Die WESER REPORT-Ausgabe für Osterholz-Scharmbeck und Hambergen
SAMSTAG, 6. APRIL 2024
NR. 3698/20. JAHRGANG
Tanz in den Mai
Ehrenamtler ehren
Rasantes Stück in Worphausen
In der Stadthalle findet eine große Party statt Seite 4
Runder Tisch berät über Wertschätzung Seite 5
De Worphüüser bringen „Der Hexenschuss“ auf die Bühne
Seite 3
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In Haus eingebrochen O S T ER H O L Z -S CH A R M B E CK Bislang unbekannte Täter verschafften sich am vergangenen Mittwoch zwischen 10.30 Uhr und 14 Uhr Zugang in ein Wohnhaus in der Straße Schmidts Kiefern im Ortsteil Heilshorn. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Osterholz unter Telefon 04791 / 30 70 zu melden. (ots)
Freie Plätze im Musikunterricht O S T ER H O L Z -S CH A R M B E CK Ab Mai bietet die Kreismusikschule Osterholz montags ab 16.25 Uhr auf Gut Sandbeck Blockflötenunterricht unter der Leitung von Alexandra Schlappa an. Nähere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 04791 / 50 99. (hwr)
Rares schätzen lassen L I L I EN T H A L Raritäten kann man am 12. April ab 18.30 Uhr bei der Lilienthaler Kunststiftung, Trupe 6, schätzen lassen. Es werden zwei Kunsthistorikerinnen anwesend sein, die dabei helfen, den Wert von Kunstobjekten festzustellen. Das Angebot erfolgt auf Spendenbasis. (rom) Anzeige
Geschichtsexperte Volker Müller legt beim Erzählen über die Klosterkirche auch Wert auf das passende Äußere. Seine Mönchskutte wurde Anfang der 1980er Jahre angefertigt. Foto: Roskamp
Jahrhunderte alte Fußspuren Die Klosterkirche St. Marien hält vieles für Entdecker parat / Eine Begehung mit Volker Müller M A R I US ROSK A M P O STERHOLZ-S CHARMBECK Wenn man sich mit Volker Müller trifft, um etwas über die Hintergründe der Klosterkirche St. Marien zu erfahren, stehen die Chancen recht hoch, dass sich der Geschichtsexperte mit seiner Mönchskutte in Schale geworfen hat. Seit 1982 macht er Gästeführungen durch das alte Bauwerk, er selbst lebt nur einige Meter weiter im vorherigen Wirtschaftshaus der Klosterkirche. Der Grund für das Treffen waren Fragen, die sich aus den großen Sandsteintafeln ergaben, die außen an den Mauern des großen roten Backsteingebäudes hängen.
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sich zum Beispiel noch gut lesen. Doch nicht nur die Grabplatten fallen auf, wenn man die Klosterkirche betrachtet. An zwei Stellen sind Bronze-Reliefs angebracht, deren künstlerischer Stil, weil zu modern, nicht zum Rest des Gebäudes passen will. Es handelt sich um Kunstwerke von Waldemar Otto aus Worpswede, die dieser 2001 anfertigte und mit ihnen die einstigen Steinreliefs ersetzte, die nun im Inneren der Kirche ruhen. Den einstigen Christuskopf hat der Künstler dabei so weit reduziert, dass noch gerade eben ein Gesicht erkennbar ist. Aktuell sind im Inneren der Kirche außerdem weitere Werke Ottos ausgestellt, die noch weiter Bezug nehmen
auf die Kirche und ihre ursprünglichen Darstellungen. Müller selbst kann zu so ziemlich jedem Detail etwas erzählen, man könnte auch stundenlang mit ihm durch das Gebäude wandern und allerlei interessante Informationen aufschnappen. So etwa, dass eine der alten Kirchenglocken nach Worpswede zur Zionskirche gewandert ist und dort als Material für eine neue Glocke gedient hat. Wer aber selbst nicht in den Genuss kommt, eine Führung mit Müller mitzumachen, dem sei das Informationsheft über die Klosterkirche empfohlen, das auf einigen Seiten Wissenswertes erzählt. Das Heft ist für 5 Euro in der Kirche erhältlich.
Angebot der Teilhabeberatung
Direkt gegenüber vom Weserpark
Hans-Bredow-Str. 36 28307 Bremen
„Das sind alles Grabsteine“, erklärt Müller. Ob sie teils so schwer zu entziffern sind, weil der Regen die Steine geglättet hat? „Nein, sie lagen früher in der Kirche und wurden mit der Zeit abgetreten.“ Adelige bezahlten dereinst viel Geld, um sich mit einem großen Grabstein in der Kirche beerdigen zu lassen. Das ist auch der Grund, weiß Müller, warum Familienwappen die Steine zieren. Es handelt sich um die Wappen der Verstorbenen und deren Vorfahren. Die Grabplatten sind teils über 550 Jahre alt. Einige, vor allem jene, auf denen nicht viel Fußverkehr stattfand, lassen sich noch gut entziffern. Die Platte von Dorothea von der Lith, gestorben 1616, lässt
O S T E R H O L Z- S C H A R M B E C K Betroffene oder Angehörige, die Fragen zu Leistungen, Zuständigkeiten und Verfahrensregelungen für Menschen mit einer (drohenden) körperlichen, geisti-
gen oder seelischen Behinderung stellen möchten, haben dazu üblicherweise an jedem dritten Mittwoch im Monat Gelegenheit. Das kostenlose Angebot der Ergänzenden Unabhängigen Teil-
habeberatung (EUTB) findet im Rathaus statt. Der Termin ist dieses Mal um eine Woche vorverlegt auf den 10. April, 10 bis 11.30 Uhr. Um eine vorherige Anmeldung unter 04298 / 931 01 85 wird
gebeten. Weitere Informationen, auch zu den Möglichkeiten der Beratung in Lilienthal, Hauptstraße 82, oder per Telefon, gibt es unter teilhabeberatung-osterholz. de (cob)
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