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Hamme Report vom 15.03.2025

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Die WESER REPORT-Ausgabe für Osterholz-Scharmbeck und Hambergen

SAMSTAG, 15. MÄRZ 2025

NR. 3747/21. JAHRGANG

Ehrung für Sportler

Diskurs um Klimaschutz

Anpacken für eine saubere Stadt

Erste Kreisrätin betont die Bedeutung des Sports Seite 12

Club of Lilienthal lädt zu gemeinsamer Diskussion Seite 4

Die Initiative „Ohz räumt auf“ geht in eine neue Runde

Seite 3

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Ausstellung verlängert LILIENTHAL – Die Ausstellung Raumsichten mit Werken von Martin Koroscha in Murkens Hof wurde verlängert. Die architektonischen, futuristisch/dystopisch wirkenden Acrylbilder des Bremer Künstlers können noch bis zum 17. April besichtigt werden. hwr

Sie machen gemeinsame Sache: Michael Stobbe (KENN-Verwaltungsrat), Horst Müller (Technische Dienste Stadt Cuxhaven), Bernd Lütjen (Landkreis Osterholz), Peter Pohlmann (Landkreis Verden), Christof von Schroetter (Vorstand KENN), Babette Bammann (Landkreis Cuxhaven), Thorsten Krüger (Landkreis Cuxhaven). Foto: ASO

Aus Müll wird Energie

Sperrung wegen Kanalarbeiten OSTERHOLZ-SCHARMBECK – Vom 17. bis 21. März erfolgen Kanalarbeiten in der AlbertSchweitzer-Straße. Dafür wird der Bereich von der Einmündung Pennigbütteler Straße bis etwa 50 Meter in die Albert-Schweitzer-Straße hinein für den Verkehr gesperrt. hwr

Film über Sieg in Harrogate OSTERHOLZ-SCHARMBECK – Der zweite Film zum „Spiel ohne Grenzen“ wird am Sonntag, 23. März, gleich zweimal im Kulturzentrum Kleinbahnhof gezeigt, um 10 und 14 Uhr. Freie Plätze gibt es nur noch für die 10-Uhr-Vorstellung. Anmeldung unter Telefon 04791 / 902 94 35. fmo

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Vier Kommunen kooperieren, um das Beste aus ihrem Biomüll herauszuholen ANNEMARIE UTKE

PENNIGBÜTTEL – Die Kommunale Entsorgungsanstalt Nord-Niedersachsen (KENN) baut auf dem Gelände des Entsorgungszentrums Pennigbüttel eine Biovergärungsanlage. Anfang März trafen sich Vertreter der Landkreise Cuxhaven, Osterholz, Verden sowie der Stadt Cuxhaven zum ersten Spatenstich. Die Anlage soll eine ökologisch nachhaltige Bioabfallverwertung ermöglichen, wie der Abfall-Service Osterholz (ASO), auf dessen Gelände der Neubau erfolgt, in einer Pressemitteilung schreibt. Aus Bioabfällen sollen hier Biogas und Kompost zur weiteren Verwertung gewonnen werden. „Biogas ist eine erneuerbare Energie und damit ein

vollwertiger sowie gleichzeitig klimaneutraler Ersatz für Erdgas. Das bedeutet: Aus dem Inhalt der Biotonnen – ob Rasenschnitt, Laub oder Lebensmittelreste – wird umweltfreundliches Biogas erzeugt“, heißt es von Seiten des ASO. Gegenwärtig landen die Bioabfälle der vier teilnehmenden Kommunen noch in verschiedenen Kompostierungsanlagen. Der Nachteil: Um effektiv zu arbeiten, benötigen Kompostierungsanlagen große Mengen Energie, ebenso wie Wasser. In der Vergärungsanlage wird hingegen keine Energie verbraucht, sondern vielmehr nachhaltig Energie in Form von Biogas erzeugt. Das Gas soll in Form von Heizenergie in das Erdgasnetz fließen.

Um eine solche Biovergärungsanlage wirtschaftlich betreiben zu können, werden mindestens 30.000 Tonnen Bioabfälle benötigt. „Mit dem Zusammenschluss der vier Projektteilnehmer im Jahr 2020 war diese Menge gesichert – die Umsetzung konnte beginnen,“ erinnerte sich der Osterholzer Landrat Bernd Lütjen in seiner Rede zum Start der Baumaßnahmen. Bürokratische Prozesse und Genehmigungsverfahren nahmen viel Zeit in Anspruch, doch nun ist mit dem ersten Spatenstich der Baubeginn eingeläutet. „Es handelt sich hierbei um ein Leuchtturmprojekt, nicht nur was die Innovation betrifft, sondern auch die interkommunale Zusammenarbeit,“ so Lütjen weiter.

Das aufwendige Prozedere soll sich gelohnt haben: Die Verantwortlichen rechnen damit, dass in der Anlage jährlich etwa 40.000 Tonnen Bioabfälle verarbeitet werden. Sie rechnen mit einem Ertrag von zirka 1,4 Millionen Kubikmetern Biogas, welches dem ASO zufolge ausreicht, um beinahe 1.500 Haushalte zu heizen. Zusätzlich erwartet man etwa 18.000 Tonnen Kompost, welcher beispielsweise in der ökologischen Landwirtschaft nutzbar wäre. Bereits im kommenden Jahr soll die Anlage in Betrieb gehen. Horst Müller, Leiter der technischen Dienste bei der Stadtverwaltung Cuxhaven, wünschte den Beteiligten hierzu „gutes und termingerechtes Gelingen.“

Frauentag in Lilienthal: Vernetzung stand im Vordergrund LILIENTHAL – Seit über 100 Jahren ist der 8. März als Internationaler Frauentag, aber auch als feministischer Kampftag bekannt. Weltweit organisierten Flinta* (Frauen, Lesben, Intergeschlechtliche, Nonbinäre, Trans- und Agenderpersonen) Aktionen zu diesem Tag – auch in Lilienthal. „Am 8.

März wird darauf aufmerksam gemacht, dass noch immer für Gleichberechtigung und Vielfalt gekämpft wird. Die Proteste, Streiks und Demonstrationen zeigen aber auch, wie viel Kraft und Hoffnung in den Stimmen von Flinta*-Personen steckt“, erzählt eine Mitorganisatorin.

In Lilienthal gab es in der Vergangenheit bereits Veranstaltungen rund um den 8. März, wie Filmabende oder gemeinsame Frühstücke. In diesem Jahr kamen erstmals eine Demonstration und Kundgebung hinzu, bei welcher unter anderem Mitglieder des Transnet oder der Selbsthilfegrup-

pe für Mütter Reden hielten. „Der Vernetzungs-Gedanke war uns ein besonderes Anliegen. Wenn wir es schaffen, dass sich Menschen zusammen organisieren, sich gesehen und gehört fühlen und sich in Lilienthal somit eine Gemeinschaft entwickeln kann, wäre unglaublich viel getan!“ aeu

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