Die Weser Report-Ausgabe für den Landkreis Verden
SAMSTAG, 31. AUGUST 2024
NR. 3719/54. JAHRGANG
Nur für Frauen
Kulturgüter schützen
Hot Dog und Veggie-Wurst
Warum eine Eisdiele lediglich weibliche Gäste hineinlässt
Notfallverbund im Landkreis Verden gegründet
Was das neue Gastrokonzept im Bremer Weserstadion vorsieht
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ACHIM/OY TEN/ VER DEN
Gefährliche Gasbrenner-Einsätze LANGW EDEL – Immensen Schaden verursachte ein Feuer, das am Dienstagabend während Arbeiten des Eigentümers auf dem Dach eines Einfamilienhauses an der Straße Moorberg ausgebrochen war. Der Mann soll dabei einen Gasbrenner eingesetzt haben. Die alarmierte Feuerwehr hatte es in der Folge mit einem Brand des gesamten Dachstuhls zu tun. Zwei Feuerwehrleute wurden bei dem Löscheinsatz leicht verletzt. Der Schaden am Haus wurde auf 500.000 Euro geschätzt. Die Polizei Verden ermittelt nun zur genauen Brandursache. Fast zeitgleich kam es darüber hinaus in Blender zu einem Feuerwehreinsatz, wo ein Gasbrenner-Einsatz gegen Unkraut einen Garagenbrand mit einem Schaden in Höhe von mehreren 10.000 Euro ausgelöst haben soll. WR
Heute Festival am Achimer Kasch ACHIM – Das Kasch veranstaltet auch am heutigen Samstag ab 16 Uhr auf dem Parkplatz an der Parkpalette das Open-Air-Festival „Sound of Summer“. Dafür werden eine Bühne sowie Getränkeund Essenstände und gemütliche Sitzgelegenheiten aufgebaut. Der Eintritt ist kostenlos. WR
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Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist nicht nur in den Großstädten ein Problem.
Wohnungsbedarf und Leerstand Pestel-Institut legt Analyseergebnis auch für den Landkreis Verden vor HEN R IK BRU NS
LANDKREIS – In einer aktuellen Regional-Analyse zum Wohnungsmarkt hat das Pestel-Institut eine Prognose für die kommenden vier Jahre aufgestellt. Derzufolge müssten im Landkreis Verden bis zum Jahr 2028 jährlich rund 680 Wohnungen neu gebaut werden. „Der Neubau ist notwendig, um das bestehende Defizit – immerhin fehlen im Landkreis Diepholz aktuell rund 790 Wohnungen – abzubauen: Aber auch, um abgewohnte Wohnungen in alten Häusern nach und nach zu ersetzen. Hier geht es insbesondere um Nachkriegsbauten, bei denen sich eine Sanierung nicht mehr lohnt“, sagt Matthias Günther, Leiter des Forschungsinstituts. Zugleich seien bei der aktuellen
04234-9704737 Johanniswall 17 • 27283 Verden allerfit-ems@gmx.de
Zensus-Befragung rund 2.420 Wohnungen registriert worden, die nicht genutzt werden. Etwa die Hälfte dieser Wohnungen sollen schon seit einem Jahr oder länger leer stehen. Das nicht ohne Grund, denn viele von ihnen müssten aufwendig und für vergleichsweise viel Geld saniert werden. Eine solche Sanierung sei in den Augen der Besitzer oft auch ein Wagnis. „Sie sind verunsichert. Sie wissen nicht, welche Vorschriften – zum Beispiel bei Klimaschutz-Auflagen – wann kommen. Es fehlt einfach die politische Verlässlichkeit. Ein Hin und Her wie beim Heizungsgesetz darf es nicht mehr geben“, kritisiert der Leiter des Pestel-Instituts. Auf der anderen Seite sei ein gewisser Leerstand von Wohungen, sofern sie noch in Schuss sind, immer auch notwendig. „Rund 3 Pro-
zent aller Wohnungen, in die sofort jemand einziehen kann, sollten frei sein. Schon allein, um einen Puffer zu haben, damit Umzüge reibungslos laufen können. Und natürlich, um Sanierungen überhaupt machen zu können. Aber es wird nur selten gelingen, Wohnungen, die lange leer stehen, wieder zu aktivieren und an den Markt zu bringen“, erklärt Günther. Der Landkreis Verden hat bereits im Jahr 2015 unter anderem mit einem Wohnraum-Beschaffungsprogramm auf die Situation reagiert, das 2022 nochmals verlängert und sogar im Finanzvolumen aufgestockt worden ist. Um Sanierungen anzukurbeln, gibt es eine Förderung für Immobilienbesitzerinnen und -besitzer. Lassen sie lange leergestandene oder zu anderen Zwecken genutzte Räume und Objekte
wieder zum Bewohnen umbauen, können sie dafür einen Zuschuss von bis zu 8.000 Euro beantragen. Zugleich knüpft der Landkreis seine Förderung an einen späteren angemessenen Mietpreis – damit eine solche Wohnung also bezahlbar bleibt. Hinzu kommen weitere Fördermöglichkeiten in den einzelnen Kreisverdener Kommunen in mitunter gleicher Höhe. Derweil nennt Matthias Günther weitere Gründe für die Lage auf dem Wohnungmarkt: „Immer wieder kommt bei Erbstreitigkeiten kein Mietvertrag zustande. Und oft scheuen sich Hauseigentümer auch, sich einen Mieter ins eigene Haus zu holen, mit dem sie sich am Ende vielleicht nicht verstehen.“ Und so führe am Neubau von Wohnungen auch im Kreis Verden kein Weg vorbei.
Noch freie Plätze bei Seniorenfahrt der Gemeinde Oyten
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Foto: Pestel-Institut
OY TEN – Aufgrund reger Nachfrage hat die Gemeinde Oyten einen zweiten Termin für ihre diesjährigen Seniorenfahrt nach StuhrHeiligenrode aufgelegt, der am Donnerstag, 12. September, stattfindet. Ab dem Oytener Rathaus
geht es um 13.45 Uhr zum Hotel und Restaurant Meyerhof. Die Busfahrt und ein Kaffeegedeck sind für teilnehmende Seniorinnen und Senioren kostenfrei. Beim Meyerhof gibt es Spaziermöglichkeiten und einen Biergarten. Die
Rückkehr nach Oyten ist für 18.30 Uhr geplant. Anmeldungen werden unter Telefon 04207 / 91 40 11 oder per E-Mail an sylke.haake@ oyten.de bis zum 4. September entgegengenommen. Es gibt außerdem weitere Zustiegshaltepunkte
in den Ortsteilen, die bereits auf dem Weg zum Rathaus ab 13.15 Uhr vom Bus angefahren werden. Den genauen Fahrplan findet man online unter oyten.de, oder man informiert sich darüber bei der Anmeldung. hb
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