Auflagenstärkste Anzeigenzeitung in Bremen und Umgebung
SAMSTAG, 13. DEZEMBER 2025
NR. 3786/55. JAHRGANG
Högl statt Mäurer
Klassiker mit Torgarantie
Silvesterkonzert mit jungem Talent
Neue Senatorin für Inneres und Sport ist im Amt
Werder empfängt am Sonntag den VfB Stuttgart
Justus Friedrich Eichhorn: 15-jähriger Klaviervirtuose spielt in der Glocke
Anzeige
1 kleine Sache an 66 Tagen: reicht!
Silvesterböller gibt es in verschiedenen Formen und Farben, von unscheinbar bis martialisch anmutend. Die lauten Geräusche sind für viele Tiere und Menschen unertragbar. Foto: Archiv
Starte jetzt die AOK 66-TageChallenge:
AOK Bremen/Bremerhaven Die Gesundheitskasse.
MIT TE
Winterpause für Grün-Stationen Die ausschließlich auf Gartenabfälle ausgelegten Grün-Stationen der Bremer Stadtreinigung machen ab kommenden Montag Winterpause. Bis zum 16. Februar können Gartenabfälle nur noch auf den neun Recycling-Stationen im Stadtgebiet abgegeben werden. pb
Die Nacht der Angst
Weihnachtssingen am Panzenberg Am Panzenberg, dem Stadion des Bremer SV, steigt am 18. Dezember das traditionelle Weihnachtssingen. Bis zu 3.500 Besucherinnen und Besucher sollen ab 18.30 Uhr zusammenkommen, um sich musikalisch auf Weihnachten einzustimmen. Tickets unter bremenvier.de . pb
Schulrockfestival sucht Bewerber Das Bremer Schulrockfestival geht im März in seine 32. Runde und bietet erneut fünf ausgewählten Nachwuchsbands die Chance auf einen großen Auftritt im Schlachthof. Bewerbungen sind bis zum 29. Januar möglich, danach entscheidet eine Jury über die Teilnehmenden. pb Anzeige Mit dem ReiseKellner unterwegs:
Busreisen nach Österreich
Stadtgenuss & Alpenpanorama in Salzburg: Mai 2026 Auf den Spuren des Bergdoktors rund um den wilden Kaiser: Juni 2026 Schlösserpracht in Wien: September 2026
Anmeldung & weitere Infos beim KellnerVerlag: reisen@kellnerverlag.de | www.kellnerverlag.de Tel. 0421 77866
Frisches Wild sowie Lamm, Hähnchen, Ente und Pute
Übergangswohnheime und Tierheime treffen Vorkehrungen gegen Böllerstress PHIL IPP BEHR BOM
Es war eher eine Knallerbse als ein Höhenfeuerwerk in Sachen Böllerverbot: 66 Beschlüsse hat die Innenministerkonferenz (IMK) in der vergangenen Woche gefasst. Die Kommunen sollen mehr Handlungsspielraum bekommen, die Silvesterböllerei einzuschränken – viel mehr jedoch nicht. An verschiedenen Orten in Bremen bereitet man sich derweil in gewohnter Weise auf die Böllerei vor – und auf deren Folgen. Das Viertel und die Bahnhofsvorstadt gelten in der Silvesternacht als Orte, an denen besonders viel geböllert wird. In unmittelbarer Nähe befinden sich jedoch mehrere Übergangswohnheime für Geflüchtete. „Die Wachdienste in den von der AWO Bremen betreuten Übergangswohnheimen und Erstaufnahmeein-
richtungen sowie unser Personal sind an diesen Tagen besonders sensibilisiert“, erklärt Anke Wiebersiek, Sprecherin der AWO Bremen. Denn Geflüchtete aus Kriegsgebieten werden durch die Geräusche häufig an traumatische Zeiten in ihrem Heimatland erinnert. „Gerade durch die Böller-Detonationen reagieren die Betroffenen mit Stresssymptomen und Ängsten bis hin zu Panikattacken“, erklärt Peter Bagus, Chefarzt der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum Bremen-Ost. „Der Hormonstoffwechsel verändert sich, der Blutdruck steigt, das Herz rast, Schweiß bricht aus“, beschreibt Bagus die Symptome weiter. Betroffene fühlten sich regelrecht in die Situation zurückversetzt. In den Einrichtungen der AWO kläre man die Bewohnerinnen und Be-
Azubi-Wohnprojekt im Q45 Ein neues Wohnangebot soll Auszubildenden in Bremen die Wohnungssuche erleichtern. Das Azubiwerk Bremen und die Gewoba haben eine Kooperation für das Q45 an der Falkenstraße vereinbart. Dort sollen ab März zehn Studio-
Appartements speziell an Auszubildende vermittelt werden, später sollen zehn weitere folgen. Bewerbungen für die Appartements sind bis zum 27. Januar über ein Losverfahren möglich. Alle Infos dazu unter abig-bremen.de. pb
wohner im Vorfeld über das Silvesterfeuerwerk und den dadurch entstehenden Lärm auf, so Wiebersiek. Auf den Abend selbst könne man sich zudem gut vorbereiten, meint auch Bagus. Der Chefarzt rät Betroffenen, in Naturschutzgebiete oder andere ruhige Umgebungen zu fahren. Wer diese Möglichkeit nicht habe, könne auf geräuschreduzierende Kopfhörer zurückgreifen. „Anders ist das bei Böllern, die schon Wochen vorher plötzlich und ohne Vorwarnung gezündet werden. Dann ist das Erschrecken viel größer“, mahnt Bagus. Stark betroffene Menschen sollten sich darüber hinaus psychotherapeutische Hilfe suchen. Betroffen sind nicht nur Geflüchtete, sondern alle Menschen mit schweren traumatischen Kriegserfahrungen, betont Bagus – also auch jene, die den Zweiten Weltkrieg miterlebt haben.
Aber auch für Wildtiere, frei laufende Katzen, Weidetiere und Vögel sei diese Nacht besonders belastend, erklärt Gaby Schwab, Sprecherin des Bremer Tierschutzvereins. Um die Nacht für die Tiere des Bremer Tierheims so erträglich wie möglich zu gestalten, werde die Beleuchtung gedimmt, und ein bis zwei Mitarbeiter würden den Tieren über Nacht Gesellschaft leisten. „Zudem wird überall Musik laufen, so dass die Tiere die Böllerei nicht so sehr mitbekommen“, beschreibt Schwab die Vorbereitungen. Wie Bagus betont auch Schwab, dass man sich auf die Böllerei vor der Silvesternacht nur schlecht vorbereiten könne. Ein generelles Feuerwerksverbot sei für die Tiere hilfreich, so Schwab. Für dieses Silvester wird es, das zeigt die IMK, allerdings ein Silvester wie jedes Jahr.
Rekordnachfrage bei Referendariat Mit 463 Bewerbungen auf Referendariatsplätze hat die Stadt einen Nachfragerekord vermelden können. Der bisherige Rekord mit 269 Bewerbungen aus dem Februar 2024 wurde nun nochmals deutlich übertroffen. 299 Bewerberinnen und Bewer-
HUBERTUS Wild- und Geflügel-Spezialitäten
bern konnte das Landesinstitut für Schule bisher zusagen. Mehr Bewerbende könne das LIS mit den vorhandenen Kapazitäten nicht ausbilden, heißt es aus der Bildungsbehörde, sodass vielen Bewerbern auch abgesagt werden müsse. pb
Jetzt für Weihnachten und Silvester VORBESTELLEN und so die Feste genießen.
Wachmannstraße 72 // Telefon 34 52 25 // www.hubertus-bremen.de