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Kultur | Seite 27 SONNTAG, 10. MÄRZ 2024
64. JAHRGANG
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Bockhorn / Vegesack / Blumenthal Im Raum Rotterdam fahren Schnellfähren als „Waterbus“. Das Angebot ist bei Berufspendlern und Urlaubern sehr beliebt.
FOTO: TH
Weser-Schnellfähre bleibt eine Vision Regionalausschuss vertagte Beschluss VON MARTIN THIES
BREMEN-NORD – Mit einer Machbarkeitsstudie über die Weserfähre, die Bremen-Nord mit der Innenstadt verbinden soll, beschäftigte sich der Regionalausschuss Bremen-Nord. Als dienstältester Ortsamtsleiter leitete Florian Boehlke aus Burglesum die Sitzung, attestiert von Gunnar Sgolik (Vegesack) und Thomas Backhaus (Blumenthal). Zum Auftakt wurde Marcus Pfeiff (SPD), Beiratssprecher
aus Blumenthal, als Sprecher des Ausschusses gewählt, als Stellvertreterin fungiert Heike Sprehe (SPD) aus Vegesack. Jan Ninnemann, Geschäftsführender Gesellschafter der Hanseatic Transport Consultancy (HTC) nahm gemeinsam mit Robert Hänsch teil, um Zwischenergebnisse einer Studie über eine Fährverbindung zu präsentieren. Als neue Zwischenstation wurde der Landmark Tower in der Überseestadt favorisiert. Nach Möglichkeit soll eine Schnellfähre im Stundentakt, zusätzlich verdichtet in den Hauptverkehrszeiten, eingesetzt werden. Dafür wurden zwei Schiffstypen vorgestellt. Infrage käme ein Katamaran, der mit 25 Stun-
denkilometer von Vegesack bis zur Schlachte eine Fahrzeit von 54 Minuten benötigt, während ein kleineres schwedisches Tragflächenboot mit maximal 46 Stundenkilometern die Fahrzeit unterbieten könnte. An Wochentagen könnten 650 bis 1000 Fahrgäste das Angebot nutzen, so die Planung. An Wochenenden würden je nach Wetterlage größere Schwankungen auftreten. „Mit dem kleineren Schiff gelangen wir an Kapazitätsgrenzen“, so die Gutachter. Das träfe zu, wenn die Pendelfahrten bis zum Kämmereiquartier in Blumenthal verlängert werden. Für eine Neuanschaffung müssen für den elektrischen Schiffstyp aus Schweden 1,5
Millionen Euro aufgebracht werden. Bis zu 250 000 Euro werden für einen Anleger fällig. Der jährliche Zuschussbedarf betrage 1,1 Millionen Euro. Hinzu kämen Kosten für die Ladeinfrastruktur. Grundsätzlich stieß das Vorhaben nicht auf Ablehnung. Jedoch setzten einzelne Ausschussmitglieder ihre Priorität auf den vorhandenen ÖPNV. Pfeiff lehnte eine Konkurrenzsituation für die bestehende S-Bahn-Verbindung und den Querverkehr der BSAG-Busse ab. Stattdessen machte er sich für eine 15-minütige Taktung bis nach Farge mit einem zweiten Gleis sowie für eine Verbesserung der Buslinien stark. FORTSETZUNG AUF SEITE 2
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