Euro bereit. Um das Fazit gleich mal vorweg zu nehmen: Das sind alles solide Mittagstischgerichte, das Pendel schlägt weder komplett nach unten, noch nach oben aus. Der Burrito ist mit wenigen und trockenen Hühnerfleischstücken bestückt, die in der ansonsten cremigen und wohlschmeckenden Masse aus schwarzen Bohnen, Mais, Paprika, Zwiebeln, Tomaten und Ranchsoße aber kaum zu bemerken sind. Dazu gibt es einen Haufen frischen, unangemachten Eisbergsalat, der mit einem
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dicken Klacks Schmand dekoriert ist. Der Burger beherbergt in dem unauffälligen Patty einen würzigen, festen und geschmacklich recht intensiven Rindfleischpatty. Mir persönlich ist der zu ausgeprägt, der Kollege mag’s. Zudem gibt’s Zwiebeln, Salat, Tomaten und Gurken, die angekündigte Aioli finden wir allerdings nicht. Anbei liegt noch eine gute Portion ordentlicher Pommes. Das „saftig gegrillte Rindersteak“ ist genau das – auch wenn es recht dünn ist. Die Champignonrahmsoße ist zwar wunderbar cremig, mir aber viel zu dominant. Dazu passen der frische Eisbergsalat und die knusprigen Kartoffelwedges.
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PREISE
Die Mittagstischpreise sind günstig: Der Chicken Burrito für 9,10 Euro, der Mexican Burger für 11,50 Euro sowie das Steak für 13 Euro – das sind gute Angebote. Die Getränkepreise sind dagegen etwas erhöht: Ein Wasser (0,3l) kostet 3,20 Euro, ein Bier (0,3l) 4 Euro und der günstigste Wein (0,2l) 6,50 Euro.
FAZIT
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Kanalsanierung, Radpremiumroute und nun Baumängel: Steffensweg kommt nicht zur Ruhe
PHILIPP BEHRBOM
Seit beinahe zwei Jahren wird auf einer der wichtigsten Verbindungen aus dem Bremer Westen in die Innenstadt, dem Steffensweg, gebaut. Erst die Kanalsanierung, dann der Bau der Radpremiumroute. Bereits im März 2025 sorgte der Umgang mit der Baustelle für Unmut bei den Anwohnenden.
Nach Abschluss der Kanalsanierung wurde die Fahrbahn geschlossen, nur um wenige Wochen später wieder geöffnet zu werden. Im April dieses Jahres hieß es dann: freie Fahrt fürs Fahrrad – bis vor Kurzem. Die Fahrbahn wird erneut aufgerissen. Der Grund: Baumängel.
„Da kann man ja nicht ernsthaft etwas zu sagen“, blickt Cornelia Wiedemeyer, Ortsamtsleiterin im Bremer Westen, auf die Dauerbaustelle. Anwohnende und Gewerbetreibende hätten sich bei ihr im Ortsamt gemeldet, um ihrem Ärger und ihrem Unverständnis Luft zu verschaffen, erklärt Wiedemeyer. Ihr seien dabei allerdings die Hände gebunden. Bereits im vergangenen Jahr bezeichnete Leon Czyborr, ehemaliger Stadtteilsachgebietsleiter Walle, die Situation als „dickes Brett für den Stadtteil“. Dass der Steffensweg im vergangenen Jahr erst geschlossen und acht Wochen später wieder geöffnet wurde, begründete das Mobilitätsressort einst mit der Wirtschaftlichkeit. Denn Kanalbau und der Bau der Radpremiumroute wurden an verschiedene Baufirmen vergeben. Die zweite muss nun nachbessern.
Bagger rollen seit gut zwei Jahren durch den Steffensweg, seit Kurzem reißen die Maschinen wieder dort auf, wo eigentlich schon alles fertig und abgenommen war.
Eine Abnahme der Fahrbahn habe bislang nicht stattgefunden, erklärt Yannoh Mügge, Sprecher der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung Özlem Ünsal. Das Amt für Straßen und Verkehr habe nach dem Einbau des Asphalts straßenbauliche Mängel festgestellt und eine Rüge ausgesprochen. „Um eine dauerhaft mängelfreie und den technischen Anforderungen entsprechende Fahrbahn herzustellen, muss der Asphalt in den betroffenen Bereichen zwischen der Bremerhavener Straße und dem Knotenpunkt Elisabethstraße/ Steffensweg entfernt und neu eingebaut werden“, so Mügge.
Zusätzliche Kosten kommen auf die Stadt und die Steuerzahlenden nach Angaben des Ressorts nicht zu. Die Kosten für die Nachbesserungen würden im Rahmen der Gewährleistung von der ausführenden Firma beziehungsweise dem Subunternehmen getragen, so das Ressort.
Wiedemeyer wurde von Seiten des Amtes für Straßen und Verkehr beteuert, dass die Anliegerinnen und Anlieger im betroffenen Abschnitt im Vorfeld ausreichend informiert wurden. Das sieht allerdings nicht jeder so. Gegenüber dem WESER REPORT erklärten mehrere Anwohnende, erst von
der Baumaßnahme erfahren zu haben, als die Sperrung zwei Tage vor Baubeginn ausgeschildert wurde.
Die Opposition sieht sich durch die erneute Sperrung in ihrer Kritik bestätigt. „Das jetzige Unvermögen bei der Durchführung zeigt die Planlosigkeit und das Unvermögen dieses Senats, das Thema Mobilität zu denken und umzusetzen“, so Michael Jonitz, Sprecher für Mobilität der CDUBürgerschaftsfraktion. Er fordert eine bessere Planung und Vertragsgestaltung, verbunden mit einer konsequenten Durchsetzung der darin enthaltenen Vereinbarungen.
Gefühle spielerisch entdecken
Das Universum lädt Kinder zu einer besonderen Entdeckungsreise ein
Gefühle stehen im Mittelpunkt der diesjährigen „Sommersause“ im Universum Bremen. Vom 27. Juli bis zum 9. August erwartet Familien mit Kindern ein Ferienprogramm aus MitmachAktionen, Theater und Musik.
Auf einem Parcours im Außenbereich können Besucher und Besucherinnen verschiedene Emotionen spielerisch entdecken. So laden unter anderem eine Kompostkiste zum Thema Ekel, Boxbälle zum Abbau von Wut und ein Megafon für Freudenrufe zum Mitmachen ein. Ergänzt wird das Angebot durch das „Institut für angewandte Gefühlsforschung“, das mit Geschichten, Forschungsaufträgen und interaktiven Stationen dazu einlädt, die eigene Gefühlswelt zu erkunden.
Auf einem Parcours im Außenbereich können junge Gäste mit Haut und Haaren in große Gefühle eintauchen und spielerisch lernen, sich selbst und andere besser zu verstehen. Wer verspürt Ekel beim Griff in eine Kompostkiste? Foto: Universum Bremen
An mehreren Tagen finden zudem Theateraufführungen im Universum statt. Vom 31. Juli bis zum 2. August präsen- tiert das Ensemble „Die Azubis“ das Stück „Der kleiderlose Kai-
ser“, das sich an Kinder ab zehn Jahren richtet und Themen wie Scham und soziale Überwindung behandelt. Für jüngere Besucher ab drei Jahren zeigt das Theaterkollektiv „KA2OH“ vom 5. bis zum 7. August „Du. Wir. Und ich.“ – eine Inszenierung über den Kindergartenalltag, Beziehungen und Bedürfnisse.
Den Abschluss bildet am 9. August DJ Kekse, der mit einer Handpuppenfigur und einer einem Backofen nachempfundenen Bühne den Vorplatz des Science Centers in eine OpenAir-Tanzfläche verwandelt.
Das Ferienprogramm findet täglich von 12 bis 18 Uhr statt und ist im regulären Eintrittspreis des Universum Bremen enthalten. Für die Theateraufführungen und das Abschlussprogramm ist am jeweiligen Veranstaltungstag eine Reservierung vor Ort möglich. Die Plätze sind begrenzt. pb
Die Klimaforscherin Veronika Eyring wird erste Gründungsdirektorin des neuen Landes-Graduiertenzentrums „connAIx“ für angewandte Künstliche Intelligenz in Heilbronn. Die Professorin für Klimamodellierung an der Universität Bremen wechselt zum kommenden Semester nach Baden-Württemberg.
Fabienne Torst, seit zehn Jahren als Dekanatsjugendreferentin für die katholische Jugendarbeit in Bremen zuständig, wird zum 1. Oktober Gemeindereferentin in der Propsteigemeinde St. Johann im Schnoor. Zudem wird sie Ansprechperson für die Kindertagesstätten St. Johann im Schnoor und St. Elisabeth in Hastedt. pb
Wiedereröffnung
Vaude-Store ab Montag wieder geöffnet
MITTE - Das Feuer im Dachstuhl eines Gebäudes an der Martinistraße hat Bremer und Bremerinnen mehrere Tage in Atem gehalten. Während in schnelllebigen Zeiten viele den Großbrand schon wieder vergessen haben, spürt einer die Folgen bis heute. Carsten Czech betreibt im Erdgeschoss direkt an der Ecke seinen Vaude-Store. Am Montag soll der Laden nach gut einem Monat wiedereröffnen. Czech freut sich, dass es endlich wieder losgeht. „Wir sind voll motiviert. Der Standort soll erhalten bleiben – trotz aller Widrigkeiten“, so Czech. Seit 15 Jahren bieten Carsten und seine Frau Elke an der Pieperstraße Waren im Rahmen eines Franchise-Stores für Vaude an. Das heißt: Die Läden tragen zwar den Namen Vaude, werden aber von selbstständigen Einzelhändlern oder als Familienbetrieb geführt.
Czech blickt mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Bereits vor dem Brand hatte das Baugerüst dem Geschäft zugesetzt. Nun droht dem Laden eine noch größere Verhüllung. Möglicherweise, so Czech, wird er während der Kernsanierung nur noch durch einen Gerüsttunnel erreichbar sein. Dann wäre er kaum noch sichtbar. „Die größte Angst habe ich vor der dunklen Jahreszeit, dann werden wir vielleicht gar nicht mehr gesehen“, so Czech. Noch ist unklar, wie lange die Kernsanierung dauern wird. Aufgeben kommt für den 58-Jährigen dennoch nicht infrage. Schließlich sei man noch glimpflich davongekommen. „Der Ware ist nichts passiert, keinerlei Schäden und auch unsere Räume sind in Ordnung“, betont Czech. Er hofft, dass die Kunden ihm auch in den kommenden Wochen die Stange halten. pb
Czech hat unter der Woche im Laden alles bereit
für die Wiedereröffnung. Kommenden Montag geht es nach dem Großbrand an der Martinistraße wieder los. Foto: