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Delme Report vom 26.10.2024

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Anzeigenzeitung für Delmenhorst und Umgebung

SONNTAG, 27. OKTOBER 2024

NR. 3424/34. JAHRGANG

Futter für Leseratten

Ehre für Dirk Wieting

Kulturprogramm auf Zielgeraden

Bücherbasar des Rotary-Clubs Ganderkesee am Gantertach

Auszeichnung als Ehrenamtlicher des Jahres 2024

Noch viele Veranstaltungen bis zum Jahresende in Ganderkesee geplant

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Bauarbeiten an Grundschule Schülerinnen und Schüler der Grundschule Hasbergen werden vorübergehend in den Räumen des Standorts Bungerhof unterrichtet. Grund sind Bauarbeiten am Gebäude an der Hasberger Dorfstraße. Für einen neuen, zweiten Fluchtweg muss unter anderem eine Treppe gebaut werden. Um den Brandschutz weiterhin sicherstellen zu können, sollen die Arbeiten schnellstmöglich beginnen. DR

Infos zur Herzgesundheit Mit der Veranstaltung „Herzstark: Wissen und Rettung für jeden“ beteiligt sich die Stadt Delmenhorst an den „Herzwochen“ der Deutschen Herzstiftung. Bei der Aktion am Freitag, 8. November, erfahren Interessierte Wissenswertes über die Herzgesundheit und lebensrettende Maßnahmen. Beginn ist um 14 Uhr im CityCenter, Lange Straße 1a. Anmeldung: E-Mail gesundheit@delmenhorst.de. DR

Rathaus bleibt geschlossen LEMW ERDER – Das Rathaus Lemwerder bleibt am Freitag, 1. November, geschlossen. Aufgrund des Feiertages am, Reformationstag, 31. Oktober, wird der Freitag als Brückentag genutzt. DR

Druckwerkstatt öffnet Türen GANDERKESEE – Die Druckwerkstatt Craftschöpferey am Schierbroker Mühlenweg 11 in Ganderkesee lädt für Sonnabend, 2. November, von 12 bis 16 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Unter dem Motto „Druck dir den Herbst schön“ erwartet Besucherinnen und Besucher ein kreatives Programm rund um Siebdruck und Upcycling. Das komplette Programm gibt es auf craftschoepferey.de. DR

Impfung gegen Gelbfieber Für Reisen in bestimmte Länder Afrikas und Südamerikas ist eine Impfung gegen Gelbfieber notwendig. Der Fachdienst Gesundheit der Stadt Delmenhorst im City-Center, Lange Straße 1a, bietet diese jetzt an. Die zugelassene Impfstelle stellt ein international gültiges Impfzertifikat aus. Impftermine können ab sofort telefonisch unter 04221/99 26 16 vereinbart werden.Darüber hinaus bietet der Fachdienst Gesundheit auch reisemedizinische Impfberatungen an. DR Anzeige

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Die konkreten finanziellen Auswirkungen auf die Krankenhäuser, so auch das Delme Klinikum Delmenhorst, sind noch nicht zu prognostizieren. Foto: Konczak

„Eine Krankenhausreform ist überfällig“ Delme Klinikum zum Klinikgesetz / Unterfinanzierung der Krankenhäuser werde nicht gelöst BR I T TA BU N T EM E Y ER

Die Krankenhausreform ist auf dem Weg; der Bundestag hat den Gesetzentwurf verabschiedet. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) spricht von der größten Gesundheitsreform seit 20 Jahren. Das sogenannte Krankenhausversorg ungsverbesser ungsgeset z (KHVVG) soll die Behandlungsqualität verbessern und die flächendeckende medizinische Versorgung für Patienten, auch im ländlichen Raum, stärken. Zudem sollen die Kliniken von Bürokratie und ökonomischem Druck entlastet werden. „Eine Krankenhausreform ist überfällig“, erklärt die Geschäftsführung vom Delme Klinikum Delmenhorst (DKD) auf Nachfrage. Das gegenwärtige System sei nicht zukunftsfähig. Es sei unzureichend finanziert und weise deutliche qualitative Defizite auf. Die Lebenserwartung in Deutschland beispielsweise sei im europäischen Vergleich unterdurchschnittlich. Die Ampel-Koalition setzt auf mehr Spezialisierung in den Kliniken. Vor allem kleinere Krankenhäuser sollen künftig weniger Leistungen anbieten und sich auf Eingriffe beschränken, die sie gut beherrschen. Dadurch soll die Versorgung der Patienten verbessert

werden. Grundsätzlich sei die von Vorhaltepauschalen zu begrüÜberlegung richtig, so die DKD- ßen, da sie eine gewisse finanzielle Geschäftsführung. Doch dann Sicherheit unabhängig von der Anmüssten die zusätzlichen Struktur- zahl behandelter Patienten gewährund Qualitätskriterien auch finan- leisten sollen“, meint die Leitung ziert werden. „Die Spezialisierung des Delmenhorster Klinikums. Tatist die richtige Antwort bezüglich sächlich bleibe es jedoch bei einem einer besseren Versorgungsquali- Fallmengenbezug, verbunden mit tät, zumindest in hochspezialisier- einem erheblichen bürokratischen ten Bereichen wie zum Beispiel der Mehraufwand. Letztlich würden Onkologie (Krebszentren). Die die Pauschalen keine zusätzlichen chronische Unter- beziehungswei- finanziellen Mittel bringen, sonse Fehlfinanzierung der Kranken- dern finanzierten sich aus den behäuser – vor allem auch die unzu- stehenden Budgets. Die Unterfireichende Invesnanzierung der titionsfinanzieEinige Angebote könnten K rankenhäuser rung – wird durch werde damit nicht entfallen, aber auch die Vorhaltepaubehoben. „Es neue hinzukommen schalen nicht gebleibt also abzulöst“, heißt es vom warten, ob der erDKD. Hier bedürfe es weitergehen- hoffte Effekt auch tatsächlich einder Reformansätze. Größe allein treten wird. Die konkreten finanzigewährleiste noch keine Qualität, ellen Auswirkungen für die Kranund Konzentration allein löse nicht kenhäuser, so auch für das DKD, den Fachkräftemangel. sind noch nicht seriös zu prognosEine grundlegende Erneuerung tizieren, da die Vorhaltepauschalen erfährt das Vergütungssystem mit an die Leistungsgruppen gebunden der Reform. Über die bisherigen sind und deren Zuweisung an die Fallpauschalen hinaus soll es künf- Krankenhäuser letztendlich noch tig sogenannte Vorhaltepauschalen erfolgen wird. Dies ist für das zweigeben. Kliniken sollen vor allem te Halbjahr 2026 avisiert“, so die dafür bezahlt werden, dass sie be- DKD-Geschäftsführung. stimmte Leistungen vorhalten. DaWelche Änderungen konkret auf mit sollen sie 60 Prozent ihrer Kos- Patienten des Delme Klinikums ten decken. Die Fallpauschalen zukommen, hänge von den zugewerden auf 40 Prozent abgesenkt. wiesenen Leistungsgruppen ab. „Grundsätzlich ist die Einführung Aktuell gehe man davon aus, dass

das bisherige Behandlungsangebot weitgehend auch zukünftig im DKD erbracht wird. Einige Angebote könnten entfallen, jedoch auch neue hinzukommen. Den Anstoß für die Reform gab die schlechte finanzielle Situation der Krankenhäuser. Etwa 30 Prozent schreiben rote Zahlen. Lauterbach: „Wenn es am Ende 20 Prozent Krankenhäuser weniger gibt, diese aber bessere Versorgung bieten, dann ist das aus meiner Sicht richtig.“ Für Bundesländer mit hoher Krankenhausdichte wie NordrheinWestfalen möge das zutreffen, so das DKD. In einem Flächenland wie Niedersachsen sehe die Versorgungssituation mit Krankenhäusern deutlich anders aus. Endgültig beschlossen ist die Krankenhausreform noch nicht; am 22. November kommt sie im Bundesrat auf den Tisch. Kritik am KHVVG kommt vor allem von den Bundesländern, die etwa hohe Kosten befürchten und es skeptisch sehen, ob die Reform das befürchtete Kliniksterben auf dem Land verhindern kann. Der Deutsche Landkreistag forderte die Länder auf, den Entwurf im Bundesrat zu blockieren und den Vermittlungsausschuss einzuschalten. Eine Stellungnahme der Fachklinik Stenum Ortho lesen Sie auf Seite 5.

Ausstellung über „Das Glück in der Ferne“ Das Nordwolle-Museum zeigt ab 3. November Lebensgeschichten von Ausgewanderten Migration vom 19. bis 21. Jahrhundert aus dem Oldenburger Land – mit diesem Thema beschäftigt sich eine neue Wanderausstellung im Nordwestdeutschen Museum für Industriekultur. Unter dem Titel „Das Glück in der Ferne“ wird sie am Sonntag, 3. November, um 11 Uhr eröffnet. Die Ausstellung ist bis zum 4. Mai 2025 in der Nadelsetzerei zu sehen. Migration ist ein wesentlicher Teil der deutschen Geschichte. Unterschiedliche Gründe bewegten Menschen, das Glück in der Ferne zu suchen. Wie in Akten häufig zu lesen ist, hofften sie in anderen Ländern

auf bessere Chancen. Millionen Menschen verließen als sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge ihr Zuhause, weil sie keine Perspektive mehr sahen. Manchen gelang es, diese Hoffnung in die Tat umzusetzen. Im Zentrum der von Etta Bengen kuratierten Ausstellung stehen neun persönliche Lebensgeschichten von Ausgewanderten, die stellvertretend die Migration aus den Landkreisen und kreisfreien Städten des Oldenburger Landes beleuchten. Einer von ihnen war Eberhard Hayen (1838 bis 1915) aus Oldenburg, der 1859 in die USA auswanderte und über Jahrzehnte

viele Briefe an seine Familie und Verwandten in der Heimat schrieb. Anhand der erhaltenen Briefe, persönlicher Andenken, Fotos und behördlicher Vermerke in den Auswandererakten werden sein persönliches Schicksal und das vieler anderer Menschen aus dem Nordwesten lebendig. Originalobjekte und Modelle veranschaulichen die Bedingungen der Seereise in die „Neue Welt“. Die Biografien sind Ergebnis oft jahrelanger Recherchen verschiedener Autoren, die die Oldenburgische Gesellschaft für Familienkunde auch auf migrationoldenburg.de präsentiert. DR

Ankunft in New York: Auswanderer erreichen 1896 die USA per Schiff. Foto: Historisches Museum Bremerhaven


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