Die WESER REPORT-Ausgabe für Osterholz-Scharmbeck und Hambergen
SAMSTAG, 2. AUGUST 2025
NR. 3767/21. JAHRGANG
Erntefest in der Kreisstadt
Nachgeholtes Musikfest
Gute Tropfen für gute Zwecke
156. Ausgabe mit Partys, Laternenlauf und mehr
Das Open-Air Worpswede im Spätsommer Seite 6
Technisches Hilfswerk profitiert vom Weinfest auf Gut Sandbeck Seite 3
Seite 4
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leben So will ich n! und arbeite
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Wir leben und arbeiten für eine inklusive Gesellschaft. Für unsere Wohnkonzepte in Lilienthal, Quelkhorn und Worpswede suchen wir Mitarbeitende.
Wohngemeinschaft bei Demenz WORPSW EDE – Die Stiftung Maribondo de Floresta richtet eine tiergestützte und ambulant betreute Wohngemeinschaft für bis zu 12 Demenzkranke ein. Ab August bietet sie sonntags von 14 bis 16 Uhr Informationsveranstaltungen in der Galerie „Das Blaue Haus“ an. aeu
Für grüne Quartiere LANDKREIS – Das Netzwerk Nachbarschaft ruft mit der Aktion „Jede Wiese zählt!“ Nachbarschaften dazu auf, ihren grünen Daumen zu zeigen. Bewerbungen sind bis zum 30. September möglich. Weitere Infos: netzwerk-nachbarschaft.net/ wettbewerbe/jede-wiese-zaehlt/ aeu
Sitzung des Seniorenbeirats WORPSW EDE – Die nächste öffentliche Sitzung des Seniorenbeirats findet am Dienstag, 12. August, ab 15.30 Uhr, im Rathaus, Bauernreihe 1,, statt. Themen sind unter anderem die Helferbörse sowie Berichte aus der Verwaltung und dem Kreisseniorenbeirat Osterholz. aeu
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Demenz-Expertinnen wie Jenny Saitzek-Vollers (links) und Ulla Harmening helfen im Kreiskrankenhaus bei der Verständigung zwischen Patienten und Krankenhaus-Mitarbeitern. Foto: Roskamp
Alzheimer Gesellschaft braucht Hilfe Spenden sind vonnöten, soll die Unterstützung von Patienten mit Demenz weitergehen M A R I US ROSK A MP
OSTERHOLZ-SCHARMBECK Seit einem halben Jahr arbeitet das Kreiskrankenhaus mit dem Verein Alzheimer Gesellschaft Lilienthal und Umzu (ALZ) zusammen, um Patientinnen und Patienten mit Demenz eine bessere Unterstützung bieten zu können. Krankenhaus und Verein sind sich einig: Die Zusammenarbeit läuft gut. Allein, sie steht auch auf wackligen Füßen, denn wenn der Verein nicht bald mehr Spendenunterstützung erhält, war der Traum von einer humaneren Betreuung Demenzkranker nur von kurzer Dauer. Demenz-Expertinnen, Betreuer der ALZ, gehen auf Stationen und kümmern sich erweiternd um Pa-
tienten mit Demenz. Gerade für solche sei die Umgebung eines Krankenhauses sehr stressig, sagen Jenny Saitzek-Vollers und Ulla Harmening, zwei der ALZ-Kräfte. Unvertraute Umgebungen seien immer schwierig. Die Expertinnen helfen daher beim Vermitteln von Wünschen und Ängsten. Kurzgesagt: Sie verbessern die Kommunikation zwischen Station und Patient. Nicolas Dunkel leitet am Kreiskrankenhaus die Station Sechs, wo die Expertinnen von der ALZ zumeist beschäftigt sind. Er bestätigt, dass die Zusammenarbeit eine „sehr große Entlastung“ bedeutet und der Austausch unkompliziert abläuft. Da die Damen von der ALZ der Schweigepflicht unterliegen, bekommen sie auch Zu-
gang zu Diagnosen, um effizienter mit den betroffenen Patienten arbeiten zu können. Es ist also kaum verwunderlich, dass alle Seiten eine positive Bilanz nach einem halben Jahr Zusammenarbeit ziehen. Die Mitarbeiter des Krankenhauses berichten von einer spürbaren Verbesserung im Wohlbefinden der Patienten. Entsprechend plant die ALZ nicht nur, ihre Arbeit am Kreiskrankenhaus fortzusetzen, sondern die sogar noch auszubauen. Dafür werden aber Spenden oder Förderer benötigt. Petra Reiß, Geschäftsführerin bei der ALZ, stellt hierzu klar, dass Hilfen von etwa Stiftungen wie der Bürgerstiftung Arnholt nicht infrage kommen, da es um die Finanzierung von Personalkosten geht.
Betreuerinnen wie Saitzek-Vollers und Harmening machen ihre Arbeit zwar gern, sind aber letzten Endes auf Minijob-Basis angestellt. „Geld ist aber absolut nicht der Motivator“, sind sich SaitzekVollers und Harmening einig. „Die Begleitung von Menschen mit Demenz während des Klinikaufenthalts muss weitergeführt werden“, ist man auch beim Kreiskrankenhaus überzeugt. Die Bundeswehr war Unterstützerin der ersten Stunde, Erträge aus einer Tombola wanderten im vergangenen Jahr einmalig an die Betreuung. Wer spenden möchte oder Unterstützer der ALZ werden will, findet alle entsprechenden Informationen hierzu unter alzheimergesellschaft-lilienthal.de
Ästhetik und Historie der norddeutschen Moore
WORPSW EDE – Das Thema Moore steht im Fokus einer Gruppenausstellung mit dem bezeichnenden Titel „Moor ist…“, die vom 3. August bis 14. September in der Galerie Altes Rathaus Worpswede zu sehen ist. Die Schau versammelt Werke von 28 Künstlerinnen und
Künstlern aus dem nordwestdeutschen Raum. Veranstalter ist der Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK). Geheimnisumwobene, lebendige und ästhetisch ansprechende Landschaften. Das ist die Herangehensweise der Ausstellung an ihr
Thema. Die Besucher tauchen ein in eine künstlerische Vielfalt. Vom intensiven Blick der Sumpfohreule über fliegende Kraniche bis hin zu mikroskopisch anmutenden Darstellungen von Moosen. Die Werke zeigen außerdem die Kulturgeschichte der Moore.
Die Eröffnung der Ausstellung findet am morgigen Sonntag um 11.30 Uhr statt. Die Galerie Altes Rathaus an der Bergstraße 1 öffnet dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr ihre Türen. Der Eintritt ist kostenfrei. rom
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