Die Weser Report-Ausgabe für den Landkreis Verden
SAMSTAG, 17. MAI 2025
NR. 3756/55. JAHRGANG
Senat zieht Halbzeitbilanz
Stolperstein wieder da
Helfen am Limit
Was die rot-grün-rote Koalition noch erreichen will
Stadt Achim erhielt Mini-Denkmal zurück
Warum sich Ehrenamtliche wie Erika Engler bei der Bremer Tafel engagieren
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AOK Bremen/Bremerhaven Die Gesundheitskasse.
Heute Leistungsschau des DRK V ERDEN – Der Kreisverband Verden des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) präsentiert heute seine Einheiten von 14 bis 17 Uhr im Stadion am Berliner Ring der Öffentlichkeit. Als Highlight ist eine Einsatzübung angekündigt, bei der die Bevölkerung hautnah miterleben kann, wie die Einsatzkräfte im Katastrophenfall agieren. Neben Einblicken in die Arbeit der Wasserwacht und der Rettungshundestaffel gibt es ein Mitmach-Programm für Kinder. WR
Umleitung beim Bürgerbus Achim ACHIM – Wegen der Sanierungsarbeiten am Geh- und Radweg entlang der Obernstraße (L158) in Richtung Uesen und der damit einhergehenden Staubildung leitet der Achimer Bürgerbusverein seine Linie 792 während der Bauphase in stadtauswärtiger Richtung um. Die Haltestelle „Meislahnstraße“ wird derzeit nicht angefahren. Ersatzweise wird eine Haltestelle in der Straße „Am Rathauspark“ gegenüber der Einmündung Brauerstraße eingerichtet. Stadteinwärts bleibt die Linienführung unverändert. WR
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Fehlbefüllte Komposttonne: Die Verdener Kreisverwaltung appelliert derzeit an die Nutzerinnen und Nutzer, ausschließlich Biomüll – ohne weitere Fremdstoffe – in den grünen Tonnen zu entsorgen. Die Komposttonne selbst möchte man aber prinzipiell noch häufiger vermieten. Foto: Landkreis Verden
Zu viel Plastik im Bio-Abfall Strengere Regeln bei Störstoffen in Komposttonnen / Fachdienst appelliert an Nutzende HEN R IK BRU NS
Insgesamt 5.729,72 Tonnen an kompostierbaren Abfällen aus heimischen Haushalten, sogenannte Bioabfälle, entsorgte und verwertete der Landkreis Verden im vergangenen Jahr. Kompostierbare Abfälle aus Haushaltungen, Gewerbe und Gärten werden im Kreisgebiet generell über die Komposttonne abgeholt und anschließend im Kompostwerk der Firma Grube in Sandstedt, Landkreis Cuxhaven, verarbeitet. Geplant ist mittelfristig auch die Vergärung dieser Bioabfälle. Für die dazu benötigte Vergärungsanlage der Kommunalen Entsorgungsanstalt Nord-Niedersachsen (Kenn) ist im März der symbolische 1. Spatenstich vorgenommen worden. Die Anlage, die die Landkreise Cuxhaven, Osterholz, Verden und die Stadt Cuxhaven ge-
meinsam errichten lassen, soll im kommenden Jahr in Betrieb gehen. Zirka 40.000 Tonnen Bioabfälle sollen dort dann jährlich verarbeitet werden. Derweil sorgt sich die Kreisabfallwirtschaft um ein Problem, das bereits an der Biotonne beginnt: Darin wird von Nutzenden neben dem verwertbaren Bioabfall offenbar auch eine Menge anderer Müll entsorgt – „von Plastik, Metall und Glas über vermeintlich kompostierbare Plastiktüten bis hin zu Tierfäkalien“ reicht die Auswahl laut der Kreisverwaltung. Das Problem dabei: Stecken zu viele Störstoffe im Kompost, muss der Abfall in einem aufwendigen und kostspieligen Verfahren getrennt werden. Und genau dies wird seit Beginn dieses Monats behördlich noch genauer genommen: „Die Bioabfallverordnung sieht seit 1. Mai
strengere Regeln für sogenannte Störstoffe im Bioabfall vor“, erklärt Henning Koröde, Abteilungsleiter Abfall beim Landkreis Verden. Der Bioabfall dürfe nur noch in Summe maximal drei Prozent Fremdstoffe enthalten, davon ein Prozent Kunststoffe. Anderenfalls würde der eingesammelte Bioabfall nicht mehr in den Kompostierungsanlagen angenommen werden. Als konkretes Problem für die Abfallwirtschaft führt der Fachdienst die vermeintlich „biologisch abbaubaren Kunststoffbeutel“ an. „Letztlich handelt es sich auch bei diesen Tüten um Plastik“, erklärt Koröde. Plastiktüten, egal ob vermeintlich kompostierbar oder nicht, würden im weiteren Verwertungsprozess große Probleme bereiten. Die als „kompostierbar“ beworbenen Exemplare seien nämlich nur unter bestimmten Bedingun-
gen biologisch abbaubar – doch die dafür erforderlichen Bedingungen seien in den vor Ort genutzten Verwertungsanlagen gar nicht gegeben. Das größte Problem sei der Zeitfaktor: Die Dauer, in der der Bioabfall in den Anlagen verarbeitet wird, reicht für die vollständige Zersetzung dieser Tüten, obwohl als kompostierbar deklariert, einfach nicht aus. Übrig bleibt laut Koröde ein mit Kunststoffresten durchsetzter Kompost. Aus dem Abfall-Fachdienst des Landkreises wird deshalb an alle Nutzerinnen und Nutzer der Biotonne appelliert, ausschließlich organische Abfälle ohne weitere Fremdstoffe in die Tonne zu geben. Zugleich will man allerdings auch den Bio-Anteil im Restmüll senken. Daher ist die Biotonne auch nur halb so teuer wie eine Restmülltonne mit vergleichbarem Volumen.
Neue Masche: Überweisung direkt aufs „Polizeikonto“ Die Polizeiinspektion Verden/Osterholz warnt derzeit vor einer neuen Variante der unter dem Stichwort „falsche Polizisten“ bekannten Betrugsmasche. Konfrontiert wurden die Beamten mit Fällen, in denen sich die Täter am Telefon als Polizei-
beamte ausgaben und behaupteten, es habe in der Nachbarschaft der Angerufenen Einbrüche gegeben – nun seien auch ihre Wertsachen und ihr Erspartes in Gefahr. Neu war dabei: Es wurde nicht versucht, eine persönliche Übergabe von Schmuck
oder Bargeld einzufädeln. Stattdessen „werden die Opfer nun gedrängt, ihr Geld selbst auf ein angeblich ‚sicheres Polizeikonto‘ zu überweisen“, teilt die echte Polizei mit. Tatsächlich sollen erste Opfer zur Überweisung „von niedrigen fünfstelligen Beträ-
gen“ gebracht worden sein. In den bekannt gewordenen Fällen wurde eine Überweisung aber in der Bank noch rechtzeitig gestoppt. Geraten wird zum sofortigen Auflegen bei derartigen Anrufen oder sich an vertraute Personen zu wenden. WR
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