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Weser Report - Links der Weser vom 21.08.2022

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SONNTAG, 21. AUGUST 2022

NR. 3601/52. JAHRGANG

„Vor einer Rezession“

Bücher raus, Hefte raus

Unglaubliches Finish

Bremer Ökonom Rudolf Hickel: Was den Menschen jetzt droht

Das neue Schuljahr beginnt: Auf was es jetzt ankommt

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LINKS DER WESER

Zähe Runde für Hafenarbeiter Morgen steht die zehnte Verhandlung für die 12.000 Beschäftigten in den Nordseehäfen an. Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Lohnerhöhung von bis zu 14 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber bieten bis zu 12,5 Prozent bei einem Tarifvertrag über 24 Monate. (WR)

Bakary Jawara und Jona Schlicht von der Sport-Lounge Munte testen die Geräte im Fitness-Studio. Seit der Pandemie hat die Sport-Lounge ungefähr 5 Prozent mehr Mitglieder gewonnen. Täglich kommen dort im Durchschnitt 200 bis 400 Kunden zum Trainieren. Foto: Marco Meister

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Wie Fitness-Studios nach der Corona-Krise neue Mitglieder gewinnen

Einheitsrabatt beim Job-Ticket Der Verkehrsverbund Bremen / Niedersachsen, dem auch die BSAG angehört, räumt allen Nutzern des Job-Tickets einen einheitlichen Rabatt von 22,5 Prozent ein. Gleichzeitig bietet er das Job-Ticket für Auszubildende im Abonnement für monatlich 30 Euro an, es ist damit dem neuen Tim-Ticket gleichgestellt. (WR)

Kinder erlaufen Spenden Die Initiative „Kinder laufen für Kinder“ startet am 1. September eine Spenden-Challenge. Sie läuft bis 11. September. Unternehmen können Spendenbeträge ausloben, die dann Kinder erlaufen, erwandern oder erradeln. Das Geld kommt den Clows in Medizin und Pflege zugute: info@kinder-laufen-fuer-kinder.de (WR) Anzeige

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KEA NEELAND Die Fitness-Studios erleben nach langer pandemiebedingter Flaute einen Aufschwung. „Per 30. Juni 2022 konnten über alle Anlagen hinweg 280.000 Mitglieder neu hinzugewonnen werden“, berichtet der Deutsche Sportstudio-Verband in einer bundesweiten Studie. Dies entspreche einem Nettowachstum von 3 Prozent. Auch in den Bremer FitnessStudios geht es aufwärts. „Im ersten Quartal dieses Jahres haben wir im Vergleich zu 2021 einen leichten Anstieg an Mitgliedern

verzeichnet“, sagt Markus Begerow, Geschäftsführer des Unternehmens ULC Fitness, das in Bremen drei Studios betreibt. Diese Werte seien allerdings noch deutlich entfernt von den Vor-Corona-Zahlen. Hinzu kommt: „Aufgrund der Inflation, der Energiepreise und der Erhöhung des Mindestlohns müssen wir wahrscheinlich die Preise anheben“, vermutet er. Viele Menschen hätten während Corona gemerkt, wie wichtig ihnen Sport sei. Begerow hofft, dass diese Wertschätzung bleibt. Die Sport-Lounge Munte hat im Vergleich zur Zeit vor der Pan-

demie ungefähr 5 Prozent an Mitgliedern gewonnen. „Und das obwohl wir während Corona eigentlich keine Mitglieder verloren haben“, betont Inhaber Jürgen Kohne. „Selbst jetzt in den heißen Tagen haben wir Neuanmeldungen. Und die wollen auch trainieren und somit haben wir pro Tag zwischen 200 und 400 Kunden.“ In der Turnhalle by Qi55 im Viertel sind die Zahlen extrem nach oben geschnellt. „Wir haben uns während der Pandemie auch anders aufgestellt, unser Studio digitalisiert und modernisiert“, sagt Studioleiterin Petra

Steinbiss. Und die Preise hat sie gesenkt. So habe man fast einen Höchststand an Mitgliedern erreicht. „Wir wollen auch ein jüngeres Publikum ansprechen.“ Die Kette McFit mit drei Studios in Bremen merkt ebenfalls, dass die Lust auf Aktivität und somit auch die Zahl der Neuanmeldungen steigt. Fit-X hat drei Bremer Studios. Dort liegen die Neuanmeldungen für 2022 auch über Plan. „Gab es früher viele Anmeldungen im Januar und weniger im Sommer, haben wir in diesem Jahr durchgehend gute Zahlen“, erklärt Sprecherin Johanna Pistor.

Behörden räumen Bremer Horrorhaus Nur wenige Stunden blieben den Bewohnern des Hauses an der Oslebshauser Heerstraße, ihre Sachen zu packen und zu gehen. Dann versiegelten Baubehörde und Ordnungsamt den Eingang. Bäder, Küche und Toiletten funktionierten nicht mehr, aus den Wänden hingen Stromkabel und

im Hof lag Müll. 450 Euro monatlich wollte der Hausbesitzer dafür von jedem Mieter einfordern. Jetzt darf niemand mehr in dem Haus wohnen. Die Zustände seien menschenunwürdig und unhaltbar, waren sich Innensenator Ulrich Mäurer und Bausenatorin Maike Schaefer

einig. „Es ist wichtig, Menschen vor solchen Miethaien zu schützen“, sagt Schaefer. Die Sozialbehörde brachte die Bewohner anderswo unter. Dem Vermieter wurde nicht nur die weitere Nutzung des Hauses untersagt, verstößt er dagegen, droht ihm ein Zwangsgeld. Zu-

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dem wird geprüft, ob eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit vorliegt. „Ich fürchte“, sagt Mäurer, „dass es noch einige solcher Häuser des Grauens in unserer Stadt gibt, um die sich die Eigentümer nicht mehr kümmern, für die sie aber unglaubliche Mieten kassieren.“ (hjo)


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