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Delme Report vom 05.10.2024

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Anzeigenzeitung für Delmenhorst und Umgebung

SONNTAG, 6. OKTOBER 2024

NR. 3421/34. JAHRGANG

50 Jahre Fotogeschichte

Welthospiztag 2024

34. Jazzfest lockt Liebhaber

Horst Schwope stellt Fotografien in der Delmenhorster VHS aus

Bunte Bänder für die Vielfalt am Infostand in der City

Ab sofort können Tickets für das 34. Jazzfest im November gekauft werden

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Delmenhorster

Kartoffelfest So. 13.10.2024 11 bis 18 Uhr

Innenstadt & Markthalle

Verkaufsoffener Sonntag ab 13 Uhr

Im Standortranking verbessert Im Standortranking des Wirtschaftsportals „Die Deutsche Wirtschaft“ werden Städte hinsichtlich ihrer Relevanz für Unternehmen bewertet. In der jüngsten Veröffentlichung verbessert sich Delmenhorst im Vergleich zum Frühjahr um 32 Plätze und landet im Gesamtranking auf Platz 240 von 4.063 bewerteten deutschen Städten. DR

Orgelkonzert in St. Christophorus In der St.-Christopherus-Kirche am Brendelweg 122 gibt es am heutigen Sonntag ein Orgelkonzert. Norbert Müller spielt Werke von Christoph Graupner (1683 – 1760), Johann Christoph Graff (1669 - 1709), Jan Podbielski, sowie Improvisationen. Beginn: 18 Uhr. DR

Ein- und Aussteigen üben Damit Fahrgäste mit Rollator oder Rollstuhl ganz in Ruhe das Ein- und Aussteigen am Bus üben können, bietet der VBN in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat und Delbus am 15. Oktober an zwei Standorten ein kostenfreies Mobilitätstraining an: 9.30 bis 10.30 Uhr an der Haltestelle Liebermannstraße und 11 bis 12 Uhr am ZOB. Voranmeldung erforderlich beim Seniorenbeirat unter 01520 / 48 26 107 DR Anzeige

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Die SPD hatte beantragt, den Haustarif der Delbus in den Tarifvertrag Nahverkehr Niedersachsen überzuleiten.

Foto: Martina I. Meyer

Delbus-Personal kann jubeln Stadtrat steht mehrheitlich hinter Flächentarifvertrag mit höheren Löhnen BR I T TA BU N T EM E Y ER

„Klimawandel ohne Fahrer?“ – „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut“: Bereits vor der Sitzung des Rates der Stadt Delmenhorst am vergangenen Dienstag hatten sich rund 30 Beschäftigte von Delbus mit Plakaten vor der Markthalle versammelt. Ihre Forderung: Der Haustarif des Busunternehmens wird aufgegeben, stattdessen tritt der Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) Niedersachsen mit höherem Lohn inkraft. Lange gedulden mussten sie sich bei der emotional aufgeladenen öffentlichen Sitzung nicht. Der Tagespunkt wurde vorgezogen, die Ratsmitglieder standen mit großer Mehrheit hinter dem Flächentarifvertrag. Kaum war das Abstimmungsergebnis klar, brach das Delbus-Personal in Applaus, Jubel und Dankesrufe aus. Damit folgte der Rat einem Antrag der SPD, der die Überleitung des Haustarifvertrages der Delbus, eines Tochterunternehmens der Stadt Delmenhorst, in den Tarifvertrag TV-N Niedersachsen zum Ziel hat. Dieser bedeutet nicht nur eine deutlich bessere Bezahlung, sondern verbesserte Zukunftsperspektiven anhand von mehr und höheren Gehaltsgruppen. Sowohl der Betriebsrat der Delbus als auch die

Gewerkschaft Verdi unterstützten potenziell zu häufigeren Einbinden SPD-Antrag. „Durch den rasan- dungen in bundesweite Streikaktiten Anstieg des Fachkräftemangels onen führen könnte. Deutschlandim Bereich des ÖPNV, bedarf es weit gebe es einen Mangel an Fahrbesserer Rahmenbedingungen für personal. Auch bei der Delbus habe das Personal der Delbus. Die An- es zwischen Ende 2022 und Anfang zahl der Beschäftigten zeigt in die 2024 „mal mehr mal weniger“ Ausfalsche Richtung“, heißt es in dem fälle von Fahrten aus diesem Grund Antrag der Sozialdemokraten. Vor gegeben. Jedoch zeige die Erfahallem ältere oder gesundheitlich rung, dass auch Verkehrsunternehbeeinträchtigte Menschen seien men mit dem TV-N Niedersachsen dringend auf einen verlässlichen ihr Fahrplanangebot dauerhaft reÖPNV angewiesen, und auch der duzieren mussten. „Die Delbus hinWirtschaftsstandort Delmenhorst gegen bringt seit etwa sechs Monawerde geten wieder 100 stärkt. Prozent ihres UnumstritFahrplananDie Delbus geriete in ten ist der Flägebotes vereine extern gesteuerte chentarifverlässlich auf tarifpolitische Abhängigkeit trag nicht. die Straße“, so Delbus-Chef Carsten Hoffmann Laut BerechHoffmann. nung der DelDer TV-N b u s - G e habe, wenn schäftsführung steigen damit die überhaupt, nur sehr bedingten EinPersonalkosten um rund 1,4 Millio- fluss auf die Personalmangellage. nen Euro pro Jahr. „Der Stadtrat Das bedeute aber nicht, so der Delwürde die bewährte lokale Tarifau- bus-Chef, dass die Belegschaft keitonomie aufgeben und hat keine ne deutliche Tariferhöhung verdieMöglichkeit mehr, über die Gesell- ne. Hoffmann stellte sich hinter den schafterversammlung bei der Del- Vorschlag der Verwaltung, den akbus direkten Einfluss auf die Ar- tuellen und zur Verhandlung anstebeitsbedingungen zu nehmen“, wie henden Haustarifvertrag im RahDelbus-Geschäftsführer Carsten men der bewährten Tarifautonomie Hoffmann zuvor in einem State- fortzuentwickeln, um eine wettbement erklärt hatte. Das Unterneh- werbsfähige und passgenaue Lömen geriete in eine extern gesteuer- sung für Delmenhorst zu finden. te tarifpolitische Abhängigkeit, was Hierbei solle die Entwicklung der

Entgelthöhe im TV-N Niedersachsen berücksichtigt werden. „Wir wollen keinen Mercedesoder Lufthansavertrag. Wir wollen nur gleich dastehen zu anderen Busunternehmen“, betonte ein Mitarbeiter in der Einwohnerfragestunde der Ratssitzung. Nach 17 Jahren im Unternehmen würde er nur rund 17 Euro pro Stunde verdienen. Die Ziele des ÖPNV seien nur mit motivierten und gut qualifizierten Mitarbeitern erreichbar. Dass die Beschäftigten mehr Lohn bekommen sollen, darüber waren sich alle Ratsmitglieder einig. „Für 17 Euro arbeitet niemand, Wir stehen hinter der Belegschaft“, erklärte etwa Murat Kalmis (FDP). Für Lothar Mandalka (AfD) ist der Flächentarifvertrag „ein Korsett, das nur marginal die Interessen von Delmenhorst vertritt.“ „Es geht nicht nur um mehr Geld, mehr Personal, sondern auch um Wertschätzung“, betonte Hasan Bicerik (SPD). „Wir alle wollen eine Anpassung der Gehälter“, so Erster Stadtrat Markus Pragal. „Der TV-N Niedersachsen ist aber nicht der richtige Weg. Er macht es schwer, Dinge zu steuern.“ Er plädierte weiterhin für eine passgenaue Anpassung des Haustarifvertrages. Am Votumergebnis, das auch außerhalb der Markthalle noch einige Minuten bejubelt wurde, änderte das nichts.

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