Die WESER REPORT-Ausgabe für Osterholz-Scharmbeck und Hambergen
SAMSTAG, 30. MÄRZ 2024
NR. 3697/20. JAHRGANG
Ein Jahrhundert Sport
Ballspiel um Mitternacht
Infos rund um Cannabis
Der MTV Lübberstedt ließ sich gebührend feiern Seite 2
Veranstaltung soll regelmäßig fortgeführt werden Seite 8
Experten beantworteten Fragen von Lesern zu der Pflanze Seite 5
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Schlangen der Region O S T E R H O L Z -S C H A R M B E C K Von Höllenottern, Würgeschlangen und Konsorten erzählt der Ökologe Moritz Otten am 12. April ab 19 Uhr in den Räumen der BioS, Lindenstraße 40. Der Eintritt ist frei, um eine Spende und eine telefonische Anmeldung unter der Nummer 01520 / 954 97 61 wird gebeten. (rom)
Meerschweinchen gestohlen LILIENTHAL Bislang unbekannte Täter stahlen in der Nacht von vergangenem Sonntag auf Montag drei Meerschweinchen aus einem Außengehege in einem Garten in der Hardingstraße. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 04298 / 46 56 60 entgegen. (ots)
Geflüster auf dem Friedhof O S T E R H O L Z -S C H A R M B E C K Das Friedhofsgeflüster kehrt zurück. Für den 7. April, 18 Uhr, lädt die „Schwarze Witwe“ wieder zu einer außergewöhnlichen Führung über die Entwicklung der Trauerkultur. Weitere Informationen und Tickets gibt es unter friedhofsgefluester.de (rom) Anzeige
BREMER OSTERWIESE 22. MÄRZ 07. APRIL
Martin Schüppel und seine Helfer hatten alle Hände voll zu tun, die zehntausenden Jungtiere vom Bruthaus zum Geest-Bereich der Wörpe zu bringen. Fotos: Roskamp
Tütenweise Fische Tausende Meerforellen ausgewildert / Hilfestellung aufgrund schwindender Lebensräume M A R I US ROSK A M P GRASBERG Erst kürzlich fand ein Tag der offenen Tür statt beim Fischerei- und Gewässerschutzverein Lilienthal im Wanderfischprojekt Wörpe, genauer: bei deren Bruthaus neben dem Klärwerk in Grasberg. Doch nun hatte Martin Schüppel, Vorsitzender und stellvertretender Regionsleiter vom Anglerverband Niedersachsen, wieder alle Hände voll zu tun, wobei ihm zahlreich erschienener Besuch half. Es galt, die herangezogenen Meerforellen auszusetzen. Tausende der kleinen Jungtiere wanderten von den Schubladen im Bruthaus in Plastiktüten, die dann wiederum in der Wörpe, etwa auf Höhe Tarmstedt ausgesetzt wurden. „Die Kinder haben auch tüchtig mitgeholfen und jeder einzelne Fisch wurde gerettet“, freute sich Schüppel über den erfolgreichen Tag. „Wir treiben mit den Fischen ja kein Gewerbe, die Tiere kommen alle wieder in die Wörpe.“ Weil es nur noch wenige Le-
bensräume für Wanderfische gibt, hilft der Verein beim Bestand nach. Mithilfe elektrischer Fanggeräte werden die Fische kurz vor der Eiablage gefangen. Von den weiblichen Tieren werden die Fischeier abgestreift und mit den Spermien der männlichen Fische vermischt. Die be-
fruchteten Forelleneier kommen in die Brutschalen im Bruthaus. Von einer Zucht will Schüppel dabei nicht reden. Vielmehr sieht er die Arbeit seines Vereins als eine „Hilfestellung auf befristete Zeit“. Man wolle diese Arbeit auch nicht auf Dauer fortführen, das Ansinnen des etwa
In Schubladen, sogenannten Brutschalen, wuchsen die Fische heran. Nun ist es Zeit für den Ernst der Natur.
25 Jahre alten Vereins ist eigentlich die Wiederherstellung der Lebensräume für Wanderfische, wie Schüppel erklärt. Auch dem Aal helfe man. Dabei wichtig sei auch die Arbeit mit den Pächtern. „Es funktioniert nur, wenn alle an einem Strang ziehen, und das haben wir hier an der Wörpe sehr gut“, so Schüppel. Außerdem, so zeigt sich der Träger des Bundesverdienstkreuzes überzeugt, eigne sich die Arbeit im Bruthaus ausgezeichnet auch für Schulklassen, um Kindern die Welt der Fische näherzubringen. „Die Fische, die wir jetzt auswildern“, erzählt Schüppel auf der Fahrt durch Tarmstedt zum Geest-Bereich der Wörpe, „das sind die gleichen Fische, die auch wieder zurückkommen. Das ist wie beim Storch.“ Ein knappes Jahr verbringen die Forellen nun in der Wörpe, ehe sie ins Meer wandern. In drei Jahren kommen sie dann zurück. Allerdings in stark verminderter Zahl, die nun ausgewilderten Tiere haben viele Feinde und kennen viele Gefahren.
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