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Weser Report - Mitte vom 18.07.2026

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Unterstützung für

JOACHIM OSSMANN

Vorsitzender der Geschäftsführung

Agentur für Arbeit

Bremen-Bremerhaven

Nach Zeiten der Familienarbeit oder längeren Auslandsaufendhalten lohnt es sich, den Wiedereinstieg in Beschäftigung gut zu planen. Wer einmal aus dem Beruf raus ist merkt, wie schnell sich Unsicherheit über die eigene Fachlichkeit einstellt. Gleichzeitig gibt es gerade in Familien oft veränderte Rahmenbedingungen, die bei einer neuen beruflichen Tätigkeit berücksichtigt werden wollen. Wann ist Zeit für die bezahlte Arbeit, wann ist Zeit für das Versorgen von Angehörigen? Vieleicht haben sich in den Jahren der beruflichen Auszeit auch neue Talente und Fähigkeiten gezeigt, die sie künftig beruflich nutzen wollen. Wer für die Orientierung und Planung Unterstützung sucht, ist bei der Berufsberatung im Erwerbsleben genau an der richtigen Stelle. Die BBiE zeigt auf, welche Orientierungshilfen sinnvoll sind, welche finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten es gibt und berät individuell - damit ein Wiedereinstieg gut gelingen kann.

TIERE SUCHEN EIN ZUHAUSE

Nala ist eine liebe Maus

Die etwa zwei Jahre alte Nala kam Mitte April als Fundtier ins Tierheim und sucht jetzt ein neues Zuhause. Die hübsche Katze ist eine ganz liebe Maus, die den Kontakt zum Menschen aktiv einfordert und dabei aber sehr charmant vorgeht: Sie läuft einem hinterher und setzt sich ungefragt auf den Schoß, um ausgiebig gekrault zu werden. Nala spielt aber auch sehr gern und ist dabei voller Freude und Energie. Die quirlige Katze möchte zu einem passenden Partnertier ausziehen und nach ausreichender Eingewöhnungszeit auch Freigang genießen können, damit sie ihren Drang nach Action ausgiebig ausleben kann. Kinder in der Familie sollten für Nala kein Problem. Leider haben die TierheimMitarbeiter herausgefunden,

Nala ist seit dem 9. April im Dorf der Tiere. Foto: pv

dass Nala bereits an einer Niereninsuffizienz leidet.  Das Tierheim befindet sich an der Hemmstraße 491. Infos zu Öffnungszeiten und Tieren gibt es unter Telefon 35 11 33 und bremer-tierschutzverein.de im Internet. mb

Jeder „Fluchtweg“ findet Grenzen

Zahlreiche Flüchtlinge haben Denise Evers tief in ihre Seele blicken lassen

MARTIN BOLLMANN

Denise Evers ist nicht nur die Leiterin des Johanniter-Übergangswohnheimes in Walle, sondern auch eine gute Zuhörerin. Das registrierten auch die Flüchtlinge in der Einrichtung an der Holsteiner Straße und erzählten der 36-Jährigen von ihren eigenen Fluchterfahrungen. „Das setzt viel Vertrauen voraus“, weiß Evers: „Ich habe mich schon am Anfang gefragt, wie kann ich meine Stimme erheben, um den Leuten zu zeigen, was die Menschen auf ihrer Flucht alles erleben mussten.“ Dabei herausgekommen ist das Buch „Fluchtweg“ – Geschichten von Millionen auf ihrem Weg, Grenzen zu überwinden.

Denise Evers hat Islamwissenschaften studiert und leitet seit der Eröffnung (2023) des Übergangswohnheims der Johanniter an der Holsteiner Straße die Einrichtung für rund 150 Geflüchtete. Viele der Bewohner haben sich ihr in dieser Zeit geöffnet und gewährten ihr einen tiefen Blick in ihre Seelen. Vor allem mit den arabischen Jungs habe sie sich viel unterhalten, erklärt Evers, was wohl mit daran gelegen habe, dass sie selbst auch arabisch spreche.

Die Idee zu dem Buch sei ihr im Gemeinschaftsraum entstanden. Angesichts der vielen unglaublichen Fluchtgeschichten habe sie „mit den Ohren geschlackert“ und sich gedacht, dass man diese Geschichten aufschreiben müsse. Gedacht, getan: Als Erzähler und Protagonist für das Buch hat sie sich Q. ausgesucht, ein Palästinenser aus Syrien. „Sei-

ne Geschichte ist spannend und ich habe einen sehr guten Draht zu ihm“, berichtet Evers. Das gegenseitige Vertrauen sei ihr besonders wichtig gewesen, da sie auch persönliche und intime Fragen habe stellen müssen – und sie bei den Erzählungen auch beide haben weinen müssen. Dennoch steht die Geschichte von Q. nur exemplarisch für den millionenfachen Weg der Grenzüberschreitungen auf der Balkanroute und gibt den Menschen dabei doch zugleich etwas ihr menschliches Anlitz zurück.

„Dieses ist dein Buch. Es ist deine Geschichte. Es ist mir eine Ehre, sie erzählen zu dürfen“, schreibt Evers in ihrem Vorwort. Und die Reise mit ihren Gewalterfahrungen, aber auch „menschlich total schönen Begegnungen“, beginnt – mit den monatelangen Flucht-Vorbereitungen in einen syrischen Ort. Dort fasst Q. den Entschluss, sein altes Leben mit allen Konsequenzen zurückzulassen und den Aufbruch ins Ungewisse zu wagen – Grenzen zu überwinden im Bürgerkriegs-Flickenteppich Syrien, bis hin zur Türkei und weiter auf der Balkanroute Richtung Deutschland. „Wir können uns die Gewalt nicht vorstellen, die an Menschen ausgeübt wird“, erinnert sich Evers an Stationen, die so viele

Heilsame Kraft der Bäume entdecken

HORN-LEHE - Warum tut uns der Aufenthalt unter Bäumen so gut? Antworten auf diese Frage gibt eine Führung am 20. Juli, im Rhododendron-Park. Von 17 bis 18.30 Uhr nimmt die pensionierte Heilpraktikerin Gabriele Schuldt-Segner die Teilnehmenden mit auf einen Spaziergang zu verschiedenen Baumarten.

Im Mittelpunkt stehen Eichen, und weitere Gehölze sowie deren Bedeutung für Gesundheit. Die Referentin erläutert, welche positiven Wirkungen ätherische Öle sowie Inhaltsstoffe in Blättern und Früchten auf den Menschen haben können. Anschauliche Beispiele vermitteln Wissenswertes über die Heilkräfte der Bäume. Wer möchte, kann die Führung mit einer meditativen Übung unter den Baumkronen ausklingen lassen.

Treffpunkt ist vor dem Eingang der Botanika. Die Teilnahme kostet 5 Euro. pb

Flüchtende passieren müssen. Sieben Grenzen und sieben Versuche diese zu überwinden, um nach Deutschland zu gelangen, schildert Q. exemplarisch für den Weg so vieler Flüchtlinge – mit all ihren Ängsten und Hoffnungen. „Jeder Weg und jede Geschichte ist auf ihre Art besonders, mit Gewalterfahrungen aber auch schönen Geschichten“, schildert es Evers.  Ein bewegendes Buch über Flucht, unbeugsamen Willen – und die Würde des Menschen.

Titel: Fluchtweg, Autorin: Denise Everts, BoD - Books on Demand, 13,99 Euro, ISBN 978-3-69-571935-8

Aus Atlanta nach Oberneuland

Folk-Duo „Austin & Amanda“ bei Maaß Kultur

OBERNEULAND – Americana, Folk und ehrliches Songwriting stehen im Mittelpunkt der nächsten Ausgabe der Konzertreihe „Maaßkultur“ in Oberneuland. Am 22. Juli sind Austin Miller und Amanda Esposito von 17.30 bis 20.30 Uhr bei EDEKA Maaß zu Gast. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Das Duo aus Atlanta verbindet moderne Americana mit mehrstimmigem Gesang und einem abwechslungsreichen Instrumenteneinsatz. Beide Musiker sind international unterwegs und haben bereits Hunderte Konzerte in zahlreichen Ländern gespielt. Ihre Songs erzählen von Reisen, Veränderungen und persönlichen Erfahrungen. Die Konzertreihe „Maaßkultur“ findet von Mai bis Oktober jeden Mittwoch statt und wird von EDEKA Maaß gemeinsam mit mehreren regionalen Partnern

veranstaltet. Bei schlechtem Wetter wird das Konzert ins benachbarte Café verlegt, das an den Veranstaltungsabenden zusätzlich eine Snackkarte anbietet. pb

Die 36-jährige Denise Evers mit ihrem neuen Buch „Fluchtweg“, das sie jetzt im Übergangswohnheim in Walle vorstellte. Foto: Bollmann
Austin und Amanda treten in Oberneuland auf. Foto: PV

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