Die Weser Report-Ausgabe für den Landkreis Verden
MITTWOCH, 24. AUGUST 2022
NR. 3602/52. JAHRGANG
„Ein Riesen-Aufschlag“
Frauensport im Büz
Nachspielzeit reißt es raus
Star Bosse über sein Album und seinen Auftritt in Bremen
Kreissportbund Verden plant interkulturelles Event
Werders sehr guter Saisonstart hätte auch ganz anders laufen können
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ACHIM/OYTEN/ VERDEN
Repair-Café-Team auf Markt
Achim Das Team des Repair-Cafés Achim informiert am kommenden Samstag, 27. August, an einem Stand auf dem Achimer Wochenmarkt über das Angebot des dienstäglichen Repair-Cafés im Bürgerhaus Bierden. Auch Fragen werden am Stand beantwortet und Reparaturtipps gegeben. (WR)
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Während Betrüger beim Enkeltrick meistens ältere Menschen anrufen, geraten bei dieser Betrugsmasche alle Altersgruppen ins Visier der Kriminellen. Foto: Bilderbox
Anrufer drohen mit Haftstrafe Betrüger rufen bundesweit Bürger an und geben sich als Interpol-Mitarbeiter aus THORSTEN RUNGE
Zulassungsstelle geschlossen
Landkreis Die Kfz-Zulassungsstelle des Landkreises Verden bleibt am kommenden Mittwoch, 31. August, wegen einer Personalversammlung geschlossen. Darauf weist die Kreisverwaltung hin und bittet um Verständnis. (WR)
Flohmarkt für Arche Oyten
Oyten Ein Flohmarkt zugunsten des Tierschutzvereins Arche Oyten findet am kommenden Sonntag, 28. August, von 11 bis 17 Uhr auf dem Parkplatz des Weber Stores an der Industriestraße 10 statt. Wer sich mit einem Stand beteiligen will (Gebühr 10 Euro pro 2 Meter), der kann sich per E-Mail an archeoyten@gmx.de anmelden. Geplant sind ab 11 Uhr ein Kinderspiel und eine Kindertattoo-Aktion, während eine Maskenbildnerin ab 14 Uhr junge Besucher schminkt. Angeboten werden Kaffee und Kuchen sowie Pommes vom Foodtruck. Das Arche-Team informiert an einem eigenen Stand. Die Tierschützer kümmern sich sowohl um in Not geratene Haus- als auch Wildtiere. Infos: arche-oyten.de (hb)
Open-Air-Gottesdienst in Etelsen Etelsen Zum Abschluss der Sommerferien lädt die Etelser Kirchengemeinde für den kommenden Sonntag, 28. August, 10 Uhr, auf die Wiese vor der Kirche ein. Der Gottesdienst wird in Form eines Tauffestes gefeiert, bei dem vier Kinder getauft werden. (WR)
Never Too Late auf Erbhof
Thedinghausen Ein Rock-Tanzabend zugunsten des Fördervereins BI Schulwegsicherheit Riede mit der „originalen Bremer Rentnerband“ Never Too Late findet am kommenden Samstag, 27. August, 20 Uhr, an der Open-AirBühne des Schlosses Erbhof statt. Die zwölfköpfige Band hat Songs von Santana und den Doobie Brothers über Deep-Purple-Stücke bis hin zu Musik von Joe Cocker im Cover-Repertoire. Das Konzert findet im Rahmen des Gartenkultur-Musikfestivals des Kommunalverbunds Niedersachsen/Bremen statt. Tickets à 12 Euro beziehungsweise 10 Euro für Kinder und Schwerbehinderte gibt es bei der Bücherkiste Riede, bei Papier Lange sowie der TouristInfo in Thedinghausen sowie bei bei Nordwestticket. (WR)
Ein bundesweites Phänomen greift auch in den hiesigen Landkreisen um sich. Betrüger melden sich am Telefon und geben sich als Mitarbeiter von Europol oder Interpol aus. Ziel der Anrufe ist das Entlocken von sensiblen Daten. Dies sind unter anderem Kontonummern und Geburtsdaten. Die Gesprächsführung erfolgt meist in englischer Sprache. Über eine Bandansage wird man aufgefordert, eine bestimmte Tastenkombination zu drücken. In der Weiterleitung landet der oder die Angerufene schließlich bei einem Betrüger. Dieser gibt sich als Police-Officer
oder als Mitarbeiter von Interpol oder Europol aus. In einem Gespräch mit dem Betrüger werden weitere persönliche Daten erfasst oder mit bereits vorhandenen Daten abgeglichen. Die erlangten Daten werden dann bei Straftaten verwendet. Oft wird von Seiten der Betrüger eingeworfen, dass auch das betroffene Konto des Opfers in einem groß angelegten Betrugsverfahren involviert ist. „Wird das Opfer misstrauisch, scheuen sich die Betrüger nicht davor, Druck aufzubauen. So werde zum Beispiel behauptet, dass das Opfer zur Mitarbeit verpflichtet sei. Bei einer Weigerung wird mitunter auch eine Haftstrafe
angedroht“, erklärt ein Präventionsexperte der Polizei. Wie die Tätergruppen überhaupt an die Informationen und an die Daten der Angerufenen her ankommen, ist dabei rein spekulativ. Dies kann sowohl über das rein zufällige Anwählen von Rufnummern als auch durch legale wie illegale Datensammlungen erfolgen (Datenleck im Internet). „Wichtig zu wissen ist, dass sich die Opfer in allen Altersgruppen befinden. Jeder kann Opfer einer derartigen Betrugsmasche werden“, warnt der Beamte. Die Polizei rät: Wer angerufen wird, sollte solche Gespräche sofort beenden. Indizien für derartige Betrugsversuche sind die
englische Gesprächsführung oder Bandansagen. „Folgen sie keiner Aufforderung eine Taste zu drücken oder etwas zu bestätigten. Geben Sie keine Daten heraus, auch nicht auf Nachfrage. In der Regel wissen sie nicht, mit wem sie tatsächlich telefonieren. Seien sie misstrauisch“, macht Michael Wessels deutlich. Auch sollten keine Bitcoins oder Google Play Cards für Dritte gekauft werden. Niemals, so der Rat der Polizei, sollte bei unbekannten Telefonnummern zurückgerufen werden. Wer dennoch auf die Betrugsmasche hereingefallen ist, sollte sofort bei der Polizei Anzeige erstatten.
Tödlicher Unfall am Bahnhof Ottersberg
Jugendlicher wurde von Intercity erfasst / Eindringliche Warnung vor Betreten von Gleisen Ottersberg Nahe des Ottersberger Bahnhofs ist es am Montagabend zu einem tödlichen Unfall gekommen, als ein 14-Jähriger von einem herannahenden IC erfasst wurde – der Jugendliche verstarb noch an der Unfallstelle. Wie die Polizeiinspektion Verden / Osterholz und die Bremer Bundespolizeiinspektion mitteilen, hielt sich der 14-Jährige vor dem Unfall zusammen mit einem 15 Jahre alten Jugendlichen am Gleisbett auf. Als der IC 2215 aus Hamburg um 18.42 Uhr herannahte, soll der Jüngere versucht haben, die Gleise zu überqueren. Dabei erfasste ihn der Zug. Der 15-Jährige blieb körperlich unverletzt. Der Unglücksort wurde weiträumig abgesperrt, und die Bahnstrecke Hamburg – Bremen musste vollständig gesperrt werden. Neben Bremer und Kreisverdener Polizeibeamten waren mehrere Rettungswagen sowie die Feuerwehren aus Cluvenhagen und Ottersberg im Einsatz, zudem Notfallmanager der Bahn. Die 250 Fahrgäste im IC blieben trotz einer Schnellbremsung un-
verletzt. Der Triebfahrzeugführer wurde von einem Kollegen abgelöst. Um 22.18 Uhr konnte die Polizei die Bahnstrecke wieder freigegeben. Das Polizeikommissariat Achim führt die weiteren Ermittlungen in dem tragischen Fall. Die Bundespolizei und die
Deutsche Bahn nehmen ihn zum Anlass, um vor dem Betreten von Bahnanlagen zu warnen. Bundespolizeisprecher Holger Jureczko erklärt: „Der IC 2215 aus Hamburg Richtung Bremen war bei Durchfahrt durch den Bahnhof Ottersberg mit 180 km/h unterwegs. Der Streckenabschnitt ist mit 200
Polizei und Bahn warnen nach dem tragischen Unfall erneut davor, Gleisanlagen zu betreten. Foto: Symbolbild/Pixabay
km/h befahrbar. Züge nähern sich bei dieser Geschwindigkeit mit rund 50 Metern je Sekunde und werden erst in der Entfernung von zirka 100 Meter bewusst wahrgenommen.“ Außerdem würden Personen im Gleisbett meist nach unten schauen, um nicht über die Schienen zu stolpern. So reduziere sich ihre Reaktionszeit zum Verlassen der Gleise auf zwei Sekunden. Züge sind innerorts erheblich schneller unterwegs als Pkw, und sie nähern sich mitunter schon beinahe geräuschlos. Bei Bremswegen von bis zu zwei Kilometern hätten Lokführer dann in der Regel gar keine Chance mehr, Personenunfälle zu verhindern. „Sie können nicht rechtzeitig anhalten und nicht ausweichen. Wir können nicht oft genug davor warnen“, so Jureczko. Seiner Meinung nach sollte auch die Bahnverkehrserziehung schon Kindern so früh wie möglich vermittelt werden. ■ Unter dem Motto „Sicher auf Bahnanlagen“ (in die Suche eingeben) wird auf bundespolizei.de über das Thema aufgeklärt. (hb)