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SAMSTAG, 28. SEPTEMBER 2024
NR. 3723/54. JAHRGANG
Direkter Draht zum Bürger
Abschied vom Weserpark
Weltstar in Bremen
Was die Arbeit der Petitionsausschüsse ausmacht
Monika Mehrtens leitete das Shopping-Center fast 20 Jahre
Rod Stewart rockt im Mai 2025 die ÖVB-Arena
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Prüfung der Kaisen-Brücke Für die Wilhelm-Kaisen-Brücke steht am kommenden Montag und Dienstag die Hauptprüfung an. Nach Mitteilung des Amtes für Straßen und Verkehr muss die Kontrolle zwingend vor der Sperrung der BürgermeisterSmidt-Brücke (ab 4. November) durchgeführt werden. Für die Prüfung werden die Geh- und Radwege am 30. September (stadteinwärts) und am 1. Oktober (stadtauswärts) jeweils einseitig voll gesperrt und der Pkw-Verkehr auf eine Fahrspur reduziert. Parallel läuft noch die Sanierung des Gleisdreiecks am Leibnizplatz durch die BSAG. Foto: Schlie
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Scherf spricht auf Kundgebung Den Tag der älteren Generation begeht auch Bremen am 1. Oktober. Ab 14 Uhr wird neben dem Vorstand der Seniorenvertrtetung Michael Breidbach auch Altbürgermeister Henning Scherf auf der Kundgebung vor dem Bremer Dom sprechen. mas
Deutschlandticket wird teurer Zum 1. Januar 2025 wird der Preis des Deutschlandtickets auf 58 Euro steigen. Das hat die Verkehrsministerkonferenz beschlossen. Die Anpassung bilde die Grundlage für die Fortführung des Tickets mindestens bis Mitte 2026, gab Verkehrssenatorin Özlem Ünsal bekannt. pb
Zehnte Bremer Hospiztage Der Hospiz- und Palliativverband Bremen veranstaltet seit gestern und bis zum 5. November die Bremer Hospiztage. Teilnehmer haben die Möglichkeit, an über 30 Veranstaltungen teilzunehmen. Im Angebot sind Vorträge, Lesungen, Filme, Workshops und Begegnungen. pb Anzeige
Musikalische Bildung auf der Kippe Förderung des Programms „Musus“ an Grundschulen eingefroren / Musik in Bremen kein Pflichtfach RIKE FÜLLER
„Wir werden eine Streichung nicht stillschweigend hinnehmen“, sagt Jannick Schatz, Musiklehrer an der Grundschule Parsevalstraße. Diese bietet ihren Schülerinnen und Schülern seit Jahrzehnten ein Musikprofil an, die aktuell etwa 280 Kinder erhalten ab der ersten Klasse mindestens zwei Stunden Musikunterricht pro Woche durch ausgebildete Kräfte. Zusätzlich können sie im Nachmittagsangebot der Ganztagsgrundschule an freiwilligen musikalischen Angeboten teilnehmen. Mit aufgebaut hat das Musikprofil an der Grundschule AnnKristin Martens. Die Musikpädagogin arbeitet an der Schule acht Stunden wöchentlich auf Honorarbasis – seit drei Monaten aller-
dings unentgeltlich. „Ich habe mit der Aussicht auf eine Übergangslösung weitergemacht, überlege aber jetzt, wie ich weiter damit umgehe“, sagt Martens. Der Grund für die ausbleibende Vergütung ist die Haushaltssperre im Bildungsressort. Damit wurden auch die Mittel für das Programm Musus (Musik und Schule) eingefroren. Die Landeskonferenz Schulmusik als Interessenvertretung für musikalische Bildung in Bremen hat sich in einem offenen Brief an Bildungssenatorin Karolin Aulepp gewandt und auf die ohnehin schon prekäre Situation des Musikunterrichts an Bremer Grundschulen hingewiesen. Eine komplette Streichung der Musus-Mittel beträfe 34 Bremer Grundschulen. „In Bremen ist Musikunterricht nicht verpflichtend“, sagt El-
mar Luksch, ehemaliger Fachbereichsleiter und Ausbilder von Musikrefenrendaren am Landesinstitut für Schule (LIS) und Teil der Landeskonferenz. Anders als in anderen Bundesländern wird Musik- zusammen mit Sport- und Kunstunterricht im Rahmenplan Ästhetik an den Grundschulen angeboten. Gebe es keine Musiklehrer, dann auch keinen Unterricht, sagt Michael Warnken von der Landeskonferenz, ebenfalls ehemaliger Fachbereichsleiter am LIS. Mithilfe externer Lehrkräfte, etwa aus Musikschulen, kann allerdings über Musus auch musikalische Bildung angeboten werden, wenn Fachlehrkräfte fehlen. „Die Not in den Schulen ist groß und Lehrkräfte werden eher als Klassenleitung benötigt und ein-
gesetzt denn als Musiklehrkraft“, sagt Warnken. Er und Luksch warnen davor, dass das musikalische Leben an den Bremer Schulen langsam aussterbe. Die Landeskonferenz fordert daher verbindlich zwei Stunden Musikunterricht an Grund- und weiterführenden Schulen. Blieben die Mittel für Musus nun eingefroren, würden sich die Lehrkräfte umorientieren. Darüber denkt auch Martens nach. Wie es mit Musus weitergeht, soll laut Bildungsstaatsrat Torsten Klieme bis Ende nächster Woche entschieden werden. Das Bildungsressort sei sich der Bedeutung der Förderung bewusst, sagt dessen Sprecherin Patricia Brandt. Der Ganztag an den 34 betroffenen Grundschulen sei aber nicht gefährdet.
Aktionsbündnis fordert Antworten zur Erreichbarkeit der City 04.10. BIS 22 UHR
Das Parkhaus Mitte an der Pelzerstraße soll weichen, um Platz für den Umbau der Bremer Innenstadt zu schaffen. Ein Architektenwettbewerb soll Anfang Oktober den besten Entwurf für die Neugestaltung ermitteln. Jetzt bekräftigt das
Aktionsbündnis Bremer Innenstadt seine Forderungen: In seinem Papier werden etwa „Bezüge zur Umgebung und regionalen Architektur“ angesprochen. Es würden „Antworten zur Erreichbarkeit der Innenstadt und zum Fortfall von
1.000 Pkw-Stellplätzen“ gebraucht. Im Kern solle ein „klar strukturierter Hybrid aus Einzelhandel, Büro und Wohnen entstehen.“ Zusätzlich solle das Gebäude als Treffpunkt dienen, Einzelhandel mindestens im Erdgeschoss anbieten
und eine öffentliche Nutzung des Daches bieten. Zum Aktionsbündnis gehören unter anderem Arbeitnehmer-, Architekten-, Handelsund Handwerkskammer, die CityInitiative und die Firmen Joh. Jacobs, Wallhaus und Zech. mas