Wegen einer steigenden Anzahl von medizinischen Notfällen mit der Droge „Spice“ warnt das Gesundheitsamt Bremen ausdrücklich vor ihrem Konsum. Betroffene zeigten nach mutmaßlichem Spice-Konsum unter anderem Störungen der Atmung oder wurden bewusstlos. mas
Autobahn-Zubringer dicht
Die Autobahn Gesellschaft erneuert in den Ferien ab Samstag, 4. Juli, etwa zwei Wochen lang, auf rund zwei Kilometern die Fahrbahn des Autobahnzubringers Arsten (B6n) in Bremen. Die Arbeiten erfolgen zwischen der A1 bei Arsten und der Kattenturmer Heerstraße. mas
Rackles diskutiert Schutz im Netz
Schulsenator Mark Rackles diskutiert die Empfehlungen der Expertenkommission „Kinderund Jugendschutz in der digitalen Welt“. Dienstag, 30. Juni, 18.30 bis 20.30 Uhr online über Webex, bildung.bremen.de/smartphone-verbotmit-60-509235 mas
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SAMSTAG, 27. JUNI 2026
Stirbt der Club aus? Musikräume kämpfen in Bremen mit steigenden Kosten
NR. 3814/56. JAHRGANG
Roxette rockt die Seebühne In den 80ern waren sie der Hit, jetzt sind sie in neuer Besetzung wieder auf Tour
Wasser ist ein kostbares Gut. Deshalb bitten Versorger wie SWB darum, gerade jetzt besonders sorgsam damit umzugehen und es nicht zu verschwenden. Das Trinken ist ausdrücklich davon ausgenommen, denn das ist bei großer Hitze bekanntlich ganz besonders wichtig. Foto: WR
„Das Umland nicht leer trinken“
Bremer Versorger SWB befürchtet wegen Hitzewelle steigenden Wasserverbrauch
ROBERT LÜRSSEN
Mit steigenden Temperaturen steigt regelmäßig auch der Wasserverbrauch. Allein am Freitag vergangener Woche, dem ersten richtig heißen Sommertag waren es nach Angaben von SWB in Bremen rund 50.000 Badewannenfüllungen mehr als an einem normalen Sommertag, an dem in der Stadt rund 792.000 Badewannenfüllungen verbraucht werden. Zusätzlich zeigen sich Auswirkungen von Hitze- und Trockenperioden der vergangenen Jahre am Grundwasserhaushalt. Vielerorts liegen die Pegel unterhalb der langjährigen Mittel. „Wir haben noch keine Krisenstimmung, aber der Kreislauf ist aus dem Rhythmus“, erklärt Angela Dittmer von SWB.
Bereits vor einigen Tagen appellierten das Umweltressort und der Versorger an die Bevölkerung, mit dem Trinkwasser sparsam umzugehen. Angesichts anhaltender Hitzewelle in den kommenden Tagen erneuert SWB den Aufruf. „Wir haben die Verantwortung, das Umland nicht leer zu trinken“, sagt Dittmer. Schließlich stammt das Bremer Wasser größtenteils aus Grundwasserbrunnen der Harz-
wasserwerke, des OldenburgischOstfriesischen Wasserverbandes und des Trinkwasserverbandes Verden.
„Jeder nicht verwendete Liter ist ein positiver Beitrag“, erklärt Dittmer. „Ein Liter mag wenig erscheinen, ergibt in der Summe der Menschen in einer Großstadt aber eine große Menge.“ Bei rund 580.000 Bewohnerinnen und Bewohnern in der Stadt Bremen ergäbe allein ein eingesparter Liter am Tag 580 Kubikmeter weniger Bedarf. Das seien etwa 4.850 Badewannenfüllungen, rechnet sie vor.
Für die Bildung des Grundwassers sei die Zeit von November bis April besonders wichtig, teilt die Umweltbehörde mit. „Weil dann weniger Wasser verdunstet und die Pflanzen kaum Wasser aufnehmen. Dadurch kann ein größerer Anteil des Niederschlags in den Boden versickern und das Grundwasser auffüllen“, lautet die Erklärung. Aktuelle Zahlen der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft zeigen: Im Winterhalbjahr 2025/26 wurden an der Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes am Flughafen Bremen insgesamt 246 Millimeter Niederschlag gemessen – das sind etwa 80 Prozent des langjähri-
gen Referenzwerts 1991-2020. Damit war das Winterhalbjahr, wie im vergangenen Winterhalbjahr 2024/ 25, erneut trockener als der langjährigen Referenzwert. Auch im Mai habe die Niederschlagsmenge leicht unter dem Referenzwert gelegen. Die erste Juniwoche sei mit 47 Millimeter zwar niederschlagsreicher gewesen als der gesamte Mai 2026, doch: „Ein Großteil dieses Niederschlags wird von der Vegetation aufgenommen oder verdunstet und steht somit in geringem Maße für die Grundwasserneubildung zur Verfügung“, erklärt das Umweltressort. Müssen wir deshalb aufs Duschen verzichten? Das nicht, meint
Dittmer. Aber kürzer unter der Brause zu stehen und einen Sparduschkopf zu verwenden würde schon deutlich helfen. Ein solcher Sparkopf lasse 7 bis 10 Liter pro Minute durch. Normale Köpfe liegen über 10 Liter pro Minute. Wer nicht weiß, ob es sich beim verwendeten Duschkopf um eine Sparvariante handelt, kann das mit Hilfe eines Eimers mit Skala und einer Stoppuhr leicht herausfinden. Einfach eine Minute das Wasser aus der Brause in den Eimer laufen lassen und dann die Menge ablesen. „Aber hinterher das Wasser bitte nicht wegkippen, sondern zumindest an die Blumen oder anders nutzen“, appelliert Dittmer.
TIPPS, UM WASSER ZU SPAREN
Nutzung von Pools und GartenBewässerung einschränken.
Mit sauberen Füßen in den Pool steigen, damit das Wasser länger sauber bleibt.
Kürzer duschen und Sparduschkopf verwenden.
Pflanzen morgens oder abends gießen, damit weniger verdunstet.
Den Rasen nicht zu kurz mähen – das hält ihn länger grün.
Das Wässern des Rasens bei großer Hitze ganz einstellen – er erholt sich wieder.
Gemüse in einer Schale putzen und nicht unter laufendem Wasser. Das Wasser kann hinterher für Blumen oder Beete verwendet werden.
Auf der Toilette die Spartaste verwenden.
Beim Zähneputzen das Wasser nicht laufen lassen.
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Club ist Kultur
PHILIPP BEHRBOM
Die Wirtschaftslage in Deutschland ist schlecht. Ja, das wissen wir inzwischen. Wir spüren es schließlich selbst. Sparen ist angesagt – doch wo? Allzu oft wird der Rotstift dort angesetzt, wo sich Erfolge nicht messen lassen: bei der Jugendarbeit oder in der Kultur. Gerade in polarisierten Zeiten sind Orte, an denen Menschen zusammenkommen, wichtiger denn je. Und ja, dazu gehören Clubs – selbst wenn man sie nicht mehr besucht. Wie viele Freundschaften und prägende Erfahrungen haben ihren Ursprung auf Bremer Tanzflächen gefunden? Kultur umfasst alles, was Menschen in einer Gesellschaft miteinander teilen: Kunst, Literatur, Sprache – und eben Musik. Club ist Kultur. Hinzu kommt die junge und talentierte Musikszene in Bremen. Wie vielfältig sie ist, zeigt sich in der kommenden Woche einmal mehr auf der Breminale, einem kulturellen Aushängeschild der Stadt. Doch Kultur besteht aus mehr als fünf Tagen im Jahr, in denen die Aufmerksamkeit auf sie gerichtet ist. Musik braucht Orte, an denen sie entstehen, wachsen und ein Publikum finden kann.
GASTKOMMENTAR
Automatismus stoppen
Carl Kau
Vorstandsmitglied im Bund der Steuerzahler Niedersachsen/Bremen
Der Diätenautomatismus der Bürgerschaft ist in Krisenzeiten mit Stagnation und reformbedingten Einschnitten für alle im überschuldeten Bremen skandalös. Der Bundestag verzichtet deshalb darauf. Ein Finanzsenator, der noch 88 Millionen Euro für die Beamtenbesoldung sucht, muss rasch vorbildhaft die Reißleine ziehen. Die Lohnentwicklung darf jetzt für Erhöhungen nicht allein den Ausschlag geben. Wer Diäten automatisch Eins zu Eins an Nominallöhne koppelt, vergleicht strukturell ungleiche Größen. Eine solche Index-Orientierung kann zur systematischen Überkompensation für Abgeordnete führen, die nicht zeigt, dass ein Teil dessen, was Arbeitnehmer aus Lohn selbst finanzieren müssen, bei Abgeordneten bereits separat abgesichert ist. Auch das stattliche Gesamtpaket der Mitglieder der Bremischen Bürgerschaft ist nicht außer Acht zu lassen; neben Bezügen während aktiver Zeit können sie künftig wieder auf eine sichere und großzügig bemessene beamtenrechts-ähnliche Pension bauen – ohne Abzug eigener Beiträge.
Tanzen auf dünnem Eis
Steigende Kosten und fehlende Investitionshilfen bringen Musikclubs in Bedrängnis
PHILIPP BEHRBOM
Im Sommer wird das kulturelle Leben in Bremen besonders sichtbar. Festivals, Konzerte und kulinarische Veranstaltungen prägen das Stadtbild – vom Zentrum bis in die Randbezirke. Für viele Kulturschaffende ist dieses sommerliche Bild jedoch nur eine Fata Morgana. Dort, wo hinter verschlossenen Türen musiziert, geprobt und veranstaltet wird, gerät die Realität zunehmend aus dem Takt. „Die Lage der Bremer Musikclubs ist seit Jahren angespannt und verschärft sich kontinuierlich“, erklärt Iris Hinze, Co-Geschäftsführerin des Bremer Clubverstärkers. Der Verein setzt sich dafür ein, Livemusikspielstätten zu stärken. Die Clubs befänden sich in einer schwierigen Lage, so Hinze. Insbesondere die Preissteigerungen der vergangenen Jahre machten ihnen zu schaffen. „Gleichzeitig können diese Mehrkosten nur begrenzt auf die Ticketpreise umgelegt werden, weil auch das Publikum finanziell unter Druck steht“, sagt Hinze.
Zwar gebe es Förderprogramme zur Unterstützung von Clubs, bestätigt Hinze, diese griffen jedoch die eigentlichen strukturellen Herausforderungen der Spielstätten nicht auf. Insbesondere für Investitionen in Gebäude oder technische Ausstattung fehlten Fördermöglichkeiten. Sollte sich daran nichts ändern, sei davon auszugehen, dass weitere Spielstätten ihre Programmplanung zugunsten rentabler Vermietungen – etwa für Firmenfeiern – zurückfahren oder den
Betrieb ganz einstellen, so Hinze. Auch die junge Bremer Musikszene würde einen Rückgang der Auftrittsmöglichkeiten zu spüren bekommen. Weniger Bühnen im Stadtgebiet bedeuteten zugleich weniger Gelegenheiten für erste Bühnenerfahrungen. Gerade Clubs sind Orte, an denen musikalische Karrieren beginnen. „Viele Talente würden sich möglicherweise gezwungen sehen, in andere Städte abzuwandern oder ihre musikalischen Ambitionen ganz aufzugeben“, meint Hinze. Sie fordert deshalb ein strukturelles Förderprogramm für Musikclubs. Zudem nimmt sie das Bauressort in die Pflicht.
Clubs müssten bei der Stadtplanung stärker berücksichtigt und als Teil der kulturellen Infrastruktur anerkannt werden. Auf Seiten des Senats wird in Sachen Musikclubs ein Zuständigkeitsduett aufgeführt. Jens Tittmann, Sprecher des Senators für Kultur, verweist darauf, dass Musikclubs eigenständige Wirtschaftsunternehmen seien und damit in die Zuständigkeit des Wirtschaftsressorts fielen. Dort sei man sich der angespannten Lage durchaus bewusst, erklärt Christoph Schönhagen, Sprecher von Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt. Gleichzeitig sei die Situation in Bremen im Vergleich zu anderen Städten noch vergleichsweise gut. Als Beispiel für die Unterstützung der Clubszene verweist Schönhagen auf die Förderung des Clubverstärkers. „Aber Förderung kann nicht alle Herausforderungen lösen, mit denen Clubs heute konfrontiert sind“, so Schönhagen. Vielmehr befinde sich das Ressort mit dem Clubverstärker im Austausch. Dem Clubverstärker reicht das nicht aus. „Livemusik und Clubkultur sind eine Bereicherung für die Stadt und sollten nicht immer wieder daran scheitern, dass Kultur- und Wirtschaftsressort Zuständigkeiten untereinander verschieben“, schließt Hinze.
Sommerfest im Bremer Tierheim Wasser schützt Wild vorm Hitzetod
Das Tierheim an der Hemmstraße veranstaltet am morgigen Sonntag sein diesjähriges Sommerfest. Ab 11 Uhr erwartet die Besucher im Dorf der
Tiere ein abwechslungsreiches Programm. Sie können ihre Schützlinge chippen lassen, die Einrichtung mit ihren Schützlingen kennenlernen
und sich über die Arbeit der Pfleger informieren. Außerdem gibt es ein Kinderprogramm, Leckereien und so manche Überraschung. mb
Bei Hitzewellen ist es für Mensch und Tier gleichermaßen wichtig ausreichend zu trinken. Da es durch die lang anhaltende Trockenheit aber
immer weniger Wasserquellen für Wildtiere und Pflanzen gibt, appelliert der Tierschutzverein an die Bürger, Pflanzen und Tieren etwas Wasser zu spendieren
und sie so vor dem Hitzetod zu schützen. Bei den Temperaturen sollten außerdem auch keine Kinder oder Tiere im Auto gelassen werden. mb
Freizis bald sonntags offen
Natürlich mit Klima und erfrischenden Drinks
So sieht die Bürgerschaft die Jugendarbeit
Die Bürgerschaft hat am Dienstag noch einmal die Vorhaben für die Offene Kinderund Jugendarbeit, genauer die Freizeiteinrichtungen „Freizis“ bewertet. Deren Etats seien gerettet und auf Zukunft ausgelegt.
Dariush Hassanpour, jugendpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke, erklärte: „In sozial benachteiligten Stadtteilen, in denen viele Kinder leben, werden die Einrichtungen deutlich besser aufgestellt.“
Einrichtung seien vorgesehen. Ein Freizi werde mit einem anderen zusammengelegt, um insgesamt mehr Qualität zu bieten.
Selin Arpaz von der SPD lobt, „mehr Transparenz für fachlichen Bedarf. Zudem sieht sie auch die zusätzlichen 1,3 Millionen Euro als Teil eines „guten Weges“.
Den hält Ole Humpich von der FDP höchstens für einen „Feldweg“. Der Oppositionspolitiker spricht von Verunsicherung statt Planungssicherheit: „Was passiert nach 2027?“ Bis dahin muss neu entschieden werden.
Es gab aber auch in einzelnen Stadtteilen Probleme, „die mit dem nächsten Doppelhaushalt gelöst werden müssen.“ Seine Fraktion habe sich deshalb dafür eingesetzt, dass zusätzliche Mittel im Haushalt mobilisiert werden und den Härtefallfonds ins Leben gerufen. 91 Vollzeitstellen, 2,4 pro
Eine Nachricht, die von den meisten Parteien gelobt wurde: Die Freizis werden auch sonntags den Kindern und Jugendlichen einen Ort für Treffen, Unterhaltung und Betreuung bieten. mas
Die Nacht in Bremer Clubs zu Live Musik durchtanzen. Was früher als gesetzt galt, gerät aus dem Takt. Die Clubs kämpfen mit zunehmenden Finanzierungsproblemen. Foto: Clubverstärker
Kinder und Beruf vereinbaren
Analyse der Arbeitnehmerkammer ergibt Schwierigkeiten – besonders in Bremen
LAURA STACHE
In Bremen sind die Betreuungslücken für Kinder unter sechs Jahren im bundesweiten Vergleich am größten – egal, ob es um Krippen oder Kitas geht. Das geht aus einer Analyse der Arbeitnehmerkammer Bremen zur Vereinbarkeit von Kindern und Beruf hervor. Im Jahr 2025 fehlten demnach 3.600 Plätze für die unter Dreijährigen.
Dabei müsse jedoch unterschieden werden zwischen den Kindern, für die Eltern tatsächlich einen Platzbedarf angemeldet haben und denen, die grundsätzlich anspruchsberechtigt sind, für die aber keine Anmeldung vorliegt, sagt Janina Carmesin, Senatsressort für Kinder und Bildung. Die von der Arbeitnehmerkammer genannten Zahlen würden sich auf letztere Gruppe beziehen. Der Senat verfolge diesbezüglich ausdrücklich das Ziel, die Betreuungsquote der anspruchsberechtigten Kinder zu erhöhen, indem beispielsweise Eltern direkt angesprochen und ermuntert werden, ihr Kind für einen Platz anzumelden.
„Grundsätzlich stehen in diesem Jahr ausreichend Plätze für alle angemeldeten Kinder zur Verfügung“, so Carmesin.
Wo die Kita-Betreuung nicht gegeben ist, kümmern sich hauptsächlich die Mütter um die Kinder: „Betreuungsverpflichtungen sind ein wesentlicher Grund, warum Frauen keine Erwerbstätigkeit aufnehmen“, sagt Elke Heyduck, Geschäftsführerin der Arbeitnehmerkammer. Laut der Analyse sind nirgends weniger Mütter erwerbstätig als in Bremen: Nur jede zweite Mutter mit einem Kind zwischen drei und sechs Jahren ist überhaupt berufstätig, bundesweit sind es dagegen drei von vier Müttern.
BREMEN KOMPAKT
Wiebke Winter fordert Bürgermeister Andreas Bovenschulte heraus: Mit 173 von 188 Delegiertenstimmen wählte die CDU Bremen die 30-jährige Rechtsanwältin aus Bremen-Nord am vergangenen Wochenende zur Spitzenkandidatin für die Bürgerschaftswahl 2027. Winter formulierte ihren Anspruch, nach der Wahl als P räsidentin des Senats eine neue Regierung führen zu wollen. rl
Der Bremer Immobilienentwickler Müller & Bremermann hat im Auftrag eines norddeutschen Family Offices das Obernhaus im Bremer Carrée in der Bremer Innenstadt erworben. Das Geschäftshaus das an die Obernstraße, die Papenstraße und den Hanseatenhof angrenzt liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur ehemaligen C&A-Immobilie, deren Entwicklung Müller & Bremermann bereits seit August 2024 verantwortet. rl
Bremen bleibt beim Ausbau der Solarenergie auf Rekordkurs. Laut dem Melderegister der Bundesnetzagentur sind erstmals Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 200.000 Kilowatt-Peak (kWp) in Betrieb. Im Jahr 2025 gingen im Land Bremen fast 4.000 Anlagen neu ans Netz. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 lag der jährliche Zubau noch bei knapp 800 Anlagen. Das teilte die Bremer Klimaschutzagentur Energiekonsens anlässlich der Solartage am vergangenen Wochenende mit. rl
Gute Perspektiven
Handelskammer mahnt Investitionen an
Für Eltern in Bremen stellt die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf eine große Herausforderung dar. Bundesweit sind nirgends weniger Mütter erwerbstätig als in Bremen.
„Massiv steigende Preise für Miete, Lebensmittel und Mobilität überfordern gerade viele junge Familien. Die Sätze für das Elterngeld wurden aber seit 2007 nicht angehoben. Sie müssen dringend steigen“, fordert Heyduck. Die Arbeitnehmerkammer kommt zu dem Ergebnis: Etwa 60 Prozent der Bremer Mütter sind in der Kinder-Phase finanziell abhängig von ihren Partnern. So nehmen zwei Drittel der Väter überhaupt keine Elternzeit. Im Bundesdurchschnitt ist es jeder Zweite. Das restliche Drittel geht überwiegend für zwei Monate. Um die Vereinbarkeit zu verbessern, seien auch Unternehmen gefragt, familienfreundliche Strukturen zu schaffen, die ebenso die Väter berücksichtigen. Im Fokus ihrer Anstrengungen stünden bisher nämlich überwiegend Mütter, so die Arbeitneh-
merkammer. Dazu der Arbeitgeberverband: „Als Arbeitgeberverband befürworten wir eine familienfreundliche Unternehmenskultur, die beide Elternteile gleichermaßen adressiert, damit möglichst keine Arbeitskraft verloren geht.
Letztlich bleibt es aber eine individuelle Entscheidung der Familien, wie sie Erwerbs- und Care-Arbeit aufteilen. Hier haben zudem Faktoren, wie die Kinderbetreuungs-Infrastruktur, aber auch gesellschaftlich eingefahrene Rollenbilder sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen Einfluss.“
Mit einem Blick in die neuen Bundesländer, nach Hamburg und Berlin fällt zudem auf, dass die meisten Betreuungseinrichtungen für Kinder zehn oder elf Stunden täglich geöffnet sind, in Bremen hingegen sind es acht
Foto: pixabay
Stunden. „Für viele Bremer Eltern wäre ein früherer Start am Morgen oder eine zusätzliche Stunde am Nachmittag schon eine große Entlastung“, sagt Heyduck. Nicht, um die Kinder insgesamt länger unterzubringen, sondern um flexiblere Zeiträume für eine Betreuung zu schaffen. Nach Angaben des Senatsressorts für Kinder und Bildung bieten bisher knapp 90 von 677 Einrichtungen in Bremen Öffnungszeiten an, die mindestens eine Stunde über die regulären acht Stunden Betreuungszeit von 8 bis 16 Uhr hinausgehen. Die Öffnungszeiten variieren hierbei von 5 bis 20 Uhr.
„Der Ausweitungsbedarf des flexiblen Betreuungsangebots ist stets weiter zu prüfen und daher auch Bestandteil bei der Neuaufstellung der Kita-Finanzierungssystematik“, sagt Carmesin.
Investitionsquote erhöhen und deutlich machen, dass es mit dem Standort Bremen aufwärts geht. Mit diesen beiden zentralen Botschaften verknüpften Präses André Grobien und Hauptgeschäftsführer Matthias Fonger den statistischen Jahresbericht der Handelskammer Bremen - Industrie - und Handelskammer für Bremen und Bremerhaven. Der Jahresbericht bestätigt, was sich schon zuvor abgezeichnet hatte: Die Wirtschaft in Bremen hat sich 2025 deutlich besser entwickelt als im Bundesdurchschnitt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt nahm um 1,4 Prozent zu, während die deutsche Wirtschaft im dritten Jahr in Folge kaum wuchs und nur 0,2 Prozent erreichte.
Impulse kamen aus der Verteidigungswirtschaft, der Luft-
und Raumfahrt sowie den Häfen. „Der Standort ist breit aufgestellt“, erklärte Grobien. Zum Jahresende ließ die Dynamik jedoch nach. Hohe Standortkosten, außenwirtschaftliche Risiken und eine niedrige Investitionsquote belasten laut Handelskammer den Standort.
Dennoch sieht Grobien gute Chancen für Bremen: „Die Perspektive ist deutlich besser als das, was wir aktuell haben“, meint er mit Blick auf Anpassungsfähigkeit der Unternehmen und das Vorhandensein von zukunftsträchtigen Branchen.
Fonger mahnte eine deutliche Erhöhung der Investitionsquote im Bremer Haushalt an. Trotz Konjunkturpaket werde sie unter 10 Prozent bleiben. Um Geld für Investitionen zu haben solle die Verwaltung bei den Personalausgaben sparen. rl
150 Jahre medizinische Expertise, menschliche Nähe und gelebte Fürsorge –fest verankert auf der linken Seite der Weser. Mit Herz, Verantwortung und dem Mut zur Innovation blicken wir in die Zukunft. Wir danken allen Patientinnen und Patienten, die uns seit Generationen ihr Vertrauen schenken und allen
Mitarbeitenden, die dieses Haus zu dem gemacht haben, was es heute ist!
Jahre fürBremenda.
Der Ölpreis sinkt schnell, die In ation nicht
SASCHA OTTO
Senior Manager Treasury bei der Sparkasse Bremen
Der Ölpreis hat auf das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran mit einem deutlichen Rückgang reagiert. Es gibt mehrere Faktoren, die nun für eine Ausweitung des Angebots am Ölmarkt sprechen. Erstens wird der Iran auf eine Lockerung der Sanktionen gegen ihn drängen, um an den Ölmarkt zurückzukehren. Zweitens brauchen die Länder am Persischen Golf Einnahmen zur Beseitigung der Kriegsschäden. Drittens hat auch Russland ein großes Interesse an höheren Einnahmen aus seinen Energieexporten. Viertens benötigen die USA mehr Energie, um die neuen KI-Rechenzentren betreiben zu können. Allerdings betreffen diese Gründe nur den Preis für Rohöl. Die Preise für Ölprodukte (etwa Benzin, Kerosin oder Heizöl) werden nicht so schnell sinken: Viele Raffinerien in Nahost sind beschädigt und ihre Reparatur wird Zeit benötigen. Diese Produkte werden daher einen preistreibenden Effekt behalten, weshalb die Inflationsrate im Euroraum erhöht bleiben wird.
KLIMATIPP
Kühlen Kopf bewahren und jetzt dämmen
WERNER MÜLLER
Klimaschutzagentur Energiekonsens
Die vergangenen Wochen haben bereits einen Vorgeschmack gegeben: Unsere Sommer werden heißer, und die Hitze bleibt oft tagelang bestehen. Wer an warmen Tagen ein angenehmes Raumklima genießen möchte, sollte einen Blick auf die Dämmung seines Hauses werfen. Besonders über ein ungedämmtes Dach gelangt viel Wärme ins Gebäude. Eine Dach- oder oberste Geschossdeckendämmung kann hier spürbar Abhilfe schaffen. Auch entsprechende Maßnahmen an Außenwänden helfen, dass es sich innen weniger aufheizt. So lässt sich die Fassade unkompliziert begrünen, was nicht nur schön aussieht, sondern kühlt. Ergänzend sorgen Fenster mit Sonnenschutzverglasung oder außenliegende Rollläden für mehr Wohnkomfort. Was alles möglich ist und welche Fördermittel es für Wärmeschutz gibt, dazu informieren unabhängige Expertinnen und Experten kostenlos im Klima Bau Zentrum Bremen.
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AMBIENTE
Wie nennt man einen Keks unter einem Baum? Richtig: Ein schattiges Plätzchen. Ein solches finden wir glücklicherweise auch auf der großen Dachterrasse der Gastwirtschaft vor: Die großzügige Pergola sorgt bei dem tropischen Wetter für ein angenehmes Sitzgefühl. Moderne Gartenmöbel und viele Pflanzen in großen Kübeln runden das mediterrane Ambiente ab. Der Blick geht raus auf viel Grün, ein paar Tennisplätze des Rot-Weiß-Clubs sowie auf einen im Hintergrund erkennbaren Flutlichtmast des Weserstadions. Drinnen ist das kleine Lokal mit diversen grünen Stoffbänken ausgestattet und wirkt insgesamt gemütlich. Die große Fensterfront zur Terrasse ist weit aufgeschoben.
ESSEN
Die Mittagskarte bietet ein DreiGänge-Menü für 15 Euro an –
Kapseehecht und Auberginen-Schiffchen von den Balljungs. Foto: Bettina Meister
für die Vorspeise stehen zwei Alternativen bereit, für den Hauptgang vier, als Dessert gibt es Mascarpone mit frischen Erdbeeren. Wir wählen als Aufschlag einmal Möhren-IngwerCremesuppe mit Kresse sowie Kapseehecht, weißem Spargel, Butterkartoffeln und Sauce Hollandaise als Hauptgang. Auch wenn die Suppe bei 30 Grad gewagt scheint, sie ist tatsächlich eine gute Entscheidung. Die schön sämige Karottencreme ist nicht ganz heiß (was bei dem Wetter ideal ist), gut gewürzt und insgesamt lecker – auch wenn wir den Ingwer nicht ganz herausschmecken und die Kresse gänzlich fehlt. Dafür ziert ein Petersilieblatt den Rand. Der Kapseehecht entpuppt sich als recht großes Fischfilet mit festem, weißen Fleisch, das leicht knusprig auf der Haut angebra-
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ten ist. Es liegt auf in der Pfanne geschwenkten und noch bissfesten Spargelstücken, anbei die buttrigen Kartoffeln sowie ein Klacks cremige Hollandaise –lecker. Das zweite Gericht besteht vorweg aus Wildkräutersalat mit Kirschtomaten, Gurken, Parmesan in einem HonigSenf-Dressing sowie als Hauptgericht Auberginen-Schiffchen mit Rote-Bete-Couscous, Hummus, Granatapfel und Rucola. Auch hiervon sind wir begeistert, auch wenn der Salat nicht wirklich aus wilden Kräutern besteht, sondern aus einem Mix von Blattsalaten und Möhrenstreifen, die mit einem dezenten Honig-Senf-Dressing bestens angemacht sind. Die kleine, halbierte und schön weich geschmorte Aubergine ist beladen mit einer guten Portion würzigem Couscous. Letzteres trägt
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allerdings leider nicht einen Hauch Rote Bete in sich. Auf der Suche nach der Rübe entdecken wir auf dem Teller lediglich einen hauchdünnen Streifen von rotem Mus. Das Hummus schmeckt gut, aber etwas anders als wir es kennen. Vielleicht fehlt etwas Kreuzkümmel? Getoppt ist das Essen mit vielen frischen Granatapfelkernen und einem kleinen Rucola-SpinatSalat, der ebenfalls mit dem feinen Honig-Senf-Dressing angemacht ist. Das Dessert ist der erfrischende Matchball in dieser kulinarischen Partie: Luftig, locker und einen Hauch säuerlich ist die aufgeschlagene Mascarpone-Creme der perfekte Träger für die fruchtigen Erdbeerscheibchen.
SERVICE
Sehr freundlich werden wir bedient, das passt. Allerdings scheint die Servicekraft hier weitestgehend alles allein zu managen – was in dem gut besuchten Lokal teilweise für kleinere Verzögerungen sorgt.
PREISE
Wow! 15 Euro für Vorspeise, Hauptgang und Dessert sind ein super Angebot – vor allem angesichts der Größe der Portionen und der Qualität des Essens. Die Getränkepreise sind okay: Ein Wasser (0,25l) kostet 2,90 Euro, ein Bier (0,3l 3,90 Euro und der günstigste Wein (0,2l) 6,50 Euro.
FAZIT
Wir sind begeistert und kommen garantiert wieder. Bettina Meister
Ich Gertraud 77 J., (ehemalige Krankenschwester), bin leider verwitwet und weiß, was es heißt, ganz alleine zu sein. Ich bin eine gute Hausfrau u. Köchin, mit Auto u. nicht ortsgebunden. Liebend gerne würde ich mit Ihnen telefonieren pv Tel. 0151 - 62913874
Ann-Kathrin, 61 J. mit attrakt. Figur, herzensgutem Charakter, nicht aufdringlich. Bin e. saubere Hausfrau, leidenschaftl. Köchin u. mit m. Auto absolut flexibel. Nach einiger Zeit des Alleinseins wünsche ich mir e. lieben Mann zum Glücklichsein u. glücklich machen. Kann Deinen Anruf üb. PV kaum noch erwarten. Tel. 0176-34498341
Attrativer, schlanker, junggebliebener 63-jähriger Mann mit viel Humor wünscht sich eine liebevolle Frau für eine tolle Beziehung. w_nils@hotmail.com
Edeltraud, 75 J., gutmütige Witwe, mit schöner fraul. Figur, habe Freude am Kochen u. an der Haus-/Gartenarbeit. Wünsche mir einen lieben Mann bis 85 J., dem ich wieder etwas Glück ins Leben bringen kann. Ich komme gerne zu Ihnen oder hole Sie mit meinem Auto ab u. wir fahren etwas spazieren. PV Tel. 0176-45891543
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BETTINA MEISTER
WESER REPORT: Eure Tournee heißt „Back Again“. Kann man sagen, dass alles beim Alten geblieben ist – bis natürlich auf dich, Lena?
PER GESSLE: Es kommt darauf an, was du meinst: Es ist eine andere Situation als damals. Eine andere Ära. Was wir tun, ist, die Legende von Roxette am Leben zu erhalten. Und das funktioniert so gut. Ich bin dankbar, jemanden wie Lena kennengelernt zu haben, denn ohne sie und ihre Stimme wäre das alles nicht möglich. Außerdem bin ich super-enthusiastisch darüber, dass so viele Leute noch zu unseren Shows kommen und an unserer Musik interessiert sind.
Songs, Auftritt, Bühnenshow –wie ähnlich ist das der „guten alten Zeit“?
Es ist natürlich anders, weil Marie nicht mehr mit im Raum ist und wir auch andere neue Leute haben. Es hört sich also auch ein wenig anders an. Gleich geblieben ist nur, dass wir auch weiterhin versuchen, eine organische Band zu sein. Das heißt, wir haben keine im Vorfeld aufgenommene Musik. Wir spielen live auf der Bühne. Oldschool. So sind wir gewachsen und das ist das, was wir wollen. Das macht jede Nacht jedes Konzert, einzigartig – auch wenn es die gleiche Setlist ist.
Was können die Zuschauer erwarten?
LENA PHILIPSSON: Sie werden jeden Song hören, den sie von Roxette kennen und wir erwarten, dass alle mitsingen. Unser Ziel ist, dass alle ein gutes Gefühl haben und glücklich sind.
Lena, du hattest deine Karriere parallel zu Roxette – wie ist das für dich, die bekannten Lieder selbst zu singen?
Ich mache das jetzt über ein Jahr und habe mich daran gewöhnt. Ich denke nicht mehr so viel darüber nach und singe einfach. Aber es war natürlich viel Arbeit, die Songs zu lernen und sie auch irgendwie auf meine Art und Weise zu machen. Ich habe die Originalaufnahmen sehr aufmerksam studiert. Aber natürlich habe ich meine eigene Energie und meine eigene Körpersprache. Während ich auf der Bühne bin, habe ich keine Zeit, darüber nachzudenken. Ich gebe einfach mein Bestes, die Zuschauer zufriedenzustellen.
PER GESSLE : Lena ist so eine professionelle Künstlerin. Sie versucht, die Songs so zu machen, wie man sie kennt, aber in ihrem Lena-Stil. Denn es geht nicht darum Marie einfach zu kopieren.
LENA PHILIPSSON: ...das wäre ja auch unmöglich...
PER GESSLE : Es gibt eine Menge Coverbands, die genau das versuchen. Aber Lena ist weiter, sie ist darüber hinaus. Und das funktioniert.
Hast du ein Lieblingslied?
LENA PHILIPSSON: Ich glaube „Listen to your heart“. Aber die Songs sind alle so facettenreich. Ich mag es, einfach in die Musik und die unterschiedlichen Stile einzutauchen.
Die ersten Shows wurden sehr positiv aufgenommen. Wenn der
Erfolg so weitergeht: wird es eine Neuorientierung oder eine Fortsetzung von Roxette geben?
Darüber haben wir noch nicht nachgedacht. Wir spielen jetzt unseren Katalog und was da nach kommt, werden wir sehen. Roxette hat eine lange Karriere.
Aufträge ist nicht möglich. Abgabe nur in haushaltsüblichen Mengen bei sofortiger Mitnahme. Dieses Angebot gilt nicht für Zubehör. Nur solange der Vorrat reicht. 19% Mehrwertsteuer sparen entspricht einem tatsächlichen Rabatt von 15,966 %.
Wir haben über 60 Singles herausgebracht, mehr als 45 davon waren irgendwo auf dem Globus Hits. Im Herbst gehen wir in die Vereinigten Staaten und Kanada – und das wird anders sein. Wir waren nicht da seit 2012. Wir werden mal sehen, was passiert. Ein Schritt nach dem anderen.
Ihr kommt im Juli auf die Seebühne in Bremen. Wart ihr schon mal in der Stadt?
LENA PHILIPSSON: Nein, ich nicht. PER GESSLE: Ich weiß es nicht.
Habt ihr zwischen den Auftritten Zeit, euch auch in den Tourneestädten umzuschauen? Etwas Sightseeing zu machen?
LENA PHILIPSSON: Wir haben normalerweise nicht viel Zeit. Ich versuche immer, kurz in die Stadt zu gehen, etwas frische Luft zu schnappen und mir einen kleinen Eindruck zu verschaffen. Aber das wars auch. Die meiste Zeit geht dabei drauf, die Show vorzubereiten.
Ein gutes Stichwort: Das Konzert ist ein Open-Air – wie bereitet ihr euch darauf vor? Macht euch Regen etwas aus?
LENA PHILIPSSON: Regen ist nie lustig.
PER GESSLE : Regen ist vor allem immer fürchterlich für die
und
Wie hängen koloniale Gewalt, geraubte Kulturgüter und Partnerschaftsprojekte zusammen? Die Ausstellung „Tibati– Bremen und zurück. Vom kolonialen Raub zur Partnerschaft“ geht dieser Frage nach und beleuchtet die wechselvolle Geschichte zwischen der kamerunischen Stadt Tibati und Bremen. Die neue Kabinett-Ausstellung wurde Freitag feierlich im Übersee-Museum eröffnet und kann jetzt noch bis zum 3. Januar 2027 besichtigt werden. „Tibati“ präsentiert historische Exponate, Fotografien und Infografiken zur Geschichte der Stadt und zeigt zugleich, wie aus einer kolonialen Gewaltgeschichte neue Formen der Zusammenarbeit entstehen. Im Mittelpunkt stehen dabei aktuelle Fragen: Wie steht es um die Projekte? Welche Bedeutung hat die Restitution kolonialer Objekte und wie lässt sich eine gemeinsame Zukunft mit Kamerun gestalten? mb
Zur Eröffnung der Ausstellung ist der 21. Lamido Mohamadou Hadi Barkindo von Tibati gekommen. Hier vor einer Szene
bodomoLAMINAT (7604)
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Dekor Kreideeiche
Roxette ist „Back again“: Per Gessle und Lena Philipsson treten am 28. Juli, 20 Uhr, auf der Seebühne Bremen auf. Foto: pv
Tirol Eiche (7605)
Bauunternehmer gefunden
ÖSTLICHE VORSTADT -
Rund 43 Millionen Euro soll das Neubauvorhaben rund um den Bildungscampus Hulsberg kosten. Eines der größten Schulbauprojekte der Stadt. Jetzt kommt weiter Bewegung in die Pläne. Unter der Woche haben Immobilien Bremen sowie die Bildungsbau Bremen den Bauherren präsentiert: Aug. Prien.
„Als Bremer Bauunternehmen, das seit 75 Jahren fest in unserer Stadt verwurzelt ist, freuen wir uns außerordentlich über das Vertrauen, das uns mit der Realisierung des neuen Bildungsquartiers entgegengebracht wird“, betont Hauke Uphoff-Bartelds, Niederlassungsleiter der Aug. Prien Bauunternehmung.
des Bildungscampus Hulsberg startet voraussichtlich im März 2027 mit dem Bau des Campushauses, dass das Kinder- und Familienzentrum, die Erweiterungsflächen der Grundschule sowie die gemeinsame Mensa, Bibliothek und Fachräume beherbergen soll. „Mit dem Campus schaffen wir einen Ort, an dem Kinder und Jugendliche von der Kita bis ins Jugendalter bestens lernen und sich entfalten können“, blickt der Senator für Kinder und Bildung, Mark Rackles, auf das Projekt. Als Totalunternehmer koordiniert Aug. Prien sämtliche Baustellenabschnitte und realisiert alle geplanten Bauten auf dem städtischen Grundstück. Die Fertigstellung des Bildungscampus Hulsberg ist für Ende 2030 terminiert. pb Nächster Schritt für
Die schrittweise Umsetzung
Der Juli im Meisenfrei
Eintritt frei: Punk, Rock und Metal aus Bremen und Umgebung
FLORIAN SCHLEICHER
MITTE - Wenn die Türen des Meisenfrei Blues Clubs im Juli öffnen, warten auf Fans und Musikbegeisterte eine Vielzahl von einzigartigen Bands.
Den Anfang macht Never Too Late am 1. Juli um 20 Uhr, die neunköpfige Bremer Band bringt die Songs, die sie geprägt haben, zurück auf die Bühne und stiftet zum mitsingen an. Wer einen Abend voll guter Laune erleben will, ist hier genau richtig, zudem werden alle Einnahmen von der Band an gemeinnützige Investitionen gespendet. Bereits am nächsten Abend gastiert Flairback mit ihrem basslastigen Alternativ Rock, ihr Sound vereint Rauheit und Melodie mit eigenen Interpretationen. So entste-
Unter anderem Flairback wird mit Alternativ Rock im Meisenfrei auftreten, die Bremer Band, bestehend aus Jelena, Falko und Lars, spielt am Donnerstag, 2. Juli. Foto: Meisenfrei
hen verzerrte, mehrkanalige Basslinien, getragen von dynamischen Drums und untermalt
von atmosphärischen KeyboardKlängen und Gesang. Vielfältig wird es am 10. Juli,
LEBEN MIT HANDICAP
Armprothese
wenn die Hamburger Band Crazy Nights die Lieblingshits aus den 80ern und 90ern spielt, und dank der beeindruckenden Bühnenshow auch die letzten Zuschauer zum mitsingen animiert. Außerdem spielen Jamey Rottencorpse und The Rising Dead zum warmwerden, sechs begeisterte Musiker, die Modernen Horrorpunk zelebrieren. Am 18. Juli kommen dann die Damen zum Zug: Die Rock Cover Band White Star präsentieren ausschließlich Songs weiblicher Stars wie Amy Winehouse, Adele und vielen anderen. Dabei wird viel Wert auf darauf gelegt, statt einem bloßen Cover eine eigene Note einzubringen. So kann auch in Zukunft der Meisenfrei Blues Club weiter Künstler aus der Region willkommen heißen.
Oesterreich Orthopädie-Technik versorgt Menschen mit innovativen Produkten
Wer etwa durch einen Unfall Gliedmaßen verliert, ist auf das Können von Orthopädietechnikern angewiesen, die Betroffene mit innovativen Hilfsmitteln versorgen. Das Bremer Unternehmen Oesterreich OrthopädieTechnik ist überregional als Spezialist für myoelekrische Armprothesen bekannt.
Dabei handelt es sich um Hightechprodukte, deren Sensoren elektrische Ströme auf der Hautoberfläche auslesen, wodurch die Steuerung der Hand oder des Ellenbogens möglich wird. Sobald er etwas Übung hat, kann der Träger selbständig einen Gegenstand greifen und selbst einzelne Finger steuern, um so am Alltag teilnehmen zu können.
Schlaganfall? Hand und Arm wieder bewegen können? Wir haben eine Lösung.
Die MyoPro® Orthese unterstützt Sie dabei, verloren geglaubte Bewegungen in Hand und Arm zurückzugewinnen –selbst bei schlaffer oder spastischer Lähmung.
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Wieder Greifen und Bewegen
„Wir können auf eine große Anzahl von Handmodellen zugreifen“, erläutert Orthopädietechniker Karl Spranger, der zusammen mit Carsten Bruckert intelligente Arm- und Beinprothesen bei der Firma Oesterreich Orthopädietechnik fertigt. „Wenn jemand mit seinem Rezept zu uns kommt, finden wir gemeinsam die optimale Lösung für ihn. Zu diesem Zweck werden in der Regel mehrere Handmodelle ausprobiert. Danach werden die Kosten der Versorgung errechnet und ein Kostenvoranschlag an die Krankenkasse gestellt.“ Sobald die Kostenübernahmeerklärung vorliegt, nehmen die Handwerksprofis einen Gips- oder Silkonabdruck vom Patienten.
Zunächst wird eine Testprothese aus Kunststoff oder Silikon gefertigt. Beim Probetragen können die Orthopädietechniker zum Beispiel Druckstellen er-
Die Armprothesen lassen sich durch magnetische Überzüge individualisieren. Foto: pv
kennen, die es zu vermeiden gilt. Auch die ordnungsgemäße Ansteuerung der Elektronik durch den Prothesenträger wird nun getestet. Im Anschluss stehen die Herstellung des endgültigen Schaftes und das Anpassen der Außenform an, in der die Technik untergebracht ist. „Bei myoelektrischen Prothesen sitzen zwei oder mehr Elektroden auf der Haut, die die elektrische Spannung der Nerven messen, wenn die Muskulatur angespannt wird“, erklärt Spezialist Karl Spranger. Das Nervensignal wird dann in Bewegung der Prothesenhand umgesetzt. Wie sensibel die Elektroden auf Spannung reagieren, lässt sich individuell einstellen. Geübte Prothesenträger können mit Hilfe der Prothese sogar eine Schleife in ihre Schnürsenkel machen.
Open Bionics, Partner von Oesterreich Orthopädie-Technik, stellte 2024 mit dem „Hero ARM“ den weltweit ersten 3Dgedruckten bionischen Arm vor und begeisterte damit Menschen rund um die Welt. Die innovative, leichte Prothese verfügt über eine multiartikulierende bionische Hand und über eine beeindruckende Ästhetik, die besonders Kinder ab acht Jahren anspricht. „Über 50 austauschbare Magnetcover ermöglichen es, die Prothese ganz nach dem eigenen Geschmack zu individualisieren“, ergänzt Karl Spranger. Die in Großbritannien entwickelte und hergestellte Neuheit ist nun auch in Deutschland erhältlich. Ihre Träger sind sowohl Menschen mit angeborenen Fehlbildungen als auch solche, die ihre Hand durch einen
Unfall oder eine Krankheit verloren haben. Produkte wie der „Hero ARM“ sind mit leistungsfähigen Akkus ausgestattet, die den ganzen Tag halten. Nachts werden sie für den nächsten Tragezyklus aufgeladen. Hat der Patient seine angepasste myoelektrische Prothese erhalten, stehen die Handwerksprofis ihm jederzeit bei Fragen oder Problemen zur Seite. „Die vom Hersteller vorgeschriebenen Wartungsintervalle liegen meist bei zwölf Monaten, und wir schreiben unsere Patienten dann an“, sagt Karl Spranger. Dies ist auch vom Gesetzgeber so vorgesehen, um stets eine sichere Funktion von Prothesen zu gewährleisten. Während der Servicearbeiten trägt der Patient eine Leihprothese, damit er weiterhin aktiv am Leben teilnehmen kann.
„Natürlich träumt jeder von der NBA“
Basketballer Colin Schroeder über Leistungssport, Schulstress und seinen Wechsel in die USA
PHILIPP BEHRBOM
WESER REPORT: Hinter Ihnen liegen eine lange Basketballsaison, das Abitur und viele sportliche Verpflichtungen. Wenn Sie auf die vergangenen zwölf Monate zurückblicken: Wie war diese Zeit?
COLIN SCHROEDER: Sehr interessant, aber auch sehr anstrengend. Schule, Abitur und Leistungssport unter einen Hut zu bekommen, war eine große Herausforderung. Manchmal war ich erst spät in der Nacht oder sogar am frühen Morgen wieder zu Hause und musste am nächsten Tag direkt in die Schule. Ohne die Unterstützung durch die Schule, das Internat und die Möglichkeit des Frühtrainings wäre das deutlich schwieriger gewesen. Es gab Phasen, in denen ich wirklich gezweifelt habe und dachte, das sei kaum zu schaffen. Jetzt, wo alles vorbei ist, kann ich erst einmal durchatmen.
Wie viel Freizeit bleibt bei einem solchen Pensum überhaupt noch übrig?
Eigentlich kaum. Mein Tagesablauf war über viele Monate hinweg nahezu identisch. Ich habe bewusst feste Routinen entwickelt, die mir das Gefühl gegeben haben, die Kontrolle über meinen Alltag zu behalten. Morgens stand das Training an, anschließend Schule bis in den Nachmittag. Danach ging es zurück ins Internat, Essen kochen, kurz ausruhen und anschließend zum Mannschaftstraining. Oft war ich erst gegen Mitternacht wieder zurück. Am Wochenende kamen die Spiele und Reisen dazu. So lief das praktisch Woche für Woche.
Welche Rolle hat dabei die Schule Ronzelenstraße gespielt?
Schon eine sehr große. Ein riesiger Vorteil ist das Gesamtkonzept. Auf dem Papier kann sich vieles gut anhören. Sportbetonte Schule kann vieles heißen. Entscheidend ist, wie es tatsächlich gelebt wird. Hier habe ich gemerkt, wie viel Engagement die Beteiligten investieren. Besonders geholfen haben mir die sportbegeisterten Lehrkräfte. Ich habe nichts geschenkt bekommen, das ist mir wichtig zu betonen. Aber ich habe viel Verständnis erfahren. Die Lehrer wussten um meine Situation und haben mich unterstützt, wenn es nötig war. Das Internat hat mir viel geholfen, aber am schwierigsten war die Entfernung zur Familie. Zwar beträgt die Fahrt nur etwa eineinhalb Stunden, aber durch den engen Zeitplan war es oft schwer, überhaupt Zeit für Besuche zu fin-
Basketballer Colin Schroeder (19) geht den nächsten Schritt und wechselt von den EWE Baskets Oldenburg an die California State University zu den Fresno Bulldogs. Seine ersten Schritte und das Abitur hat er an der Sportbetonten Oberschule Ronzelenstraße gemacht. Foto: Behrbom
den. Teilweise habe ich meine Familie mehrere Wochen oder sogar länger nicht gesehen.
Auch wenn Sie die Frage schon häufiger beantworten mussten, wie hat ihre Leidenschaft für Basketball eigentlich begonnen?
Meine Mutter erzählt immer, dass ich schon mit zwei Jahren gesagt habe, ich wolle Basketball spielen. Während viele meiner Freunde Fußball gespielt haben, hat mich Basketball immer mehr fasziniert. In der dritten Klasse kam dann ein entscheidender Moment. Mein heutiger Mentor Dejan Stojanovski besuchte mit Profis der Eisbären Bremerhaven unsere Schule. Sie erzählten von ihrem Weg und zeigten ihr Können. Da wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass Basketball gar nicht so weit weg ist, wie ich immer gedacht hatte. Er gab mir damals eine Karte mit den Worten, dass er sich freuen würde, wenn ich Basketball spielen würde. Diese Karte hängt heute noch bei meinen Eltern am Kühlschrank.
Wie ging ihr sportlicher Weg danach weiter?
nem anderen Niveau verankert. Die Bedingungen, die Infrastruktur und die Bedeutung des Sports sind dort außergewöhnlich. Außerdem habe ich nach sechs Jahren an einem Ort das Bedürfnis, neue Erfahrungen zu sammeln und ein neues Umfeld kennenzulernen
Warum fiel die Wahl auf Fresno in Kalifornien?
Der Entscheidungsprozess hat mehrere Monate gedauert. So ein Wechsel ist schließlich voller Risiken, wenn man eine gute Saison spielt, kann es allerdings schnell gehen – High Risk, High Reward. Hinzu kommt, dass mein zukünftiger Trainer über 18 Jahre NBA-Erfahrung verfügt. Es gab Angebote und Gespräche mit Programmen aus verschiedenen Bundesstaaten. Letztlich spielte mein Bauchgefühl eine große Rolle. In Fresno hatte ich von Anfang an ein sehr gutes Gefühl. Die sportlichen Möglichkeiten haben mich überzeugt.
Sie haben von „High Risk, High Reward“ gesprochen. Welche Chancen und Risiken sehen Sie in diesem Schritt?
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MITTE KOMPAKT
Der Fachausschuss Handel, Gewerbe und Stadtentwicklung des Beirats Schwachhausen kommt am kommenden Dienstag ab 18.30 Uhr im Ortsamt zur Nachholsitzung zusammen. Auf der Tagesordnung steht unter anderem das Gewerbeentwicklungsprogramm der Stadt Bremen. Geladen sind Vertreter der Senatorin für Wirtschaft, sowie der Wirtschaftsförderung Bremen.
Kurz vor der Sommerpause trifft sich am kommenden Dienstag ab 19.30 Uhr der Fachauschuss Bau, Verkehr, Umwelt und (Land-) Wirtschaft des Beirats Borgfeld im Ortsamt. Besprochen werden unter anderem der Antrag der CDU zur Auflassung von Vekehrsbarken an der Katrepeler Landstraße.
Am Mittwochmittag kam es in einer Straßenbahn im Bezirk Östliche Vorstadt zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Im Verlauf des Geschehens wurden drei Beteiligte verletzt, einer davon lebensgefährlich. Die Beteiligten wurden von der Polizei vorläufig festgenommen.
Der Bürgerparkverein widmet einen der Bürgerpark-Hauptwege seinem ehemaligen Präsidenten Joachim Linnemann. Der langjährige Vorsitzende ist bereits im September 2022 unerwartet verstorben, unter der Woche erfolgte die feierliche Zeremonie zur offiziellen Umbenennung.
Zunächst begann ich bei der Basketball Akademie Bremen Süd und spielte anschließend mehrere Jahre bei BTS Neustadt. Da bin ich gemeinsam mit meiner großen Schwester Kenza hingegangen. Sie ist zwei Jahre älter als ich und war damals sofort begeistert von der Idee, den Sport auszuprobieren. Uns beiden hat es auf Anhieb gefallen. Tatsächlich war sie zunächst sogar das größere Talent von uns beiden. Schon nach kurzer Zeit gehörte sie zu den besten Basketballerinnen ihres Jahrgangs in Bremen. Sie musste leider verletzungsbedingt aufhören, ich habe weitergemacht. Nach einigen Jahren entstanden die ersten Kontakte nach Oldenburg. 2021 wechselte ich schließlich dahin. Inzwischen stehen 17 Bundesligaeinsätze zu Buche.
Und jetzt geht es in die USA. Warum haben Sie sich für diesen Schritt entschieden?
Die Entscheidung fiel mir leichter, als viele vielleicht denken. Ich bin Oldenburg sehr dankbar und gehe im Guten. Der Verein hat mir unglaublich viel ermöglicht. Gleichzeitig ist Basketball in den USA noch einmal auf ei-
In den USA kann eine starke Saison Türen öffnen und eine Karriere enorm beschleunigen. Gleichzeitig ist der Leistungsdruck hoch. Wer wenig spielt oder sich nicht durchsetzt, hat es deutlich schwerer. In Europa kann man oft etwas schrittweiser wachsen. In den USA geht vieles schneller – im positiven wie im negativen Sinne. Deshalb ist es hilfreich, wenn man Menschen kennt, die diesen Weg bereits gegangen sind.
Worauf freuen Sie sich außerhalb des Sports am meisten?
Auf das Leben in den USA insgesamt. Und wenn ich ehrlich bin: Ich freue mich auch darauf, jedes Fast-Food-Restaurant auszuprobieren. Den Traum hege ich auch seit meiner Kindheit.
Wenn Sie drei oder vier Jahre in die Zukunft blicken: Wo möchten Sie dann stehen?
Ich versuche, nach dem Prinzip „Der Weg ist das Ziel“ zu leben. Natürlich träumt jeder von der NBA. Das ist das Ziel. Gleichzeitig möchte ich mich nicht ausschließlich auf ein einziges Ziel versteifen. Sonst übersieht man, was man bereits erreicht hat. Ich bin Europameister geworden, habe internationale Turniere gespielt, mein Abitur geschafft und viele wichtige Erfahrungen gesammelt. Ich denke in Etappen. Ich möchte jeden Schritt bewusst wahrnehmen und als Motivation für den nächsten nutzen.
Das Andreas-Hospiz des Vereins für Innere Mission hat eine Spende des gleichnamigen Freundeskreises erhalten. Dessen Vorsitzende Rolf Klauner und Regina Hartwig-Haars überreichten der Pflegedienstleitung Denise Lürßen bei einer symbolischen Scheckübergabe die Summe von 10.000 Euro pb
Großbrand zum Wochenstart
MITTE - Wer die graue Wolke in der Bremer Innenstadt am Montag nicht selbst gesehen, die Sirenen der Feuerwehr nicht gehört oder den Rauchgeruch nicht wahrgenommen hat, bekam die Warnmeldung per NINA aufs Handy: „Achtung Großbrand – Fenster und Türen geschlossen halten.“
Mehr als 72 Stunden lang kämpften Einsatzkräfte der Bremer Feuerwehr gegen ein Feuer in einem Gebäude an der Martinistraße, nachdem die ersten Notrufe gegen 12 Uhr eingegangen waren. Insbesondere die Nachlöscharbeiten zogen den
Einsatz in die Länge. So wurde in Absprache mit dem Gebäudeeigentümer beschlossen, den Dachstuhl teilweise von einem Abrissunternehmen abtragen zu lassen, um die letzten Glutnester erreichen und löschen zu können. Nach Angaben der Feuerwehr flammten immer wieder Glutnester in der Dämmung auf. Die Martinistraße blieb auch Tage nach dem ersten Feuer gesperrt. Menschen wurden durch das Feuer nicht verletzt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist bislang noch unklar. pb/Foto: Schmidt
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Die Schulen sind zu – das BiZ bleibt o en
JOACHIM OSSMANN
Vorsitzender der Geschäftsführung
Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven
Die hohen Temperaturen lassen es vermuten – die Sommerferien stehen vor der Tür. Eine gute Gelegenheit, in der schattigen und entspannten Atmosphäre im Berufsinformationszentrum (BiZ) die nächsten Schritte Richtung Beruf anzugehen. Das BiZ macht nämlich keinen Urlaub. Auch im Sommer bietet es großzügigen Platz und vielfältige Medien, für viele Themen rund um die Berufswahl und berufliche Neuorientierung. Jedermann kann an Computern recherchieren oder Bewerbungen erstellen. Vor Ort sind auch Tablets vorhanden, mit denen man Informationen finden oder Orientierungstests der Arbeitsagentur kostenfrei nutzen kann. So erfährt man ganz entspannt mehr über Berufsbilder und ihre Anforderungen. Oder bekommt Tipps zur Bewerbung, Anregungen für Übergangsmöglichkeiten im Ausland oder im sozialen oder ökologischen Bereich und noch viel mehr. Natürlich sind im BiZ auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort, die gern persönlich weiterhelfen. Eine Anmeldung ist im Berufsinformationszentrum nicht erforderlich. Es ist am Doventorsteinweg 44 in Bremen zu finden – einfach mal vorbeischauen.
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TIPPS UND INFOS AUS DEN BREMER STADTTEILEN
WESER REPORT
Wo Nachbarschaft entstehen soll
Quartiersinsel 45: Neues Zentrum in der Bahnhofsvorstadt für
PHILIPP BEHRBOM
Ein neuer Ort für Begegnung, Austausch und insbesondere gesellschaftliches Engagement hat in der vergangenen Woche in der Bahnhofsvorstadt eröffnet. Die Quartiersinsel 45 an der Falkenstraße dient als Anlaufstelle für Anwohnerinnen und Anwohner, Vereine sowie Initiativen aus dem Stadtteil. Das Ziel: gemeinsam vor Ort das Quartier zu beleben.
Denn die Bahnhofsvorstadt rund um die Falkenstraße befindet sich im Wandel. Die seit gut vier Jahren andauernden Bau- und Sanierungsarbeiten am ehemaligen Bundeswehrhochhaus und dessen Umfeld stehen kurz vor dem Abschluss. Unter dem Titel Q45 schafft die Gewoba hier einen Wohnort für die Zukunft. Vor Ort entstehen barrierefreie Apartments für junge Menschen, in den Neubauten daneben Wohnraum für Familien, eine Kita, Gewerbeflächen sowie viel Raum für Begegnung. Darüber hinaus steht die
Claudia Schilling, Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration betont in der Bahnhofsvorstadt neue Strukturen aufbauen zu wollen. Foto: av
Die Räume der Quartiersinsel 45 an der Falkenstraße bieten Bürgerinnen und Bürgern Platz zum Austausch und um gemeinsam Ideen für den Stadtteil zu entwickeln. Fotos: Hans-Wendt-Stiftung
Einrichtung eines Integrierten Entwicklungskonzepts (IEK) für das Falkenquartier im Raum. Solche Konzepte wurden bereits für Walle und Grö-
pelingen entwickelt und ermöglichen eine niedrigschwellige Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sowie den Beiräten an der Weiterentwicklung des Quartiers – sowohl in städtebaulicher als auch in sozialer Hinsicht.
Im Herzen des Quartiers steht nun die Quartiersinsel. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, in der Bahnhofsvorstadt Strukturen aufzubauen, die das Leben der Menschen vor Ort verbessern und den sozialen Zusammenhalt stärken“, sagt Claudia Schilling, Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration. Die neue Quartiersinsel 45 soll ein offenes Haus für das Quartier sein – für Menschen jeden Alters, jeder Herkunft und jeder Lebenssituation, erklärt Schilling.
Vor Ort stehen mit Merve
Öztekin und Eva Carstensen gleich zwei Ansprechpartnerinnen den Bürgerinnen und Bürgern zur Seite. Sie begleiten die Quartiersarbeit, vernetzen Menschen und Einrichtungen und unterstützen die Entwicklung gemeinsamer Projekte und Aktivitäten in der Bahnhofsvorstadt. Getragen wird die Quartiersinsel 45 von der HansWendt-Stiftung. Auch Jörg Angerstein, Vorstand der Stiftung, betont die Gestaltungsmöglichkeiten, die das Viertel bietet. „Gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie unseren Partnern wollen wir die Bahnhofsvorstadt aktiv gestalten und das Miteinander im Quartier stärken“, so Angerstein. Infos und Veranstaltungstermine der Quartiersinsel 45 unter hwst.de/QEK
Mehr Klimaschutz gefordert
Umweltverbände demonstrierten vor der Bremischen Bürgerschaft
MITTE - Angesichts der ersten Hitzewelle des Jahres fordern mehrere Bremer Umweltorganisationen den Senat und die Bürgerschaft auf, zusätzliche Mittel aus dem Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz (LuKIFG) für den Klimaschutz einzusetzen. Ziel sei es, Maßnahmen aus dem Klimaaktionsplan schneller umzusetzen und Bremen auf dem Weg zur Klimaneutralität voranzubringen. Nach Ansicht der Verbände macht die aktuelle Wetterlage deutlich, wie dringend zusätzliche Investitionen erforderlich sind. Genannt werden insbesondere der Ausbau der Fahrradinfrastruktur, die Elektrifizierung und Taktverdichtung des öffent-
lichen Nahverkehrs, energetische Gebäudesanierungen sowie der Ausbau klimafreundlicher Wärmenetze. Auch gesundheitliche Aspekte stehen im Mittelpunkt der Forderungen. Extreme Hitze sei bereits heute eine Belastung für viele Menschen, insbesondere für ältere Menschen, Kinder und Bewohnerinnen und Bewohner dicht bebauter Stadtteile mit wenigen Grünflächen. Klimaschutzmaßnahmen seien daher zugleich Investitionen in Gesundheit und Lebensqualität. Darüber hinaus verweisen die Organisationen auf die wirtschaftlichen Folgen der Klimakrise. Aus ihrer Sicht würden die Kosten ausbleibender Maßnahmen langfristig deutlich höher
Vor der Bürgerschaft demonstrieten unter der Woche diverse Umweltverbände. Foto: Dirk
ausfallen als die notwendigen Investitionen heute. Die von der Enquetekommission Klimaschutz erarbeiteten Empfehlungen und die daraus entstandenen Maßnahmen des Klimaaktionsplans müssten deshalb zügig umgesetzt werden. Besonderen Handlungsbedarf sehen die Verbände im Verkehrssektor, der als Schlüsselbereich für die Erreichung der Klimaziele gilt. Zugleich betonen die Organisationen die soziale Dimension des Klimawandels. Menschen mit geringem Einkommen seien häufig stärker von Hitze, schlechter Gebäudesubstanz und Verkehrsbelastungen betroffen, obwohl sie vergleichsweise wenig zu den Treibhausgasemissionen beitragen. pb
Antje Grotheer ehrt beim Bremer Fotopreis 2025 das Pressefoto des Jahres aus 188 Bildern
MARCUS SCHMIDT
MITTE - Der Fotograf Radoslaw Polgesek hat einen Moment festgehalten, der bei Jurymitgliedern für den Bremer Fotopreis 2025 Gänsehaut erzeugt: Der Verlierer greift nach einem Boxkampf nach der Hand des Schiedsrichters Heinrich Daniels vom BC Norden – die aber nicht da ist. Eine Szene vom Weser-Boxring Kampftag im Juni 2025. Das einmütige Fazit der Jury: „Dieses Bild kann man sich stundenlang anschauen.“ Das Bild in der Kategorie Sport ist zum „Pressefoto des Jahres 2025“ gewählt worden. In der Bürgerschaft wurde der Bremerhavener dafür von ihrer Präsidentin Antje Grotheer und Regine Suling-Williges, Vorsitzende des Deutschen Journalisten Verbandes Bremen, geehrt.
„Ein Bild muss eine Geschichte erzählen“, weiß Grotheer und hängt das Siegermotiv in ihrem Büro auf. Die Politikerin ist auch begeistert, „weil wir Fotojournalismus brauchen, um die Wirklichkeit abzulichten – zeigen wie es ist.“ Sie erwähnt aber auch die Gefahren durch KI und persönliche Angriffe: „Lassen Sie sich nicht einschüchtern.“ SulingWilliges sieht in den Aufnahmen, „Wahrhaftigkeit, den richtigen
Moment aber auch die persönliche Brille.“
Sieger Polgesek freue sich, weil seine Leidenschaft für Pressefotografie bestätigt sieht: „Ich habe vorher Werbefotos für ein großes Versandhaus geschossen.“
Sechs Fotografinnen und 18 Fotografen machten bei dem Wettbewerb mit. Sie reichten 188 Bilder ein. Es sind Motive in den Kategorien Kultur, Land und
Leute, Politik, Sport und Wirtschaft. Das beste Bild wurde als das „Pressefoto des Jahres“ ausgezeichnet. Die Kategorie Politik gewann Izabela Mittwollen aus Oldenburg, die Kategorie Wirtschaft Tristan Vankann. Die gebürtige Iranerin Armina Ahmadinia entschied mit dem besten Kultur- und dem besten Sportbild gleich zwei Kategorien für sich. Sina Schuldt von der Deutschen Presse-Agentur schoss das
Bremens Pressefoto des Jahres: Bürgerschaftspräsidentin Antje Grotheer und Regine SulingWilliges,die Vorsitzende des DJV Bremen, ehren den Fotografen Radoslaw Polgesek. Foto: M. Schmidt
beste Bild in der Kategorie Land und Leute.
Zur Jury zählten Antje Grotheer, Kay Nietfeld, Jochen Stoss und Peer Rüdiger. Unterstützt wurde der Wettbewerb von der Sparkasse, dem Medienhaven, der Presseversorgung Karkossa und der Bremischen Bürgerschaft. Noch bis zum 14. August sind die prämierten Bilder im Haus der Bürgerschaft für die Öffentlichkeit zu sehen.
TIERE SUCHEN EIN ZUHAUSE
Kater Bunny ist ein verschmuster
Kater Bunny kam Ende Februar auf einem sehr ungewöhnlichen Weg ins Tierheim, denn er saß eines Abends zwischen den Kaninchenausläufen auf dem Gelände. Ob er ausgebüxt ist oder ausgesetzt wurde, ist nicht bekannt, denn leider hat sich niemand gemeldet,. In ungewohnten Situationen kann Bunny erstmal ziemlich unsicher und schüchtern reagieren, das legt sich aber schnell. Menschen findet er nach wenigen Bestechungsleckerlis und ein paar freundlichen Worten ohnehin klasse und zeigt, was für ein süßes, wahnsinnig verschmustes Schoßkätzchen er ist und wie schön er Köpfchen geben und schnurren kann. Bunny sucht ein Zuhause in einer ruhigen Wohngegend, in dem er nach mehrwöchiger Eingewöhnungszeit wieder draußen unterwegs sein darf. An Artgenossen
Bunny lebt seit Ende Februar im Tierheim Hemmstraße. Foto: pv
ist er interessiert und würde sich vermutlich auch mit einer vorhandenen, eher ruhigeren Katze verstehen. Kinder im Haushalt sollten schon älter sein. Das Tierheim befindet sich an der Hemmstraße 491. Infos zu Öffnungszeiten und Tieren gibt es unter Telefon 35 11 33 und bremer-tierschutzverein.de im Internet. mb
HORN-LEHE – Bremen soll zur Poolnudel-Hauptstadt werden, zumindest wenn es nach Radio Bremen geht. Der Radiosender Bremen Vier versucht am heutigen Samstag von 10 bis 13 Uhr im Horner Bad einen neuen Weltrekord aufzustellen.
Um den Weltrekord nach Bremen zu holen werden 330 Personen die auf Poolnudeln im Wasser treiben benötigt. Damit möglichst viele Menschen dabei sein können, ist der Eintritt ins Freibad im Rahmen der Veranstaltung von 10 bis 13 Uhr kostenlos Poolnudeln werden vom Bad bereitgestellt. pb
Mein Oberneuland
Lehren aus dem Hochwasser
Neue Untersuchungen sollen die Region besser auf Extremereignisse vorbereiten
Wie kann die Region künftig besser vor Hochwasser geschützt werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung auf dem Klatte Hof, zu der der Oberneulander Bürgerschaftsabgeordnete Derik Eicke eingeladen hatte. Zahlreiche Bürger und Bürgerinnen nutzten die Gelegenheit, sich über die Ergebnisse des neuen Wümme-Gutachtens und geplante Schutzmaßnahmen zu informieren.
Fachleute der Umweltbehörde und des Deichverbands Rechts der Weser erläuterten die Erkenntnisse aus den Untersuchungen, die nach dem Winterhochwasser 2023/24 durchgeführt wurden. Dabei wurde deutlich, dass nicht ein einzelner Auslöser für die hohen Wasserstände verantwortlich war. Ausschlaggebend waren vor allem außergewöhnlich starke und langanhaltende Niederschläge im gesamten Einzugsgebiet der Wümme. Hinzu kamen Auswirkungen von Sturmfluten, die zeitweise den Abfluss über das Lesumsperrwerk erschwerten. Eine zentrale Erkenntnis des Gutachtens betrifft eine hydrau-
Der Oberneulander Bürgerschaftsabgeordnete Derick Eicke erklärte die Studie zum Wümme-Hochwasser. Foto: Eicke
lische Engstelle zwischen den Flutbrücken und dem Kreuzdeich. Dort kann Wasser bei
Maaßkultur geht weiter
Bereits seit 2023 präsentiert
Edeka Maaß Oberneuland auf seiner Fläche an der Rockwinkeler Heerstraße 32 jeden Mittwoch ein Konzert. Kommenden Mittwoch treten Heldenlos und Monika auf der EdekaBühne auf.
Heldenlos und Matthias Monka haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam neue kreative Pfade zu erkunden und bilden nun das Duo Heldenlos und Monika. Der Eintritt zur Maaßkultur ist frei, Spenden werden erbeten. Das Konzert startet um 17.30 Uhr und endet um 20.30 Uhr. pb
Hochwasserlagen nicht schnell genug abfließen, wodurch sich oberhalb große Wassermengen aufstauen. Nach Angaben der Gutachter erklärt dies, warum trotz vergleichsweise moderater Abflussmengen ungewöhnlich hohe Wasserstände im Bereich Borgfeld gemessen wurden. Für die Untersuchung wurde erstmals ein detailliertes zweidimensionales Computermodell für Wümme und Wörpe erstellt. Es berücksichtigt unter anderem Geländedaten, Pegelstände, Brückenbauwerke und Vegetationsstrukturen. Mit dem Modell können unterschiedliche Hochwasserszenarien und mögliche Schutzmaßnahmen simuliert werden.
Die Veranstaltung zeigte das große Interesse der Bevölkerung an der zukünftigen Entwicklung des Hochwasserschutzes. Mit dem neuen Gutachten liegen nun umfangreiche Daten vor, die als Grundlage für weitere Entscheidungen in Oberneuland, Borgfeld und dem Blockland dienen sollen. pb
Der Sommer swingt in der Kirche
Zu einer sommerlichen Bläsermusik lädt die Evangelische Kirchengemeinde Oberneuland im Rahmen ihrer Oberneuländer Konzerte zum morgigen Sonntag ein. Unter dem Motto „Der Sommer swingt“ präsentiert der Oberneulander Posaunenchor unter der Leitung von Martin Howie ein abwechslungsreiches Programm mit bekannten Melodien zum Zuhören und Mitsingen. Das Konzert beginnt um 18 Uhr in der Kirche am Hohenkampsweg 6. Der Eintritt ist frei. WR
Leben im Grünen
Zwischen Pipe und Kleiner Weser gelegen hat sich das RKK zu einem Akutkrankenhaus mit hochspezialisierten Fachkliniken entwickelt. Foto: RKK
Die Menschen stehen im Mittelpunkt
Rotes Kreuz Krankenhaus blickt am 3. Juli auf 150-jährige Geschichte zurück
Zum 150. Jubiläum blickt das Rote Kreuz Krankenhaus (RKK) auf eine Geschichte zurück, die eng mit der Entwicklung der Hansestadt verbunden ist. Generationen von Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften und vielen weiteren Mitarbeitenden haben das Haus geprägt. Aus einer kleinen Initiative wurde eine Institution, die seit eineinhalb Jahrhunderten für medizinischen Fortschritt, Gemeinsinn und Verlässlichkeit steht – und damit zu einem festen Bestandteil der Bremer Geschichte geworden ist.
„Das RKK hat sich über eineinhalb Jahrhunderte zu einem modernen, leistungsfähigen Akutkrankenhaus entwickelt, das fest auf Bremens
linker Weserseite und in der Region verwurzelt ist. Das ist wirklich ein Grund, stolz zu sein!“, so Walter Klingelhöfer, Kaufmännischer Geschäftsführer des RKK.
Martin Langenbeck, Ärztlicher Geschäftsführer der Klinik, ergänzt: „Unser Jubiläum soll aber nicht nur ein Anlass zum Feiern sein, sondern auch ein Moment des Dankes. Im Mittelpunkt unserer Arbeit standen und stehen immer die Menschen. Generationen von Patientinnen und Patienten wurden bei uns behandelt, begleitet und gepflegt. Ebenso prägend sind die vielen Mitarbeitenden, die dem RKK mit ihrem Wissen, ihrem Engagement und ihrer Empathie sein Gesicht geben. Wir danken
allen, die uns in den vergangenen 150 Jahren begleitet und unterstützt haben.“ Im Januar 2004 wurde der Krankenhausbetrieb aus der Stiftung ausgegliedert und in eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) überführt. Das RKK folgte damit den anderen freigemeinnützigen und städtischen Klinken Bremens, die diesen Schritt hin zu einer eher unternehmerisch orientierten Krankenhausversorgung bereits getan hatten. Bis heute ist jedoch die Stiftung Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen Trägerin der Klinik. Ihr Zweck ist, das öffentliche Gesundheitswesen zu fördern - und damit vor allem die Arbeit des Krankenhauses finan-
ziell zu unterstützen. Dieses gemeinnützige Prinzip bedeutet, dass alle erwirtschafteten Mittel in die medizinische Versorgung und die Infrastruktur der Klinik zurückfließen. Der Zusammenschluss mit der Roland-Klinik ist ein neuer Meilenstein in der Geschichte des Roten Kreuz Krankenhauses und für die Gesundheitsversorgung links der Weser. „Mit diesem Schritt haben wir unsere Kräfte gebündelt, um die medizinische Versorgung in Bremen - vor allem auch die Akutversorgung auf der linken Weserseite - weiter zu stärken“, erklärt Walter Klingelhöfer, Kaufmännischer Geschäftsführer des RKK. WR
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Der Ninja-Cross-Parcours im Freibad lädt zur sportlichen Betätigung ein. Foto: KI-generiert, Roth & Challier
Das neue Westbad ist eine sportliche Erlebniswelt, in der es überall etwas zu entdecken gibt. Foto: pv
Eine Party zur Eröffnung
Nach drei Jahren Bauzeit wird das neue Westbad Anfang Juli neu eröffnet
Fast noch pünktlich mit der ersten sommerlichen Hitzewelle geht das neue Westbad mit dem Juli an den Start. Nach der offiziellen Eröffnung am 1. Juli haben alle Bremer endlich wieder die Gelegenheit im Herzen des Bremer Westens im Wasser ihre Bahnen zu ziehen. Und das wird gleich am Donnerstag mit einer großen School’s Out Party gefeiert. Am Wochenende haben dann alle Bremer noch einmal die Gelegenheit, sich auch in Straßenkleidung die neue Badeanstalt genauer anzuschauen: Ab 10 Uhr ruht am Sonnabend der Beckenbetrieb und das Bad öffnet nur für den Tag der offenen Tür. Der reguläre Badebetrieb startet dann erst ab 14 Uhr. Genau am 1. Januar 2023 musste das alte Westbad seine Tore schließen, um Platz für den Neubau einer modernen Badeanstalt zu machen, deren Grundstein dann im Juni 2024
Ab dem 1. Juli können sich die Bremer endlich im neuen Westbad erfrischen. Foto: Meister gelegt wurde. In den vergangenen zwei Jahren haben die Handwerker ganze Arbeit geleistet, damit die Bremer Bevölkerung zum Sommer dieses Jahres ihr geliebtes Westbad in Form eines modernen Freizeitparadieses neu erleben kann –direkt zu den Sommerferien. WR
Eine Frage der Konstellation
Warum erst am Sonntagmorgen feststeht, wer am Montagabend gegen Deutschland spielt
ROBERT LÜRSSEN
Bereits nach dem Erfolg gegen CuraÇao (7:1) und dem Sieg in letzter Minute gegen die Elfenbeinküste (2:1) stand Deutschland als Sieger der Gruppe E fest. Doch auf welchen Gegner das DFB-Team in der Runde der letzten 32 Teams am Montag um 22.30 Uhr MESZ in Boston trifft, steht wahrscheinlich erst endgültig fest, wenn am Sonntagmorgen gegen 6 Uhr alle zwölf Vorrundengruppen ihr letztes Gruppenspiel absolviert haben.
Denn nur die besten acht der zwölf Gruppendritten kommen weiter. Um zu bestimmen, wer das ist, wird aus den zwölf Teams eine neue Tabelle gebildet. Über die Reihenfolge entscheiden zunächst die Punkte, danach die Tordifferenz und dann die Frage, wer mehr Tore erzielt hat. Sollten dann immer noch mehrere Mannschaften gleich sein, kommt die FairPlay-Wertung ins Spiel. Für jede Gelbe (1), Gelb-Rote (3) oder Rote Karte (4) gibt es Minuspunkte. Auch die Karten für Teamoffizielle und Ersatzspieler fließen in die Wertung ein. Wer weniger Minuspunkte hat ist im Vorteil. Sind alle vorherigen Kriterien gleich, entscheidet die Weltrangliste über das Weiterkommen. Für die Einordnung der acht besten Gruppendritten in den Turnierbaum spielt die Reihenfolge dann jedoch keine Rolle. Hier ist allein die Gesamtkon-
Fußball-WM 2026
Auch wenn einige Fans den Titel schon vor Augen haben liegt noch ein weiter Weg vor der deutschen Mannschaft, die zudem erst kurzfristig erfährt, gegen wen sie im Sechzehntelfinale antreten muss.
stellation entscheidend, also die Frage, wer zu den besten Gruppendritten gehört. Insgesamt sind 495 Varianten der Zusammenstellung möglich. Festgelegt ist, dass Deutschland als Sieger der Gruppe E auf einen Gruppendritten aus den Gruppen A, B, C, D oder F trifft. In 231 der 495 Fälle spielt Deutschland gegen den dritten der Gruppe C. Gruppe D ist mit 212 Möglichkeiten allerdings nur wenig weniger wahrscheinlich. Anders sieht es bei den Gruppen F (35 Kombinationen) und A (16) aus. Nur in einem einzigen Fall, wenn alle Dritten
Foto: Sanjin Strukic/PIXSELL via nordphoto
aus den Gruppen A, C, D und F ausscheiden, spielt Deutschland gegen den Vertreter aus Gruppe B. Für Bundestrainer Julian Nagelsmann und seine Assistenten macht es das natürlich nicht einfacher, die Mannschaft auf den kommenden Gegner einzustellen. Doch umgekehrt gilt das natürlich umso mehr, schließlich können die Deutschen ihre Reise zum Spielort seit Tagen planen, während der Gegner erst in letzter Minute sicher sein kann, wann, wo und gegen wen er antreten muss. „Das Trainerteam wird einen
Plan haben, wie sie uns die Gegner am besten präsentieren. Für uns als Mannschaft geht es recht schnell. Die anderen wissen ja auch erst zwei Tage vorher, gegen wen sie spielen, von daher gleiches Recht für alle“, nahm Jamie Leweling die Sache relativ gelassen. Davon abgesehen sollte die deutsche Mannschaft unabhängig vom Ausgang der Partie am Donnerstag gegen Ecuador (Spiel nach Redaktionsschluss) genug Vertrauen in die eigenen Stärken haben, um sich nicht am Gegner ausrichten zu müssen.
Die mögliche Reiseroute ins Endspiel Über Boston, Philadelphia, und Dallas nach New York
Auch wenn die meisten möglichen Gegner noch gar nicht feststehen, gibt es aufgrund des Turnierbaums schon eine mögliche Reiseroute der deutschen Elf bis zum Endspiel am 19. Juli in New York. Voraussetzung ist natürlich zu allererst ein Erfolg am Montag in Foxborough, in dem Stadion, in dem sonst das Footballteam der New England Patriots in der NFL spielt. Im Achtelfinale würde dann entweder der Sieger der Gruppe I (Frankreich oder Norwegen) oder ein weiterer Gruppendritter auf Deutschland warten. Gespielt wird am 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, in Philadelphia. Anstoß: 17 Uhr Ortszeit, 23 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Sollte die deutsche Mannschaft auch diese Prüfung bestehen, müsste sie danach zum Viertelfinale erneut
in Boston antreten. Angesetzt ist das Spiel für Donnerstag, 9. Juli, 16 Uhr Ortszeit, 22 Uhr MESZ. Mögliche Gegner sind der Zweite aus Gruppe A oder B, der Sieger aus Gruppe F oder der Zweite aus Gruppe C. Die Runde der letzten Vier wird am 14. und 15. Juli dann in Dallas und Atlanta ausgetragen. Sollte die deutsche Mannschaft dann noch im Wettbewerb sein, würde sie am Dienstag, 14. Juli, in Dallas auflaufen. Anstoß ist um 21 Uhr MESZ. Frühestens dort könnten die Nagelsmann-Schützlinge beispielsweise auf Gastgeber USA als Sieger der Gruppe D treffen. Erst im Finale (19. Juli, 22 Uhr MESZ in New York) oder im ungeliebten Spiel um die Bronzemedaille (18. Juli, 21 Uhr MESZ in Miami) wären Co-Gastgeber Mexiko und Titelverteidiger Argentinien mögliche Gegner. rl
Entscheidung vom Punkt
Ab dem Sechzehntelfinale gilt: Es muss einen Sieger geben. Steht das Spiel nach 90 Minuten (plus Nachspielzeit) unentschieden, gibt es eine Verlängerung über zweimal 15 Minuten. Steht auch dann noch kein Sieger fest, kommt es zum Elfmeterschießen. Für das Elfmeterschießen gelten einige Sonderregeln. Das Tor, auf das geschossen wird, bestimmt der Schiedsrichter per Münzwurf. Jedes Team benennt fünf Schützen, nicht aber die Reihenfolge. Nur Spieler, die beim Schlusspfiff der Verlängerung auf dem Platz gestanden haben, dürfen antreten. Der Torwart darf gewechselt werden, wenn er sich vor oder während des Elfmeterschießens verletzt und noch ein Wechsel offen ist. rl
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Erst kein Public Viewing, jetzt Platzmangel
Auf dem Hillmannplatz hat sich während der Gruppenphase kurzfristig ein Treffpunkt für Fußballfans etabliert
PHILIPP BEHRBOM
Relativ souverän hat sich das Nationalteam von Julian Nagelsmann durch die Gruppenphase gespielt und zieht als Gruppensieger in die K.-o.Phase ein. Ab dem morgigen Sonntag heißt es für die verbleibenden 32 Teams: alles oder nichts. Jeder Fehltritt kann das Aus im Rennen um den goldenen Weltpokal bedeuten. Für Fußballfans stellt sich damit eine ganz praktische Frage: Wo lassen sich die entscheidenden Spiele gemeinsam verfolgen?
Kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft hieß es aus dem Innenressort noch, dass in Bremen kein Public Viewing auf einem öffentlichen Platz stattfinden werde. Zu hoch seien die ordnungsrechtlichen Hürden. Für die Gruppenphase haben die Influencer rund um den Instagram-Kanal Bremen Entertainment dennoch kurzfristig ein gemeinsames Fußballschauen auf dem Hillmannplatz organisiert.
„Die Idee begleitet uns bereits seit mehreren Jahren. Schon zur Weltmeisterschaft
2022 und zur Europameisterschaft 2024 haben wir über ein eigenes Public Viewing in Bremen nachgedacht“, erklären die Veranstalter. Damals sei jedoch unklar gewesen, wie groß das Interesse tatsächlich
werden würde. „Für uns ist das Public Viewing weit mehr als die Übertragung von Fußballspielen. Es geht darum, Menschen zusammenzubringen und einen Ort zu schaffen, an dem gemeinsam mitgefiebert
und gefeiert werden kann“, so die Veranstalter.
Die Veranstalter verfügen über eine Genehmigung für rund 1.500 Besucherinnen und Besucher. Beim Spiel gegen die Elfenbeinküste reichte das
jedoch nicht aus. Nach Angaben der Organisatoren hätten rund 3.000 Menschen das Public Viewing besuchen wollen.
„Wer zu spät kommt, verpasst das Public Viewing“, schreiben die Veranstalter auf ihrem Instagram-Account.
Das Fazit der Organisatoren fällt entsprechend positiv aus: „Die ersten beiden Spieltage haben gezeigt, welches Potenzial in einem gemeinsamen Fußballerlebnis steckt. Die Stimmung war hervorragend und die Begeisterung wächst von Spiel zu Spiel. Wenn diese Entwicklung anhält, können wir uns gut vorstellen, das Public Viewing künftig weiter auszubauen“, heißt es von Seiten der Veranstalter.
Bereits in der Gruppenphase wurden vereinzelt Spiele ohne deutsche Beteiligung gezeigt, auch künftig sei dies möglich.
Interessierte seien jedoch gut beraten, sich insbesondere am Montag frühzeitig auf dem Hillmannplatz einzufinden. Der Eintritt zum Public Viewing ist frei. Vor Ort wird zudem ein gastronomisches Angebot bereitgehalten.
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Bremer Beteiligungen an dieser WM sind ohnehin rar gesät. Einer der bekanntesten Ex-Bremer verschwand unter der Woche aus den Rekordbüchern. Bis Dienstag hielt Miroslav Klose mit 16 Treffern den Rekord für die meisten Tore bei FußballWeltmeisterschaften. Mit zwei Toren gegen Österreich zog Lionel Messi am früheren WerderStürmer vorbei und steht nun bei 18 WM-Toren.
Zahlreiche Regeländerungen feierten bei der Weltmeisterschaft ihr Debüt. Während der VAR-Eingriff bei fälschlicherweise gezeigten zweiten Gelben Karten sowie der Countdown bei Abstößen auch in der Bundesliga Saison 2026/2027 Anwendung finden sollen, werden die bei der WM kontrovers diskutierten Trinkpausen, laut DFL, nicht in das Regelwerk übernommen.
Nach Romano Schmid, Marco Friedl und Yukinari Sugawara können WM-Fans mit WerderBezug einen weiteren Spieler im Blick behalten. Der unter der Woche verpflichtete Cedric Itten gehört zum Kader der Schweizer Nationalmannschaft. Am kommenden Freitag bestreitet die Schweiz ihr Sechzehntelfinale (Anpfiff 5 Uhr). pb
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Zu den Gruppenspielen kamen zum Teil deutlich mehr als die möglichen 1.500 Besucherinnen und Besuchern auf den Hillmannplatz.
Foto: Bremen Entertainment
Angekündigte Hitze zwingt Verein zur Absage Wachmannstraßenfest
SCHWACHHAUSEN - Die Interessengemeinschaft Die Wachmannstraße hat entschieden, das für den heutigen Samstag geplante Wachmannstraßenfest zu verschieben. Grund sind die für das Wochenende angekündigten Temperaturen von bis zu 38 Grad. Nach Beratung ist der Verein zu dem Schluss gekommen, dass unter diesen Bedingungen die Sicherheit und das Wohlbefinden von Besuchern nicht ausreichend gewährleistet werden können. Insbesondere können auf dem Veranstaltungsgelände nicht ausreichend Schattenflächen zur Abkühlung für die erwartete Zahl an Gästen geschaffen werden.
„Das Wachmannstraßenfest
lebt von Begegnungen, Familien, Kindern und vielen ehrenamtlich Engagierten. Die angekündigte extreme Hitze stellt für alle Beteiligten eine besondere Belastung dar. Da wir nicht genügend Schattenplätze und Abkühlungsmöglichkeiten anbieten können, haben wir uns schweren Herzens für eine Verschiebung entschieden“, sagt Philipp Seibt, Vorsitzender von Die Wachmannstraße.
Das Fest sollte in diesem Jahr gleichzeitig das 25-jährige Bestehen des Vereins feiern. Die Veranstaltung wird jedoch nicht abgesagt, sondern voraussichtlich im September nachgeholt. Die Planungen für einen neuen Termin laufen bereits. pb
Stoffladen eröffnet in der City
MITTE - In der Innenstadt eröffnet am kommenden Montag um 10 Uhr eine neue Filiale von Der Stoff. Das Geschäft in der Knochenhauerstraße 20-25 bietet Stoffe und weitere Produkte für kreative Handarbeiten an.
Ergänzt wird das Angebot durch die Stickakademie sowie einen Nähmaschinen-Reparaturservice. Mit dem neuen Standort erweitert das Unternehmen sein Filialnetz auf bundesweit 29 Geschäfte. pb
Ein Schritt in der Bremer Wärmewende
Forschungsprojekt „Erdwärme vernetzt“ vor dem Abschluss
Speckmannstraße
Wir wünschen viel
NIKLAS BUNKE
Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Forschungsprojekt „Erdwärme vernetzt“ der Hochschule Bremen und der Klimaschutzagentur Energiekonsens zeigt, dass die technische Umsetzbarkeit von sogenannten Anergienetzen gegeben ist. Das Projekt, bei dem eng mit der Verbrauchergenossenschaft „Erdwärmedich“ zusammengearbeitet wurde, kommt im Juli nach zwei Jahren zum Abschluss und hat nun Ergebnisse präsentiert.
Anergienetze sind Wärmenetze, die Wärme mit einem niedrigen Temperaturniveau transportieren. Die primäre Quelle ist dabei Erdwärme. Insbesondere die Nutzbarkeit im urbanen, dicht bebauten Stadtgebiet wurde während des Projekts geprüft. Vorteil solcher Netze ist, dass sich mehrere Gebäude oder ganze Quartiere eine Infrastruktur teilen können. Dadurch können Kosten pro Anschluss sinken und eine Nutzung wirtschaftlicher sein. Alternativen
wie Fernwärme sind zudem im urbanen Raum nicht immer realisierbar.
„Unser Projekt endet, unsere Aktivitäten gehen weiter“, betont Henrik Unrath von Energiekonsens. Ein fertiges Umsetzungsmodell für Anergienetze steht zur Zeit allerdings noch aus. Die Bremer Politik zeigt grundsätzliche Unterstützung. Voller Fokus liegt nun auf einem Pilotprojekt in der Humboldtstraße. Es soll zeigen, wie effizient die Energieversorgungsform als Ergänzung für den urbanen Raum in Bremen genutzt werden kann.
„Das Pilotprojekt ist dazu da ins Machen zu kommen. Wir hoffen auf eine Phase danach, sodass kalte Nahwärmenetze in Zukunft ein Baustein für die Wärmewende werden“, so Unrath. Die genauen Kosten für das Projekt sollen bis Ende August geklärt werden. Dann will „Erdwärmedich“ prüfen, ob und wie eine Umsetzung finanzierbar ist. Erst danach lässt sich final sagen, ob Anergie zukünftig als Option für die Bremer Wärmewende fungieren kann.
In
Reitturnier Wörpedorf
WIR WÜNSCHEN ALLEN VIEL SPASS AUF DEM REITTURNIER WÖRPEDORF!
Öffnungszeiten
Montag Ruhetag
Dienstag bis Donnerstag 17- 22 Uhr
Freitag von 17- 23 Uhr
Samstags von 15-23 Uhr
Sonntags von 17-22 Uhr oder nach Bedarf / Anmeldung. kleine Feierlichkeiten auf Anfrage.
Reiter wollen Erfolg wiederholen
Nächstes Reitturnier Wörpedorf am 4. und 5. Juli / Anlage weiter aufgewertet
MARIUS ROSKAMP
WÖRPEDORF – Der Reitverein Wörpedorf lädt am 4. und 5. Juli zu seinem traditionellen Reitturnier ein. Auf dem Vereinsgelände am Kirchdamm werden an beiden Tagen zahlreiche Prüfungen im Dressurund Springreiten ausgetragen. Die Dressurprüfungen reichen bis zur S-Klasse, im Springreiten geht es bis zur M-Klasse. Nach Angaben des ersten Vorsitzenden Jens Köster wurde die Anlage im Vorfeld nochmals aufgewertet. So ist unter anderem der Springplatz neu eingezäunt worden. Besucher können die Wettbewerbe auf dem Gelände aus verschiedenen Bereichen gut verfolgen. Auf dem Gelände wird es laut Köster ein Zelt geben. Darüber hinaus sorgen verschiedene Stände für das leibliche Wohl
Die Meldestelle erstrahlt bereits in neuem Glanz. Seit Mai vergangenen Jahres sind die Mitglieder dabei, das Gelände immer weiter aufzuwerten. Foto: pv
Dieser Entwurf ist Eigentum der Firma PROFlex Werbetechnik und darf weder vervielfältigt noch ohne unsere ausdrückliche Genehmigung als Entwurfsvorlage weitergereicht werden.
(Siehe. BGB § 823 Gesetz zum Schutz des geistigen Eigentums) Für den Entwurf fallen Kosten an, die auch dann in Rechnung gestellt werden müssen, wenn es nicht zum Auftrag kommt.
Die Geschichte des Reitvereins Wörpedorf reicht viele Jahrzehnte zurück. Bereits 1959 wurde die Vereinsstandarte auf dem Fußballplatz in Wörpedorf eingeweiht. Seit der Einweihung der Reithalle im Jahr 1991 findet man den Verein an der Wörpedorfer Straße 17.
Köster ist es wichtig, den Zusammenhalt zu stärken. Auch selbst bringt er sich aktiv ein: Im Reiterstübchen über der Reithalle hat er eine Küche eingebaut. Als Küchenspezialist habe er dafür beste Voraussetzungen. Der Eintritt zum Reitturnier ist frei, Parkmöglichkeiten stehen am Sportplatz zur Verfügung. Im vergangenen Jahr zog das Turnier laut Köster rund 400 bis 500 Besucher an. Der Verein hofft auch in diesem Jahr auf zahlreiche Gäste und spannenden Reitsport in Wörpedorf.
Wir wünschen allen Reiterinnen und Reitern viel Erfolg und allen Besuchern viel Spaß!
der Humboldtstraße fanden bereits Probebohrungen für die Erdwärmenutzung statt. Archivfoto: Marcus Schmidt
Apraku und Sabbagh im Lagerhaus zu Gast
Zwischen Krisen, Kriegen, Klimawandel und gesellschaftlicher Spaltung stellt sich die Frage: Worauf können wir heute noch hoffen? Und wie lässt sich Hoffnung nicht nur denken, sondern gemeinsam leben? Diesen Themen widmet sich die Veranstaltungsreihe „Kontro“, eine Kooperation des internationalen Literaturfestivals „poetry on the road“ und Out Loud.
Am kommenden Sonntag, dem 28. Juni, sind die Autorin Josephine Apraku und die Spoken-Word-Künstlerin Tanasgol Sabbagh um 19.30 Uhr im Kulturzentrum Lagerhaus zu Gast. Tanasgol Sabbagh präsentiert Texte, in denen Sprache zu Widerstand wird und Poesie Raum für Trauer, Wut und Hoffnung schafft. Josephine Apraku greift Gedanken aus der Anthologie „Was wir meinen, wenn wir Hoffnung sagen“ auf und stellt die Frage, wie ein solidarisches und gemeinschaftliches Leben bereits heute gestaltet werden kann.
Der Abend verbindet Literatur, gesellschaftliche Debatten und persönliche Perspektiven zu einem Austausch über Hoffnung als politische Pra-
xis, Sprache als Widerstand u nd die Kraft gemeinsamer Geschichten.
Tickets werden nach einem solidarischen Preissystem an der Abendkasse verkauft. W R
Josephine Apraku ist kommende Woche Sonntag in Bremen zu Gast. Foto: Julius Gabele
PREISINFORMATION
Neue Skateanlage am Sodenmattsee
Eröffnung in Huchting mit Vorführungen, Workshops, Graffiti und Musik
LAURA STACHE
Seit Oktober 2025 wurde in der Nähe des Sodenmattsees gebaut, nun ist sie fertig: Über etwa 420 Quadratmeter erstreckt sich eine moderne Skateanlage, die sich sowohl für den Einstieg in den Skatesport als auch für Fortgeschrittene oder Profis eignet. Die verschiedenen Elemente können mit Skateboards, Scootern oder auch mit BMXRädern genutzt werden.
Der feinporige und glatte Spezialbeton sorgt dabei für optimales Rollen, wie auch Max Bijack bestätigte, als er die Anlage am Dienstag einfuhr. Der besondere Gast präsentierte bei der Eröffnung der Anlage sein Können, inklusive Salto. „Ich fahre seit sieben Jahren professionell Stunt Scooter“, so der 15-Jährige. Ab sofort steht die Skateanlage für alle zur freien Nutzung zur Verfügung.
Neben den Vorführungen gab es auch die Möglichkeit, an der neuen Graffitiwand zu sprühen und ein Eis und Getränke zu genießen. Zur musikalischen Untermalung des Nachmittags zählte auch ein eigens für diesen Tag kreierter Song: Huchting skatet neu.
Ab 1. Juli 2026 gelten für die nachstehenden Wärmelieferverträge in Bremen folgende Wärmepreise gemäß §§ 1 Abs. (4), 4 Abs. (2), 24 Abs. (4) der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme (AVBFernwärmeV):
swb Wärme basis
Leistungspreis in EUR/kW**/Jahr
Grundpreis in EUR/Monat
Verbrauchspreis in Cent/kWh* Für ab dem 1.4.2025
abgeschlossene Neuverträge
Vergangenen Dienstag weihte Ortsamtsleiter Christian Schlesselmann (m.) gemeinsam mit beteiligten Akteuren die Skateanlage am Sodenmatt offiziell ein. Foto: Stache
Noch ist die Anlage nicht zu 100 Prozent fertig. Um diese nicht zu einem dunklen Angstraum werden zu lassen, soll zeit-
nah noch eine Beleuchtung installiert werden, sodass auch in den Abendstunden eine angenehme Atmosphäre herrschen
kann. Des Weiteren sollen Sitzgelegenheiten aufgestellt werden.
Die Neugestaltung der Skateanlage erstreckte sich über einen Zeitraum von insgesamt sieben Jahren, unter Beteiligung von Jugendlichen und Freizeiteinrichtungen aus dem Stadtteil sowie der Senatorin für Soziales, Arbeit, Jugend und Integration. „Schon ungefähr 2019 war diese Anlage mit ihrer Baufälligkeit Thema im Jugendbeirat. Während Corona ist die Planung jedoch eingeschlafen“, erinnert sich Eric Decker, von 2018 bis 2023 Mitglied im Jugendbeirat Huchting und seit 2024 im Beirat, „uns war wichtig, dass es auf der neuen Skateanlage einen Unterstand gibt, Beleuchtung und eine Graffitiwand.“ Umgesetzt wurde das Projekt vom Fachdienst Spielraumförderung im Amt für Soziale Dienste, finanziert wird es maßgeblich aus dem Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt mit 597.000 Euro. Weitere 100.000 Euro stammen aus dem Innovationstopf der Senatskanzlei (54.000 Euro), vom Beirat Huchting (26.000 Euro) und aus der Deputation für Soziales (20.000 Euro).
Das Fahrrad sicherer machen
Die Polizei bietet am kommenden Montag von 16.30 bis 18.30 Uhr in der Sparkassenfiliale Schwachhausen erneut eine kostenlose Fahrradregistrierung an. Radler müssen ihren
Personalausweis sowie die Rechnung oder den Kaufvertrag ihres Drahtesels mitbringen.
Im Zuge der Registrierung wird eine Plakette am Fahrrad
angebracht, die das Rad mit einer Nummer kennzeichnet. Das soll potenzielle Diebe abschrecken, da registrierte Räder dem Eigentümer zugeordnet werden können. WR
Bis 30 kW** 48,5910,48
30 bis 80 kW** 46,1420,99
80 bis 500 kW** 44,0531,48
Ab 500 kW** 40,4652,42 Für vor dem 1.4.2025 abgeschlossene Altverträge
Bis 30 kW** 6,33 8,66
30 bis 80 kW** 6,33 17,31
80 bis 500 kW** 6,33 25,94
Ab 500 kW** 6,33 43,33
swb Wärme Service
Verbrauchspreise Wärme
Liebe Bremer,
es sind erschreckende Zahlen, die nun veröffentlicht wurden: Auf
Liebe Bremer,
es sind erschreckende Zahlen, die nun veröffentlicht wurden: Auf
Der Preisfaktor, der die Brennstoffkosten abdeckt, hat an der Preisänderung einen Anteil von 13,0 Prozent.
* Kilowattstunde. | ** Kilowatt. | *** Kubikmeter. | **** Die Grundpreise werden zwischen allen Nutzern des Versorgungsobjektes im vereinbarten Verhältnis aufgeteilt. FÜR HEUTE.
Alle Bruttopreise verstehen sich inkl. der jeweils geltenden Mehrwertsteuer. Eine Zählerablesung zum Preisänderungstermin erfolgt nicht. Die Zählerstände werden entsprechend § 24 Abs. (3) AVBFernwärmeV errechnet. Dabei werden die turnusmäßigen Ableseergebnisse des Einzelkunden und die jahreszeitlichen Verbrauchsschwankungen je Kundengruppe berücksichtigt. Die zu zahlenden Abschlagsbeträge bleiben bis zur nächsten Jahresablesung unverändert. Hinweis: Bis zum 01.07.2026 könnten sich die Preise noch marginal ändern, da der in den Preisänderungsklauseln verwendete Index für die Lohnentwicklung vom Statistischem Bundesamt verspätet zum 30. Juni 2026 veröffentlicht wird. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
Piet Leidreiter BIW-Spitzenkandidat manchmal fragt man sich, ob in öffentlichen Einrichtungen noch Maß und Mitte gelten. Das Jobcenter Bremen wollte offenbar ein Zeichen setzen – allerdings nicht bei der erfolgreichen Vermittlung von Arbeitslosen, sondern bei der Einrichtung eines sogenannten „Kreativraumes“ in seinem Gebäude.
Während das Projekt „FRIDA“, ein Raum für Frauenförderung bereits mit erheblichen Mitteln ausgestattet wurde – ursprünglich mit 99.000 Euro geplant und letztlich mit rund 293.000 Euro umgesetzt – legte das Jobcenter noch einmal nach: Für einen Kreativraum mit gerade einmal 98 Quadratmetern wurden unglaubliche 906.000 Euro ausgegeben.
906.000 Euro für die Ausstattung eines einzelnen Raumes. Eine Summe, die jedem wirtschaftlich denkenden Menschen den Atem stocken lässt.
Noch gravierender ist jedoch: Weder der Senat noch die Trägerversammlung wurden über diese Ausgaben informiert. Ein derartiger Umgang mit öffentlichen Geldern ist kein Kavaliersdelikt, sondern Ausdruck eines eklatanten Mangels an Transparenz und Kontrolle
Die Verantwortung hierfür liegt klar bei der Geschäftsführung des Jobcenters Bremen sowie den zuständigen Bereichsleitungen, die diese Entscheidung getroffen und umgesetzt haben. Ebenso stellt sich die Frage, warum die Aufsichtsgremien ihrer Kontrollfunktion offenbar nicht ausreichend nachgekommen sind
Besonders ärgerlich ist dabei: Wenn Verwaltungskosten aus dem Ruder laufen, fehlen diese Mittel am Ende dort, wo sie eigentlich hingehören – bei den Leistungsberechtigten
Gerade in Zeiten knapper Kassen und wachsender sozialer Herausforderungen erwarten die Bürgerinnen und Bürger zu Recht einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuermitteln. Stattdessen werden im Jobcenter öffentliche Mittel ohne ausreichende Kontrolle und offenbar ohne jedes Augenmaß eingesetzt.
Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND fordert daher eine lückenlose Aufklärung der Vorgänge, die klare Benennung der Verantwortlichen und Konsequenzen, die sicherstellen, dass sich ein solcher Vorgang nicht wiederholt. Daher haben wir nicht nur mehrere parlamentarische Initiativen an den Bremer Senat gerichtet, sondern auch Akteneinsicht in die brisanten Unterlagen beantragt. Denn wir wollen wissen, wie groß der entstandene Schaden tatsächlich ist.
Ich halte Sie auf dem Laufenden, verspricht Ihr
Stellv. Fraktionsvorsitzender -ANZEIGE -
Sie haben Fragen zu BÜRGER IN WUT? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf: Bürgertelefon: 0421 - 51 23 98 96, Internet: www.biw-bremen.de, E-Mail: info@buerger-in-wut.de
- Der Auftraggeber der Anzeige ist die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND in der Bremischen Bürgerschaft - Die Anzeige steht im Zusammenhang mit dem Bau eines Jobcenters am Werdersee
- Weitere Informationen in der Transparenzbekanntmachung unter https://weserreport.de/transparenzbekanntmachung_2026_juni_01/
Vegan schlägt Rindfleisch
Burger-Bratlinge aus dem Supermarkt im Test der Stiftung Warentest
Vegane Burger-Pattys sind nicht nur klimafreundlicher als ihre Fleisch-Pendants, sie schmecken auch mitunter besser, haben weniger Fett und sind hygienisch einwandfrei. Das zeigt ein aktueller Test der Stiftung Warentest. Bei den RindfleischPattys hingegen trübten Krankheitskeime und antibiotikaresistente Bakterien das Bild.
Die Stiftung Warentest hat zwanzig Burger-Pattys einem umfangreichen Prüfprogramm unterzogen: zehn aus Rindfleisch, zehn aus pflanzlichen
Zutaten, darunter sowohl Tiefkühl- als auch Frischware aus dem Kühlregal großer deutscher Supermarktketten und Discounter. Die Experten prüften die Pattys in spezialisierten Laboren auf Krankheitserreger und andere Keime, auf Schadstoffe, auf antibiotikaresistente Bakterien sowie auf die Fleischqualität – etwa den Anteil von Bindegewebe und Muskelfleisch. Hinzu kamen eine sensorische Bewertung durch Prüfer sowie eine Analyse der Nährwerte.
Das Ergebnis überrascht: Sieben von zehn guten Pattys im Test sind pflanzlich. „Einige vegane Pattys haben uns sensorisch wirklich überzeugt – mit Bratnoten, Würze und Saftigkeit“, sagt Testleiter Dr. Jochen Wettach. „Wer einen richtig guten Burger bauen will, wird heute auch bei Veggie-Varianten fündig.“
Das beste Rindfleisch-Patty ist das von Lidl Chef Select für 1,40 Euro pro 100 Gramm. Die besten veganen Pattys kommen von Beyond Burger für 1,77 Euro, Aldi My Way für 0,99 Euro und Garden Gourmet für 1,41 Euro. Pflanzliche Pattys bringen im Schnitt nur gut halb so viel Fett mit wie Fleisch-Bratlinge sowie weniger Kalorien. Im Test bestanden sie sämtliche Keim- und Schadstoffprüfungen ohne Beanstandung. Anders als noch im Veggie-Burger-Test von 2021 fanden die Tester diesmal auch keine problematischen Fettschadstoffe wie 3-MCPD-Ester.
Auch die Klimabilanz spricht klar für die vegane Wahl: Die Rinderhaltung verursacht laut Studien erheblich mehr Treibhausgase als die Produktion pflanzlicher Alternativen. Bei den Rindfleisch-Pattys hingegen förderten die Laboranalysen Keim-Befunde zutage: In einem Tiefkühl-Patty wiesen die Tester mittels DNA-Test Shigatoxin-produzierende Colibakterien nach, Erreger, die schwere Durchfallerkrankungen auslösen können, beim Durcherhitzen jedoch abgetötet werden. In weiteren FleischPattys stießen sie auf antibiotikaresistente Keime, sogenannte ESBL-Bildner, die bestimmte Antibiotika unwirksam machen können. Auffällig: Die BioFleisch-Pattys im Test waren allesamt frei von diesen Resistenzkeimen, ein Hinweis auf den eingeschränkten Antibiotikaeinsatz in der ökologischen Landwirtschaft.
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Vegan oder aus Fleisch? Äußerlich lassen sich die Burger-Varianten kaum noch unterscheiden und geschmacklich laufen die veganen Pattys denen aus Beef den Rang ab. Foto: Pixabay
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Der vollständige Test ist in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift „Stiftung Warentest“ nachzulesen. Ergebnisse gibt es auch online unter test.de/veggie-burger. td
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Vegesack feiert den Matjes
Freibeutertreiben, historisches Handwerk und jungfräulicher Hering rund um den Utkiek
Am Utkiek in Vegesack wird am 27. und 28.Juni zu einer maritimen Zeitreise in die Blütezeit des alten Hafens eingeladen. Zu den Matjestagen kommt der Tross der Fogelvreien mit historischem Handwerk, Handel und lecker Speiß und Trank. Mit Freibeuterbrief Bremen ausgestattet und seit vielen Jahren beim Schlachte-Zauber zur Adventszeit zu Gast freuen sich die Akteure auf ein maritimes Fest zur Sommerszeit.
Ein Dutzend Aussteller warten auf mit Handgemachtem, Skurrilem und Seemännischen, aber auch ein Bühnenprogramm sorgt für beste Unterhaltung von Jung und Alt. Von
der Leinenbühne mit Blick aufs Wasser gibt es etwas auf die Ohren: Musik aus der alten Welt bieten Giacomo und der Rote Piet. Irische Lieder wecken die Sehnsucht jenseits der Waterkant, Laute und Dudelsack erinnern an alte, vergangene Zeiten. Aoida lässt auserlesen Harfenspiel erklingen und der Gaukler Chris weiß drei Entermesser in der Luft zu halten und beherrscht das Feuer meisterhaft… Für die kleinen Besucher des Marktes gibt es maritime Spiele und Spannung – hier können sich die Kleinen als echte Freibeuter bewähren und anheuern bei der Mannschaft.
Um Glockenschlag Zwölfe wird mit Spannung am Samstag das Schiff erwartet, das den frischen, diesjährigen Matjes bringt. Anlandung, Verprobung und Verkostung wird in einem kleinen Spiel dargestellt – und hernach dürfen sich auch die Besucher am frischen Matjes laben. Das Museum des Schönebecker Schlosses wird am Stand über die Vegesacker Heringsfischerei in alter Zeit informieren, und auch das Geschichtenhaus Vegesack ist am Samstag mit einigen Darstellern mit dabei.
„Mit dem Freibeuterdorf zum Schlachte-Zauber haben wir seit vielen Jahren maritime Kul-
Ausflugs- &
Lebendige Stadtgeschichte
Das als „Ort im Land der Ideen“ ausgezeichnete Bremer Geschichtenhaus bietet einen Spaziergang durch drei Jahrhunderte Stadtgeschichte. Nach Art eines Stationentheaters durchwandern Besucher verschiedene Epochen und tre en in jeder Kulisse auf neue „Zeitzeugen“, die Alltagsgeschichten und Bedeutsames zu berichten haben. Buchung und Beratung erfolgen unter Telefon 0421 / 37 87 75 86 oder per E-Mail an info@bremergeschichtenhaus.de. Weitere Infos gibt es unter: bremergeschichtenhaus.de
tur an die Weser gebracht, wir freuen uns, einmal mit unserer maritimen historischen Darstellung nun im Bremischen Gebiet einmal im Sommer aufzuführen“, sagt Johannes Faget, Projektleiter der Fogelvreien. „Kurzum – setzt die Segel, in die Wanten, legt an die Riemen, sattelt die Rösser oder kommt auf Schusters Rappen an den Utkiek in Vegesack um zwei Tage die Vergangenheit zu erleben und Euch in maritimem Flair kurtz weylen zu lassen.“
Die Öffnungszeiten sind Samstag, 27. Juni, von 11 bis 21 Uhr, und am Sonntag, 28. Juni, von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. fr
Freizeittipps in Deiner Nähe
Spielen im Park der Gärten
Gemeinsam Neues ausprobieren, miteinander was erleben und die Natur erkunden. Das kann man bei einem Erlebnisaus ug ins Grüne in den Park der Gärten in Bad Zwischenahn erleben. Bei „Spielen im Park“ liegt der Park vom 6. bis 19. Juli täglich von 11 bis 17 Uhr in Kinderhänden. Zusätzlich zu den bekannten Spielbereichen gibt es Bewegungs- und Rätselstationen zum Selbsterkunden und Mitmachen. Zudem können junge Naturspürnasen auch bei den Parkrallyes viel entdecken. Mehr Infos auf park-dergaerten.de
Nachts Fußball, tagsüber Action
Wer sich langweilt kassiert Eigentor: Jede Menge Abwechslung in Bremen und umzu
Manchmal hat eine Zeitverschiebung auch ihre Vorteile. So wie aktuell bei der FußballWeltmeisterschaft. Viele Spiele werden abends beziehungsweise nachts übertragen. Gut für Schülerinnen und Schüler, die ab kommenden Donnerstag Ferien haben, können sie doch abends mit ihrem Lieblingsteam mitfiebern und tagsüber etwa das Bremer Ferienprogramm in vollen Zügen genießen.
Gerade für alle Daheimgebliebenen bieten Bremen und die Region auch in diesem Sommer eine Fülle von Unterhaltungsmöglichkeiten. So wird es etwa vom 29. Juni bis zum 3. Juli im Weserpark richtig sportlich: Täglich von 13 bis 18 Uhr verwandelt sich der Lichthof vor P&C in eine Fußball-TennisArena. Besucher können kostenlos und ohne Anmeldung in 1-gegen-1-Duellen antreten. Höhepunkt ist das Turnier am 4. Juli ab 12 Uhr (mit Anmeldung, begrenzte Plätze). Zu gewinnen gibt es – passend zur Weltmeisterschaft – unter anderem einen Original-WM-Ball von Adidas sowie Einkaufsgutscheine im Wert von bis zu 250 Euro.
Ein besonderes Freizeitangebot hält der Schwarzlicht-Hof in der Überseestadt mit „Hand Golf“ bereit – einer Mischung aus Geschicklichkeitsspiel und Spaß, ganz ohne Schläger. Rasant wird es auf der BB-Kartbahn: Auf einer 600 Meter langen Strecke über zwei Etagen
erleben Besucher Fahrspaß für jedes Alter. Elektronische Zeitmessung sorgt für Wettbewerb, Sicherheitssysteme für Schutz. Wer nicht selbst fahren möchte, kann das Geschehen aus der Cafeteria verfolgen. In den Ferien ist die Anlage bereits ab 12 Uhr geöffnet.
Die Sommerferien zu Forschungszwecken nutzen – in Bremen kein Problem: Natur und Wissen stehen etwa in der Botanika im Fokus: Führungen durch Insektengarten und Tropenhaus beantworten Fragen rund um Pflanzen und Tiere. Zudem können Besucher beim Training der Weißhand-Gibbons zusehen oder beim Basteln von Saatkugeln selbst aktiv werden.
Im Universum Bremen dreht
sich in den Sommerferien alles um Emotionen: Ein Parcours im Außenbereich macht Gefühle wie Unsicherheit oder Glück erlebbar. Ergänzt wird das Angebot vom 27. Juli bis 9. August durch Theaterstücke und Mitmachaktionen. Auch im Übersee-Museum laden Ferienprogramme Kinder und Familien zu Entdeckungstouren ein. Die Sommerferien laden auch zu kürzeren oder längeren Ausflügen vor die Tore der Stadt ein. Ob mit dem Fahrrad, Auto oder den Zug – die Badeseen au-
Beim öffentlichen
Training der Weißhandgibbons im Außenbereich der Botanika zeigen die Tierpfleger, wie sie mit ihren Schützlingen interagieren.
Foto: Botanika Bremen
ßerhalb Bremens aber auch die Strände der Nordsee locken genauso wie kurze Auszeiten in interessanten Städten mit ihren Sehenswürdigkeiten oder beliebten Naherholungsgebieten. Gefragt sind auch Besuche von Zoos und Freizeitparks.
Weitere Freizeittipps in und um Bremen enthält das Bremer Sommerferien-Programm, präsentiert von der Sparkasse Bremen, das auch online auf www.weserreport.de abrufbar ist. WR
Historische Kleinbahn ãJan HarpstedtÒ seit 1976 Mit Dampf in den Sommer ... und mit uns auf nostalgische Zugreise zwischen Delmenhorst und Harpstedt durch die schöne Wildeshauser Geest. Wir fahren am 5. & 19. Juli und am 9. August Info & Buchung auf jan-harpstedt.de und Tel. 04244-2380.