Die WESER REPORT-Ausgabe für Osterholz-Scharmbeck und Hambergen
SAMSTAG, 18. OKTOBER 2025
NR. 3778/21. JAHRGANG
Ein Jahr Gesicht zeigen
Vom Kreis zum Landkreis
Nachhaltige Gemeinde
Die Omas gegen Rechts OHZ blicken zurück Seite 5
Wie sich Osterholz in 140 Jahren entwickelt hat Seite 7
Lilienthal will Bürger in Sachen Klima und Umwelt stärker einbinden Seite 4
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Umzug zum Martinstag OSTERHOLZ-SCHARMBECK – Am 11. November findet in der katholischen Kirche Heilige Familie, Waldweg 1, ein Gottesdienst und ein kleiner Sankt-Martin-Umzug statt. Beginn des Umzugs ist um 16.30 Uhr. Von der Kirche geht es dann mit Laternen zum Bahnhof. rom
Spiele im Allwetterbad OSTERHOLZ-SCHARMBECK – Der SpieleNachmittag im Allwetterbad findet wieder statt. Am kommenden Dienstag ist es von 14 bis 17 Uhr soweit. „Wir wollen den Kindern und Jugendlichen einen tollen und erlebnisreichen Allwetterbad-Besuch bieten“, so der Badbetrieb. rom
Vorsitz der Freilichtbühne LILIENTHAL – Jörg Flömer ist nicht länger der Vorsitzende der Freilichtbühne Lilienthal. Gesundheitliche Gründe waren laut Verein ausschlaggebend für den Rücktritt. Auf Flömer folgt nun Henry Balzer. Balzer ist seit 2014 Vereinsmitglied. rom
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Die Kommunen sollen auch vom Sondervermögen des Bundes profitieren – ihre Probleme löst die Finanzspritze voraussichtlich aber nicht. Symbolfoto: Roskamp
Womit dürfen Kommunen rechnen? Wie viel vom Sondervermögen die Kommunen kriegen, ist unklar. Klar ist: Es ist zu wenig ANNEMARIE UTKE
L ANDKREIS – Die Kommunen sind pleite. Das ist im Landkreis so, im Bundesland, im ganzen Bundesgebiet. Manchen geht es besser, manchen schlechter, doch überall gilt: Geld ist knapp. Nachdem der Bund im März das 500 Milliarden Euro umfassende „Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität“ aufnahm, hieß es schnell, dass auch die Kommunen von dem neuen Geldsegen profitieren sollen. Auf Zusagen für konkrete Summen warten die Kommunen weiterhin. Doch in Osterholz-Scharmbeck ist die Verwaltung sicher: Die Geldprobleme der Kreisstadt wird das Sondervermögen kaum lösen. Und auch in Hambergen ist die Liste an nötigen Investitionen lang. Wie viel Geld aus dem Sondervermögen bei den Kommunen ankommt, ist im Falle Niedersachsens bisher noch unklar. In der Kreis-
stadt rechnet die Verwaltung damit, dass der Verteilungsschlüssel für die Gelder Anfang kommenden Jahres vorliegen könnte. Die Hamberger Verwaltung teilte auf Anfrage mit, dass – in Anlehnung an früher angewandte Verteilungsschlüssel wie das Königsteiner Modell – der Samtgemeinde etwa vier Millionen Euro über einen Zeitraum von zwölf Jahren zukommen könnten. Ob alte Verteilungsschlüssel angewandt werden, ist allerdings bisher unbekannt. Das mag nach hohen Summen klingen, allerdings tragen die Kommunen im Landkreis auch eine schwere finanzielle Last. So heißt es aus der Samtgemeinde: „Gewünscht hätte sich die Samtgemeinde natürlich einen höheren Anteil als den bislang im Raum stehenden 60-Prozent-Anteil, den das Land bislang an die Kommunen geben will. Wünschenswert wäre zudem, dass die deutlich un-
ter dem Landesdurchschnitt liegende Steuerkraft der Samtgemeinde noch stärkere Berücksichtigung findet.“ Insbesondere für die Bereiche Bildung, Brandschutz und eine Sanierung des Hambads werde Geld benötigt. Es mangele an „die Kommunen nachhaltig entlastenden Lösungen“. Die Hamberger Verwaltung habe dennoch den „Eindruck, dass die Landesregierung die sehr angespannte finanzielle Situation der Kommunen erkannt hat und diese auch ernst nimmt.“ Anderer Ansicht ist die Verwaltung der Kreisstadt. Auch wenn diese wohl mehr Geld erhalten wird als Hambergen, ist jetzt schon klar: Reichen wird es nicht. Gegenwärtig plage Osterholz-Scharmbeck ein Investitionsrückstand von 130 bis 150 Millionen Euro. „Auch wenn die Summen aus dem Sondervermögen noch nicht feststehen, ist absehbar, dass diese nur einen klei-
nen Bruchteil des Sanierungsstaus abdecken wird. Insofern ist die finanzielle Unterstützung des Bundes aus dem Sondervermögen zu begrüßen, löst aber nicht die Finanzprobleme der Stadt und der Kommunen insgesamt“, so die nüchterne Bilanz der Verwaltung. Und anders als in Hambergen lässt sich der Osterholz-Scharmbecker Verwaltung kein Lob für die Mühen der Landespolitik entlocken. „Die erforderlichen Bedarfe werden trotz entsprechender Hinweise und Mahnungen durch die kommunalen Spitzenverbände nicht ausreichend gewürdigt“, so die Kritik. Wie viel Geld über welchen Zeitraum den Kommunen aus dem Sondervermögen zugute kommt, wird erst in der Zukunft klar werden. Doch bereits jetzt ist sicher: Auch mit der Finanzspritze bleiben die kommunalen Kassen im Landkreis klamm.
Letzte Gelegenheit, um Ausstellung zu erleben LILIENTHAL – Am morgigen Sonntag kann die Ausstellung „Augenblicke – Retrospektive“ mit Werken der Bildhauerin und Male-
rin Christa Bröker ein letztes Mal im Kulturzentrum Murkens Hof, Klosterstraße 25, besichtigt werden. Von 11 bis 17 Uhr sind die Aus-
stellungsräume geöffnet, die Künstlerin wird vor Ort sein und bei Interesse durch die Ausstellung führen. Ab Montag werden die Wer-
ke in der Galerie abgebaut, die Bilder auf dem Flur von Murkens Hof bleiben noch bis Ende des Jahres hängen. hwr
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