Die WESER REPORT-Ausgabe für Osterholz-Scharmbeck und Hambergen
SAMSTAG, 22. NOVEMBER 2025
NR. 3783/21. JAHRGANG
Großspende für Bedürftige
Wohnen im Alter
Weihnachtsmarkt Lilienthal
Lilienthaler Tafel freut sich über 20 Tonnen Kartoffeln Seite 5
Neue Seniorenresidenz in Osterholz-Scharmbeck Seite 6
Buntes Rahmenprogramm und Besuch vom Weihnachtsmann
Seite 8
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Bücherwurm-Programm OSTERHOLZ-SCHARMBECK – Wie eine kleine Hexe frierenden Tieren im Wald hilft, ist Thema des nächsten Treffens Bücherwurmkids in der Stadtbibliothek im Campus für Kinder zwischen vier und sechs Jahren. Anmeldung per E-Mail an info@bibliothek-ohz.de aeu
Melanie Zylka hat verschiedene Aktionen für den 25. November in der Kreisstadt initiiert. Das orangefarbene Banner mit der Aufschrift „Wir sagen Nein! zu Gewalt gegen Frauen!“ hängt vom 24. November bis 10. Dezember an der Unterführung Osterholzer Straße. Foto: Lara Stelljes
Tag gegen Gewalt an Frauen
Kirchenkreisbüro zieht um OSTERHOLZ-SCHARMBECK – Die Superintendentur des Kirchenkreises zieht um. Ab Montag ist Ephoralsekretärin Ewa Söder in der Marktweide 11 erreichbar, Telefon 047981 / 8 06 50. Dort haben auch die diakonischen Dienste ihren neuen Standort gefunden. aeu
Einbruch ohne Diebesgut RITTERHUDE – In der Zeit zwischen vergangenem Dienstag, 12.30 Uhr, und Mittwoch, 12.20 Uhr, brachen bislang unbekannte Täter in eine Doppelhaushälfte in der Lesumstoteler Straße ein. Zeugen können Hinweise unter Telefon 04791 / 30 70 mitteilen. ots
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Auch im Landkreis ist häusliche Gewalt Alltag / Aktionen zum 25. November in der Region ANNEMARIE UTKE
LANDKREIS – 296 Fälle häuslicher Gewalt mit 272 Betroffenen zählte die Polizei im Landkreis für das Jahr 2024, darunter 190 betroffene Frauen. Die Polizei geht dabei davon aus, dass sie viele Fälle häuslicher Gewalt nicht in ihrer polizeilichen Kriminalstatistik erfassen kann, da häusliche Gewalt häufig nicht zur Anzeige gebracht wird. Sie gehe „von einem hohen Dunkelfeld aus“, berichtete die Leiterin des Osterholzer Polizeikommissariats, Sarah Humbach, in der vergangenen Woche im Ausschuss für Jugend, Senioren und Soziales der Kreisstadt. Der 25. November trägt seit einem Beschluss der UN-Generalversammlung den Titel als Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen, auch als Orange Day bekannt. Am kommenden Dienstag gibt es zu diesem Anlass verschiedene Aktionen im Landkreis, um auf das Pro-
blem sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt hinzuweisen. In Osterholz-Scharmbeck zeigen die Omas gegen Rechts unter dem Motto „Orange wie eine Warnweste“ zwischen 10.30 und 12.30 Uhr auf dem Marktplatz Präsenz. Sie mahnen: „Gewalt hat viele Formen und oft wird sie für die Gesellschaft nicht sichtbar. Mehr als jede dritte Frau in Deutschland ist in ihrem Leben von physischer oder psychischer Gewalt betroffen, weltweit findet jeden Tag ein Femizid statt“. Entsprechend wollen sie auf dem Marktplatz über das Thema geschlechtsspezifischer Gewalt informieren. Praktische Helfer für Gefahrensituationen verteilt Melanie Zylka, Gleichstellungsbeauftragte der Kreisstadt, beim Stand der Omas gegen Rechts: Die Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen im Landkreis bestellten Schrillalarme
und Trillerpfeifen sowie WebcamCover, die Frauen dabei helfen sollen, sich vor Übergriffen zu schützen. Als weitere Maßnahme für mehr Sichtbarkeit von Hilfsangeboten bestellte Zylka 10.000 mit der europaweiten Nummer des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“, 116 016, bedruckte Brötchentüten. Die Bäckereien Behrens und Rolf verkaufen am 25. November ihre Brötchen in diesen besonderen Tüten, um die Telefonnummer bekannt zu machen. Auch über eine Flagge am Rathaus sowie ein Banner an der Bahnhofsunterführung Osterholzer Straße will die Verwaltung auf den Tag aufmerksam machen. In Lilienthal werden Murkens Hof und das Rathaus symbolisch orange angestrahlt. Als zivilgesellschaftliche Veranstaltung anlässlich des 25. Novembers organisiert das queerfeministische Bündnis Lilienthal (QFBL) in Kooperation
mit Lilis Wohnzimmer einen FLINTA*-Abend am Konventshof 4. Der Abend soll Gelegenheit zum Austausch über Gewalterfahrungen im Alltag bieten, es sind aber auch leichtherzigere Programmpunkte wie Spiele geplant. FLINTA* steht für Frauen, Lesben, inter, nichtbinäre, trans und agender Personen. Das Bündnis bezeichnet den Tag explizit als internationalen Tag zur Beseitigung patriarchaler Gewalt und nicht als Tag gegen Gewalt an Frauen, um auch Menschen mit queeren Geschlechtsidentitäten abzubilden und auf Gewalt gegen queere Menschen hinzuweisen. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ berät von Gewalt betroffene Frauen, Menschen aus deren sozialem Umfeld und Fachkräfte telefonisch, per E-Mail und Chat. Erreichbar ist das Angebot europaweit unter Telefon 116 016 sowie online unter hilfetelefon.de
Familienfreundlicher Kalender GR ASBERG – Wer noch keinen Kalender für das kommende Jahr hat, kann gegen eine Spende im Rat-
haus den Kalender der Initiative Familienfreundliches Grasberg erwerben. Neben saisonalen Tipps
enthält der Kalender auch Informationen über Projekte und Unterstützungsangebote vor Ort. Die
Spenden kommen der weiteren Arbeit von Familienfreundliches Grasberg zugute. aeu