Weser Report - Mitte vom 24.01.2026

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Tabelle nur als Seitenblick

Warum Horst Steffen lieber auf Werders Entwicklung schaut

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SAMSTAG, 24. JANUAR 2026

Bremer Tatort am Sonntag

Schauspielerin Catrin Striebeck über die neue Folge

NR. 3792/56. JAHRGANG

Mehr Auswahl auf dem Meer

Von „Mein Schiff Flow“ bis „Viking Libra“: Diese neuen Kreuzfahrtschiffe stechen 2026 in See

Neues Bürgerservicecenter Mitte

Das Bürgerservicecenter (BSC) Mitte verlässt seinen bisherigen Sitz an der Pelzerstraße 40. Neuer Standort ab dem 2. Februar ist die Martinistraße 3. Das BSC Mitte bleibt aufgrund des Umzugs in der kommenden Woche geschlossen. pb

Falsche Verbraucherschützer

Unseriöse Organisationen oder Personen geben sich als Verbraucherschützer aus. Davor warnt Marlene Janssen von der Verbraucherzentrale: „Wir kontaktieren Verbraucher niemals unangekündigt per Telefon oder an der Haustür.“ Infos: verbraucherzentrale-bremen.de mas

Zukunftstag in der Senatskanzlei

Wie tagt der Senat? Wie organisiert man Veranstaltungen im Rathaus? Was sagt der Bürgermeister dazu? Auf solche Fragen gibt es Antworten beim Zukunftstag am 23. April. Schülerinnen und Schüler dürfen sich bis zum 1. Februar auf Rathaus.Bremen.de anmelden. mas

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Fortschritt mit Fax-Lücke

Digitalisierung in Krankenhäusern: Warum in einigen Bereichen noch analog gearbeitet wird

PHILIPP BEHRBOM

Elektronische Patientenakten, Online-Terminbuchungen und Videosprechstunden: Im Gesundheitswesen schreitet die Digitalisierung voran – auch in Bremer Krankenhäusern.

Von schnellen Schritten kann dabei jedoch keine Rede sein. Während schon vieles digital funktioniert, werden Entlassungsbriefe bei der Gesundheit Nord (Geno) noch per Fax verschickt. Ein Grund: Digitalisierung muss einheitlich ablaufen.

Generell wähnt man sich bei der Geno und im Diako jeweils auf einem guten Weg, betonen die Sprecherinnen. „Ein gutes Beispiel ist die digitale Medikation – ein System, das in Echtzeit Wechselwirkungen und Unstimmigkeiten prüft und somit einen wichtigen Beitrag zur Patientensicherheit leistet“, erklärt Karen Matis-

Pflegebedürftige in Bremer Heimen zahlen weiterhin die höchsten Eigenbeteiligungen in Deutschland. Das geht aus Berechnungen des Verbands der Ersatzkassen (vdek) hervor. Im ersten Jahr fallen im Schnitt 3.637 Euro pro Monat an, ein Anstieg

zick, Sprecherin der Geno. Regina Bukowski, Sprecherin des Diako, hebt die ärztliche und pflegerische Dokumentation in ihrem Hause hervor. Lea Schunk, Sprecherin der Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard, betont, dass sich die Digitalisierung in einem fortlaufenden Prozess befinde. „Der Stand zwischen den Krankenhäusern ist dabei unterschiedlich ausgeprägt und hängt unter anderem von der jeweiligen Ausgangslage ab“, erklärt Schunk.

Aus Sicht der Patientinnen und Patienten scheint noch viel Luft nach oben. Im vergangene Woche veröffentlichten Digital Health Report von Doctolib kritisieren 70 Prozent der Befragten, dass die Digitalisierung im Gesundheitswesen zu langsam vorangeht. Auch in Bremen gibt es sogenannte Medienbrüche – Situationen, in denen vom Digitalen noch auf das

von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bundesweit liegt der Durchschnitt bei 3.245 Euro. Gründe für die besonders hohen Kosten sind laut vdek höhere Personalkosten durch tarifliche Bindung und kleine Heime in angemieteten Immobilien. pb

Analoge gewechselt werden muss. „Derzeit werden Arztbriefe noch parallel zur ePA per Brief versandt, weil nicht alle Empfänger zuverlässig an die ePA angebunden sind“, erklärt Bukowski. Bei der Geno wird sogar noch das Faxgerät verwendet, um Entlassungsbriefe an externe Stellen zu übermitteln. Das zeigt: Wenn nur einige digital arbeiten und andere nicht, muss noch immer atlmodisch kommuniziert werden.

Die repräsentative Umfrage zeigt zudem: Während 79 Prozent der Ärztinnen und Ärzte die Digitalisierung als hilfreich ansehen, haben 54 Prozent Datenschutzbedenken. „Gerade im Gesundheitswesen sind die Prozesse komplex, und die Anforderungen an den Datenschutz sind zu Recht hoch“, so Matiszick. Die Krankenhäuser sind dementsprechend verpflichtet, ihre Maßnahmen mit

Die für Freitag geplante Übergabe der Sammelzettel zum Volksbegehren „Erhalt Klinikum Links der Weser“ an den Bremer Landeswahlleiter musste aus formalen Gründen auf Anfang Februar verschoben werden.

größtem Augenmerk auf die Datenschutz-Grundverordnung und das Bremische Krankenhausgesetz durchzuführen, heißt es vom Senat. Die datenschutzrechtlichen Bestimmungen wurden im Zuge der letzten Novellierung wegen der voranschreitenden Digitalisierung konkretisiert. Bukowski sieht zudem weitere Hindernisse für die Digitalisierung – einerseits bei den personellen Ressourcen innerhalb der Krankenhäuser, andererseits finanzieller Natur. „Dabei geht es neben Mitteln für Investitionen auch um die damit verbundenen Betriebskosten“, so Bukowski. Vom Senat soll in diesem Jahr das Projekt „PIN 2.0“ über den Krankenhausstrukturfonds II gefördert werden. Dies soll zur Verbesserung der Versorgung schwerstkranker Kinder führen und eine 24/7-Beratung durch Ärzte ermöglichen.

Die Initiatoren des Volksbegehrens bedauern die Verzögerung und zeigen sich vom Erfolg der Unterschriftensammlung überzeugt: Die habe bereits eindrucksvoll die Unterstützung für den Erhalt der Klinik bewiesen. mb

An vielen Orten wurden Fax-Geräte bereits verbannt. In Bremer Krankenhäusern werden sie trotz voranschreitender Digitalisierung genutzt. Foto: Freepik
Zuhause sicher fühlen

Gesundheitskosten und Jugendschutz:

Steuern auf Alkohol erhöhen?

Pro Claudia Bernhard

Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz des Bundeslandes Bremen

Steuererhöhungen sind eine längst fällige Maßnahme, um die gesundheitlich desaströsen Folgen des Alkoholkonsums endlich zu verringern. I n Deutschland sind die Alkoholpreise unverantwortlich g ünstig.

So liegt die Biersteuer deutlich unter dem EU-Durchschnitt und auf Wein wird gar keine Verbrauchssteuer erhoben.

Und das, obwohl es wissenschaftlich erwiesen ist, dass Steueranhebungen zur Verringerung des riskanten Alkoholkonsums führen.

K lar ist: Alkohol belastet die Gesundheit viel stärker, als lange angenommen wurde. Neben den Suchtrisiken werden mehr als 200 Erkrankungen durch Alkoholkonsum mitverursacht,unter anderem verschiedene Krebserkrankungen.

Daher spreche ich mich auch klar für eine umfassende Einschränkung von Alkoholwerbung und -marketing aus – insbesondere zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, die auf die Wirkung von Alkohol noch empfindlicher reagieren als Erwachsene.

Contra Angelika Wiesgen-Pick*

Geschäftsführerin des Vereins BSI – Bundesverband der Deutschen SpirituosenIndustrie und Importeure

P rävention und Aufklärung sind besser als weitere Reglementierungen und Steuererhöhungen. Bereits seit dem Jahr 2005 gibt es den „Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung“, der sich für den maßvollen Konsum alkoholhaltiger Getränke ab 18 Jahren ei nsetzt. Die vielfältigen Präventionsmaßnahmen zeigen Verhaltensänderungen dahingehend, dass die aktuellen Statistiken für Deutschland einen positiven Trend hin zu einem immer bewussteren Konsumverhalten zeigen: Die Drogenaffinitätsstudie 2023 der BZgA (heute BIÖG) belegt unter anderem, dass der regelmäßige Alkoholkonsum sowohl bei den 12- bis 17-jährigen Kindern und Jugendlichen als auch bei den 18- bis 25-jährigen jungen Erwachsenen seit über 20 Jahren stetig zurückgeht. Das Erstkonsumalter stieg gleichzeitig von 14,1 im Jahr 2004 auf 15,1 Jahre im Jahr 2023 an. Unter anderem dieses belegt, dass die Präventionsarbeit zu Verhaltensänderungen f ührt und es keiner Erhöhung der Steuern auf alkoholhaltige Getränke und weiterer Reglementierungen bedarf.

* Anmerkung der Redaktion: Frau Wiesgen-Pick wollte leider kurzfristig nicht mit Foto in der Zeitung erscheinen.

Das BLV: Regina Drieling, Nikolas Janßen, Antje Spitzner

Büro Osterholz-Scharmbeck Marius Roskamp, Annemarie Utke

Fotos: Klaus Werner Schlie

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Note Zwei fürs Wohlfühlen in Bremen

Catrin Striebeck spielt am Sonntag im Tatort „Wenn

MARCUS SCHMIDT

WESER REPORT: Frau Striebeck, wenn es nur einen Menschen in Ihrem richtigen Leben geben würde, den Sie retten dürften: Wer wäre das?

CATRIN STRIEBECK: (schweigt)

Verraten Sie schon etwas von Ihrer Rolle im neuen Tatort „Wenn man nur einen retten könnte“?

Eine von Verlusten erschütterte Frau, die durch ihren Schmerz fast übersieht, wie sehr ihre jüngste Tochter nach Hilfe schreit.

Ich kann Sie mir nicht am Sonntag, 20.15 Uhr, vorm Fernseher vorstellen. Schätze ich Sie richtig ein?

Ja! Aber manchmal eben doch…

Als Hamburgerin: Wie wohl fühlen Sie sich in Bremen – auf einer Schulnoten-Skala von Sechs (überhaupt nicht) bis Eins (nirgends geht es mir besser)?

Zwei.

Haben Sie während der Dreharbeiten an der Weser Ihren Lieblingsplatz in der Schwesterstadt gefunden?

Wie bereits in meiner Kindheit, schlendere ich wahnsinnig gern durch den Schnoor.

Darf ich Sie etwas zu Ihrem Vater Peter Striebeck fragen, eben

man nur einen retten

könnte“ mit

Catrin Striebeck als Gabriele (r.) und Mathilda Smidt als Bettina im Tatort von Radio Bremen. Schauspielerin Striebeck hat am Max-Reinhardt-Seminar studiert, am Burgtheater und den Schauspielhäusern in Hamburg sowie Bochum gespielt. Im Kino bereichert sie Filme wie Fatih Akins „Soulkitchen“ oder „Die Unterwerfung“ nach Michel Houellebecq. Foto: Magdalena Stengel/ Radio Bremen

alls berühmt für seine künstlerische Arbeit, sogar als Intendant des Thalia-Theaters? Hat er sich gewünscht, dass Sie Schauspielerin werden – oder konnten Sie sich nichts anderes vorstellen?

Da er den Beruf so liebt, konnte er sich wohl schwer vorstellen, dass ich etwas anderes mache.

Das Opfer im neuen Tatort, die Jurastudentin „Annalena Höpken“, gespielt von Annika Gräslund, litt im Tatort unter „immensem Leistungsdruck“. Hatten oder leiden Sie heute unter Leistungsdruck in Ihrem Beruf?

Diesen Druck lasse ich nicht zu.

...Was machen Sie dagegen?

Mit Offenheit Grenzen setzen. Aber Lampenfieber habe ich natürlich auch.

An welche Rolle auf der Bühne oder am Set erinnern Sie sich am liebsten?

„An das Gefühl eine Band zu sein“, bei den Arbeiten mit René Pollesch.

Das Jahr beginnt erst. Außer auf allgemeine Wünsche wie Frieden: Worauf hoffen Sie 2026?

Dass ich niemals in die Situation Ihrer ersten Frage komme.

TATORT

„Wenn man nur einen retten könnte“: Ein Todesfall im Bremer Studentenmilieu beschäftigt die Bremer Kommissarinnen Liv Moormann (Jasna Fritzi Bauer) und Linda Selb (Luise Wolfram), die von ihrem Kollegen Patrice Schipper (Tijan Njie) vom Kriminaldauerdienst unterstützt werden. Am Sonntag, 20.15 Uhr, im Ersten.

„Das größte Fest, das Bremen je hatte“

Senatssprecher Christian Dohle und Organisator Lars Ehlers zum Tag der Deutschen Einheit

MARCUS SCHMIDT

„300.000 bis 400.000 Gäste aus Bremen und ganz Deutschland“, erwartet Christian Dohle zum Tag der Deutschen Einheit. Der Senatssprecher organisiert mit Lars Ehlers, Agenturen, Behörden und Bürgern das Bürgerfest vom 3. bis 4. Oktober. Die Feiern werden mit einem Gottesdienst eröffnet. Ein Festakt mit dem Bundespräsidenten, der Bundestagspräsidentin, dem Bundeskanzler und Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte in der Glocke ist dann der Höhepunkt. Die Party für alle endet erst mit einem Sonntagsshop-

ping im Viertel und der Innenstadt. Ein Programmbeirat soll nach Informationen der Redaktion im Februar auf Bewerbungen zum Beispiel von regionalen Vereinen und Initiativen eingehen. Das bestätigt auch Ehlers.

Was die drei Höhepunkte werden, mögen beide Gesprächspartner noch nicht verraten: „Um den Spannungsbogen zu halten.“ Stars wie Taylor Swift oder die Rolling Stones schließe man aber aus Kostengründen aus.

Ehlers hofft, „dass Bremer und Touristen es so cool finden, dass sie auch an einem zweiten Tag kommen.“

Verschiedene „Meilen“ sammeln Aussteller und Shows nach Themen: Bundestag,

Bundesrat und Verfassungsorgane bekommen eine Meile, auf denen man sich über lebendige Demokratie informieren kann. Am Altenwall wird es eine für „Blaulicht“ geben. Schließlich kommen die Ver-

anstalter um ein Thema nicht herum: Essen und Trinken von Weißwurst bis zum Rheinischen Sauerbraten stehen ebenfalls im Mittelpunkt. Etwa 7,5 Millionen Euro hat Bremen diesmal zur Verfügung – eine halbe Million Euro mehr als Nachbar Hamburg 2023. Das schwerste Tal der Planungen haben wir schon durchschritten“, so Ehlers. Zu Kritiken über die Anfahrtsmöglichkeiten der Anwohner per Auto klärt Dohle auf: „Während der Auf- und Abbauten kann jeder sein Haus erreichen.“ Dann verrät Ehlers noch: „Die Toiletten-Häuschen- und Wagen sind schon bestellt.“

Bilder im Kopf entstehen lassen

Seit 22 Jahren gibt

VOLKER ALTHOFF

Ein Radio-Feature zu hören, ist auf mehrere Arten möglich: im Auto, in der Bahn, über Kopfhörer auf dem heimischen Sofa oder im klassischen Radio –aber auch mit vielen anderen Menschen zusammen in einem Raum. Letztere Möglichkeit bietet das Bremer Hörkino, dass es in diesem Jahr seit 22 Jahren gibt. Kino für die Ohren also. Und die Erfinder sind Beate Hoffmann und Charly Kowalczyk.

Beide haben viele Features produziert und kennen sich gut damit aus. „Mein Kollege Charly hatte die Idee, ein Feature mal vor Publikum spielen zu lassen. Denn so hören Interessierte zusammen und nicht alleine. Und so ist das Hörkino entstanden“, berichtet Beate Hoffmann. Sie arbeitet seit 1987 als freie Journalistin und Moderatorin. Im Jahr 1997 gründete sie das Bremer Medienbüro für zwölf Medienschaffende.

Charly Kowalczyk lebt in Potsdam und schreibt seit 1998 Features, Reportagen und Sachbücher. Sein Interesse gilt vor allem sozialen und umweltpolitischen Themen. „Wir haben am Anfang überlegt, wie wir diese Idee umsetzen können und haben mit dem Energieversorger swb einen Sponsor gefunden. Zudem wollten wir die Lust am Hören ein bisschen befördern“, erzählt Hoffmann. Auslöser für die Gründung des Hörkinos sei die Streichung von Featuresendeplätzen bei Radio Bremen gewesen. „Zuvor gab es zwei oder drei in der Woche und einen festen am Sonntag. Jedenfalls sind die Sendeplätze dann gestrichen worden. Und wir wollten dagegen ein Zeichen setzen und haben das Hörkino entwickelt.“

Die Akquise der Feature-

Autoren geschieht über Kowalczyk. „Er ist nah dran an den Themen, weil er selber Features produziert. Inzwischen sind wir bei den ARD-Hörfunkanstalten wie Bayerischen Rundfunk, NDR, SWR und anderen Sendern so bekannt, dass deren Feature-Redaktionen ihre Stücke von sich aus uns schicken. Und sie fragen, ob wir die Stücke bei uns präsentieren können“, sagt Beate Hoffmann. Dann hätten sie die Qual der Wahl. An neun Abenden im Jahr findet das Hörkino im Alten Fundamt statt. Eine Auswahl an verschiedenen Themen treffen Hoffmann und Kowalczyk. „Wir nehmen politische Themen, Gesundheitsthemen oder auch Themen auf, die sich mit anderen Ländern beschäf-

Die Vitrinen für Gewinne, Losbuden, Dächer und Lautsprecher werden gerade aufgebaut: Bremens BürgerparkTombola beginnt am 4. Februar. Foto: M. Schmidt

Bürgerpark-Tombola kommt

In wenigen Tagen werden erneut Losbuden der BürgerparkTombola Flächen vorm Hauptbahnhof, in der Sögestraße und am Liebfrauenkirchhof beleben: Vom 4. Februar bis zum 10. Mai reichen Verkäuferinnen und Verkäufer wieder Lose in verschiedenen Farben

BREMEN KOMPAKT

raus – für mögliche Gewinne von Lebensmitteln bis hin zu Autos. Derzeit bauen Techniker die Häuschen auf. Der Reingewinn geht wieder in die Pflege und Erhaltung des Bürgerparks und anderer Grünanlagen. 2025 waren es 352.500 Euro. mas

 Die CO2-Emissionen im Land Bremen sind 2023 weiter gesunken, reichen aber nicht aus, um die Klimaziele für 2030 sicher zu erreichen. Gegenüber 1990 wurde ein Rückgang von 33,4 Prozent erzielt, das angestrebte Zwischenziel von 35 Prozent dementsprechend knapp verfehlt. Umweltsenatorin Henrike Müller kündigte an bestehenden Instrumente weiterzuentwickeln und nachzuschärfen.

 Die Vergnügungssteuer für den Betrieb von Spielautomaten soll zum 1. Juli von 20 auf 25 Prozent erhöht werden. Im Senat erhofft man sich durch die Steuererhöhung mehr Einnahmen zugunsten der Haushaltskonsolidierung. Betroffen davon wären insbesondere Spielhallen. Die Bürgerschaft muss dem Senatsbeschluss noch zustimmen.

 Eine aktuelle Studie zum Carsharing in Bremen zieht eine positive Bilanz: Jedes Carsharing-Fahrzeug ersetze durchschnittlich 18,8 private Autos, wodurch der Parkdruck deutlich sinke. Zudem würden Carsharing-Kunden ein deutlich nachhaltigeres Mobilitätsverhalten aufweisen und öfter ganz auf Fahrten verzichten. pb

tigen. Dabei versuchen wir, eine gesunde Mischung zu erzeugen. Zudem kennen wir unser Publikum ganz gut und wissen, womit Menschen sich gerne beschäftigen und darüber diskutieren wollen.“ Die Besonderheit am Hörkino ist, dass 40, 50 oder 60 Menschen bei einem Glas Wein, Wasser, Bier oder anderen Getränken zusammensitzen und gemeinsam eine Radio-Geschichte hören. „Dabei entsteht so eine ganz dichte Atmosphäre, weil sich alle zusammen auf das Gehörte konzentrieren und dabei Bilder im Kopf entstehen lassen. Und es entsteht eine Gemeinschaft“, betont Beate Hoffmann. Im Anschluss können die Besucher mit den Autoren über deren Feature sprechen und diskutieren. „So be-

kommen die Leute Hintergrundinformationen über die Entstehung, Recherche und Anlass für die Produktion.“

Für die Zukunft des Hörkinos wünscht sich Beate Hoffmann: „Wir würden uns freuen, wenn uns auch junge Menschen besuchen würden, sie sind herzlich willkommen.“

Aktuell ist es so, dass die Altersspanne der Besucher zwischen 40 und 70 Jahren und aufwärts beträgt.

Die nächste Veranstaltung des Hörkinos findet am Mittwoch, 4. Februar 2026, um 19.30 Uhr im Alten Fundamt, Auf der Kuhlen 1a, 28203 Bremen, statt. Der Eintritt ist frei. Dann zu hören ist das Feature „Atompoker mit Russland“ von Maike Hildebrand und Karl Amannsberger.

ROBERT LÜRSSEN

planen Volksbegehren

Unter dem Titel „Einfach Unterwegs – Gute Mobilität für alle“, wollen die Organisationen „Einfach Einsteigen“, „Fridays For Future“, die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (LAGS) und der Verkehrsclub Deutschland den Senat zu mehr Tempo bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Modernisierung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) treiben – notfalls per Volksentscheid.

Ziel ist ein Gesetz, das zentrale verkehrspolitische Ziele erstmals rechtlich absichert und ihre Umsetzung überprüfbar sowie einklagbar macht. „Der Senat zeigt bisher nicht die notwendige Entschlossenheit, um bereits beschlossene Maßnahmen aus dem KlimaAktionsplan 2.0 oder dem Verkehrsentwicklungsplan 2025 umzusetzen“, kritisiert Dominik Lange, Sprecher von „Einfach Einsteigen“. Die Folgen des Stillstands seien im Alltag überall spürbar: Marode Brücken und Baustellen, die den Verkehrsfluss behinderten, während die notwendige Mo-

dernisierung des ÖPNV und der Radwege stagniere. Den genauen Gesetzestext, der in Zusammenarbeit mit der Rechtsanwältin und Hamburger Verfassungsrichterin Roda Verheyen erarbeitet wird, will die Initiative im März vorstellen. So viel ist klar: Das geplante Gesetz soll keine konkreten Einzelmaßnahmen vorschreiben. Also auch nicht die umstrittene Nahverkehrsabgabe oder einen ticketlosen Nahverkehr. Stattdessen soll es verbindliche Ziele und Zwischenziele definieren. Werden die Ziele verfehlt, soll das Gesetz Politik und Verwaltung zur Nachsteuerung zwingen. Zentrales Steuerungsinstrument sollen die Verkehrsentwicklungspläne sein, die durch das Gesetz rechtliche Bindungswirkung erhalten würden. Auf Verbote wollen die Initiatorinnen und Initiatoren verzichten. Das Gesetz richte sich auch ausdrücklich nicht gegen Autofahrende, betont Lange. „‚Einfach Unterwegs‘ setzt auf einen starken Umweltverbund, damit das Auto dort genutzt werden kann, wo es notwendig bleibt“, erklärt er.

Florian Grams (Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Bremen), Leah Beering (Fridays For Future), Dominik Lange (Einfach Einsteigen) und Sandra Conrad-Juhls vom Verkehrsclub Deutschland (von links) wollen die Umsetzung verkehrspolitischer Ziele per Gesetz erzwingen. Foto: Lürssen

Beate Hoffmann und Charly Kowalczyk veranstalten mehrmals im Jahr das Bremer Hörkino im alten Fundamt. Foto: pv

Mit Räucherstäbchen und Orchideen

Das Viet Soul im Viertel bietet vietnamesische Gerichte an

SCHMECKT’S?

Der Restaurant-Test im Weser Report

Viet Soul Vor dem Steintor 122

Täglich zwischen 11 Uhr und 22 Uhr geöffnet 0421 / 89 82 36 38

AMBIENTE

Das Viet Soul überrascht uns positiv mit seinem bunten und fast schon fröhlichen Ambiente. Gleich im Eingangsbereich haben die Inhaber auf dem Boden einen kleinen Altar eingerichtet, mit Blumen, Figuren und nur ganz dezent duftenden Räucherstäbchen. Der Raum ist gefüllt mit schlichten Tischen und Stühlen, großformatigen Wandmalereien mit unterschiedlichen asiatischen Motiven sowie einem riesigen Kirschblütenbaum, dessen ausladende Äste sich über einen Teil der Decke ziehen. Zudem gibt es unzählige Pflanzen und Blumen – vor allem Orchideen (nicht immer echte) stehen hier hoch im Kurs.

ESSEN

Das Pho Xao (gebratene Reisbandnudeln mit saisonalem Gemüse und Sojasprossen, verfeinert mit gehackten Erdnüssen und frischen Kräutern) mit Rindfleisch kostet 16 Euro. Die Portion ist recht groß, besteht aus schön angerösteten Zwiebeln und

mit Rindfleisch und Mango-Kokos-Curry

weichen Reisnudeln, untergemengt sind hier einige Brokkoliröschen und Pak-Choi. Getoppt wird das Gericht von gehackten Erdnüssen, etwas frischen Lauchzwiebeln und zu gut durchgebratenem Rindfleisch – das aber leider größtenteils kalt ist. Sprossen finden wir zwar leider nicht im Essen, dafür aber eine niedliche Herzdeko aus zwei Gurkenscheiben. Das Mango-Kokos-Curry wählen wir mit Saisongemüse und Hähnchenfleisch. Es kostet 12 Euro. Auch hier ist das Fleisch recht trocken, der Rest aber lecker: Um einen kunstvoll errichteten Hügel aus Klebereis

herum präsentiert sich die fruchtige und leicht pikante Kokossoße. Darin steckt außer dem Fleisch viel Gemüse, das größtenteils auch noch schön bissfest ist: Es gibt grüne Bohnen, Zucchini, Pilze, Brokkoli, Zwiebeln, Auberginen und Paprika.

SERVICE

Sehr freundlich und effektiv: Wir kommen gerade durch die Tür und suchen noch nach dem schönsten Tisch, da werden uns auch schon die Speisekarten in die Hand gedrückt. Auf das Essen warten wir ebenfalls nicht lange.

PREISE

Für die Reisbandnudeln mit Rinderfleisch erscheinen uns die 16 Euro etwas zu hoch angesetzt. 12 Euro für die große Portion Curry sind dagegen ein richtig guter Preis. Die Getränkepreise sind normal: Ein Wasser (0,2l) kostet 2,50 Euro, ein Bier (0,3l) 3,80 Euro und der günstigste Wein (0,2l) 5,50 Euro.

FAZIT

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Eine Bühne für alle

Open Space bringt auch 2026 Kultur und Experimente zurück in

PHILIPP BEHRBOM

MITTE - Die Innenstadt mit Akteuren aus der Stadtmitte beleben: Mit diesem Leitgedanken ging der „Open Space Domshof“ 2019 an den Start. Ein erhoffter Nebeneffekt war es, Kunstschaffenden aus Bremen und der Umgebung – egal ob Musikern, PerformanceKünstlern oder Tänzern – eine Bühne zu geben. Auch 2026 wird der Open Space den Domshof wieder beleben, mit leicht verändertem Programm. Gefördert wird der Open Space seit 2019 aus dem Wirtschaftsressort. Referatsleiterin Christel Lübben betont die einzigartige Kooperation, die man seit Jahren mit der Hochschule für Künste (HfK) betreibe. Diese bespielt die Bühne, die jährlich für mehrere Monate auf dem Domshof aufgebaut wird, mit einem breiten Programm. „Das schafft Frequenz, das schafft Aufmerksamkeit und das bringt Zielgruppen in die Innenstadt, die hier sonst nicht sind“, so Lübben.

Die Fördersumme hat sich in diesem Jahr seitens des Wirtschaftsressorts allerdings verringert. Statt der 446.000 Euro im Vorjahr erhält das Projekt nur noch 300.000 Euro. „Die Gründe kann ich ganz offen nennen: Uns fehlen die Mittel aus dem Bremen Fonds“, erklärt Lübben. Einsparungen habe es dementsprechend bei allen kulturellen Veranstaltungen geben müssen, die aus dem Ressort gefördert werden.

Anträgen in Höhe von rund 3,2 Millionen Euro stehe eine Fördersumme von 1,1 Millionen Euro gegenüber, so Lübben. Nach intensiven Gesprächen zwischen Ressort und HfK sei man zu dem Entschluss gekommen, den Open Space auch trotz der geringeren För-

Seit 2019 belebt der Open Space Domshof die Bremer Innenstadt in den Sommermonaten. Auch 2026 stellt die Hochschule für Künste wieder ein breites Programm in Aussicht. Foto: Archiv

dersumme auf die Beine stellen zu können. Auch, weil in diesem Jahr keine großen Neuanschaffungen wie Videowalls oder Bühnenteile notwendig seien.

Dennoch gibt es im Beirat Mitte Sorgen, wie sich die Zukunft des Open Space gestalten könnte. „Wir wollen nicht, dass das Open Space nach dem Samba-Karneval und den Lichtern der City denselben Weg geht“, betont Waltraut Steimke, Beirätin für Bündnis 90 / Die Grünen. Lübben betont, dass allen Vertretern im Wirtschaftsressort die Funktion des Open Space bekannt sei, und bleibt optimistisch, dass es auch über 2026 hinaus Bestand haben werde.

Mit rund 100 Veranstaltungen will die HfK den Open Space vom 10. Juli bis zum 22. August bespielen – das Programm befindet sich noch im Aufbau. „Es war sowieso immer ein Projekt, mit dem wir immer experimentieren – Veränderungen wird es dementsprechend auch dieses Jahr geben“, meint David Bartusch, Vorsitzender des Freundeskreises der Hochschule für Künste. In diesem Jahr solle ein größerer Fokus auf „Infotainment“ gelegt werden, also auf Veranstaltungen, bei denen nicht nur der Spaß, sondern auch Wissen im Mittelpunkt stehe. Dazu würden auch Kooperationen angestrebt. Vom 8. bis 14. August,

also während des Open Space, wird in Bremen die International Joint Conference on Artificial Intelligence (IJCAI) stattfinden – eine der renommiertesten Konferenzen im Bereich Künstliche Intelligenz. Laut Bartusch könne man sich verschiedene Talk- und Mitmachformate im Rahmen der Konferenz vorstellen. Darüber hinaus plane man an der HfK die gewohnte breite Palette an Veranstaltungen – ob Weintastings, Pub-Quizzes, Musik und vieles mehr. Um den Domshof im Sommer wieder in einen familienfreundlichen, ungezwungenen und niedrigschwelligen Raum zu verwandeln, schließt Bartusch.

LOKALAUSGABE BREMEN MITTE

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MITTE KOMPAKT

 In der Bahnhofsvorstadt wurde am Dienstag ein 19-Jähriger von der Polizei kontrolliert und vorläufig festgenommen. Bei ihm entdeckten die Einsatzkräfte Marihuana, Bargeld in szenetypischer Stückelung. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung fanden die Beamten weitere drogentypische Utensilien.

 Am frühen Montagabend wurde ein 18-Jähriger in der Bahnhofsvorstadt bei einer Auseinandersetzung durch mehrere Messerstiche verletzt. Am Hillmannplatz griff der bislang unbekannte Täter den jungen Mann an und flüchtete anschließend in Richtung Bahnhof. Die Polizei sucht nach Zeugen.

 Der Fachausschuss Klima, Umwelt und Verkehr des Beirates Horn-Lehe kommt am kommenden Dienstag ab 18 Uhr zu seiner nächsten Sitzung im Ortsamt zusammen. Auf der Tagesordnung stehen die Begrünung und damit einhergehende Baumpflanzungen im Mühlenviertel. pb

ARBEITSMARKT

Online-Tool für Schulabgänger

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Die Vergabe der Halbjahreszeugnisse steht vor der Tür. Für Jugendliche, die in diesem Jahr die Schule beenden und anschließend in eine Berufsausbildung starten wollen, ist dieses Zeugnis wichtig. Im Bewerbungsverfahren kann danach gefragt werden. Es ist aber auch ein wichtiges Signal, in welchen Fächern man noch „Gas geben“ muss, um im Abschlusszeugnis eine bessere Note zu erhalten. Das letzte Halbjahreszeugnis bedeutet für viele Jugendliche schließlich, dass die Schulzeit bald endet und die Frage der Berufswahl geklärt werden muss. Was können Schüler tun, die noch gar nicht wissen, wie es weitergehen soll? Mit „Mein Beruf“ bietet die Agentur für Arbeit ein Online-Tool zur beruflichen Orientierung und zur Studienwahl an. Dabei wird man systematisch durch alle Aspekte geführt, die es zu beachten gilt. Am Ende aller Aufgabenschritte steht die erfolgreiche Bewerbung. Mit diesem Lotsen an seiner Seite kann nichts mehr schiefgehen.

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Das Bau-Jahr 2026 in Bremen

Behörde und Unternehmen verraten, welche Projekte beginnen oder fertig werden

MARCUS SCHMIDT

Wohnungen, Büros, ganze Plätze, Gewerbehallen oder Kaufhäuser entstehen oder verschwinden 2026. Was genau, verraten die Baubehörde und einige Unternehmen der Bauund Immobilienbranche.

„Für das Jahr 2026 zeichnen sich mehrere zentrale Bau- und Stadtentwicklungsprojekte ab, die für die Bremer Innenstadt und die Quartiere von besonderer Bedeutung sind“, so Aygün Kilicsoy, Sprecher der Bausenatorin. Zu den wichtigen Projekten mit Umsetzungsschwerpunkt 2026 zählt er unter anderem das frühere Horten-Gebäude und auch das C&A-Gebäude.

Darüber hinaus ist der Baubeginn für den Wasserturm Stadtwerder vorgesehen, ebenso mindestens ein größeres Schulbauprojekt. Hier fehlen ihm allerdings noch weitere Details.

Emilia Natz von der Gewoba listet gleich eine ganze Reihe von Neubau-Projekten auf, die im Jahr 2026 fertiggestellt werden beziehungsweise in diesem Jahr starten. Zwei Beispiele: Im Kaffeequartier ist das letzte Grundstück in der vorderen Überseestadt fast fertig. Ein bis drei Zimmer große Wohnungen, davon 72 preisgebundene und eine preisfreie, acht Gewerbeeinheiten, unter anderem für eine Kita mit 60 Plätzen, sollen Anfang 2026 bezugsfertig werden.

Q45 in der Bahnhofsvorstadt heißt der Umbau des ehemaligen Bundeswehr-Hochhauses in ein Wohnhaus – ergänzt durch zwei Neubauten. Es enthält Einbis Vierzimmer-Wohnungen, 162 preisgebundene Wohnungen und eine preisfreie Wohnung. Acht Gewerbeeinheiten vervollständigen den Komplex, der ab dem Frühjahr zu beziehen

Ein virtueller Rundflug über Bremens Bauprojekte 2026: Vorbei am Zech-Hochhaus und den Gewoba-Neubauten, geht es bis zum Gelände an der Kohlhökerstraße. Symbolfoto: Marcus Schmidt

sei. Weiter werden vollendet: Gartenstadt Werdersee, der achte und neunte Bauabschnitt in Huckelriede. Die letzten 42 Mietwohnungen im neuen Wohngebiet direkt am Werdersee werden fertiggestellt. Insgesamt hat die Gewoba 249 Wohnungen realisiert. Zudem stehen Zwei- bis Fünfzimmer-Wohnungen, 41 preisgebundene, davon elf im mittleren Preissegment und eine preisfreie Ende 2026 bereit. Auch in den Seehöfen, Scharnhorstquartier in Huckelriede, werden vier Gebäude am Werdersee fertiggestellt: Ein- bis Vierzimmer-Wohnungen, 85 preisgebundene und 52 preisfreie, sowie vier Gewerbeeinheiten, die Anfang 2026 bezogen

Ein Stück Britain im Schnoor

werden können. Auch den Beginn von Bauarbeiten verkündet die Gewoba: Im Tabakquartier Woltmershausen kooperieren sie mit Justus Grosse. Dort läuft der Umbau der Tabakfabrik in ein innovatives Quartier. Der Bremer Punkt ist in Osterholz ein preisgekrönter Neubau für die punktuelle Nachverdichtung in bestehenden Quartieren. Nach Standorten in der Neustadt, in Kattenturm und in Schwachhausen erfolgt nun der Bau von fünf Bremer Punkten an der Baseler Straße. In BremenNeustadt, der Gottfried-Menken-Straße, entsteht ein neuer Supermarkt mit Arztpraxis, beginnend mit dem Abriss der alten Ladenzeile und dem Neubau

eines zweigeschossigen Gewerbebaus.

Holger Römer, Leiter Unternehmenskommunikation der Zech Group listet als aktuelle Bauprojekte in Bremen den Neubau der Stephanitorhöfe, die Neubauten Kälte Fischer, Weserquerung, Leistungszentrum Werder Bremen, das Fire Safety Center Airbus Bremen sowie die Umbauarbeiten der Airbus Halle 2 und den Neubau bei Nehlsen auf. Der Umbau und die Erweiterung der Hauptverwaltung der Dettmer Group und des Bankhauses Neelmeyer sollen –bis auf den Mieterausbau in den oberen Etagen – abgeschlossen werden. Folgende Projekte sind in der Entwicklung: Karstadt Bremen, Europaquartier, und das Reimer Areal.

Für die Brebau verkündet Therese Rodebeck die Fertigstellung von 15 Reihenhäusern, einer Kita in Arsten und 26 geförderten Mietwohnungen in Osterholz. Dort beginnt auch der Bau von 26 Eigentumswohnungen auf dem Ellener Hof. Der Immobilienberater Robert C. Spies ist als Dienstleister bei diesen Projekten engagiert, die 2026 vollendet werden: Arrow Point Bremen, zirka 54.000 Quadratmeter in der Hüttenstraße 110. GLS, Europaallee, Hansalinie Bremen mit etwa 6.000 Quadratmetern sowie Baytree Deutschland, die im Lehrhofsweg in Schwanewede zirka 27.000 Quadratmeter nutzen werden.

Eine Überraschung hält Reiner Belitz, Projektleiter der Evoreal aus Hamburg fürs Gelände hinterm Staatsarchiv bereit: „Die Vorbereitungen für einen Baustart 2026 für die Wohnbebauung auf dem Gelände der ehemaligen Deutschen Bundesbank in der Kohlhökerstraße in Bremen laufen.“

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Teestübchen lässt im Februar Kultur aufleben

MITTE - Im Teestübchen im Schnoor wird englische Teekultur lebendig. Bei den regelmäßig stattfindenden „Tea and Chats“-Nachmittagen trifft feinster Afternoon Tea auf britischen Humor und echte Gesprächsfreude. In gemütlicher, englischer Atmosphäre lädt Lizzy, Elizabeth Stewart, dazu ein, sich ganz entspannt auf Englisch auszutauschen, während klassische Sandwiches, Scones mit Clotted Cream und Marmelade sowie süßes Gebäck serviert werden. Der nächste Termin findet am 11. Februar von 16 bis 17.45 Uhr statt. Das Gebäude selbst blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seit über 50 Jahren wird hier Tee verkauft, der Grund-

stein des Fachwerkhauses stammt vom 1630. Diese besondere Tradition führt Tanja Nadolny nun weiter und macht das Teestübchen zu einem Ort, an dem Geschichte, Genuss und englische Lebensart aufeinandertreffen. Wer Lust auf Spiele, Lachen und süße Genüsse hat, ist beim English Quiz & Bingo genau richtig. Hier wird gerätselt, Bingo gerufen und dabei ein echter britischer Klassiker serviert: Sticky Toffee Pudding, ein saftiger Dattelkuchen mit warmer Toffeesoße, begleitet von einer Tasse Tee. Der nächste Termin ist am 20. Februar von 16 bis 18 Uhr, der Preis liegt bei 29,90 Euro pro Person inklusive englischer Begleitung, Tee und Dessert. WR

Scones und Tee stehen normalerweise für Lebensgefühl in Großbritannien. Im Teestübchen wird der Lebensstil im Februar auch in Bremen erlebbar. Foto: Teestübchen

Hilfe für junge Erwachsene

Beratungsstelle „Careleaver“ für Menschen ohne familiäres Netz

Die Anlauf- und Beratungsstelle „Careleaver.Bremen“ wird so stark nachgefragt wie nie zuvor: Im Jahr 2025 verzeichnete das Angebot 167 Beratungskontakte – ein Höchstwert seit der Gründung im Jahr 2020. Auch die Zahl der Erstkontakte stieg deutlich an und lag mit 58 jungen Erwachsenen über dem Niveau der Vorjahre. Die Entwicklung zeigt deutlich, wie groß der Unterstützungsbedarf junger Menschen ist, die nach dem Ende ihrer Zeit in der Jugendhilfe auf sich allein gestellt sind.

Careleaver sind junge Erwachsene, die einen Teil ihres Lebens in stationären Einrichtungen oder Pflegefamilien verbracht haben. Anders als viele Gleichaltrige können sie beim Start ins Erwachsenenleben häufig nicht auf ein familiäres Auffangnetz zurückgreifen. Eine offizielle Zahl, wie viele Careleaver in Bremen leben, gibt es nicht.

„Viele der jungen Erwachsenen kommen zu uns, weil sie niemanden haben, den sie fragen können“, berichtet Bereichsleitung André Rulfs. Dazu müssen sie ihre Scham überwinden, nicht mehr allein weiterzukommen, weiß Careleaverin Julia aus eigener Erfahrung: „Ein Heimkind zu sein, dafür muss sich niemand schämen. Und sich Hilfe zu holen, ist nie falsch“. Genau hier setzt das Angebot an: Die Beratung ist für die jungen Menschen kostenlos und

Die Beraterinnen und Leitungen der Anlauf- und Beratungsstelle „Careleaver.Bremen“ freuen sich, dass immer mehr junge Menschen ihre Unterstützung in Anspruch nehmen. Foto: SOS Kinderdorf

anonym. „Dabei spielt es keine Rolle, ob sie von SOS-Kinderdorf oder von einem anderen Träger betreut wurden“, fügt Beraterin Mareike Althoff hinzu. Besonders häufig geht es um Hilfestellung bei Anträgen – etwa für Bürgergeld, Wohngeld oder Ausbildungsförderung. Fast jeder zweite Beratungskontakt hatte 2025 dieses Thema zum Inhalt. Weitere Anliegen betreffen die Alltagsbewältigung, persönliche Krisen sowie Schule, Beruf und Ausbildung.

Einen Großteil der Kosten übernahm 2025 die Stadt Bremen. Den Rest spendeten Bremer Unternehmen und Privatpersonen hinzu. Dadurch wird ein Beratungsangebot ermöglicht, das für viele junge Erwachsene wichtig ist, die eben nicht auf eine familiäre Unterstützung bauen können.  „Carleaver.Bremen“ findet man in der Dechanatstraße 3, Telefon: 0421 / 59 71 26 48, E-Mail: careleaver.bremen@ sos-kinderdorf.de. WR

Jugendliche Träume

MITTE - Das Theater 11 an der Faulenstraße 44-46 feiert am heutigen Samstag ab 18 Uhr die Premiere des inklusiven Stücks „Die Träumer“. Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren präsentieren dabei ihre eigenen Vorstellungen von Träumen und Wünschen – nach einem Zuhause, Freundschaft, Frieden, Freiheit, Partys und der Möglichkeit, das eigene Leben zu gestalten.

Die Spielerinnen und Spieler kommen aus unterschiedlichen Lebenswelten: mit und ohne Behinderungen wie Autismus,

Down-Syndrom, ADHS oder geistiger Beeinträchtigung sowie mit Migrationsgeschichte. Körperarbeit und der Einsatz von Objekten sind zentrale Elemente, um Gefühle und Gedanken auszudrücken, die oft jenseits von Worten liegen. Das Stück zeigt, wie Theater Räume für Kreativität, Ausdruck und Gemeinschaft schaffen kann.  Karten sind für 20 Euro, ermäßigt 15 Euro, erhältlich unter www.lokale-momente.de oder per E-Mail an tickets@theater11.de pb

Finissage in der Galerie Kunstmix

MITTE - Unter dem Motto „Time to say goodbye“ lädt das Team der Produzentengalerie Kunstmix an der Kolpingstraße 19 im Schnoor für den 30. Januar zur Finissage. Diese bedeutet nicht nur das Ende der Ausstellung sondern ebenfalls der Galerie Kunstmix. Denn nach 16 Jahren hören Dirk Lohmann, Martin Koroscha, Ulrike Leopold, Leonie Nowotsch und Udo Reutter auf. Die Kunstschaffenden der Produzentengalerie freuen sich mit Besuchern, das Ende der Galerie gebührend zu begehen. pb

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BREMER HERZTAGE

Aktionstag zur Herzgesundheit am 27. Januar in der Berliner Freiheit

Das Herz auf dem Prüfstand

Kostenloser Aktionstag rund ums Herz in der Berliner Freiheit

Die Stiftung Bremer Herzen veranstaltet am Dienstag, 27. Januar, von 9 Uhr bis 16 Uhr im Einkaufszentrum Berliner Freiheit in der Vahr einen kostenlosen Aktionstag rund ums Herz, den Bremer Herztag. Die Stiftung bietet an diesem Tag gemeinsam mit Partnern und unterstützt durch die HKK Krankenkasse einen kostenlosen KardioCheck in fünf Stationen an – darunter auch eine Ultraschalluntersuchung der Halsschlagader.

Mit dabei sind auch die Kosmos Apotheke sowie das RehaZentrum Bremen. Ziel der Aktion ist es, Herz-Kreislauf-Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und über Risikofaktoren aufzuklären.

Teilnehmende erhalten die Möglichkeit, ihre Gesundheit in mehreren Bereichen überprü-

fen zu lassen: Cholesterin, Blutzucker und Blutdruck werden gemessen. Der Körperfettanteil und der Body Mass Index (BMI) geben ebenfalls wertvolle Hinweise auf die Herzgesundheit. Ein besonderes Highlight ist die Ultraschall-Untersuchung der Halsschlagader, durchgeführt von Ärztinnen und Ärzten des Klinikums Links der Weser. Diese Untersuchung kann frühe Anzeichen einer Arterienverkalkung erkennen, die zu einem Herzinfarkt führen könnte. Abschließend erhalten die Teilnehmenden eine persönliche Beratung von den Expertinnen und Experten der Stiftung, die die Ergebnisse erläutern und individuelle Empfehlungen zur Risikominimierung geben.

„Mit dem Bremer Herztag möchten wir direkt vor Ort aufklären und auch diejenigen er-

reichen, die sich bislang noch keine Gedanken um ihre Herzgesundheit gemacht haben“, erklärt der Arzt Rainer Hambrecht, Vorstandsvorsitzender der Stiftung und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II des Klinikums Links der Weser.

Zu den weiteren Risikofaktoren gehören eine ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung. Deshalb bietet die HKK für alle Teilnehmenden eine kostenlose Ernährungsberatung an. Und auch zum Präventionsprojekt der Stiftung, „Bremen läuft 10!“, das in diesem Jahr in eine neue Runde geht, gibt es beim Herztag Informationen. Ebenfalls vor Ort sein wird die Feuerwehr Bremen mit Informationen zur Herzdruckmassage. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. WR

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Kundinnen und Kunden der Lufthansa City Center haben sich entschieden: Die Aida Diva gewinnt den Titel „Schiff des Jahres 2026“. Damit folgt das in diesem Jahr frisch modernisierte Schiff auf Vorjahressieger „Mein Schiff 7“. Auf den Plätzen zwei und drei landen die neue „Mein Schiff Relax“ und die „Seacloud Spirit“. Insgesamt schickten 14 Reedereien Kandidaten ins Rennen.

Oceania Cruises richtet sein exklusives Kreuzfahrterlebnis künftig an Reisende ab 18 Jahren aus. Damit will die Reederei das besondere Ambiente an Bord ihrer Flotte noch harmonischer gestalten und ein unvergleichliches Erlebnis bieten. Alle bestehenden Reservierungen, die vor dem 7. Januar 2026 für unter 18-Jährige vorgenommen wurden, bleiben bestehen.

In 144 Tagen um die Welt: Vom 24. Oktober 2027 bis zum 16. März 2028 geht die Aida Diva auf Weltreise. Besucht werden sechs Kontinente und 27 Länder. Die Kreuzfahrt ist schon buchbar.

Phoenix Reisen verabschiedet sich nach der Sommersaison 2026 von der „MS Deutschland“. Der Veranstalter beendet nach eigenen Angaben damit fristgerecht den Chartervertrag, der eigentlich bereits 2025 ausgelaufen wäre, aber während der CoronaZeit seitens des Reiseanbieters um ein weiteres Jahr verlängert wurde. Nun heißt es Abschiednehmen vom schwimmenden Grandhotel. Zwischen Mai und Oktober 2026 haben Phoenix-Gäste die Gelegenheit, das letzte Mal auf Reisen mit der „Deutschland“ zu gehen und die besondere Atmosphäre mit den tollen Shows an Bord zu genießen.

Die Kreuzfahrtbranche boomt und die Klientel will bei Laune gehalten werden. Auch 2026 stellen Reedereien schwimmende Luxusresorts in den Dienst. Eine Kurzübersicht. Der einzige Neubau einer deutschen Reederei ist die Mein Schiff Flow (3.984 Passagiere), Schwesterschiff der „Mein Schiff Relax“, die erst im vergangenen Jahr auf Jungfernfahrt ging. Insgesamt 14 Restaurants und Bistros sowie 17 Bars und Lounges befinden sich auf dem 333 Meter langen Schiff, das über verschiedene Suite-Kategorien sowie über Doppel- und Einzelkabinen (innen, außen und mit Balkon) verfügt. Über den 25 Meter langen Außenpool ist zum Teil ein sogenanntes Marcoon-Dach installiert, das satten Schatten spenden soll. Voraussichtlich ab Sommer diesen Jahres wird der TUI-Cruises-Neubau im westlichen Mttelmeer kreuzen, bevor es im Winter 2026/27 in den Orient wechselt.

Die Schiffe der Norwegian Cruise Line sind berühmt für ihre auffällige Optik. Auch bei der neuen Norwegian Luna ist das nicht anders. Der 322 Meter lange Neubau bietet Platz für 3.571 Gäste. Die erste Fahrt startet schon im März in Rom. Danach geht es Richtung Miami und Karibik.

Ebenfalls in den Dienst gestellt wird die 342 Meter lange Disney Adventure. Das bislang wohl größte je in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff, das für bis zu 6.700 Gäste ausgelegt ist, wird künftig Kurzreisen ab/ bis Singapur anbieten. An Bord können sich Gäste auf verschiedene Disney-Themenwelten freuen.

Nach der Icon of the Seas und der Star of the Seas schickt Ro-

Neue Kreuzfahrtschiffe 2026

Moderne schwimmende Hotels für den Urlaub auf dem Wasser

Zuwachs für die TUI-Wohlfühl-Flotte: Im Sommer legt die „Mein Schiff Flow“ erstmals ab. Foto: TUI Cruises

yal Caribbean im Sommer mit der 365 Meter langen Legend of the Seas das dritte Schiff der sogenannten Icon-Klasse an den Start. Der Neubau (5.610 Passagiere) verfügt laut Reederei über den größten Wasserpark auf See. Ab Juli kreuzt das Schiff zunächst im westlichen Mittel-

ber 2026 zu seiner ersten Reise durch das westliche Mittelmeer auf. Die Wartezeit lohnt sich, denn das absolute Highlight auf der „MSC World Asia“ ist die mit 82 Metern wohl längste Trockenrutsche auf hoher See. Bis zu 6.758 Passagiere passen auf dem 333 Meter langen Luxusliner. Insgesamt stehen 2.582 Kabinen sowie sechs Spezialitäten-, zwei Büfett- und fünf Hauptrestaurants zur Wahl. Noch vor Jahresende sticht die neue Seven Seas Prestige von Regent Seven Seas Cruises in See. Das Luxusschiff bietet Platz für 850 Passagiere und wird sowohl in Europa als auch in der Karibik kreuzen.

meer, bevor es im Winter 2026/27 ab Fort Lauderdale Richtung Karibik geht.

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Kreuzfahrende, die an Bord der neuen MSC World Asia in See stechen wollen, müssen sich noch bis Jahresende gedulden.

Der Flottenzugang von MSC Cruises bricht erst im Dezem-

Explora Journeys, die LuxusMarke der MSC Group, schickt die Explora III an den Start. Die Jungfernfahrt führt von Barcelona nach Lissabon (3. bis 10. August 2026). Das Luxusschiff verfügt über 463 Oceanfront Suiten, Penthouses und Residences – alle mit Meerblick.

Doppelpremiere bei Viking Oceans Cruises: Im Sommer legt erstmalig die Viking Mira ab, auf der bis zu 998 Passagiere mitfahren können. Fahrtgebiete des kleinen Ozeanschiffs sind zunächst das Mittelmeer und Nordeuropa. Neubau 2 ist die Viking Libra (930 Gäste), die voraussichtlich am 3. Dezember 2026 in Piräus erstmals in See sticht. Der 14. HochseeschiffNeubau der Reederei wird mit Wasserstoff betrieben.

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Nur einen Seitenblick auf die Tabelle

Werder vor dem Auswärtsspiel in Leverkusen: Trainer stellt Entwicklung in den Mittelpunkt

ROBERT LÜRSSEN UND

PHILIPP BEHRBOM

Auf die Fans ist wie immer Verlass: 3.000 Bremer Anhänger begleiten den SV Werder am heutigen Samstag (15.30 Uhr) zum Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen. Trotz nur drei Punkten aus den vergangen sieben sieglosen Bundesligapartien und weiteren schwierigen Aufgaben vor der Brust will Trainer Horst Steffen keine Energie für Rechenspiele beim Blick auf die Tabelle verschwenden: „Der Fakt ist das, wo wir aktuell stehen. Für mich ist wichtig, dass wir an unseren Inhalten arbeiten und besser werden. Wenn wir stärker werden, dann werden wir auch mehr Punkte holen. Und ich habe viel Optimismus, dass wir das schaffen“, sagt Steffen. Der Frust über den späten Ausgleich beim 3:3 gegen Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende sei verdaut.

„Wir sind mit gemischten Gefühlen in die Woche gestartet. Jetzt blicken wir jedoch nach vorne. Es war eine gute Begegnung gegen Frankfurt und die positiven Elemente dieser Partie wollen wir gegen Leverkusen wieder zeigen.“ Dem Coach hatte vor allem gefallen, dass es gelungen war, immer wieder offensive Akzente zu setzen und andererseits nur wenige gegnerische Chancen zuzulassen.

Auch die Moral seiner Mannschaft, die unerwarteten Rückschläge zum 0:1 und 1:2 wegzustecken, war offensichtlich intakt.

Mit ihrer Leistung nach der Einwechslung gegen Eintracht

Winter-Zugang Jovan Milosevic befindet sich nach seinem Joker-Tor gegen Frankfurt im Aufwind und könnte in Leverkusen Startelf-Premiere feiern. Foto: nordphoto GmbH / Tauchnitz

Frankfurt haben sich sowohl Samuel Mbangula als auch Neuzugang Jovan Milosevic für einen Einsatz von Beginn an empfohlen. Beide belebten die Bremer Offensive. Während Milosevic eiskalt zur zwischenzeitlichen Führung (3:2) vollstreckte, war Mbangula an der Entstehung des Treffers maßgeblich beteiligt. Das 2:2, das zugleich das erste Standardtor der Saison darstellte, legte er direkt auf. Für beide sei ein Einsatz von Beginn an denkbar, meint Steffen und erklärt: „Jovan wird von Tag zu Tag besser und versteht unser Spiel, wir wissen wie wir ihn nutzen werden.“ Einfach sei die Entschei-

dung für den Coach jedoch nicht, denn auch Justin Njinmah habe sich in den vergangenen Spielen deutlich gesteigert. „Zuletzt war er sehr torgefährlich und grundsätzlich bin ich mit Justins Entwicklung sehr einverstanden.“

Romano Schmid bekam vom Trainer, der sonst keine Personalien im Vorfeld einer Partie verrät, eine Art Startelfgarantie ausgesprochen. „Ich fand ihn immer wieder so gut und so aktiv mit letzten und vorletzten Pässen, dass ich das Gefühl habe, er sollte auf dem Platz stehen“, begründet Steffen. Nicht nur Werder, auch Gastgeber Leverkusen steckt im

neuen Jahr ergebnismäßig tief in der Krise. Bundesliga und Champions League zusammengerechnet, gelangen der Werkself in den vergangenen sieben Partien nur zwei Siege. In 2026 kassierte Bayer drei Niederlagen, zuletzt am Dienstag ein 0:2 in Piräus. Größtes Manko dabei: die Chancenauswertung. „Gegen Leverkusen werden wir vielleicht nicht mehr so viele Ballbesitzphasen haben wie zuletzt, dennoch wollen wir entweder über Konter oder über gezielte Angriffe erneut in gefährliche Abschlussaktionen kommen“, verrät Steffen seinen Plan für das Spiel gegen den Meister von 2024.

SPORT KOMPAKT

 Einen Neuzugang und eine Vertragsverlängerung gaben die Veranwortlichen der U23 des SV Werder Bremen bekannt. Während die Trainerposition noch vakant ist, ist klar. Kapitän Cimo Röcker bleibt der Zweitvertretung erhalten. Zudem wechselt Yasin Chebil zur Spielzeit 2026/27 aus der U19 des VfL Wolfsburg an die Weser.  Als krasser Außenseiter gehen die Männer des Handball-Drittligisten ATSV Habenhausen am heutigen Samstag in das Heimspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen. Während die Bremer als Schlusslicht zuletzt zwölf Niederlagen in Folge kassierten, rangieren die Gäste in der Tabelle auf dem dritten Platz. Anpfiff am Bunnsackerweg ist um 19.30 Uhr.

 Die Werder Frauen starten nach der Winterpause am Sonntag um 14 Uhr gegen den 1. FC. Nürnberg wieder in die Fußball-Bundesliga. Während Neuzugang Mara Alber zum ersten Mal für Grün-Weiß auflaufen könnte, wird es die letzte Partie für Kaylie Ronan sein. Der Vertrag mit der Verteidigerin wird zum 31. Januar aufgelöst. pb/rl

Pietreczko vor Welge

PDC-WM-Teilnehmer siegt beim Darts Cup

Beim siebten Weserpark Darts Cup am vergangenen Wochenende zeigte sich Bremens Shopping-Mall einmal mehr als Treffpunkt für Dartsfans aus Bremen und der Region. 24 Teilnehmende kämpften um Sportförderpreise im Wert von über 4.000 Euro. Lokalmatador Andree Welge beeindruckte zwar mit präzisen Würfen, musste sich aber im Finale dem PDC-Weltmeisterschaftsteilnehmer Ricardo Pietreczko geschlagen geben. Bei den Damen setzte sich Ina Thöle in einem packenden Duell gegen Lisa Zollikofer durch. Ein besonderes Highlight für die Besucherinnen und Besucher war der Auftritt internationaler Profis. Max Hopp, bekannt als „Maximiser“, zeigte zusammen mit Luke Woodhouse („Woody“) und Scott Williams („Shaggy“) sein Können und gab Tipps, wie Präzision, ruhige Hand und scharfer Blick

die Dartscheibe treffen. Wer wollte, konnte sich beim Werfen selbst ausprobieren oder die Profis bei ihrer Technik beobachten. WR

Ricardo Pietreczko gewann den Dartscup 2026 im Weserpark. Foto: Weserpark

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Küche einen knapp gehaltenen Fragebogen ausfüllen. Dafür erhalten Sie zusätzlich einen Warengutschein im Wert von 200 Euro, den Sie in einem unserer Zurbrüggen Einrichtungshäuser einlösen können. Bitte beachten Sie: Bei diesen besonderen Preisvorteilen müssen wir die Aktion auf 50 Küchentester pro

Standort beschränken, da derartige Nachlässe im täglichen Verkauf nicht möglich sind.

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