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SAMSTAG, 23. NOVEMBER 2024
NR. 3731/54. JAHRGANG
Punsch und Mandeln
Innenstadtentwicklung
Alles Eisen
Weihnachtsmärkte verzaubern die Bremer City
Stadt kauft ehemalige Horten-Immobilie
Neue Ausstellung im Bremer Marcks-Haus startet am 1. Dezember
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MIT TE
Mehr Raum für Böllerverbot Innensenator Ulrich Mäurer hat im Bundesrat eine Gesetzesinitiative eingebracht, welche Kommunen mehr Möglichkeiten bei der Regulierung von Silversterfeuerwerk geben soll. Dadurch könnten Böllerverbote an bestimmten Orten einfacher ausgesprochen werden. pb
Haushalt auf der Zielgeraden Der Haushalt für das kommende Jahr steht kurz vor dem Abschluss. Das gab der Senat bekannt. Im stadtbremischen Haushalt plant der Senat nun mit Ausgaben in Höhe von rund 4 Milliarden Euro, das sind gegenüber 2024 über 8 Prozent weniger. pb
Über eine Million für Stadtbäume Bis zu 700 neue Bäume könnten im kommenden Jahr in Bremer Parks, im Straßenraum und auf öffentlichen Grünflächen gepflanzt werden. Die zuständige Deputation hat dafür rund 1,3 Millionen Euro freigegeben. Mit dem Geld sollen zudem die 220.000 Stadtbäume erhalten werden. rf Anzeige
Ein gut besuchter Weihnachtsmarkt ist einer der Lichtblicke, welche die Interessenverbände der Innenstadt und das Wirtschaftsressort für die kommende Weihnachtssaison haben. Archiv: Schlie
Die Glocken klangen einst süßer Interessenverbände der Innenstadt blicken mit gemischten Gefühlen auf die Weihnachtssaison PHIL IPP BEHR BOM
Nachdem in dieser Woche bereits der erste Schnee die Straßen bedeckt hat, kommt kein Bremer mehr umhin es anzuerkennen: Die Weihnachtssaison steht vor der Tür. Ehe am Montag die Märkte ihren bekannten Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln versprühen, sind einige schon im Shoppingmodus um die ersten Geschenke einzusacken. Bei der Bremer Handelskammer und der City-Initiative blickt man mit einer Mischung aus Zuversicht und Sorge auf die kommende Zeit. Die jährliche Weihnachtsstudie von Offerista hat gezeigt, dass in Deutschland in diesem Jahr ganz besonders auf die Preise geachtet wird. Gründe dafür sind die weiterhin hohen Energiepreise und die Inflation. Auch in Bremen spüre man die Auswirkungen, erklärt Olaf Regener, Referent für Einzelhandel der Handelskammer Bremen. „Es wird prognostiziert, dass das Geschäft im Vergleich zum letzten Jahr leicht rückläufig sein könnte“ so Regener. Entsprechend negativ schauen die Einzelhändler auf die kommende Zeit: „Auf der Unter-
nehmensseite erwarten 53 Prozent zweifeln, warnt Regener. Bremen der Nicht-Lebensmittelhändler ein habe im Vergleich zu anderen Städschlechteres oder deutlich schlech- ten einen Standortvorteil. „Die Interes Weihnachtsgeschäft als im nenstadt mit ihrem historischen Vorjahr.“ Neben den globalen Kri- Ambiente und insgesamt guten sen, welche Auswirkungen auf die Einkaufsmöglichkeiten zieht sowirtschaftliche Situation und die wohl Einheimische als auch TouKonsumlaune haben, sieht die risten an.“ Handelskammer noch zwei weitere Carolin Reuther, GeschäftsfühProbleme. rerin der City-Initiative Bremen, Zum einen gebe es in diesem Jahr betont zudem, dass viele Kundineine verkürzte Weihnachtssaison, nen und Kunden weiterhin auf Beheißt es aus der ratung in den Handelskammer, Geschäften anDer Weihnachtsmarkt gewiesen seien welche sich leicht lockt Einheimische und negativ auf den und jene gern Handel auswirwahrnehmen. Touristen in die Stadt ken könne. Auch „Zudem gibt es Olaf Regener der Online-Hanbei den Bremer del, welcher im Händlern und Vergleich zum Jahr 2023 wieder um Händlerinnen immer wieder Akti1,4 Prozent zunehmen soll, mache onen und Angebote, die einen zues vielen Einzelhändlern schwer. sätzlichen Anreiz für einen Besuch Laut der Weihnachtsstudie der der Innenstadt bieten“, so Reuther. FOM Hochschule halten sich der Die festlich geschmückte InnenKauf über das Internet und im sta- stadt, welche zum Bummeln und tionären Handel die Waage. Es zei- Entdecken einlädt, sei ebenfalls ge sich allerdings die Verstetigung nicht zu unterschätzen. des Trends, dass jüngere Bremer Ein weiteres Ass habe Bremen und Bremerinnen eher online ihre noch im Ärmel heißt es aus dem Geschenke shoppen, während älte- Wirtschaftsressort: die Weihre noch auf Beratung im Geschäft nachtsmärkte. Insgesamt vier ververtrauen. Allerdings dürfe man schiedene Märkte werden auch in trotz dieser Probleme nicht ver- diesem Jahr wieder die Innenstadt
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beleben. „Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher aus dem Inund Ausland unterstützen den Handel“, erklärt Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt. Rund drei Millionen Gäste werden in diesem Jahr erwartet, die dadurch entstehende erhöhte Nachfrage mache sich bemerkbar. Reuther stimmt dem zu und ergänzt, dass viele Besucherinnen und Besucher den Weihnachtsmarkt für Geschenkeinkäufe nutzen würden, eine klare Trennung zwischen Weihnachtsshopping und Weihnachtsmarkt wäre insbesondere in Bremen nicht möglich. Auch zum Schenkverhalten liefert die FOM-Studie Ergebnisse: Am liebsten wollen die Befragten Spielwaren verschenken. Rund 53 Prozent gaben an, jene in diesem Jahr ihren Liebsten überreichen zu wollen. Handelskammer, Wirtschaftsressort und City-Initiative hoffen jeweils auf Synergieeffekte zwischen Einzelhandel und Weihnachtsmarkt. So ist der erwartete Lichtblick, dass „die Kombination aus traditionellem Weihnachtsmarkt und vielfältigem Einzelhandelsangebot die Kunden auch in diesem Jahr in die Innenstadt locken wird“, schließt Regener.
22.01.2025, 19 Uhr| 23.01.2025, 17 Uhr
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