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Hamme Report vom 03.09.2023

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Die WESER REPORT-Ausgabe für Osterholz-Scharmbeck und Hambergen

SONNTAG, 3. SEPTEMBER 2023

NR. 3667/19. JAHRGANG

Tennis auf hohem Niveau

Besuch aus Berlin

Santiano begeistert Kreisstadt

Lilienthaler Volksbank Open starten am Freitag Seite 9

Lars Klingbeil zu Gast bei SPD-Sommerempfang Seite 2

Tausende Konzertbesucher feiern vor der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck Seite 3

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Mehr Zeit beim Ersatzbau A XSTEDT Seit Mitte Juli wird im Zuge der Harrendorfer Straße ein Ersatzbau über die Billerbeck errichtet. Die Brückenbaumaßnahme war ursprünglich bis zum 8. September geplant. Laut Verwaltung wird sich die Fertigstellung aufgrund der starken Regenfälle nun aber bis zum 22. September verzögern. (joh)

Plattdeutscher Film auf Lilienhof LILIENTHAL Die Worphüser Heimotfrünn laden für Freitag, 8. September, 19.30 Uhr, zum Film „Mittagsstunde“ mit Charly Hübner ein. Der teils in Plattdeutscher Sprache gedrehte Film wird im Bauernhaus auf dem Lilienhof gezeigt. Einlass ist um 19 Uhr. Um eine Spende wird gebeten. (joh)

„Frohmarkt“ im Kleinbahnhof O S T E R H O L Z -S C H A R M B E C K Im Kulturzentrum am Kleinbahnhof wird am Samstag, 9. September, ab 12 Uhr wieder ein „Frohmarkt“ veranstaltet. Geboten werden SecondhandWaren wie Kleidung, Bücher, Gebrauchs- oder Kunstgegenstände. Anmeldungen gibt es per SMS an 0152 / 23 23 59 85. (joh) Anzeige IHR RECHT – EINFACH ERKLÄRT

Die gesetzliche Rente – ab wann und in welcher Höhe? Di., 12. Sept. 2023, 18 – 19.30 Uhr Geschäftsstelle Bremen-Nord Lindenstraße 8, 28755 Bremen Anmeldung erforderlich: nord@arbeitnehmerkammer.de

Sie sind verärgert über die geplanten Kürzungen: Tanja Kramer (links) und Anne Deutsch hatten sich in Anbetracht steigender Energie- und Lebensmittelkosten einer Erhöhung der Förderungen erhofft. Foto: Johannsen

Der Rotstift droht Mehrgenerationenhaus von geplanten Mittelkürzung des Bundesfamilienministeriums betroffen JA SM I N JOH A N NSE N O S T E R H O L Z -S C H A R M B E C K Ein Rad greift ins nächste, wenn es um die zahlreichen Angebote im Mehrgenerationenhaus (MGH) geht. „Wir haben hier ein super Team, das auch noch viel ehrenamtlich organisiert“, sagt MGHLeiterin Anne Deutsch und meint damit, dass sie und ihre Angestellten Teilzeit arbeiten und fast die gleiche Zeit pro Woche noch einmal unbezahlt in das MGH stecken. Deutsch und ihre Kollegin Tanja Kramer sagen, dass sie dies gern tun, seien die Kollegen und Besucher doch wie eine zweite Familie. Was sie nun aber überhaupt nicht verstehen können, ist dass das Bundesfamilienministerium die För-

derung für die MGHs kürzen will. Dabei war die Zahlung erst 2020 von 30.000 Euro auf 40.000 Euro jährlich angehoben worden. Jetzt sollen 2.000 Euro wieder gestrichen werden. „Das mag sich nicht wie viel Geld anhören“, sagt Kramer. „Es heißt aber, dass wir uns nicht weiterentwickeln können, es wahrscheinlich keine neuen Angebote geben und einiges teurer wird.“ Das bedeute für viele Menschen, dass sie sich die Veranstaltungen im MGH nicht mehr leisten können. „Viele leben am Limit“, sagt die Leiterin. Das sehe man auch an der Rett-ich-Station im Haus. „Sobald da mal Lebensmittel drinstehen, sind sie schon weg“, berichtet Kramer weiter.

Derzeit arbeiten 13 Angestellte im MGH, allesamt Teilzeit oder im Mini-Job. „Wir zahlen eigentlich nur ein Taschengeld dafür, was sie hier leisten“, sagt Kramer. Bei steigenden Energieund Lebensmittelpreisen hätte sie auch gern die Löhne angepasst. Das geht nun nicht. „Schlimm wäre es, wenn unsere Mitarbeiterinnen kündigen, weil sie etwas Lukrativeres finden. Der Arbeitsmarkt gibt es derzeit her.“ Angst hätten die beiden vor weiteren Kürzungen anderer Förderer wie dem Land Niedersachsen. „Wir alle müssen den Gürtel enger schnallen“, sagt Kramer. „Da gibt es nicht mehr so viele Spenden wie in der VorCorona-Zeit.“ Nun hoffen sie auf

die Hilfe der Politik. Bei der Stadt sei man sich bewusst, dass die Kürzungen „schmerzlich“ sind, heißt es auf Anfrage dieser Zeitung. Und weiter: „Die Stadt hofft gemeinsam mit dem MGH, dass die tatsächlichen Haushaltsverhandlungen des Bundes noch zu einem anderen, für die Mehrgenerationenhäuser positivem Ergebnis führen werden.“ Der Landkreis verweist darauf, dass die Gemeinde für das MGH zuständig sei. Deutsch, die auch Delegierte des Bundesnetzwerkes der MGHs ist, hat sich inzwischen an Bundeskanzler Olaf Scholz gewandt. „Wir sind wichtig für die Gesellschaft. Es wäre schön, wenn das auch honoriert wird“, stellt sich klar.

Polizei durchsucht Häuser in Osterholz-Scharmbeck O S T E R H O L Z -S C H A R M B E C K Die Polizei ging am vergangenen Donnerstag im Stadtgebiet mit einem Großaufgebot gegen den Drogenhandel vor. „Hintergrund

dieses Einsatzes ist ein umfangreiches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln bei Mitgliedern zweier ortsansässiger

Großfamilien“, heißt es in einer Mitteilung. Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Ermittler Bargeld, Betäubungsmittel sowie Datenträger. Ein Be-

amter wurde von einem Angehörigen einer betroffenen Großfamilie angegriffen und leicht verletzt. Gegen den Angreifer leitete die Polizei ein Verfahren ein. (ots)

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Hamme Report vom 03.09.2023 by Weser Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH - Issuu