Anzeigenzeitung für Delmenhorst und Umgebung
ß Weihnachtsgrü SONNTAG, 22. DEZEMBER 2024
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NR. 3432/34. JAHRGANG
Zum Fest in die Kirche
Schulweg-Sicherheit
Weihnachtsgrüße
Gottesdienste über Weihnachten in der Übersicht
Bauarbeiten am Trendelbuscher Weg in Schierbrok fertig
Geschichten, Danksagungen Tipps und Besinnliches rund ums Fest
en und Leser, Geschichten, Liebe Leserinnn möchten wir Sie mit interessantenleute rst aus Delmenho
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Foto: pv
Zusammenarbeit und Fortschritt
Als „Jahr der Zusammenarbeit und des Fortschritts“ betitelte Delmenhorsts Oberbürgermeisterin Petra Gerlach (r.) beim Stadtempfang in der Markthalle die vergangenen zwölf Monate. Zusammen mit den Bürgermeistern Enno Konukiewitz und Hermann Thölstedt sowie dem Ersten Stadtrat Markus Pragal und Stadtbaurat Theo Dworak begrüßte sie zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. In ihrem kurzen Jahresrückblick zeichnete sie das Bild einer Stadt im Aufbruch. „Dazu braucht es Mut und Tatkraft“, erklärte sie. Sie freue sich darauf, Delmenhorst auch im kommenden Jahr gestalten zu können und kündigte an, dazu den Dialog mit den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen suchen zu wollen. rl / Foto: Martina I. Meyer
Hospizdienst-Büro geschlossen In der Zeit von Montag, 23. Dezember, bis Sonntag, 5. Januar, bleibt das Büro des Hospizdienstes Delmenhorst zu seinen Sprechzeiten geschlossen. Telefonisch ist der ambulante Hospizdienst in dieser Zeit über die Telefonnummer 04221 / 1 23 16 88 erreichbar. DR
Servicepunkt macht Pause Der Servicepunkt von Deutsche Glasfaser am Edeka-Center Schlottmann bleibt bis zum 5. Januar geschlossen. Ab Montag, 6. Januar, ist das Team erneut für alle Fragen rund um den Glasfaserausbau da. Interessierte können sich dann wieder zu allen Leistungen und vertraglichen Details im Servicepunkt beraten lassen. bbr
Müllabfuhr verschoben Aufgrund der Weihnachtsfeiertage kommt es zu Verschiebungen bei der Müllabfuhr. Termine, die nach dem gewohnten Abhol-Rhythmus auf den 23., 24. und 25. Dezember gefallen wären, wurden vorverlegt. In der Woche ab dem 27. Dezember wird der Müll einen Werktag später abgefahren. Die genauen Abfuhrtermine sind dem Abfallkalender auf der städtischen Internetseite zu entnehmen: www.delmenhorst.de/abfallkalender. DR Anzeige
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Delmenhorst macht sich auf den Weg Haushalt 2025 setzt klares Signal in Sachen Schulen / SPD bezweifelt Umsetzbarkeit der Vorhaben ROBERT LÜ R SSEN
Mit den Stimmen von CDU, Gruppe FDP/Kuhnke und Bündnis '90/Die Grünen hat der Delmenhorster Rat in dieser Woche den Haushalt für 2025 beschlossen. Während die Befürworter den Kurs der Verwaltung mit einer deutlichen Schwerpunktsetzung auf Investitionen im Bildungsbereich lobten, kritisierten Fraktionschef Alexander Mittag für die SPD und Hartmut Rosch im Namen der Gruppe DL² den Etatentwurf massiv. Da im Ergebnishaushalt die geplanten Ausgaben die geplanten Einnahmen um 36,9 Millionen Euro übersteigen und sich dieses Defizit aufgrund fehlender Abschlüsse für 2022 und 2023 auch nicht fiktiv (aus Überschussrücklagen) ausgleichen lässt, musste die Stadt erstmals seit vielen Jahren wieder ein Haushaltssicherungskonzept aufstellen. „Nur weil wir in diesem Haushalt einen hohen Betrag in Bildung verbuchen, stehen nicht automatisch die Weichen richtig“, stellte Mittag fest. Die Fragen der Umsetzung seien noch unbeantwortet, begründete er und bezog das insbesondere auf Großprojekte wie den Neubau eines dritten Gymnasiums und die Sanierung der Wilhelm-von-der-HeydeSchule, wo zusätzlich zur bestehen-
den Oberschule eine neue Realschu- wider, in der sich Gemeinden bunle angesiedelt werden soll. Mittag desweit befänden. „Insbesondere kritisierte auch den Stellenaufwuchs der vielfältige Zuwachs an neuen in der Verwaltung, der ohne roten Aufgaben für die Kommunen durch Faden geschehe. „Es kann nicht Bund und Land, ohne dass von dort sein, dass wir jedes Jahr aufs Neue auskömmliche Finanzierung sicheran der Grenze unserer Leistungsfä- gestellt wird, stellt eine massive Behigkeit sind, obwohl wir ständig lastung dar“, erklärte Gerlach. neue Stellen geschaffen haben“, so Die Oberbürgermeisterin hob herMittag. Die Kürzung von beantrag- vor, dass es einen erheblichen Investen Zuschüssen bezeichnete er als titionsstau gebe: „Über Jahrzehnte „Ohrfeigen für das Ehrenamt“. hinweg wurden dringend notwen„Der Haushaltsentwurf ist eigent- dige Maßnahmen und Bauprojekte lich ein Kürzungspaket“, erklärte aufgeschoben, sodass wir mittlerRosch. Er kritisierte die stark gekürz- weile einen enormen Berg an Aufgaten Zuschussanträben, insbesondere ge von gemeinnützi- Enormes Defizit spiegelt in unserer Schulgen Organisationen die Situation der landschaft, vor uns und Vereinen. Man haben.“ Nur durchfrage sich, warum Kommunen bundesweit schnittlich 4,5 Millionen Euro pro Jahr ausgerechnet bei der Aids-Hilfe, der evangelischen seien zwischen 2010 und 2021 invesFamilien-Bildungsstätte oder der tiert worden, rechnete Gerlach vor. Graft-Toilette gekürzt werde, wäh- 2022 und 2023 seien es jeweils rund rend die Caritas einen Zuschuss er- 15 Millionen gewesen. Für 2025 sieht halte. Das Haushaltssicherungskon- die Planung rund 30 Millionen an zept nannte er unrealistisch. „Da Investitionen im Bereich Neubauten tauchen viele Marketing-Worte auf und Erweiterungsbauten vor. „Wir wie Synergie, flexibel oder Effizienz- sind also mit deutlich größeren steigerung. Wenn man genau hin- Schritten als zuvor in die richtige sieht, werden die Begriffe wenig mit Richtung unterwegs“, folgerte sie. Der Stellenplanentwurf sei kein Leben gefüllt.“ Oberbürgermeisterin Petra Ger- „Wünsch Dir was“ der Verwaltung, lach verteidigte den Entwurf. Auch sondern geprägt von den Herausforin Delmenhorst spiegele das enorme derungen, verteidigte Gerlach. Die Defizit die alarmierende Situation rund 56 gemeldeten Stellen habe
man mit Blick auf das Haushaltsdefizit auf knapp 25 reduziert. Schwerpunkte lägen im Bereich Gebäudeverwaltung und im Bereich Personal und Organisation. „Diese wollen wir nutzen, um interne Prozesse zu optimieren, uns zukunftsfähig aufzustellen und als Arbeitgeberin attraktiv zu bleiben.“ Zustimmung gab es von Kristof Ogonovski (CDU): „Delmenhorst braucht eine starke wirtschaftliche Grundlage. Wir wissen, dass die richtigen Investitionen ein Schlüssel zu einer stabilen Finanzlage sind.“ Deshalb setze man auf einen klaren Investitionsschwerpunkt. Claus Hübscher (FDP) lobte das Vorgehen der Verwaltung als das eines „ehrbaren Kaufmannes“, der Ausgaben immer großzügiger annehme und Einnahmen immer vorsichtig niedrig plane. Marianne Huismann (Grüne) bedauerte den engen Gestaltungsspielraum. „Uns fehlen Gelder, die wir für die dringend nötige nachhaltige Entwicklung unserer Stadt nutzen würden.“ Sie forderte, so viel Geld wie möglich in die Erhaltung oder Wiederherstellung intakter Natur zu stecken. Lothar Mandalka (AfD) warnte vor dauerhaften Defiziten der städtischen Beteiligungen und durch einzulösende Bürgschaften.
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