Anzeigenzeitung für Delmenhorst und Umgebung
SONNTAG, 18. JUNI 2023
NR. 3354/33. JAHRGANG
Stolperfalle Blindensystem
Mythos Deutscher Wald
Zwei Tage wird gefeiert
Behindertenbeirat kritisiert fehlende Rücksichtnahme Seite 3
Bücherei lädt zu Tour durch den Hasbruch ein Seite 12
Albertushof besteht seit 111 Jahren: Buntes Programm und Spendenaktion
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Neues Leben für Ex-Krankenhaus Voraussichtlich im Juli beziehen geflüchtete Menschen die neue Gemeinschaftsunterkunft im ehemaligen St.-Josef-Stift in der Stadtmitte. Mitte November 2022 hatte der Rat der Stadt Delmenhorst entschieden, einen Teilbereich des leerstehenden Gebäudes zu einer Gemeinschaftsunterkunft herzurichten. Aktuell wird im Altbau des früheren Krankenhauses noch intensiv an allen Gewerken gearbeitet, unter anderem an der Lüftung und an der Elektrik. Sobald die Handwerker im Erdgeschoss fertig sind, stehen dort die ersten Unterkünfte für 50 Personen bereit. Danach könnte im Vier-Wochen-Rhythmus je eine weitere Ebene folgen. Insgesamt sollen maximal 300 Plätze entstehen. Foto: Konczak Lesen Sie weiter auf Seite 4
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Tieren droht Überhitzung Bei den heißen Temperaturen sollten keine Tiere im Auto gelassen werden oder der direkten Sonne ausgesetzt sein. Das gilt sowohl für Hunde, als auch für Kaninchen und Co. Für einen kühlen Schattenplatz und ausreichend Wasser muss gesorgt werden. (klk)
Wasserturm öffnet heute Die Stadt von oben sehen und dem Himmel näher kommen. Am heutigen Sonntag stehen die Pforten des Wasserturms den Besuchern von 15 bis 17 Uhr offen. Der Eintritt für Kinder bis 14 Jahre beträgt 1 Euro, Erwachsene zahlen 2 Euro. (klk)
Polizei sucht Diesel-Diebe Unbekannte Täter entwendeten aus einem abgestellten Sattelzug rund 150 Liter Dieselkraftstoff. Der Sattelzug stand in der vergangenen Woche zwischen Donnerstag, 20 Uhr, und Freitag, 6 Uhr, an der Theodor-Heuss-Allee. Zeugen, die sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Delmenhorst telefonisch unter 04221 / 1 55 90 in Verbindung zu setzen. (DR) –Anzeige Anzeige –
Gute Medizin kostet Geld Mittelgroße Krankenhäuser befürchten Nachteile durch die Krankenhausreform BR IT TA L EHNER Unter dem Motto „Alarmstufe Rot – Krankenhäuser in Not“ will die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) am 20. Juni bundesweit auf die wirtschaftlich angespannte Lage der Kliniken aufmerksam machen und an die politisch Verantwortlichen auf Bundes- und Landesebene appellieren, sich schnellstmöglich für eine nachhaltige Absicherung der Kliniken einzusetzen. Momentan gibt es in Niedersachsen knapp 150 Akutkrankenhäuser, von denen rund zwei Drittel kleiner sind als das neue Krankenhaus in Delmenhorst. „Die mittelgroßen Krankenhäuser mit 200 bis 600 Patientenbetten bilden das Rückgrat der stationären Versorgung in Deutschland, auch wenn sie nur ein Drittel aller Krankenhäuser insgesamt ausmachen. Hier wird etwa die Hälfte aller Patienten behandelt“, verdeutlicht Florian Friedel, einer der beiden Geschäftsführer des Delme-Klinikums Delmenhorst (DKD). Das neue Delmenhorster Krankenhaus soll bis Mitte 2027 in Betrieb gehen und dann Platz für bis zu 319 Pa-
tienten bieten. Nicht nur für das in größere Häuser verlagert werDKD sei es fatal, wenn die Kran- den. Nicht versorgungsrelevante kenhausreform zu Lasten dieser kleinere Standorte sollen geschlossen werden, um die Zahl Standorte gehe. „In den großen Schwerpunkt- der Kliniken insgesamt zu verrinund Maximalversorgern – das gern. In den verbleibenden Häusind etwa 10 Prozent aller Kran- sern sollen Vorhaltekosten finankenhäuser in Deutschland – ste- ziert werden. „Die vierte Aussage hen rund ein Drittel aller Betten, wird leider meist nicht erwähnt. in denen aber knapp 40 Prozent Sie lautet: Es fließt nicht mehr der Patienten behandelt werden“, Geld ins System,“ kritisiert der Krankenhauserläutert Friedel. Mehr als die Delmenhorster Hälfte aller Kliniken habe dage- chef. Genau dort liege aber das gen weniger als 200 Patientenbet- Problem. „Wenn in kleineren K ra n ken häuten. In diesen Häusern Vorhaltesern können die Mittelgroße Kliniken: kosten finanrestlichen 10 Proziert werden, zent der Patienten Das Rückgrat der man sich behandelt werden. stationären Versorgung muss im Klaren darü„Der amtierende ber sein, dass jeGesundheitsminisder einzelne Fall ter ist nicht der Erste, der erkannt hat, dass das ein teurer wird“, erklärt Friedel. „VerProblem ist“, so Friedel. Umso lagert man Leistungen von den unverständlicher sei es jedoch, mittelgroßen Häusern an die verursadass bei der Reform der Kranken- Universitätskliniken, hauslandschaft gerade jene, die chen auch diese Fälle höhere das Rückgrat der medizinischen Kosten, weil eine Uni-Klinik nun Versorgung seien, nicht gestärkt einmal eine teurere Kostenstruktur hat als ein Grund- und Regelwürden. Im Wesentlichen haben die Re- versorger. Auch diese Kosten solformüberlegungen vier Grund- len finanziert werden“, ergänzt aussagen: Es sollen Leistungen er. Das gehe jedoch nur, wenn von kleineren Krankenhäusern mehr Geld ins System fließt.
„Ich wünsche mir, dass man bei der sicher notwendigen Reform die Belange der mittelgroßen Krankenhäuser nicht unter den Tisch fallen lässt. Es kann nicht sein, dass das Bundesgesundheitsministerium eine Expertenkommission beruft, in der 16 von 18 Mitgliedern aus dem universitären Umfeld kommen und praktisch niemand die Sichtweise der mittelgroßen kommunalen Häuser vertritt“, so Friedel. Er ist davon überzeugt, dass eine Reform, die von vornherein eine auskömmliche Finanzierung der Krankenhäuser ausschließt, damit die Ökonomisierung weiter fördert. „Wenn wir mit ausreichend Personal, das angemessen vergütet wird, gute Medizin machen sollen, kostet das Geld“, betont Friedel. Dafür müssten beispielsweise die Krankenkassenbeiträge erhöht oder Steuermittel zur Verfügung gestellt werden. Und hierbei seien die Kostensteigerungen für die Krankenhäuser durch die Inflation noch nicht einmal berücksichtigt. Früher undenkbar seien Insolvenzen von Krankenhäusern mittlerweile an der Tagesordnung.
Verbrauch sehr langsam 7,5 l/100km, Verbrauch langsam 5,4 l/100km, Verbrauch schnell 4,8 l/100km, Verbrauch sehr schnell 5,8 l/100km, Verbrauch kombiniert 5,7 l/100km, CO2-Emission kombiniert 128 g/km, Benzin Super 95
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