Die WESER REPORT-Ausgabe für Osterholz-Scharmbeck und Hambergen
SAMSTAG, 16. AUGUST 2025
NR. 3769/21. JAHRGANG
Beständig turbulent
Die Lage der Volksbank
Hoffnungssymbol im Stadtpark
Das Jahr 2024 bei den Stadtwerken Osterholz
Ein Überblick über das erste Halbjahr 2025 Seite 3
Friedensbündnis päsentiert metallenen Faltkranich in der Kreisstadt Seite 10
Seite 4
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Kitas und Rathaus geschlossen OSTERHOLZ-SCHARMBECK – Aufgrund einer betrieblichen Veranstaltung sind am Freitag, 5. September, sowohl das Rathaus als auch sämtliche städtische Kindertagesstätten geschlossen. Eltern können bei den Kita-Leitungen erfragen, ob und wo ein Notdienst angeboten wird. aeu
Vortrag beim Seniorenbeirat OSTERHOLZ-SCHARMBECK – Der Seniorenbeirat lädt zu seiner Sitzung am Montag, 18. August, 15 Uhr, im großen Sitzungssaal des Rathauses ein. Im Anschluss wird Manuel Reichel, Dezernent für Stadtentwicklung, einen Vortrag zur Innenstadtentwicklung halten. aeu
Zweites Quartiersforum OSTERHOLZ-SCHARMBECK – Das Team der städtischen Jugendarbeit lädt zum zweiten Quartiersforum Drosselstraße in diesem Jahr ein. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 20. August, von 18 bis 19.30 Uhr statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. aeu
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Der Niedersachsenstein, 1922 nach einem Entwurf Bernhard Hoetgers fertiggestellt, erinnert an die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs. Nun muss er saniert werden. Archivfoto: Roskamp
Nachhaltige Restaurierungspläne Start der Sanierung des „Niedersachsenstein“ durch Verhüllung der Hoetger-Skulptur MON I K A F R ICK E
WORPSW EDE – Noch ist der von Bernhard Hoetger gestaltete Niedersachsenstein am Weyerberg in weißer Kunststoffplane verhüllt. Diese soll weiteren schädlichen Wassereintritt verhindern. Das Gelände ist durch Bauzäune abgesperrt. Dahinter wurde ein Metallgerüst bis zum Kopf der Statue errichtet. Die Stiftung Worpswede, die sich um den Erhalt und die Pflege des Baudenkmals kümmert, ist nun froh, dass das Sanierungsprojekt mit dem Architekturbüro „Quartier vier“ aus Leipzig einen erfahrenen Partner gewonnen hat, der auch mit der Sanierung des Kaffee Worpswedes betraut wurde. Somit sammelte das Leipziger Architekturbüro mit der HoetgerArchitektur bereits einige Erfahrungen. Der Start der Sanierung hatte sich verzögert, weil der ursprüngliche Planer erkrankt war und Ersatz gesucht wurden musste. In einer Planwerkstatt wurden inzwischen die Sanierungsschritte zusammen mit den zuständigen Denkmalbehörden aus Hannover, Lüneburg und dem Landkreis Osterholz erarbeitet. Dabei entstand ein fundiertes Konzept für die be-
hutsame und nachhaltige Sanierung des Niedersachsensteins. Mitglieder der Stiftung Worpswede mit ihrem Vorsitzenden Christoph Beyer und Projektleiter Alexander Goldschweer sowie ein Team aus dem Planungsbüro mit Architekt Kim Wortelkamp wiesen im Rahmen eines Pressetermins zum Sanierungsstart auf die Schadstellen des Denkmals hin, vom Boden bis zum Kopf der Hoetger-Skulptur. Starke Schäden am BacksteinMauerwerk waren deutlich zu erkennen. Architekt Wortelkamp berichtete von den Ergebnissen aus der Planwerkstatt, den Erkenntnissen eines Restaurators und ersten Abstimmungen mit der Denkmalpflege und welche Methoden für die Sanierung angewendet werden. Starke Wasserschäden hatten in der Vergangenheit zu schadhaften Stellen am Backsteinbau geführt. Falsche Baumaterialien verhinderten den Wasseraustritt. Nun könne die gezielte Restauration erfolgen, so der Architekt, „wir können erste Ausschreibungen zum Bauteil vornehmen“. In den Wintermonaten könne das Denkmal unter der Verhüllung trocknen. Der Start der Sanierung erfolge im kommenden
Frühjahr, zum Herbst rechnet das Planungsbüro mit der Fertigstellung. Dauerhaft sollen Wasserschäden am Denkmal verringert werden, also sei eine langlebige Sanierung vorgesehen, betonte das Planungsbüro. Alle Arbeiten sollen nach dem heutigen Stand der Technik erfolgen. Durch die Restaurierung müsse der Bildhaueranspruch entsprechend Bernhard Hoetgers Werk wieder hergestellt werden, so Wortelkamp. Die Finanzierung des Projekts sei gesichert, so der Vorsitzende der Stiftung Worpswede, Beyer: Insgesamt stünden 723.000 Euro zur Verfügung, darunter Mittel aus
dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes in Höhe von 328.500 Euro. Die Bingo-Umweltstiftung und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz steuern 121.000 Euro bei, zudem gibt es EU-LeaderFördermittel in Höhe von 243.000 Euro. In den kommenden Monaten werden sich die Worpsweder und Touristen wundern, wenn Bauund Planungsfahrzeuge über Feldwege direkt zum Niedersachsenstein fahren und dort parken. Normalerweise ist dies nicht möglich. Goldschweer bemerkte, dass per Sondergenehmigung die Zufahrt über den Weyerberg abgestimmt wurde.
Hier erklärt Kim Wortelkamp die Schäden am Kopf der Hoetger-Statue, dem Niedersachsenstein am Weyerberg. Foto: Fricke
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