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SONNTAG, 23. JULI 2023
NR. 3661/53. JAHRGANG
Wandergrün in Bremen
Hilfe für die Opfer
Entschleunigung gewinnen
Wie mobile Bäume für mehr Begrünung sorgen
Wie die Ehrenamtler des Weißen Rings arbeiten
Wir verlosen einen Urlaub für zwei Personen in Bad Lauterberg im Harz
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Frühschwimmen verlegt Das Frühschwimmen um 6.30 Uhr im Horner Bad wird aufgrund des schlechten Wetters ins Hallenbad verlegt. Wer möchte, kann laut Bremer Bädergesellschaft aber trotzdem im Freibad frühschwimmen. Auch das Stadionbad, das Schloßparkbad und das Freibad Blumenthal bieten Frühschwimmen an. (kea)
Vollsperrung wird verschoben Die Vollsperrung des Knotenpunktes Herdentor im Zuge des Baus der Radpremiumroute Wallring beginnt nicht wie ursprünglich geplant am 7. August. Die Baumaßnahme ist auf Anfang September verschoben worden, die Sperrung beginnt am 4. September. (rf)
Vom Zuschlag profitieren Mit der zweiten Stufe der Bürgergeldreform werden nun auch Familien entlastet, die zuvor eventuell keinen Anspruch auf einen Kinderzuschlag hatten. Auch kann sich dieser Anspruch nun erhöhen, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilt. Infos unter kinderzuschlag.de (rf) Anzeige
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Weniger Gewicht verbraucht weniger Kerosin. Es gibt viele Tipps, wie eine Reise nachhaltiger werden kann. Mittlerweile gibt es extra Tarife, bei denen man den Einsatz von umweltfreundlicheren Treibstoffen unterstützt. Foto: Schlie
Nachhaltigkeit noch kein Trend Zertifizierte Hotels und neuer Treibstoff: Doch Nachfrage nach Öko-Reisen hält sich in Grenzen KEA NEEL AND Die Urlaubszeit hat begonnen und viele Bremerinnen und Bremer fahren in die Ferne. Doch Reisen belastet auch die Umwelt. „Klimaschutz und Nachhaltigkeit ist in aller Munde – auch bei Reisen“, sagt Kerstin Heinen, Sprecherin des Deutschen Reiseverbands (DRV). Die Nachfrage halte sich allerdings noch in Grenzen: „Laut einer aktuellen Branchenumfrage bei Reisebüros sehen derzeit 75 Prozent der Reisebüros bisher noch keine pro-aktive Nachfrage nach klimaschonenden Reisen“, erklärt Heinen. Hier warte noch eine riesige Aufgabe auf die Branche: „Es ist wichtig, Kundinnen und Kunden im Vorfeld der Buchung transparent über den CO2Fußabdruck ihrer Reise zu informieren, um sie noch stärker zu sensibilisieren.“ Anja Rothe vom Lufthansa City Center Weser Reisebüro betont: „Man muss unterscheiden zwischen touristischen Urlauben und Geschäftsreisen. Vor allem große Konzerne legen oft Wert
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darauf, sich um nachhaltiges Reisen zu kümmern.“ Dafür beraten Rothe und ihre Kolleginnen und Kollegen, wie sich CO2-Emissionen vermeiden, reduzieren und kompensieren lassen können. Firmenkunden von Lufthansa City Center können ihre CO2-Emissionen bei Flügen um bis zu 80 Prozent verringern. „Dafür erwerben sie SAF-Pakete. SAF steht für Sustainable Aviation Fuel und besteht aus biogenen Reststoffen, wie gebrauchten Speiseölen, das herkömmlichem Kerosin bis zu 50 Prozent beigemischt werden
kann.“ Bei touristischen Reisen bietet der Veranstalter FTI Touristik ab sofort einen SAF-Tarif für Pauschalreisen mit Eurowings in Deutschland, Österreich und der Schweiz Richtung Mallorca an. Zum Reisepreis hinzu kommt ein Aufschlag von 15 Euro pro Person und Flugstrecke. Mit der Buchung unterstützen Urlauber den Einsatz von SAF. „Die großen Reiseveranstalter bieten mittlerweile auch ökologisch nachhaltige Hotels oder Verkehrsmittel an“, so Rothe. „Wir haben einen extra Filter, der
T I PP S FÜ R NACH H ALT I G E S R E I S E N • Beratung im Reisebüro, denn dort sitzen die Profis • Reisedauer sollte mit Entfernung des Reiseziels zusammenpassen – je weiter weg, umso länger der Aufenthalt • Direktflüge bevorzugen, bei Start und Landung wird besonders viel Kerosin benötigt • Eher Economy statt Business Class wählen • Sinnvoll Packen: Weniger Gewicht verbraucht weniger Kerosin. Das gilt auch für Sportgeräte: Ein Surfbrett lässt sich mieten • Nachhaltige Unterkünfte: eigene Solaranlage zur Stromerzeugung; regionale, saisonale Verpflegung; Abfälle Plastik vermeiden • Wo möglich auf Fliegen verzichten und die Bahn nutzen • Auch im Zielgebiet auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz achten, öffentliche Verkehrsmittel nutzen, lokal einkaufen
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nur nach Nachhaltigkeit sortiert.“ Da sei die Nachfrage aber noch sehr gering. „Wir sind noch in den Anfängen. Ich denke aber, dass das in Zukunft noch mehr werden wird“, sagt die Expertin. Ziel des DRV ist es, die klimaschädlichen Emissionen im Tourismus zu reduzieren und somit die Auswirkungen zu begrenzen. „Ohne auf das Reisen zu verzichten“, sagt Sprecherin Heinen. Auch im Bremer Tourismus spielt Nachhaltigkeit eine Rolle. „Deutschland ist bei Reisenden beliebter als das europäische Ausland und auch Städtereisen liegen weit vorne. Und Studien zeigen, dass Nachhaltigkeit im Bereich Reisen eine immer wichtigere Rolle spielt“, sagt Maike Bialek, Sprecherin der Wirtschaftsförderung Bremen. Bremen sei gut mit der Bahn zu erreichen, eine Stadt der kurzen Wege, fahrradfreundlich und habe einige nachhaltig zertifizierte Hotels vorzuweisen. Bialek findet: „So haben wir großes Potenzial, die Nachfrage nach nachhaltigem Reisen mit Angeboten abzudecken.“