Die WESER REPORT-Ausgabe für Osterholz-Scharmbeck und Hambergen
SONNTAG, 2. JULI 2023
NR. 3658/19. JAHRGANG
Besseres Leseverständnis
Tarmstedter Ausstellung
Großer Bau schreitet voran
Kümmerer Hambergen helfen mit Schulpaten Seite 12
Die Messe für Landwirtschaft bietet wieder viel Seite 7
An der BBS OHZ wurde kürzlich der Grundstein gelegt
Seite 2
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Neue Karte der Findorff-Region LANDKREIS Es wurde eine neue Faltkarte der Findorff-Region im Teufelsmoor mit Begleitbroschüre erarbeitet. Sie nimmt alle wesentlichen Merkmale von der Vergangenheit bis zur Gegenwart auf, die das Kulturland auszeichnen. Die Karte ist für 7,50 Euro im Buchhandel erhältlich. (rom)
Offene Ateliers im Künstlerdorf WORPSWEDE Für die diesjährige Offenen Ateliers Worpswede, vom 7. bis 9. Juli, haben sich über 50 Kunstschaffende angemeldet, die ihre Werkstätten öffnen wollen. Weitere Infos zum Rahmenprogramm findet man unter offene-ateliers-worpswede.de (rom)
Kurs für Gästeführer gestartet O S T E R H O L Z -S C H A R M B E C K Der von der Stadt und Citymanagement angebotene Kurs für Gästeführer startete am 23. Juni in der Museumsanlage. Über den Sommer werden noch weitere Einheiten folgen, im September sollen die neuen Gästeführer ihr Können schließlich präsentieren. (rom) Anzeige
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Bürgermeister Torsten Rohde hatte ein offenes Ohr für Ideen, wies die Jugendlichen aber auch auf politische und wirtschaftliche Realitäten hin. Foto: Roskamp
Was die Jugend will Schüler an der BBS OHZ und Teilnehmer des ersten Jugendforums zeigen deutliche Ziele M A R I US ROSK A M P O S T ER H O L Z -S CHAR M B ECK Dass sich die Jugend stärker politisch engagieren und ihr dafür auch der nötige Raum eingeräumt werden soll, das war schon länger Thema in der Politik der Kreisstadt. Vor einem knappen Jahr beschloss man auf einer Sitzung des Ausschusses für Jugend, Senioren und Soziales (AJSS), ein regelmäßiges Jugendforum zu veranstalten. Es fand nun am 27. Juni im Jugendhaus Pumpelberg statt. Mehrere Stunden lang berieten junge Menschen in verschiedenen Arbeitsgruppen zunächst, welche Wünsche sie an die Stadt haben. Zur Präsentation der Ergebnisse kamen diverse Vertreter aus Rat und Verwaltung. Eingangs gaben die Gastgeber vom Jugendforum bekannt, dass Sven Evering und Ismail Ciftci in den AJSS gewählt wurden. Die Forderungen der Jugendlichen leuchten ein und konzentrieren sich vor allem auf die Punkte Mobilität und Freizeit-
gestaltung. In beiden Bereichen gebe es Nachholbedarf. Teils müsse man viele Tarifzonen auf Strecken durchqueren, die junge Menschen häufig nutzen, so Evering. Fahrten würden entsprechend teuer, weswegen der Wunsch nach einem Verbundticket geäußert wurde. Dass dies mit erheblichen Aufwand verbunden wäre, sei den Teilnehmern aus dem Jugendforum durchaus bewusst. Ein weiterer Punkt, der vielen Jugendlichen wichtig war: öffentliche Treffpunkte. Von denen gebe es zu wenig, auch würden sich einige legale Graffitiwände wünschen. Harry Laube (CDU) erzählte Evering, dass eine solche Wand durchaus in Planung sei. Im Bereich der Bahnunterführung soll sie entstehen. Vielleicht wäre auch der Verbund mit entsprechenden künstlerischen Workshops vorstellbar, kam der Vorschlag aus den Reihen der Jugendlichen. Der größte Wunsch der Projektgruppe „Öffentliche Treffpunkte“ war aber wohl der nach
dem Verbleib und vielleicht sogar einer Modernisierung des Skate-Platzes an der IGS Buschhausen. Susanne Fedderwitz aus der Stadtverwaltung konnte beruhigen und versicherte, dass der Skate-Platz auch während der Baumaßnahmen an der IGS bleiben wird. Das nächste Jugendforum, so Evering, soll in einem Jahr stattfinden, Arbeitsgruppen würden sich aber das Jahr über häufiger treffen. Interessant ist die Parallele zu einer Veranstaltung an den Berufsbildenden Schulen Osterholz-Scharmbeck (BBS OHZ). Bereits am nächsten Tag besuchten Anne Deutsch und Beate Liebe (beide SPD) Schüler, die sich im Rahmen deutschlandweit durchgeführter Projekttage zur Rolle der Europäischen Union in der eigenen Region mit Kommunalpolitik befassten. Die Projekttage werden von der gemeinnützigen Organisation für europapolitische Bildung Eurosoc#Digital durchgeführt. Den Politikerinnen, die auch beim Jugendforum an-
wesend waren, fiel schon nach kurzer Zeit auf, dass viele Themen, die die Schüler beschäftigen mehr oder weniger inhaltlich identisch im Jugendhaus Pumpelberg behandelt wurden. Auch dort ging es um öffentliche Transportmittel und Freizeitmöglichkeiten für junge Menschen. Darüber hinaus zerbrach sich eine Gruppe den Kopf über die Frage, wie man mehr Kaufkraft aus dem Internet zurück in die Region holen könne. Deutsch führte an, dass es möglich sei, dass das Thema Zwischennutzung von leer stehenden Geschäften in Vergessenheit geraten ist. Vielleicht, so regte sie an, sei es denkbar, Treffpunkte für junge Menschen an solchen Orten zu schaffen. Der Impuls müsste aber seitens der Jugendlichen weiterverfolgt werden. Eine Vernetzung mit dem Jugendforum wäre wohl ratsam, so Deutsch, die sich – ebenso wie ihre Fraktionskollegin – begeistert von den Anregungen und dem Interesse der Schüler zeigte.
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