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Weser Report - Huchting Stuhr Brinkum vom 29.06.2024

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Auflagenstärkste Anzeigenzeitung in Bremen und Umgebung

SAMSTAG, 29. JUNI 2024

NR. 3710/54. JAHRGANG

Sinn und Wichtigkeit

Drogenelend in Sichtweite

Eine Insel für jeden Geschmack

Ethikprofessor Franz Joseph Wetz über Körperwelten-Ausstellung

CDU fordert für Kranke weniger Verwaltung und mehr Hilfe

Rhodos bietet viel Kultur, gutes Essen und saubere Badestrände

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Buddelspaß in der City startet wieder Für eine Sandburg braucht niemand an den Strand zu fahren, auch inmitten der Bremer City ist ein Hauch von Urlaubsgefühl möglich. Auf dem Ansgarikirchhof darf vom 1. Juli bis zum 31. August wieder fleißig gebuddelt, geschippt, gespielt oder gechillt werden. Mit großen Sandkästen, Liegestühlen und XXL-Spielen (Schach, Mensch ärgere Dich nicht) lädt die City-Initiative Bremen Werbung zum Verweilen ein. Der kleine Outdoorspielplatz ist für alle Gäste kostenlos und immer montags bis samstags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Foto: CI

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HUCHTING/STUHR /BR INKUM

Bundesland hat Klimaziel gerissen „Die mittlere Jahrestemperatur im Land Bremen ist seit 1881 um 1,6 Grad Celsius angestiegen, meldet der „Klimareport – Bremen und Bremerhaven“ vom Deutschen Wetterdienst. Senatorin Kathrin Moosdorf: „Wir reißen schon heute das Ziel der Klimakonvention.“ mas

Entlastung durch Digitalisierung?

693.204 Bremer im Mai 2022 Die Ergebnisse der Volkszählung, dem Zensus 2022 stehen fest: Demnach lebten am 15. Mai 2022 im Land Bremen 693.204 Menschen. Das sind im Vergleich zur bisherigen Zählung 13.111 Einwohnende mehr beziehungsweise ein 1,9 Prozent höherer Bevölkerungsstand. mas

Nur Grenzen illegal überschritten 96 Prozent aller unbegleiteten minderjährigen Ausländer, denen zwischen 1. Oktober 2023 und 30. April 2024 in Bremen eine Straftat zur Last gelegt worden ist, müssten sich allein wegen des Vorwurfs des illegalen Grenzübertritts verantworten, so Sozialsenatorin Claudia Schilling. mas Anzeige

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Welche modernen Methoden Bremer Arztpraxen schon nutzen / Technische Umsetzung noch holprig RIKE FÜLLER

„Wir haben die Videosprechstunde während der Pandemie viel genutzt, jetzt eher weniger“, sagt Kinder- und Jugendarzt Stefan Trapp. Trotzdem sei diese Möglichkeit insbesondere für Haus- und Fachärzte spannend. Trapp und seine Kollegen und Kolleginnen in der Kinder- und Jugendmedizinischen Praxis in Huchting bieten die Sprechstunde weiterhin an, eine Zeitersparnis gibt es allerdings nicht. „Wir müssen dafür genauso einen Termin verabreden. Wichtig ist, dass die Familien sich dann aber auch an den Termin halten“, sagt Trapp. Eine Entlastung bringen dagegen die Online-Terminbuchungen. „Wir bieten für planbare Vorsorgeund Impftermine diese Möglichkeit an“, erklärt Trapp. Dafür nutzt die Praxis eine zertifizierte App, die in Deutschland bereits von vielen Kinderärzten genutzt wird. Darüber sind auch die Videotermine möglich. „Eltern werden auch an Termine erinnert. Das ist praktisch für Familien mit mehreren Kindern“, sagt Trapp. Auch die Kommunikation per Mail erleichtere dem Praxispersonal die Arbeit. „Zeit am Telefon einzusparen entlastet uns sehr“, sagt

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Trapp. Wenn seine Mitarbeiter- dizinischen Fachangestellten innen ab dem frühen Morgen An- (MFAs) Patienten mit akuten Berufe entgegennehmen, bleibt keine schwerden, die nicht selbst zur Zeit mehr für den Empfang oder Praxis kommen können, zu Hause. die Vorbereitung von Untersu- Sie nehmen alle Werte und überchungen – und das führt zu weite- mitteln diese an die Praxis, treten ren Wartezeiten. „Die Mails kön- dann per Tablet mit dem Mediziner nen wir zwischendurch bearbeiten oder der Medizinerin in Kontakt. und uns zurückmelden, wenn die Diese können dann wiederum entZeit es zulässt“, sagt Trapp. scheiden, ob etwa eine Einweisung Auch in der hausärztlichen Pra- in ein Krankenhaus notwendig ist xis von Matthias Juricke in Haben- oder ob beispielsweise bestimmte hausen wird vermehrt auf Online- Medikamente Linderung verschafKom mu n i k at ion fen können. gesetzt. Dort werJuricke beschäfDatenschutz steht den sogar die tigt inzwischen eieinfachen Lösungen Nachrichten auf nen Mitarbeiter, im Wege dem Anrufbeantder sich ausworter transkrischließlich um die biert und per Mail an die Mitarbei- IT in der Praxis kümmert. Dieser tenden versendet. „Unsere medizi- hat kürzlich ein auf die Praxis zunischen Fachangestellten können geschnittenes Anamnese-Proso eine Triage vornehmen und die gramm entwickelt, welches für Anliegen der Patienten besser be- weitere zeitliche Entlastungen arbeiten“, erklärt Matthias Juricke. sorgt. Patientinnen und Patienten Videosprechstunden gehören in können so vor Erstterminen oder seiner Praxis bereits zum norma- Untersuchungen bereits zu Hause len Alltag. Patienten vereinbaren oder vor Ort auf dem Handy Fragen den Termin online, betreten dann zum Gesundheitszustand beantkurz vorher ein virtuelles Warte- worten. „Der Bogen wird ihnen dazimmer über PC, Handy oder Tab- tenschutzkonform zugeschickt. let und werden aufgerufen und ein- Wir müssen im Anschluss nichts gelassen, wenn sie an der Reihe mehr einscannen und digital ablesind. Die Praxis in Habenhausen gen und sparen damit wiederum nutzt die Technik aber auch für Zeit, die den Patientinnen und PaHausbesuche. So besuchen die me- tienten zugute kommt“, erklärt

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Juricke. Der geringere Zeitaufwand sorge dafür, dass sich dieses Modell rechne, so der Mediziner. Auch die verpflichtenden digitalen Leistungen, wie etwa das E-Rezept oder die elektronische Krankschreibung entlasten laut Juricke. „Wenn sie funktionieren“, mahnt Kinder- und Jugendarzt Trapp. Denn oftmals würden die per Gesetz verpflichtend eingeführten Maßnahmen im Gegensatz zu den freiwilligen Angeboten in der Praxis nur holprig laufen. Die E-Rezepte etwa nähmen deutlich mehr Zeit in Anspruch als ausgedruckte, erklärt Trapp. „Eigentlich sind es gute Lösungen, aber die Umsetzung verursacht Kosten und Ärger“, sagt Trapp. Er wünscht sich, dass solche Maßnahmen zunächst ausgiebig getestet würden, bevor sie den Praxen aufgezwungen werden. Oftmals stünde zudem der deutsche Datenschutz einfachen Lösungen im Wege, sagt Trapp mit Blick auf andere europäische Länder. Ein Beispiel sei die elektronische Patientenakte. In Deutschland dürften Patienten Änderungen daran vornehmen, die für den Arzt nicht sichtbar sind. „Die Akte ist damit völlig sinnlos und so etwas führt dazu, dass sie am Ende nicht genutzt wird“, mahnt Trapp.


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