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Weser Report - Mitte vom 24.01.2026

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SAMSTAG, 24. JANUAR 2026

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Neues Bürgerservicecenter Mitte Das Bürgerservicecenter (BSC) Mitte verlässt seinen bisherigen Sitz an der Pelzerstraße 40. Neuer Standort ab dem 2. Februar ist die Martinistraße 3. Das BSC Mitte bleibt aufgrund des Umzugs in der kommenden Woche geschlossen. pb

Falsche Verbraucherschützer Unseriöse Organisationen oder Personen geben sich als Verbraucherschützer aus. Davor warnt Marlene Janssen von der Verbraucherzentrale: „Wir kontaktieren Verbraucher niemals unangekündigt per Telefon oder an der Haustür.“ Infos: verbraucherzentrale-bremen.de mas

Zukunftstag in der Senatskanzlei Wie tagt der Senat? Wie organisiert man Veranstaltungen im Rathaus? Was sagt der Bürgermeister dazu? Auf solche Fragen gibt es Antworten beim Zukunftstag am 23. April. Schülerinnen und Schüler dürfen sich bis zum 1. Februar auf Rathaus.Bremen.de anmelden. mas Anzeige

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An vielen Orten wurden Fax-Geräte bereits verbannt. In Bremer Krankenhäusern werden sie trotz voranschreitender Digitalisierung genutzt.

Foto: Freepik

Fortschritt mit Fax-Lücke Digitalisierung in Krankenhäusern: Warum in einigen Bereichen noch analog gearbeitet wird PHIL IPP BEHR BOM

Elektronische Patientenakten, Online-Terminbuchungen und Videosprechstunden: Im Gesundheitswesen schreitet die Digitalisierung voran – auch in Bremer Krankenhäusern. Von schnellen Schritten kann dabei jedoch keine Rede sein. Während schon vieles digital funktioniert, werden Entlassungsbriefe bei der Gesundheit Nord (Geno) noch per Fax verschickt. Ein Grund: Digitalisierung muss einheitlich ablaufen. Generell wähnt man sich bei der Geno und im Diako jeweils auf einem guten Weg, betonen die Sprecherinnen. „Ein gutes Beispiel ist die digitale Medikation – ein System, das in Echtzeit Wechselwirkungen und Unstimmigkeiten prüft und somit einen wichtigen Beitrag zur Patientensicherheit leistet“, erklärt Karen Matis-

zick, Sprecherin der Geno. Regina Bukowski, Sprecherin des Diako, hebt die ärztliche und pflegerische Dokumentation in ihrem Hause hervor. Lea Schunk, Sprecherin der Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard, betont, dass sich die Digitalisierung in einem fortlaufenden Prozess befinde. „Der Stand zwischen den Krankenhäusern ist dabei unterschiedlich ausgeprägt und hängt unter anderem von der jeweiligen Ausgangslage ab“, erklärt Schunk. Aus Sicht der Patientinnen und Patienten scheint noch viel Luft nach oben. Im vergangene Woche veröffentlichten Digital Health Report von Doctolib kritisieren 70 Prozent der Befragten, dass die Digitalisierung im Gesundheitswesen zu langsam vorangeht. Auch in Bremen gibt es sogenannte Medienbrüche – Situationen, in denen vom Digitalen noch auf das

Analoge gewechselt werden muss. „Derzeit werden Arztbriefe noch parallel zur ePA per Brief versandt, weil nicht alle Empfänger zuverlässig an die ePA angebunden sind“, erklärt Bukowski. Bei der Geno wird sogar noch das Faxgerät verwendet, um Entlassungsbriefe an externe Stellen zu übermitteln. Das zeigt: Wenn nur einige digital arbeiten und andere nicht, muss noch immer atlmodisch kommuniziert werden. Die repräsentative Umfrage zeigt zudem: Während 79 Prozent der Ärztinnen und Ärzte die Digitalisierung als hilfreich ansehen, haben 54 Prozent Datenschutzbedenken. „Gerade im Gesundheitswesen sind die Prozesse komplex, und die Anforderungen an den Datenschutz sind zu Recht hoch“, so Matiszick. Die Krankenhäuser sind dementsprechend verpflichtet, ihre Maßnahmen mit

Spitze bei der Pflege-Beteiligung Pflegebedürftige in Bremer Heimen zahlen weiterhin die höchsten Eigenbeteiligungen in Deutschland. Das geht aus Berechnungen des Verbands der Ersatzkassen (vdek) hervor. Im ersten Jahr fallen im Schnitt 3.637 Euro pro Monat an, ein Anstieg

Übergabe mit Verzögerung

von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bundesweit liegt der Durchschnitt bei 3.245 Euro. Gründe für die besonders hohen Kosten sind laut vdek höhere Personalkosten durch tarifliche Bindung und kleine Heime in angemieteten Immobilien. pb

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größtem Augenmerk auf die Datenschutz-Grundverordnung und das Bremische Krankenhausgesetz durchzuführen, heißt es vom Senat. Die datenschutzrechtlichen Bestimmungen wurden im Zuge der letzten Novellierung wegen der voranschreitenden Digitalisierung konkretisiert. Bukowski sieht zudem weitere Hindernisse für die Digitalisierung – einerseits bei den personellen Ressourcen innerhalb der Krankenhäuser, andererseits finanzieller Natur. „Dabei geht es neben Mitteln für Investitionen auch um die damit verbundenen Betriebskosten“, so Bukowski. Vom Senat soll in diesem Jahr das Projekt „PIN 2.0“ über den Krankenhausstrukturfonds II gefördert werden. Dies soll zur Verbesserung der Versorgung schwerstkranker Kinder führen und eine 24/7-Beratung durch Ärzte ermöglichen.

Die für Freitag geplante Übergabe der Sammelzettel zum Volksbegehren „Erhalt Klinikum Links der Weser“ an den Bremer Landeswahlleiter musste aus formalen Gründen auf Anfang Februar verschoben werden.

Die Initiatoren des Volksbegehrens bedauern die Verzögerung und zeigen sich vom Erfolg der Unterschriftensammlung überzeugt: Die habe bereits eindrucksvoll die Unterstützung für den Erhalt der Klinik bewiesen. mb

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