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Das BLV - Wochenzeitung vom 24.05.2025

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Unterwegs mit den ehrenamtlichen Rehkitz-Rettern: Große Mähmaschinen bringen Jungtiere in Gefahr

An der Aschwardener Mühle ist wieder Saison: Besichtigungen mit Kaffee und Kuchen an den Feiertagen

Lokales | Seite 21 NR. 4161

Schwanewede | Seite 21 SONNTAG, 25. MAI 2025

65. JAHRGANG

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Bockhorn / Vegesack / Blumenthal Für die Bildungssenatorin gibt es keinen guten Grund, weshalb Schulkinder ständig telefonisch erreichbar sein sollten.

Symbolfoto: fr

Schulen als smartphonefreie Zone Fokus auf Konzentration und Leistung: Verbot privater Handynutzung ab dem 1. Juni 2025 VON N I KOL A S JA NSSE N

BREMEN – Sascha Karolin Aulepp ist seit 2021 Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen. Im Interview spricht die Juristin, Richterin und Politikerin über Probleme bei der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen. Das BLV: Frau Senatorin, Sie haben ein Pauschalverbot privater Handynutzung an allen Bremer Schulen erlassen. Was soll damit denn erreicht werden? Sascha Karolin Aulepp: Handys lenken ab, stören die Konzentration und behindern die Schülerinnen und Schüler beim Lernen. In den Pausen

sollen die Kinder und Jugendlichen miteinander sprechen, sich bewegen, den Kopf frei haben, damit sich das Gelernte festigt, und nicht aufs Handy starren. Das bestätigen uns die Bildungsforscher sehr einhellig. Auch die Kinder- und Jugendärzte sagen mir, sie sind so froh, dass die Kinder in Kita und Grundschule einen handyfreien Raum haben, für die psychische und für die körperliche Gesundheit der Kinder und Jugendlichen. Wenn man die Schüler danach fragt, werden sie sagen: Handys sind doch eh schon verboten und ihre Eigenverantwortung betonen…

Ja, das stimmt, ich habe mit Schülerinnen und Schülern gesprochen, das wird mir auch gesagt. Aber es gibt auch diejenigen, die genau wissen: eine Auszeit, oder „Digital Detox“, wie sie das nennen, würde mir gut tun. Aber wenn alle anderen weiter online sind, schaffe ich das nicht. Es ist eine Entgrenzung, das Gefühl, etwas zu verpassen, immer sofort antworten zu müssen, weil sonst die anderen vielleicht sogar anfangen zu lästern. Wenn alle das Handy aus und in der Tasche haben, sollte das auch allen leichter fallen. Wie schätzen Sie denn die Verantwortlichkeit der Eltern ein?

Wie erklären die es den Jugendlichen? Es ist völlig klar, dass Schule nicht alles regeln oder die Welt retten kann. Schule kann zeigen, dass es ohne Handys geht, und Medienkompetenz lehren. Wir haben dafür eine Eins-zueins-Ausstattung: Jedes Schulkind verfügt über ein Tablet. Die Lehrkräfte sind mit den angebotenen Fortbildungen gut aufgestellt, den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln. Aber Eltern haben schon die Verantwortung, mit gutem Beispiel voranzugehen. Wenn das Handy beim Essen ständig auf dem Tisch liegt, ist das blöd.

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