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Delme Report vom 22.02.2025

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Anzeigenzeitung für Delmenhorst und Umgebung

SONNTAG, 23. FEBRUAR 2025

NR. 3441/35. JAHRGANG

Fasching in Ganderkesee

Oberschule wird erweitert

Löschroboter für Feuerwehr

Der große Faschingsumzug findet am kommenden Sonnabend statt

Die Oberschule Süd bekommt 15 Millionen Euro

Die Kreisfeuerwehr erhält Verstärkung durch zwei neue Roboter

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Die Gastronomen Tarik Cirdi (v. l.), Malek Fuchs, Alper Samanci (4. v. l.) und der SPD-Politiker Hasan Bicerik (3. v. l.) betrachten die geplante kommunale Verpackungssteuer kritisch. Foto: Konczak

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Einbahnstraße Weberstraße Die Weberstraße wird von der Kreuzung Friedrich-Ebert-Allee/Stedinger Straße bis zum Bahnhofsgebäude am Mittwoch und Donnerstag, 26. und 27. Februar, zur Einbahnstraße. Grund sind Baumpflegearbeiten im Auftrag der Deutschen Bahn. Auch der Taxistand ist betroffen. DR

Vollsperrung der Orthstraße

Essen zum Mitnehmen adé?

Die Orthstraße in Falkenburg wird vom 25. Februar bis voraussichtlich 04. März im Einmündungsbereich Alter Postweg für den Kraftfahrzeugverkehr voll gesperrt. Der Alte Postweg ist weiterhin befahrbar. Der Busverkehr wird nicht beein-trächtigt. DR

Eine geplante Verpackungssteuer könnte schon bald das Essen to go verteuern E M R E A LT U G

Heute ist Wahltag

Die geplante Einführung einer kommunalen Verpackungssteuer sorgt für kontroverse Diskussionen. Bei einem Pressegespräch äußerten sich Hasan Bicerik von der SPD-Fraktion, Tarik Cirdi, Inhaber des Riva Delmenhorst sowie Dehoga-Vorsitzender, Alper Samanci, Inhaber des Cabarelo und Malek Fuchs, Inhaber des El Mariachi Delmenhorst, zu dem Vorhaben der Grünen. WähAnzeige rend die Steuer die Vermüllung durch Einwegverpackungen einHohe Kundenzufriedenheit durch unser dämmen soll, sehen die GastronoFirmenmotto „Ehrlich – erreichbar – zuverlässig“ – men erhebliche praktische und wirtbestens gerüstet für zukünftige Aufgaben. schaftliche Probleme. Bicerik, selbst aus einer Familie der Gastronomie stammend, betont, SANITÄR • HEIZUNG • UMWELTTECHNIK dass die kommunale VerpackungsHEIZUNG + SANITÄR steuer erstmal nicht verfassungswidrig sei. Als Vorbilder dienen das fon: 04221 • 94 21 -0 Sahrener Weg 54 info@mausolf-shk.de fax: 04221 • 94 21 -25 27777 Ganderkesee www.mausolf-shk.de Tübinger und das Konstanzer Modell. In Tübingen zahlen Gastronomen 15 Cent pro Einwegverpackung und 20 Cent für Einwegbesteck. Zusätzlich erhalten sie eine Förderung von 1.000 Euro für Geschirrspülmaauch auf Instagram! schinen, die MehrwegverpackunNienburger Str. 3 • 27755 Delmenhorst ... Jetztmausolf_del gen verarbeiten können. In Kons04221 / 94 21-0 • info@mausolf-del.de tanz entfällt die Steuervorauszahwww.mausolf-del.de lung, dafür müssen Gastronomen

Bei den Wahllokalen gibt es ein paar Änderungen: Das Wahllokal 123 befindet sich bei der Bundestagswahl nicht in der Städtischen Kindertagesstätte an der Wildeshauser Straße, sondern im Blauen Salon der Krankenpflegeschule des Delme Klinikums Delmenhorst. Weitere Infos auf delmenhorst.de. DR

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3 • 27755 Delmenhorst • 04221/9421-0 solf-del.de • info@mausolf-del.de

Nachweise über die verwendeten Verpackungen erbringen. Bicerik sieht jedoch erhebliche Hürden: „Delmenhorst kann keine 1.000-Euro-Förderungen wie Tübingen stemmen. Die Verwaltung hat auch eigentlich keine Kapazitäten für Kontrollen.“ Zudem sei die Anwendung der Steuer ungleich: „Bei einem Eis würden 50 Cent oben drauf kommen. Das ist sozial ungerecht, besonders in einer Stadt mit zehn Prozent Arbeitslosigkeit.“

„Die Stadt muss die Organisation übernehmen“

Alper Samanci Cirdi kritisiert den bürokratischen Aufwand: „Wir haben jetzt schon Probleme, Fachkräfte zu finden. Wer soll den ganzen Papierkram erledigen?“ Er bezweifelt auch den ökologischen Nutzen: „Viele Verpackungen sind bereits biologisch abbaubar. Ich denke nicht, dass dadurch weniger Müll entsteht.“ Fuchs verweist auf die wirtschaftliche Lage: „Die Gastronomie hat

sich noch nicht von Corona, den hohen Energiekosten und dem Personalmangel erholt. Investitionen in Mehrwegsysteme werden teuer.“ Er befürchtet Umsatzeinbußen: „Wenn Lieferdienste wegen des Aufwands entfallen, trifft uns das hart. Auch die Akzeptanz von Mehrwegverpackungen seitens der Gäste ist fraglich.“ Samanci äußert Zweifel an der Umweltfreundlichkeit der Steuer: „Mehrwegverpackungen müssen sowohl von Gästen als auch von Gastronomen gereinigt werden. Ist das wirklich nachhaltig?“ Er schlägt ein Pfandsystem vor: „Fünf Euro pro Verpackung könnten funktionieren, aber die Stadt müsste die Organisation übernehmen.“ Einwegverpackungen seien zudem kompostierbar, und die Entsorgung könne über gelbe Säcke erfolgen. Bicerik wirft weitere Fragen auf: „Was gilt als Verpackung? Zählt das Papier um den Döner dazu? Und wer kontrolliert die Einhaltung?“ Er befürchtet, dass die Stadt langfristig Verluste machen wird: „Die Steuer ist ein Bürokratiemonster. Am Ende des Jahres müssen Gastronomen Formulare abgeben, die angeben, wie viele Verpackungen sie verwen-

det haben. Wer soll das kontrollieren, wenn der Gastronom nicht den ganzen Tag im Laden steht?“ Die Gastronomen fordern statt einer Steuer lieber Anreize, wie Preisnachlässe bei der Rückgabe von Verpackungen. Doch auch hier gibt es Skepsis. Bicerik verweist auf das Beispiel Coffee-to-go: „Angebote zur Rückgabe von Verpackungen werden in der Praxis nicht angenommen.“ Samanci betont, dass die Stadt sich verpflichten müsse, die Organisation zu übernehmen, wenn sie die Steuer einführt. Cirdi fasst zusammen: „Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur, Steuern zu erheben. Wir brauchen praktikable Lösungen.“ Die Debatte zeigt, dass die geplante Verpackungssteuer nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine organisatorische Herausforderung darstellt. Bicerik prognostiziert: „Die Steuer wird mehrmals angepasst werden müssen – sie ist ein Bürokratiemonster.“ Ob das Vorhaben der Grünen in dieser Form umgesetzt wird, bleibt fraglich. Klar ist: Die Gastronomie sieht sich am Limit, und die Frage, ob die Steuer tatsächlich die gewünschte Umweltwirkung erzielt, bleibt offen.


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