Wo Fotografie-Interessierte zusammentreffen Seite 7
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Ruderverein feiert
125 Jahre Geschichte rund ums Rudern Seite 6
Abriss an der Rübhofstraße
Baustellen-Investor lädt zum Tag der offenen Tür Seite 5
Bücherwurmclub für Kinder
Bürgerfraktion im Gespräch
OSTERHOLZ-SCHARMBECK – Für Donnerstag, 18. Juni, lädt die Stadtbibliothek OsterholzScharmbeck alle Kinder von sechs bis zehn Jahren ein. In einer Geschichte von Käpt’n Sharky werden gemeinsam Schatzkisten gebastelt. Anmeldung per E-Mail info@bibliothek-ohz.de fls
OSTERHOLZ-SCHARMBECK – Die Wählergemeinschaft bietet am Dienstag, 16. Juni, die Chance, den Bürgermeisterkandidaten Torsten Haß kennenzulernen. Beginn ist um 19 Uhr im „Restaurant Maribondo Bowling“, Bahnhofstraße 26. Anmeldung ist nicht erforderlich. fls
Besichtigung des Rohbaus
LILIENTHAL – Nachdem der Rohbau an der Warfer Landstraße 73 fertiggestellt wurde, lädt die Bührmann-Gruppe für Mittwoch, 17. Juni, zur Besichtigung ein. Das Wohngebäude soll für geflüchtete Familien bereitgestellt werden, die Besichtigung geht von 13 bis 14.30 Uhr fls
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Zehn Jahre für Transmenschen
Das Trans*Net OHZ traf sich erstmals 2016 / Was sich seitdem getan hat und mehr
MARIUS ROSKAMP
LANDKREIS – Der Bedarf war direkt erkennbar, als sich vor zehn Jahren das Trans*Net OHZ erstmals traf. Neun Personen waren beim ersten Stammtisch anwesend, erinnert sich Gründerin Ilka Christin Weiß. „Bei einem Treffen in Bremen habe ich mich gefragt: Wo sind die Leute aus den Dörfern? Warum kommen von dort keine Transpersonen? Aus Osterholz-Scharmbeck, aus Lilienthal, aus Schlußdorf, Grasberg, Gnarrenburg und so weiter? Da habe ich einen Schuss ins Blaue gemacht und bin davon ausgegangen: Die verstecken sich hinterm Ofen. Die muss man nur hervorlocken. Und siehe da: Sie kamen.“
Trans*Net OHZ ist ein Netzwerk und eine Selbsthilfegruppe für
Transpersonen, für deren Angehörige, Freundinnen und Freunde und Unterstützer. Das erste Treffen fand am 19. Februar 2016 statt, die Volkshochschule (VHS) OHZ hatte sich damals direkt bereit erklärt, das Netzwerk in ihr Programm mit aufzunehmen, damit ein Raum für die Treffen genutzt werden konnte. Weiß – examinierte Krankenschwester, Lehrende für Pflege, zertifizierte Beraterin für transgeschlechtliche Menschen – konzipierte das Netzwerk direkt so, dass es auch mit Institutionen, Arztpraxen und weiteren kooperiert. Laut Weiß werden mittlerweile wie selbstverständlich Personen an das Netzwerk verwiesen, wenn es um psychosoziale Transberatung geht. Gerade in der Anfangszeit gab es, wie Weiß erzählt, auch Treffen, bei denen niemand erschienen ist.
Tag der Gebäudereinigung
LANDKREIS – Am Montag, 15. Juni, ist der „Tag der Gebäudereinigung“. In Osterholz arbeiten laut IG BAU rund 130 Gebäudereiniger, diese fordert nun einen Respektund Lohn-Schub. „Spätestens mit dem Renteneintritt sind die meis-
ten dann stark von Armut bedroht“, so Inge Bogatzki von der IG BAU Land Bremen. Eine Vollzeit Reinigungskraft müsse mit dem Branchenüblichen Mindestlohn über 70 Jahre arbeiten, um eine Durchschnittsrente zu bekommen. fls
Dennoch blieb Weiß dabei und gab nicht auf. Kai M. Becker teilt sich seit Juli 2024 die Gruppenleitung mit Weiß. „Eine solche Gruppe lebt von Kontinuität. Wir sind immer da“, sagt Becker und Weiß bestätigt: „Es braucht einen langen Atem. Das Angebot ist eine Verpflichtung für uns.“ Man könne nicht einfach das Treffen abbrechen, weil gerade keiner kommt. Was, wenn doch eine Person auftaucht?
Becker, nicht-binär, erzählt: „Vor 2017 hätte ich mein rechtliches Geschlecht nicht ändern können und ich hätte die körperlichen Maßnahmen, die ich für mich wichtig fand, nicht durchführen können. 2017. Ist noch nicht so lange her.“ Überhaupt bewegt sich noch viel, auch rechtlich. Doch der Weg ist noch nicht zu Ende. „Wir sind sichtbarer in der Gesellschaft“, stellt Weiß fest. Doch
gleichzeitig blase ein kräftiger Wind von Rechts. Viele springen auf den Zug auf, so Weiß. Es sei eine laute Minderheit, so Becker. Letzten Endes aber werde die Akzeptanz besser. „Mit den Leuten, mit denen ich zu tun habe, ist alles völlig unproblematisch. Ich komme aus Bremen und habe in OsterholzScharmbeck mit mehr Problemen gerechnet“, sagt Becker. Auch Weiß hält große Stücke auf die ländliche Bevölkerung. Sie habe diverse Vorträge bei Landfrauen gehalten und sieht diese als fortschrittlicher an als Bundespolitiker. Das Trans*Net OHZ trifft sich jeden ersten Freitag im Monat ab 19.15 Uhr im Seminarraum IV im Lernhaus am Campus. Um Anmeldung wird gebeten. Weitere Infos bekommt man per Telefon 0176 / 73 54 54 66.
Das schönste Dorf der Welt?
WORPSWEDE – Im Wettbewerb
„Best Tourism Villages by UN Tourism“ werden jährlich die besucherfreundlichsten Orte der Welt ausgezeichnet. Dieses Jahr hat es neben Kochel am See, Tecklenburg, Fischen im Allgäu und Putgarten
auch das Künstlerdorf Worpswede als einer der fünf deutschen Orte ins Rennen um den Titel geschafft. Es soll die norddeutsche Kulturlandschaft des Teufelsmoors repräsentieren, die Ergebnisse werden im Herbst erwartet. fls
GOLDANKAUF IN
Kai M. Becker (links) und Ilka Christin Weiß leiten aktuell das Netzwerk Trans*Net OHZ und stoßen auf die vergangenen zehn Jahre und auf die Zukunft an. Foto: Schleicher
Ferienangebote und Jugendtreff
HAMBERGEN – Für Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren stellt das Ferienprogramm dank der Unterstützung zahlreicher Anbieter eine Vielzahl an Aktivitäten bereit. Damit es möglichst fair bei der Vergabe der Plätze abläuft wird es drei Wochen vor Ferienbeginn eine Auslosung unter den Anmeldungen geben. Die Samtgemeinde Hambergen empfiehlt, regelmäßig einen Blick auf das Online-Portal zu werfen, weitere Infos und Anmeldung unter unser-ferienprogramm.de/ hambergen . Ein weiteres Angebot stellt der Jugendtreff „Altes Rathaus“ dar, Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren können dort einfach vorbeischauen und die Einrichtung ohne Anmeldung nutzen. f ls
Führung auf dem Sophienhof
HOLSTE – Auf knapp 90 Hektar werden auf dem Sophienhof Oldendorf, Stedener Straße 60, sowohl Rinder großgezogen als auch Gemüse angebaut, alles im Rahmen einer solidarischen Landwirtschaft. Damit Interessierte sich anschauen können, wie der Hof heutztage aufgebaut ist, steht am morgigen Sonntag von 14.30 bis zirka 16.30 Uhr eine Hofführung an. Unter anderem die Folientunnel, der Fuhrpark und die Gemüsekühlung können entdeckt werden. Im Juli 2013 erwarb Marc Schweighöfer in Oldendorf einen Resthof. Mit der Übernahme der Landwirtschaft einschließlich der Mutterkuhherde von der ortsansässigen Saatzüchterin Ulrike Behrendt standen ihm zunächst rund 39 Hektar Nutzfläche zur Verfügung. Infos unter sophienhof-oldendorf.de fls
Ein moderner Lern- und Lebensort
Richtfest zum Ausbau der Grundschule Falkenberg zum Ganztagsbetrieb / Abschluss 2027
MONIKA FRICKE
LILIENTHAL – Den letzten Zimmermannsnagel beim Richtfest zum Anbau der Grundschule Falkenberg schlugen die Schulleiterin Nadja Welker und Bürgermeister Kim Fürwentsches gemeinsam mit wenigen gezielten Hammerschlägen in den Dachbalken. Die Fertigstellung dieses Bauabschnitts ist für Juni 2027 vorgesehen, so die Gemeinde. Der Bürgermeister zeigte sich beeindruckt vom Baufortschritt des viergeschossigen Gebäudes, das später mit Fernwärme, Dachbegrünung und Photovoltaik ausgestattet wird. „Wir können es kaum erwarten“, sagte Welker auch im Namen der Kinder und des Lehrerkollegiums. Die Zahl der Schüler hatte ständig zugenommen und übergangsweise wird schon seit Jahren in Containern unterrichtet.
„Mit dem Richtfest wird sichtbar, was bisher vor allem auf Plänen und in Konzepten existierte“, sagte Fürwentsches. „Hier entsteht ein moderner Lern- und Lebensort, der den Anforderungen einer zeitgemäßen Grundschule gerecht wird und gleichzeitig Raum für die Weiterentwicklung des Ganztagsangebots schafft.“ Andreas Cordes, Fachbereichsleiter Bildung und Kultur, betonte ebenfalls die Bedeutung des Projekts: „Die zusätzlichen Räume werden die pädagogische Arbeit deutlich unterstützen. Mit der Erweiterung schaffen wir die Voraussetzungen, um den steigenden Anforderungen an Unterricht, Betreuung und individuelle Förderung gerecht zu werden.“
Der Ausbau der Grundschu-
Den letzten Zimmermannsnagel schlugen symbolisch die Schulleiterin Nadja Welker und Bürgermeister Kim Fürwentsches in den Dachbalken zum Richtfest beim Anbau der Grundschule Falkenberg. Foto: Fricke
le Falkenberg erfolgt insgesamt in drei Bauabschnitten. Nach dem aktuellen Anbau folgt die Erweiterung des Verwaltungstraktes mit zusätzlichen Arbeits- und Besprechungsräumen für das Kollegium. Im dritten Bauabschnitt sind Sanierungsarbeiten im Bestandsgebäude vorgesehen. Neben der funktionalen Erweiterung spielt auch die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Der Neubau wird an das Fernwärmenetz angeschlossen und rund
die Hälfte der Dachfläche wird mit Photovoltaik ausgestattet. Für den späteren Verwaltungsanbau ist ein begrüntes Flachdach vorgesehen, so der Leiter des Fachbereichs Bildung und Kultur.
Eine wichtige Eröffnung für die Schülerinnen und Schüler steht bereits kurz bevor: Der neue Bolzplatz auf dem Schulgelände kann ab Ende Juni genutzt werden. Durch die Vergrößerung der Grundschule schafft die Gemeinde Voraus-
setzungen für den weiteren Ausbau des Ganztagsangebots und eine dauerhafte Dreizügigkeit am Schulstandort. Im ersten Bauabschnitt entsteht aktuell ein Anbau mit einer Mensa für 80 Kinder, einer Ausgabeküche mit Nebenräumen sowie vier Klassenräumen mit Differenzierungsräumen. Zudem werden Räume für Sprachförderung und Lehrmittel, ein Ruheraum sowie eine moderne Lehrkräfte-Teamstation geschaffen.
Beim Deichschutz gemeinsame Sache machen
Bremen und Lilienthal arbeiten zusammen
LILIENTHAL - Für Ländergrenzen interessiert sich Hochwasser nicht. Das hat das Weihnachts- und Neujahrshochwasser an Wümme, Wörpe und Weser 2023/24 eindrucksvoll bewiesen. Zahlreiche Flächen wurden überflutet, Straßen standen unter Wasser und einige Familien mussten ihre Häuser vorsorglich verlassen. Die Lehre aus dem Hochwasser liegt auf der Hand: Für die Zukunft muss stärker zusammengearbeitet werden.
Samstag, 13. Juni
Rats-Apotheke
Hauptstr. 66
Lilienthal 04298/2345
Sonntag, 14. Juni
Ritterhuder Apotheke
Riesstr. 47
Ritterhude 04292/775
Montag, 15. Juni
Alte Apotheke
Marktstr. 11
Osterholz-Scharmbeck 04791/57318
Dienstag, 16. Juni
Koppel-Apotheke
Koppelstr. 35
Osterholz-Scharmbeck 04791/965680
Mittwoch, 17. Juni
Apotheke am Bahnhof
Bahnhofstr. 37
Osterholz-Scharmbeck 04791/502780
Kranich Apotheke Amtsdamm 39 Hagen im Bremischen 04746/951060
HAMBERGEN – Der nächste Trauertreff der Trauersterne findet am Dienstag, 16. Juni, von 18.30 bis 20.30 Uhr im Heimathaus Ströhe, Sandstraße 32a statt. Menschen finden dort einen geschützten Rahmen, um ihrer Trauer Raum geben zu können. Das Treffen ist konfessionsübergreifend und kostenfrei. Für einen Imbis und Getränke ist gesorgt. Anmeldungen per Telefon 0162 / 406 03 16 sind willkommen aber auch spontane Besuche sind willkommen. rom
Museumskaffee mit Kurzvortrag
LILIENTHAL – Der Heimatverein lädt am heutigen Samstag zum Museumskaffee in das Emmi-Brauer-Haus, Feldhäuser Straße 16, ein. Von 15 bis 17 Uhr bietet sich die Gelegenheit einem Kurzvortrag beizuwohnen. Thema ist „Der Amtsgarten in der Klosterzeit“. f ls
„Beim extremen Hochwasser 2023/24 hat unser Deich standgehalten, musste aber an einigen Stellen mit Sandsäcken gesichert werden“, erklärt Umweltsenatorin Henrike Müller. Die Erreichbarkeit des Deichs war während der notwendigen Arbeiten allerdings nicht immer gewährleistet. Um künftig besser vorbereitet zu sein, hat Bremen einen Deichverteidigungsweg in Warf-Butendiek eingerichtet. Der Weg sorgt dafür, so Müller, dass Einsatzkräfte die Deiche im Hochwasserfall schneller und sicherer erreichen können. Weitere Maß-
nahmen stehen noch aus, bestätigt Müller. So werden Deiche und Hochwasserschutzanlagen überprüft und dort modernisiert, wo Handlungsbedarf besteht. Auch die Entwässerungsanlagen, etwa Siel- und Schöpfwerke, sollen weiterentwickelt werden, damit Wasser bei Hochwasserlagen künftig noch besser abgeführt werden kann. Auch auf Lilienthaler Seite hat man im Nachgang des Hochwassers Maßnahmen ergriffen, betont Kim Fürwentsches. „Der gemeinsame Blick auf Herausforderungen und Lösungen ist dabei ein wichtiger Baustein für einen wirksamen Schutz der Menschen in unserer Region.“ Ein weiteres Problem in der Region sind die Nutrias. Die aus Südamerika stammenden Nagetiere stellen durch ihre Grabtätigkeit eine Gefahr für die Stabilität der Deiche dar. Um die Deichsicherheit nachhaltig zu gewährleisten, hat Bremen Nutrias in das Jagdrecht aufgenommen und ermöglicht so eine gezielte Bejagung. pb
MONIKA FRICKE
Weltuntergang im Theater
OSTERHOLZ-SCHARMBECK
– In den vergangenen Monaten erarbeitete die Jugendgruppe des Theaters in OHZ (TIO), die Plattmüüs, mit der Gastregisseurin Nina Arena das dramatische Schauspiel „36.000 Sekunnen“, bei dem es um die letzten zehn Stunden der Menschheit und die Frage, was im Leben wirklich wichtig ist, geht. Das Stück stammt aus der Feder Julia Gastels und wurde ins Niederdeutsche von Edda Hillmann-Quest übersetzt. Gastregisseurin Arena wird von Anna Frerichs unterstützt. Nach 15 Jahren erfolgreicher Theaterarbeit mit der Jugendgruppe des TIO hatte Theaterpädagoge Kian Pourian sich im vergangenen Jahr verabschiedet. Arena, die bereits mehrfach in der Kreisstadt Regie führte, übernahm seine Aufgabe.
„De Tiet löppt, de Welt geiht unner!“ – steht dabei im Vordergrund der Ereignisse. Alles dreht sich um die letzten zehn Stunden der Menschheit. „Die Minschheit leevt nur noch tein Stünnen“ (Der Mensch lebt nur noch zehn Stunden). Wie gehen Geschäftsmann John Gruber, Großmutter und Tochter, ein fanatischer Zocker, ein fleißiger Student, eine Nonne oder die Putzfrau und der Hausmeister im Geschäftshaushalt Gruber mit der Nachricht um?
Die Plattmüüs - das sind Leif Komogowski, Sophie Schnakenberg, Madeleine Hein, Sinje Klawitter, Martha Schulze, Luisa Wiethölter, Keiran Jacobi von Wangelin, Ana Erbrecht-
Abendbrot und Gespräche
Die Jugendgruppe des
in OHZ, die
neue
erarbeitet: Am
die Premiere des Schauspiels „36.000 Sekunnen“ auf der Bühne Gut Sandbeck. Foto: Fricke
Marte, Angie Buschmann, Alida Wenk, Anna-Sophie Becker, Mia Stelljes, Matteo Meenzen - setzen die WeltuntergangsEreignisse auf der Bühne aktionsreich in Szene. Arena gibt hin und wieder Anweisungen, das eine oder andere noch besser darzustellen. HillmannQuest begleitete die Jugendlichen während der wöchentlichen Proben, um die plattdeutschen Textrollen zu verinnerlichen.
rung, von der Textbearbeitung der Rollen bis zum Bühnenbild, Bühnenbau, Maske und Kostüme, Requisite, Licht- und Tontechnik: Alles hat die Jugendgruppe selbst gestaltet und ausgeführt. Wer mehr über den Ausgang des Schauspiels „36.000 Sekunnen“ erfahren möchte, kann das bei der Premiere am 22. Juni, 19.30 Uhr oder am Mittwoch, 24. Juni, 19.30 Uhr auf der Bühne Gut Sandbeck erleben. Eine weitere Aufführung planen die Plattmüüs am Sonntag, 28. Juni, 12.30 Uhr beim Jugendtheater-Festival in Neuenburg. Premiere von „36.000 Sekunnen“ am Montag, 22. Juni, auf der Bühne Gut Sandbeck
Grubers brave Tochter klagt der Nonne Schwester Helene: „De Welt geiht unner, wie köönt se noch an Gott glöven? - Während ihre Mutter Claire
Gruber den Weltuntergang mit einer Flasche Wein runterspült. Wird der fleißige Student vor dem prophezeiten Weltuntergang seine Studien fortsetzen? Und der Zocker Max Seibert sein Lieblingsspiel zu Ende schaffen? Werden sich die Großmutter und Tochter noch vor dem Ende der Welt versöhnen? Und die Nonne, die noch nie geküsst hatte, den ersten Kuss erleben? Was am Ende, nach der Weltuntergangs-Party passiert, werden die Premierengäste am 22. Juni auf der Bühne Gut Sandbeck erleben. Von der Idee bis zur Auffüh-
Terrassendielen/ Konstruktionsbretter aus Lärche/Douglasie sowie
GRASBERG – Für Mittwoch, 17. Juni, lädt der Grüne Ortsverband Grasberg ab 19 Uhr zum Abendbrot ein, mit dabei ist Pascal Menning. Er ist Landtagsabgeordneter und Kultusausschussvorsitzender, zudem ist er schulpolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion. Er wolle ins Ge-
spräch kommen und mit den Gästen, egal ob Lehrer, Eltern, Schülern oder anderen, über diverses diskutieren. Wie sieht eine gute Lehrkräftebildung aus? Wieso ist der Ganztag so wichtig? Solche und weitere Fragen stehen an. Die Veranstaltung findet im Findorffhof, Am Schiffgraben 7, statt. fls
TIERE SUCHEN EIN ZUHAUSE
Bleiben bestechlich: Sassy und Pearl
Seit November 2024 sind Sassy und Pearl bei „Tiere in Not“. Wie ihre Schwestern sind auch sie Menschen gegenüber noch recht scheu. Während die anderen längst ein Zuhause gefunden haben, warten die langhaarige Pearl und Sassy mit dem markanten Fleck auf dem Näschen noch immer auf ihre Chance.
Dabei sind die beiden keineswegs desinteressiert an ihren zweibeinigen Mitbewohnern. Ganz im Gegenteil: Keine Tätigkeit des Personals bleibt unbemerkt, und aus sicherer Entfernung wird alles aufmerksam beobachtet. Noch leichter lässt sich ihre Neugier mit ein paar Leckerchen we-
cken – denn bestechlich sind die beiden Damen durchaus. Mit Geduld, Verständnis und der Bereitschaft, ihnen die nötige Zeit zu geben, werden Sassy und Pearl Schritt für Schritt Vertrauen fassen. Der Weg dorthin mag etwas länger sein, doch am Ende warten zwei wunderschöne Katzen, die ihren Menschen auf ihre ganz eigene Weise ans Herz wachsen werden. Manche Katzen verschenken ihr Vertrauen sofort – Sassy und Pearl machen daraus etwas ganz Besonderes.
Weitere Informationen bekommt man beim Verein Tiere in Not unter Telefon 04791 / 931 54 72. hwr
Sassy und Pearl sind seit Ende 2024 im Tierheim und nach wie vor recht scheu. Fotos: pv
LANDKREIS – Stabilität geben, Nähe leben, Zukunft gestalten. Unter diesem Motto fand am vergangenen Dienstag die 51. Vertreterversammlung der Volksbank eG Osterholz Bremervörde statt.
Im Fokus stand der Rückblick auf das Geschäftsjahr 2025: „Es war ein Jahr, das erneut von wirtschaftlicher Unsicherheit geprägt war und uns sehr gefordert hat“, erklärte Vorstandsssprecher Jan Mackenberg. „Und dennoch“, führte Vorstandsmitglied Michael Kersting aus, „haben wir ein sehr gutes Ergebnis erziehlt, welches Ausdruck einer klaren strategischen Ausrichtung ist“. Eine Steigerung von 3,2 Prozent in der Bilanzsumme, ein Wachstum des Kundenwertvolumens von 4,84 Prozent, ein Anstieg des Gesamtkreditvolumens um 7,7 Prozent sowie der Zuwachs des Zinsüberschuss von 18,02 Prozent scheinen diese Aussage zu unterstreichen.
Doch seien Zahlen nicht alles. „Stabilität entsteht vor allem durch Nähe. Und Nähe lebt davon, Verantwortung hier in unserer Region zu übernehmen“ rückte Stefanie Kase, Vorstandsmitglied der Volksbank Osterholz Bremervörde in den Vordergrund. Explizit sei dies durch Förderungen in Höhe von 276.000 Euro an fast 300 Empfänger gelungen. Aber auch der vergangenes Jahr erstmals abgehaltene Nachhaltigkeitswettbewerb habe durchweg positive Resonanzen
GRASBERG – Im vergangenen Winter fand die Weinachtssternaktion vom „Familienfreundlichen Grasberg“ statt. Diese Veranstaltung richtete sich an Senioren, und erzielte einen Überschuss an Spenden, diese wurden nun für eine Sommeraktion genutzt.
Nachdem im Mai Wunschzettel für ein zusätzliches Präsent zur Jahresmitte an die Senioren Grasbergs verschickt wurden, konnten insgesamt 34 Wünsche nun erfüllt werden. Diese reichten von EinkaufsGutscheinen über RestaurantBesuche bis hin zu Friseur-
und Fußpflegeterminen. Für Kinder gibt es bereits ein zusätzliches Projekt, das im Notfall über das Jahr hinweg unterstützen kann. Da sei es nur gerecht, den Seniorinnen und Senioren auch zur Jahresmitte noch einmal einen Wunsch zu erfüllen, so das Bündnis Familienfreundliches Grasberg in einer Pressemitteilung.
„Die Grundidee der Aktion ist es, der Generation Wertschätzung zu zollen, die teilweise nicht von ihrer eigenen Rente leben können“, so das Bündnis weiter. fls
Zehn Erzieher aus Spanien
Projekt soll Fachkräftemangel bekämpfen
Landkreises zu gewinnen.
In seiner zehnten Vertreterversammlung als Aufsichtsratvorsitzender moderierte Andreas RolfPissarczyk den Abend zum letzten Mal.
erhalten, insgesamt wurden 6.500 Euro an Gewinnen ausgeschüttet, dieses Jahr gehe der Wettbewerb in die zweite Runde.
Zum Abschluss des Abends wurde es dann noch emotional, denn zum Ende der Vertreterversammlung schieden insgesamt drei Mitglieder des Aufsichtsrates aus ebenjenem Gremium aus. Während Bastian Grimm wiedergewählt wurde, hatten Wolfgang Rohde als auch Aufsichtsratvorsitzender Andreas Rolf-Pissarczyk die Altersgrenze erreicht. Sie wurden durch Imke FleischerSchorn, Inhaberin des Kaufhaus Fleischer, und Dennis Kück, Geschäftsführer von Krone Filter Solutions in Oyten, ersetzt. Nach abschließenden Reden von Fritz Bokelmann, ehemaliger Vorstandsvorsitzender
Foto: Schleicher
der Volksbank eG OsterholzBremervörde, und Mario Kiesling vom Genoverband beendete Rolf-Pissarczyk die 51. Vertreterversammlung, seine zehnte und letzte in der Funktion des Aufsichtsratvorsitzenden. „Ich für meinen Teil werde die Vertreterversammlung im nächsten Jahr aus einer etwas ungewohnten Perspektive verfolgen, nämlich aus dem Publikum“.
LANDKREIS – Landrat Bernd Lütjen begrüßte vergangene Woche zehn spanische Erziehungsfachkräfte in Osterholz. Dies passiert im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des Landkreises, der Agentur für Arbeit, verschiedener KitaTräger sowie weiterer Bildungspartner. Auf insgesamt zehn Kindertagesstätten in Lilienthal und Osterholz-Scharmbeck werden die Gäste verteilt. Dort sollen sie praktische Erfahrung sammeln und sich zeitgleich zu staatlich anerkannten Erziehern weiterqualifizieren, doch sei das noch nicht alles: Ziel des Projekts ist es, die Fachkräfte auch über das Ende der Weiterbildung am 31. August 2027 langfristig für die Arbeit in den Kindertagesstätten des
„Der Fachkräftemangel in unseren Kindertagesstätten stellt uns seit Jahren vor große Herausforderungen. Umso mehr freut es mich, dass wir nun zehn engagierte Fachkräfte für den Landkreis Osterholz gewinnen konnten. Mit ihrem Einsatz stärken sie nicht nur unsere Kitas, sondern bereichern sie auch mit ihren Erfahrungen und Perspektiven“, betonte Lütjen bei der Begrüßung. Die Gewinnung der Fachkräfte gestaltete sich dabei nicht einfach. Die Vorbereitung des Projekts begann bereits 2023, Anfang dieses Jahres konnte die Agentur für Arbeit eine passende Gruppe von Teilnehmenden für den Landkreis Osterholz gewinnen. fls
Stadtradeln 2026 mit deutlichem Rekord
Über 500.000 Kilometer in drei Wochen auf dem Sattel absolviert
LANDKREIS – Zum wiederholten Male rief der Landkreis dazu auf, sich über drei Wochen aufs Rad zu schwingen. Seit dem 2. Juni ist das Stadtradeln 2026 vorbei, auch die Nachtragefrist ist abgelaufen. Die Bilanz überbietet den letztjährigen Rekord erneut, und das deutlich.
Mehr als 2.500 aktive Teilnehmer wurden gezählt, diese absolvierten fast 42.000 Fahrten. Am Ende steht die stolze Summe von 530.640 Kilometern, insgesamt knapp 100.000 Kilometer über dem Endergebnis des Vorjahres. In Niedersachsen landet man mit diesem Ergebnis auf Platz 13 von 306 teilnehmden Kommunen, deutschlandweit nehmen 3.060 Gemeinden an der Aktion teil.
Rund 87 Tonnen CO 2 wur-
Mehr als 2.300 Teilnehmer haben während des Stadtradelns Kilometer gesammelt und CO2 gespart. Foto: Pixabay
den so im Landkreis Osterholz eingespart: „Gemeinsam haben wir nicht nur Kilometer gesammelt, sondern auch ein
Zeichen für Klimaschutz und unsere Region gesetzt“, freut sich Landrat Bernd Lütjen über den neuen Bestwert. fls
Was an der Rübhofstraße kommt
VBI-Immobilien
MONIKA FRICKE
OSTERHOLZ-SCHARMBECK – „Jetzt geht’s wirklich los“, erklärte Lena Havemeyer von der VBI-Volksbanken Immobilien GmbH zur Errichtung von 16 Wohneinheiten auf dem Grundstück an der Rübhofstraße 6. Am morgigen Sonntag, 14. Juni, in der Zeit von 14 bis 16 Uhr kann man beim Tag der
laden zum „Tag
der offenen Tür“ am Sonntag, 14. Juni, ein
offenen Tür Näheres über das Bauvorhaben Rübhof Osterholz erfahren. Bauherr und Generalunternehmer ist die Firma Poort-Bau GmbH & Co. KG aus Sittensen. 2023 hatte das Unternehmen bereits das Grundstück mit dem historischen Altbau aus dem Jahre 1774, der einstiegen Post-Relais-Station an der Rübhofstraße erworben. Stadtrat,
Verwaltung und Landkreis gaben inzwischen den Abriss frei, weil es sich nicht um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt. Thomas Poort berichtete vor Ort von den Besonderheiten des Bauvorhabens, das voraussichtlich im Herbst dieses Jahres starten soll. Die geplante Bauzeit des Mehrfamilienhauses soll rund 14 Monate dauern, so der Bauherr.
Thomas Poort und Lena Havemeyer von der VBI-Immobilien-Gesellschaft laden für den morgigen Sonntag zum Tag der offenen Tür mit Informationen zum Neubau ein.
Spielspaß
und Förderung
Grundschulturnier mit Nationalspielerin
OSTERHOLZ-SCHARMBECK
– Insgesamt 210 Grundschüler und -schülerinnen aus dem Gebiet der Kreisstadt begaben sich am Freitag, 5. Juni, nach Pennigbüttel auf den Sportplatz des dort ansässigen SV Komet. Hier fand zum bereits vierten Mal das Fußballturnier der Grundschulen statt, insgesamt 21 Mannschaften spielten um den Sieg. „Jeder, der Lust auf Fußball hat, soll hier spielen können“, erzählt Jennifer Schönmann, Leiterin der Grundschule Sonnentau, die das Turnier auf den Weg brachte. „Sportveranstaltungen waren mir schon immer wichtig, auch um mögliche Talente zu fördern“, ergänzt Schönmann. Aus den 13 Jungenteams konnte sich der „FC Mencke“ im Siebenmeter-Schießen gegen die „Findorff Kickers Eins“ durchsetzen und hat seinen Titel so verteidigt. Bei den 8
Mädchenteams gab es jedoch einen Wechsel an der Spitze, statt der „Findorff Fighter Girls“ wurden dieses Mal die „Findorff Girls“ Sieger des Pokals. Als Schiedsrichter wurden übrigens ältere Schüler aus den weiterführenden Schulen eingeladen. „Und wenn die pfeifen“, so Schönmann, „dann hören die Spieler.“
Die Urkunden und Trophäen wurden anschließend von Bundesliga- und Nationalspielerin Pia-Sophie Wolter übergeben: „Es ist schön, vor allem den Mädchen zu zeigen, dass sie ihr Hobby zum Beruf machen können. In meiner Jugendzeit gab es auf dem Dorf keinen Mädchenfußball, ich musste mit den Jungs zusammenspielen“, erklärte die ehemalige Spielerin des SV Werder Bremen weiter. Sie konnte in ihrer Karriere bereits mehrere Meistertitel und DFB-Pokalsiege erringen. f ls
Nach der Siegerehrung nahm sich Nationalspielerin Pia-Sophie Wolter noch Zeit um Autogramme zu verteilen. Foto: Schleicher
Poort wies auf das besondere zukunftsorientierte Bauvorhaben hin, das nach strengen Kriterien und dem Zertifizierungsverfahren für das staatliche Gütesiegel QNG (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude) errichtet wird. Die 16 modernen Wohneinheiten wurden durch zeitgemäße Architektur nach energieeffizienter und nachhaltiger Bauweise geplant. Treibhausgasemissionen, Schadstoffvermeidung und Barrierefreiheit wurden dabei berücksichtigt. Dem Bauherrn war es wichtig, „ein Haus für die Zukunft“ zu bauen.
Für die unterschiedlich großen Eigentumswohnungen (56 bis 87 Quadratmeter zum Kaufpreis von 243.000 bis 375.400 Euro) werden besondere Abschreibungen und Förderungen angeboten, betonte die VBI-Immobilien-Expertin Havemeyer. Das Projekt sei auch für Kapitalanleger interessant, zum Beispiel durch die 5prozentige Sonderabschreibung u nd ein KfW-Darlehen zum klimafreundlichen Neubau. Besucher erfahren am Tag der offenen Tür genaue Details zur Finanzierung und Förderung.
| HolzwerkstoffeHobel
Tarif für Fahrradcontainer
Die Abstellmöglichkeit soll künftig kosten
OSTERHOLZ-SCHARMBECK – Als kostenloses Angebot für spontane und kurzfristige Nutzer installierte die Stadt die Fahrradcontainer am Bahnhof. Nach über zwei Jahren soll ab Juli nun ein Tarifsystem eingeführt werden, hierbei gehe es aber nicht darum, Gewinne zu erzielen. „Ziel ist es, die anfallenden Kosten zu decken und damit den langfristigen Betrieb des Angebots sicherzustellen“, teilt die Stadt mit. Bei den Preisen habe man sich an den Modellen anderer
Kommunen sowie an der Auslastung orientiert. Zukünftig zahlt man für eine Nutzung von vier Stunden 1 Euro, für einen Tag steigt der Preis auf 1,50 Euro. Für Pendler relevanter sind jedoch die Tarife für einen Monat, drei Monate sowie ein Jahr. Hier liegt das Entgelt bei jeweils 15, 40 und 90 Euro. Als Alternativen stehen aber auch weiterhin Angebote wie Mietboxen oder Jahreskarten für die Fahrradkäfige zur Verfügung. f ls
Die bislang kostenfreien Fahrradcontainer am
dürfen Radler ab Juli per Tarifsystem nutzen. Foto: Stadt Osterholz-Scharmbeck
Foto: Fricke
Bahnhof
INOH Z UND DIE EXPERTEN
BREME N -NORD
HANDEL HANDWERK GASTRONOMIE & DIENSTLEISTUNGEN
125 Jahre Rudern und mehr
RV Osch lud anlässlich des Jubiläums zum Tag der offenen Tür und hatte viele Ehrengäste
MARIUS ROSKAMP
OSTERHOLZ-SCHARMBECK
BAUMFÄLLUNG/BAUMPFLEGE
Rollrasen, Kaminholz, Baumpflege und Wurzelentfernung
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(04 21) 64 23 78 www.hat-dicht.de
Zahlreiche Ehrengäste waren erschienen, um mit dem Ruder-Verein Osterholz-Scharmbeck (RV Osch) zu feiern. Dieser wurde 1901 gegründet, vor also nunmehr 125 Jahren.
Leitende Mitarbeiter der Frerichs Werft in OsterholzScharmbeck gründeten den Verein. „Die Mitarbeiter dachten, sie wollen nicht nur Boote bauen, sondern auch was auf dem Wasser machen. So kam die Idee und der Verein entstand“, erzählt die Erste Vorsitzende Monika Schütte. Zunächst hatte der Verein seinen Sitz im Hafen, später ist er direkt an die Hamme gezogen und ist heute der direkte Nachbar von Tietjens Hütte. Mehr als die halbe Vereinsgeschichte begleitet bereits das langjährigste Mitglied den RV Osch: Gottfried Stehnke ist seit rund 75 Jahren dabei, so Schütte. Zahlreiche Ehrengäste hielten Reden, so auch Torsten Haß, Erster Stadtrat. „Rudern heißt Teamgeist, Verantwortung und gemeinsames Vertrauen“, resümmierte er und hob die große Bedeutung des
Lars Koltermann, Vizepräsident des Deutschen Ruderverbandes, überreichte die Flaggentafel seines Verbandes an die Vorsitzendes des RV Osch, Monika Schütte. Foto: Roskamp
Vereins für die Stadt hervor. Diesem Sentiment schloss sich auch André Hilbers an, der den Landrat Bernd Lütjen vertrat. „Sie vom RV Osch betreuen Veranstaltungen ehrenamtlich und mit Herzblut. Ich wünsche Ihnen auch für die nächsten
125 Jahre viel Erfolg. Der Verein bringt Mensch und Natur miteinander in Kontakt“, so Hilbers.
Werner Hübner, seit zwölf Jahren Vereinsmitglied, hob die gute Arbeit hervor, die der Vorstand macht und betonte
das „herrliche Vereinsleben“. Rudern, erzählte er, habe für ihn etwas Meditatives. Schnupperkurse für das Rudern veranstaltet der Verein übrigens auch. Der Nächste findet vom 26. bis 28. Juni statt. Infos unter rvosch.de
Investitionen in Brandschutz
Sehr guter Stand bei Feuerwehrfahrzeugen
OHLENSTEDT – Die Ortsfeuerwehr Ohlenstedt stellte ihr neues Mittleres Löschfahrzeug (MLF) am vergangenen Sonntag offiziell in den Dienst. Ortsbrandmeister Thomas Kück begrüßte dazu verschiedene Gäste. Bürgermeister Torsten Rohde sprach mit Blick auf die Ablösung des rund 33 Jahre alten Löschgruppenfahrzeugs LF8 von einem „Quantensprung.
„Was die Planung der Fahrzeuge angeht sind wir in Osterholz-Scharmbeck auf einem sehr guten Stand. Noch in diesem Jahr werden weitere
drei Klein- und ein Großfahrzeug in den Dienst gestellt“, so Pressesprecher und Stadtbrandmeister Chris Hartmann auf Nachfrage. Was die Beschaffung von Einsatztechnik betrifft, arbeite man zwar mit einem engen Budget, befinde sich hierzu aber mit der Stadtverwaltung in einem konstruktiven Austausch. Bei den Feuerwehrgerätehäusern sieht Hartmann indes Handlungsbedarf. Auch hierzu stünde man im Austausch, das Thema werde die Feuerwehr aber noch eine ganze Weile beschäftigen. rom
Die Fahrzeugübergabe in Ohlenstedt. Bürgermeister Torsten Rohde sprach von einem „Quatensprung“. Foto: Freiwillige Feuerwehr Osterholz-Scharmbeck
Licht und Schatten bannen
Das Foto Forum Grasberg vorgestellt / Wie sich die Gruppe selbst fordert
MARIUS ROSKAMP
GRASBERG – An der Speckmannstraße 49 hatten im Laufe der Jahre schon viele Geschäfte ihren Platz. Dort fand man zeitweise etwa die Kleiderbörse, ein Versandgeschäft, einen Imbiss, eine Kneipe. Seit einger Zeit beherbergt das Haus aber vor allem Kunst. Neben dem Raum 49, den sieben Künstlerinnen eröffneten, findet man die Heimatstätte des Foto Forums Grasberg.
Die aktuell 16 Mitglieder des Forums verbindet die Liebe zur
Fotografie. Ständig fordert sich das Forum selbst heraus, setzt sich Aufgaben wie etwa: „Behandele deine Digital- wie eine Analog-Kamera.“ Auf diese Weise etwa würden die Mitglieder sehr viel gezielter Fotos schießen. Auch ein monatliches Thema gibt das Forum aus Ideen der Mitglieder vor. Im April gab es verschiedene Fotografien von Rost, im Mai entstanden Aufnahmen von Treppenhäusern. Von alledem profitiert auch der Passant in Grasberg. Ständig gibt es in den Schaufenstern an der Speck-
mannstraße 49 etwas zu sehen. Das Foto Forum arbeitet eigenständig und unabhängig vom Heimatverein. Seine ersten Treffen fanden jedoch auf dem Hof des Heimatvereins statt, wo die Gruppe ihre Anfänge hatte. Von dort aus entwickelte sich das Forum Schritt für Schritt weiter. Einmal im Monat kommen die Mitglieder zusammen. Das Interesse war groß, und es konnten zahlreiche Interessierte gewonnen werden. Allerdings zeigte sich, dass die fotografischen Vorkenntnisse der
An der
Teilnehmenden teilweise stark auseinanderlagen, so die Vorsitzenden Günther Behrens und Jürgen Miesner. Während Anfänger oft noch über wenig Erfahrung verfügten, fühlten sich fortgeschrittene Fotografen nicht immer ausreichend gefordert. Mittlerweile hat sich die Gruppe laut den Verantwortlichen aber eingepegelt. Die Gruppe unternimmt gemeinsam Ausflüge, nimmt an Workshops teil. Ein weiterer Vorteil der Gemeinschaft ist die gegenseitige Unterstützung unter den Mitgliedern. So können beispielsweise Ausrüstungsgegenstände wie Objektive bei Bedarf ausgeliehen oder gemeinsam genutzt werden. Auch beim Umgang mit Bildbearbeitungsprogrammen profitieren die Teilnehmenden vom Austausch innerhalb der Gruppe. Erfahrungen, Kenntnisse und praktische Tipps werden regelmäßig weitergegeben und tragen dazu bei, voneinander zu lernen.
Interessierte Fotografiebegeisterte sind eingeladen, Kontakt mit dem Foto Forum aufzunehmen. Ansprechpartner sind Miesner, Telefon 0177 / 393 24 95, und Behrens, Telefon 0173 / 616 67 90. Der Jahresbeitrag beträgt 60 Euro und wird in vier Raten à 15 Euro erhoben. Zu den Sprechern für das Foto Forum gehört neben Miesner und Behrens auch Ralf Zander.
Erweiterte Feuerwehrtechnische Zentrale
PENNIGBÜTTEL – „Heute erfolgt ein wichtiger Meilenstein um die Feuerwehrtechnische Zentrale auf einen modernen Stand zu bringen“, zeigte Landrat Bernd Lütjel sich erfreut. Kürzlich wurde das Richtfest der neuen Schlauchpflege an der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Penningbüttel gefeiert. Der erste Bauabschnitt soll bis Herbst diesen Jahres fertiggestellt werden, danach werde die bisherige Schlauchpflege abgerissen und der Neubau einer Fahrzeughalle mit Sozialtrakt erfolgen. So sollen die die
kreiseigenen Fahrzeuge des Brand- und Katastrophenschutzes sowie weitere seitens des Landes und Bundes zugewiesene Ausstattung aufgenommen werden können. Zuletzt stehen der Umbau sowie die Erweiterung der Vorbereitungsbereiche an. Vor der Erweiterung der FTZ wurde bewusst eine Bedarfsund Bestandsanalyse durchgeführt, auf dessen Grundlage nun auch der Bevölkerungsschutz in den Fokus rückt. Die Baumaßnahme ist im Kreishaushalt mit 4,9 Millionen Euro vorgesehen. fls
Kreisbrandmeister Jan Hinken, Kreisschirmherr Frank Wöhltjen und Landrat Bernd Lütjen (von links). Foto: Landkreis Osterholz
Das Leben genießen
„Rate, wer dran ist!“
Wie sich das Risiko von Enkeltrick und Schockanruf verringern lässt
Betrügerische Anrufe treffen besonders häufig ältere Menschen. Die Täter geben sich etwa als Enkelkind aus, täuschen eine Notlage vor und wollen die Angerufenen zu Geldüberweisungen bewegen. Neben dem Enkeltrick gehören auch Schock anrufe, telefonische Gewinnversprechen, Anrufe falscher Polizeibeamter oder vermeintlicher Microsoft-Mitarbeiter zu den gängigen Maschen. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken hat Hinweise zusammengestellt, woran sich solche Betrugsversuche erkennen lassen und was im Ernstfall zu tun ist.
Wie erkenne ich den Enkeltrick? Typisch für den Enkeltrick ist ein Einstieg, bei dem der Anrufer seinen Namen nicht nennt, sondern dazu auffordert, zu erraten, wer am Telefon sei. Misstrauen ist auch dann angebracht, wenn die Stimme nicht zu der Person passt, für die sich der Anrufer ausgibt. Wer unsicher ist, sollte Fragen stellen, die nur ein Familienmitglied beantworten kann. Gibt sich der Anrufer als Polizeibeamter aus, kann ein Blick auf die angezeigte Nummer helfen. Echte Polizisten rufen nie unter der 110 an und verlangen weder Wertgegenstände noch Bargeld. Was tun bei einem verdächtigen Anruf? Bei Verdacht auf einen Betrugsversuch sollte das Gespräch sofort beendet und auf weitere Anrufversuche nicht reagiert werden.
Meldet sich der Anrufer nicht mit seinem Namen, sondern fordert auf zu raten, wer am anderen Ende der Leitung sei, ist Misstrauen angebracht. Foto: DJD/BVR/Getty Images/Dima Berlin
Stattdessen kann es helfen, enge Familienmitglieder oder gute Freunde anzurufen, die in der Situation unterstützen können. Wurde bereits ein Treffen vereinbart, sollte dieses keinesfalls wahrgenommen werden. Wichtig ist außerdem, die Polizei schnellstmöglich zu informieren. Wer hilft, wenn ich Opfer des Enkeltricks geworden bin? Ist es bereits zu einer Geldüberweisung gekommen oder sind Kreditkartendaten oder andere vertrauliche Informationen, wie die Online-Banking-PIN weitergegeben worden, sollte umgehend die Polizei eingeschaltet werden. Alle Informationen zum Vorgehen und Ablauf des Gesprächs können für die Ermittlungen hilfreich sein. Konten und Karten sollten sofort gesperrt werden, etwa über die zentrale Sperr-
hotline 116 116. Was sollten Bankkunden beachten? Betrugsversuche nach der Enkeltrickmasche fallen nicht unter die sogenannten Bankwarnpflichten. Bei Bargeldauszahlungen oder Überweisungen sind Banken lediglich zu einer formalen Prüfung verpflichtet. Gesetzliche Warn- und Hinweispflichten gelten nur in Ausnahmefällen bei besonders starken Verdachtsmomenten. Nervosität, Zeitdruck oder auch ungewöhnlich hohe Summen reichen dafür meist nicht aus. Umso wichtiger bleibt es, sensible Daten wie Zugangsdaten oder PINs niemals an Dritte weiterzugeben. Auch hohe Bargeldabhebungen sollten niemals unter Druck und nicht ohne Rücksprache mit einer vertrauten Person erfolgen. djd
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Speckmannstraße 49 bekommen Passanten viel zu sehen. Jürgen Miesner (links) und Günther Behrens sitzen dem dort ansässigen Foto Forum Grasberg vor. Foto: Roskamp
Lebensmittel-Liebhaber gesucht
Bewerbungsphase für das Ausbildungsjahr 2026 bei Edeka läuft / 27 Ausbildungsberufe
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Die Edeka Minden-Hannover ist mit 1.300 Neueinstellungen im Jahr 2025 weiterhin einer der wichtigsten Ausbilder in der Region und sichert damit Fachkräfte für Lebensmittelhandel, Logistik und Produktion. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der Auszubildenen beim genossenschaftlich organisierten Unternehmensverbund, der Bremen, Niedersachsen, einen Teil von Ostwestfalen-Lippe, SachsenAnhalt, Berlin und Brandenburg umfasst, auf derzeit über 3.140. Das geht aus dem diesjährigen Unternehmensbericht hervor.
Die neuen Nachwuchskräfte wählten dabei aus 27 Ausbildungsberufen und drei dualen Studiengängen im Einzelhandel, in der Logistik, in der Produktion und in der Verwaltung. „Handel, Logistik und Produktion stehen wie viele Branchen vor der Herausforderung, ausreichend Fachkräfte zu gewinnen“, sagt Jens Witteborn, Geschäftsführer bei der
Modernste Technik und ausgeklügelte Logistik mit den entsprechenden Fachkräften dahinter sorgt in den Märkten für volle Regale. Foto: Edeka
Edeka Minden-Hannover. „Deshalb investieren wir gezielt in Ausbildung und bieten jungen Menschen vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten in
ihrer Heimatregion.“ Unentschlossene können sich noch für das kommende Ausbildungsjahr bewerben, das in diesem Spätsommer startet. Weite-
Beliebteste Ausbildungen
re Informationen gibt es auf den Karriereseiten der Edeka Minden-Hannover im Internet unter verbund.edeka/mindenhannover/karriere/
Der Beruf der Medizinischen Fachangestellten mit einem Anteil von 9,4 Prozent aller neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge war 2024 der meistgewählte Ausbildungsberuf unter weiblichen Aus-
zubildenden. Bei den männlichen Auszubildenden war Kraftfahrzeugmechatroniker mit einem Anteil von 7,5 Prozent die erste Wahl, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Auf dem
zweiten Platz bei den Neuverträgen der weiblichen Auszubildenden folgte 2024 der Ausbildungsberuf der Kauffrau für Büromanagement (8,8 Prozent), auf dem dritten Platz jener der Zahn-
medizinischen Fachangestellten (7,5 Prozent). Bei den männlichen Auszubildenden folgten auf Rang zwei und drei der Beruf des Fachinformatikers (5,0 %) und der des Elektronikers (4,6 %). mas
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ZUKUNFT BREMEN
WIRTSCHAFT IM WANDEL IDEEN UND LÖSUNGEN VON DER WESER
Der Gewerbepark Hansalinie zählt zu den wichtigsten Entwicklungsbereichen für die Wirtschaft.
Bremen
kann Zukunft
Gastbeitrag: Welche Faktoren den Standort für Menschen und Wirtschaft interessant machen
ANDREAS HAYER
In Bremen wird angepackt: in den Häfen, in Laboren, Gewerbegebieten, in der City und in den Quartieren. Als Wirtschaftsförderung Bremen wissen wir, was unsere Stadt ausmacht. Dazu gehören starke Branchen wie Logistik, Hafen- und Automobilwirtschaft, Luft- und Raumfahrt, Lebensmittelwirtschaft, Künstliche Intelligenz und maritime Technologien, die den Standort kennzeichnen. Das tun auch die Unternehmen, die geprägt sind von hanseatischem Kaufmannsgeist und Mut zu neuen Ideen. Ein wichtiger Standortfaktor sind zudem die Menschen. Unternehmerinnen und Unternehmer, Forschende und Beschäftigte in Betrieben und Institutionen tragen dazu bei, dass Bremen wettbewerbsfähig bleibt. Deshalb ist die Gewinnung und Sicherung von Fachkräften
eine zentrale Aufgabe und ein wichtiges Zukunftsthema. Die kommenden Jahre bringen große Herausforderungen mit sich. Globale Rahmenbedingungen verändern sich rasant, Märkte wandeln sich und der Wettbewerb zwischen Standorten nimmt zu. Industrie muss klimaneutraler werden, Energie sicher verfügbar bleiben, Gewerbeflächen müssen zeitgemäß entwickelt werden und Innenstädte sowie Quartiere brauchen neue Impulse, um veränderten Anforderungen gerecht zu werden.
Diese Aufgaben gilt es anzupacken – und daran arbeiten wir jeden Tag. Zum Beispiel mit der Erschließung neuer Gewerbeflächen im Gewerbepark Hansalinie, im Bremer Industrie-Park und in der AirportStadt. Das Gewerbeentwicklungsprogramm 2030 zeigt Wege auf, wie Bremen auch künftig ausreichend Flächen für Unternehmen be-
reitstellen und gleichzeitig nachhaltige Entwicklung fördern kann. Energiesicherheit ist für die Wirtschaft unabdingbar. Gemeinsam mit dem Wirtschaftsressort orchestrieren wir deshalb die energetische Transformation der bremischen Wirtschaftsstandorte. In der Überseestadt entwickeln wir mit Piek 17 ein Quartier, das Arbeiten, Freiraum und erneuerbare Energien verbindet. In Oslebshausen entsteht mit dem Klima-Waldpark ein grüner Übergang zwischen Gewerbe und Wohnen. Solche Projekte stärken den Standort und verbessern zugleich die Lebensqualität. Auch die Bremer Innenstadt wandelt sich sichtbar –aus Ideen werden konkrete Entwicklungen. Neue Ansiedlungen, frische Nutzungsideen, große Bauvorhaben und mehr Leben auf den Straßen zeigen, dass das Engagement vieler Akteurinnen und Akteure Wirkung entfaltet. Die City bleibt in Bewegung: als Einkaufsort, als Arbeits-
und Wohnort, als Treffpunkt und als Stadtraum mit Zukunft. Zukunft entsteht durch gemeinsames Handeln. Sie braucht Unternehmen, die investieren, Wissenschaft, die ihr Erkenntnisse einbringt, eine Verwaltung, die Entwicklungen unterstützt, und eine Stadtgesellschaft, die Veränderungen mitträgt. Bremen verfügt über starke Voraussetzungen: industrielle Kompetenz, innovative Branchen, leistungsfähige Infrastruktur, Forschung und eine ausgeprägte Kultur der Zusammenarbeit. Darauf können wir aufbauen – mit Zuversicht und dem gemeinsamen Ziel, Bremen als attraktiven Wirtschafts- und Lebensstandort weiterzuentwickeln.
DER AUTOR: Andreas Heyer ist Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH
den
Maßvolle Erschließung neuer Gewerbegebiete schafft Raum für Entwicklung.
ein Quartier, das Arbeiten und Freiraum verbindet.
Seit 50 Jahren durchdringen digitale Technologien zunehmend unseren Alltag. Im Kern der elektronischen Geräte arbeiten Prozessoren, die aus Milliarden von Komponenten bestehen. Um auch in Zukunft die funktionale Korrektheit dieser immer komplexer werdenden Systeme sicherstel-
len zu können, müssen Methoden stetig weiterentwickelt, aber auch bestehende Abläufe gänzlich in Frage gestellt werden. An dieser herausfordernden Aufgabe arbeitet der Forschungsbereich CyberPhysical Systems (CPS) unter der Leitung von Prof. Dr. Rolf Drechsler am DFKI in Bremen.
Die Innenstadt wird ein Ort zum Wohnen, Arbeiten und Einkaufen.
Der Logistikstandort wird durch
AutobahnRingschluss noch besser angebunden.
Mit Piek 17 entsteht in der Überseestadt
ZUKUNFT BREMEN
Ethik und Effizienz
Womit sich Bremer KI-Forscher beschäftigen
FLORIAN SCHLEICHER
Das deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz hat vier Standorte in Deutschland, einer davon liegt in Bremen. Hier sind die Forschungsbereiche Robotics Innovation Center und Cyber-Physical Systems beheimatet, in denen Roboter entwickelt werden, die den Menschen in seinen Lebens- und Arbeitswelten unterstützen sollen.
Dabei steht nicht nur die Funktion im Fokus: „Unsere Arbeiten konzentrieren sich auch darauf, die Zuverlässigkeit, Sicherheit und den Schutz der Systeme zu verbessern“ hebt Prof. Dr. Rolf Drechsler hervor. Er leitet den Bereich CyberPhysical Systems, hier sollen digitale Technologien mit der
echten Welt verbunden werden. So konnten beispielsweise in der Pflege einige Forschungsprojekte erfolgreich abgeschlossen werden: Die Verwendung robotischer Arme bei Bewegungseinschränkungen, eine Mobilitätsassistenz bei elektrischen Rollstühlen, die sogar vollautomatisch fahren konnten, oder eine Fehlhaltungserkennung an Rollatoren zur Sturzprävention konnten wertvolle Erkenntnisse liefern. „Eine Produktentwicklung ist jedoch nicht vorgesehen, in der Medizin müssen Robotersysteme eine Weiterqualifizierung in Bezug auf Robustheit und Zuverlässigkeit absolvieren, die Prognosen schwer macht“, ergänzt Drechsler.
Ohnehin sei das nicht die Priorität der Forschung. „Ein
wichtiger Punkt, der oft unterschätzt wird, ist die Verlässlichkeit und Nachvollziehbarkeit von KI-Systemen.“ Vor allem in sicherheitskritischen Bereichen müsse Künstliche Intelligenz nicht nur Leistungsfähig, sondern zudem überprüfbar sein. Ein Spagat zwischen Effizienz und ethischen Fragen, so Drechsler, sei notwendig um das volle Potenzial sowohl nachhaltig als auch verantwortungsvoll auszuschöpfen. In dieser Aufgabe soll Bremen auch weiterhin als wichtiger Standort agieren.
Diese Rolle wird dieses Jahr außerdem durch die IJCAIECAI, die weltweit führende Konferenz für Künstliche Intelligenz, bestärkt. So können vom 15. bis 21. August mehrere Tausend KI-Experten aus aller
Unter anderem ein Intelligenter Rollstuhl mit Fahrassistenz und autonomen Funktionen konnte am Bremer Standort des DFKI erfolgreich entwickelt werden.
Welt in Bremen erwartet werden. „Die Ausrichtung dieser internationalen Spitzenkonferenz ist ein erheblicher Gewinn und kann direkte Kooperationsmöglichkeiten und die interna-
Wie das Nebelthau Gymnasium junge Menschen auf morgen vorbereitet
In einer Zeit, in der sich Bildung, Arbeitswelt und Gesellschaft rasant verändern, wächst bei vielen Eltern ein Wunsch: Schule soll mehr sein als reine Wissensvermittlung. Sie soll Orientierung geben. Persönlichkeit stärken. Verlässlichkeit bieten. Und junge Menschen auf eine Zukunft vorbereiten, die heute oft noch gar nicht vollständig absehbar ist. Genau hier setzt das Nebelthau Gymnasium (NG) an. Das Gymnasium in freier Trägerschaft in Bremen-Nord verbindet anspruchsvolle Bildung mit persönlicher Begleitung und einem klaren Werteverständnis. Das Leitmotiv lautet: „Verstehen. Vermitteln. Verbinden.“
KLEINE SCHULE GROSSE WIRKUNG
Während viele Schulen immer größer und anonymer werden, setzt das NG bewusst auf überschaubare Strukturen. Kleine Klassen ermöglichen individuelle Betreuung, persönliche Ansprache und eine Lernatmosphäre, in der Schülerinnen und Schüler gesehen werden.
„Hier kennt jeder jeden“, heißt es im Leitbild der Schule. Genau daraus entsteht eine besondere Lernkultur: Vertrauen statt Anonymität, Begleitung statt bloßer Verwaltung. Das Nebelthau Gymnasium versteht Bildung als Beziehung. Nicht nur Leistungen zählen, sondern auch Persönlichkeit, Verantwortung und soziale Kompetenz. Schülerinnen und Schüler sollen lernen, ihren eigenen Weg zu finden – fachlich und menschlich.
VERLÄSSLICHKEIT ALS PÄDAGOGISCHES PRINZIP
Viele Familien wünschen sich heute vor allem eines: Verlässlichkeit. Auch hier setzt das NG bewusst eigene Akzente. In den Jahrgängen 5 bis 9 garantiert die Schule einen verlässlichen Unterrichtsbetrieb ohne kurzfristige Ausfälle am Vormittag. Unterricht wird fachlich vertreten und nicht lediglich „betreut“. Ergänzt wird dies durch eine offene Ganztagsstruktur mit Hausaufgabenbetreuung, Förderangeboten und vielfältigen Aktivitäten. Für viele Eltern ist genau das ein entscheidender Unterschied. Das Profil des Nebelthau Gymnasiums orientiert sich konsequent an den Anforderungen ei-
ner modernen Gesellschaft. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Englisch, Wirtschaft, Digitalisierung und den MINT-Fächern. Bereits ab Klasse 5 wird Englisch intensiv unterrichtet – mit sieben Wochenstunden und bilingualen Elementen. Ziel ist nicht nur Sprachunterricht, sondern echte Sprachkompetenz. Auch wirtschaftliche Bildung spielt am NG eine zentrale Rolle. Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich früh mit wirtschaftlichen Zusammenhängen, Verantwortung und unternehmerischem Denken. Hinzu kommt eine moderne Digitalstrategie. Digitale Tafeln, leistungsstarkes WLAN und digitale Lernplattformen gehören längst zum Alltag. Gleichzeitig setzt das NG bewusst auf eine Balance zwischen digitalem und analogem Lernen. Technik soll das Lernen unterstützen – nicht ersetzen.
WERTEORIENTIERUNG MIT HALTUNG
Was das NG zusätzlich besonders macht, ist sein evangelischdiakonisches Profil. Dabei geht es nicht um religiösen Druck, sondern um Haltung, Verantwortung und Menschlichkeit. Respekt, Empathie und gesellschaftliches Engagement gehören bewusst zum Schulalltag. Im eigens entwickelten Fach „Diakonisches Lernen“ beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler mit Fragen wie: Was trägt mich? Was bedeutet Verantwortung? Wie gelingt Gemeinschaft? Diese Verbindung aus fachlicher Qualität und sozialer Orientierung prägt die Schule bis heute.
EINE SCHULE MIT PERSPEKTIVE
Das Nebelthau Gymnasium entwickelt sich kontinuierlich weiter. Die Schule arbeitet aktuell intensiv an ihrer Zukunftsperspektive und den Planungen für einen neuen Standort. Gleichzeitig wächst das Interesse vieler Familien aus Bremen-Nord und dem niedersächsischen Umland an einem Bildungsangebot, das persönliche Begleitung, Verlässlichkeit und moderne Bildung verbindet.
Das NG zeigt: Zukunft entsteht dort, wo junge Menschen nicht nur lernen, sondern wachsen können.
Foto: DFKI, Christian Mandel
Ein Job mit Sinn und Bedeutsamkeit
Warum Azubis bei der AOK Bremen/Bremerhaven gute Zukunftsperspektiven haben
Gerade erst war der TÜV mal wieder im Haus der AOK Bremen/Bremerhaven. Das Fazit nach dreitägiger Prüfung: Die Servicequalität der Gesundheitskasse ist ausgezeichnet. Verdient haben sich diese Anerkennung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich Tag für Tag am Telefon, in der persönlichen Kundenberatung oder im Hintergrund kompetent um die Belange der Versicherten kümmern. Das ist nicht zuletzt der hohen Qualität der Ausbildung zu verdanken
Die AOK Bremen/Bremerhaven versichert aktuell 287.000 Menschen. Und die Kasse wächst und wird weiter gut ausgebildete Mitarbeitende benötigen. „Unsere Zukunft von morgen“ nennt Ausbildungsleiterin Inga Schindzielorz daher die 48 jungen Frauen und Männer aus drei Jahrgängen, die bei der AOK eine „top aufgestellte Ausbildung in einem vielseitigen Berufsfeld“ erfahren. „Wer Lust auf Kundenberatung hat, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht, und sich für rechtliche Zusammenhänge interessiert, ist bei uns richtig.“
SICH IN KUNDEN
HINEINVERSETZEN
Jahr für Jahr verstärken 16 frischgebackene Sozialversicherungsfachangestellte das Kollegium der AOK Bremen/Bremerhaven. Während ihrer dreijährigen Ausbildung lernen sie die vielen Facetten einer Krankenkasse kennen. Eine von ihnen ist Mariella Köbernik. Sie hat schon ihre Schwester während der Ausbildung bei der AOK Bremen/ Bremerhaven unterstützt und mit ihr gemeinsam für deren Prü-
Ab sofort bestellbar
fungen gelernt. „Für mich war klar: Ich wollte auch einen Job haben, in dem ich abends glücklich von der Arbeit nach Hause komme.“ Seit einem Jahr ist sie nun dabei und sieht sich bestätigt: Sie mag die Mischung aus Büroarbeit und direktem Kontakt mit den Kunden. „Und ich hatte von Beginn an das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. Die Versicherten geben mir das Gefühl, gebraucht zu werden, weil es eben oft wichtige Lebenssituationen sind, in denen ich ihnen helfe.“
Die AOK ist der größte regionale Krankenkassen-Ausbildungsbetrieb und ein agil arbeitendes Unternehmen mit modernen Strukturen und flachen Hierarchien. „Ich erhalte von allen Seiten Unterstützung in dem, was ich tue, und bekomme Verantwortung übertragen“, sagt Mariella Köbernik. Ihr Kollege Michael Wilhelm hat seine Abschlussprüfungen vor drei Jahren abgeschlossen und ist geblieben, wie fast alle Auszubildenden der vergangenen Jahre.
„Ich habe einen Beruf mit Sinn, Wichtigkeit und Dringlichkeit gefunden“, betont er. Nach der Ausbildung war er erst in der Kundenberatung tätig, inzwischen ist er ins Innovations- und Fachteam gewechselt und dort vor allem für die Elektronische Patientenakte und die Online-Geschäftsstelle zuständig.
ABWECHSLUNGSREICHE
AUSBILDUNG
Die Ausbildung zu Sozialversicherungsfachangestellten ist praxisnah und ein Grundstein dafür, dass die AOK Bremen/ Bremerhaven auch weiterhin das Siegel „geprüfte Servicequalität“ tragen darf. Berufsschulphasen wechseln sich mit Praxiswochen in den verschiedenen Bereichen der AOK Bremen/ Bremerhaven ab. Zehnmal absolvieren die Auszubildenden zudem Seminare im AOK-Bildungszentrum. Das Haus im niedersächsischen Sarstedt ver-
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Der ID. Polo bringt alles, was den Polo auszeichnet, auf ein neues Level – vollelektrisch und modern gestaltet. Klare Linien, glatte Flächen und optionales IQ.Light mit LED-Matrix-Scheinwerfern verleihen ihm ein sympathisches Gesicht.
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GASTKOMMENTAR Unternehmer sind keine Randnotiz
KLAUS WINDHEUSER FIRMENKUNDENVORSTAND DER SPARKASSE IN BREMEN
Mariella Köbernik schätzt die Mischung aus Büroarbeit und direktem Kontakt mit den Kunden.
binden die Auszubildenden mit Lernen und Prüfungen, aber auch mit Freundschaften, die oft Jahrzehnte halten. In Sarstedt wächst nicht nur der Bremer Ausbildungsjahrgang zusammen, die jungen Frauen und Männer lernen auch viele Auszubildende anderer AOKs kennen.
Nach der Ausbildung besteht die Chance auf eine Fortbildung zu Krankenkassenfachwirt oder -fachwirtin, auf ein Studium zum und zur Bachelor of Arts oder Bachelor of Science, sowie zur Weiterbildung zu Pflegeberatenden und Praxisausbildenden.
Auch im Jahr 2027 will die AOK Bremen/Bremerhaven 16 jungen Menschen einen Ausbildungsplatz bieten. Bewerbungsschluss ist der 30. November 2026. Weitere Informationen erteilt Inga Schindzielorz, Telefon 0421 / 17 61002 98. OnlineBewerbung unter aok.de/bremen/ aok-ausbildung
Manchmal habe ich den Eindruck, wir reden in Deutschland über fast alles – nur nicht über die Menschen, die jeden Morgen die Türen ihrer Unternehmen öffnen. Über Menschen, die Verantwortung übernehmen. Für Mitarbeitende, Kundinnen und Kunden, Investitionen, Ausbildung und Innovation. Und oft auch für ihre Heimatregion.
Dabei ist Unternehmertum alles andere als selbstverständlich. Es ist nicht selbstverständlich, ein Unternehmen zu gründen. Nicht selbstverständlich, einen Familienbetrieb über Generationen weiterzuführen. Nicht selbstverständlich, dafür jede Woche Extrameilen zu gehen. Und erst recht nicht selbstverständlich, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten neue Arbeitsplätze zu schaffen, neue Produkte zu entwickeln oder große Investitionen zu wagen und dafür ins Risiko zu gehen und die Verantwortung zu tragen.
Die Herausforderungen sind derzeit enorm: Bürokratie, Fachkräftemangel, hohe Energiekosten, geopolitische Unsicherheiten, digitale Transformation und eine schwache Konjunktur prägen den Alltag vieler Unternehmen. Umso bemerkenswerter ist die Haltung vieler Unternehmerinnen und Unternehmer. Sie fragen nicht, wer schuld ist. Sie fragen: Wie lösen wir das? Genau darin liegt die Stärke unseres Wirtschaftsstandorts. Im Wort Unternehmer steckt das Wort „unternehmen“: handeln, gestalten, Verantwortung übernehmen. Ohne diese Menschen gäbe es keinen wirtschaftlichen Fortschritt, keine Innovationen und keinen Wohlstand.
Dazu braucht es natürlich gute politische Rahmenbedingungen. Da müssen wir endlich von der Erkenntnis ins Tun kommen. Und wir sollten zugleich stärker wertschätzen, was Unternehmerinnen und Unternehmer jeden Tag leisten. Denn Wohlstand entsteht nicht in Verordnungen oder Ministerien. Er entsteht dort, wo Menschen Ideen entwickeln, Risiken eingehen, Arbeitsplätze schaffen und Verantwortung übernehmen – in Werkhallen, Büros, Laboren, auf Baustellen und in Familienunternehmen.
Deshalb feiern wir nicht nur eine Unternehmerpersönlichkeit. Wir feiern das Unternehmertum.
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Foto: Stefanie Waterkamp
Übergang in die Wettbewerbsphase
Planungswerkstatt Horten-Areal
Über Jahrzehnte prägte das Horten-Kaufhaus mit seiner ikonischen Kachel-Fassade das Stadtbild Bremens. Doch mit dem Wandel der Innenstadt und dem Rückgang des klassischen Einzelhandels haben große Warenhäuser vielerorts ihre ursprüngliche Bedeutung verloren. 2025 übernahm die Brestadt die Immobilie und entwickelt hier nun einen Ort, der zum Verweilen, Erleben und Leben einlädt. Ein neues Herzstück der Bremer Innenstadt. Der Abriss der Kaufhaus-Immobilie soll in 2027 beginnen.
Sechs interdisziplinäre Planungsteams aus Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur beteiligen sich an der Planung für den Neubau. Begleitet wird das Qualifizierungsverfahren von einer fachlich breit aufgestellten Jury aus Fachpreisgericht und Sachpreisrichtenden. In einem ersten kooperativen Verfahrensteil werden gemeinsam zentrale Fragestellungen zur städtebaulichen Entwicklung und zum Nutzungskonzept erarbeitet. Anschließend folgt ein kompetitiver Abschnitt, in dem die Planungsteams ihre Entwürfe unabhängig voneinander vertiefen. Eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse sowie die Beauftragung eines finalen Büros sind für Ende 2026 vorgesehen. Im Zuge eines Beteiligungsverfahrens haben Bremer Bürgerinnen und Bürger sowie Bremen-Begeisterte die Möglichkeit, sich in die Neugestaltung des Areals einzubringen. Mit der Kampagne „Butter bei die Zukunft startete die Brestadt im März einen Beteiligungsprozess, bei dem Ideen, Meinungen und
DIE
Perspektiven aus der Stadtgesellschaft gefragt sind. Nachdem bereits im April ein öffentlicher Informationsabend, im Mai zwei Workshops zum zukünftigen Nutzungskonzept sowie eine dreiwöchige OnlineUmfrage mit Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern stattgefunden hat, wird am 2. Juli (15.30 bis 22 Uhr) eine Planungswerkstatt veranstaltet. Veranstaltungsort ist das Kwadrat Bremen an der Wilhelm-Kaisen-Brücke.
Die Planungswerkstatt steht an der Schnittstelle zwischen dem kooperativen und dem kompetitiven Teil des Wettbewerbs. Eingeladen sind wiederum Stakeholder, Öffentlichkeit und das Fachgremium in seinen verschiedenen Rollen (als Teil der Jury oder der Sachberatenden).
Die Plätze vor Ort werden über ein Anmeldeverfahren vergeben und gegebenenfalls verlost. Darüber hinaus wird die Veranstaltung auch online übertragen. Eine Anmeldung dazu ist aktuell auf www.butterbeidiezukunft.de möglich. Durch die Online-Erweiterung soll noch mehr Interessierten eine Teilnahme ermöglich werden.
Nach einer Berichterstattung über den aktuellen Sachstand werden von den sechs Architekturbüros ihre ersten städtebaulichen und landschaftsarchitektonischen Planungsansätze vorgestellt.
Im Anschluss an die sechs Präsentationen der Büros (bei denen jeweils auch die anderen Büros anwesend sind) erfolgt eine ausführliche FeedbackSchleife mit bis zu fünf gemischt besetzten Arbeitsgruppen. rl
Neubauprojekt
PHILIPP BEHRBOM
Die Bremer Innenstadt ist im Wandel. Man muss kein Architekt oder Stadtentwicklungsexperte sein, um zu merken: Hier passiert etwas. Eines der größten Projekte wird der Bremer Hof. Auf dem Gelände des Parkhauses Mitte, wo heute noch rund 930 Autos ihren Platz finden, soll in Zukunft ein breiter Nutzungsmix entstehen: Wohnen, Arbeiten und Gewerbe unter einem modernen Glasdach. Ein Ort, der den Stadtkern über mehrere Jahrzehnte prägen soll. Doch bevor der futuristische Bremer Hof gebaut werden kann, muss zunächst die Abrissbirne geschwungen werden. Die graue Eminenz der Innenstadt, an der so viele Projekte hängen, das Parkhaus Mitte, muss weichen. Die letzten Autos sollen Ende 2026 ins Parkhaus rollen. Im kommenden Jahr soll der Rückbau des Parkhauses begin-
So könnte der Bremer Hof in der Zukunft aussehen. Sieben Etagen, Cafès im Erdgeschoss, Wohnungen im oberen Teil und ein Gewächshaus auf dem Dach.
nen. Auch das soll dann Geschichte sein, und der Rückbau soll starten. Beauftragt mit dem Mammutprojekt ist die stadteigene Baugesellschaft Brestadt. Dort verspricht man sich einiges von dem Projekt, insbesondere neue Impulse zu setzen –nicht nur funktional, sondern auch architektonisch und atmosphärisch. Der Neubau soll die Umgebung aufwerten, neue Wegebeziehungen und eine hohe Aufenthaltsqualität schaffen sowie sich stimmig in den umliegenden Stadtraum einfügen. Geplant ist ein freistehender Neubau zwischen Pelzerstraße, Kreyenstraße, Lloydpassage und Kleiner Hundestraße. Ganze sieben Etagen soll der Neubau künftig umfassen. Im Erdgeschoss sollen im Bremer Hof zur Belebung der Innenstadt Gewerbeflächen entstehen. Cafés, Restaurants und andere kleine Läden sind vorgesehen. Der große Innenhof des Bremer Hofs
soll zudem für alle Bremerinnen und Bremer zugänglich sein; ein konsumfreier Aufenthalt soll dort möglich sein. Darüber hinaus soll der Bremer Hof zwei Probleme der Innenstadt lösen: Zum einen sind dort rund 350 öffentliche Fahrradstellplätze vorgesehen – derzeit Mangelware in der City. Außerdem soll eine barrierefreie Toilette entstehen, auch davon gibt es in der Bremer Innenstadt zu wenige. Bis zur vierten Etage sollen im Bremer Hof vornehmlich Büros und Gewerbeflächen das Innenleben des Neubaus prägen. Auch ein Veranstaltungsraum ist geplant, für Tagungen oder Ausstellungen. Die genaue Ausgestaltung ist allerdings noch offen. Die Brestadt will sich noch Spielraum lassen, um den Bremer Hof an neue Gegebenheiten anpassen zu können. In den Etagen fünf bis sieben sollen dann Wohnungen entstehen, größtenteils Mikroapartments.
Der vielleicht größte Blickfang soll sich auf dem Dach des Bremer Hofs befinden: das sogenannte „Groon Huus“ – ein Wintergarten. Die 370 Quadratmeter große Fläche soll sowohl Bewohnern als auch Besuchern zugänglich sein, quasi als grüne Lunge über den Dächern der Bremer City. Wie es in der direkten Umgebung mit Blick auf das ehemalige Horten-Kaufhaus weitergehen soll, ist allerdings noch offen. Dort befindet sich die Brestadt gerade am Beginn des Planungsprozesses. Sechs Architekturbüros, davon zwei aus Bremen, wurden ausgewählt, um einen Neubau für die Immobilie zu planen. Der Bremer Hof fließt dabei in die Planungen der Architekturbüros mit ein. Sorgen, dass die beiden Projekte getrennt gedacht und nicht aufeinander abgestimmt seien, seien laut der Brestadt unbegründet.
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INTERVIEW
Wichtiger Meilenstein
Die Wandscher Gruppe ist ein familiengeführtes Unternehmen mit Standorten in Oldenburg, Bremen, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Bad Zwischenahn und Aurich. Als einer der größten Stellantis-Händler (Fiat, Alfa Romeo, Jeep, Citroen Peugeot, DS und Opel) in Deutschland und Vertragshändler für Kia, Mitsubishi, Suzuki und BYD bietet das Unternehmen eine außergewöhnliche Markenvielfalt. 2026 feiert die Wandscher Gruppe 40-jähriges Bestehen. Geschäftsführerin Christina Wandscher über aktuelle Entwicklungen.
WESER REPORT: Frau Wandscher, was hat sich für Sie persönlich seit der Eröffnung des Bremer Standorts in 2021 verändert?
Christina Wandscher: Die Eröffnung unseres Bremer Standorts war für mich ein wichtiger Meilenstein. Bremen ist ein wirtschaftlich starker und dynamischer Markt, in dem wir uns sehr gut entwickelt haben. Persönlich hat sich mein Alltag natürlich verändert – wir tragen heute Verantwortung für deutlich mehr Mitarbeitende und Kunden. Gleichzeitig ist es sehr motivierend zu sehen, wie schnell sich der Standort etabliert hat und wie positiv wir in Bremen aufgenommen wurden. Das bestätigt uns darin, den eingeschlagenen
Weg konsequent weiterzugehen. Gibt es eine Marke, die Sie gern noch im Portfolio hätten?
Wir beobachten den Markt sehr aufmerksam und führen regelmäßig Gespräche mit Herstellern. Grundsätzlich interessieren uns Marken, die zu unserer Unternehmensphilosophie passen und unseren Kunden einen echten Mehrwert bieten. Dabei geht es nicht nur um Bekanntheit, sondern vor allem um Zukunftsfähigkeit, Innovationskraft und eine starke Partnerschaft. Konkrete Wünsche stehen aktuell aber nicht im Vordergrund –unser Fokus liegt darauf, die bestehenden Marken erfolgreich weiterzuentwickeln.
Die Wandscher Gruppe hat zuletzt mit der Übernahme des Autohauses Schmalzried in Bremerhaven einen siebten Standort übernommen und in Wilhelmshaven bauen Sie Ihren Standort weiter aus und übernehmen dort das Opel-Mandat – sehen Sie Potenzial für weitere Expansion?
Wir prüfen kontinuierlich Möglichkeiten, sinnvoll zu wachsen. Expansion ist für uns jedoch kein Selbstzweck. Entscheidend ist, dass neue Standorte strategisch zu uns passen und
Werder Karree baut Gesundheitszentrum aus
Frauenarztpraxis ergänzt das Angebot
Das Werder Karree entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Gesundheitsstandort und erweitert sein medizinisches Angebot kontinuierlich. Bereits heute präsentiert sich insbesondere das 2. Obergeschoss als ein breit aufgestelltes Gesundheitszentrum.
In der Hausarztpraxis Dr. Juricke sind mittlerweile zwölf Ärzte tätig. Die Zahnarztpraxis „Praxis 32“ beschäftigt inzwischen vier Zahnärzte. Auch die Physiotherapie- und Fitnesspraxis Chrunchtime wird sehr gut angenommen. Ergänzt wird das Angebot durch die Agens Zahntechnik, die mit ihren Laborarbeiten für kurze Wege und eine enge Zusammenarbeit innerhalb des Gesundheitsnetzwerks sorgt.
„Wir freuen uns, diesen Erfolg nun auch auf den verbleibenden Flächen im ersten Obergeschoss fortführen zu können“, sagt Svenja Hösel, Miteigentümerin des Werder Karrees. „Dort können wir im Sommer die Frauenarztpraxis Bohlen aus Bremen-Nord auf rund 500 Quadratmetern begrüßen“, kündigt sie an.
Mit dem Einzug der Praxis wird das medizinische Spektrum am Standort weiter ausgebaut. Das bisherige Leistungsspektrum der Schwangerschaftsbetreuung, Krebsfrüherkennung, Beratung und Behandlung zur Verhütung und bei Wechseljahresbeschwerden, Dysplasiesprechstunde, Ästhetische Medizin und so weiter bleibt vollständig erhalten und wird erweitert.
Für die Praxis entstehen zudem zwei Operationssäle. Dadurch können künftig zusätzlich ambulante Operationen sowohl in lokaler Betäubung als auch unter Vollnarkose angeboten werden. Auch personell wächst die Praxis weiter: Zwei weitere erfahrene Frauenärztinnen werden das bestehende Team verstärken und sich mit Engagement und Fachkompetenz der Behandlung sowie der Gesundheitsvorsorge widmen.
Auch an anderer Stelle gibt es Neuigkeiten zu vermelden: Mit
Flomio zieht etwa Ende Juli
Deutschlands erster Floh-Supermarkt auf 1.600 Quadratmetern ins 1. Obergeschoss – dauerhaft und mit einer Community, die begeistert.
FLOMIO ZIEHT ALS DAUERMIETER EIN
Das Werder Karree begrüßt dort in diesem Sommer außerdem das Arbeitsmedizinische Zentrum der Dekra. Die Dekra erweitert damit ihr Angebot im Bereich der professionellen medizinischen Vorsorge, Betreuung und Beratung. Das neue Interpool Billardcafé auf einer Fläche von gut 700 Quadratmetern ist eine moderne und einladende Location für Billardfans und Dartspieler. Mit hochwertigen Tischen, entspannter Atmosphäre und einer Bar mit Getränken und Snacks bietet es den perfekten Ort, um gemeinsam zu spielen, zu entspannen und neue Leute kennenzulernen. Jeden Freitag und Samstag finden zudem sportive Pokerturniere – kein Glücksspiel – statt. Der Zugang ist barrierefrei mit Fahrstuhl, offen für alle! Sobald der Anschluss an die Stromversorgung gewährleistet ist, werden im Außenbereich in Richtung seiner Fachmarktzeile zunächst sechs (in Planung zwölf) Schnellladesäulen für batteriebetriebene Elektrofahrzeuge errichtet. Betreiber ist die Firma Ionity mit einem europaweiten Netzwerk von Hochleistungsladestationen. Tedi ist aus dem 1. Obergeschoss in die Mall ins Erdgeschoss gezogen. Auf einer Fläche von 550 Quadratmetern findet sich der deutsche Nonfood-Discounter mit über 3.500 Filialen in 15 europäischen Ländern nun gegenüber Aldi wieder. Wer Kleidungsstücke zur Änderungsschneiderei, Reinigung, Schuhreparatur oder Uhrmacherfachmann UCA bringen möchte findet nun ein vergrößertes neues Geschäft. UCA hat die Räume neben dem aktuellen Standort vergrößert und kann somit sein Angebot erweitern.
wir dort langfristig erfolgreich arbeiten können. Die Integration von Wilhelmshaven und Bremerhaven hat aktuell hohe Priorität. Wenn sich darüber hinaus attraktive Chancen ergeben, werden wir diese selbstverständlich bewerten.
Ein Blick nach vorn: Hat der Verbrenner ausgedient?
Nein, zumindest nicht kurzfristig. Die Mobilität befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, und wir sehen, dass unterschiedliche Antriebstechnologien je nach Einsatzgebiet ihre Berechtigung haben. Die Elektromobilität gewinnt weiter an Bedeutung und wird künftig eine zentrale Rolle spielen. Gleichzeitig gibt es weiterhin viele Kunden, für die moderne Verbrenner oder Hybridfahrzeuge aktuell
die passende Lösung sind. Unser Ziel ist es, unseren Kunden die Mobilität anzubieten, die am besten zu ihren individuellen Bedürfnissen passt.
Wandscher ist jetzt auch in der Überseestadt mit Carrivo vertreten – was genau steckt dahinter?
Carrivo ist unser modernes Mobilitätskonzept, mit dem wir auf die veränderten Anforderungen des Marktes reagieren. Dabei geht es um flexible und unkomplizierte Mobilitätslösungen für Privat- und Geschäftskunden. Die Überseestadt ist für uns ein idealer Standort, weil hier Innovation, Urbanität und wirtschaftliche Dynamik aufeinandertreffen. Mit Carrivo schaffen wir einen neuen Zugang zu Mobilität, der über die klassischen Autovertriebswege hinausgeht.
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Seit 2021 ist die Wandscher Gruppe mit ihrem Bremer Standort an der Steubenstraße zu finden - direkt an der Automeile.
Mit CO2-Einsparung zu Effizienzgewinnen
Seit der Einführung der CO2-Bepreisung im nationalen und europäischen Emissionshandel hat sie eine steile Preiskurve eingelegt. 2022 und 2023 lag der CO2-Preis jeweils bei 30 Euro pro Tonne. Im Jahr 2024 lag er bereits bei 45 Euro pro Tonne, im Jahr 2025 bei 55 Euro pro Tonne. Aktuell bewegt er sich zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne. Auch 2027 soll sich der CO2-Preis in dieser Spanne bewegen. Mit den schrittweisen Preissteigerungen erhöht sich damit auch der wirtschaftliche Druck, Emissionen zu reduzieren und Prozesse klimafreundlicher zu gestalten.
„Für viele Betriebe ist der CO2-Preis längst kein abstraktes politisches Instrument mehr, sondern ein ganz konkreter Kostenfaktor“, erklärt Bernd Langer von der Bremer Klimaschutzagentur Energiekonsens. „Unternehmen, die frühzeitig in Energieeffizienz und erneuerbare Energien investieren, können diese Kosten nicht nur abfedern, sondern sich auch strategische Vorteile sichern. Und wer sich frühzeitig mit CO2-Kosten auseinandersetzt, schafft es sogar gezielt Wettbewerbsvorteile aufbauen – etwa durch effizientere Prozesse, innovationsgetriebene Investitionen oder glaubwürdige Nachhaltigkeitspositionierung.“
Gerade für kleine und mittlere Unternehmen stellt die Umstellung jedoch eine Herausforderung dar. Investitionen in neue Technologien sind oft mit hohen Anfangskosten verbunden, während sich Einsparungen erst mittel- bis langfristig bemerkbar machen. Förderprogramme auf Landes- und Bundesebene spielen daher eine wichtige Rolle, um die Transformation wirtschaftlich tragfähig zu gestalten. In Bremen unterstützt ein stabiles Beratungsangebot die Betriebe. Institutionen wie die Handelskammer Bremen und die Klimaschutzagentur Energiekonsens helfen Unternehmen dabei, Einsparpotenziale zu identifizieren und individuelle Klimastrategien zu entwickeln. „Unser Ziel ist es, Betriebe praxisnah zu begleiten“, betont Bernd Langer von Energiekonsens. „Und das sogar über die Beratung hinaus bis zur Umsetzung.“ rl
Digitalisierung als Wachstumstreiber
Wie sich die BLG Logistics Group zukunftssicher aufstellt
Logistik ist eine durch und durch physische Branche. Doch hinter jeder Ladung, jedem bewegten Fahrzeug oder jedem Packstück steckt längst eine digitale Infrastruktur, die über Effizienz, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum entscheidet. Für BLG Logistics ist die digitale Transformation kein Trend –sondern eine strategische Notwendigkeit.
Die Rahmenbedingungen werden immer anspruchsvoller: steigende Komplexität globaler Lieferketten, geopolitische Krisen, konjunkturelle Schwankungen – und ein hart umkämpfter Markt mit engen Margen, hohem Kostendruck und einer stetig wachsenden Erwartungshaltung der Kunden.
Wer hier zukunftssicher unterwegs sein will, darf nicht stillstehen, sondern muss sich konsequent weiterentwickeln. Eine Schlüsselrolle dabei spielt die IT. Für Arlene Bühler, die Chief Information Officer (CIO) der BLG, ist die IT allerdings kein Selbstzweck: „IT ist dafür da, Unternehmen zu gestalten und voranzutreiben.“ Digitalisierung wird damit zum strategischen Hebel – für Effizienz, Innovation und Wachstum. Ein Thema steht bei der BLG ganz oben auf der digitalen Agenda: Datenmanagement. Mit zahlreichen Standorten im In- und Ausland und seinen drei Geschäftsbereichen – Automobile, Contract und Container – verfügt der international aufgestellte Seehafenund Logistikdienstleister aus Bremen über einen enormen Datenschatz, der bisher noch mehr gehoben werden kann. „Natürlich stehen Trendthemen wie Künstliche Intelligenz oder Automatisierung auch bei der BLG Logistics im Fokus– aber dafür brauchen wir zunächst einmal ein gut aufgestelltes Datenmanagement mit hoher Datenqualität“, betont Bühler.
Der Weg zur datenzentrierten Organisation dient einem klaren wirtschaftlichen Ziel: Bis 2030 will die BLG ihren Umsatz nahezu verdoppeln. Digitalisierung soll dazu nicht nur Prozesse opti-
in die Zukunft.
mieren, sondern aktiv neue Potenziale erschließen – gemeinsam mit den Kunden. Besonders anschaulich wird das digitale Potenzial in der Automobillogistik. Heute werden Fahrzeugschäden nach dem Transport vielfach manuell dokumentiert – ein aufwendiger, fehleranfälliger Vorgang. Künftig könnten Kamerasysteme Schäden automatisch erfassen, Instandhaltungsaufträge direkt generieren und dem Mitarbeitenden unmittelbar auf ein digitales Endgerät übermitteln. „Dabei geht es nicht darum, Menschen zu ersetzen. Wir wollen Mensch und Maschine besser verbinden, um damit einen Effizienzgewinn zu erreichen und unsere Arbeitsbedingungen zu verbessern“, unterstreicht Bühler. Automatisierung bedeutet nach diesem Verständnis die Neugestaltung von Arbeit: weg von körperlich belastenden Routineaufgaben, hin zu einem modernen, digital unterstützten Ar-
beitsplatz. Eine Zielsetzung, die vor allem in den Berufsfeldern an Bedeutung gewinnt, die von Fachkräftemangel und demografischem Wandel berührt sind. Technologie allein verändert nichts. Entscheidend ist, wie IT und Fachbereiche zusammenarbeiten. Hier ist ein aktiver Dialog gefragt: IT zeigt auf, was technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist – das Business benennt, was es braucht. Dieser Ansatz erfordert
IT UND BUSINESS:
ÜBERSETZEN STATT VERWALTEN
auch eine klare Priorisierung. Bühler nennt es „Benefit Management“: die konsequente Ausrichtung aller IT-Investitionen an messbarem Nutzen. Für das Unternehmen ebenso wie für Mitarbeitende und Kunden.
Digitalisierung, KI, Automatisierung: Diese Begriffe lösen nicht überall Begeisterung aus. Zuhören, Erklären und
Arlene Bühler ist seit November 2025 Chief Information Officer (CIO) der BLG Logistics Group. Die gebürtige Cuxhavenerin bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung an der Schnittstelle von Business und IT mit – unter anderem bei Siemens, Volkswagen und der Deutschen Bahn. Ihr Ansatz: IT nicht als Kostentreiber denken, sondern als strategischen Hebel für Wachstum, bessere Arbeitsbedingungen und Kundennähe.
gemeinsames Lernen sind dabei wichtiger als plumpe Überzeugungsrhetorik. „Digitalisierung hilft, Aufgaben schneller, einfacher und besser zu erledigen. Sie nimmt niemandem die Zukunft – sie gestaltet die Zukunft“, so die Botschaft an alle Kolleginnen und Kollegen.
Ein Unternehmen, das fast 150 Jahre am Markt agiert, hat gezeigt, dass es Veränderungen nicht nur überstanden, sondern aktiv gestaltet hat. „Wenn man sich die Geschichte der BLG anschaut, dann zeigt sie, dass in der DNA der BLG eine permanente Veränderungsbereitschaft steckt“, sagt Bühler. Digitalisierung ist in diesem Sinne kein Bruch mit der Vergangenheit, sondern eine konsequente Fortsetzung – mit neuen Mitteln und Werkzeugen, die den Wandel beschleunigen.
„Digitalisierung ist kein Sprint, sondern ein Marathon“, lautet das Credo. Und Bremen, als Heimathafen der BLG, ist der Startpunkt dieses langen Laufs.
Seite 8 I 19. Juli 2017
„Veränderung ist nichts Neues“
Autohaus Schmidt + Koch feiert Jubiläum und blickt in die Zukunft
FLORIAN SCHLEICHER
Insgesamt über 275.000 Neuwagen wurden im April in Deutschland neu zugelassen, dabei liegt der Anteil an vollelektrischen Autos erneut über dem der durch Benzin betriebenen Pkw. Gleichzeitig stehen Hybrid-Antriebe deutlich an der Spitze, der Markt entfernt sich also allmählich von klassischen Verbrennern.
Diesem Wandel ist sich auch das Autohaus Schmidt + Koch bewusst: „Veränderungen und technologische Entwicklungen sind kein neues Phänomen, die Qualifikation und Weiterbildung unserer Mitarbeiter ist seit jeher fester Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie“, teilt das im gesamten nordwestdeutschen
8. SCHMIDT
Raum vertretene Unternehmen mit. Insbesondere im Bereich neuer Antriebsarten werden die Mitarbeiter im Austausch mit den Herstellern auf die aktuellen Herausforderungen vorbereitet. Dabei soll auch Künstliche Intelligenz in Zukunft mehr eingebunden werden: „Grundsätzlich sehen wir in diesem Bereich viel Potenzial, stehen in dieser Entwicklung aber am Anfang“, erklärt David Trojman, Mitarbeiter im Marketing des Autohauses. „Unser Fokus liegt weiter auf dem Kontakt zum Kunden. Während der Modernisierung soll sowohl persönlich als auch digital weiterhin ein hoher Qualitätsstandard gehalten werden.“
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Doch sei nicht nur die Beratung von der Verschiebung des Kundeninteresses betroffen, auch die Werkstätten werden kontinuierlich angepasst um den aktuellen Forderungen gerecht zu werden. Eine besondere Stärke liege dabei in der Verbindung der bisherigen Technologien mit neuen Antriebskonzepten, beispielsweise im Zusammenspiel von Hybrid- und Hochvolttechnik bei modernen Elektrofahrzeugen. An den insgesamt 20 Standorten blicke man, in enger Zusammenarbeit mit der Volkswagen-Gruppe und deren Marken, optimistisch in die Zukunft. „Unser jüngstes Projekt, die Eröffnung des neuen Porsche Zentrums in Leer diesen Monat, zeigt die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Autohauses“, befindet Trojman.
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In den Autohäusern von Schmidt + Koch blickt man optimistisch
Foto: BLG Logistics Group
Foto: Schmidt + Koch
Der erste Klimaturm entsteht neben der Alten Werft auf der Bremer Überseeinsel. Er soll den Klimacampus und umliegende Ateliers mit Wärme versorgen. Die Fassade wird künstlerisch gestaltet.
Erster Klimaturm geht in Betrieb
Bremer Entwicklung für verdichtete Wohnräume und Quartiere
Stadtwerke, Kommunen und Quartiere stehen vor einer zentralen Herausforderung: Wie lässt sich die Wärmeversorgung in dicht bebauten urbanen Wohngebieten dekarbonisieren?
Eine Antwort darauf soll der Klimaturm liefern. Eine Entwicklung des Bremer Unternehmens Towergy. Mit einem Klimaturm können bis zu 400 Neubau oder 200 Bestandswohnungen nachhaltig mit Wärme und Kälte versorgt werden.
„Der Klimaturm ist die leiseste und dank seiner einzigartigen Bauweise auch die platzsparendste Großwärmepumpe, die es derzeit in diesem Leistungsbereich gibt“, erklärt TowergyGeschäftsführer Tobias Werner, der das Unternehmen 2025 zusammen mit RolfPeter Strauß, Professor an der Hochschule Bremen, eigens für die Entwicklung, den Bau und den Vertrieb des Klimaturms gegründet hat.
Dank seiner integrierten Schalldämpfer und der massiven Wände kann man den Klimaturm sogar nachts in reinen Wohngebieten betreiben. „Der Klimaturm ist die Lösung für die Wärmewende in verdichtetem Wohnraum und in Quartieren –insbesondere dort, wo Schallproblematik und Platzmangel herrschen“, meint RolfPeter Strauß.
„Die quälende Debatte über das so genannte Heizungsgesetz entstand, weil in Bezug auf Wärmepumpen weder die technische Umsetzbarkeit in dicht besiedelten Städten noch die Bezahlbarkeit der Wärme plausibel erklärt werden konnten. Der Klimaturm liefert Antworten“, erläutert Klaus Meier, geschäftsführender Gesellschafter der „Stadt. Energie. Speicher.“
Die Inbetriebnahme des ersten dieser kompakten Systeme ist für den 30. Juni auf der Bre
mer Überseeinsel geplant. Es wird den Klimacampus Bremen sowie umliegende Künstlerateliers mit Wärme versorgen. Weitere Projekte sind geplant. Zum Jahresende will Towergy mit der Serienproduktion in einer firmeneigenen Halle in Bremerhaven starten.
Der rechteckige Klimaturm besteht aus einer LuftWasserGroßwärmepumpe mit vierseitiger Luftansaugung und Abluftführung über die Turmspitze. Die Luftansaugung erfolgt über im Turm integrierte Ventilatoren mit Schalldämpfern, welche die Geräuschemissionen signifikant reduzieren. Die erforderliche Elektrotechnik und Pumpen für den direkten Anschluss an vorhandene Wärmenetze sind standardmäßig bereits integriert.
Towergy bietet die zum Patent angemeldete vertikale Bauform mit integrierter Heiztech
Experten für tickende Zeitbomben
Aortenzentrum am RKK
nik anschlussfertig in vier Ausführungen mit einer thermischen Leistung von 0,3 bis 1,5 Megawatt an. Dank des modularen Baukastensystems mit den vorgefertigten Modulen lässt sich der Klimaturm innerhalb weniger Wochen installieren.
Die Höhe variiert je nach Ausführung zwischen 11 und 14 Metern, die Grundfläche zwischen 3,80 x 3,80 und 5,60 x 5,60 Metern. Ob farbig, begrünt oder verspiegelt: Die Fassaden lassen sich individuell gestalten und auch als Werbefläche nutzen. Zwei Wallboxen können unten am Klimaturm angebracht werden und dann zwei Parkplätze mit Ladestrom versorgen. Dabei liegt der Schalldruckpegel auch bei der leistungsstärksten Variante in 10 Metern Entfernung unter 35 dB(A), was einem leisen Flüstern entspricht. rl
Krankhafte Erweiterungen der Blutgefäße, Aneurysmen genannt, können lange Zeit unbemerkt und ohne Beschwerden bleiben. Die Erkrankung betrifft vor allem Männer über 60 Jahre. Am häufigsten sind Aneurysmen der Bauch oder Brustschlagader. In Bremen ist die Aortenchirurgie, also die Chirurgie der Hauptschlagader, das Spezialgebiet des Roten Kreuz Krankenhauses (RKK). Dessen Gefäßzentrum war das erste seiner Art in Bremen, gegründet 2003. Das spezialisierte Aortenzentrum, welches 2019 hinzu kam, zählt heute zu den wenigen sogenannten HighVolumeCentern, das heißt, zu den größten in Deutschland. Erkrankungen der Hauptschlagader (Aorta) sind ein medizinisches Spezialgebiet und erfordern die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Fachgebieten Gefäßchirurgie, Angiologie und Radiologie. Am RKK werden alle Therapieoptionen für die Behandlung therapiepflichtiger Aortenerkrankungen bei Erwachsenen an einem Standort angeboten. Krankhafte Gefäßerweiterungen der Aorta können entweder durch offene Operationen oder endovaskulär behandelt werden. Bei einer klassischen Operation mit chirurgischem Zugang (Bauch/Brustkorb) wird der betroffene Abschnitt entfernt und eine Gefäßprothese eingesetzt. Endovaskulär dagegen bedeutet, der Eingriff erfolgt minimalinvasiv. „Wir bringen dann eine Stentprothese unter Röntgendurchleuchtung durch einen Katheter in der Leiste ein, um das Aneurysma von innen auszuschalten be
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ziehungsweise zu überbrücken“, erklärt Chefarzt und Gefäßexperte Frank Trösch. Solche Stentgrafts gibt es sogar mit „Seitenarmen“ für Nieren, Darm und Leberschlagadern. Teilweise werden im RKK auch offenoperative und endovaskuläre Techniken im speziellen HybridOP kombiniert, um die patientenschonendste Operation zu ermöglichen. Das Team des RKK Aortenzentrums hat 2025 in einer hochkomplexen Operation die Prothese eines ganzen Aortenbogens inklusive mehrerer Seitenarme minimalinvasiv implantiert – für Bremen ein Novum.
FRÜHERKENNUNG VON ANEURYSMEN
Dr. Frank Trösch
Therapiebedürftig gilt eine Gefäßerweiterung ab 5,0 5,5 Zentimeter Durchmesser. Das Risiko bei geplanten Eingriffen ist gering. Durch Einrisse in der Gefäßwand bei unerkannten Aneurysmen kann es jedoch zu massiven, lebensbedrohlichen Blutungen kommen – ein echter Notfall. „Gesetzlich krankenversicherte Männer ab 65 Jahren haben Anspruch auf eine einmalige Ultraschalluntersuchung beim Haus oder Facharzt“, betont Gefäßspezialist Trösch. Für Patienten mit bereits diagnostizierten Erkrankungen der Brustoder Bauchschlagader beziehungsweise bei entsprechendem Befund bietet das RKKAortenzentrum eine individuelle Beratung an. Eine Anmeldung für die Sprechstunde ist unter Telefon 0421 / 55 99 880 möglich. WR
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