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Für die Pflege und Unterhaltung des Rettungsbootes an der Lesum fühlt sich niemand zuständig.
Wem gehört das Rettungsboot?
Foto: rdr
Weder Wirtschaftsförderung Bremen noch Schulschiffverein sehen sich als Eigentümer
VON REGINA DRIELING
VEGESACK – Vor fast fünf Jahren wurde die Schulschi Deutschland auf Betreiben des Deutschen Schulschi vereins mit dem damaligen Vorsitzenden Claus Jäger nach Bremerhaven verholt.
Zurück blieben unter anderem Kabel und Schläuche am Steg, die Gangway aus Aluminium und das zum Schulschi gehörende Rettungsboot. Dieses wird mangels P ege immer unansehnlicher.
Das Boot habe einst zu Schulungszwecken in der kleinen Weser gelegen und sei voll elektri ziert und funktionsfähig
gewesen, berichtet der Wasserbauingenieur Hans van Assen. Seit dem Jahr 1971 hat er an zahlreichen Projekten mitgewirkt; unter anderem als Kalkulator, Bauleiter und Prokurist einer Wasserbau rma an der Umgestaltung des Vegesacker Hafens und der Uferpromenade. Aus seiner Sicht gehört das Rettungsboot, das am beliebten Rad- und Wanderweg regelrecht verkommt, dem nunmehr in Bremerhaven ansässigen Deutschen Schulschi verein. Doch der bestreitet das und sieht sich bei P ege und Unterhaltung des Rettungsbootes nicht in der P icht. Wie man dem Ortsamt Vegesack im Feb-
ruar dieses Jahres in gleicher Angelegenheit erläutert habe, sei nicht mehr der Deutsche Schulschi verein zuständig, sondern nunmehr die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB), teilt der Vorsitzende Michael Hödt mit. Alles, was noch in Bremen be ndlich sei, wie beispielsweise das Schulschi haus, der Anleger oder die Aussetzungseinrichtung mit besagtem Rettungsboot, sei nach dem Verlegen der Schulschi Deutschland nach Bremerhaven an die Stadt zurückgegeben worden. Dort wiederum sieht man das ganz anders und weiß nach eigener Aussage nichts von einer
Rückgabe. „Die WFB ist Inhaberin der Genehmigung für die genannten Anlagen. Diese umfasst allerdings nicht das Rettungsboot, das auch in keinem Übergabeprotokoll an uns vermerkt wurde“, erklärt Sprecherin Andrea Bischoff. „Aus unserer Sicht gehört das Boot wie von Ihnen beschrieben zum Schulschiff und wurde vom Verein einfach zurückgelassen.“
Die Zuständigkeit bleibt also unklar. Bei der WFB sei man dennoch bemüht, eine Änderung des Ist-Zustands herbeizuführen. „Wir arbeiten an einer Lösung“, verdeutlicht Sprecherin Andrea Bischoff.
NR. 4215 66. JAHRGANG
Stadtrandlage
Blumenthal... hat Potential
Zum zweiten Mal liegt dieser BLV-Ausgabe unser Stadtteilmagazin „Mein Blumenthal“ bei, in den entsprechenden Teilen unseres Verbreitungsgebiets. Wer nicht dort wohnt, aber lesen will, was dort los ist, kann es auch als ePaper auf unserer Internetseite nden. Vor die Frage gestellt, in welchem Nordbremer Stadtteil so ein Magazin erscheinen könnte, haben wir uns für Blumenthal entschieden, weil wir fanden, dass gerade dort auch mal die positiven Entwicklungen hervorgehoben werden sollten.
Licht- und Schattenseiten ndet man schließlich überall. Ein Stadtteil, der den Ruf weg hat, „strukturschwach“ zu sein, kann gerade deshalb mit erschwinglichen Mieten und Grundstückspreisen punkten.
VON NIKOLAS JANSSEN
Das ist ein Argument, welches man vor dem Hintergrund der Entwicklung städtischer Mietpreise und der anhaltenden Diskussion, wie der Wohnungsbau beschleunigt werden kann, durchaus öfter mal vorbringen könnte. Auch die Stadtrandlage kann man positiv oder negativ sehen: Man hat einen weiteren Weg in die Innenstadt, dafür ist der in die Natur in alle Richtungen sehr kurz. Von der Nordwestbahn wurde angekündigt, dass in diesem Sommer ein Probebetrieb im 15-Minuten-Takt getestet werden soll. Auch das könnte Blumenthal näher an die Kernstadt heranrücken; ho en wir daher, dass es funktioniert.
ZITAT DER WOCHE
„Es gibt viele Fragen und Antworten über Natur und heimische Tierwelt. “
Charline Franz, Kita Schönebeck, über Besuche bei der Ökologiestation
40 Jahre gelebte Freundschaft
Vielfältige Kontakte zwischen Marzabotto und Vegesack
Festgesellschaft. Sowohl seine Eltern als auch jene von Hans Koschnick wurden aufgrund ihrer Haltung in der Nazizeit eingesperrt und mussten ums Überleben kämpfen. Die Massenmorde der Nazis dürften nicht vergessen werden. Henning Scherf bekannte sich zu seiner klaren Entscheidung, den Kriegsdienst verweigert zu haben. „Wir dürfen nicht aufgeben, für eine Welt ohne Mordtaten zu werben, Freunde zu finden und füreinander da zu sein“, sagte er. Die Anfänge der bestehenden Freundschaft reichen in das Jahr 1986 zurück, als ein Bus aus Vegesack zu einem Workcamp in Marzabotto eintraf, um die Gedenkstätte zu pfle-
gen. Ein Jahr später kam eine Gruppe aus Italien, um auf der Bahrsplate einen Rosengarten anzulegen. Es entwickelte sich ein Dialog, der auf Achtung der Menschenrechte, der gemeinsamen Erinnerung und der Idee eines demokratischen Europas basiert. Die Bürgermeister in Marzabotto konnten erreichen, dass mit Johannes Rau und FrankWalter Steinmeier zwei deutsche Bundespräsidenten der Kommune einen Besuch abstatteten. „Beide haben mit eindringlichen Worten um Vergebung gebeten und uns daran erinnert, wie wichtig es ist, die Verantwortung für die eigene Geschichte und das zugefügte Leid anzuerkennen“, so Patri-
zia Zanasi. 1991 entstand die Städtepartnerschaft. Für Marco Eggert ein großes Anliegen, die Kontakte zu pflegen. Es sei wichtig, dass es stets genügend Aktive und Förderer gibt. Heiko Dornstedt, ehemaliger Ortsamtsleiter in Vegesack, zähle dazu. Sein Nachfolger Gunnar Sgolik würdigte die bestehende Partnerschaft, die von Menschen lebe, die sie mit Herzblut füllen.
Abschließend ließ Anne Kuhn Geschichten aus den Workcamps Revue passieren. Dabei spielen Begegnungen von Jugendlichen im Lidice-Haus eine wertvolle Rolle. Ohne die Friedensschule wäre das Projekt nicht zustande gekommen. th
VEGESACK – Ein Projekt feierte im Bürgerhaus kürzlich „40 Jahre gelebte Freundschaft“. Am Treffen nahmen Bürgerinnen und Bürger aus den beteiligten Kommunen Marzabotto und Vegesack teil. Im Namen der Internationalen Friedensschule begrüßte Ekkehard Bohne die Gäste, unter ihnen Valter Cardi, Präsident des Regionalkomitees für die Ehrung Gefallener in Marzabotto, Bremens Bürgermeister a.D. Henning Scherf und Marco Eggert von der Deutsch-ItalienischenGesellschaft. Grußworte wurden von dem früheren Bürgermeister Andrea de Maria verlesen, während Patrizia Zanasi aus Marzabotto ihre Begrüßung mit Bildern aus den vergangenen Jahren unterlegte. Mit einem flammenden Appell warb Henning Scherf für einen Frieden in Europa. In der Gemeinde Marzabotto und Umgebung ließ die SS-Panzergrenadierdivision Ende September 1944 insgesamt 770 Menschen ermorden, darunter Kinder, Frauen und ältere Menschen. Sämtliche Bauernhöfe wurden in Brand gesetzt, berichtete Valter Cardi. „Heute feiern wir 40 Jahre gemeinsamen Weges, gegenseitigen Verständnisses, gemeinsamer Geschichten, Begegnungen, Projekte und vor allem die Begegnung von Menschen, die sich Tag für Tag dafür entschieden haben, zusammenzuhalten“, würdigte er die bestehende Freundschaft. Es sei eine zentrale Aufgabe, die Erinnerung an die Ereignisse lebendig zu halten und sie an die junge Generation weiterzugeben. Bewegende Worte richtete Henning Scherf an die
Photovoltaikfläche ist Thema
1209. Friedenskundgebung
VEGESACK – Am Montag, 8. Juni, 17.30 Uhr, findet im Stadthaus Vegesack, GerhardRohlfs-Straße 62, die Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Gesundheit und Sport statt. Auf der Tagesordnung steht dann unter anderem die Vorstellung der Bremer Umweltberatung und deren kostenloses Beratungsangebot zu Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. Ferner soll der
Gesundheitspunkt Grohn präsentiert werden. Zudem soll eine Beratung zum Gesamtstädtischen Standortkonzept „Freiflächenphotovoltaik zur planungsrechtlichen Steuerung von Photovoltaikanlagen auf Freiflächen im Außenbereich der Stadt Bremen“ geben. Im Ortsteil Aumund geht es dabei konkret um den Bereich der südlichen Lerchenstraße. rdr
Humanitäre Hilfe der Gaza-Flottilla im Fokus
VEGESACK – Die Initiative Nordbremer Bürger gegen den Krieg ruft für kommenden Freitag, 12. Juni, um 17 Uhr, zu ihrer 1209. Freitagskundgebung an der Ecke Gerhard-Rohlfs-Straße / Breite Straße auf. In der Ankündigung heißt es: Es geht um Gaza-Flottilla und ihre humanitäre Hilfe für Hungernde. Das offene Mikrofon wird ergänzt durch ein Gedicht und das Lied „Freunde, das der Mandelzweig“, Text von Schalom Ben Chorin. red
Obst- & Gemüseabteilung. Ein Mitarbeiter ist immer für Sie da.
Gunnar Sgolik, Patrizia Zanasi, Henning Scherf, Valter Cardi und Marco Eggert (von links). Foto: th
Wir bleiben dran!
Demontage im Herbst geplant
Zurzeit laufen Genehmigungsverfahren
VEGESACK – Die Klappbrücke im Vegesacker Museumshaven soll abgerissen werden. Das Designer-Bauwerk war im Jahr 2000 feierlich eingeweiht worden und stellte sich in den Folgejahren als überaus reparatur- und wartungsanfällig heraus.
„DIE KOSTENANNAHME
LIEGT BEI 350 000 EURO.“
Mittlerweile ist die Brücke so marode, dass sie aus sicherheitstechnischen Gründen nicht mehr geöffnet werden darf. Laut der Wirtschaftsförderung Bremen belegt eine Schadensanalyse strukturelle Schwächen der Klappmechanik. Und so ist ein Teilabriss vorgesehen. Für die Planung des Vorhabens hatte der zuständige Ausschuss der Bremischen
Bürgerschaft 93 000 Euro freigegeben. Wann der Rückbau starten kann, steht noch nicht eindeutig fest. Bei der zuständigen Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) gibt man sich allerdings optimistisch. Für den Rückbau der Brücke würden derzeit noch die Genehmigungsverfahren bei der Bauordnung und der Wasserbehörde laufen. Erst mit vorliegenden Stellungnahmen könne dann die Ausschreibung erfolgen und die Terminplanung fortgeführt werden, so Sprecherin Andrea Bischoff. „Das Ziel ist weiterhin, die Brücke im Herbst 2026 zu demontieren“, erklärt sie. „Die genauen Kosten werden die Angebote aus dem Ausschreibungsverfahren zeigen. Die Kostenannahme liegt bei 350 000 Euro.“ rdr
„schau... Kunst im Fenster“
Gemälde, Skulpturen und mehr in den Geschäften der Reeder-Bischoff-Straße zu
VEGESACK – Die Reeder-Bischoff-Straße ist zum Kunstpfad und ein richtiger Hingucker geworden. In einigen Schaufenstern stellen Akteure ihre Werke aus und nicht selten bleiben Menschen stehen, um sich diese anzusehen. Künstlern und Häusern wird so eine Bühne geboten.
Die private Initiative geht auf den seit einem Jahr in Vegesack lebenden Schauspieler, Maler und Autor Bruno F. Apitz – „Notruf Hafenkante“, „Dr. Nice“ und vieles mehr –zurück, der unumwunden zugibt, dass es Ähnliches schon einmal hier gegeben habe: Schon vor 25 Jahren hätten Künstler die Schaufenster „besetzt“.
Wenn man hier einkaufen und spazieren gehe, stelle man fest, dass der Boulevard und die Häuser schön seien. Dass die Geschäfte leer sind, liege am Zahn der Zeit, meint er.
„Wir können zu Hause sitzen und jammern oder wir machen was“, sagt er und hat nach Künstlern gesucht. Einige beteiligten sich bereits, und es sei auch toll, dass Makler und Immobilienbesitzer die Geschäftsräume kostenfrei zur Verfügung stellten.
Lesumer Schnack
MARSSEL – Die CDU Burglesum lädt ein zum Lesumer Schnack am Donnerstag, 11. Juni, um 19 Uhr, ins Stadtteilcafé des Nachbarschaftshaus Marßel, Helsingborger Straße 36.
MARSSEL – DAS VERGESSENE QUARTIER
Unter dem Motto „Marßel – das vergessene Quartier?“ wird sich unter Beteiligung der Bürgerschaftsabgeordneten Bettina Hornhues und Mitgliedern des Stadtbezirksverbandes sowie des Beirates an diesem Abend über Marßel ausgetauscht. Die Organisatoren sind an der Stimmung im Quartier sowie an Anregungen von Bewohnern interessiert. Gäste sind willkommen. red
Zu diesen, wie auch zu den Künstlern, seien in den Schaufenstern Informationen zu finden. Diese Ausstellenden konnten bereits entdeckt werden: neben Bruno F. Apitz: Charline und José Alcantara, Barbara Bartel, Ariane Blaue, Albrecht Clauß, Anja Höppner, Peter Never, Katharina Noack – beide Alte Hafenstraße –, Ingrid Prill, Ulrich Reiß und Andre Ziller. Weitere Künstler und Immobilienbesitzer oder Makler können sich gern unter bei ihm unter kunst@vegesack.
de melden. Mehr über den Maler, Schauspieler und Autor Bruno F. Apitz ist unter www. atelier-bruno.de zu finden. Unterstützt wird die Aktion von der vege.net GmbH. Weitere Informationen unter www.vegesack.de . as
Ausschusssitzung in Burglesum
BURGLESUM – Der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Sport trifft sich am Donnerstag, 18. Juni, 19 Uhr, im Sitzungsraum des Ortsamtes, Untergeschoss, Oberreihe 2, zur Sitzung. Auf der Tagesordnung steht unter anderem Biodiversitätsstrategie und Renaturierungskonzept der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft mit den Möglichkeiten für Burglesum und die Beirätebeteiligung am gesamtstädtischen Standortkonzept Freiflächenphotovoltaik (FFPV). Zudem gibt es aktuelle Sachstände zu folgenden Themen: zu Calisthenics, einem Outdoor-Fitness-Areal im Stadtteil, Vogel- beziehungsweise schwimmende Inseln auf Seen und die Kompensationsmaßnahme an der Lesum „Herstellung einer Flachwasserzone“. Zudem sei geplant, einen neuen stellvertretenden Sprecher oder eine Sprecherin zu wählen. Das Vorschlagsrecht hat die CDU. red
Bruno F. Apitz vor dem von ihm gestalteten Schaufenster in der Reeder-Bischoff-Straße. Foto: as
Im
Bremen-Nord: Ärztlicher Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen, im Klinikum
Bremen-Nord, Hammersbecker Str. 228 (Aumund), Ö nungszeiten: täglich 19–23 Uhr, mittwochs 15–23 Uhr, Wochenende und Feiertage 8–23 Uhr. Tel. 116 117 oder 6 09 80 63
Außerhalb der Besetzung der Bereitschaftsdienstzentrale besteht
Rufbereitschaft des diensthabenden Arztes bis zum Morgen 7 Uhr. Schwanewede und Ritterhude: Ärztlicher Bereitschaftsdienst im Kreiskrankenhaus OHZ: Mi. und Fr. 15–20 Uhr, Kernzeiten der Ärzte 16–19 Uhr, Sa., So. und an Feiertagen 8–20 Uhr, Kernzeiten der Ärzte 10–12 Uhr und 16–19 Uhr. Telefon 116117
Montag, 8. Juni:
Vital-Apotheke im Fachärztezentrum, Hammersbecker Straße 224, Klinikum-Nord
VEGESACK – Am Montag, 15. Juni, 19 Uhr, findet im Vegesacker Geschichtenhaus, Zum Alten Speicher 5a, die Mitgliederversammlung des Wirtschafts- und Strukturrats Bremen-Nord (WIR) statt.
Im ersten öffentlichen Teil wird es einen Vortrag zur Neueröffnung des Hotel Hampton by Hilton im Speicherquartier am Hafen geben. Zudem stellt sich Kevin Eichhorn als Hoteldirektor dort vor. Im Anschluss besteht die Gelegenheit zur Diskussion.
Die Moderation des Abends obliegt Rainer Küchen, Vorsit-
zender des Wirtschafts- und Strukturrates Bremen-Nord. Im zweiten Teil der Mitgliederversammlung stehen unter anderem Berichte des Vorstandes, des Kassenwartes und der Kassenprüfer auf der Tagesordnung. Ferner soll es an diesem Abend Wahlen geben. Auch in diesem Jahr werden ein Imbiss und Getränke angeboten. Für eine bessere Vorbereitung bitten die Organisatoren um eine verbindliche Anmeldung unter der Telefonnummer 0421 / 6 02 87 87 oder per Mail an kontakt@wirbremennord.de . red
Die Mitgliederzahl wächst stetig
RITTERHUDE – Die Interessengemeinschaft Ritterhuder Betriebe e.V. (IRB) setzt ihren positiven Aufwärtstrend fort. Insgesamt 14 neue Mitglieder verzeichnet aktuell der Verband gegenüber acht Austritten, so dass sich die Gesamtzahl inzwischen auf 105 Betrieben beläuft. Vorsitzende Simone Schröter verwies in ihrer Begrüßungsansprache im Café „Déjà-vu“ auf die Aktivitäten, die zu den Schwerpunkten zählen werden. Dabei stehen regelmäßige Firmenbesuche aus den Bereichen Dienstleistung und Handwerk auf der Tagesordnung. Dabei gibt es eine gute Kooperation mit dem Bürgermeister Jürgen Kuck und dem Wirtschaftsförderer Marc von Leesen. Zum Auftakt des Hammefestes ist ein Treffen vor der „Reblaus“ geplant, und zum Jahresauftakt findet gemeinsam mit der Gemeinde ein Neujahrsempfang im Hamme Forum statt. Axel Schäfer,
zweiter Vorsitzender, verwies auf ein zentrales Ziel der IRB, das gesellschaftliche Leben zu vernetzen. Er konnte sich damit durchsetzen, dass die Mitgliedsbeiträge erhöht werden müssen. Trotz solider Kassenführung, die Susanne BeinertHoffmann ausdrücklich lobte, wird die IRB ein sicheres finanzielles Polster benötigen, um alle erforderlichen Ausgaben zu stemmen. Nachdem der monatliche Betrag von 16 Euro 20 Jahre unverändert geblieben ist, werden ab dem 1. Januar 2017 insgesamt 20 Euro fällig werden. Für Tochter- beziehungsweise Partnerbetriebe werden künftig zehn Euro erhoben.
Die erforderlichen Wahlen zum Vorstand ergaben für Paul Justus Reese ein klares Votum. Einstimmig wurde der Architekt für den Bereich Marketing in seinem Amt bestätigt. Eine Reihe von Terminen kündigte Simone Schröter an. Aufgrund der bevorstehenden Kommu-
nalwahlen am 13. September lädt die IRB am 11. August zu einer Podiumsdiskussion in das Hamme Forum ein, damit die Kandidaten für das Bürgermeister- und Landratsamt sich vorstellen und Fragen beantworten. In Verbindung mit dem Hammefest wird am ersten Septemberwochenende wieder ein verkaufsoffener Sonntag stattfinden. In diesem Zusammenhang ging Simone Schröter erneut auf das „Heimatshoppen“ ein. Damit soll bezweckt werden, vor Ort einzukaufen, auch die örtliche Gastronomie zu nutzen und Dienstleistungsbetriebe. Auch die Reihe „Dinner mit Dialog“ wird fortgesetzt. Zuvor gibt es am 12. Juni einen großen Grund zur Freude, wenn die neue Schlossbrücke freigegeben wird. Nach Schröters Worten sei alles nach Plan verlaufen. Die IRB befindet sich noch in der Planungsphase, den Tag und den Anlass zu verschönern. Fest stehe, dass es ein
sehr gutes Bauwerk geworden sei, das zusätzlich verbreitert worden ist. Ab November startet der Abriss und Neubau der Dammbrücke, mit deren Fertigstellung im Juni 2028 gerechnet werden kann. Einschränkungen wird es auch weiterhin mit der Querung der Bahn geben, wenn der Bahnübergang ertüchtigt wird. Ferner wird es zu weiteren Zugausfällen kommen für eine Dauer von fünf Monaten in der zweiten Jahreshälfte 2027. „Danach wird alles besser“, so Simone Schröter positiv gestimmt. Unklar bleibt noch, wie es mit der Neutrassierung der B 74 weitergehen wird. Dabei handelt es sich um eine West- oder Ostvariante. Es würde jedoch zu größeren Einschnitten in der Naturlandschaft kommen. Nach dem Stand der Dinge müsste die Brücke über die Wümme verbreitert werden und der Kreuzungsbereich nach Ritterhude umgebaut werden. th
IMPRESSUM
Herausgeber und Verlag: Weser Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH Reeder-Bischo -Str. 65 28757 Bremen-Vegesack Telefon 0421-690 55 0 E-Mail: info@das-blv.de Internet: www.das-blv.de Druck: DruckHaus Delmenhorst GmbH Geschäftsführer: Peter Führing Redaktionsleitung: Regina Drieling · Tel. 0421-690 55 15 Verkaufsleitung: Johannes Knees Vertriebsleitung: Sascha Carstens Keine Zeitung erhalten? Meldung über www.weserreport.de/ewz Hotline: 0421–690 55 55 Verbreitete Au age: 266.950 Exemplare mit WESER REPORT (Hauptausgabe) 350.430 Exemplare mit DELME REPORT, HAMME REPORT und WÜMME REPORT (Gesamtausgabe)
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Der Vorstand der IRB setzt sich aus Paul Justus Reese, Simone Schröter, Axel Schäfer und Seda Uzun (von links) zusammen. Foto: th
Bewerben für die Sterne des Sports
Gesucht werden Vereine, die einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten
BREMEN-NORD – Noch bis zum 30. Juni dieses Jahres können sich gesellschaftlich engagierte Sportvereine für den Wettbewerb „Sterne des Sports“ bewerben. Ob in den Bereichen Bildung und Qualifikation, Gesundheit und Prävention, Klimaschutz oder Demokratieförderung –ebenso wie die tägliche Vereinsarbeit mit Mitgliedergewinnung, Digitalisierung, Ehrenamtsförderung oder Vereinsfesten: Alles, was den Sport und das Vereinsleben stärkt, trägt zum Gemeinwohl der Gesellschaft bei und hat eine Chance auf eine Auszeichnung bei den „Sternen des Sports“. Von der durch die Volksbank Bremen-Nord ausgelobten Sil-
Prämiert werden Vereine, die mit ihrem Engagement einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten und beispielsweise Kinder an den Sport heranführen. Symbolfoto: fr
Bürgerdialog
Beiratsmitglied Ingo Schiphorst lädt ein
VEGESACK – Geschlossene Grünstation Martinsheide, Stillstand durch Fernwärmeverlegung, marode Hafenanlagen... Zu den Themen der kommenden Beiratssitzung lädt das Beiratsmitglied Ingo Schiphorst, unabhängige Liste Stimme Vegesacks, zu einem Bürgerdialog für Samstag, den 13. Juni ein. Er ist zu finden an seinen Infostand in der Fußgängerzone, Gerhard-Rohlfs-Straße 19 (vor Fielmann). Dort möchte der Kommunalpolitiker in der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Darüber hinaus besteht die Gelegenheit, auch über andere Themen zu reden, Auskünfte zu erhalten und Anregungen anzubringen. red
Diese und andere Skulpturen wurden vom Verein „Mauern öffnen“, Künstlern und Häftlingen angefertigt. Foto: Justizressort
„On the road again“
Kunstwerke von Häftlingen zu sehen
BLUMENTHAL – Der Verein Mauern öffnen, die Bildhauerwerkstatt in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bremen, zeigt erneut Ergebnisse eines deutschlandweit einzigartigen Resozialisierungsprojekts: Jugendliche und erwachsene Strafgefangene stellen in Zusammenarbeit mit einem Team aus elf Künstlerinnen und Künstlern innerhalb der JVA Bremen Skulpturen her. Diese sind in Kürze zu sehen auf Burg Blomendal, Auestraße 9 A. Justizsenatorin Claudia Schilling, die bereits selbst Skulpturen des Projekts gekauft und in ihrem Büro ausgestellt hat, erklärt: „Zur Ausstellung und auch zur feierlichen Eröffnung ist die Öffentlichkeit herzlich eingeladen. Erneut können Arbeiten von Gefangenen aus Keramik, Holz und Stein angeschaut und auch erworben werden. Für die Inhaftierten ist es etwas Besonderes, zu wissen, dass Ihre Werke vor den Mauern gesehen und bestaunt werden. Einige erfahren so zum ersten Mal Anerkennung für etwas, das sie kreativ geschaffen haben –auch, wenn sie selbst bei der Ausstellung nicht dabei sein können.“ Im Burghof und im ehemaligen Kutscherhaus von Burg Blomendal werden Skulpturen aus den drei Bildhauerwerkstätten präsentiert. Es gibt zudem die Möglichkeit, die Burg zu besichtigen und Kaffee zu trinken. Die Eröffnung findet Samstag, 13. Juni, 11 Uhr, statt. Geöffnet ist an diesem Tag bis 17 Uhr und am Sonntag, 14. Juni, von 11 bis 17 Uhr. Seit über 40 Jahren werden in den Bildhauerwerkstätten von Mauern öffnen e.V. die Gefangenen der JVA Bremen von professionellen Künstlerinnen und Künstlern angeleitet und bei der Umsetzung ihrer Werke unterstützt. Bei den Teilnehmenden werden kreative Prozesse angestoßen, die zur persönlichen und sozialen Entwicklung beitragen. fr
ber-Auszeichnungen für Bremen bis zur Bundesebene in Gold sind zahlreiche Preise zu gewinnen. Der Gewinnerverein des „Großen Stern des Sports“ in Gold wird im Januar 2027 in Berlin ausgezeichnet und erhält ein Preisgeld in Höhe von 10000 Euro. Alle Sportvereine, die unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) organisiert sind, können sich auf der Internetseite der Volksbank Bremen-Nord unter www.vbbremennord.de bewerben.
Prämiert werden Sportvereine, die mit ihrem Engagement einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten. red
Insektenschutz und Artenvielfalt sind Themen. Symbolfoto: fr
Tipps
zur lebendigen Vielfalt
SCHÖNEBECK – Die Ökologiestation lädt im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Insektenschutz und Artenvielfalt“ am Dienstag, 9. Juni, um 17 Uhr zum Vortrag „Wilde Ecken, lebendige Vielfalt – Erfahrungen aus dem Insektengarten am Weserwehr“ ein. Katharina Fuchs, Biologin und Stadtnatur-Expertin beim BUND, wird
über ihre Erfahrungen berichten. Durch ihren Vortrag können Teilnehmende entdecken, wie mit einfachen Maßnahmen Lebensräume für Pflanzen, Insekten und Vögel im Garten entstehen können. Die Teilnahmegebühr beträgt fünf Euro. Anmeldung unter Telefon 0421 / 2221922 oder info@ oekologiestation-bremen.de. fr
Die Pfadfinder aus Marßel stellten sich vor. Sie sammeln derzeit Spenden, denn Mäuse haben ihre 14 Schlafzelte zerfressen, mit denen sie mit Kindern und Jugendlichen Zeltlager besuchen.
Die Freiwillige Feuerwehr Burgdamm sucht, wie andere Vereine auch, dauerhaft Ehrenamtliche und ihr Förderverein Spender. Aktuell sind 36 Feuerwehrleute aktiv, darunter sechs Frauen. Fotos: as
Erfolgreiche Eröffnung
Stadtteilkulturtage mit Start am Lesumhafen und Programm am heutigen Sonntag
BURGLESUM – „Der Eröffnungstag war ein voller Erfolg. Der Hafen war bis zirka 21.30 Uhr supergut besucht“, freute sich Klaus Schnitger vom OrgaTeam der Burglesumer Kulturtage, der auch von ausverkauften Speisen und Getränken berichtete. Ortsamtsleiter Florian Boehlke ließ sich entschuldigen und ein Grußwort verlesen. Sein Dank galt dem Organisationsteam, den Künstlerinnen und Künstlern, den Verei-
nen, Institutionen und Sponsoren sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. „Sie alle tragen dazu bei, dass die Kulturtage weit über Burglesum hinaus als fester kultureller Höhepunkt wahrgenommen werden.“ Nach und nach füllte sich der Lesumhafen, und Interessierte trafen sich unter den Klängen der Musiker der Musikschule Bremen an den Ständen von Feuerwehr, Polizei, Techni-
schem Hilfswerk, Verkehrswacht Bremen-Nord, ADFC, Schachjugend, Pfadfinder, Nachtwanderer, SG Marßel, Förderverein Knoops Park, Kulle, Nachbarschaftshaus Marßel, Kita Heisterbusch, St. Martini-Weltladen, Reformhaus Ratjen und einer 3DKünstlerin. Unterhalten wurden sie von einem Zauberer, der Rhythmischen Sportgymnastikgruppe des TSV Lesum, mit Kung Fu der Gruppe aus der
Kulle und der Band „Natural Forces“.
Am heutigen Sonntag können Interessierte um 10 Uhr noch den ökumenischen Gottesdienst in der Nähe der Statue von Baron Knoop oder die Parkführung mit Christof Steuer besuchen – 14 Uhr ab Parkplatz Kränholm. In St. Martini Lesum, Hindenburgstraße 30, findet um 19 Uhr das Konzert „Tangomagia“ vom „Duo 66“ statt. Eintritt 15 Euro. as
Bei schönem Wetter füllte sich der Platz am Lesumhafen. Ein Zauberer unterhielt mit allerlei Schabernack das Publikum.
SCHWANEWEDE – Am Samstag, 13. Juni, ist der Bauhof im Lycker Weg zwischen 9 Uhr und 13 Uhr für die Anlieferung von Altpapier geöffnet. Freiwillige sind bereit, Altpapier bei denjenigen abzuholen, die es nicht selber bringen können. Anfragen bitte bei Gudrun Chopin,
Telefon 04209 / 2400 oder 0178 / 2324002. Auf dem Parkstreifen der Waldschule und in Meyenburg beim Dorphuus stehen außerdem von Freitag bis Sonntag, 12. bis 14. Juni, Container zum Selberbringen bereit. Die Container sollten von hinten her gefüllt werden. fr
Kursthema „Sterben und Tod“
LESUM – Der Kurs „Sterben und Tod“ findet in der Kulle, Hindenburgstraße 16, montags, 15., 22. und 29. Juni, jeweils von 9 bis 12.15 Uhr, statt, inklusive 15 Minuten Pause. Die Teilnah-
Public Viewing
RITTERHUDE – Das Hamme Forum, Riesstraße 11, bietet Public Viewing zur Fußball-WM an. Erste Termine sind am Sonntag, 14. Juni, 19 Uhr, und Donnerstag, 25. Juni, 22 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. fr
me ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich, die Teilnehmerzahl ist begrenzt: Telefon 0421 / 161 660 65 oder info@ edera-pflegekurse.de . Infos: www.edera-pflegekurse.de. fr
Digitalsprechstunde
SCHWANEWEDE – Die Digitallotsen laden am Donnerstag, 11. Juni, 10 Uhr, in die Begegnungsstätte Schwanewede, Ostlandstraße 25, zur digitalen Sprechstunde ein. Bitte anmelden: Telefon 042 09 / 91 92 24 (AB) bei Manfred Kloppenburg. fr
Flohmarkt in der Kulle
LESUM – Am Samstag, 13. Juni, von 9 bis 13 Uhr, veranstaltet die Kulle, Hindenburgstraße 16, einen Flohmarkt. Es können sich alle Anbieter aus dem privaten Bereich anmelden. Die Standgebühr beträgt pro lau-
Kostenlose Stunde
LESUM – Wer Geige oder Bratsche lernen möchte, kann in die Auferstehungskirche, Hindenburgstraße 14, zur kostenlosen Probestunde kommen. Mehr Infos: Musikschule Ridder, 0421 636 77 77 oder info@ musikschule-ridder.de . fr
Hanse Garten und Landschaft
fendem Meter zwei Euro. Als Verpflegung gibt es Bratwurst, kalte und warme Getränke. Um Anmeldungen wird bis Dienstag, 9. Juni unter Telefon 0174 45 58 598 oder E-Mail: info@ die-kulle.de gebeten. fr
Bilderbuchkino
LEMWERDER – Die Gemeindebücherei, Stedinger Straße 53a, veranstaltet ein Bilderbuchkino im Rahmen der Aktion „Lesestart Niedersachsen“. Am Mittwoch, 10. Juni, wird das Buch „Lieselotte auf großer Fahrt“ vorgelesen und für Kinder ab vier Jahre von 15 bis 16 Uhr gezeigt. red
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Zehn Jahre „Martini bewegt“ in St. Martini Lesum
Feier mit Marco Bode am 12. Juni
LESUM – „Seit zehn Jahren bringt ‚Martini bewegt‘ Menschen in der St. Martini Gemeinde zusammen, um gemeinsam die Spiele des SV Werder Bremen zu erleben. Was 2016 mit wenigen Fans im Gemeindehaus begann, ist heute mit rund 70 Besucherinnen und Besuchern pro Spiel ein fester Bestandteil des Gemeindelebens geworden“, schreiben die Organisatoren. Zum Geburtstag lädt das Projekt am Freitag, 12. Juni, um 17 Uhr, herzlich
zu einem grün-weißen Festgottesdienst in die Kirche ein. Als besondere Gäste werden der ehemalige Werder-Spieler Marco Bode sowie Jan-Dirk Bruns von Radio Bremen erwartet.
Im Anschluss an dem Gottesdienst wird im Gemeindehaus weitergefeiert, mit grillen, Torwandschießen, Tombola und vielen Erinnerungen an zehn Jahre „Martini bewegt“. „Alle Fans und Interessierten sind herzlich eingeladen.“ fr
Dreiste Einbrüche
Die Polizei bittet um Zeugenhinweise
VEGESACK – Am Dienstag kam es in der Weser- und der Albrecht-Roth-Straße in kurzer Abfolge zu zwei Einbrüchen. Aufgrund einer übereinstimmenden Beschreibung geht die Polizei derzeit von demselben Täter aus. Es wurde niemand verletzt.
In die erste Wohnung stieg der Täter gegen 20.45 Uhr über ein angekipptes Fenster der Waschküche ein. Er begab sich in den Flur, wo er auf das dort lebende Ehepaar traf. Obwohl dieses versuchte, ihn davon abzuhalten, durchsuchte er mehrere Schränke. Ohne etwas zu erbeuten, verließ er schließlich das Gebäude.
Kurz darauf verschaffte sich der Täter über ein Badezimmerfenster Zugang in ein weiteres Haus und überraschte
dort die Familie beim Abendessen. Der Täter bedrohte diese verbal und verließ das Haus erst, nachdem er eine Handtasche samt Geldbörse an sich genommen hatte. Die Flucht des Täters wurde von einem 29-jährigen Nachbarn beobachtet, welcher die Hilferufe gehört hatte und daraufhin die Verfolgung aufnahm. Er forderte den Täter auf, das Stehlgut herauszugeben, was dieser auch tat. Der Nachbar übergab es im Anschluss der Eigentümerin. Der Täter soll kurze, dunkle Haare gehabt haben, zirka 170 Zentimeter groß und 30 bis 40 Jahre alt gewesen sein. Er soll ein helles Oberteil und eine dunkle Hose getragen haben. Hinweise bitte unter Rufnummer 0421 / 362-3888. fr
Lions schütten bis zu 17 500 Euro aus
Spende für soziale, karitative und gemeinnützige Einrichtungen, Vereine und Verbände
VON MARTIN THIES
BREMEN-NORD – Der Lions Club Bremer Schweiz überreichte kürzlich eine Reihe von Spendenbeträgen, die überwiegend sozialen, karitativen und gemeinnützigen Einrichtungen, Vereinen und Verbänden zugutekommen. „Wir schütten bis zu 17 500 Euro aus“, so der derzeitige Präsident Jörn Burmeister. „Der Bremer Westen unterstützt uns dabei. Durch die erfolgreich abgeschlossene Bremer Lions Osterei-Aktion konnte erneut ein großer Betrag erzielt werden. Bereits laufen die Vorbereitungen, die bewährte ,Activity` fortzusetzen.“ Es seien wieder 6000 Ostereier bestellt worden, die unverändert zum Preis von fünf Euro verkauft werden. Der ActivityBeauftragte Manfred Nebelung bewertete die Aktion der Lions als größte dieser Art. Lang fiel die Liste der einzelnen Spendenbeträge aus. Nachdem vor zwei Jahren ein Geldbetrag an die Ukraine überwiesen wurde, wird der Förderverein erneut einen Betrag von 1500 Euro für Generatoren spenden. Eine Privatspende wird den Betrag verdoppeln. Ferner wurde ein Weihnachtsessen zugunsten der Tafel durchgeführt. Daran beteiligten sich die Edeka Märkte Frank Damerow in Aumund und Oliver Braasch in Schwanewede, berichtete Manfred Nebelung. Eine große Resonanz verzeichnete auch die Feuerzangenbowle auf dem Schwaneweder Weihnachtsmarkt. Jens Themsen von der Volksbank Bremen-Nord berichtete, dass sein Haus sofort bereit war, mit einem Sonder-
Die Lions Bremer
preis die Osterei-Aktion mit einem gesponserten Wochenendurlaub für zwei Personen auf der Insel Langeoog zu unterstützen. „Wir versuchen weitere Aktionen zu fördern“, sicherte Jens Themsen zu. Im Verlauf des Abends wurden die Spenden überreicht. Gleich zwei DLRG -Verbände können sich über einen Betrag von jeweils 1500 Euro freuen. Er wird Verwendung finden für das Jugendeinsatzteam, das an den Einsatzdienst herangeführt wird, berichteten Pascal Luttmann und Nils Neubauer von der DLRG-Ortsgruppe Schwanewede. Auch für die DLRG Gruppe Bremen-Nord ist die Nachwuchsschulung sehr wichtig. Roy Hinte berichtete, dass man zugleich bemüht sei,
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Weinfest auf dem Burghof
den Austausch mit weiteren Gruppen zu fördern, indem ein Zeltlager durchgeführt wurde. Das Kinder- und Familienzentrum Schönebeck erhält 2000 Euro, so Jörn Burmeister. Der Betrag wird für ein Projekt der Einrichtung zur Verfügung gestellt, so dass insgesamt 58 Kinder regelmäßig die ÖkologieStation in Schönebeck besuchen können. Charline Franz und Christopher Fiedler aus der Kita bezeichneten die Besuche vor Ort als sehr bereichernd. „Es gibt viele Fragen und Antworten über die Natur und der heimischen Tierwelt. Wir sind sehr erfreut über die Unterstützung“. So können Mädchen und Jungen im Alter von drei bis sechs Jahren jeweils einmal im Monat zu un-
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terschiedlichen Themen die Ökologie-Station aufsuchen. Zu den weiteren Spendenempfängern zählen die „Bremer Engel“, „Sport gegen Gewalt“ sowie die Jugendfeuerwehren Schwanewede und Schönebeck, die sich über jeweils 1000 Euro freuen können. Die Lions sind bemüht, die musikalische Früherziehung weiterhin zu fördern. Im Haus der Zukunft fanden bereits entsprechende Angebote statt, berichtete Wolf Rieh. Ein weiteres Projekt kündigte Dirk Schröder an, das im neuen Kinder- und Familienzentrum Am Heidbergstift in Lesum für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren geplant sei. Dafür werden Klanghölzer, Xylophone und Trommeln durch die Lions finanziert.
Musik, Speisen und gute Tropfen
Das Weinfest findet zum vierten Mal in der charmanten Atmosphäre des Burghofes statt
VON MARIUS ROSKAMP
HAGEN – Bei einem Glas Wein die Seele im Burghof baumeln lassen. Was wie ein Kurzurlaub klingt, wird dank des RotaryClubs Hagen im Bremischen und des Kultur- und Heimatvereins Burg zu Hagen im Bremischen am 13. Juni Realität. Von 17 bis 23 Uhr veranstalten die Kooperationspartner auf dem Burghof, Burgallee 1, bereits ihr viertes gemeinsames Weinfest.
Es spricht alles für ein rundum gelungenes kleines Weinfest. Zum dritten Mal begleitet das Duo Bridges and Hooks, Marc Gensior (Gesang, Akustikgitarre) und Dirk Leiner (Cajón, Percussion), den Abend musikalisch. Jahr für Jahr zieht die Veranstaltung des noch jungen Rotary-Clubs um die 400 Besucher an, so Rotarierin Katrin Hantke. Der Überschuss wird für den guten Zweck in der Region Hagen, Loxstedt und Beverstedt genutzt. In den vergangenen drei Jahren kamen insgesamt knapp 12.000 Euro zusammen, so Hantke. Neben erlesenen Weinen und Prickelndem sowie alkoholfreien und anderen alkoholischen Getränken für alle Nicht-Weintrinker, können sich die Gäste auf eine Auswahl verschiedener Speisen und Snacks freuen. So gibt es Bratwurst, Pommes, Flammkuchen und Brezeln.
Außerdem wird es eine Verlosung geben: Zu gewinnen
Die Seele bei guten Getränken und guter Musik im Burghof baumeln lassen: Das verspricht das Weinfest in Hagen im Bremischen. Foto: fr
gibt es eine von insgesamt zehn Weinreben. Gespendet werden jeweils fünf Reben von Giesela Schwertfeger und fünf von Hörakustik Reemts.
Die 24 Mitglieder des noch keine zehn Jahre alten RotaryClubs finden auch Unterstützung. Die Schüler des Gymnasiums in Hagen im Bremischen helfen traditionell mit. Der Obolus, den sie dafür erhalten, wird für die Abifeier genutzt. Der Eintrittspreis beträgt fünf Euro. Karten gibt es bei der Burg zu Hagen, dem RotaryClub oder bei eventim.de
Schweiz hatten Vereine und Förderer zur Spendenübergabe eingeladen. Foto: th
Wundermittel zum Abnehmen?
Dr. Bernd Rühlmann, Internist und Gastroenterologe. FOTO: FR
Jeweils in der ersten Ausgabe im Monat erscheint die Medizinkolumne von Dr. Bernd Rühlmann. Schicken Sie Ihre Fragen an den Experten gerne an redaktion@das-blv.de.
Übergewicht und Fettleibigkeit sind ein großes gesellschaftliches Problem und sie nehmen deutlich zu. Es geht nicht um Stigmatisierung von
betro enen Personen, sondern um gesundheitliche Probleme, die aus zu hohem Körpergewicht folgen. In erster Linie sind das ein stark erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Sto wechselkrankheiten wie Fettleber und Zuckerkrankheit.
Die allgemein gültige De nition für beides benutzt den sogenannten Body-Mass-Index (BMI), der das Körpergewicht in Beziehung zur Körpergröße setzt. Der BMI ist der Quotient aus Körpergewicht und Körpergröße zum Quadrat (kg/m2).
Ein BMI zwischen 18.5 und 24,9 kg/m2 bedeutet Normalgewicht; ein BMI von 25 bis 29,9 kg/m2 wird als Übergewicht bezeichnet, und ein BMI von 30 bis 40 kg/m2 (oder noch mehr) bedeutet Adipositas I bis III.
Als Beispiel: Bei einer Körpergröße von 170 Zentimetern geht das Normalgewicht bis etwa 72,5 Kilogramm, ab 87 Kilogramm beginnt die Adipositas. In der Medizin wird für prognostische Einschät-
zungen auch das Verhältnis Hüft- zu Taillenumfang genutzt (Hip-Waist-Ratio).
Adipositas bedeutet übermäßige Vermehrung des Körperfettgewebes. Die Häu gkeit der Adipositas in Deutschland hat stak zugenommen. 2003 waren 12,4 Prozent der Männer und 12 Prozent der Frauen adipös. 2023 waren es 21,2 Prozent der Männer und 18,2 Prozent der Frauen.
Seit 2023 ist das Medikament Semaglutid als erstes einer neuen Medikamentengruppe zugelassen. Ursprünglich war es für die Behandlung der Zuckerkrankheit entwickelt worden, hat aber jetzt eine Zulassung zum Gewichtsmanagement als Ergänzung zu einer kalorienreduzierten Diät und vermehrter körperlicher Aktivität. Es kann eingesetzt werden bei einem BMI ab 30 kg/m2 oder schon ab 27 kg/m2, wenn gewichtsbezogene Begleitkrankheiten vorliegen. Das können Bluthochdruck, Zuckerkrankheit und andere sein. Weitere Arzneimittel dieser Art sind gefolgt.
Nach einem Jahr Behandlung verlieren Menschen nach Studiendaten im Mittel knapp zwölf Prozent ihres Körpergewichtes, wenn sie die Therapie fortführen. Im realen Leben bleiben sehr viele unter der geplanten Dosis der Medikamente oder brechen die Therapie ab. Dann ist die Gewichtsabnahme sehr viel geringer. Man führt den E ekt der Medikamente vor allem auf eine geringere Hungerwahrnehmung und eine reduzierte Nahrungsaufnahme zurück. Deswegen ist eine Veränderung des Lebensstils entscheidend, und das Medikament soll diese unterstützen. Nach Absetzen der Medikamente nehmen die meisten Patienten wieder stark zu. Es handelt sich nicht um Wundermittel. Sie können die Behandlung der Adipositas unterstützen, vielleicht operative Maßnahmen vermeiden helfen. Sie haben positive E ekte auf viele Begleit- oder Folgekrankheiten der Adipositas. Sie müssen aber sinnvoll und wohl auch langfristig eingesetzt werden.
Musik, Genuss und Begegnungen
„Treffpunkt
RITTERHUDE – Am Donnerstag, 11. Juni, 17 bis 21 Uhr, laden die Interessengemeinschaft Ritterhuder Betriebe und die Gemeinde Ritterhude erneut zum „Treffpunkt Marktplatz“ ein. Dann verwandelt sich der Marie-Bergmann-Platz in der Ortsmitte an der Riesstraße in einen lebendigen Treffpunkt für Jung und Alt. Auch dieses
Marktplatz“ in Ritterhude geht in die
Mal gibt es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit lokalem Flair. Für das leibliche Wohl mit herzhaften Spezialitäten sorgen die Bäckerei Behrens sowie der Ritterhuder Fleischsommelier. Darüber hinaus lädt ein Pavillon von Edelschmaus mit raffinierten Gewürzzubereitungen, Essigspezialitäten und edlen Ölen zum Probieren und
nächste Runde
Erwerben ein. Die passende Getränkeauswahl hält Wein Allgeier bereit. Außerdem ist diesmal auch die beliebte Ouzo-Spezialität Rehakles mit einer besonderen Verkostung vertreten und bringt mediterranes Ambiente auf den Marktplatz. Mit eigenen Ständen präsentieren sich das Ritterhuder Partnerschaftskomitee, die
Ritterhuder Kinofreunde, das Jugendhaus Ritterhude mit einem speziellen Angebot für Kinder, der Pflegedienst Lilienthal sowie die Entlastungsengel aus OHZ. Für die musikalische Unterhaltung steht die Band „The Grand Ole Carpet“. Der Eintritt ist zum „Treffpunkt Marktplatz“ kostenlos und barrierefrei. red
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Preis ist für die Hin- und Rückfahrt. Kinder (4-14 J.) die Häl te.
Fahrt nach Elsfleth und Farge mit Besichtigung Denkort Bunker Valentin
Di., 7. Juli um 9.00 Uhr ab Martinianleger und 10.00 Uhr ab Vegesack
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Ausflugsfahrt nach Brake mit Hafenbustour und Harriersand mit Imbiss Fr., 24. Juli 9.30 Uhr ab Martinianleger und 10.30 Uhr ab Vegesack Schi sfahrt nach Brake mit Hafenbustour dort, Überfahrt nach Harriersand und dort in der Strandhalle Imbiss. Preis p. Pers.: 56,00 € ab Martinianleger und 48,00 € ab Vegesack inkl. Schi sfahrt, Hafenbustour, Fahrt nach Harriersand und Imbiss in der Strandhalle. Kinder (4-14 J.) 28,00 € bzw. 24,00 €.
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Am 19. Juni 1926 fand die erste Abendfahrt der Schreiber-Reederei statt. Genau 100 Jahre später wiederholen wir das und fahren am 19. Juni um 20.00 Uhr ab Martinianleger in Richtung Blumenthal und zurück.
An Bord erwartet Sie Programm vom HafenRevue Theater und ein Speisenangebot angelehnt an die 1920er Jahre.
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Weser- und Hafenrundfahrt auf platt und mit musikalischer Begleitung So., 2. August 12.00 Uhr ab Martinianleger.„Hunnert Johr, wunnerbor!“ Erklärungen, Geschichten und Musik an Bord während der Fahrt zum Neustädter Hafen und bis zum Weserstadion. Das Duo JO! begleitet die die Fahrt mit Herz, Humor und Ukulele. Geschichten auf platt und bekannte Evergreens neu interpretiertauch auf Plattdeutsch. Dauer der Fahrt 1 Std. 45 Min. Preis p. Pers. 25,00 € - Kinder (4-14 J.) 12,50 €
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Klimaschutz in Blumenthal
Umfangreiches Veranstaltungsprogramm im Juni
BLUMENTHAL – Der Sommer ist da und mit ihm viele Gelegenheiten, Neues auszuprobieren, Wissen auszutauschen und gemeinsam aktiv zu werden. Ob Energiesparen im eigenen Zuhause, nachhaltiges Gärtnern, selbstgemachte Naturkosmetik, gemeinsames Kochen oder Reparieren statt Wegwerfen – die „Klimaschutz in Blumenthal“-Veranstaltungen laden dazu ein, praktische Ideen für einen nachhaltigeren Alltag kennenzulernen und dabei nette Menschen aus der Nachbarschaft zu treffen. Wichtiger Hinweis: Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenfrei. Zur besseren Planung wird jedoch um eine vorherige Anmeldung unter heike.schneider@kirchebremen.de gebeten. Spenden zur Unterstützung sind jederzeit willkommen.
Jeden zweiten Dienstag von 15.30 bis 17 Uhr findet der „Offene Gartentreff“ im Gemeinschaftsgarten, Lüder-ClüverStraße 12, statt. Gemeinsam gärtnern, voneinander lernen und den Gemeinschaftsgarten gestalten: Beim offenen Gartentreff sind alle willkommen – mit oder ohne Gartenerfahrung. Ob Pflanzen pflegen, ernten, Ideen austauschen oder einfach die grüne Oase genießen – jede Unterstützung und jedes Interesse sind herzlich willkommen.
Am Dienstag, 9. Juni, von 19 bis 20.30 Uhr sind im Gemeindehaus Farge, Farger Straße 19, die „Sanierungslotsen“ der Klimaschutzagentur energiekonsens zu Gast. Fragen wie „Welche Heizung ist langfristig die richtige Wahl? Lohnt sich eine Gebäudedämmung? Welche Sanierungsmaßnahmen
Am Dienstag, 9 Juni, informieren die Sanierungslotsen der Klimaschutzagentur im Gemeindehaus Farge über energetische Sanierung. Symbolfoto: fr
sind für mein Haus sinnvoll?“ und weitere denkbare Fragen rund um energetische Sanierung, Energieeinsparung und Klimaschutz werden von ihnen in einer offenen Gesprächsrunde beantwortet.
Am Dienstag, 23. Juni, von 17 bis 19 Uhr geht es im Gemeinschaftsgarten, Lüder-ClüverStraße 12 um biologischen Pflanzenschutz. Wenn Blattläuse, Schnecken oder andere „Schädlinge“ den Pflanzen zusetzen, muss nicht gleich zur Chemie gegriffen werden. Es wird über wirksame natürliche Alternativen informiert, Jauchen und Brühen hergestellt und praktische Tipps für den naturnahen Garten gegeben. Selbst hergestellte Präparate
können mitgenommen werden.
Im Nuanatak, Kapitän-Dallmann-Straße 2, werden am Donnerstag, 25. Juni, nachhaltige Kosmetikprodukte hergestellt. Ob Deo, Peeling oder Hautpflege – mit wenigen Zutaten lassen sich hochwertige Naturkosmetikprodukte selbst herstellen. Verschiedene Rezepte werden ausprobiert und jede fertigt ein individuelles Produkt zum Mitnehmen an.
Am Samstag, 27. Juni, von 10. 30 bis 12.30 Uhr, wieder im Gemeinschaftsgarten, heißt es: Gemeinsam schnibbeln, auf offenem Feuer kochen, ins Gespräch kommen und genießen. Denn es sollen frische Speisen aus Wild- und Gartenkräutern
sowie regionalen Zutaten zubereitet werden: „Wir lassen uns überraschen, was der Garten gerade zu bieten hat.“ Jeden letzten Samstag im Monat, also auch am 27. Juni, wird von 14 bis 17 Uhr im Nunatak, Kapitän-Dallmann-Straße 2 das Repair-Café angeboten. Ob Fahrrad, Toaster, Kaffeemaschine oder Lieblingsstuhl: gemeinsam mit den ehrenamtlichen Reparaturhelfern soll versucht werden, defekte Gegenstände wieder instand zu setzen. Bei Kaffee und Kuchen bleibt außerdem Zeit für Gespräche und Austausch. „Für Reparaturen freuen wir uns über eine kleine Spende.“ sagen die ehrenamtlichen Helfer. red
Bündnistreffen
VEGESACK – Das Bündnis Sahra Wagenknecht BremenNord lädt Mitglieder wie auch interessierte Gäste zu seinem nächsten Treffen in der Gaststätte des Vegesacker Rudervereins, Am Wasser 23, ein. Das Treffen findet am Dienstag, 9. Juni, um 19 Uhr statt. Es soll über die Gründung des Bezirksverbands berichtet werden. Zudem steht die Verkehrsanbindung BremenNords an die Innenstadt, die Brücke über den Vegesacker Hafen, die Weserpromenade und die maritime Identität auf der Tagesordnung. fr
Suppentag in St. Magnus
ST. MAGNUS – In Gesellschaft schmeckt es besser, und immer mehr Menschen nutzen die Gelegenheit, sich im Begegnungszentrum St. Magnus, Unter den Linden 24, zu einer leckeren Suppe zu treffen und bei einer Tasse Kaffee gemütlich zu plaudern. Der nächste Suppentag ist am Donnerstag, 11. Juni, um 12.30 Uhr. Es werden vier Euro pro Person eingesammelt, weitere Spenden werden gerne entgegengenommen. Damit genug für alle da ist, bitte bis 9. Juni anmelden unter Telefon 62 16 01 oder per Mail, bz.st-magnus@kirche-bremen.de fr
Briefmarkentauschabend
MARSSEL – Die Nordbremer Briefmarkenfreunde treffen sich jeden zweiten Dienstag im Monat zum Tauschabend. Das nächste Treffen findet am 9. Juni ab 18.30 Uhr in der Vereins-
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REGION – Der Diplom-Psychologe Manfred Polewka hat ein Buch geschrieben:
„Bist du allein? Nein! – Wege zur Sinnfindung mit Szenen aus dem eigenen Leben“. Darin beleuchtet er den Menschen, die Welt sowie das Leben und die Lebensstufen. Kosten: 10,80 Euro.
„BIST DU ALLEIN? NEIN!“
Wer den Autor und sein Buch kennenlernen möchte, hat dazu am Dienstag, 9. Juni, 18 Uhr, in der Begu Schwanewede, Ostlandstraße 25 A, in einer Lesung mit musikalischer Begleitung, oder am Samstag, 11. Juli, 11 Uhr, in der Bibliothek Vegesack, Aumunder Heerweg 87, die Gelegenheit. as
Kunst, die weiterwirkt
Benefizausstellung zu Ehren Brigitte Graues in der Lesumer Lesezeit
LESUM – Die Lesumer Lesezeit lädt herzlich zu einer besonderen Ausstellung ein: Ab Montag, 8. Juni, werden Gemälde der verstorbenen Künstlerin Brigitte Graue gezeigt. „Mit ihren Werken hinterlässt Brigitte Graue nicht nur eine beeindruckende künstlerische Handschrift, sondern auch eine Botschaft der Menschlichkeit und des Mitgefühls. In ihrem Sinne soll ihre Kunst weiterwirken und Menschen unterstützen, die Hilfe und Schutz benötigen“, so Svenja Esch, Inhaberin der Lesumer Lesezeit.
Deshalb werde der gesamte Erlös aus dem Verkauf der ausgestellten Bilder einem Frauenhaus in Bremen-Nord zugutekommen. „Dort finden Frauen, die Gewalt, Unterdrückung oder schwierige Lebenssituationen erfahren haben, Schutz, Unterstützung und neue Perspektiven.“
Die Werke können zu bewusst moderaten Preisen erworben werden. Wer das Frauenhaus darüber hinaus unterstützen möchte, sei herzlich eingeladen, den Kaufpreis nach eigenem Ermessen zu erhöhen. Auch diese zusätzlichen Beträge flössen vollständig in die Spende für das Frauenhaus. So verbinde diese Aus-
Eins der Bilder von Brigitte Graue. Foto: fr
stellung die Erinnerung an Brigitte Graues künstlerisches Schaffen mit konkreter Hilfe für Frauen, die Unterstützung benötigen. „Wir freuen uns auf
Ihren Besuch in der Lesumer Lesezeit und darauf, gemeinsam Kunst zu erleben, die Hoffnung schenkt und Gutes bewirkt“, erklärt Svenja Esch. fr
„Das Wesentliche ist unsichtbar...“
Dirk Godlinski und Andrea Christiane Spring präsentieren Resonanzräume / Lesung und mehr
BURGDAMM – Eine neue Ausstellung wird in der Galerie Lichthof Kunstfabrik, Stader Landstraße 64 eröffnet: „Das Wesentliche ist unsichtbar –Resonanzräume der Malerei und Fotografie“. Vom 13. bis 28. Juni präsentieren die Künstler Dirk Godlinski und Andrea Christiane Spring ihre Dialogausstellung. Diese vereine surreal-abstrakte Bildwelten, die aus einer langjährigen künstlerischen Zusammenarbeit in Worpswede gewachsen sind –inspiriert von Natur, Licht, Farbe und dem kontinuierlichen Austausch über das Wesen der Dinge.
KulturKalender
AUSSTELLUNGEN
SONNTAG, 7. JUNI
BURG BLOMENDAL
Geschichtscafé: „Begradigung der Weser“. 15 – 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. – Auestraße 5A.
„Das Wesentliche ist unsichtbar – Resonanzräume der Malerei und Fotogra e“, von Dirk Godlinski und Andrea Christiane Spring. Erö nung: Sa., 13. 6., 15 Uhr, Musik: Regina Mudrich. Bis 28. 6. Sa. + So., 14 – 18 Uhr und nach Vereinbarung: 0175 5267355 – Stader Landstraße 64.
BURG BLOMENDAL
„On the road again“, Skulpturen aus Keramik, Holz und Stein des Vereins „Mauern ö nen“ der Justizvollzugsanstalt Bremen. Sa. + So., 13. + 14. 6., je 11 – 17 Uhr. – Auestraße 9.
OVERBECK-MUSEUM
„Felder“, Fritz und Hermine Overbeck. Erö nung mit Dr. Katja Pourshirazi: So., 14. 6., 11.30 – 12.30 Uhr, Eintritt frei. Bis 23. 8., Eintrittspreise: 7/erm. 5 Euro. –Alte Hafenstraße 30.
BÜRGERHAUS VEGESACK
„Licht & Mensch“, zeitgenössische Acrylmalerei von Andreas Wick. Bis 29. 6. – Kirchheide 49, Etagen E und F.
STADTHAUS VEGESACK
„Der schöne Bremer Norden“, Aquarelle von Dr. Manfred Schmidt. Bis 29. 6. – GerhardRohlfs-Straße 62.
BEGU SCHWANEWEDE
„Oh, du schöne Frau“, Julia Bergbauer. Bis 7. 7., 11 bis 21 Uhr. – Ostlandstr. 25a.
Die Vernissage findet am Samstag, 13. Juni, um 15 Uhr, statt. Eine Einführung gibt die Galeristin Edeltraud Hennemann. Begleitet wird die Eröffnung von einer synästhetischen Violin-Performance der Bremer Musikerin Regina Mudrich. Beide Künstler sind an den Wochenenden von 14 bis 18 Uhr anwesend.
David Michie
Andrea Christiane Spring und Dirk Godlinski stellen ihre Werke vom 13. bis 28. Juni in der Galerie Lichthof Kunstfabrik, Stader Landstraße 64, aus. Foto: fr
Schongelesen?
Die Katze des Dalai Lama und die Weisheit grauer Schnurrhaare Was für ein Schock: Diese Vertretung ihres Tierarztes sagt der KSH – Katze Seiner Heiligkeit, „Schneelöwin“, auf den Kopf zu, dass sie alt geworden sei. Das geht natürlich gar nicht, und so geht sie zu ihrem neuen Freund, einem Maler, um Trost zu nden. Oder sie besucht das Himalaja-Buchcafé und hört ihren Freunden zu, wie sie sich selbst emp nden und wieder aufbauen. Leider wird sie auf dem Weg dorthin mit einem Fußball beschossen, gerät in eine schmutzige Pfütze und wird zudem von einem selbsternannten „Präsidenten der Katzenliebhabervereinigung“ gedemütigt. Was ist sie nun, die Katze Seiner Heiligkeit oder eine schmutzige Streunerin? Zum Glück wird sie von ihren Freunden wieder aufgepäppelt. Witzig geschrieben, weise und eine Freude für Katzenliebhaber oder die, die es noch werden wollen. Heyne Verlag, 12 Euro.
Im Ausstellungszeitraum finden weitere Programmpunkte statt: Am Freitag, 19. Juni, 20 Uhr, gibt es unter dem Titel „Der kleine Prinz“ eine musikalische Lesung mit dem Bremer Ensemble musikalé Claudia Giese und Thomas Krizsan. Der Eintrittspreis beträgt 20 Euro. Eine Anmeldung wird erwünscht: Telefon 0175 5267355 und mail@lichthofkunstfabrik.de Am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Juni, von 10 bis 19 Uhr, wird der Mixed-MediaWorkshop „Intuitive Art“ mit Andrea Christiane Spring angeboten. Eine Anmeldung ist erforderlich. Kosten und Kontakt: info@meermaid-art.de
Am Freitag, 26. Juni, 20 Uhr, hält Dirk Godlinski den Bildervortrag „Expressive Fotografie – Ausdruck statt Abbild“. Der Eintritt ist frei. fr
Yuki Ibuki Heimkehr nach Morioka
Dieses Buch ist wie eine sanfte Umarmung an einem verregneten Sonntag. Yuki Ibuki erzählt eine so leise wie tiefgründige Geschichte über das Aufbrechen, das Scheitern und die heilende Kraft der Rückkehr. Es geht um Familie, um die unausgesprochenen Worte zwischen den Generationen und um die Frage, wo wir eigentlich hingehören, wenn die Welt um uns herum zu laut wird. Der Inselverlag hat hier ein echtes Juwel für die Seele herausgebracht. Ibukis Sprache ist unaufgeregt, aber voller feiner Beobachtungen, die direkt ins Herz tre en. Man riecht förmlich den Duft der nordjapanischen Provinz und spürt die wohlige Wärme, die entsteht, wenn alte Wunden langsam verheilen dürfen. Wer Geschichten mag, die einen nicht durch Atemlosigkeit, sondern durch tiefe, ehrliche Empathie fesseln, wird dieses Buch lieben. Es erinnert uns daran, dass es nie zu spät ist, den Weg zurück zu den eigenen Wurzeln zu nden. Ein zutiefst tröstlicher und wunderschöner Roman. Insel Verlag, 24 Euro.
Kabarett: Jürgen Becker „Deine Disco-Geschichte in Scheiben“. 20 Uhr. Kosten: 32,30 Euro. –Riesstraße 11.
MITTWOCH, 10. JUNI
GESCHICHTENHAUS
Gespräch: „was bleibt... in den Archiven?“ mit Sigrid Dauks und Dr. Daniel Tilgner (Arbeitskreis Bremer Archive). Eintritt frei. 19 Uhr. – Zum Alten Speicher 5a.
BEGU LEMWERDER
Konzert – Begu am Mittwoch: Jester‘s Mind. 19 Uhr. Eintritt frei. – Edenbütteler Straße 5.
Theater: Statt Theater Vegesack „Dracula. Das Grusical“. 18 Uhr. Karten 15, ermäßigt 10 Euro bei A. Six, Gerhard-Rohlfs-Straße 68, www.statt-theater-vegesack.de. – Hermann-FortmannStraße 32.
SONNTAG, 14. JUNI
KUBA
Theater: Statt Theater Vegesack „Dracula. Das Grusical“. 16 Uhr. Karten und Preise: Siehe Samstag. – HermannFortmann-Straße 32.
DOKU BLUMENTHAL
Stadtraum-Ausstellung „40 Jahre – 40 Bilder – 40 Orte“. Bis Oktober. „Durchlässig“ Bis 20. 8. www.doku-blumenthal.de. –Heidbleek 10.
GESCHICHTENHAUS
„was bleibt“, Pia Pollmanns. Bis 25. 7. – Zum Alten Speicher 5A. KRÄNHOLM
„Weltenwechsler. Skulpturen. Bilder. Zeichnungen von Klaus Hack“. – A. d. Hohen Ufer 35/35a.
RATHAUS LEMWERDER
„Farbenrausch“, von Rika Rehling. Bis 21. 8. – Stedinger Str. 51. SCHLOSS SCHÖNEBECK
„Alte Bilder aus Vegesack“. Bis 30. 8., Kunstkeller: „Vielfalt!“, von Sabine Gerlach. Bis 28. 6. –Im Dorfe 3-5.
KREISHAUS I
„So habe ich das noch nie gesehen“, Fotofreunde. Bis 17. 7. Cafeteria: „Karl-May-Festspiele“, M. Arndt. – Osterholzer Str. 23.
HAUS DER ZUKUNFT
„Mise Éire – Irische Impressionen“, Fotos von Mechthild und Horst Schröter. Bis 21. 6. –Lüssumer Heide 6.
KKH OSTERHOLZ
„Wer bist du?“, Tania Isabel Block. Bis Ende Juni. – Am Krankenhaus 4.
RATHAUS SCHWANEWEDE
„Meer und mehr“, von Elisabeth May. Bis 9. 7. – Damm 4.
BURG ZU HAGEN
„Ein Frauendenkmal ist nicht genug“, von Frauke Beeck. Bis 14. 6., 3 Euro. – Burgallee 1.
ZIMMER GALERIE* NORDSTERN
„Wenn mein Haus aus Glas vom Wind zerbricht“, Heide Marie Voigt. 0421/87 35 97.
HOSPIZ LILGE-SIMON-STIFT
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05.08. – 09.08.26 € 984,Fahrt ins Blaue
1 x ÜF/Mittelklassehotel, Stadtführung in …, Eintritt & Führung im … 04.09. – 05.09.26 € 335,-
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2 x Zwischenübernachtung, 9 x HP/4*-Hotel Marina in Mošćenička Draga, Ausflüge Opatija, Poreč, Rovinj, Novigrad, Umag, Inseln Cres & Lošinj, Schiffsfahrt ab Rovinj, Besichtigung Weinkeller mit Imbiss, Ölpresse m. Schnapsverkostung, Oliven- & Schinkenverkostung 16.09. – 27.09.26
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10.06. Hamburg – Große Hafenrundfahrt
12.06. Emmen – NL
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18.06. Thülsfelder Talsperre/Cloppenburg
20.06. Enschede od. Winterswijk – NL
20.06. Helgoland
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21.06. Hannover – Zoo
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Für die Kinder wird es kostenloses Popcorn geben – solange der Vorrat reicht. Fotos: fr
„Wir starten in die Fußball-WM!“
Kontor wird Treffpunkt für die ganze Familie
VEGESACK – Am Freitag, 12. Juni, 13 bis 18 Uhr, sowie am Samstag, 13. Juni, 11 bis 16 Uhr, erwartet die Besucher im Kontor zum Alten Speicher ein abwechslungsreiches Programm zum WM-Auftakt. Während die Kinder sich auf einer riesigen Fußballhüpfburg austoben, beim bunten Kinderschminken kreativ werden oder sich über kostenloses Popcorn – solange der Vorrat reicht – freuen dürfen, lädt das Kontor zum entspannten Bummeln und Einkaufen ein.
Neben den Aktionen und dem vielseitigen Shopangebot können die Besucher auch das umfangreiche Gastronomieangebot im Center nutzen –von asiatischer Küche über türkische Spezialitäten und Burger bis hin zu einem gemütlichen Eiscafé für eine entspannte Pause zwischendurch.
Mit diesen Angeboten schafft das Kontor ein Einkaufserlebnis, das weit über den klassischen Handel hinausgeht. Ergänzt wird dies durch eine breite Auswahl an Fachgeschäften mit persönlicher und fachkundiger Beratung, die den direkten Service und die Nähe bieten, die Online-Shops nicht ersetzen können. So wird der WM-Auftakt im Kontor Vegesack zu einem rundum gelungenen Erlebnis für die ganze Familie. red
Es wird sogar eine WM-Hüpfburg geben.
Bei den Buchmachern auf Rang sieben
VON ROBERT LÜRSSEN
Wann es für ihn eine gute Weltmeisterschaft gewesen sein wird, fragte ein Fernsehreporter Deniz Undav am Rande des Testspiels gegen Finnland. Klare Antwort des Stürmers: „Wenn wir das Ding holen.“ Zwölf Jahre nach dem Erfolg von Rio sehnt sich nicht nur der gebürtige Achimer nach einem Erfolgserlebnis für die Nationalmannschaft. Tatsächlich scheinen die Voraussetzungen besser zu sein als bei den vergangenen großen Turnieren, dass Deutschland mal wieder eine wichtige Rolle spielen kann.
Zwar musste die DFB-Auswahl bis zum letzten Gruppenspiel zittern, bis die direkte WM-Qualifikation feststand. Doch das souveräne 6:0 gegen die Slowakei, gegen die man im ersten Qualispiel noch relativ desolat verloren hatte, zeigte wozu die Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann fähig ist, wenn sie in ihren Fluss kommt.
Nach dem letzten Test gegen WM-Gastgeber USA am gestrigen Abend (nach Redaktionsschluss) bleiben Mannschaft und Trainer nun noch sieben Tage, um sich den Feinschliff zu holen, ehe das Team am 14. Juni (19 Uhr MESZ) gegen WMNeuling Curacao ins Turnier startet. Die weiteren Aufgaben heißen dann Elfenbeinküste (20. Juni, 22 Uhr) und Ecuador (25. Juni, 22 Uhr).
Mit 48 Teilnehmern, gelost in zwölf Gruppen zu vier Mannschaften, ist das Feld so groß wie noch nie. 32 davon kommen in die K.o.-Phase, neben den zwölf Gruppensiegern und zwölf Gruppenzweiten auch acht Gruppendritte. Ein Ausscheiden in der Vorrunde wie beim blamablen WM-Auftritt vor vier Jahren in Katar und vor acht Jahren in Russland als Titelverteidiger ist unter diesen Vorzeichen zwar nicht unmöglich, aber doch sehr unwahrscheinlich.
Auch wenn der eigene Anspruch ist, um den Titel mitzuspielen, sind bei den Buchmachern andere Nationen favorisiert. Spanien, England
und Frankreich werden von den Wettbüros als die wahrscheinlichsten Weltmeister angesehen. Danach folgen Brasilien und Argentinien. Selbst Portugal mit dem 41-jährigen Cristiano Ronaldo wird noch höher gehandelt als Deutschland, das auf Rang sieben folgt.
Beim Blick auf den deutschen Kader fallen zwei Dinge besonders auf. Einerseits die Rückkehr von Torwart Manuel Neuer, der in den USA, Mexiko und Kanada seine fünfte WM spielen könnte, und andererseits die relativ dünne Besetzung auf den Außenverteidigerpositionen. Für Joshua Kimmich auf der rechten Seite gibt es keinen gelernten Ersatz. Fällt der Münchener aus, müsste entweder einer der beiden Linksverteidiger (David Raum, Nathanial Brown), ein Innenverteidiger oder eine Offensivkraft den Arbeitsbereich übernehmen.
Umso größer ist die Auswahl bei den Offensivkräften angeführt von Kai Haverts, Deniz Undav und Nick Woltemade, von denen im Normalfall nur einer zu Zeit auf dem Platz stehen dürfte.
Ebenfalls auffällig: Nur neun der 26 Spieler im Kader waren
2022 oder 2018 schon bei einer Weltmeisterschaft dabei. Nagelsmann setzt einerseits auf viele frische Kräfte, sorgte aber
andererseits mit der Nominierung umstrittener Routiniers wie Leroy Sané und Antonio Rüdiger für Stirnrunzeln.
DER DEUTSCHE WM-KADER
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Mit uns fahren Sie immer richtig. Setzen Sie voll auf SIEG! Viel Spaß bei der WM wünscht Ihnen Michael Sieg und das gesamte Team
Der gebürtige Bremer Nick Woltemade steht im deutschen WM-Kader, dürfte aber zunächst Deniz Undav oder Kai Haverts im Sturm den Vortritt lassen müssen.
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Axel Seekamp berichtet über die Geschichte des Unternehmens
BURGDAMM – „Persönliche Betreuung ist das ‚A und O‘“, unterstreicht Versicherungsmakler Axel Seekamp. Er schaut in diesen Tagen auf 130 Jahre Unternehmensgeschichte zurück. Familie Seekamp hat ihr Wohnund Geschäftshaus in der Stader Landstraße 15. „1848/49 wurde das Haus gebaut. 1850 gründete mein Ur-Urgroßvater die Zigarrenfabrik Friedrich Seekamp“, berichtet er.
ERST ZIGARRENFABRIK...
Burgdamm sei damals Zigarrenstandort gewesen, die Geschichte umliegender Gebäude zeuge noch davon. In Spitzenzeiten hätten 67 Zigarrendreher für die Firma F. Seekamp in Heimarbeit Tabak gerollt. 1859 sei sein Urgroßvater Heinrich Carl Seekamp in den Betrieb eingestiegen. Dieser habe am 31. März 1896 das Versicherungsgeschäft gegründet.
... SPÄTER VERSICHERUNGSBÜRO
Er habe 23 und ein Viertel Jahre als ehrenamtlicher Gemeindevorsteher gearbeitet, so dass sich im Haus in der Stader Landstraße auch das Gemeindebüro befand. Wer in der Umgebung bauen wollte, musste dort eine Feuerversicherung abschließen, weiß Axel Seekamp. Deshalb sei der Urgroßvater neben Zigarrenfabrikant noch
Versicherungsvertreter geworden. Nach ihm wurde – wie bei vielen honorigen Persönlichkeiten – eine Straße benannt, die Heinrich-Seekamp-Straße.
Friedrich Seekamp, sein Großvater, habe 1927 die Geschäfte übernommen, sein Vater Rolf, der eigentlich studierte, im Jahre 1952.
Die Zigarrenproduktion sei 1956 eingestellt worden, aber der Vater sei noch bis 1970 als Handelsvertreter unterwegs gewesen. „Da bin ich als Kind mitgefahren, über Land, bis hoch nach Bremerhaven“, berichtet Axel Seekamp.
Er selbst sei 1987, als 27-Jähriger, Chef des Versicherungsgeschäfts geworden. 48 Jahre ist er nun in der Branche. „Ich habe den Beruf des Versicherungskaufmanns richtig gelernt. Es ist für mich toll, mit Menschen zu tun zu haben und ihnen helfen zu können“, sagt er.
Der Wunsch, den Beruf zu ergreifen, sei bereits sehr früh entstanden. Bereits als kleiner Junge habe er beim Vater unterm Schreibtisch gesessen, um sich als Versicherungsvertreter zu üben, was ihm auch schon mal Ärger eingebracht habe, berichtet Axel Seekamp mit einem Augenzwinkern über seine Anfänge im Geschäft. „Ich würde den Beruf heute sofort wieder erlernen. Er macht mir viel Spaß, Stress kenne ich nicht. Ich habe meine Bestimmung gefunden.“
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Lebens- & Krankenversicherung
Tierkrankenversicherungen
Von 1896 bis 2013 sei das Unternehmen Ausschließlichkeitsvertretung für einen Versicherer gewesen. Danach sei er als Versicherungsmakler neu gestartet: „Nur da ist man wirklich selbstständig.“ So könne er über Vergleichsprogramme den optimalen Versicherungsschutz zu guten Preisen für den Kunden herausfinden. Mit diesem schließe er einen Versicherungsmaklervertrag, der ihn bevollmächtige, für den Kunden tätig zu werden. Der Vertrag koste dem Kunden kein Geld – er bekomme seine Courtage von der Versicherung. „Ihr gegenüber trete ich als Sachwalter des Kunden auf.“
Axel Seekamp vertritt die gesamte Versicherungspalette: Hausrat-, Wohngebäude- und Haftpflichtversicherung, Unfall-, Lebens- und Krankenversicherung, Kfz-Versicherung, sämtliche betriebliche Versicherungen für Gewerbetreibende. Zudem bietet er auch Tierlebens-, -kranken-, operations- und -haftpflichtversicherungen an. „In Niedersachsen sind für Hunde Tierhaftpflichtversicherungen Pflicht, in Bremen nicht“, weiß er.
Sein Hauptklientel sind Privatkunden und Kunden aus dem Kleingewerbe aus Bremen-Nord und umzu. Termine vereinbart er sowohl im Büro als auch beim Kunden vor Ort, insbesondere bei einer Schadensmeldung, die er aufnimmt und begleitet: „Ich manage die gesamte Abwicklung. An der Stelle wird die Leistung erst sichtbar.“ Und deswegen sei die persönliche Betreuung das „A und O“.
Er suche den optimalen Versicherungsschutz zu einem guten Preis heraus und verfolge die Entwicklung in den Märkten im Sinne seiner Kunden auch weiter. „99 Prozent unserer Neukunden bekommen wir auf Empfehlung“, unterstreicht Versicherungsmakler Axel Seekamp. as
Beratungsgespräche werden sowohl im Büro in der Stader Landstraße 15 als auch beim Kunden vor Ort geführt.
Das Haus eines der ältesten Nordbremer Familienversicherungsunternehmen wurde vom Ur-Urgroßvater Friedrich Seekamp gebaut.
Axel Seekamp und seine Vorfahren: Urgroßvater Heinrich Carl Seekamp (rechts), Großvater Friedrich Seekamp (links) und Vater Rolf Seekamp (Mitte). Fotos: as
AUTO
Umfrage zeigt: 6,6 Mio. wollen ein E-Auto kaufen
Hohe Spritpreise machen den Wechsel zum E-Auto jetzt attraktiv
Rund 15 Prozent der Pkw-Besitzer, die mit einem Benziner oder Diesel unterwegs sind, wollen sich angesichts der gestiegenen Preise an den Tankstellen nun ein E-Auto zulegen. Hochgerechnet wären das EFahrzeuge für 6,6 Millionen Menschen.
Wie sich die Kaufbereitschaft verändert hat, untersucht eine DEVK-Umfrage, für die das Meinungsforschungsunternehmen
Civey im Mai über 2.500 Autofahrende befragt hat, die einen eigenen Pkw besitzen. Das Ergebnis: Zwar geben 70 Prozent an, dass sich ihre Kaufbereitschaft bezüglich E-Autos durch die hohen Spritpreise nicht verändert habe. Aber mehr als 15 Prozent der Befragten mit einem Benziner sagen, dass sie angesichts der Kosten eher ein
E-Auto-Prämie beantragen: Für die neue staatliche E-AutoPrämie können seit Ende Mai beim Bundesamt Bafa erste Anträge gestellt werden. Davon profitieren alle Käufer eines Stromers, die ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von nicht mehr als 80.000 Euro im Jahr ohne Kinder oder 90.000 Euro mit Kindern haben. Gestaffelt nach Einkommen und der Zahl der Kinder unter 18 Jahre sind bis zu 6.000 Euro Förderung möglich. Geringer fallen die Zahlungen für Plug-in-Hybride aus. Weitere Informationen: www.bafa.de
Elektroauto kaufen würden. Bei den Diesel sind es ebenfalls knapp 15 Prozent.
Nach Angaben vom Kraftfahrt-Bundesamt gab es 2025 noch 29,9 Millionen Pkw mit Ottomotor und 13,8 Millionen mit Dieselantrieb. Hochgerechnet bedeutet das: 4,6 Millionen Menschen in Deutschland, die einen Benziner fahren, und 2,0 Millionen, die aktuell mit einem Diesel unterwegs sind, würden nun vorzugsweise ein E-Auto kaufen.
Diejenigen, die bereits rein elektrisch unterwegs sind, fühlen sich durch die hohen Spritpreise in ihrer Bereitschaft bestätigt, sich auch künftig für ein E-Auto zu entscheiden, so ein Ergebnis der Umfrage.
Den Markt anheizen dürfte auch die neue staatliche E-Auto-Prämie, für die seit Ende Mai beim Bundesamt Bafa erste Anträge gestellt werden können.
Schweini auf dem Walk of Fame
Der DFB und Volkswagen erweitern den DFB-Pokal Walk of Fame um zwei weitere prominente Namen: Bastian Schweinsteiger wird als historischer Pokalheld gewürdigt. Zudem wurde Harry Kane von den Fans als Pokalheld der Saison 2025/26 ausgezeichnet. Er wird in Kürze seine Fußabdrücke hinterlassen.
Bastian Schweinsteiger prägte den DFB-Pokal über viele Jahre
MEIN ERSTES AUTO
hinweg mit außergewöhnlichen Leistungen, Leidenschaft und großen Finalmomenten. Mit sieben Pokalsiegen zählt er zu den erfolgreichsten Spielern der Wettbewerbsgeschichte. Der DFB-Pokal Walk of Fame wurde 2013 von DFB und Volkswagen ins Leben gerufen. Er befindet sich am Berliner Olympiastadion und würdigt außergewöhnliche Fußball-Persönlichkeiten.
Im Herbst stellt Audi den neuen A2 e-tron vor und damit einen rein elektrischen Einstieg in die Kompaktklasse. Mit dem Neuzugang, der in Ingolstadt gefertigt wird, verjüngt Audi das Modellangebot im Premiumsegment. Vor seiner Premiere durchläuft der Prototyp verschiedene Erprobungsphasen: Auf Schnee und Eis, im Audi Windkanal sowie auf öffentlichen Straßen sammelt der getarnte A2 e-tron wichtige Testkilometer. In der Wintererprobung in Lappland zeigt der A2 e-tron unter extremen Bedingungen, was in ihm steckt. Zur Validierung auf einem geheimen Testgelände in Nordschweden liegt der Fokus nicht nur auf der
Aktuell noch getarnt unterwegs: Der elektrische Nachfolger des Audi A2 absolviert derzeit ein ausgedehntes Testprogramm.
Fahrdynamik, sondern auch auf dem Thermomanagement und der Batterie-Performance. Das Zusammenspiel aus E-Antrieb, Bremsregelsystem und Fahrwerk wird dabei im Minutentakt angepasst. Im Windkanal wird die Aerodynamik des Fahrzeugs kontinuierlich getestet und optimiert. Mit
Windgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h, hochpräziser aeroakustischer Messung und einem 235 km/h schnellen Laufband liefert dieser ideale Bedingungen, um das Strömungsverhalten, die Geräuschentwicklung und die thermische Stabilität des A2 e-tron zu optimieren.
Nachgefragt bei Jaroslav Rudiš
Bestseller-Autor und Dramatiker
Können Sie sich noch an Ihr erstes Auto erinnern?
Jaja, das war ziemlich spät. Ich war schon fast Ende 30, da habe ich mein erstes Auto gekauft. Das war ein Saab 93. Ich besitze immer noch zwei alte Saab.
Rufen
Wann haben Sie Ihren ersten Strafzettel bekommen? Ich glaube, da habe ich irgendwann in Prag falsch geparkt. Es war aber nicht so schlimm.
Das Auto springt nicht an. Motorhaube auf oder Handy raus? Der uralte, weiße Saab 900 kommt auch in meinem neuen Roman „Wo die Toten sprechen“ vor. Ich hatte darin ein Problem mit dem Radio. Da musste ich meinen Bruder anrufen. Kleinigkeiten kann ich selbst machen.
Welches Auto kaufen Sie, wenn Geld keine Rolle spielt? Dann würde ich mir ein Saab-900-Cabrio kaufen.
Rufen
Foto: Volkswagen
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Bestatter unterstützen Angehörige als kompetente Ansprechpartner
Es sind viele Dinge zu beachten und zu regeln, für die Angehörigen, wenn ein Familienmitglied verstirbt. Bereits in der akuten ersten Trauerzeit gibt es nicht nur für die Beerdigung viel zu organisieren. Es gibt allerdings Hilfen, die es erleichtern, mit der Ausnahmesituation umzugehen und die Beisetzung im Sinne der oder des Verstorbenen schön zu gestalten. Auch für finanzielle Fragen findet man Anlaufstellen. Ist ein Mensch verstorben, stellt eine Ärztin oder ein Arzt den Totenschein aus. Mit diesem Dokument wird der Todesfall beim Standesamt gemeldet und die Sterbeurkunde beantragt. Das muss am ersten Werktag nach dem Tod erfolgen. Ist der Angehörige in einer Pflegeeinrichtung oder einem Krankenhaus verstorben, ist die Trägerschaft für diese Formalitäten verantwortlich. Ist der Tod zu Hause eingetreten, übernimmt nach dem ärztlichen Besuch ein Bestattungshaus oft diese Aufgabe. Bestatter holen auch den Leichnam ab und bereiten ihn für die Beerdigung vor.
In einem Erstgespräch kann die Familie schnell klären, wel-
che Aufgaben den Fachleuten darüber hinaus zusätzlich übertragen werden können oder sollen und welche sie selbst übernehmen möchte. So beraten Bestatter ebenfalls zur Auswahl der Urne oder des Sarges, zu Waldbeisetzungen und vielen anderen Fragen.
Hat die verstorbene Person zu Lebzeiten vorsorglich bereits Entscheidungen für den Todesfall getroffen, so sollten diese unbedingt berücksichtigt werden. Gibt es Vorsorgeverträge oder Willenserklärungen zum Beisetzungsort oder dem Ablauf der Trauerfeier?
Für die meisten Familienangehörigen ist es eine große Belastung, direkt nach dem Tod des geliebten Menschen Entscheidungen treffen zu müssen. Daher sollten zum Beispiel Senioren schon zu Lebzeiten Vorsorge treffen und damit ihre Nachkommen entlasten. Beim Bestattungshaus des Vertrauens kann man sich jederzeit auch zu naturnahen Beisetzungen im Wald beraten lassen, ein Komplettangebot einholen und ihre Wünsche festhalten. Das macht es später für Kinder und Enkel einfacher. djd
Tel. 0421.62 96 39
Ihre Trauerfeier findet nur einmal statt. Sie sollte unvergesslich werden. Wir planen und gestalten für Sie.
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Am Grohner Schulhof 16A · Bremen · www.bestattungshaus-bremennord.de
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Die Försterin hilft bei dem Ausfüllen eines Grabvertrages, wenn die Beisetzung eines geliebten Menschen in einem Friedhofswald erfolgen soll. Foto: djd/Friedwald
Testament kann unter Erben für Streit sorgen
Das Testament trägt häufig auch die Überschrift „Mein letzter Wille“. Dass dieser Wunsch leider nicht immer unproblematisch in Erfüllung geht, wissen Notare und die Hinterbliebenen nur all zu gut. Ein Testament gilt als zentrale
Vorsorgemaßnahme für den Todesfall. Doch in der Praxis schützt es häufig nicht vor Streit unter den Hinterbliebenen. Das belegt auch eine Auswertung von mehr als 13.000 Fällen des auf Erbauseinandersetzungen spezialisierten Unterneh-
Handschriftliche Testamente führen oft zur Bildung von Erbengemeinschaften – und damit eventuell zu Konflikten. Foto: Pixabay/annazuc
mens „Erbteilung“. Auffällig: Selbst handschriftliche oder notariell beurkundete Testamente führen oft zur Bildung von Erbengemeinschaften –und damit zu Konflikten, die sich über Jahre hinziehen können.
Juristisch sind Erbengemeinschaften problematisch. Das Gesetz sieht vor, dass jeder Miterbe jederzeit die Auflösung verlangen kann. Gleichzeitig darf kein Erbe allein über Nachlasswerte verfügen, Entscheidungen erfordern meist Einstimmigkeit. Diese Konstruktion macht Erbengemeinschaften schwer fällig und konfliktanfällig. Hinzu kommen wirtschaftliche Risiken: Werden notwendige Investitionen, etwa in Immobilien, blockiert, drohen Wertverluste. Auch finanziell geraten einzelne Erben unter Druck, wenn Steuern fällig werden, ohne dass Erträge ausgeschüttet werden. Neben rechtlichen und mo-
Mein Testament für das Deutsche Krebsforschungszentrum. Denn ich möchte etwas hinterlassen. www.dkfz.de/testament
netären Aspekten spielen psychologische Faktoren eine zentrale Rolle. Langjährige Streitigkeiten belasten die Beteiligten emotional, führen zu Stress und nicht selten zu gesundheitlichen Problemen. Experten raten daher, die automatische Bildung von Erbengemeinschaften möglichst zu vermeiden. Eine klare Teilungsanordnung im Testament, bei der Vermögenswerte konkret einzelnen Erben zugewiesen werden, könne Konflikte deutlich reduzieren. Entscheidend sei, frühzeitig klare Entscheidungen zu treffen – und diese offen zu kommunizieren. WR
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