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Weser Report - Mitte vom 17.09.2023

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SONNTAG, 17. SEPTEMBER 2023

NR. 3669/53. JAHRGANG

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Infos zum Hochwasserschutz Ab sofort gibt es eine zentrale Informationsplattform rund um das Projekt Hochwasserschutzmaßnahme „Stadtstrecke“. Unter umwelt.bremen.de/info/stadtstrecke kann man sich über den geplanten Hochwasserschutz am linken Weserufer zwischen Stephanibrücke und Deichschart informieren. (kea)

Flucht endet an Mauer Nach einem Unfall in der Östlichen Vorstadt flüchtete ein Mercedesfahrer am Freitagabend vom Tatort. Die Polizei entdeckte das Fahrzeug am Osterdeich und verfolgte es bis nach Hemelingen, wo es in eine Mauer krachte. Der Fahrer stand offenbar unter Drogeneinfluss. (rl)

Hachez-Diele bleibt bestehen Die „Hachez Stoevesandt-Diele“ in der Bremer Innenstadt bleibt erhalten. Dadurch behalten neun Mitarbeiterinnen ihren Arbeitsplatz. Die Hanseatisches Warenhandels Kontor GmbH, hat die Diele bereits zum Monatsbeginn übernommen. (kea)

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Wenn Kinder krank sind und keine Zäpfchen oder Fiebersäfte vorrätig sind, können Apotheken auch aus Tabletten einen Saft mit der richtigen Wirkungsmenge herstellen. Foto: Pixabay

„Bunkern ist keine Lösung“ Ob Arzneimittel für Kinder in diesem Herbst und Winter wieder knapp werden können K E A NE E L A N D Im vergangenen Winter litten Kinder und Eltern unter Engpässen: Medikamente gegen Fieber und Schmerzen waren nicht mehr verfügbar. Momentan ist die Situation zwar entspannt, doch die kalte Jahreszeit steht vor der Tür, in der viele Kinder zeitgleich krank werden. „Wir haben in Deutschland und Europa das Problem, dass einfache und preiswerte Medikamente, wie zum Beispiel Fiebersäfte, nicht mehr hier hergestellt werden“, sagt Stefan Trapp, Vorsitzender des Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Bremen. Diese Medikamente werden in Asien produziert. „Die Abhängigkeit hat sich seit dem letzten Winter nicht geändert“, sagt Trapp. Die Schwierigkeit, dass in Deutschland diese Medikamente günstig sind und bei Mangel Hersteller lieber ins Ausland verkaufen, wurde durch eine Preisbindung aufgehoben. „Wir hoffen, jetzt nicht mehr im Verteilungs-

nachteil zu sein“, sagt Trapp. Sprecherin des GesundheitsresNachdem die Bundesregierung sorts. Der pharmazeutische Großden Versorgungsmangel mit antibiotikahaltigen Säften für Kin- handel sei gesetzlich dazu verder festgestellt hat, konnte die pflichtet, eine Bevorratung für Bremer Gesundheitssenatorin mindestens zwei Wochen vorzuClaudia Bernhard im April eine weisen, bei einigen ArzneimitVerfügung erlassen, die Apothe- teln sogar für vier Wochen vor. ken erlaubte, Antibiotikasäfte „In Apotheken bestehen ebenso aus dem Ausland zu importieren. gesetzliche Bevorratungspflichten“, weiß die „Somit sind wir Sprecherin des diesen Winter besGesundheitsresser vorbereitet“, so Wir brauchen eine sorts. der Kinderarzt. Der GroßhanEin weiteres Pro- zuverlässige Medikadel, Apotheken blem: Kinder-Me- menten-Verfügbarkeit sowie Hersteller dikamente werden Kinderarzt Stefan Trapp seien gesetzlich nicht bevorzugt dazu verpflichproduziert, da die Preise nach Wirkstoff-Menge tet, eine angemessene und kontifestgelegt werden und Kinder nuierliche Bereitstellung von sicherzustellen, weniger Wirkstoffe bekommen. Arzneimitteln „Wir haben Sorge, dass es diesen damit der Bedarf gedeckt ist. Winter wieder zu Engpässen „Die grundsätzliche Verfügbarkommt und beobachten die Situ- keit von Arzneimitteln auf dem Markt kann jedoch kurzfristig ation“, so der Kinderarzt. „Die Liefersituation hat sich dadurch nicht gesteigert werteilweise, bei bestimmten Wirk- den“, erklärt Viezens. Das Gesundheitsressort empstoffen, entspannt, ist aber in weiten Bereichen weiterhin an- fiehlt Eltern von kranken Kingespannt“, sagt Kristin Viezens, dern, in der Kinderarztpraxis an-

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rufen und die Symptome der Kinder zu schildern, um dann eine Entscheidung für oder gegen einen Besuch in der Praxis zu treffen. „Wir haben uns mit den Apotheken abgestimmt und haben aus dem Winter 2022 gelernt“, so Trapp. Beispielsweise bestehe die Möglichkeit, aus Tabletten einen Saft für Kinder herzustellen, um die Grundversorgung zu sichern. „Der ist zwar nicht so lecker und teurer, aber hilft auch“, weiß der Arzt. Es bestehe also kein Anlass zur Panik. „Wir finden immer eine Lösung. Die ist nicht jedes Mal optimal und daran muss gearbeitet werden. Wir brauchen eine zuverlässige Verfügbarkeit durch die Produktion der Medikamente in Europa“, fordert er. Wichtig sei, zwar für den Notfall Medikamente gegen Schmerz und Fieber vorrätig zu haben, aber diese nicht in Massen zu kaufen. „Bunkern ist keine Lösung. Denn dann bekommen diejenigen nichts, die es gerade akut brauchen würden.“


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